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Was sagen die Parteien zur Wirtschaft?

12 aktuelle Wahlprogramme im Bund haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 2 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Lieferkettengesetz und weitere Vorschriften abschaffen

Die AfD will staatliche Eingriffe in den Markt auf das Nötigste beschränken und Vorschriften für Unternehmen streichen. Unter anderem sollen das Lieferkettengesetz, das Verpackungsgesetz und das Verbrennerverbot fallen. Die Partei begründet das mit Bürokratie, die aus ihrer Sicht den Wettbewerb verzerrt.

Die AfD will weniger Regeln für Firmen. Das Lieferketten-Gesetz soll wegfallen. Dieses Gesetz verpflichtet Firmen, auf ihre Zulieferer zu achten. Auch das Verpackungs-Gesetz soll wegfallen. Autos mit Verbrenner-Motor sollen erlaubt bleiben.

Handel erleichtern, Sanktionen und CO₂-Grenzausgleich beenden

Die AfD will den internationalen Handel ausweiten und Hemmnisse abbauen. Sie will Handelsabkommen schließen, die die Versorgung mit Rohstoffen sichern, Sanktionen beenden, die sie für wirtschaftsschädlich hält, und den CO₂-Grenzausgleich aufheben.

Die AfD will mehr Handel mit anderen Ländern. Hindernisse für den Handel sollen wegfallen. Neue Verträge sollen Rohstoffe für Deutschland sichern. Sanktionen sollen enden, wenn sie der Wirtschaft schaden. Sanktionen sind Strafmaßnahmen gegen andere Länder.

Handelspolitik an deutschen Interessen ausrichten

Die AfD will, dass deutsche Firmen freien Zugang zu Auslandsmärkten, Rohstoffen und Handelswegen haben. Sie lehnt das Lieferkettengesetz ab, will den Handel mit China ausbauen und zugleich deutsche Unternehmen besser vor Übernahmen aus dem Ausland schützen.

Die AfD will, dass deutsche Firmen überall frei handeln können. Sie ist gegen das Lieferketten-Gesetz. Das Gesetz verpflichtet Firmen, auf Menschenrechte bei ihren Zulieferern zu achten. Der Handel mit China soll wachsen. Wichtige deutsche Firmen sollen nicht an Ausländer verkauft werden.

Subventionen für einzelne Technologien beenden

Die AfD lehnt staatliche Subventionen für bestimmte Techniken ab und will den Markt entscheiden lassen, was sich durchsetzt. Ausgenommen sind Techniken, die der strategischen Unabhängigkeit dienen; diese soll der Staat direkt bezahlen. Die Förderung der Halbleiterindustrie nennt das Programm verschwendetes Steuergeld.

Die AfD will kein Steuergeld für einzelne Techniken geben. Der Markt soll entscheiden, welche Technik sich durchsetzt. Eine Ausnahme gibt es: Manche Techniken machen Deutschland unabhängig. Diese soll der Staat direkt bezahlen.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Handel ohne Sanktionen und Blockbildung gestalten

Das BSW will, dass Deutschland sich nicht an Wirtschaftssanktionen beteiligt, die aus Sicht des Programms von den USA im eigenen Interesse betrieben werden. Handelsabkommen sollen Versorgung, Absatzmärkte und Standards sichern, statt Konzerninteressen zu dienen. Regionale Wirtschaftskreisläufe sollen gestärkt werden.

Das BSW will Handel mit vielen Ländern. Deutschland soll bei Sanktionen der USA nicht mitmachen. Sanktionen sind Strafen gegen ein Land im Handel. Wichtige Waren sollen mehr aus Deutschland kommen.

Aktive Industriepolitik und mehr Forschungsausgaben

Das BSW will eine aktive staatliche Industriepolitik. Bis 2030 sollen mindestens vier Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung fließen. Ein Industriefonds soll in Zukunftsbranchen, Schlüsselindustrien und Start-ups investieren. Nach Ansicht der Partei trägt der Staat Risiken, die private Geldgeber scheuen.

Das BSW will mehr Geld für Forschung ausgeben. Der Staat soll wichtige Industrien schützen und umbauen. Ein neuer Fonds soll in junge Firmen investieren. Ein Fonds ist ein großer Geld-Topf.

Stiftungsunternehmen und Verantwortungseigentum einführen

Das BSW will große, staatlich unterstützte Unternehmen in Schlüsselbranchen zu Stiftungsunternehmen machen und die Mitbestimmung dort ausbauen. Für mittelgroße Firmen soll die neue Rechtsform der Gesellschaft mit gebundenem Vermögen entstehen. Gewinne sollen so im Unternehmen bleiben, statt an Anteilseigner zu fließen.

Manche große Firmen bekommen Geld vom Staat. Das BSW will diese Firmen in Stiftungen umwandeln. Dann bleibt der Gewinn in der Firma. Für mittlere Firmen soll es eine neue Rechts-Form geben.

Mittelstand stärken, Konzernmacht und Steuertricks begrenzen

Das BSW will, dass Konzerne in Deutschland genauso hoch besteuert werden wie mittelständische Firmen, und Gewinnverlagerung ins Ausland unterbinden. Das Kartellamt soll mehr Mittel und Befugnisse erhalten, um Marktmacht zu begrenzen. Kleinere Unternehmen sollen von Bürokratie entlastet werden.

Große Konzerne zahlen oft weniger Steuern als kleine Firmen. Das BSW will das ändern. Das Kartell-Amt soll stärker werden. Das Kartell-Amt prüft, ob Firmen zu mächtig sind. Kleine Firmen sollen weniger Papier-Kram haben.

Berichtspflichten aussetzen, Lieferkettengesetz reformieren

Das BSW will Regeln, Auflagen und Verfahren für Unternehmen abbauen und sieht darin einen Hebel für Wachstum und Innovation. Die Pflicht zu Nachhaltigkeitsberichten soll sofort ausgesetzt, das Lieferkettengesetz reformiert werden. EU-Vorgaben sollen nicht strenger umgesetzt werden als verlangt.

Das BSW will weniger Bürokratie für Firmen. Firmen sollen keine Berichte über Nachhaltigkeit mehr schreiben müssen. Das Lieferketten-Gesetz soll sich ändern. Regeln der EU sollen in Deutschland nicht noch strenger werden.

Verbraucherschutz ausbauen, Auskunfteien streng regulieren

Das BSW will den Verbraucherschutz stärken, weil große Unternehmen aus seiner Sicht Preise und Bedingungen diktieren. Vorgesehen sind strenge Regeln für die SCHUFA, klare Lebensmittelkennzeichnung und ein Verbot von Strom- und Gassperren.

Das BSW will Kunden besser schützen. Die SCHUFA soll strenge Regeln bekommen. Die SCHUFA sammelt Daten über Schulden. Auf Lebensmitteln soll klar stehen, was drin ist. Niemandem soll Strom oder Gas abgestellt werden.

BSW: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU/CSU

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 3 ausgewogen, 5 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Bürokratie mit jährlichen Abbaugesetzen verringern

Die CDU und die CSU wollen jedes Jahr ein Gesetz zum Abbau von Bürokratie beschließen und für jede neue Regel zwei alte streichen. Nachweis- und Meldepflichten für Unternehmen sollen sinken. Das Programm versteht Bürokratieabbau als Rückgabe von Freiheit und will besonders den Mittelstand entlasten.

