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Was sagen die Parteien zu Arbeit und Sozialem?

12 aktuelle Wahlprogramme im Bund haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Bürgergeldempfänger und Fachkräfte für Arbeitsmarkt gewinnen

Die AfD will mit einer „Aktivierenden Grundsicherung“ arbeitsfähige Bürgergeldempfänger in Arbeit bringen. Wer arbeitet, soll stets deutlich mehr haben als Bezieher von Sozialleistungen. Zudem sollen Fachkräfte im Land gehalten und Rentner mit einem Steuerfreibetrag zum Weiterarbeiten bewegt werden.

Die AfD will, dass mehr Menschen arbeiten. Wer Bürgergeld bekommt und arbeiten kann, soll wieder arbeiten. Wer arbeitet, soll deutlich mehr Geld haben. Rentner sollen weniger Steuern zahlen, wenn sie weiter arbeiten. Fachkräfte sollen in Deutschland bleiben.

Arbeitslosengeld erst nach drei Beitragsjahren gewähren

Die AfD will den Zugang zum Arbeitslosengeld für neue Beschäftigte verschärfen: Ein Anspruch soll erst nach drei Beitragsjahren entstehen und anfangs sechs Monate dauern. Wer seine Arbeitslosigkeit selbst verursacht hat, soll keine Leistung erhalten.

Die AfD will neue Regeln für das Arbeitslosen-Geld. Wer ab 2026 zum ersten Mal arbeitet, muss erst drei Jahre einzahlen. Dann gibt es zuerst sechs Monate lang Geld. Wer selbst schuld an der Arbeitslosigkeit ist, bekommt nichts.

Bürgergeld durch „Aktivierende Grundsicherung“ ersetzen

Die AfD will das Bürgergeld nach einem eigenen Konzept umbauen und erwerbsfähige Empfänger schnell wieder in Arbeit bringen. Aus Sicht des Programms lohnt sich Arbeit wegen der Regelsätze für viele nicht mehr. Empfänger von Grundsicherung im Alter sollen bei Schonvermögen und Autobesitz nicht mehr schlechter gestellt sein.

Die AfD will das Bürgergeld ändern. Das neue Modell heißt Aktivierende Grundsicherung. Menschen ohne Arbeit sollen schnell wieder arbeiten. Die AfD sagt: Das Bürgergeld ist zu hoch, Arbeit lohnt sich oft nicht. Arme Rentner sollen bei Erspartem und Auto gleiche Regeln bekommen.

Förderschulen erhalten, Menschen mit Behinderung unterstützen

Die AfD will spezialisierte Förderschulen erhalten und Angehörige besser honorieren, die behinderte Menschen zu Hause betreuen. Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen sollen den Mindestlohn bekommen. Als übergeordnetes Ziel nennt das Programm ein möglichst selbstbestimmtes Leben.

Die AfD will Förder-Schulen behalten. Das sind besondere Schulen für Kinder mit Behinderung. Angehörige sollen mehr Geld für die Betreuung zu Hause bekommen. Menschen in Werkstätten sollen den Mindest-Lohn erhalten. Es soll weniger Bürokratie geben.

Bürgergeld reformieren und Arbeitspflicht einführen

Die AfD will das Bürgergeld grundlegend umbauen. Wer arbeiten kann und nach einem halben Jahr noch Leistungen bezieht, soll gemeinnützige Arbeit leisten. Das Programm begründet das mit schnellerer Vermittlung in Arbeit und geringeren Kosten für die Steuerzahler.

Die AfD will das Bürgergeld ändern. Manche Menschen bekommen länger als 6 Monate Bürgergeld. Wenn sie arbeiten können, sollen sie gemeinnützig arbeiten. Das heißt: Sie arbeiten für die Allgemeinheit. Die AfD sagt: So finden Menschen schneller Arbeit.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Selbstständige rechtssicher beauftragen und sozialversichern

Das BSW will das Verfahren reformieren, mit dem geprüft wird, ob jemand selbstständig oder abhängig beschäftigt ist. Auftraggeber sollen Selbstständige wieder ohne rechtliches Risiko einsetzen können. Zugleich sollen alle Erwerbstätigen, auch Selbstständige, in die Sozialversicherungen einzahlen.

Firmen und Schulen sollen Selbstständige sicher beauftragen können. Dafür will das BSW die Prüf-Regeln ändern. Alle arbeitenden Menschen sollen in die Sozial-Versicherung einzahlen. Das gilt dann auch für Selbstständige.

Mindestlohn auf 15 Euro, prekäre Jobs zurückdrängen

Das BSW will den Mindestlohn sofort auf 15 Euro erhöhen und ihn dauerhaft armutsfest machen. Minijobs sollen in reguläre, sozialversicherte Stellen übergehen, Befristungen ohne Sachgrund entfallen. Die Partei begründet das mit Lohndumping und fehlender Planbarkeit für Beschäftigte.

Das BSW will 15 Euro Mindest-Lohn pro Stunde. Das soll sofort gelten. Aus Minijobs sollen normale Stellen mit Sozial-Versicherung werden. Befristete Verträge ohne Grund lehnt das BSW ab.

Tarifbindung erhöhen und Mitbestimmung stärken

Das BSW will deutlich mehr Beschäftigte unter Tarifverträge bringen. Staatliche Aufträge und Subventionen sollen nur an tariftreue Firmen gehen. Betriebsräte sollen leichter gegründet werden können und mehr Mitsprache erhalten.

Das BSW will mehr Tarif-Verträge. Der Staat soll Aufträge nur an Firmen mit Tarif-Lohn geben. Betriebsräte sollen leichter entstehen. Beschäftigte sollen mehr mitbestimmen.

Bürgergeld durch stärkere Arbeitslosenversicherung ersetzen

Das BSW will das Bürgergeld ablösen: durch eine ausgebaute Arbeitslosenversicherung und eine Grundsicherung. Wer lange Beiträge gezahlt hat, soll 60 Prozent des letzten Nettolohns bekommen, bis eine zumutbare Stelle gefunden ist. Leistungsmissbrauch soll stärker kontrolliert werden.

Das BSW will das Bürgergeld ersetzen. Wer lange gearbeitet hat, soll länger Arbeitslosen-Geld bekommen. Das sind 60 Prozent vom letzten Netto-Lohn. Wer Kurse ohne guten Grund ablehnt, muss mit Folgen rechnen.

BSW: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU/CSU

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Sozialbeiträge Richtung 40 Prozent senken

Die CDU und die CSU wollen die Sozialversicherungsbeiträge wieder in Richtung 40 Prozent bringen. Damit sollen vor allem Menschen mit geringem Verdienst entlastet werden. Ein jährlicher Bericht soll zeigen, wie sich die Sozialkassen entwickeln.

