Wachstum als Staatsziel streichen, Gemeinwohl messen
Die ÖDP will Wirtschaftswachstum als gesetzliches Ziel streichen und die Wirtschaft auf Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohl ausrichten. Neben das Bruttoinlandsprodukt soll eine Gemeinwohl-Bilanz treten. Nach Ansicht der Partei sagt das BIP nichts über den tatsächlichen Wohlstand aus.
Die ÖDP will, dass die Wirtschaft nicht immer wachsen muss. Dieses Ziel soll aus dem Gesetz verschwinden. Produkte sollen länger halten und sich reparieren lassen. Firmen sollen auch zeigen, was sie für alle Menschen tun. Das nennt die Partei Gemeinwohl-Bilanz.
Das im Stabilitätsgesetz verankerte Ziel eines stetigen Wachstums soll entfallen. Die Partei fordert längere Gewährleistungsfristen mit Beweislastumkehr, reparaturfreundliche Produkte und ein Verbot geplanter Obsoleszenz, also absichtlich verkürzter Lebensdauer. Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft, die nicht mehr verbraucht, als der Planet dauerhaft hergibt. Eine Gemeinwohl-Bilanz soll Unternehmenserfolg anhand gemeinwohlorientierter Werte bewerten. Dem bisherigen Wachstums- und Globalisierungsmodell setzt das Programm eine Regionalisierung der Wirtschaft entgegen.
Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wachstumszwang stoppen: „Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum“ (§ 1 StabG) darf kein Staatsziel mehr sein.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Das gesetzliche Wachstumsziel soll wegfallen und neue Verbote und Pflichten für Hersteller kommen hinzu, was die Wirtschaftsordnung grundlegend umbaut.
- Klimadeutlich Klimaschutz zuerst
Die Abschaffung des Wachstumsziels zugunsten ökologischer Grenzen stellt Umwelt- und Klimaschutz grundsätzlich über Wachstum.