Die CDU und die CSU wollen weniger Bürokratie. Jedes Jahr soll ein Gesetz alte Regeln streichen. Für eine neue Regel sollen zwei alte wegfallen. Firmen sollen weniger Nachweise und Meldungen abgeben müssen.

Lieferkettengesetz abschaffen, EU-Vorgaben begrenzen

Die CDU und die CSU wollen das deutsche Lieferkettengesetz abschaffen und auf europäischer Ebene Belastungen durch Taxonomie und Nachhaltigkeitsberichte stoppen. EU-Recht soll in Deutschland nicht mehr strenger umgesetzt werden als vorgeschrieben.

Die CDU und die CSU wollen das deutsche Lieferketten-Gesetz abschaffen. Dieses Gesetz verpflichtet Firmen, auf ihre Zulieferer zu achten. Auch aus der EU sollen weniger Vorgaben für Firmen kommen. Deutschland soll EU-Regeln nicht strenger machen als nötig.

Wirtschaft vor Übernahmen und Cyberangriffen schützen

Die CDU und die CSU wollen die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Krisen, Übernahmen durch systemische Rivalen und Cyberangriffe machen. Zugleich sollen Eingriffe des Bundeskartellamts wieder einen Rechtsverstoß voraussetzen. Das Programm verweist auf zunehmende geoökonomische Risiken.

Die CDU und die CSU wollen die Wirtschaft besser schützen. Rivalen aus anderen Staaten sollen wichtige Firmen nicht einfach kaufen können. Kleine Firmen sollen Hilfe gegen Angriffe aus dem Internet bekommen. Das Kartell-Amt soll nur bei einem Rechts-Verstoß eingreifen.

Freihandel fördern, Entwicklungshilfe an Wirtschaftsinteressen ausrichten

Die CDU und die CSU wollen den freien Handel unterstützen und neue Handelsabkommen sowie Energie- und Rohstoffpartnerschaften schließen. Die internationale Zusammenarbeit soll sich an den strategischen Wirtschaftsinteressen Deutschlands ausrichten. Das Programm verweist darauf, dass jeder vierte Arbeitsplatz am Export hängt.

Die CDU und die CSU wollen freien Handel mit anderen Ländern. Es soll neue Abkommen für Handel, Energie und Rohstoffe geben. Hilfe für ärmere Länder soll auch der deutschen Wirtschaft nützen. Viele Arbeitsplätze in Deutschland hängen am Export.

Freihandelsabkommen schließen und Exporte fördern

Die CDU und die CSU wollen das Mercosur-Abkommen rasch in Kraft setzen und weitere Handelsabkommen der EU unterstützen. Zölle halten sie grundsätzlich für den falschen Weg. Exportierende Unternehmen sollen leichter an Garantien und Genehmigungen kommen.

Die CDU und die CSU wollen mehr freien Handel. Das Abkommen mit Süd-Amerika soll schnell gelten. Es heißt Mercosur-Abkommen. Firmen sollen leichter Waren ins Ausland verkaufen können. Zölle finden die Parteien meistens falsch.

Wirtschaftliche Abhängigkeiten von China verringern

Die CDU und die CSU wollen enge Wirtschaftsbeziehungen zu China behalten, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhen. Zugleich sollen kritische Abhängigkeiten sinken, etwa bei Rohstoffen, Lieferketten, Halbleitern und Batteriezellen.

Deutschland soll weiter mit China handeln. Aber Deutschland soll weniger von China abhängig sein. Dafür soll es mehr Handels-Partner geben. Europa soll mehr Computer-Chips und Batterien selbst herstellen. Auch Rohstoffe sollen mehr aus Deutschland kommen.

Hightech-Agenda und mehr Freiraum für Forschung

Die CDU und die CSU wollen eine Hightech-Agenda für Forschung, Innovation, Technologie und Transfer auflegen. Ein Innovationsfreiheitsgesetz soll Forschungseinrichtungen von Förderbürokratie entlasten. Mittelstand und Ausgründungen sollen leichter an Förderung kommen.

Die CDU und die CSU wollen die Forschung stärken. Forscher sollen weniger Formulare ausfüllen müssen. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Kleine und mittlere Firmen sollen leichter Förder-Geld bekommen. Deutschland soll bei neuer Technik vorne sein.

Gründungen erleichtern und Wagniskapital fördern

Die CDU und die CSU wollen Unternehmensgründungen einfacher machen. Gründerinnen und Gründer sollen in der Anfangszeit von vielen Vorschriften befreit sein, und Wagniskapital soll steuerlich attraktiver werden.

Die CDU und die CSU wollen, dass mehr Menschen eine Firma gründen. Am Anfang sollen für Gründer weniger Regeln gelten. Nur noch ein Amt soll für die Gründung zuständig sein. Neue Firmen sollen leichter Geld bekommen.

Finanzplatz stärken und Kapitalmarktunion vertiefen

Die CDU und die CSU wollen die europäische Kapitalmarktunion rasch ausbauen und Deutschland langfristig zum führenden Finanzplatz Europas machen. Banken sollen nicht übermäßig belastet werden, und die EU-Taxonomie soll entschärft werden. Das Programm verspricht sich davon Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand.

Die CDU und die CSU wollen den Markt für Geld-Anlagen in Europa stärken. Deutschland soll der wichtigste Ort für Finanzen in Europa werden. Banken sollen nicht zu viele Lasten tragen. Regeln für Aktien sollen lockerer werden.

CDU/CSU: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Dreijähriges Bürokratie-Moratorium und Bürokratiebremse

Die FDP fordert einen sofortigen dreijährigen Stopp neuer bürokratischer Belastungen für Unternehmen und eine Bürokratiebremse im Grundgesetz. Aus ihrer Sicht schwächt Bürokratie die Wirtschaft, ihr Abbau sei ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Die FDP findet: Firmen haben zu viel Papierkram. Drei Jahre lang soll es keine neuen Vorschriften für Firmen geben. Eine Ausnahme gilt nur, wenn vorher andere Vorschriften wegfallen. Das Grundgesetz soll eine Bremse für Bürokratie bekommen.

Bundesrecht entrümpeln und Verfahren beschleunigen

Die FDP will das Bundesrecht bereinigen und veraltete oder widersprüchliche Gesetze streichen. Anträge sollen in der Regel als genehmigt gelten, wenn eine Behörde nicht fristgerecht antwortet. Das soll Bürokratie abbauen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Die FDP will alte und unnötige Gesetze streichen. Ämter sollen schneller über Anträge entscheiden. Antwortet ein Amt nicht rechtzeitig, gilt der Antrag als genehmigt. Betriebe sollen weniger Papierkram haben.

Vergaberecht stark vereinfachen

Die FDP will die Regeln für öffentliche Aufträge deutlich vereinfachen. Aus Sicht des Programms belasten die komplizierten Verfahren Behörden und vor allem kleine und mittlere Betriebe.