Die CDU und die CSU wollen niedrigere Beiträge für die Sozial-Versicherung. Die Beiträge sollen wieder in Richtung 40 Prozent gehen. Das soll Menschen mit kleinem Lohn helfen. Ein Bericht soll jedes Jahr die Sozial-Kassen prüfen.

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einführen

Die CDU und die CSU wollen das Arbeitszeitgesetz ändern und die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen. Außerdem sollen mobiles Arbeiten und Homeoffice rechtlich klarer geregelt werden. Das Programm hält das Arbeitsrecht für veraltet und will es an eine digitale Arbeitswelt anpassen.

Die CDU und die CSU wollen die Regeln für Arbeits-Zeit ändern. Heute gibt es eine Grenze pro Tag. Künftig soll es eine Grenze pro Woche geben. Auch für das Arbeiten zu Hause soll es klare Regeln geben.

Mehr inländische Arbeits- und Fachkräfte gewinnen

Die CDU und die CSU wollen mit einer Fachkräfteoffensive mehr Menschen im Inland in Arbeit oder in längere Arbeitszeiten bringen. Dafür sollen vor allem Frauen in Teilzeit leichter mehr arbeiten können, und Hilfskräfte sollen einen Berufsabschluss nachholen. Das Programm sieht im Personalmangel ein Risiko für den Standort.

Die CDU und die CSU sagen: In Deutschland fehlen Arbeits-Kräfte. Frauen in Teilzeit sollen leichter mehr arbeiten können. Hilfen im Haushalt soll man besser von der Steuer absetzen können. Helfer sollen einen Berufs-Abschluss nachholen können.

Bürgergeld durch Neue Grundsicherung ersetzen

Die CDU und die CSU wollen das Bürgergeld in seiner heutigen Form abschaffen und eine „Neue Grundsicherung“ einführen. Nach Ansicht der Parteien senkt das Bürgergeld den Anreiz zu arbeiten; wer arbeiten kann und Arbeit grundsätzlich ablehnt, soll keine Leistung mehr bekommen.

Die CDU und die CSU wollen das Bürgergeld abschaffen. Stattdessen soll es eine Neue Grundsicherung geben. Wer arbeiten kann, soll auch arbeiten. Wer jede Arbeit ablehnt, soll kein Geld mehr bekommen. Das Amt soll das Vermögen vom ersten Tag an prüfen.

Tarifbindung stärken, Mindestlohn nicht politisch festlegen

Die CDU und die CSU wollen, dass mehr Beschäftigte unter Tarifverträge fallen, und die betriebliche Mitbestimmung modernisieren. Den gesetzlichen Mindestlohn wollen sie behalten, seine Höhe soll aber weiter die unabhängige Kommission und nicht der Bundestag bestimmen.

Die CDU und die CSU wollen mehr Tarif-Verträge. Das sind Verträge zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über Lohn und Arbeit. Der Mindestlohn soll bleiben. Über seine Höhe soll eine Kommission entscheiden, nicht die Politik. Betriebsräte sollen auch online tagen und wählen können.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Die CDU und die CSU wollen Menschen mit Behinderungen den Weg in Ausbildung und Beruf erleichtern und Barrieren im Alltag schneller abbauen. Neben inklusiven Angeboten sollen Werkstätten und Förderschulen erhalten bleiben.

Die CDU und die CSU wollen Menschen mit Behinderungen besser helfen. Sie sollen leichter eine Ausbildung und Arbeit finden. Busse und Bahnen sollen schneller barrierefrei werden. Werkstätten und Förder-Schulen sollen bleiben.

CDU/CSU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 6 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Arbeitszeit flexibilisieren, Arbeitsrecht entschlacken

Die FDP will die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen und das Arbeitsrecht vereinfachen. Eine gesetzliche Vier-Tage-Woche bei vollem Lohn und politische Eingriffe in die Mindestlohnkommission lehnt sie ab.

Heute gibt es eine Grenze für die Arbeits-Zeit pro Tag. Die FDP will stattdessen eine Grenze pro Woche. So sollen Menschen ihre Arbeit freier einteilen. Ein Gesetz für eine Vier-Tage-Woche lehnt die FDP ab.

Selbstständige entlasten und Statusverfahren reformieren

Die FDP will Selbstständige gegenüber Angestellten gleichstellen und das Verfahren reformieren, das klärt, ob jemand selbstständig oder abhängig beschäftigt ist. Bei der Altersvorsorge sollen Selbstständige frei wählen können.

Die FDP will Selbstständige fairer behandeln. Ihre Beiträge zur Kranken-Kasse sollen sich nach dem echten Einkommen richten. Es soll klare Regeln geben, wer selbstständig ist. Selbstständige sollen ihre Alters-Vorsorge frei wählen.

Streikrecht in kritischen Bereichen einschränken

Die FDP will für Streiks in kritischen Bereichen neue Regeln einführen. Dort drohe aus ihrer Sicht ein übermäßig großer Schaden für die Gesellschaft, der die Verhandlungsmacht der Tarifparteien verzerre.

Die FDP will neue Regeln für Streiks. Das gilt für wichtige Bereiche wie Bahn, Kliniken und Kitas. Streiks muss man dort früh ankündigen. Ein Not-Betrieb muss weiterlaufen.

Bürgergeld umbauen und Regelsatz senken

Die FDP will das Bürgergeld grundlegend umbauen und stärker auf die Aufnahme von Arbeit ausrichten. Arbeitslose sollen ihre Bemühungen selbst nachweisen müssen, Sanktionen sollen schärfer und der Regelsatz niedriger werden. Das Programm begründet das mit Arbeitsanreizen und Fairness gegenüber Steuerzahlern.

Die FDP will das Bürgergeld stark ändern. Arbeitslose sollen beweisen, dass sie Arbeit suchen. Wer sich nicht bemüht, bekommt Schritt für Schritt weniger Geld. Der Regel-Satz soll sinken. Arbeit soll sich mehr lohnen als Sozial-Leistungen.

Sozialleistungen zu einer Leistung bündeln

Die FDP will steuerfinanzierte Sozialleistungen wie Bürgergeld und Wohngeld zu einer einzigen Leistung bei einer Behörde zusammenführen. Steuer- und Sozialsystem sollen im Sinne einer negativen Einkommensteuer aufeinander abgestimmt werden, damit sich Mehrarbeit lohnt.

Heute gibt es viele verschiedene Sozial-Leistungen. Die FDP will daraus eine einzige Leistung machen. Ein Amt soll dafür zuständig sein. Wer mehr arbeitet, soll auch mehr Geld behalten.

