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parteiprogramm

CDU/CSU zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Politikwechsel für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 82 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 3 ausgewogen, 5 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bürokratie mit jährlichen Abbaugesetzen verringern

Die CDU und die CSU wollen jedes Jahr ein Gesetz zum Abbau von Bürokratie beschließen und für jede neue Regel zwei alte streichen. Nachweis- und Meldepflichten für Unternehmen sollen sinken. Das Programm versteht Bürokratieabbau als Rückgabe von Freiheit und will besonders den Mittelstand entlasten.

Die CDU und die CSU wollen weniger Bürokratie. Jedes Jahr soll ein Gesetz alte Regeln streichen. Für eine neue Regel sollen zwei alte wegfallen. Firmen sollen weniger Nachweise und Meldungen abgeben müssen.

Gesetze sollen, wo es sinnvoll ist, ein Ablaufdatum erhalten, und Bürokratie-Checks mit betroffenen Firmen sollen häufiger stattfinden. Der Nationale Normenkontrollrat und die Zuständigkeit für Bürokratieabbau sollen ins Kanzleramt zurückkehren. In Handwerk, Handel, Gastronomie und Hotellerie soll bei Dokumentationspflichten die Beweislast umgekehrt werden. Statistikpflichten sollen sinken, weil Firmen auf bereits vorliegende Daten verweisen dürfen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen keine Betriebsbeauftragten mehr bestellen müssen. Außerdem sollen Schriftformpflichten im Arbeitsrecht überprüft, EU-Entsendungen vereinfacht und das Statusfeststellungsverfahren für Selbständige angepasst werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir beschließen Jahresgesetze zum Bürokratieabbau als echte Entrümpelungsgesetze und stärken die Bürokratiebremse („One in, two out“).“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Pflichten und Auflagen für Unternehmen sollen in vielen Einzelschritten zurückgehen, was zu weniger Regulierung passt.

Lieferkettengesetz abschaffen, EU-Vorgaben begrenzen

Die CDU und die CSU wollen das deutsche Lieferkettengesetz abschaffen und auf europäischer Ebene Belastungen durch Taxonomie und Nachhaltigkeitsberichte stoppen. EU-Recht soll in Deutschland nicht mehr strenger umgesetzt werden als vorgeschrieben.

Die CDU und die CSU wollen das deutsche Lieferketten-Gesetz abschaffen. Dieses Gesetz verpflichtet Firmen, auf ihre Zulieferer zu achten. Auch aus der EU sollen weniger Vorgaben für Firmen kommen. Deutschland soll EU-Regeln nicht strenger machen als nötig.

Neben dem Ende des Lieferkettengesetzes wollen die Parteien die EU-Regeln zu nachhaltigen Investitionen und zur Nachhaltigkeitsberichterstattung eindämmen. Ein „EU-Forechecking“ soll dafür sorgen, dass Deutschland früher und strategischer an europäischen Rechtsakten mitwirkt. Ein „Anti-Gold-Plating-Gesetz“ soll Regeln zurücknehmen, die über EU-Recht hinausgehen, und künftige Übererfüllung verhindern. Doppelte Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene lehnen die Parteien ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Das deutsche Lieferkettengesetz schaffen wir ab. In Europa wollen wir Belastungen einen Riegel vorschieben“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Ein Gesetz, das Unternehmen heute Sorgfaltspflichten auferlegt, soll ersatzlos entfallen.

  • Europaeher weniger EU

    Bestehende und geplante EU-Vorgaben für Unternehmen sollen eingedämmt und nur noch im Mindestmaß umgesetzt werden.

Wirtschaft vor Übernahmen und Cyberangriffen schützen

Die CDU und die CSU wollen die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Krisen, Übernahmen durch systemische Rivalen und Cyberangriffe machen. Zugleich sollen Eingriffe des Bundeskartellamts wieder einen Rechtsverstoß voraussetzen. Das Programm verweist auf zunehmende geoökonomische Risiken.

Die CDU und die CSU wollen die Wirtschaft besser schützen. Rivalen aus anderen Staaten sollen wichtige Firmen nicht einfach kaufen können. Kleine Firmen sollen Hilfe gegen Angriffe aus dem Internet bekommen. Das Kartell-Amt soll nur bei einem Rechts-Verstoß eingreifen.

Sicherheitsrelevante Technik und kritische Infrastruktur sollen vor Übernahmen geschützt werden. Gegen wettbewerbsverzerrende Subventionen und für Krisen sollen neue Instrumente entstehen. Kleine und mittlere Firmen sollen für Maßnahmen zur Cybersicherheit Steuervorteile und günstige Finanzierung erhalten, und Deutschland soll Weltmarktführer bei sicheren IT-Lösungen werden. Das europäische Wettbewerbsrecht soll sich am Weltmarkt orientieren. Erzeuger und Lieferanten sollen besser vor unlauteren Praktiken starker Abnehmer geschützt und Marken- und Produktpiraterie stärker bekämpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir schützen sicherheitsrelevante Technologien, kritische Infrastrukturen und Unternehmen vor Übernahmen durch systemische Rivalen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Eingriffsbefugnisse für das Kartellamt mit mehr staatlichem Schutz vor Übernahmen und Subventionen und nimmt so keine klare Seite ein.

Freihandel fördern, Entwicklungshilfe an Wirtschaftsinteressen ausrichten

Die CDU und die CSU wollen den freien Handel unterstützen und neue Handelsabkommen sowie Energie- und Rohstoffpartnerschaften schließen. Die internationale Zusammenarbeit soll sich an den strategischen Wirtschaftsinteressen Deutschlands ausrichten. Das Programm verweist darauf, dass jeder vierte Arbeitsplatz am Export hängt.

Die CDU und die CSU wollen freien Handel mit anderen Ländern. Es soll neue Abkommen für Handel, Energie und Rohstoffe geben. Hilfe für ärmere Länder soll auch der deutschen Wirtschaft nützen. Viele Arbeitsplätze in Deutschland hängen am Export.

Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit sollen enger verbunden werden. Deutsche Firmen sollen stärker an staatlich bezahlten Entwicklungsprojekten beteiligt sein, wofür sich die Parteien auch in der OECD einsetzen wollen. Handelsabkommen sollen auf europäischer Ebene pragmatisch gestaltet werden. Die Exportwirtschaft soll gegen globale Risiken wie Lieferengpässe und Protektionismus besser abgesichert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir schließen neue Energie- und Rohstoffpartnerschaften und setzen uns auf europäischer Ebene für pragmatische Handelsabkommen ein.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Mehr Handelsabkommen und offene Märkte sollen den Export stärken, was zu mehr Markt und Wettbewerb passt.

Freihandelsabkommen schließen und Exporte fördern

Die CDU und die CSU wollen das Mercosur-Abkommen rasch in Kraft setzen und weitere Handelsabkommen der EU unterstützen. Zölle halten sie grundsätzlich für den falschen Weg. Exportierende Unternehmen sollen leichter an Garantien und Genehmigungen kommen.

Die CDU und die CSU wollen mehr freien Handel. Das Abkommen mit Süd-Amerika soll schnell gelten. Es heißt Mercosur-Abkommen. Firmen sollen leichter Waren ins Ausland verkaufen können. Zölle finden die Parteien meistens falsch.

Neben Mercosur unterstützen die Parteien neue EU-Abkommen mit Indien und den ASEAN-Staaten sowie eine engere Wirtschaftspartnerschaft mit den USA. Bei Mercosur wollen sie auf faire Wettbewerbsbedingungen für die Landwirtschaft achten. Gegen verzerrende Subventionen anderer Staaten setzen sie auf das Antisubventionsverfahren der EU und die Streitschlichtung der Welthandelsorganisation. Die klimapolitischen Sektorleitlinien für staatliche Exportgarantien sollen zurückgenommen werden, weil die Parteien keine Einteilung in erwünschte und unerwünschte Auslandsgeschäfte wollen. Ausfuhrgenehmigungen sollen deutlich schneller erteilt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Mercosur ist ausverhandelt und muss jetzt zügig in Kraft treten.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Mehr Handelsabkommen, schnellere Ausfuhrgenehmigungen und die Ablehnung von Zöllen verschieben den heutigen Stand in Richtung offener Märkte.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die klimapolitischen Leitlinien für Exportgarantien sollen wegfallen, womit eine bestehende Klimavorgabe zugunsten der Exportwirtschaft gelockert wird.

Wirtschaftliche Abhängigkeiten von China verringern

Die CDU und die CSU wollen enge Wirtschaftsbeziehungen zu China behalten, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhen. Zugleich sollen kritische Abhängigkeiten sinken, etwa bei Rohstoffen, Lieferketten, Halbleitern und Batteriezellen.

Deutschland soll weiter mit China handeln. Aber Deutschland soll weniger von China abhängig sein. Dafür soll es mehr Handels-Partner geben. Europa soll mehr Computer-Chips und Batterien selbst herstellen. Auch Rohstoffe sollen mehr aus Deutschland kommen.

Absatzmärkte, Rohstoffquellen und Lieferketten sollen breiter aufgestellt, kritische Infrastruktur und sicherheitsrelevante Technik geschützt werden. Die Herstellung von Halbleitern und Batteriezellen in Europa wollen die Parteien über das Europäische Chipgesetz und die Halbleiterallianz ESRA ankurbeln. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Afrika, dem globalen Süden und dem asiatisch-pazifischen Raum sollen wachsen, auch damit China und Russland dort nicht allein Einfluss gewinnen. Bei Rohstoffen setzen die Parteien auf heimischen Abbau, Recycling und eine steuerliche Rücklage, die private Vorratshaltung anreizt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Zugleich werden wir kritische wirtschaftliche Abhängigkeiten verringern, etwa durch die stärkere Diversifizierung von Absatzmärkten, Rohstoffquellen und Lieferketten“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet offene Handelsbeziehungen mit staatlich gelenkter Risikominderung und Förderung einzelner Branchen.

Hightech-Agenda und mehr Freiraum für Forschung

Die CDU und die CSU wollen eine Hightech-Agenda für Forschung, Innovation, Technologie und Transfer auflegen. Ein Innovationsfreiheitsgesetz soll Forschungseinrichtungen von Förderbürokratie entlasten. Mittelstand und Ausgründungen sollen leichter an Förderung kommen.

Die CDU und die CSU wollen die Forschung stärken. Forscher sollen weniger Formulare ausfüllen müssen. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Kleine und mittlere Firmen sollen leichter Förder-Geld bekommen. Deutschland soll bei neuer Technik vorne sein.

Als Zukunftsfelder nennt das Programm Luft- und Raumfahrt, Quantencomputing, KI, Fusionsenergie, Biotechnologie, Batteriezellen und Mikroelektronik sowie eine neue Raumfahrtstrategie. Das Wissenschaftsfreiheitsgesetz soll überarbeitet werden und künftig auch für gemeinnützige und überwiegend staatlich finanzierte Einrichtungen gelten. Die Grundlagenforschung soll im Haushalt mehr Gewicht erhalten, die Forschungsförderung des Bundes gebündelt und die steuerliche Forschungszulage weiterentwickelt werden. Programme wie ZIM, IGF, INNO-KOM und KMU-innovativ sollen gestärkt werden. Das Besserstellungsverbot für gemeinnützige Forschungseinrichtungen soll entfallen, und die Parteien bekennen sich zu den EU-Förderinstrumenten IPCEI und Chips Act.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir wollen der Forschung mehr Freiheit geben und von einer zu kleinteiligen Förderbürokratie befreien.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr staatliche Forschungsförderung mit dem Abbau von Bürokratie und Vorgaben.

Gründungen erleichtern und Wagniskapital fördern

Die CDU und die CSU wollen Unternehmensgründungen einfacher machen. Gründerinnen und Gründer sollen in der Anfangszeit von vielen Vorschriften befreit sein, und Wagniskapital soll steuerlich attraktiver werden.

Die CDU und die CSU wollen, dass mehr Menschen eine Firma gründen. Am Anfang sollen für Gründer weniger Regeln gelten. Nur noch ein Amt soll für die Gründung zuständig sein. Neue Firmen sollen leichter Geld bekommen.

Für Gründungen, Ummeldungen und Aufgaben eines Betriebs soll künftig eine einzige Stelle zuständig sein. Eine nationale Strategie für Patente und Ausgründungen sowie Musterverträge sollen Gründungen aus der Wissenschaft beschleunigen. Forschende sollen die Nutzungsrechte an ihren Erfindungen behalten, wenn sie daraus ein Unternehmen machen. Die Gründungsfinanzierung und der Zukunftsfonds sollen ausgebaut werden, damit Firmen in der Wachstumsphase genug Kapital haben. Auch mehr Frauen sollen gründen, und Selbständigkeit soll sich besser mit Familie vereinbaren lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir führen eine „Gründerschutzzone“ ein und befreien Gründerinnen und Gründer in der Startphase weitgehend von bürokratischen Vorschriften.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Gründer sollen von Vorschriften befreit und Wagniskapital steuerlich begünstigt werden, was weniger Regulierung und niedrigere Abgaben bedeutet.

Finanzplatz stärken und Kapitalmarktunion vertiefen

Die CDU und die CSU wollen die europäische Kapitalmarktunion rasch ausbauen und Deutschland langfristig zum führenden Finanzplatz Europas machen. Banken sollen nicht übermäßig belastet werden, und die EU-Taxonomie soll entschärft werden. Das Programm verspricht sich davon Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand.

Die CDU und die CSU wollen den Markt für Geld-Anlagen in Europa stärken. Deutschland soll der wichtigste Ort für Finanzen in Europa werden. Banken sollen nicht zu viele Lasten tragen. Regeln für Aktien sollen lockerer werden.

Die Finanzregulierung soll laufend daraufhin geprüft werden, ob sie im Vergleich mit großen Finanzplätzen außerhalb Europas wettbewerbsfähig ist. Das Drei-Säulen-System aus privaten, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken soll erhalten bleiben. Im Aktienrecht sollen Kapitalerhöhungen leichter möglich und der Mindestnennwert von Aktien gesenkt werden. Produktinformationsblätter sollen verständlicher werden. Die EU-Taxonomie, das Regelwerk zur Einstufung nachhaltiger Geldanlagen, geht aus Sicht des Programms an der Wirklichkeit vorbei. Beratung gegen Honorar und gegen Provision sollen beide bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir wollen die Kapitalmarktunion zügig vertiefen und den Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen stärken.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Regulierung für Banken, Finanzprodukte und Aktiengesellschaften soll gelockert werden, was den Markt gegenüber heute stärkt.

  • Europaausgewogen

    Die Kapitalmarktunion soll vertieft werden, zugleich soll mit der Taxonomie eine EU-Vorgabe abgeschwächt werden.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

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