Der Staat kauft viele Dinge bei Firmen ein. Dafür gibt es viele Regeln. Die FDP will diese Regeln stark vereinfachen. Kleine Firmen sollen leichter Aufträge bekommen.

Subventionen kürzen, Staatsbeteiligungen verkaufen

Die FDP will Finanzhilfen und Steuervergünstigungen für einzelne Branchen und Unternehmen zurückfahren. Beteiligungen des Staates an Unternehmen sollen verkauft werden, weil private Investoren nach Ansicht der Partei besser wirtschaften.

Die FDP will weniger Staats-Geld für einzelne Firmen und Branchen. Das Geld soll lieber in Bildung fließen. Der Staat soll seine Anteile an Firmen verkaufen. Die FDP meint: Private Besitzer führen Firmen besser.

Mehr Freihandelsabkommen schließen, Mercosur ratifizieren

Die FDP will, dass die EU möglichst viele Freihandelsabkommen schließt, und fordert die sofortige Ratifizierung des Mercosur-Abkommens. Mehr Handel mit mehr Partnern soll Deutschland unabhängiger von einzelnen Ländern wie China machen und Arbeitsplätze sichern.

Deutschland verkauft viele Waren in andere Länder. Die FDP will mehr Verträge für freien Handel. Der Vertrag mit Süd-Amerika soll schnell gelten. So soll Deutschland weniger von China abhängen.

FDP: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (+0,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 4 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wettbewerbsfähigkeit vor Green Deal stellen

Die Freien Wähler wollen die Wirtschaft durch niedrigere Kosten, Steuern und weniger Bürokratie wieder international wettbewerbsfähig machen. Einflussnahme von Bundesregierung und EU auf unternehmerische Entscheidungen, die die Partei als ideologisch bezeichnet, soll enden.

Die Freien Wähler wollen die Wirtschaft stärken. Firmen sollen weniger Steuern und Kosten haben. Es soll weniger Bürokratie geben. Die Partei will weniger Vorgaben aus dem Green Deal. Das ist der Klima-Plan der EU.

Startups und Innovationen im Mittelstand fördern

Die Freien Wähler wollen Gründer gezielter fördern, vor allem in der Wachstumsphase, damit junge Firmen nicht ins Ausland abwandern. Auch Innovationen in Handwerk und Mittelstand sollen stärker unterstützt werden.

Die Freien Wähler wollen neuen Firmen mehr helfen. Der Bund soll Gründer besser unterstützen. So sollen die Firmen in Deutschland bleiben. Auch Handwerk und kleinere Firmen sollen Hilfe für neue Ideen bekommen.

Kleine und mittlere Unternehmen entlasten

Die Freien Wähler wollen kleine und mittlere Unternehmen von Bürokratie und Steuern entlasten. Geplant sind weniger Dokumentationspflichten und eine Reform der Gewerbesteuer mit höheren Freibeträgen und gestaffelten Sätzen.

Kleine und mittlere Firmen sollen weniger Papierkram haben. Sie sollen auch weniger Gewerbe-Steuer zahlen. Das ist eine Steuer für Firmen an die Gemeinde. So sollen die Firmen mehr investieren und wachsen.

Meisterpflicht ausweiten, berufliche Bildung stärken

Die Freien Wähler wollen die Meisterpflicht im Handwerk erhalten und auf weitere Branchen ausdehnen. Um Fachkräfte zu sichern, sollen die duale Ausbildung gestärkt und Meister- und Masterabschlüsse gleich wertgeschätzt werden.

In manchen Berufen darf nur ein Meister einen Betrieb führen. Die Freien Wähler wollen das behalten und auf mehr Berufe ausweiten. Die Ausbildung im Betrieb soll attraktiver werden. Ein Meister soll so viel zählen wie ein Master von der Universität.

Regionale Wertschöpfung und „Made in Germany“ stärken

Die Freien Wähler wollen Wertschöpfung und Kaufkraft in den Regionen halten und regionale Firmen und Produkte fördern. Der Bund soll das Regionalmanagement finanzieren und weltweit für „Made in Germany“ werben.

Die Freien Wähler wollen die Regionen stärken. Menschen sollen mehr Waren aus ihrer Gegend kaufen. Das sichert Arbeitsplätze vor Ort. Der Bund soll den Regionen Geld für eigene Projekte geben. Er soll auch für deutsche Produkte werben.

Lieferkettengesetz für Mittelstand und Nachhaltigkeitsberichte streichen

Die Freien Wähler wollen das Lieferkettengesetz für mittelständische Unternehmen aufheben und die von der EU angestoßene Nachhaltigkeitsberichterstattung stoppen. Beides verursacht aus Sicht des Programms hohe Kosten und Bürokratie und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit.

Das Lieferketten-Gesetz verlangt von Firmen, auf Menschenrechte bei ihren Zulieferern zu achten. Die Freien Wähler wollen dieses Gesetz für mittelgroße Firmen aufheben. Auch die Berichte zur Nachhaltigkeit sollen wegfallen. Die Partei sagt: Das kostet die Firmen zu viel Zeit und Geld.

Daseinsvorsorge vor Privatisierung schützen

Die Freien Wähler wollen grundlegende Dienste wie Trinkwasser, Bildung und Gesundheitsversorgung in staatlicher Verantwortung halten. Eingriffe durch Handelsabkommen oder EU-Recht lehnt das Programm ab.

Manche Dinge braucht jeder Mensch zum Leben. Dazu gehören Trinkwasser, Schulen und Ärzte. Die Freien Wähler wollen, dass der Staat dafür zuständig bleibt. Private Firmen sollen diese Bereiche nicht übernehmen.

Regionalen und stationären Handel stärken

Die Freien Wähler wollen Läden vor Ort, regionale Produkte und das Ernährungshandwerk fördern und für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Online- und Ladenhandel sorgen. Paketimporte aus Asien, bei denen keine Steuern gezahlt werden, sollen unterbunden werden.

Die Freien Wähler wollen Geschäfte in den Innenstädten unterstützen. Auch Bäcker, Metzger und regionale Produkte sollen Hilfe bekommen. Pakete aus Asien ohne bezahlte Steuern will die Partei stoppen. Läden und Online-Händler sollen gleiche Regeln haben.

Mittelstand entlasten und Bürokratie abbauen

Die Freien Wähler wollen kleine und mittlere Unternehmen sowie freie Berufe steuerlich entlasten und Vorschriften abbauen. Für jede neue Belastung sollen zwei alte Regeln wegfallen. Ziel ist laut Programm, Leistung zu belohnen und Investitionen zu erleichtern.

Die Freien Wähler wollen kleinen Firmen helfen. Für jede neue Regel sollen zwei alte Regeln wegfallen. Kleine Firmen sollen weniger Aufwand mit Steuern haben. Die Steuer-Erklärung soll einfacher werden.

Freie Wähler: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (-0,4), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 3 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 3 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wirtschaft klimaneutral und wettbewerbsfähig machen

Die Grünen wollen, dass die deutsche Wirtschaft klimaneutral, nachhaltig und innovativ wächst und dabei wettbewerbsfähig bleibt. Unternehmen sollen einfachere Regeln und zugleich verlässliche Ziele bekommen.