Wahltarif in der Arbeitslosenversicherung einführen

Die FDP will Beschäftigten erlauben, niedrigere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu zahlen und dafür weniger Arbeitslosengeld zu erhalten. Sie begründet das mit dem sinkenden Risiko langer Arbeitslosigkeit bei Fachkräftemangel und mit mehr Eigenverantwortung.

Beschäftigte zahlen Beiträge für die Arbeitslosen-Versicherung. Die FDP will eine Wahl erlauben. Wer weniger einzahlt, bekommt später weniger Arbeitslosen-Geld. Dafür bleibt mehr Geld vom Lohn übrig.

Sozialabgaben bei 40 Prozent begrenzen

Die FDP will verhindern, dass die Sozialabgaben dauerhaft über 40 Prozent hinaus wachsen. Künftige Regierungen sollen zu Gegenmaßnahmen verpflichtet werden. Hohe Abgaben belasten aus Sicht der Partei Beschäftigte und Betriebe und bremsen neue Jobs.

Die FDP will die Sozial-Abgaben begrenzen. Sozial-Abgaben sind Beiträge für Rente, Krankheit und Pflege. Sie sollen nicht immer weiter über 40 Prozent steigen. Die Regierung soll dann handeln müssen.

FDP: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einführen

Die Freien Wähler wollen die Arbeitszeitregeln grundlegend flexibler machen. Statt einer täglichen soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit gelten, wie es die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt.

Heute gibt es eine Grenze für die Arbeitszeit pro Tag. Die Freien Wähler wollen stattdessen eine Grenze pro Woche. So können Menschen ihre Arbeit freier einteilen. Der Schutz der Gesundheit soll bleiben.

Bürgergeld durch Sozialhilfe ersetzen

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld grundlegend überprüfen, reformieren und den Namen abschaffen. Arbeitsfähige sollen gezielter zur Arbeit aufgefordert werden, und Ukrainer sollen die Leistung nicht mehr automatisch bekommen.

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld ändern. Es soll wieder Sozialhilfe heißen. Wer arbeiten kann, soll auch arbeiten. Wer passende Arbeit ablehnt, soll weniger bekommen als kranke Menschen. Ukrainer sollen das Geld nicht mehr automatisch bekommen.

Barrierefreiheit im öffentlichen Raum durchsetzen

Die Freien Wähler wollen öffentliche Plätze verpflichtend barrierefrei machen und barrierefreies Bauen mit Zuschüssen fördern. Anträge für Inklusionsmaßnahmen sollen digital möglich sein. Ziel ist eine umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Menschen mit Behinderung sollen überall dabei sein können. Die Freien Wähler wollen Plätze und Fußgänger-Zonen ohne Hindernisse. Es soll zum Beispiel Rampen und Aufzüge geben. Wer ohne Hindernisse baut, soll Geld vom Staat bekommen. Anträge sollen über das Internet möglich sein.

Einsamkeit mit Förderprogrammen bekämpfen

Die Freien Wähler wollen Vereine und Initiativen fördern, die gegen Einsamkeit arbeiten. Der Zugang zu Freizeitangeboten, Ehrenamt und Orten der Begegnung soll Isolation vorbeugen.

Viele Menschen fühlen sich allein. Die Freien Wähler wollen das ändern. Vereine sollen Geld für Treffen und gemeinsame Projekte bekommen. Es soll mehr Orte geben, an denen Menschen sich begegnen.

Freie Wähler: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Alltagskosten für Strom und Mobilität senken

Die Grünen wollen, dass der Alltag bezahlbar bleibt. Dazu sollen Strom günstiger und Mobilität erschwinglich werden.

Die Grünen wollen, dass das tägliche Leben bezahlbar ist. Strom soll billiger werden. Bus, Bahn und Fahrten sollen bezahlbar sein. Auch die Mieten sollen bezahlbar bleiben.

Arbeitskräfte durch Ausbildung, Weiterbildung und Anreize gewinnen

Die Grünen wollen den Mangel an Arbeits- und Fachkräften verringern, indem mehr Menschen im Inland arbeiten können. Dazu sollen Ausbildung und Weiterbildung gestärkt werden, Ältere sollen Anreize für längeres Arbeiten bekommen, und Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden.

In Deutschland fehlen viele Arbeitskräfte. Die Grünen wollen die Ausbildung attraktiver machen. Wer sich im Beruf weiterbilden will, soll Hilfe bekommen. Ältere Menschen sollen Vorteile haben, wenn sie länger arbeiten. Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden.

Mindestlohn auf zunächst 15 Euro anheben

Die Grünen wollen den gesetzlichen Mindestlohn 2025 auf zunächst 15 Euro anheben und danach schrittweise weiter erhöhen. Er soll auch für Minderjährige gelten. Begründet wird das mit der Inflation der vergangenen Jahre.

Die Grünen wollen einen höheren Mindest-Lohn. Er soll zuerst 15 Euro pro Stunde betragen. Danach soll er weiter steigen. Er soll auch für Jugendliche unter 18 Jahren gelten.

Tarifbindung stärken, Tariftreuegesetz einführen

Die Grünen wollen, dass mehr Beschäftigte nach Tarif bezahlt werden, weil das laut Programm höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen bringt. Tarifverträge sollen leichter für ganze Branchen verbindlich erklärt werden, und größere Bundesaufträge sollen nur an tariftreue Firmen gehen.

Die Grünen wollen mehr Tarif-Verträge. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Bedingungen für viele Beschäftigte. Der Bund soll große Aufträge nur an Firmen mit Tarif-Lohn geben. Auch die Löhne in Ost und West sollen sich angleichen.

Betriebliche Mitbestimmung ausweiten

Die Grünen wollen Betriebsräten und anderen Beschäftigtenvertretungen mehr Rechte geben. Mitbestimmung schafft aus Sicht des Programms Vertrauen und Akzeptanz, gerade wenn sich Betriebe verändern.

Die Grünen wollen mehr Mitsprache für Beschäftigte im Betrieb. Betriebsräte sollen bei mehr Themen mitentscheiden. Neue Betriebsräte sollen leichter entstehen. Wahlen sollen auch online möglich sein.

Beschäftigte besser vor prekärer Arbeit schützen

Die Grünen wollen gegen Scheinselbstständigkeit, missbräuchliche Werkverträge und Schwarzarbeit vorgehen. Befristungen ohne Sachgrund und längere Arbeitszeiten lehnen sie ab, die Erfassung der Arbeitszeit soll gesetzlich geregelt werden.

Die Grünen wollen Beschäftigte besser schützen. Sie sind gegen Schwarzarbeit und Schein-Selbstständigkeit. Verträge sollen nicht ohne Grund befristet sein. Die Arbeitszeit soll nicht länger werden. Betriebe sollen die Arbeitszeit digital erfassen.

Kirchliches Arbeitsrecht reformieren

Die Grünen wollen das besondere Arbeitsrecht der Kirchen reformieren. Sonderregeln für Kirchen in zwei Gesetzen sollen entfallen, und Gewerkschaften sollen dort mehr mitbestimmen können.

Für Kirchen als Arbeitgeber gelten heute besondere Regeln. Die Grünen wollen diese Regeln ändern. Ausnahmen für Kirchen in zwei Gesetzen sollen wegfallen. Gewerkschaften sollen mehr mitreden. Für Predigt und Seelsorge ändert sich nichts.

Minijobs in sozialversicherte Arbeit überführen

Die Grünen wollen Minijobs nach und nach durch sozialversicherte Beschäftigung ersetzen. Minijobs wirken aus Sicht des Programms vor allem für Frauen als Teilzeitfalle und verschärfen Altersarmut und Arbeitskräftemangel.

Die Grünen wollen Minijobs Schritt für Schritt umwandeln. Aus Minijobs sollen Jobs mit Sozial-Versicherung werden. Dann sind die Menschen besser abgesichert. Für manche Gruppen bleiben Minijobs möglich.

Bürgergeld sichern und Jobcenter-Angebote weiterentwickeln

Die Grünen wollen das Bürgergeld erhalten und regelmäßig anpassen, damit es das soziokulturelle Existenzminimum deckt. Qualifizierung und Unterstützung sollen Vorrang vor schneller Vermittlung behalten.

Die Grünen wollen das Bürgergeld behalten. Der Betrag soll regelmäßig angepasst werden. Er soll immer zum Leben und Mitmachen reichen. Die Jobcenter sollen Menschen mit Weiterbildung und Beratung helfen.

Sozialleistungen vereinfachen und Arbeitsanreize verbessern

Die Grünen wollen Sozialleistungen einfacher, pauschaler und möglichst automatisch auszahlen. Zugleich soll sich zusätzliche Arbeit für Leistungsbeziehende stärker lohnen, und Selbstständige sollen leichter in die Arbeitslosenversicherung kommen.

Die Grünen wollen den Sozialstaat einfacher machen. Menschen sollen weniger Anträge stellen müssen. Wer mehr arbeitet, soll auch mehr Geld haben. Selbstständige sollen sich leichter gegen Arbeitslosigkeit versichern können.

Barrierefreiheit verbindlich durchsetzen

Die Grünen wollen Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen gesetzlich verankern und leichter durchsetzbar machen. Maßstab ist die UN-Behindertenrechtskonvention. Eine Enquetekommission Inklusion soll umfassende Vorschläge erarbeiten.

Die Grünen wollen überall Barriere-Freiheit. Das heißt: Alle Menschen können alles ohne Hindernisse nutzen. Gebäude vom Bund sollen in zehn Jahren barrierefrei sein. Auch Geschäfte und Dienste sollen sich darum kümmern. Eine Kommission soll Vorschläge machen.

Werkstätten zu Inklusionsunternehmen umbauen

Die Grünen wollen die Werkstätten für Menschen mit Behinderung schrittweise zu Inklusionsunternehmen umbauen. Dort sollen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten und mindestens den Mindestlohn erhalten. Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Viele Menschen mit Behinderung arbeiten in Werkstätten. Die Grünen wollen diese Werkstätten Schritt für Schritt ändern. Dort sollen alle zusammen arbeiten. Alle sollen mindestens den Mindest-Lohn bekommen. Firmen sollen mehr Menschen mit Behinderung einstellen.

Eingliederungshilfe vereinfachen, Selbstbestimmung stärken

Die Grünen wollen die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung einfacher und schneller zugänglich machen. Betroffene sollen selbst bestimmen können, wo und wie sie wohnen. Hilfen sollen nicht vom Einkommen oder Vermögen abhängen.

Menschen mit Behinderung bekommen Hilfe vom Staat. Die Grünen wollen diese Hilfe einfacher machen. Anträge sollen schnell und digital gehen. Die Hilfe soll nicht vom eigenen Geld abhängen. Jeder soll selbst entscheiden, wo er wohnt.

Grüne: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 15 Punkten

    Punkte je Stufe: 11 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Bürgergeld zur sanktionsfreien Mindestsicherung umbauen

Die Linke will das Bürgergeld durch eine individuelle Mindestsicherung ohne Sanktionen ersetzen, die sich an der Armutsgefährdungsgrenze von derzeit rund 1.400 Euro im Monat orientiert. Armut und Erwerbslosigkeit haben aus Sicht des Programms meist strukturelle Ursachen und sind nicht selbst verschuldet.

Die Linke will das Bürgergeld ändern. Es soll eine Mindest-Sicherung für jede einzelne Person geben. Kürzungen als Strafe soll es nicht mehr geben. Die Höhe soll bei etwa 1.400 Euro im Monat liegen. Darin ist die Miete schon enthalten.

Kürzere Arbeitszeiten und mehr Kündigungsschutz für Eltern

Die Linke setzt sich für kürzere Wochenarbeitszeiten bei vollem Lohn ein, etwa 32 Stunden oder eine Vier-Tage-Woche. Eltern sollen bis zum sechsten Geburtstag des Kindes vor Kündigung geschützt sein. Das soll vor allem Alleinerziehenden helfen, Beruf und Familie zu verbinden.

Die Linke will kürzere Arbeits-Zeiten bei gleichem Lohn. Zum Beispiel vier Tage Arbeit pro Woche. Eltern kleiner Kinder sollen schwerer gekündigt werden können. Der Schutz soll gelten, bis das Kind sechs ist.

Rechte und Teilhabe älterer Menschen stärken

Die Linke will Altersdiskriminierung im Grundgesetz verbieten und älteren Menschen einen Rechtsanspruch auf Altenhilfe geben. Dazu kommen altersgerechtes Wohnen und ein kostenloses bundesweites Ticket für Seniorinnen und Senioren. Ziel ist ein selbstbestimmtes Altern ohne Armut und Benachteiligung.

Die Linke will ältere Menschen besser schützen. Niemand soll wegen des Alters benachteiligt werden. Das soll im Grundgesetz stehen. Es soll mehr Wohnungen ohne Hindernisse geben. Ältere sollen kostenlos Bus und Bahn fahren.

Mindestlohn auf 16 Euro anheben

Die Linke will den gesetzlichen Mindestlohn bis spätestens 2026 auf 16 Euro erhöhen und ihn an den mittleren Lohn koppeln. Sie beruft sich auf die EU-Mindestlohnrichtlinie, die 60 Prozent des mittleren Einkommens als Maßstab nennt.

Der Mindest-Lohn ist der niedrigste erlaubte Lohn. Die Linke will ihn auf 16 Euro pro Stunde erhöhen. Das soll spätestens 2026 gelten. Danach soll er jedes Jahr mitsteigen. Er soll für alle gelten, ohne Ausnahmen.

Tarifbindung per Gesetz ausweiten

Die Linke will erreichen, dass mehr Beschäftigte unter Tarifverträge fallen. Öffentliche Aufträge sollen nur an tariftreue Unternehmen gehen, und Tarifverträge sollen leichter für ganze Branchen verbindlich werden.

Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Zeit für viele Beschäftigte. Die Linke will, dass mehr Menschen so einen Vertrag haben. Der Staat soll Aufträge nur an Firmen geben, die sich an Tarif-Verträge halten. Tarif-Verträge sollen leichter für eine ganze Branche gelten.

Leiharbeit, sachgrundlose Befristung und Minijobs abschaffen

Die Linke will Leiharbeit verbieten und Befristungen ohne sachlichen Grund abschaffen, um Beschäftigten mehr Planungssicherheit zu geben. Minijobs und Midijobs sollen durch voll sozialversicherte Arbeitsverhältnisse ersetzt werden.

Die Linke will sichere Arbeitsplätze. Leih-Arbeit soll verboten werden. Verträge sollen nicht mehr ohne Grund befristet sein. Auch Mini-Jobs soll es nicht mehr geben. Jede Arbeit soll voll versichert sein, bei Krankheit, für die Rente und bei Arbeitslosigkeit.

Arbeitszeit verkürzen, sechs Wochen Urlaub garantieren

Die Linke will kürzere Arbeitszeiten bei vollem Lohn, etwa in Form einer Vier-Tage-Woche, und die gesetzliche Wochenhöchstarbeitszeit auf 40 Stunden senken. Der gesetzliche Urlaubsanspruch soll auf sechs Wochen steigen.

Die Linke will, dass Menschen weniger arbeiten und gleich viel verdienen. Ein Beispiel ist die Vier-Tage-Woche. Niemand soll mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten müssen. Alle sollen sechs Wochen Urlaub im Jahr haben. Zweimal im Leben soll man ein Jahr Pause machen können.

Mitbestimmung in Betrieben und Aufsichtsräten ausweiten

Die Linke will Betriebs- und Personalräten ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht bei zentralen Unternehmensentscheidungen geben. In Unternehmen ab 500 Beschäftigten sollen Arbeitnehmer und Kapitalseite im Aufsichtsrat gleich stark vertreten sein.

Die Linke will, dass Beschäftigte in ihrer Firma mehr mitentscheiden. Der Betriebs-Rat soll bei wichtigen Fragen mitbestimmen dürfen. Zum Beispiel, wenn ein Betrieb schließen soll. In größeren Firmen sollen die Beschäftigten die Hälfte der Sitze im Aufsichts-Rat bekommen.

Betriebsräte stärken, Plattformarbeit als Beschäftigung werten

Die Linke will, dass es in jedem Betrieb einen Betriebsrat gibt. Wahlen sollen leichter werden, und wer sie behindert, soll strenger verfolgt werden. Arbeit über digitale Plattformen soll grundsätzlich als reguläre Beschäftigung gelten.

Die Linke will in jedem Betrieb einen Betriebsrat. Ein Betriebsrat vertritt die Beschäftigten gegenüber der Firma. Die Wahl soll einfacher werden. Wer die Wahl stört, soll bestraft werden. Wer über eine Internet-Plattform arbeitet, soll als Angestellter gelten.

Kirchliches Sonderarbeitsrecht abschaffen, Streikrecht ausweiten

Die Linke will das besondere Arbeitsrecht der Kirchen und ihrer Träger abschaffen. Das Streikrecht soll auch für Kirchenbeschäftigte und Beamte gelten, und politische Streiks sollen erlaubt werden. Das Tarifeinheitsgesetz soll entfallen.

Kirchen haben eigene Regeln für ihre Beschäftigten. Die Linke will diese Sonder-Regeln abschaffen. Auch Beamte und Beschäftigte der Kirchen sollen streiken dürfen. Streiks für politische Ziele sollen erlaubt sein.

Weiterbildungsfonds und Weiterbildungsgeld einführen

Die Linke will Unternehmen verpflichten, ihre Beschäftigten weiterzubilden, und dafür Branchenfonds einrichten. Beschäftigte sollen für Weiterbildung kürzer arbeiten können und dabei den Großteil ihres Lohns behalten. Wer die Stelle verliert oder die Branche wechselt, soll ein Weiterbildungsgeld von 90 Prozent erhalten.

Firmen sollen ihre Beschäftigten weiterbilden. Dafür zahlen alle Firmen einer Branche in einen Topf ein. Wer sich weiterbildet, darf weniger arbeiten. Er bekommt trotzdem den größten Teil vom Lohn. Wer den Job verliert, bekommt 90 Prozent vom letzten Lohn für die Weiterbildung.

Arbeitslosengeld erhöhen und Sperrzeiten abschaffen

Die Linke will das Arbeitslosengeld auf 68 Prozent anheben und länger auszahlen. Mehr Menschen sollen Zugang zur Arbeitslosenversicherung bekommen, und Sperrzeiten sollen entfallen.

Die Linke will mehr Arbeitslosengeld zahlen. Es soll 68 Prozent betragen. Man soll es länger bekommen. Mehr Menschen sollen einen Anspruch haben. Sperrzeiten soll es nicht mehr geben. In einer Sperrzeit bekommt man kein Geld.

Recht auf Arbeit und öffentlichen Beschäftigungssektor schaffen

Die Linke will ein einklagbares Recht auf Erwerbsarbeit einführen. Für Menschen, die dauerhaft keinen regulären Arbeitsplatz finden, sollen öffentlich geförderte Stellen entstehen. Erwerbslose sollen einen Anspruch auf Qualifizierung erhalten.

Die Linke will ein Recht auf Arbeit. Man soll dieses Recht vor Gericht einfordern können. Der Staat soll zusätzliche Arbeitsplätze fördern. Sie sind für Menschen, die lange keine Arbeit finden. Arbeitslose sollen ein Recht auf Weiterbildung haben.

Leerstehende Kaufhäuser zu Sorgezentren umbauen

Die Linke will leere Gewerbeflächen wie Einkaufszentren in kommunales oder genossenschaftliches Eigentum bringen und dort Sorgezentren einrichten. Diese sollen Menschen bei Pflege und Alltag entlasten; das Programm spricht davon, Sorgearbeit zu vergesellschaften.

Viele Kaufhäuser stehen leer. Die Linke will sie den Gemeinden oder Genossenschaften geben. Dort sollen Sorge-Zentren entstehen. Die Zentren helfen zum Beispiel Menschen, die Angehörige pflegen.

Arbeitswelt für Menschen mit Behinderung öffnen

Die Linke will Betriebe verpflichten, sechs Prozent ihrer Stellen mit Menschen mit Behinderung zu besetzen, ohne die Möglichkeit, sich davon freizukaufen. In Werkstätten für Menschen mit Behinderung soll der Mindestlohn gelten. Die Partei verweist darauf, dass die Arbeitslosenquote dieser Gruppe doppelt so hoch sei wie im Durchschnitt.

Firmen sollen mehr Menschen mit Behinderung einstellen. Sechs von hundert Stellen sollen für sie sein. Firmen sollen sich davon nicht freikaufen können. In Werkstätten soll es den Mindest-Lohn geben.

Linke: alle 15 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

ÖDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-2), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Sozialversicherungen für alle aus Steuern finanzieren

Die ÖDP will die Sozialversicherungen auf eine Finanzierung aus Steuern umstellen und alle Bürgerinnen und Bürger einbeziehen. Die Beiträge auf Arbeit sollen sinken, und alle sollen gleichermaßen von den Leistungen profitieren.

Die ÖDP will die Sozial-Versicherungen anders bezahlen. Das Geld soll aus Steuern kommen. Die Beiträge vom Lohn sollen sinken. Alle Menschen zahlen mit und alle bekommen Leistungen.

Steuerfreie Grundpauschale und individuelle Sozialleistungen einführen

Die ÖDP will eine steuerfreie Grundpauschale für alle einführen, die auch einen Ausgleich für den CO2-Preis enthält. Sozialleistungen sollen jedem Menschen einzeln zustehen, und in Krisen sollen Hilfen pauschal und ohne lange Prüfungen fließen.

Die ÖDP will allen Menschen einen festen Geld-Betrag vom Staat geben. Darin steckt auch ein Ausgleich für den CO2-Preis. Jeder Mensch soll Sozial-Leistungen für sich selbst bekommen. Es soll egal sein, mit wem er zusammen wohnt. In Krisen soll Hilfe schnell kommen.

ÖDP: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

PdF

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Fachkräftemangel mit Ausbildung und besseren Bedingungen bekämpfen

Die PdF will Berufe mit Personalmangel durch höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen attraktiver machen und mehr Ausbildungsplätze staatlich fördern. Hintergrund ist laut Programm, dass bis 2035 die Babyboomer in Rente gehen und die Zahl der Erwerbsfähigen sinkt.

In vielen Berufen fehlen Fachleute, zum Beispiel in der Pflege. Die PdF will dort bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Der Staat soll mehr Ausbildungsplätze fördern. Ein Meister soll so viel zählen wie ein Master. Auch Weiterbildung soll der Staat unterstützen.

Anreize für Arbeit im Rentenalter schaffen

Die PdF will es älteren Menschen leichter machen, auch nach Erreichen des Rentenalters weiterzuarbeiten. Das soll den Fachkräftemangel kurzfristig abmildern.

Manche Menschen wollen im Renten-Alter weiter arbeiten. Die PdF will das leichter machen. Dafür soll es zum Beispiel Vorteile bei der Steuer geben. So sollen weniger Fachkräfte fehlen.

Mindestlohn maßvoll auf 15 Euro anheben

Die PdF will den Mindestlohn maßvoll und an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt erhöhen und langfristig schrittweise 15 Euro erreichen. Kleine Betriebe sollen dabei entlastet werden, damit sie nicht überfordert werden.

Die PdF will den Mindest-Lohn langsam erhöhen. Auf lange Sicht soll er 15 Euro betragen. Die Erhöhung soll zur Lage der Wirtschaft passen. Kleine Betriebe sollen dabei Hilfe bekommen.

Arbeitsuchende und Stellen besser zusammenbringen

Die PdF will dafür sorgen, dass Arbeitsuchende und offene Stellen besser zueinanderfinden. Dazu plant sie ein staatlich gefördertes digitales Stellenportal, Anreize für Umzüge in Regionen mit Fachkräftemangel und abgestimmte Qualifizierungsangebote.

Oft passen Arbeit-Suchende und freie Stellen nicht zusammen. Die PdF will ein digitales Portal für Stellen fördern. Wer für eine Arbeit umzieht, soll Geld und Vorteile bekommen. Schulen und Betriebe sollen passende Kurse entwickeln.

Recht auf Homeoffice und flexible Arbeitszeiten einführen

Die PdF will einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice schaffen, soweit die Tätigkeit das zulässt. Zudem sollen staatlich geförderte Pilotprojekte die Vier-Tage-Woche mit vollem Lohn erproben und flexible Arbeitszeitmodelle gefördert werden.

Die PdF will ein Recht auf Arbeit von zu Hause. Das gilt nur, wenn es bei der Stelle möglich ist. Firmen sollen die Vier-Tage-Woche testen können. Der Staat soll diese Tests fördern. Arbeitszeiten sollen flexibler werden.

Altersarmut mit einfacheren Anträgen und Freibeträgen bekämpfen

Die PdF will Anträge auf Grundsicherung und andere Sozialleistungen stark vereinfachen und die Freibeträge bei der Grundsicherung anheben. Ein Fonds soll alleinstehende Frauen entlasten, die laut Programm besonders häufig von Altersarmut betroffen sind.

Viele alte Menschen sind arm. Manche beantragen ihre Hilfe nicht, weil der Antrag schwer ist. Die PdF will die Anträge einfacher machen. Alte Menschen sollen mehr eigenes Geld behalten dürfen. Für alleinstehende Frauen soll es einen eigenen Geldtopf geben.

Einsamkeit im Alter mit Begegnungsorten bekämpfen

Die PdF will in allen Stadtteilen Tagesstätten und Begegnungszentren für ältere Menschen schaffen und ehrenamtliche Besuchsdienste fördern. Hintergrund ist aus Sicht des Programms die wachsende Zahl allein lebender Senioren, die von Einsamkeit betroffen sind.

Viele alte Menschen leben allein und sind einsam. Die PdF will in jedem Stadtteil Treffpunkte für sie schaffen. Fahrdienste sollen die Menschen dorthin bringen. Freiwillige Besucher sollen Geld und Schulungen bekommen. Einfache Apps sollen beim Kontakt helfen.

Jugendzuschuss und günstigen Wohnraum für Junge schaffen

Die PdF will junge Menschen mit einem Jugendzuschuss gegen gestiegene Preise und mit Investitionen in Sozialwohnungen und Wohnheime finanziell entlasten. Sie reagiert damit auf Sorgen Jugendlicher wegen Inflation, teurer Mieten und Altersarmut.

Viele Jugendliche haben Geldsorgen. Die PdF will ihnen einen Zuschuss zahlen, weil alles teurer wird. Der Staat soll günstige Wohnungen und Wohnheime für junge Menschen bauen. Auch die Rente soll sich ändern, damit Junge später nicht arm sind.

PdF: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräfte durch Ausbildung und Zuwanderung sichern

Die SPD will dem Fachkräftemangel mit besserer Ausbildung, mehr Qualifizierung und weiterer Zuwanderung von Fachkräften begegnen. Längere Arbeitszeiten oder weniger Schutzrechte für Beschäftigte lehnt sie ab.

In Deutschland fehlen Fachkräfte. Die SPD will mehr Geld für Ausbildung und Weiterbildung ausgeben. Junge Menschen ohne Abschluss sollen eine Chance bekommen. Frauen in Teilzeit oder Mini-Jobs sollen mehr arbeiten können, wenn sie wollen. Auch Fachkräfte aus dem Ausland sollen weiter kommen.

Arbeitsplätze im Strukturwandel sichern, Arbeitslosengeld stärken

Die SPD will Beschäftigung im wirtschaftlichen Umbruch durch Qualifizierung, Kurzarbeit und direkte Vermittlung von Job zu Job sichern. Wer sich während der Arbeitslosigkeit weiterbildet, soll dadurch länger Arbeitslosengeld beziehen können.

Die SPD will Arbeitsplätze schützen. Wer seine Stelle verliert, soll schnell eine neue finden. Wer arbeitslos ist und etwas Neues lernt, bekommt länger Arbeitslosen-Geld. Die Zeit des Lernens zählt dann nicht mit.

Mitbestimmung in Betrieb und Aufsichtsrat ausbauen

Die SPD will das Betriebsverfassungsgesetz reformieren und Betriebsräten in mehreren Feldern volle Mitbestimmungsrechte geben. Auch im Aufsichtsrat sollen die Rechte der Beschäftigten gestärkt und Umgehungen unterbunden werden.

Betriebsräte vertreten die Beschäftigten in einer Firma. Die SPD will ihnen mehr Rechte geben. Sie sollen zum Beispiel bei Personal und bei Künstlicher Intelligenz mitentscheiden. Wer Betriebsräte behindert, soll leichter bestraft werden.

Sachgrundlose Befristung abschaffen, Arbeitsschutz stärken

Die SPD will Befristungen von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund abschaffen. Zudem soll der Gesundheitsschutz bei der Arbeit ausgebaut und die Lohnfortzahlung bei Krankheit erhalten bleiben.

Manche Arbeitsverträge enden nach einer festen Zeit, ohne Grund. Die SPD will das verbieten. Sie will auch die Gesundheit bei der Arbeit besser schützen. Wer krank ist, soll weiter Lohn bekommen.

Minijobs in die Sozialversicherung einbeziehen

Die SPD will, dass jedes Arbeitsverhältnis sozial abgesichert ist, und Beschäftigten den Wechsel aus Minijobs in abgesicherte Arbeit erleichtern. Minijobs führen aus Sicht des Programms in die Altersarmut. Zudem setzt die SPD auf gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit.

Mini-Jobs haben heute kaum soziale Absicherung. Die SPD will das ändern. Jede Arbeit soll in die Sozial-Versicherung einzahlen. Für manche Gruppen gibt es Ausnahmen, zum Beispiel für Rentner. Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen.

Bürgergeld mit Arbeitsangebot und Mitwirkungspflicht verbinden

Die SPD will jedem Menschen im Bürgergeld ein passendes Angebot machen und mehr Geld in aktive Arbeitsmarktpolitik stecken. An den Mitwirkungspflichten hält sie fest; das Bürgergeld sei kein bedingungsloses Grundeinkommen.

Wer Bürgergeld bekommt, soll ein passendes Angebot für Arbeit erhalten. Die Jobcenter sollen mehr Geld und Personal bekommen. Die Menschen müssen weiter mitmachen. Die SPD sagt: Bürgergeld gibt es nicht ohne Bedingungen.

Mindestlohn auf 15 Euro anheben

Der gesetzliche Mindestlohn soll spätestens 2026 auf 15 Euro steigen. Die SPD begründet das mit der europäischen Richtlinie, nach der er mindestens 60 Prozent des mittleren Einkommens erreichen soll.

Der Mindestlohn ist der niedrigste erlaubte Lohn. Die SPD will ihn auf 15 Euro pro Stunde erhöhen. Das soll spätestens 2026 gelten. Eine Regel aus Europa dient dafür als Maßstab.

Tarifbindung mit Tariftreuegesetz erhöhen

Die SPD will deutlich mehr Beschäftigte unter Tarifverträge bringen. Ein Bundestariftreuegesetz soll Aufträge des Bundes an Tariflöhne knüpfen. Tarifverträge bedeuten aus Sicht des Programms höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

Tarifverträge regeln Lohn und Arbeit für viele Beschäftigte. Die SPD will, dass mehr Firmen nach Tarif zahlen. Der Bund soll Aufträge nur an solche Firmen geben. Das Recht zu streiken soll bleiben, wie es ist.

Sozialleistungen bündeln und automatisch auszahlen

Die SPD will den Sozialstaat nach Lebenslagen statt nach Zuständigkeiten ordnen. Anträge sollen einfacher, Leistungen zusammengefasst und zentrale Anlaufstellen geschaffen werden. Bestimmte Leistungen sollen ohne Antrag fließen.

Die SPD will Hilfe vom Staat einfacher machen. Es soll eine Stelle für alle Fragen geben. Niemand soll von Amt zu Amt laufen müssen. Kindergeld soll automatisch kommen. Man muss dann keinen Antrag stellen.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Tierschutzpartei

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Mindestlohn erhöhen und Tarifverträge allgemein verbindlich machen

Die Tierschutzpartei fordert einen Mindestlohn von mindestens 15 Euro bis 2026 und hält 18 Euro für angemessen. Die Lohnsteuer soll sinken. Tarifverträge sollen für alle Unternehmen und Branchen gelten.

Die Partei will einen höheren Mindest-Lohn. Bis 2026 soll er mindestens 15 Euro betragen. Die Partei findet sogar 18 Euro richtig. Arbeitende sollen weniger Lohn-Steuer zahlen. Tarif-Verträge sollen für alle Firmen gelten.

Arbeitszeit verkürzen und neue Arbeitnehmerrechte schaffen

Die Tierschutzpartei setzt sich für die Vier-Tage-Woche oder die 35-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen ein. Dazu sollen ein Recht auf Homeoffice, mehr Bildungsurlaub und ein Anspruch auf ein Sabbatjahr kommen. Laut Programm fördert das die Gesundheit und die Produktivität, außerdem lassen sich Beruf und Privatleben so besser verbinden.

Die Partei will kürzere Arbeits-Zeiten. Der Lohn soll dabei gleich bleiben. Alle sollen ein Recht auf Arbeit von zu Hause haben. Es soll mehr freie Tage für Fortbildung geben. Alle sollen bis zu ein Jahr Auszeit nehmen dürfen.

Bußgelder und Gebühren nach Einkommen staffeln

Die Tierschutzpartei will Bußgelder und Verwaltungsgebühren an das Einkommen der Betroffenen koppeln. Einheitliche Beträge hält sie für sozial ungerecht, weil sie Menschen mit wenig Geld stärker treffen.

Bußgelder und Gebühren beim Amt sollen vom Einkommen abhängen. Wer wenig verdient, soll weniger zahlen. Die Partei findet gleiche Beträge für alle ungerecht.

Tierschutzpartei: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Volt

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Recht auf Freistellung für Weiterbildung einführen

Volt will allen Menschen einen Anspruch geben, sich für eine Weiterbildung in Zukunftsberufen von der Arbeit freistellen zu lassen. Große Unternehmen sollen bei betriebsbedingten Kündigungen Weiterbildungen bezahlen müssen. So sollen alle Chancen am Arbeitsmarkt haben und zur Wirtschaftskraft beitragen.

Volt will ein Recht auf Weiterbildung. Jede Person soll dafür von der Arbeit frei bekommen. Das gilt für Berufe mit Zukunft, zum Beispiel in Technik. Große Firmen sollen bei Kündigungen eine Weiterbildung bezahlen.

Mindestlohn auf 60 Prozent des Medianlohns anheben

Volt will den Mindestlohn an den mittleren Bruttolohn koppeln und auf 60 Prozent davon anheben. Nach Stand 2024 wären das 14,61 Euro. Laut Programm soll das die Existenz sichern und für angemessene Rentenansprüche sorgen.

Volt will einen höheren Mindestlohn. Er soll 60 Prozent vom mittleren Lohn betragen. Im Jahr 2024 wären das 14,61 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn soll regelmäßig neu berechnet werden. So sollen Menschen von ihrer Arbeit leben können.

Minijobs in die Sozialversicherung einbeziehen

Volt will die Minijobs grundlegend reformieren und geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufnehmen. Das soll Lücken in der Absicherung schließen und den Wechsel in reguläre Arbeit erleichtern.

Volt will die Regeln für Minijobs ändern. Menschen mit Minijob sollen in die Sozial-Versicherung kommen. Dann sind sie besser abgesichert. Der Wechsel in eine normale Stelle soll leichter werden. Es soll auch weniger Papierkram geben.

Plattformbeschäftigte als Arbeitnehmende anerkennen

Volt will Menschen, die über digitale Plattformen arbeiten, rechtlich besser stellen. Beschäftigte etwa im Personenverkehr und in der Logistik sollen per Gesetz als Arbeitnehmende gelten. Scheinselbstständigkeit und tageweise Beschäftigung sollen bekämpft werden.

Manche Menschen arbeiten über Apps, zum Beispiel als Fahrer oder Lieferant. Volt will sie besser schützen. Sie sollen per Gesetz als Arbeitnehmer gelten. Dann haben sie dieselben Rechte wie andere Beschäftigte. Sie sollen auch sozial abgesichert sein.

Arbeitszeit flexibler regeln, Arbeitsschutz stärken

Volt will das Arbeitszeitrecht nach dem Vorbild der EU-Arbeitszeitrichtlinie flexibler machen und sich an der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit orientieren. Zugleich soll der Arbeitsschutz dort wachsen, wo die Flexibilisierung Nachteile bringt.

Volt will die Regeln für Arbeitszeiten ändern. Die Arbeitszeit soll pro Woche freier verteilt werden können. So sollen Arbeitszeiten besser zum Leben passen. Kürzere Ruhezeiten soll es nur im Homeoffice geben. Wo die neuen Regeln schaden, soll der Schutz stärker werden.

Homeoffice verbindlich im Arbeitsvertrag regeln

Volt will Homeoffice und ortsunabhängiges Arbeiten fördern und rechtlich klarer fassen. Ob eine Stelle als Homeoffice-Arbeitsplatz gilt, soll schon beim Start des Arbeitsverhältnisses feststehen und verbindlicher Teil des Vertrags sein.

Volt will das Arbeiten von zu Hause fördern. Schon am Anfang soll klar sein, ob eine Stelle Homeoffice erlaubt. Das soll fest im Arbeits-Vertrag stehen. So wissen beide Seiten Bescheid. Beruf und Privatleben sollen besser zusammenpassen.

Grundeinkommen über negative Einkommensteuer einführen

Volt will ein Grundeinkommen einführen, das die Existenz sichert und als negative Einkommensteuer gestaltet ist. Es soll bisherige Sozialleistungen ersetzen, vor Armut schützen und Verwaltungsaufwand verringern.

Volt will ein Grund-Einkommen einführen. Wer kein Einkommen hat, bekommt automatisch Geld vom Staat. Man muss dafür keinen Antrag stellen. Das Geld ersetzt andere Hilfen vom Staat.

Ausgleichsabgabe an Einkommen und Betriebsgröße koppeln

Volt will die Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber, die zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftigen, neu staffeln. Sie soll sich nach einem Prozentsatz des durchschnittlichen Bruttomonatseinkommens und nach der Größe des Unternehmens richten.

Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen. Tun sie das zu wenig, zahlen sie eine Abgabe. Volt will diese Abgabe neu berechnen. Große Firmen sollen mehr zahlen als kleine. Wer zusätzliche Stellen schafft, soll Steuer-Vorteile bekommen.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Inklusionsbetriebe umwandeln

Volt will die Werkstätten für Menschen mit Behinderung abschaffen und durch Inklusionsbetriebe mit Mindestlohn und Arbeitnehmerrechten ersetzen. Als Vorbild nennt das Programm die Niederlande.

Heute arbeiten viele Menschen mit Behinderung in besonderen Werkstätten. Volt will diese Werkstätten abschaffen. Daraus sollen Betriebe für alle Menschen werden. Dort gibt es Mindest-Lohn und die Rechte von Arbeit-Nehmern.

Sexarbeit arbeitsrechtlich gleichstellen

Volt betrachtet Sexarbeit als legalen Beruf und als Teil der körperlichen Selbstbestimmung. Sie soll im Arbeitsrecht anderen Tätigkeiten gleichgestellt werden, verbliebene Strafvorschriften und die Pflicht zur Gesundheitsberatung sollen wegfallen. Damit will die Partei Diskriminierung von Menschen im Sexgewerbe abbauen.

Volt sagt: Sexarbeit ist ein Beruf wie andere. Für sie sollen die gleichen Regeln bei der Arbeit gelten. Die Pflicht zur Gesundheits-Beratung soll wegfallen. Tests auf Krankheiten sollen kostenlos sein. Opfer von Menschenhandel sollen in Deutschland bleiben dürfen.

Volt: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl