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parteiprogramm

Tierschutzpartei zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Wähle Mitgefühl“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Übergewinnsteuer und Gehaltsobergrenze einführen

Die Tierschutzpartei will besonders hohe Zufallsgewinne von Unternehmen zusätzlich besteuern. Außerdem soll das höchste Gehalt in einem Betrieb höchstens das 20-Fache des niedrigsten betragen. Begründet wird das damit, dass Gewinne nicht zulasten von Beschäftigten und Umwelt gehen sollen.

Manche Firmen machen durch Zufall sehr hohe Gewinne. Die Partei will darauf eine extra Steuer. Auch für den Lohn von Chefs soll es eine Grenze geben. Sie sollen höchstens 20-mal so viel verdienen wie die Person mit dem niedrigsten Lohn.

Als Übergewinne versteht das Programm Gewinne, die durch zufällige äußere Ereignisse ungewöhnlich hoch ausfallen. Solche Gewinne sieht die Partei in den vergangenen Jahren vor allem im Energiesektor und in klimaschädlichen Branchen. Die Gehaltsobergrenze soll sich am niedrigsten Lohn im jeweiligen Unternehmen bemessen. Konzerne, die nach Ansicht der Partei schlecht wirtschaften und ihre Beschäftigten vernachlässigen, sollen nicht vom Staat gerettet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Deshalb fordern wir eine Steuer auf Übergewinne von Unternehmen sowie eine Gehaltsobergrenze, die das Zwanzigfache des niedrigsten Gehalts im Unternehmen nicht übersteigen darf.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue Steuer auf Übergewinne und eine gesetzliche Obergrenze für Gehälter gibt es heute nicht; beides wäre ein starker staatlicher Eingriff.

Umweltschädliche Subventionen sozialverträglich beenden

Die Tierschutzpartei will Subventionen für Industrie und Landwirtschaft streichen, wenn sie als umweltschädlich, unethisch oder nicht zukunftsfähig gelten. Das frei werdende Geld soll in neue Arbeitsplätze und die Weiterbildung der betroffenen Beschäftigten fließen.

Der Staat gibt manchen Firmen und Bauern Geld. Die Partei will das beenden, wenn es der Umwelt schadet. Das gesparte Geld soll neue Jobs schaffen. Betroffene Arbeiter sollen Fortbildung und Hilfe bekommen.

Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen. Die eingesparten Mittel sollen Arbeitsplätze schaffen sowie Weiterbildung, Förderung und Versorgung jener Menschen finanzieren, die in den betroffenen Branchen arbeiten. Die Partei strebt kürzere Arbeitszeiten zugunsten beruflicher Weiterbildung an. Bildungszeiten ohne Lohnabzug sollen gesetzlich vorgeschrieben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Subventionen für Industrien und Landwirtschaft, die umweltschädlich oder unethisch sind, oder in Deutschland mittel- und langfristig nicht mehr lebensfähig sind, müssen sozialverträglich beendet werden.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Subventionsabbau verringert staatliche Förderung, die Mittel sollen aber in staatliche Beschäftigungs- und Bildungsprogramme sowie neue Pflichten für Arbeitgeber fließen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Abbau umweltschädlicher Subventionen stellt den Umweltschutz über die Interessen der bisher geförderten Branchen.

Wirtschaft an Gemeinwohl statt an Wachstum ausrichten

Die Tierschutzpartei will ein Wirtschaftssystem, das sich an Lebensqualität und Zufriedenheit misst und nicht am Wachstum. Sie bekennt sich zu Postwachstums- und Gemeinwohlökonomie. Tiere und Natur sollen eigene Rechte erhalten.

Die Wirtschaft soll nicht immer weiter wachsen müssen. Wichtig soll sein, wie gut es den Menschen geht. Weniger kaufen soll kein Nachteil sein. Auch Tiere und die Natur sollen eigene Rechte haben.

Auf Grundlage einer Postwachstumsökonomie soll eine Suffizienzstrategie entstehen, also ein Ansatz, der auf geringeren Verbrauch setzt. Weniger Konsum soll nicht als Rückschritt oder Statusverlust gelten. Die Ziele der Gemeinwohlökonomie will die Partei auf allen politischen Ebenen vertreten: ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung und Transparenz. Empfindungsfähige Lebewesen sollen als Individuen mit Rechten gelten, und die Natur soll den Status eines Rechtssubjekts bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir stehen für ein Wirtschaftssystem, welches sich nicht mehr über Aspekte wie Wachstum oder Bruttoinlandsprodukt definiert, sondern an der Lebensqualität und Zufriedenheit seiner Bürger:innen bemisst.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Abkehr von Rendite und Wachstum als Maßstab zugunsten des Gemeinwohls verschiebt die Wirtschaftsordnung weg vom Markt, bleibt aber ein Leitbild.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Wachstum soll nicht mehr Maßstab sein, und nachhaltiges Wirtschaften sowie Rechte der Natur erhalten Vorrang.

Freihandelsabkommen wie CETA und Mercosur verhindern

Die Tierschutzpartei will Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, JEFTA und das mit dem Mercosur verhindern. Standards für Beschäftigte, Verbraucher, Umwelt und Tiere sollen nicht eingeschränkt werden. Über solche Abkommen sollen Volksabstimmungen stattfinden.

Die Tierschutzpartei ist gegen große Handels-Verträge mit anderen Ländern. Sie fürchtet schlechtere Regeln für Arbeit, Umwelt und Tiere. Das Volk soll über solche Verträge abstimmen. Die Verhandlungen sollen öffentlich sein.

Als Beispiele nennt das Programm die Abkommen mit den USA, Kanada, Japan und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Die Verhandlungen sollen offengelegt werden. Die Bevölkerung soll in Volksabstimmungen darüber entscheiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Freihandelsabkommen wie bspw. TTIP, CETA, JEFTA oder mit MERCOSUR müssen verhindert werden.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Ablehnung von Freihandelsabkommen stellt Schutzstandards über Marktöffnung und Wettbewerb.

Langlebige, reparierbare und tierleidfreie Produkte fördern

Die Tierschutzpartei will einen Anspruch auf Reparierbarkeit technischer Geräte einführen und nachhaltige Produkte subventionieren. Hersteller sollen den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte verantworten und für die Menschenrechte in der Lieferkette einstehen. Subventionen für umweltschädliche Bereiche oder solche, die Tierleid verursachen, sollen auslaufen.

Die Tierschutzpartei will, dass man Geräte reparieren kann. Darauf soll es ein Recht geben. Umweltfreundliche Produkte sollen billiger werden. Firmen mit schlechten, kurzlebigen Produkten sollen Nachteile haben. Schädliche Bereiche sollen kein Staatsgeld mehr bekommen.

Hersteller sollen Entsorgung, Recycling, Transport und Verpackung einrechnen und ausgleichen. Wer Tierleid bei der Herstellung hinnimmt, soll Strafzahlungen leisten. Firmen mit nachweislich kurzlebigen Produkten sollen finanziell schlechter gestellt werden, solche mit besonders langlebigen können auf Antrag Boni bekommen. Durch Subventionen soll es günstiger werden, ein fair gehandeltes Smartphone zu kaufen oder ein altes reparieren zu lassen. Außerdem will die Partei Urban Gardening mit Gemeinschaftsbeeten und -küchen sowie Schulgärten fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir fordern einen Anspruch auf Reparierbarkeit für technische Geräte, um die Nachhaltigkeit aus Herstellersicht zu fördern.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Herstellerpflichten, Strafzahlungen und Subventionen für nachhaltige Produkte erweitern die staatliche Lenkung des Marktes.

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