Die Grünen wollen eine Wirtschaft, die das Klima schützt. Die Wirtschaft soll trotzdem wachsen. Firmen sollen einfachere Regeln bekommen. Die Ziele der Politik sollen verlässlich bleiben.

Bürokratie mit Praxischecks systematisch abbauen

Die Grünen wollen Bürokratie abbauen, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Der sogenannte Praxischeck soll auf alle Branchen ausgeweitet werden, und Regeln sollen regelmäßig überprüft werden. Soziale und ökologische Schutzstandards sollen dabei erhalten bleiben.

Die Grünen wollen weniger Bürokratie für Firmen. Bürokratie heißt hier: viele Formulare und komplizierte Regeln. Fachleute und Betroffene sollen gemeinsam unnötige Regeln finden. Der Schutz von Menschen und Umwelt soll bleiben.

Investitionsprämie von zehn Prozent einführen

Die Grünen wollen Unternehmen, die in Deutschland investieren, fünf Jahre lang eine Prämie von zehn Prozent der Investitionssumme gewähren. Sie soll für alle Firmen und alle Investitionen außer Gebäuden gelten. Damit sollen private Investitionen steuerlich erleichtert werden.

Firmen sollen Geld bekommen, wenn sie in Deutschland investieren. Sie bekommen zehn Prozent der Summe zurück. Das gilt fünf Jahre lang. Für Gebäude gilt es nicht.

Wagniskapital und Gründungen erleichtern

Die Grünen wollen jungen Unternehmen den Zugang zu privatem Kapital erleichtern und Gründungen vereinfachen. Aus Sicht des Programms ist die Finanzierung im Vergleich zu den USA und China eine große Schwäche. Deutschland und Europa bräuchten eine neue Gründungskultur.

Die Grünen wollen jungen Firmen helfen. Diese Firmen sollen leichter Geld von Investoren bekommen. Eine Firma zu gründen soll einfacher und digital werden. Gründer sollen Beratung an einem Ort bekommen.

Start-ups und Ausgründungen aus Hochschulen fördern

Die Grünen wollen Gründungen erleichtern, vor allem solche aus der Wissenschaft. Forschende sollen sich für eine Unternehmensgründung unbezahlt freistellen lassen können, und Beschäftigte sollen leichter am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Die Grünen wollen neue Firmen unterstützen. Forscher sollen für eine Gründung eine Pause vom Job nehmen können. In dieser Zeit bekommen sie kein Gehalt. Mitarbeiter sollen leichter Anteile an ihrer Firma bekommen.

Schlüsseltechnologien und Raumfahrt stärker fördern

Die Grünen wollen Forschung, Entwicklung und Produktion bei Schlüsseltechnologien stärker fördern, damit Deutschland zu den führenden Ländern aufschließt. Aus Sicht des Programms hängt der künftige Wohlstand davon ab.

Die Grünen wollen wichtige neue Technik fördern. Dazu gehören zum Beispiel KI, Mikrochips und Batterien. Deutschland soll hier zu den besten Ländern gehören. Das soll gute Arbeitsplätze sichern.

Handwerk und Soloselbstständige stärken

Die Grünen wollen die Bedingungen für Handwerk, kleine Betriebe und Soloselbstständige verbessern. Der Meisterbrief soll nichts mehr kosten, und für Selbstständige soll es klarere Regeln und eine bessere soziale Absicherung geben.

Die Grünen wollen dem Handwerk helfen. Der Meister-Brief soll nichts mehr kosten. Auszubildende sollen in jeder Branche einen Mindest-Lohn bekommen. Menschen, die allein selbstständig arbeiten, sollen besser abgesichert sein.

Wettbewerbsrecht gegen Monopole und Plattformen schärfen

Die Grünen wollen das Wettbewerbsrecht weiterentwickeln, um kleine und mittlere Unternehmen sowie Verbraucher besser vor Monopolen zu schützen. Große Plattformen sollen ihre Marktmacht nicht auf weitere Geschäftsfelder ausdehnen können.

Die Grünen wollen strengere Regeln für sehr große Firmen. Große Internet-Plattformen sollen nicht noch mächtiger werden. Kleine Firmen und Kunden sollen besser geschützt sein. Plattformen sollen für ihre Produkte haften wie ein Laden.

Vergaberecht vereinfachen und nachhaltig ausrichten

Die Grünen wollen die Regeln für öffentliche Aufträge umfassend erneuern. Nachhaltige Beschaffung soll einfacher und zum Normalfall werden, zugleich sollen Kommunen und Unternehmen weniger Verwaltungsaufwand haben.

Der Staat kauft viele Dinge und vergibt Aufträge. Die Grünen wollen die Regeln dafür einfacher machen. Der Staat soll meistens umweltfreundlich einkaufen. Kleine Firmen sollen weiter gut an Aufträge kommen.

Rechtsform für Gesellschaften mit gebundenem Vermögen einführen

Die Grünen wollen eine neue Rechtsform für Unternehmen schaffen, deren Vermögen im Betrieb gebunden bleibt. Sie soll Familienunternehmen und Start-ups eine weitere Möglichkeit für die Nachfolge geben; außerdem sollen gemeinwohlorientierte Unternehmen stärker gefördert werden.

Die Grünen wollen eine neue Art von Firma erlauben. Bei ihr bleibt das Geld in der Firma. Das soll helfen, wenn eine Firma neue Chefs braucht. Firmen, die dem Gemeinwohl dienen, sollen mehr Förderung bekommen.

Regionale Wirtschaftsförderung und Strukturwandel ausbauen

Die Grünen wollen die regionale Wirtschaftsförderung von Bund und Ländern ausbauen, damit auch ländliche Räume wirtschaftlich stark bleiben. Den Strukturwandel in den Kohlerevieren wollen sie mit Investitionen begleiten und die Menschen vor Ort daran beteiligen.

Die Grünen wollen schwächere Regionen stärker fördern. Auch auf dem Land soll es gute Arbeit geben. Kohle-Regionen sollen neue Straßen, Schienen, Forschung und Firmen bekommen. Die Menschen dort sollen mitreden können.

Handelsabkommen an verbindliche Standards knüpfen

Die Grünen wollen neue Handelspartnerschaften schließen, um Absatzmärkte zu öffnen und Abhängigkeiten zu verringern. Abkommen sollen aber einklagbare soziale und ökologische Standards enthalten, die aus Sicht der Partei vor einem Unterbietungswettbewerb schützen.

Die Grünen wollen mehr Handel mit vielen Ländern. So soll Deutschland weniger von einzelnen Ländern abhängen. In den Verträgen sollen feste Regeln stehen. Die Regeln schützen Arbeiter, Klima und Natur.

EU-Lieferkettenrichtlinie unbürokratisch umsetzen

Die Grünen wollen die EU-Lieferkettenrichtlinie mit wenig Bürokratie in deutsches Recht überführen. Aus Sicht der Partei stellt sie sicher, dass in Europa verkaufte Produkte ohne Ausbeutung und Kinderarbeit entstehen.

Die EU hat Regeln für Liefer-Ketten beschlossen. Firmen müssen prüfen, wie ihre Waren hergestellt werden. Es soll keine Kinder-Arbeit und keine Ausbeutung geben. Die Grünen wollen diese Regeln in Deutschland einfach umsetzen.

Industrie mit Zöllen und Investitionsprüfung schützen

Die Grünen wollen die europäische Industrie gegen aus ihrer Sicht unfaire Handelspraktiken schützen. Dazu zählen Ausgleichszölle, ein wirksamerer CO₂-Grenzausgleich, strengere Zollregeln für Onlinehändler und ein Schutz wichtiger Branchen vor Übernahmen.

Die Grünen wollen Firmen in Europa vor unfairem Handel schützen. Auf manche Waren aus dem Ausland soll es Zölle geben, zum Beispiel auf Stahl. Online-Händler wie Temu sollen den Zoll nicht umgehen können. Wichtige Branchen sollen vor Aufkäufen geschützt sein.

Grüne: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 8 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Marktmacht der Supermarktketten brechen

Die Linke will die Macht großer Lebensmittel- und Handelskonzerne mit einem schärferen Kartellrecht begrenzen und Monopole zerschlagen. Spekulation mit Lebensmitteln soll verboten werden. Davon sollen Landwirte und Verbraucher profitieren.

Wenige große Supermarkt-Ketten haben viel Macht. Die Linke will diese Macht begrenzen. Zu große Konzerne sollen aufgeteilt werden. Niemand soll mit Lebensmitteln spekulieren dürfen. Bauern sollen wenn nötig Mindest-Preise bekommen.

Staatliche Preisaufsicht einrichten

Die Linke will eine unabhängige Bundesbehörde schaffen, die Preise überwacht und bei starken Erhöhungen in wichtigen Branchen schnell eingreifen kann. Im Energiesektor sollen Preiserhöhungen genehmigt werden müssen.

Eine neue Behörde soll die Preise beobachten. Sie soll früh warnen, wenn Preise zu stark steigen. Dann soll der Staat schnell eingreifen können. Energie-Firmen sollen Preise nur mit Erlaubnis erhöhen dürfen.

Managergehälter gesetzlich deckeln

Die Linke fordert eine verbindliche Obergrenze für die Bezüge von Managern und Vorständen. Sie sollen höchstens das Zwanzigfache des niedrigsten Gehalts im Unternehmen betragen.

Manager sollen nicht beliebig viel verdienen dürfen. Die Linke will eine feste Grenze. Ein Manager darf höchstens 20-mal so viel bekommen. Der Vergleich ist das kleinste Gehalt in der Firma. Boni zählen dabei mit.

Lieferkettengesetz verschärfen

Die Linke will das Lieferkettengesetz ausbauen, das Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards bei ihren Zulieferern verpflichtet. Verstöße sollen härter geahndet werden.

Firmen kaufen Waren und Teile in vielen Ländern ein. Ein Gesetz verlangt, dass sie dabei auf Menschen-Rechte achten. Die Linke will dieses Gesetz strenger machen. Firmen sollen härter bestraft werden, wenn sie sich nicht daran halten.

200-Milliarden-Fonds für den Industrieumbau auflegen

Die Linke fordert 200 Milliarden Euro für einen Investitionsfonds, der Unternehmen beim klimagerechten Umbau hilft. Die Hilfe soll als langfristiger Kredit oder gegen Unternehmensanteile fließen. Grundlage soll ein verbindlicher Zukunftsplan für die Wirtschaft sein.

Die Linke will 200 Milliarden Euro für den Umbau der Industrie. Das Geld kommt in einen Fonds. Firmen bekommen daraus Kredite. Oder der Staat bekommt dafür Anteile an der Firma. Die Industrie soll so klima-freundlich werden.

Staatshilfen an Jobgarantien und Tarifverträge binden

Die Linke will staatliche Hilfen und Subventionen nur gegen verbindliche Zusagen der Unternehmen vergeben. Dazu zählen Garantien für Beschäftigte, Tarifverträge, Standortzusagen und Investitionspläne. Bei Verstößen sollen Fördergelder zurückgezahlt werden.

Firmen sollen Geld vom Staat nur gegen feste Zusagen bekommen. Sie müssen Arbeitsplätze sichern und nach Tarif zahlen. Sie müssen am Standort bleiben. Wer sich nicht daran hält, zahlt das Geld zurück.

Schlüsselbranchen durch staatliche Beteiligungen steuern

Die Linke will, dass der Bund über Industriestiftungen und andere Beteiligungsformen Anteile an wichtigen Unternehmen erwirbt. So soll der klimagerechte Umbau besser gelenkt und kritische Infrastruktur vor einem Verkauf geschützt werden.

Der Bund soll Anteile an wichtigen Firmen kaufen. Dafür soll es Industrie-Stiftungen geben. So kann der Staat den Umbau der Wirtschaft lenken. Wichtige Anlagen wie Häfen oder Pipelines sollen nicht verkauft werden.

Vetorecht der Belegschaften bei Unternehmensentscheidungen

Die Linke will Betriebsräten Mitbestimmung in wirtschaftlichen Fragen geben. Belegschaften sollen wichtige Entscheidungen bestätigen und bei Verlagerungen, Schließungen und Massenentlassungen ein Veto einlegen können. In Regionen im Strukturwandel sollen Transformationsräte den Umbau mitgestalten.

Die Beschäftigten sollen in Firmen mehr mitentscheiden. Wichtige Entscheidungen brauchen die Zustimmung der Belegschaft. Die Belegschaft soll Schließungen und Massen-Entlassungen stoppen können. In betroffenen Regionen sollen Räte über den Umbau mitentscheiden.

Autoindustrie zur Mobilitätsindustrie umbauen

Die Linke will Standorte und Arbeitsplätze der Autoindustrie erhalten und die Unternehmen zu Mobilitätsherstellern umbauen, die stärker für Bus und Bahn produzieren. Werke, die die Konzerne aufgeben wollen, sollen vergesellschaftet werden. Elektromobilität soll durch öffentliche Beschaffung, Quoten und Ladeinfrastruktur vorankommen.

Die Linke will die Arbeitsplätze in der Auto-Industrie erhalten. Die Firmen sollen mehr Busse und Bahnen bauen. Wenn ein Konzern ein Werk schließen will, soll es der Allgemeinheit gehören. Der Staat soll nur noch Elektro-Autos kaufen. Es soll mehr Lade-Stationen geben.

Privatisierte Betriebe mit Bundesfonds zurückkaufen

Die Linke fordert einen Fonds des Bundes, mit dem Gemeinden und Länder privatisierte Betriebe zurückholen und gemeinnützig führen können. Gemeinden sollen ihre Aufgaben selbst erfüllen, statt sie an private Firmen abzugeben.

Früher haben Gemeinden viele Betriebe verkauft. Die Linke will diese Betriebe zurückholen. Der Bund soll dafür Geld geben. Die Betriebe sollen dann nicht für Gewinn arbeiten.

Wirtschaftlichen Umbau im Osten absichern

Die Linke will den Strukturwandel in Ostdeutschland mit Investitionsplänen begleiten, vor allem in Regionen mit Autoindustrie. Beschäftigte sollen über Beschäftigungsgesellschaften und garantierte Einkommen geschützt werden.

Die Wirtschaft im Osten verändert sich. Die Linke will das mit Plänen für Investitionen begleiten. Neue Arbeitsplätze sollen beim Bau von Zügen entstehen. Beschäftigte sollen ihr Einkommen sicher behalten.

Linke: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

ÖDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wachstum als Staatsziel streichen, Gemeinwohl messen

Die ÖDP will Wirtschaftswachstum als gesetzliches Ziel streichen und die Wirtschaft auf Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohl ausrichten. Neben das Bruttoinlandsprodukt soll eine Gemeinwohl-Bilanz treten. Nach Ansicht der Partei sagt das BIP nichts über den tatsächlichen Wohlstand aus.

Die ÖDP will, dass die Wirtschaft nicht immer wachsen muss. Dieses Ziel soll aus dem Gesetz verschwinden. Produkte sollen länger halten und sich reparieren lassen. Firmen sollen auch zeigen, was sie für alle Menschen tun. Das nennt die Partei Gemeinwohl-Bilanz.

Freihandelsabkommen kündigen, Mittelstand vor Konzernen schützen

Die ÖDP will Freihandelsabkommen wie CETA und Mercosur kündigen oder stoppen und nur noch aus ihrer Sicht faire Abkommen schließen. Ein strengeres Lieferkettengesetz, eine CO2-Grenzsteuer und Einfuhrverbote sollen den Mittelstand vor Wettbewerb mit niedrigen Umwelt- und Sozialstandards schützen.

Die ÖDP will Verträge über freien Handel beenden. Neue Verträge sollen fair sein. Firmen sollen auf Umwelt und Menschen bei ihren Zulieferern achten müssen. Manche Waren aus Regenwald-Gebieten sollen nicht mehr ins Land kommen. Das soll kleinen und mittleren Firmen helfen.

Gemeinwohl-Bilanz für öffentliche Hand einführen

Die ÖDP will, dass öffentliche Unternehmen, Einrichtungen und alle Kommunen neben der Finanzbilanz eine Gemeinwohl-Bilanz vorlegen. Private Firmen sollen sie freiwillig erstellen und dafür Vorteile bei Steuern, Förderung und öffentlichen Aufträgen erhalten.

Die ÖDP will eine Gemeinwohl-Bilanz. Das ist ein Bericht: Was tut ein Betrieb für Umwelt und Menschen? Öffentliche Betriebe und Gemeinden sollen ihn schreiben müssen. Private Firmen können ihn freiwillig schreiben. Dann bekommen sie Vorteile vom Staat.

Striktes Trennbankensystem wieder einführen

Die ÖDP will Banken, die Kredite vergeben, strikt vom Investmentbanking und von der Vermögensverwaltung trennen. Die Börsen sollen wieder vor allem dazu dienen, Unternehmen mit Kapital zu versorgen.

Die ÖDP will Banken aufteilen. Eine Bank soll entweder Kredite geben oder mit Wertpapieren handeln. Beides zusammen soll nicht mehr gehen. Die Börse soll vor allem Firmen Geld beschaffen.

Privatisierung der Daseinsvorsorge verbieten

Die ÖDP will verbieten, Bereiche der öffentlichen Grundversorgung zu privatisieren. Öffentlich-private Partnerschaften sollen ohne Ausnahme untersagt werden.

Manche Dinge braucht jeder, zum Beispiel Trinkwasser und Straßen. Die ÖDP will: Diese Dinge bleiben beim Staat. Der Staat darf sie nicht an Firmen verkaufen. Auch gemeinsame Projekte von Staat und Firmen sollen verboten sein.

ÖDP: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

PdF

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Unternehmenssteuern senken und Gewerbesteuer ersetzen

Die PdF will die Körperschaftsteuer senken und die Gewerbesteuer durch einen Zuschlag der Kommunen ersetzen. Das Programm verweist darauf, dass Unternehmen in Deutschland deutlich höher belastet seien als im EU-Durchschnitt.

Firmen zahlen in Deutschland mehr Steuern als in vielen EU-Ländern. Die PdF will die Steuer auf Firmen-Gewinne senken. Die Gewerbe-Steuer soll wegfallen. Die Gemeinden bekommen dafür einen Zuschlag auf eine andere Steuer.

Investitionen, Forschung und Schlüsselbranchen steuerlich fördern

Die PdF will Unternehmen mit gezielten Steuervorteilen zu Investitionen, Forschung und Innovation bewegen. Gefördert werden sollen besonders Schlüsselbranchen, Kleinunternehmen und strukturschwache Regionen.

Die PdF will Firmen belohnen, die investieren und forschen. Diese Firmen sollen weniger Steuern zahlen. Wichtige Branchen und kleine Firmen bekommen besondere Hilfe. Auch schwache Regionen sollen Förderung bekommen.

Bürokratie für Unternehmen abbauen

Die PdF will Unternehmen von Verwaltungsaufwand entlasten, unter anderem durch eine einzige Anlaufstelle für Steuer- und Behördenfragen. Lange Genehmigungsverfahren und komplizierte Steuerpflichten bremsen aus Sicht des Programms Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Die PdF will weniger Papierkram für Firmen. Firmen sollen nur noch eine Stelle beim Staat ansprechen müssen. Meldungen und Anträge sollen über das Internet laufen. So sollen Firmen Zeit und Geld sparen.

Staatliche Förderprogramme neu ausrichten

Die PdF will Förderprogramme streichen, die sie für unwirksam hält oder die vor allem Großunternehmen und Lobbygruppen nützen. Das frei werdende Geld soll stärker in Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen fließen, vor allem bei Digitalisierung und Klimaschutz.

Der Staat gibt Firmen Geld zur Förderung. Die PdF will Programme streichen, die nichts bringen. Das Geld soll mehr an kleine und mittlere Firmen gehen. Wichtig sind dabei Digitalisierung und Klimaschutz.

Geplante Obsoleszenz gesetzlich verbieten

Die PdF will per Gesetz verbieten, dass Hersteller Produkte absichtlich so bauen, dass sie früh unbrauchbar werden. Hersteller sollen außerdem angeben müssen, wie lange ein Produkt voraussichtlich hält und ob es sich reparieren lässt.

Manche Firmen bauen Geräte so, dass sie früh kaputtgehen. Das nennt man geplante Obsoleszenz. Die PdF will das verbieten. Firmen sollen sagen müssen, wie lange ein Gerät hält. Wer absichtlich schlechtes Material nutzt, soll bestraft werden.

Manipulative Designs und irreführende Verkaufstricks unterbinden

Die PdF will manipulative Gestaltung im Netz, sogenannte Dark Patterns, untersagen und irreführende Preis- und Produktangaben stärker kontrollieren. Eine zentrale Beschwerdestelle soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, Verstöße zu melden.

Manche Internet-Seiten täuschen Kunden mit Tricks. Ein Beispiel sind falsche Zähler bei Sonderangeboten. Die PdF will solche Tricks verbieten. Firmen sollen Rabatte belegen müssen. Kunden sollen Verstöße bei einer zentralen Stelle melden können.

Freihandel an Umwelt- und Sozialstandards binden

Die PdF befürwortet möglichst freien Handel, will Handelsabkommen aber nur schließen, wenn sie europäische Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Daneben sollen faire Lieferketten, geistiges Eigentum und der Kampf gegen Steuervermeidung gestärkt werden.

Die PdF ist für freien Handel. Handels-Verträge sollen aber Regeln für Umwelt und Soziales einhalten. Ein System wie Fairtrade soll fairen Handel fördern. Patente und Marken sollen besser geschützt sein. Steuer-Schlupflöcher sollen geschlossen werden.

Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern verringern

Die PdF will den Handel breiter aufstellen, damit die Wirtschaft weniger von einzelnen Mächten wie China abhängt. Dazu sollen Produktion in Europa gefördert, neue Märkte erschlossen und Lieferketten staatlich abgesichert werden.

Die PdF will weniger Abhängigkeit von Ländern wie China. Firmen sollen mehr in Europa herstellen. Dafür soll es Steuer-Vorteile und Fördergeld geben. Deutschland soll mehr mit Afrika und Südostasien handeln. Auch Waffen sollen vor allem in Europa gekauft und verkauft werden.

Einheitliche Kleidergrößen in Europa einführen

Die PdF will europaweit einheitliche Größenstandards für Kleidung durchsetzen. Kunden sollen dadurch unabhängig von Marke und Hersteller die passende Größe wählen können. Das soll die Zahl der Rücksendungen im Online-Handel senken und Händler wie Umwelt entlasten.

Kleidung hat heute je nach Marke andere Größen. Viele Menschen schicken deshalb bestellte Kleidung zurück. Die PdF will gleiche Größen in ganz Europa. Dann passt die Kleidung öfter. Das spart Geld und schont die Umwelt.

PdF: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (-0,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 3 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Strafzahlungen bei CO2-Flottengrenzwerten vermeiden

Die SPD will erreichen, dass deutsche Autohersteller derzeit keine Strafen wegen der CO2-Flottengrenzwerte der EU zahlen müssen. Das Geld werde für klimafreundliche Fahrzeuge und Arbeitsplätze gebraucht. Die Ziele selbst sollen bleiben.

Die EU hat Grenzen für den CO2-Ausstoß von neuen Autos. Wer sie nicht einhält, zahlt Strafe. Die SPD will, dass deutsche Auto-Firmen jetzt keine Strafe zahlen. Das Geld sollen sie in neue Autos und Arbeitsplätze stecken. Die Ziele sollen aber bleiben.

Deutschlandfonds mit 100 Milliarden Euro schaffen

Die SPD will einen Deutschlandfonds gründen, in dem Staat und private Anleger gemeinsam Investitionen finanzieren. Er soll mit 100 Milliarden Euro starten und Geld etwa für Netze, Ladesäulen und Wohnungsbau bereitstellen.

Die SPD will einen neuen Fonds gründen. Er heißt Deutschland-Fonds. Der Staat und private Geldgeber zahlen gemeinsam ein. Am Anfang sollen es 100 Milliarden Euro sein. Mit dem Geld baut man zum Beispiel Stromnetze und Wohnungen.

Reinvestierte Gewinne entlasten, neue Rechtsform einführen

Die SPD will Personenunternehmen steuerlich entlasten, wenn sie Gewinne wieder investieren. Außerdem soll eine neue Rechtsform, die „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“, die Nachfolge in mittelständischen Betrieben erleichtern.

Manche Firmen gehören einzelnen Personen. Stecken sie ihren Gewinn wieder in die Firma, sollen sie weniger Steuern zahlen. Die SPD will auch eine neue Art von Firma erlauben. Damit können zum Beispiel Mitarbeiter eine Firma leichter übernehmen.

Bürokratie abbauen und Verfahren beschleunigen

Die SPD will Planungs- und Genehmigungsverfahren weiter verkürzen und Berichtspflichten zusammenlegen, vereinfachen und digitalisieren. Rechte von Beschäftigten und Verbrauchern sowie ökologische Ziele sollen dabei gewahrt bleiben.

Die SPD will weniger Bürokratie. Genehmigungen sollen schneller gehen. Firmen sollen weniger Berichte schreiben müssen. Vieles soll digital laufen. Die Rechte von Arbeitnehmern und Verbrauchern bleiben geschützt.

Rohstoffversorgung sichern, Kreislaufwirtschaft umsetzen

Die SPD will die Industrie über den Rohstofffonds, mehr Förderung im Inland und eine abgestimmte EU-Strategie mit Rohstoffen versorgen. Die Kreislaufwirtschaftsstrategie soll pragmatisch umgesetzt werden.

Die Industrie braucht Rohstoffe. Die SPD will mehr Rohstoffe in Deutschland gewinnen. Die EU soll einen gemeinsamen Plan für Rohstoffe haben. Außerdem sollen mehr Stoffe wiederverwendet werden.

CO2-Grenzausgleich vereinfachen, Europas Industrie absichern

Die SPD will den CO2-Grenzausgleich der EU vereinfachen und um eine Exportförderung erweitern, damit klimafreundliche Produktion kein Wettbewerbsnachteil ist. Zudem soll eine europäische Resilienzstrategie wichtige Industrien zurück nach Europa holen.

Wer klimafreundlich produziert, soll keinen Nachteil haben. Die EU verlangt an der Grenze einen CO2-Preis auf manche Waren. Die SPD will diese Regel einfacher machen. Firmen sollen auch Hilfe beim Export bekommen. Wichtige Industrien sollen wieder in Europa produzieren.

Verbindliche Standards für Lieferketten und Menschenrechte durchsetzen

Die SPD will internationale Standards für gute Arbeit mit existenzsichernden Löhnen vereinbaren und hält an der EU-Lieferkettenrichtlinie fest. Auch auf UN-Ebene verlangt sie verbindliche Regeln für Unternehmen und Menschenrechte.

Firmen kaufen Waren und Rohstoffe aus der ganzen Welt. Die SPD will feste Regeln dafür. Arbeiter sollen überall genug zum Leben verdienen. Firmen sollen die Menschenrechte achten. Diese Regeln sollen weltweit gelten.

Handelsabkommen der EU schneller abschließen

Die SPD will, dass die EU Handels- und Investitionsabkommen einfacher gestaltet und zügiger abschließt. Weil einzelne Mitgliedstaaten Verhandlungen nach Ansicht des Programms zu oft bremsen, soll im Ministerrat künftig eine qualifizierte Mehrheit genügen.

Die EU schließt Verträge über Handel mit anderen Ländern. Das dauert oft lange, weil einzelne EU-Länder bremsen. Die SPD will das ändern. Künftig soll eine große Mehrheit der EU-Länder reichen. Die Verträge sollen auch Umwelt und Menschenrechte schützen.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Tierschutzpartei

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Übergewinnsteuer und Gehaltsobergrenze einführen

Die Tierschutzpartei will besonders hohe Zufallsgewinne von Unternehmen zusätzlich besteuern. Außerdem soll das höchste Gehalt in einem Betrieb höchstens das 20-Fache des niedrigsten betragen. Begründet wird das damit, dass Gewinne nicht zulasten von Beschäftigten und Umwelt gehen sollen.

Manche Firmen machen durch Zufall sehr hohe Gewinne. Die Partei will darauf eine extra Steuer. Auch für den Lohn von Chefs soll es eine Grenze geben. Sie sollen höchstens 20-mal so viel verdienen wie die Person mit dem niedrigsten Lohn.

Umweltschädliche Subventionen sozialverträglich beenden

Die Tierschutzpartei will Subventionen für Industrie und Landwirtschaft streichen, wenn sie als umweltschädlich, unethisch oder nicht zukunftsfähig gelten. Das frei werdende Geld soll in neue Arbeitsplätze und die Weiterbildung der betroffenen Beschäftigten fließen.

Der Staat gibt manchen Firmen und Bauern Geld. Die Partei will das beenden, wenn es der Umwelt schadet. Das gesparte Geld soll neue Jobs schaffen. Betroffene Arbeiter sollen Fortbildung und Hilfe bekommen.

Wirtschaft an Gemeinwohl statt an Wachstum ausrichten

Die Tierschutzpartei will ein Wirtschaftssystem, das sich an Lebensqualität und Zufriedenheit misst und nicht am Wachstum. Sie bekennt sich zu Postwachstums- und Gemeinwohlökonomie. Tiere und Natur sollen eigene Rechte erhalten.

Die Wirtschaft soll nicht immer weiter wachsen müssen. Wichtig soll sein, wie gut es den Menschen geht. Weniger kaufen soll kein Nachteil sein. Auch Tiere und die Natur sollen eigene Rechte haben.

Freihandelsabkommen wie CETA und Mercosur verhindern

Die Tierschutzpartei will Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, JEFTA und das mit dem Mercosur verhindern. Standards für Beschäftigte, Verbraucher, Umwelt und Tiere sollen nicht eingeschränkt werden. Über solche Abkommen sollen Volksabstimmungen stattfinden.

Die Tierschutzpartei ist gegen große Handels-Verträge mit anderen Ländern. Sie fürchtet schlechtere Regeln für Arbeit, Umwelt und Tiere. Das Volk soll über solche Verträge abstimmen. Die Verhandlungen sollen öffentlich sein.

Langlebige, reparierbare und tierleidfreie Produkte fördern

Die Tierschutzpartei will einen Anspruch auf Reparierbarkeit technischer Geräte einführen und nachhaltige Produkte subventionieren. Hersteller sollen den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte verantworten und für die Menschenrechte in der Lieferkette einstehen. Subventionen für umweltschädliche Bereiche oder solche, die Tierleid verursachen, sollen auslaufen.

Die Tierschutzpartei will, dass man Geräte reparieren kann. Darauf soll es ein Recht geben. Umweltfreundliche Produkte sollen billiger werden. Firmen mit schlechten, kurzlebigen Produkten sollen Nachteile haben. Schädliche Bereiche sollen kein Staatsgeld mehr bekommen.

Tierschutzpartei: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Volt

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Regionale Wirtschaft und ländlichen Raum fördern

Volt will die regionale Wirtschaftsförderung ausbauen, um Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung gezielt voranzubringen. Anreize für Homeoffice-Stellen auf dem Land und regionale Gründungszentren sollen Fachkräfte und junge Unternehmen in den Regionen halten.

Volt will die Wirtschaft in den Regionen stärker fördern. Der Staat soll mehr Geld für Straßen, Netze und Betriebe dort geben. Firmen sollen Vorteile bekommen, wenn sie Homeoffice auf dem Land anbieten. So bleiben Fachkräfte in der Region. Junge Gründer sollen Hilfe in eigenen Zentren bekommen.

Bürokratie für Unternehmen abbauen

Volt will Unternehmen von Verwaltungsaufwand entlasten. Verfahren sollen digital und schneller werden, EU-Recht soll ohne nationale Zusätze umgesetzt werden. Die Verwaltung soll nach dem Programm vom Nachteil zum Vorteil für den Standort werden.

Volt will weniger Papierkram für Firmen. Ämter sollen digital und schneller arbeiten. Firmen sollen weniger Berichte über ihre Lieferanten schreiben. Große Bauprojekte sollen nach drei Monaten genehmigt sein.

Gründungen und junge Unternehmen fördern

Volt will Gründerinnen und Gründer besser absichern und jungen Firmen den Zugang zu Kapital erleichtern. Das Programm sieht in Gründungen eine Quelle von Innovation, Arbeitsplätzen und sozialem wie ökologischem Wandel.

Volt will Menschen helfen, die eine Firma gründen. Selbstständige sollen besser abgesichert sein. Junge Firmen sollen leichter Geld von Investoren bekommen. Es soll eine neue Form für Firmen geben, deren Vermögen in der Firma bleibt.

Schlüsseltechnologien europäisch fördern

Volt will Zukunftstechnologien gemeinsam über die EU fördern statt durch jeden Mitgliedstaat einzeln. So soll Europa gegenüber den USA und China mithalten können. Forschung in Unternehmen soll steuerlich stärker begünstigt werden.

Volt will neue Technik gemeinsam in der EU fördern. Heute fördert jedes Land seine eigenen Firmen. Europa soll so mit den USA und China mithalten. Firmen sollen Kosten für Forschung besser von der Steuer absetzen können.

Wirtschaftsleistung nicht nur am BIP messen

Volt will das Bruttoinlandsprodukt nicht länger als alleinigen Maßstab für die Wirtschaftsleistung verwenden. Neue Kennzahlen sollen auch soziale und ökologische Faktoren abbilden, damit die Messung aus Sicht der Partei realistischer wird.

Heute misst man die Wirtschaft vor allem mit dem BIP. Das BIP ist der Wert aller Waren und Dienste eines Landes. Volt will weitere Mess-Zahlen entwickeln. Diese sollen auch Umwelt und Soziales zeigen.

Massiv in Infrastruktur investieren, Infrastrukturfonds schaffen

Volt will mit umfangreichen Investitionen den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte auflösen und dafür einen Infrastrukturfonds einrichten. Aus Sicht der Partei sichert das Wohlstand, sozialen Frieden und die strategische Eigenständigkeit Deutschlands und Europas.

Volt will viel Geld in Straßen, Schienen, Netze und Schulen stecken. Lange hat der Staat hier zu wenig getan, sagt Volt. Ein neuer Fonds soll auch private Geldgeber anziehen. Ein Fonds ist ein Geld-Topf für einen festen Zweck. Unabhängige Stellen sollen Missbrauch verhindern.

Langlebige Produkte und Recht auf Reparatur

Volt will Hersteller verpflichten, ihre Produkte haltbar und recyclingfähig zu machen, und ein umfassendes Recht auf Reparatur einführen. Ziel ist der Übergang zur Kreislaufwirtschaft, damit der Verbrauch von Rohstoffen nicht mehr mit dem Wirtschaftswachstum steigt.

Volt will, dass Produkte lange halten. Man soll sie reparieren und wiederverwerten können. Firmen sollen dafür Ersatzteile anbieten müssen. Auch freie Werkstätten sollen Ersatzteile zu fairen Preisen bekommen. So will Volt Rohstoffe sparen.

Volt: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl