Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien zu Migration und Integration?

12 aktuelle Wahlprogramme im Bund haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,8), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 3 eher restriktiv, 10 deutlich restriktiv

Bürgergeld für Ausländer stark einschränken

Die AfD will, dass ausländische Staatsangehörige Bürgergeld nur noch nach mindestens zehn Jahren regulärer Beschäftigung in Deutschland erhalten, und dann höchstens ein Jahr lang. Geflüchtete aus der Ukraine sollen wieder Leistungen wie Asylbewerber bekommen.

Die AfD will Bürgergeld für Ausländer begrenzen. Sie sollen vorher 10 Jahre in Deutschland gearbeitet haben. Dann sollen sie höchstens 1 Jahr Bürgergeld bekommen. Geflüchtete aus der Ukraine sollen kein Bürgergeld mehr bekommen. Sie sollen so viel bekommen wie Asyl-Bewerber.

Aus der gemeinsamen EU-Asylpolitik aussteigen

Die AfD will, dass Deutschland nach dänischem Vorbild nicht mehr an der gemeinsamen Asylpolitik der EU teilnimmt. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem hält sie für gescheitert. Über Zuwanderung soll allein auf nationaler Ebene entschieden werden.

Die EU hat gemeinsame Regeln für Asyl. Die AfD will dabei nicht mehr mitmachen. Dänemark macht das schon so. Deutschland soll allein bestimmen, wer kommen darf.

Grenzen kontrollieren und unerlaubt Einreisende zurückweisen

Die AfD will die deutschen Staatsgrenzen wieder kontrollieren und Menschen ohne Einreiseerlaubnis dort zurückweisen. Die Bundespolizei soll als Grenzbehörde eingesetzt werden. Aus Sicht des Programms sind Kontrollen und Zurückweisungen ein selbstverständliches Recht souveräner Staaten.

Die AfD will die Grenzen von Deutschland wieder kontrollieren. Die Bundespolizei soll das machen. Wer nicht einreisen darf, soll an der Grenze umkehren müssen. Pendler, Urlauber und Waren sollen weiter über die Grenze kommen.

Individuelles Asylrecht umwandeln und Abkommen ändern

Die AfD will das individuelle Grundrecht auf Asyl durch eine institutionelle Garantie oder ein einfaches Gesetz ersetzen. Außerdem will sie den UN-Migrationspakt und den UN-Flüchtlingspakt kündigen und Reformen der Genfer Flüchtlingskonvention sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention anstoßen.

Heute hat jeder Verfolgte ein eigenes Recht auf Asyl. Die AfD will das ändern. Asyl soll kein persönliches Grundrecht mehr sein. Die AfD will auch zwei Vereinbarungen der Vereinten Nationen kündigen. Andere internationale Verträge will sie ändern.

Asylverfahren auslagern und Bedingungen verschärfen

Die AfD will erreichen, dass Asyl- und Schutzanträge künftig im Ausland eingereicht und entschieden werden. Dazu kommen strengere Voraussetzungen für Anträge, Schutzstatus, Familiennachzug und Arbeit. Laut Programm trägt Deutschland seit 2015 die größte Last der unerlaubten Zuwanderung nach Europa.

Die AfD will Asyl-Anträge außerhalb von Deutschland prüfen lassen. Nur wer seine Identität beweist, soll einen Antrag stellen dürfen. Wer falsche Angaben macht, soll kein Asyl bekommen. Auch für Familien-Nachzug und Arbeit sollen strengere Regeln gelten.

Aufnahmeprogramme, Kontingente und Seenotrettungs-Förderung beenden

Die AfD lehnt pauschale Kontingente und Verteilungsquoten für Zuwanderer auf jeder Ebene ab. Die freiwilligen Aufnahmeprogramme für Afghanistan und die Förderung der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer sollen enden.

Die AfD will keine festen Zahlen für die Aufnahme von Zuwanderern. Sie will die Aufnahme-Programme für Afghanistan stoppen. Private Retter im Mittelmeer sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Gerettete sollen nach Nordafrika gebracht werden.

Asylverfahren straffen, Asylbewerber zentral unterbringen

Die AfD will Asylbewerber während ihres gesamten Verfahrens in zentralen Aufnahmeeinrichtungen unterbringen. Gerichtliche Asylverfahren sollen schneller ablaufen, und zusätzliches Personal soll alte Fälle abarbeiten.

Die AfD will Asyl-Verfahren schneller machen. Asylbewerber sollen so lange in zentralen Einrichtungen wohnen. Die Gerichte sollen mehr Personal bekommen. So sollen alte Fälle schneller fertig werden.

Leistungen für Asylbewerber senken

Die AfD will die Leistungen für Asylbewerber verringern, weil sie diese im internationalen Vergleich für zu hoch und für einen Anreiz zur Einreise hält. Vorrang sollen Sachleistungen haben, sonst die Bezahlkarte. Auch anerkannte Asylbewerber sollen nicht mehr sofort alle Sozialleistungen erhalten.

Die AfD findet: Asylbewerber bekommen zu viel Geld. Das lockt aus ihrer Sicht Menschen nach Deutschland. Sie sollen lieber Sachen statt Geld bekommen. Sonst gibt es eine Bezahl-Karte. Auch anerkannte Flüchtlinge sollen nicht sofort alle Leistungen bekommen.

Rückführungsoffensive starten, Bleiberechte abschaffen

Die AfD will alle ausreisepflichtigen Personen abschieben und sämtliche Bleiberechtsregelungen für sie streichen. Aus Sicht des Programms unterlaufen Duldungen und neue Aufenthaltsrechte die Ausreisepflicht. Auch das Kirchenasyl soll entfallen.

Die AfD will mehr Menschen abschieben. Das betrifft alle, die Deutschland verlassen müssen. Sonder-Regeln zum Bleiben sollen wegfallen. Auch das Kirchen-Asyl soll es nicht mehr geben. Dabei schützen Kirchen Menschen vor der Abschiebung.

Syrer ohne Schutzanspruch nach Syrien zurückführen

Die AfD will Syrer, die aus ihrer Sicht keinen Schutzanspruch mehr haben, in ihr Herkunftsland zurückführen. Sie beruft sich auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster von 2024 und auf den Sturz des Assad-Regimes. Später soll dasselbe für andere Herkunftsländer gelten.

Die AfD will viele Syrer nach Syrien zurückschicken. Sie sagt: In Syrien droht Zivilisten keine Gefahr mehr durch Bürgerkrieg. Der Schutz für viele Syrer soll deshalb enden. Der Staat soll auch für freiwillige Rückkehr werben.

Integration an strengere Pflichten knüpfen

Die AfD verlangt von allen Migranten eine aktive Mitwirkung an ihrer Integration, vor allem Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 und die Anerkennung der Rechtsordnung. Die Integrationsfähigkeit des Landes soll durch stark begrenzten Zuzug wiederhergestellt werden.

Die AfD will: Migranten sollen selbst viel für ihre Integration tun. Sie sollen gut Deutsch lernen, meist in 2 Jahren. Sie sollen die Regeln in Deutschland anerkennen. Wer einen Kurs abbricht, soll die Kosten zurückzahlen. Es sollen weniger Menschen neu ins Land kommen.

Staatsangehörigkeitsrecht auf Stand von 1990 zurückführen

Die AfD will zum Staatsangehörigkeitsrecht zurückkehren, das bis 1990 galt. Deutscher würde man dann durch Abstammung von mindestens einem deutschen Elternteil oder durch eine Ermessensentscheidung der Behörde. Der Rechtsanspruch auf Einbürgerung und der Erwerb durch Geburt in Deutschland sollen entfallen.

Die AfD will die Einbürgerung viel schwerer machen. Kinder von Ausländern sollen durch Geburt in Deutschland nicht mehr Deutsche werden. Niemand soll ein Recht auf Einbürgerung haben. Die Behörde soll jeden Fall einzeln entscheiden. Einbürgerung soll frühestens nach 10 Jahren möglich sein.

Fachkräftezuwanderung nachrangig und per Punktesystem steuern

Die AfD will zuerst inländische Arbeitskräfte gewinnen und ausgewanderte Deutsche zurückholen, bevor weitere Fachkräfte von außerhalb Europas kommen. Danach sollen außereuropäische Arbeitskräfte nach Bedarf und strengen Kriterien über ein Punktesystem ausgewählt werden.

Die AfD will zuerst Menschen im Land für Arbeit gewinnen. Deutsche Fachleute im Ausland sollen zurückkommen. Erst danach sollen Fachleute von außerhalb Europas kommen. Für sie soll es ein Punkte-System geben. Wer genug Punkte hat, darf kommen.

AfD: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 3 deutlich restriktiv

Kein Asylverfahren bei Einreise über Drittstaaten

Das BSW will, dass Menschen, die über einen sicheren Drittstaat nach Deutschland kommen, weder bleiben dürfen noch ein Asylverfahren oder Sozialleistungen erhalten. Das Grundrecht auf Asyl für Schutzbedürftige will die Partei erhalten, Deutschland brauche aber eine „Atempause“.

Viele Flüchtlinge kommen über sichere Länder nach Deutschland. Das BSW sagt: Diese Menschen dürfen nicht bleiben. Sie sollen kein Asyl-Verfahren bekommen. Sie sollen auch kein Geld vom Staat bekommen.

Straftäter abschieben, Asylverfahren beschleunigen

Das BSW will, dass schwere Straftaten für Flüchtlinge zum Verlust des Rechts auf ein Asylverfahren führen und die Betroffenen abgeschoben werden, notfalls nach einer Grundgesetzänderung. Abschiebungen sollen konsequent vollzogen werden und Asylverfahren in der Regel nach drei Monaten enden.

Flüchtlinge mit schweren Straftaten sollen Deutschland verlassen. Dafür will das BSW Gesetze ändern, wenn nötig auch das Grundgesetz. Wer nicht bleiben darf, soll schnell ausreisen. Asyl-Verfahren sollen meist nur drei Monate dauern.

Geflüchtete in Arbeit bringen, Integrierte schonen

Das BSW will Flüchtlinge mit Schutzstatus schneller in Arbeit bringen und dafür Spracherwerb und Erwachsenenbildung ausbauen. Bei Abschiebungen sollen sich Behörden auf Menschen konzentrieren, die nicht integriert sind, statt auf gut integrierte Zuwanderer.

Flüchtlinge mit Schutz sollen schneller arbeiten können. Dafür sollen sie Deutsch lernen und Abschlüsse nachholen können. Gut integrierte Menschen sollen nicht zuerst abgeschoben werden. Die Ämter sollen sich um die anderen kümmern.

Asylverfahren in Drittstaaten, Migrationspakt kündigen

Das BSW will das europäische Asylrecht reformieren und Asylverfahren möglichst in sichere Staaten außerhalb der EU verlagern. Den Globalen Migrationspakt will die Partei so schnell wie möglich kündigen. Das heutige System fördert aus Sicht des Programms Schleuser.

Das BSW will neue Asyl-Regeln in Europa. Asyl-Verfahren sollen möglichst außerhalb der EU stattfinden. Aus dem Globalen Migrations-Pakt will das BSW aussteigen. Das ist eine Vereinbarung vieler Staaten zur Migration.

BSW: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU/CSU

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1,3), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 3 eher restriktiv, 5 deutlich restriktiv

Digitale Agentur für Fachkräfteeinwanderung einrichten

Die CDU und die CSU wollen eine digitale Bundesagentur für Einwanderung schaffen, die ausländische Fachkräfte von der Anwerbung bis zum Aufenthaltstitel betreut. Ausländische Berufsabschlüsse sollen einfacher und schneller anerkannt werden. Asylverfahren sollen von der Einwanderung in den Arbeitsmarkt getrennt werden.

Die CDU und die CSU wollen Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen. Dafür soll es eine neue digitale Behörde geben. Sie kümmert sich um alles: Arbeitsplatz, Visum und Aufenthalt. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden.

Asylsuchende an den Grenzen zurückweisen

Die CDU und die CSU wollen Menschen an den deutschen Grenzen zurückweisen, die aus einem anderen EU- oder Schengen-Staat einreisen und Asyl beantragen wollen. Die Grenzkontrollen sollen so lange weiterlaufen, wie die Parteien es für nötig halten. Ziel ist nach dem Programm, irreguläre Migration zu stoppen.

Die CDU und die CSU wollen an den deutschen Grenzen weiter kontrollieren. Wer aus einem anderen EU-Land kommt und Asyl will, darf nicht einreisen. Die Polizei schickt diese Menschen zurück. Die Parteien wollen so weniger Menschen aufnehmen.

Familiennachzug aussetzen, Aufnahmeprogramme beenden

Die CDU und die CSU wollen den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten aussetzen und sämtliche freiwilligen Aufnahmeprogramme beenden. Auf EU-Ebene wollen sie erreichen, dass der subsidiäre Schutzstatus abgeschafft wird.

Manche Geflüchtete haben einen eingeschränkten Schutz. Das heißt subsidiärer Schutz. Sie sollen ihre Familie nicht mehr nachholen dürfen. Deutschland soll auch keine Menschen mehr freiwillig aufnehmen. Die CDU und die CSU wollen diesen Schutz in Europa ganz abschaffen.

Leistungen für Asylbewerber einschränken

Die CDU und die CSU wollen Sachleistungen statt Geld bevorzugen und die Bezahlkarte in allen Bundesländern einführen. Ausreisepflichtige sollen nur noch ein Minimum oder gar keine Leistungen erhalten. Neu ankommende Geflüchtete aus der Ukraine sollen kein Bürgergeld mehr bekommen.

Asyl-Bewerber sollen weniger Bargeld bekommen. Stattdessen gibt es Sachen und eine Bezahl-Karte. Wer Deutschland verlassen muss, soll nur das Nötigste bekommen. Neue Geflüchtete aus der Ukraine sollen kein Bürgergeld mehr bekommen. Sie sollen schnell eine Arbeit finden.

Mehr Abschiebungen und unbefristeter Ausreisearrest

Die CDU und die CSU wollen die Zahl der Abschiebungen mit einem eigenen Gesetz erhöhen und regelmäßig nach Afghanistan und Syrien abschieben. Ausreisepflichtige Straftäter und Gefährder sollen nach ihrer Haft unbefristet in Ausreisearrest kommen können. Weitere Staaten sollen als sichere Herkunftsländer gelten.

Wer kein Recht auf Schutz hat, muss Deutschland verlassen. Die CDU und die CSU wollen mehr Menschen abschieben. Das soll auch nach Afghanistan und Syrien gehen. Straftäter sollen nach dem Gefängnis in Arrest bleiben, bis sie ausreisen. Die Bundes-Polizei soll dabei mehr dürfen.

Asylverfahren in sichere Drittstaaten verlagern

Die CDU und die CSU wollen in der EU eine Reform des Asylrechts anstoßen: Asylsuchende, die ihren Antrag in Europa stellen, sollen ihr Verfahren in einem sicheren Staat außerhalb der EU durchlaufen und dorthin gebracht werden. Danach wollen die Parteien jedes Jahr eine begrenzte Zahl schutzbedürftiger Menschen direkt aus dem Ausland aufnehmen.

Die CDU und die CSU wollen das Asylrecht in Europa ändern. Asyl-Verfahren sollen in sicheren Ländern außerhalb von Europa stattfinden. Dort sollen anerkannte Menschen auch Schutz bekommen. Deutschland soll dann jedes Jahr eine feste Zahl von Menschen direkt aufnehmen.

EU-Außengrenzen stärker schützen, Frontex ausbauen

Die CDU und die CSU wollen den Schutz der EU-Außengrenzen deutlich verbessern, auch mit Bauwerken und Technik. Die Grenzschutzagentur Frontex soll mehr Personal und eigene hoheitliche Befugnisse bekommen. Kontrollen an den Grenzen innerhalb der EU sollen dadurch auf längere Sicht überflüssig werden.

Die CDU und die CSU wollen die Außen-Grenzen der EU besser schützen. Dazu gehören auch Zäune und Technik. Frontex ist die Grenzschutz-Behörde der EU. Sie soll mehr Personal und mehr Rechte bekommen. Kontrollen zwischen EU-Ländern sollen später wegfallen.

Leitkultur festlegen und Integration stärker einfordern

Die CDU und die CSU wollen eine Leitkultur bestimmen und durchsetzen und Integration stärker als bisher verlangen. Anerkannt Schutzberechtigte sollen verpflichtende Integrationsvereinbarungen erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass eine vielfältige Gesellschaft verbindliche Regeln brauche.

Die CDU und die CSU wollen eine Leit-Kultur für Deutschland. Das sind gemeinsame Werte, die für alle gelten. Zugewanderte sollen sich zu diesen Werten bekennen. Anerkannte Flüchtlinge sollen feste Vereinbarungen zur Integration bekommen. Es soll viele Deutsch-Kurse geben.

Schnelle Einbürgerung und Doppelpass rückgängig machen

Die CDU und die CSU wollen die Einbürgerung nach drei Jahren Aufenthalt und die allgemeine Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft wieder abschaffen. Aus ihrer Sicht steht die Einbürgerung am Ende einer gelungenen Integration.

Heute können manche Menschen schon nach drei Jahren Deutsche werden. Die CDU und die CSU wollen das wieder abschaffen. Auch zwei Pässe sollen nicht mehr allgemein erlaubt sein. Wer Deutscher werden will, muss gut Deutsch können und arbeiten.

CDU/CSU: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 2 deutlich restriktiv

Einwanderung in den Arbeitsmarkt erleichtern

Die FDP will mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnen und die Verfahren vereinfachen. Alle Regeln zu Einwanderung und Asyl sollen in einem Gesetzbuch stehen, und Arbeitsmigranten sollen nur noch eine Behörde als Ansprechpartner haben. Die Blue Card soll auch Fachkräften ohne Studium offenstehen.

Die FDP will mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland. Sie sollen nur noch mit einer Behörde zu tun haben. Alle Regeln sollen in einem Gesetz-Buch stehen. Die Blue Card soll für mehr Fachkräfte gelten. Die Blue Card ist eine Arbeits-Erlaubnis der EU.

Sozialleistungen für Geflüchtete senken und umbauen

Die FDP will anerkannte Flüchtlinge, auch aus der Ukraine, aus dem Bürgergeld herausnehmen und einem eigenen Status zuordnen. Dieser soll mehr Hilfe bei der Jobsuche mit niedrigeren Leistungen verbinden. Ausreisepflichtige sollen in der Regel keine Unterstützung mehr bekommen.

Die FDP will Flüchtlingen kein Bürgergeld mehr zahlen. Sie sollen eine eigene Leistung bekommen. Diese soll niedriger sein. Dafür gibt es mehr Hilfe bei der Arbeits-Suche. Wer ausreisen muss, soll meist kein Geld mehr bekommen.

Irreguläre Migration begrenzen, Abschiebungen zentralisieren

Die FDP will, dass Menschen ohne Bleiberecht Deutschland rasch verlassen, und die Zuständigkeit für Abschiebungen beim Bund bündeln. Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten soll ausgesetzt werden. Zurückweisungen an den Grenzen sollen modellhaft erprobt werden.

Die FDP will Zuwanderung ohne Erlaubnis begrenzen. Der Bund soll für Abschiebungen zuständig sein. Manche Geflüchtete sollen ihre Familie vorerst nicht nachholen dürfen. An der Grenze will die FDP Zurückweisungen testen. Asyl-Verfahren sollen schneller werden.

Integrationskurse reformieren, Einbürgerung an Bedingungen knüpfen

Die FDP will Sprachkurse und Integrationskurse voneinander trennen und die bestehenden Kurse auf ihre Wirkung prüfen. Die Einbürgerung soll erst nach gelungener Integration möglich sein und an eigenes Einkommen sowie die Anerkennung der Werte des Grundgesetzes gebunden bleiben.

Die FDP will Sprach-Kurse und Integrations-Kurse trennen. Die Kurse sollen vor allem auf die Arbeit vorbereiten. Den deutschen Pass soll nur bekommen, wer gut integriert ist. Dazu muss man selbst sein Geld verdienen.

FDP: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1,3), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 1 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 6 deutlich restriktiv

Bleiberecht für Flüchtlinge in Ausbildung gewähren

Die Freien Wähler wollen, dass Flüchtlinge ihre Ausbildung beenden und danach zwei Jahre im Beruf arbeiten dürfen, bevor über ihren Aufenthalt neu entschieden wird. Das soll Betrieben Planungssicherheit geben.

Manche Flüchtlinge machen eine Ausbildung. Die Freien Wähler wollen, dass sie diese beenden dürfen. Danach sollen sie zwei Jahre arbeiten können. Erst dann prüft der Staat neu, ob sie bleiben dürfen.

EU-Außengrenzen gemeinsam schützen, national zurückweisen

Die Freien Wähler fordern eine gemeinsame europäische Grenzschutztruppe, die die gesamte EU-Außengrenze sichert und irreguläre Migration zurückweist. Solange das nicht funktioniert, soll die Bundespolizei an den deutschen Grenzen zurückweisen.

Die Freien Wähler wollen eine gemeinsame Grenz-Truppe für Europa. Sie soll die Außen-Grenzen der EU schützen. Alle EU-Länder sollen dafür zahlen. Bis das klappt, soll die Bundes-Polizei an deutschen Grenzen Menschen zurückweisen.

Dublin-Regeln ändern, Umverteilung ablehnen

Die Freien Wähler halten das Dublin-System für gescheitert und wollen es anpassen. Eine Verteilung von Geflüchteten auf die EU-Staaten lehnen sie ab; stattdessen sollen vor allem direkte Rückführungen und Abweisungen erfolgen.

Die Dublin-Regeln sagen, welches EU-Land für einen Asyl-Antrag zuständig ist. Die Freien Wähler wollen diese Regeln ändern. Geflüchtete sollen nicht auf die EU-Länder verteilt werden. Sie sollen eher zurückgeführt werden. Deutschland soll seine Regeln strenger machen.

Seenotrettung mit sofortiger Rückführung verbinden

Die Freien Wähler wollen verhindern, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken, und zugleich Gerettete möglichst noch auf See zurückbringen lassen. Private Seenotrettung soll dem EU-Grenzschutz unterstellt oder unterbunden werden.

Im Mittelmeer sollen keine Menschen ertrinken. Schlepper-Boote sollen gar nicht erst losfahren. Gerettete sollen schnell zurückgebracht werden. Private Rettungs-Schiffe sollen dem EU-Grenzschutz gehorchen. Sonst sollen sie nicht mehr fahren dürfen.

Zuwanderung nach Bedarf steuern, Integration einfordern

Die Freien Wähler wollen Zuwanderung am Bedarf der europäischen Länder ausrichten und gezielt Arbeitskräfte anwerben. Integration soll nach dem Grundsatz von Fördern und Fordern erfolgen.

Die Freien Wähler wollen Zuwanderung nach Bedarf. Es sollen Menschen für bestimmte Berufe kommen. Zugewanderte sollen Deutsch lernen. Sie sollen die Demokratie anerkennen. Der Staat soll sie dabei unterstützen.

Zuzug in die Sozialsysteme begrenzen

Die Freien Wähler wollen verhindern, dass die Freizügigkeit in der EU zur Einwanderung in das deutsche Sozialsystem führt. Reisen von Leistungsbeziehern aus Nicht-EU-Staaten sollen registriert werden, und Asylbewerber sollen bei freiwilliger Heimreise ihre Ansprüche dauerhaft verlieren.

Die Freien Wähler wollen weniger Missbrauch von Sozial-Leistungen. Ein Register soll Reisen von Nicht-EU-Bürgern mit Sozial-Leistungen erfassen. Manche Asyl-Bewerber reisen freiwillig in ihr Heimat-Land. Sie sollen dann keine Hilfe mehr bekommen. Das soll für immer gelten.

Gefährder und straffällige Ausländer abschieben oder inhaftieren

Die Freien Wähler verlangen, Gefährder und straffällig gewordene Geflüchtete sofort abzuschieben oder in Haft zu nehmen. Wer schwer oder wiederholt Straftaten begeht, soll Deutschland schnell verlassen müssen.

Gefährder sind Menschen, denen die Polizei schwere Taten zutraut. Die Freien Wähler wollen sie sofort abschieben oder einsperren. Das soll auch für straffällige Geflüchtete gelten. Manche kann man nicht abschieben. Sie sollen in Abschiebe-Haft kommen.

Einbürgerung erschweren und im Grundgesetz regeln

Die Freien Wähler wollen die Regeln für Einbürgerungen im Grundgesetz festschreiben, sodass sie nur mit Zweidrittelmehrheit geändert werden können. Die Einbürgerung soll frühestens nach sieben Jahren möglich sein, und doppelte Staatsbürgerschaften mit Nicht-EU-Staaten sollen die Ausnahme bleiben.

Die Freien Wähler wollen strengere Regeln für den deutschen Pass. Man soll ihn frühestens nach 7 Jahren bekommen. Dafür braucht man gutes Deutsch. Zwei Pässe soll es nur selten geben. Die Regeln sollen im Grund-Gesetz stehen.

Asylzentren außerhalb der EU und EU-Rückführungsabkommen

Die Freien Wähler wollen Asylanträge in Zentren jenseits der EU-Außengrenzen prüfen lassen, in denen die Antragsteller während des Verfahrens bleiben. Außerdem soll die EU gemeinsam Rückübernahmeabkommen mit Herkunftsländern schließen. Das Programm nennt schnelle Verfahren und die Rückführung abgelehnter Asylbewerber unerlässlich.

Die Freien Wähler wollen Asyl-Anträge außerhalb der EU prüfen. Dafür soll es dort Zentren geben. Die Menschen warten dort auf die Entscheidung. Die EU soll die Zentren bezahlen. Die EU soll auch Verträge mit Herkunfts-Ländern schließen. Dann können abgelehnte Menschen leichter zurückkehren.

Asylanträge nur im ersten sicheren Drittland zulassen

Die Freien Wähler wollen, dass Asyl nur im ersten sicheren Drittland beantragt werden kann und damit in der Regel nicht in Deutschland. Wer illegal oder mit Schleppern einreist, soll kein dauerhaftes Bleiberecht bekommen können. Für angeworbene Zuwanderer sollen legale Einreisewege entstehen, um Schleppern das Geschäft zu nehmen.

Die Freien Wähler wollen Schlepper bekämpfen. Schlepper bringen Menschen gegen Geld illegal über Grenzen. Wer illegal einreist, soll nicht dauerhaft bleiben dürfen. Asyl soll man nur im ersten sicheren Land beantragen. Das ist meistens nicht Deutschland. Für angeworbene Menschen soll es legale Wege geben.

Freie Wähler: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1,1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich offen, 11 eher offen, 2 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräfteeinwanderung digital und einfacher machen

Die Grünen wollen die Einwanderung von Arbeitskräften beschleunigen und vereinfachen. Arbeitsvisa sollen online bei einer einzigen Stelle beantragt werden können, und ausländische Berufsabschlüsse sollen leichter anerkannt werden. Auch Geflüchtete sollen einfacher arbeiten dürfen.

Die Grünen wollen, dass mehr Fachkräfte aus dem Ausland kommen. Sie sollen ihr Visum im Internet beantragen können. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter anerkannt werden. Auch Geflüchtete sollen leichter arbeiten können.

Bundespartizipationsgesetz und Vielfalt in Behörden

Die Grünen wollen mit einem Bundespartizipationsgesetz und einem Partizipationsrat die Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte verbessern. Behörden sollen sich personell und strukturell interkulturell öffnen, damit staatliche Institutionen die Vielfalt der Gesellschaft abbilden.

In Deutschland leben viele Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern. Die Grünen wollen, dass sie mehr mitbestimmen. Dafür soll es ein neues Gesetz und einen Rat geben. In Behörden sollen mehr verschiedene Menschen arbeiten. Bei Einstellungen soll niemand benachteiligt werden.

Bleiberecht für Opfer von Gewalt und Menschenhandel

Die Grünen wollen Opfern von Menschenhandel ein gesichertes Bleiberecht geben, auch wenn sie im Strafverfahren nicht aussagen. Frauen, die Gewalt erleben und deren Aufenthalt am Partner hängt, sollen einen eigenen Aufenthaltstitel bekommen können.

Manche Menschen werden verschleppt und ausgebeutet. Das nennt man Menschenhandel. Die Opfer sollen sicher in Deutschland bleiben dürfen. Sie müssen dafür nicht vor Gericht aussagen. Manche Frauen dürfen nur wegen ihres Ehemanns bleiben. Bei Gewalt sollen sie ein eigenes Bleibe-Recht bekommen.

Einbürgerung gleichberechtigt zugänglich machen

Die Grünen wollen das reformierte Staatsangehörigkeitsrecht bewahren und den Zugang zur Einbürgerung für weitere Gruppen erleichtern. Einen Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit lehnt die Partei mit Verweis auf das Grundgesetz ab.

Die Grünen wollen das neue Recht zur Einbürgerung behalten. Auch Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung sollen leichter Deutsche werden können. Niemand soll den deutschen Pass wieder verlieren. Menschen mit zwei Pässen sollen gleiche Rechte haben.

Spurwechsel ermöglichen, Bleibeperspektiven schaffen

Die Grünen wollen Flucht und Arbeitsmigration grundsätzlich getrennt behandeln, zugleich aber den Wechsel vom Asyl- in den Arbeitsaufenthalt ausgestalten. Das Chancenaufenthaltsrecht gilt der Partei als Vorbild für weitere Reformen. Ein Expertengremium soll die Migrationspolitik beraten.

Manche Menschen kommen als Geflüchtete. Andere kommen zum Arbeiten. Die Grünen wollen einen Wechsel zwischen beiden Wegen erlauben. Das heißt Spurwechsel. Gut integrierte Menschen sollen bleiben können. Fachleute sollen die Politik beraten.

Kommunen mit Integrationsoffensive unterstützen

Die Grünen wollen Städte und Landkreise bei der Aufnahme von Geflüchteten mit mehr und verlässlicherem Geld unterstützen. Dazu gehören Sprach- und Integrationskurse gleich nach der Ankunft, mehr Beratung und eine bevorzugt dezentrale Unterbringung.

Viele Städte und Gemeinden haben Mühe, Geflüchtete gut aufzunehmen. Die Grünen wollen ihnen mehr Geld geben. Geflüchtete sollen sofort Deutsch-Kurse besuchen können. Es soll auch mehr Beratung geben.

Bezahlkarte ohne enge Bargeldgrenze gestalten

Die Grünen wollen, dass Instrumente wie die Bezahlkarte für Asylsuchende Verwaltungsaufwand senken und Integration nicht behindern. Leistungen dürfen nicht unter das von der Verfassung geschützte Existenzminimum fallen, und alle Menschen sollen einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.

Geflüchtete bekommen ihr Geld oft auf einer Bezahl-Karte. Die Grünen wollen, dass diese Karte das Leben nicht schwerer macht. Niemand soll weniger bekommen als das Nötigste zum Leben. Alle sollen leicht zum Arzt gehen können.

Arbeitsverbote für Geflüchtete abschaffen

Die Grünen wollen bestehende Arbeitsverbote für Geflüchtete streichen und die Verfahren schneller machen. Arbeitsgenehmigungen sollen nach kurzer Frist automatisch als erteilt gelten, wenn die Ausländerbehörde nicht widerspricht. Das Programm sieht Sprache und Arbeit als wichtigsten Antrieb für Integration.

Manche Geflüchtete dürfen heute nicht arbeiten. Die Grünen wollen diese Verbote abschaffen. Wenn das Amt nicht schnell Nein sagt, gilt die Erlaubnis. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter anerkannt werden.

Grundrecht auf Asyl verteidigen

Die Grünen wollen das individuelle Asylrecht und die völkerrechtlichen Schutzpflichten Deutschlands erhalten. Sie lehnen Verschärfungen ab, die aus ihrer Sicht nur Schutzsuchende belasten und Integration erschweren, und setzen auf schnelle und faire Verfahren.

In Deutschland gibt es ein Recht auf Asyl. Die Grünen wollen dieses Recht behalten. Sie sind gegen strengere Asyl-Regeln. Die Verfahren sollen schnell und fair sein.

Einschränkungen beim Familiennachzug aufheben

Die Grünen wollen den Nachzug von Familienangehörigen weiter erlauben und bestehende Beschränkungen streichen. Das Programm begründet das damit, dass Eltern und Kinder einander brauchen, auch für die Integration.

Geflüchtete sollen ihre Familie nach Deutschland holen können. Die Grünen wollen die Grenzen dafür abschaffen. Die Verfahren sollen schneller gehen. Angehörige sollen vor der Einreise keinen Deutsch-Test mehr brauchen.

Ausreise durchsetzen, nicht in Krisengebiete abschieben

Wer nach Prüfung und allen Rechtsmitteln kein Aufenthaltsrecht hat, soll nach dem Programm zügig ausreisen, wobei freiwillige Rückkehr vorgeht. Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete schließen die Grünen aus, ausreisepflichtige schwere Straftäter sollen vorrangig zurückgeführt werden.

Nicht alle Menschen können in Deutschland bleiben. Wer kein Recht zu bleiben hat, soll schnell ausreisen. Am besten freiwillig. Niemand soll in ein Land mit Krieg abgeschoben werden. Schwere Straftäter sollen zuerst zurück.

Europäische Asylpolitik mit verbindlicher Verteilung

Die Grünen wollen eine gemeinsame europäische Migrationspolitik, bei der Schutzsuchende verbindlich auf die Staaten verteilt werden. Die EU-Asylreform GEAS soll in Deutschland grund- und menschenrechtskonform umgesetzt werden, ohne zusätzliche Einschränkungen des Asylrechts.

Die Länder in Europa sollen Geflüchtete gerecht unter sich aufteilen. Das soll für alle Pflicht sein. Die neuen Asyl-Regeln der EU sollen die Menschenrechte achten. An den Außen-Grenzen soll niemand unrechtmäßig zurückgedrängt werden.

Keine Asylverfahren in Drittstaaten

Die Grünen lehnen es ab, Asylverfahren in Länder außerhalb der EU zu verlagern. Anträge von Menschen, die in der EU ankommen, sollen dort inhaltlich geprüft werden. Solche Vorhaben kosten nach Ansicht der Partei viel Geld und scheitern vor Gerichten.

Manche wollen Asyl-Anträge in Ländern außerhalb Europas prüfen lassen. Die Grünen sind dagegen. Wer in der EU ankommt, soll hier ein Verfahren bekommen. Jeder Fall soll einzeln geprüft werden.

Weitere Migrationsabkommen mit Partnerländern schließen

Die Grünen wollen mit Herkunfts- und Transitstaaten weitere Abkommen schließen, die legale Wege für Ausbildung, Studium und Arbeit eröffnen. Im Gegenzug sollen die Partnerländer eigene Staatsangehörige ohne Aufenthaltsrecht zurücknehmen. Nach dem Programm verringert mehr geregelte Zuwanderung die ungeregelte.

Deutschland soll Verträge mit anderen Ländern machen. Menschen von dort können dann legal zum Arbeiten oder Lernen kommen. Dafür nehmen diese Länder Menschen zurück, die nicht bleiben dürfen. So soll es weniger gefährliche Flucht geben.

Staatliche Seenotrettung und sichere Aufnahmewege

Die Grünen fordern eine europäische, staatlich koordinierte Seenotrettung im Mittelmeer und wollen bis dahin zivile Rettungsorganisationen weiter fördern. Für besonders gefährdete Menschen sollen humanitäre Aufnahmeprogramme sichere Wege nach Deutschland öffnen.

Im Mittelmeer ertrinken viele Geflüchtete. Die Grünen wollen, dass die Staaten in Europa die Rettung gemeinsam organisieren. Bis dahin sollen private Retter Geld bekommen. Besonders bedrohte Menschen sollen sicher einreisen können.

Abschiebestopp für Iran und Jesid*innen beschließen

Die Grünen fordern die Innenministerinnen und Innenminister der Länder auf, bundesweit keine Abschiebungen in den Iran und keine Abschiebungen von Jesidinnen und Jesiden mehr vorzunehmen. Das Programm begründet das mit der Lage der Frauenrechte im Iran und mit dem Leid, das Jesidinnen und Jesiden durch den IS erfahren haben.

Die Grünen wollen: Deutschland schiebt niemanden mehr in den Iran ab. Auch Jesiden sollen nicht abgeschoben werden. Jesiden sind eine religiöse Gruppe. Die Terror-Gruppe IS hat sie verfolgt. Die Bundesländer sollen das gemeinsam beschließen.

Grüne: alle 16 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich offen (-2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 6 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Arbeitserlaubnis und Geldleistungen für Geflüchtete

Die Linke will, dass Geflüchtete vom ersten Tag an ohne Einschränkung arbeiten dürfen. Sie sollen in Wohnungen statt in Sammelunterkünften leben und Geld statt Sachleistungen oder Bezahlkarten bekommen. Kommunen sollen für die Aufnahme mehr Geld vom Bund erhalten.

Geflüchtete sollen sofort arbeiten dürfen. Sie sollen in normalen Wohnungen leben. Sie sollen Geld bekommen und keine Bezahl-Karte. Der Bund soll den Städten und Gemeinden die Kosten bezahlen.

Frontex durch zivile Seenotrettung ersetzen

Die Linke will die EU-Grenzschutzagentur Frontex auflösen und an ihre Stelle ein ziviles europäisches Programm zur Seenotrettung setzen. Zurückweisungen ohne Verfahren (Pushbacks) sollen aufhören. Die Partei begründet das mit den Tausenden Toten an Europas Grenzen jedes Jahr.

Frontex ist die Grenz-Behörde der EU. Die Linke will Frontex abschaffen. Stattdessen soll die EU Menschen auf dem Meer retten. Niemand soll an der Grenze einfach zurückgeschickt werden.

Asylrechtsverschärfungen und GEAS ablehnen

Die Linke lehnt alle bisherigen Verschärfungen des Asylrechts und das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) ab. Jeder Schutzsuchende soll auch an den EU-Außengrenzen ein individuelles Verfahren mit Rechtsschutz bekommen. Schnellverfahren und Haft für Schutzsuchende soll es nicht geben.

Die Linke ist gegen strengere Asyl-Regeln. Sie lehnt auch das neue Asyl-System der EU ab. Jeder Mensch soll ein eigenes Asyl-Verfahren bekommen. Niemand soll deshalb eingesperrt werden.

Legale Fluchtwege und offenes Einwanderungsrecht schaffen

Die Linke will sichere und legale Wege in die EU schaffen und dafür die Visumspflicht für Schutzsuchende aufheben. Auch Klimafolgen, Umweltschäden und Armut sollen als Gründe für Flucht anerkannt werden. Das Einwanderungsrecht soll sich nicht mehr nach Herkunft oder wirtschaftlichem Nutzen richten.

Menschen auf der Flucht sollen sicher und legal in die EU kommen können. Sie sollen dafür kein Visum brauchen. Auch Armut und Klima-Schäden sollen als Flucht-Gründe gelten. Wer Geflüchtete aufnimmt, soll Geld von der EU bekommen.

Wahlrecht, Einbürgerung und Bleiberecht ausweiten

Die Linke will allen, die langfristig in Deutschland leben, das Wahlrecht auf allen Ebenen geben. Wer fünf Jahre im Land lebt, soll einen Anspruch auf Einbürgerung haben, unabhängig vom Einkommen. Menschen ohne gesicherten Aufenthalt sollen bleiben können.

Wer lange in Deutschland lebt, soll wählen dürfen. Nach fünf Jahren soll jeder Deutscher werden können. Das soll nicht vom Geld abhängen. Kinder, die hier geboren werden, sollen sofort Deutsche sein.

Abschiebungen ablehnen

Die Linke lehnt Abschiebungen ab, vor allem in Länder mit Krieg, Verfolgung und Elend. Auch als zusätzliche Strafe für Straftäter soll es sie nicht geben.

Die Linke ist gegen Abschiebungen. Niemand soll in ein Land mit Krieg oder Not zurück müssen. Auch Straftäter sollen nicht abgeschoben werden. Sie sollen ihre Strafe in Deutschland bekommen.

Linke: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

ÖDP

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Spurwechsel vom Asyl in Arbeitsmigration erleichtern

Die ÖDP will den Wechsel vom Asylverfahren in die Arbeitsmigration erleichtern. Entscheidend soll die einzelne Person sein und nicht das Herkunftsland oder der ursprüngliche Grund der Einreise. Wer sich schnell integriert und seinen Lebensunterhalt selbst verdient, soll eine verbindliche Zusage für den Familiennachzug erhalten.

Die ÖDP will: Asyl-Bewerber sollen leichter als Arbeitskräfte bleiben können. Wichtig ist der einzelne Mensch, nicht sein Herkunfts-Land. Wer sich gut einlebt und arbeitet, darf seine Familie holen. Zugewanderte sollen sofort Deutsch lernen und arbeiten können.

ÖDP: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

PdF

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 2 deutlich restriktiv

Einwanderung von Fachkräften erleichtern

Die PdF will qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ein einfacheres Verfahren soll gezielt Arbeitskräfte ansprechen, ohne auf Anwerbung in großer Zahl zu setzen.

Die PdF will Fachkräfte aus dem Ausland leichter ins Land lassen. Das Verfahren soll einfacher werden. Die Partei will aber keine Anwerbung in sehr großer Zahl. Die Herkunfts-Länder sollen ihre Fachkräfte nicht alle verlieren.

Geflüchtete schneller in Arbeit bringen

Die PdF will Geflüchteten binnen höchstens zehn Tagen eine Arbeitserlaubnis erteilen und sie vorrangig in Arbeit vermitteln. Sprachkurse und ausländische Berufsabschlüsse sollen besser dazu passen. Das soll nach dem Programm die Integration beschleunigen und die Sozialkassen entlasten.

Geflüchtete sollen schnell arbeiten dürfen. Die Erlaubnis soll höchstens 10 Tage dauern. Sprachkurse soll es außerhalb der Arbeitszeit geben. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten.

Asylverfahren in Drittstaaten durchführen

Die PdF will Migrationszentren in sicheren Drittstaaten einrichten, in denen Asylverfahren außerhalb Europas stattfinden. Das soll Verfahren geordnet machen und Schutzsuchenden gefährliche Schleuserrouten ersparen.

Die PdF will Zentren in sicheren Ländern außerhalb Europas. Dort sollen Menschen ihren Asyl-Antrag stellen. Asyl heißt: Schutz für verfolgte Menschen. So sollen sie keine gefährlichen Wege mit Schleusern nehmen müssen.

Europäisches Asylsystem und Außengrenzschutz ausbauen

Die PdF fordert ein solidarisches europäisches Asylsystem, das Asylbewerber auf alle EU-Staaten verteilt und Länder an den Außengrenzen über einen gemeinsamen Fonds unterstützt. Zugleich sollen die Außengrenzen wirksam überwacht und Schleuser europaweit verfolgt werden.

Alle EU-Länder sollen Asyl-Bewerber aufnehmen. Ein gemeinsamer Geld-Topf soll Ländern an der EU-Grenze helfen. Die EU soll ihre Außen-Grenzen besser überwachen. Die Länder sollen gemeinsam gegen Schleuser vorgehen.

Sozialleistungen an Integration und Wertebekenntnis knüpfen

Die PdF will Sozialleistungen für Schutzsuchende teilweise davon abhängig machen, wie weit die Integration fortgeschritten ist. Außerdem sollen Asylsuchende beim Antrag die Grundwerte des Grundgesetzes ausdrücklich anerkennen.

Geflüchtete sollen sich um Integration bemühen. Ein Teil der Sozial-Leistungen soll davon abhängen. Dazu zählen zum Beispiel Sprachkurse. Beim Asyl-Antrag sollen sie die Werte des Grundgesetzes anerkennen.

Aufenthaltsrecht bei Straftaten entziehen, Schutz befristen

Die PdF will, dass Geflüchtete ihr Aufenthaltsrecht verlieren, wenn sie in Deutschland straffällig werden. Zudem betont sie, dass Asyl grundsätzlich nur auf Zeit gilt und endet, wenn die Fluchtgründe wegfallen.

Wer als Flüchtling eine Straftat begeht, soll nicht bleiben dürfen. Asyl soll nur für eine bestimmte Zeit gelten. Der Schutz endet, wenn die Gründe für die Flucht wegfallen. Dann sollen die Menschen zurückkehren.

PdF: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 5 eher offen, 2 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Fachkräfteeinwanderung erleichtern, Geflüchtete früh in Arbeit bringen

Die SPD will das Fachkräfteeinwanderungsgesetz weiterentwickeln, ausländische Abschlüsse einfacher anerkennen und Verfahren digitalisieren. Geflüchtete sollen so früh wie möglich arbeiten dürfen. Einwanderung dürfe nicht zu Lohndumping führen.

Deutschland braucht Fachkräfte aus dem Ausland. Die SPD will die Regeln dafür einfacher machen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten. Geflüchtete sollen früh arbeiten dürfen. Es soll mehr Deutsch-Kurse geben.

Integrationskurse ausbauen und Partizipationsgesetz einführen

Die SPD will Integrationskurse ausbauen und verlässlich finanzieren. Ein neues Partizipationsgesetz soll mit verbindlichen Regeln für gleiche Teilhabe sorgen, etwa in Bildung, Arbeit und politischer Mitbestimmung.

Die SPD will mehr Integrations-Kurse anbieten. Dort lernen Zugewanderte Deutsch und das Leben in Deutschland kennen. Die Kurse sollen genug Geld bekommen. Ein neues Gesetz soll Hürden abbauen. Zugewanderte sollen überall gleich mitmachen können.

Fachkräfteeinwanderung vereinfachen und Spurwechsel ermöglichen

Die SPD will, dass qualifizierte Arbeitskräfte leichter und schneller einwandern können, weil die alternde Gesellschaft aus ihrer Sicht Zuwanderung braucht. Gut integrierte, straffreie Geflüchtete ohne Schutzstatus sollen in die Fachkräfteeinwanderung wechseln dürfen.

Deutschland braucht laut SPD Fachkräfte aus dem Ausland. Sie sollen leichter und schneller kommen können. Ihre Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden. Manche Geflüchtete bekommen keinen Schutz. Wenn sie arbeiten und keine Straftat begehen, sollen sie bleiben dürfen.

Asylverfahren und Ankunftsstrukturen beschleunigen

Die SPD will Asylverfahren deutlich schneller machen, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ebenso wie vor den Verwaltungsgerichten. Entscheidungen sollen binnen sechs Monaten fallen. Auch die Abläufe nach der Ankunft sollen zentraler, digitaler und einfacher werden.

Asyl-Verfahren sollen schneller gehen. Eine Entscheidung soll in sechs Monaten fallen. Dafür sollen Ämter digital arbeiten. Die Ausländer-Behörden sollen mehr Unterstützung bekommen. Menschen sollen vieles an einer Stelle erledigen können.

Asylrecht wahren, Zurückweisungen ablehnen, Familiennachzug erhalten

Die SPD hält am individuellen Recht auf Asyl fest und will das Gemeinsame Europäische Asylsystem mit humanitären Standards und einer solidarischen Verteilung umsetzen. Grenzschließungen und pauschale Zurückweisungen an den Binnengrenzen lehnt sie ab. Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten soll bestehen bleiben.

Die SPD will das Recht auf Asyl behalten. Alle EU-Länder sollen Geflüchtete aufnehmen. An deutschen Grenzen soll niemand pauschal abgewiesen werden. Grenz-Kontrollen in der EU sollen eine Ausnahme sein. Familien von Menschen mit eingeschränktem Schutz dürfen weiter nachkommen.

EU-Außengrenzen schützen und konsequent zurückführen

Die SPD will die EU-Außengrenzen stärker kontrollieren und Ausreisepflichtige konsequent zurückführen, bevorzugt durch freiwillige Ausreise. Zugleich sollen rechtsstaatliche und humane Standards gelten: Pushbacks und die Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten lehnt sie ab.

Die Grenzen der EU nach außen sollen besser kontrolliert werden. Wer nicht bleiben darf, soll ausreisen. Am besten freiwillig. Sonst schiebt der Staat schnell ab, vor allem Straftäter. Asyl-Verfahren sollen aber in der EU bleiben.

Seenotrettung, legale Fluchtwege und Migrationsabkommen sichern

Die SPD will Seenotrettung vor Strafverfolgung schützen und auch staatlich durch die EU organisieren. Sichere und legale Fluchtwege, Aufnahmeprogramme und Migrationsabkommen sollen gefährliche Überfahrten vermeiden. Mehr Entwicklungszusammenarbeit soll Fluchtursachen verringern.

Die SPD will, dass Menschen in Seenot gerettet werden. Retter sollen dafür nicht bestraft werden. Auch die EU soll retten. Es soll sichere Wege für Geflüchtete geben. Deutschland soll armen Regionen helfen, damit weniger Menschen fliehen müssen.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Tierschutzpartei

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Migrationdeutlich offen (-1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Geflüchtete aufnehmen und Seenotrettung staatlich organisieren

Die Tierschutzpartei will, dass Deutschland mehr Geflüchtete aufnimmt als bisher vorgeschrieben und sichere Fluchtwege schafft. Weitere Fluchtgründe wie Klimafolgen und Gewalt an Frauen sollen als Asylgründe gelten. Frontex soll durch eine Agentur für Seenotrettung ersetzt werden.

Deutschland soll mehr geflüchtete Menschen aufnehmen. Es soll sichere Wege für die Flucht geben. Auch Klima-Folgen und Gewalt an Frauen sollen als Grund für Asyl zählen. Der Staat soll Menschen im Mittelmeer retten. Die Grenz-Agentur Frontex soll es nicht mehr geben.

Abschiebungen, sichere Herkunftsländer und Bezahlkarte ablehnen

Die Tierschutzpartei lehnt Abschiebungen ab und will die Einstufung von Staaten als sichere Herkunftsländer abschaffen. Auch die Bezahlkarte für Geflüchtete lehnt sie ab. Straftäter sollen in Deutschland zur Verantwortung gezogen werden.

Die Partei ist gegen Abschiebungen. Abschiebung heißt: Der Staat schickt Menschen zurück in ihr Land. Auch wer Straftaten begeht, soll hier bestraft werden. Die Liste sicherer Herkunfts-Länder soll wegfallen. Geflüchtete sollen Bargeld und ein eigenes Konto haben.

Integration fördern und Fachkräfte anwerben

Die Tierschutzpartei hält mehr Zuwanderung für nötig, um Renten und Arbeitsmarkt zu sichern. Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden, und Geflüchtete sollen arbeiten dürfen. Sie sollen dezentral statt in Sammelunterkünften wohnen.

Die Partei sagt: Deutschland braucht mehr Zuwanderung. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Geflüchtete sollen arbeiten dürfen. Sie sollen in normalen Wohnungen leben und nicht in großen Heimen. Es soll passende Deutsch-Kurse geben.

Tierschutzpartei: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Volt

Programm zur Bundestagswahl 2025

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich offen (-1,9), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 6 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Arbeitsmigration erleichtern, Arbeitserlaubnis ab erstem Tag

Volt will die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften vereinfachen und digitalisieren. Zugewanderte sollen sofort arbeiten dürfen, egal welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Das Programm begründet dies mit dem Fachkräftemangel, der die Wirtschaft jährlich über 90 Milliarden Euro koste.

Volt will, dass Menschen aus dem Ausland leichter in Deutschland arbeiten können. Sie sollen vom ersten Tag an arbeiten dürfen. Alle Anträge sollen im Internet auf einer Seite möglich sein. Über ein Visum soll das Amt in höchstens drei Monaten entscheiden.

Europäisches Asylsystem neu ordnen

Volt will die Dublin-III-Verordnung abschaffen und Asylsuchende nach festen Kriterien auf die EU-Staaten verteilen. Außerdem sollen eine staatliche europäische Seenotrettung entstehen und die Verschärfungen im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem zurückgenommen werden.

Volt will das Asyl-System in Europa ändern. Heute ist oft das Land zuständig, in dem ein Mensch zuerst ankommt. Volt will die Menschen gerechter auf alle Länder verteilen. Europa soll Menschen in Seenot gemeinsam retten. Asyl-Verfahren in Lagern an den Grenzen soll es nicht geben.

Asylverfahren beschleunigen und Resettlement nutzen

Volt will Asylverfahren in Deutschland durch kostenlose Beratung und spezialisierte Gerichtskammern schneller und fairer machen. Besonders gefährdete Geflüchtete sollen über Resettlement direkt und sicher einreisen können, und Menschen, die wegen ihres Geschlechts verfolgt werden, sollen mehr Schutz erhalten.

Volt will Asyl-Verfahren in Deutschland schneller machen. Alle Asyl-Suchenden sollen kostenlose Beratung bekommen. Besondere Abteilungen an Gerichten sollen die Fälle bearbeiten. Besonders gefährdete Menschen sollen sicher nach Deutschland kommen können. Das nennt man Resettlement.

Aufenthaltstitel für Klimageflüchtete einführen

Volt will einen neuen Aufenthaltstitel für Menschen schaffen, die wegen der Folgen des Klimawandels fliehen, und Klima- und Umweltgründe im Asylsystem anerkennen. Nach Darstellung des Programms bekommen die Betroffenen so eine Perspektive, und Deutschland gewinnt Fachkräfte.

Manche Menschen müssen wegen des Klima-Wandels ihre Heimat verlassen. Volt will ihnen eine neue Aufenthalts-Erlaubnis geben. Sie heißt Klima-Card oder Klima-Arbeitsvisum. Junge Menschen aus betroffenen Ländern sollen in Deutschland eine Ausbildung machen können. Volt sagt: Deutschland bekommt so auch Fachkräfte.

Integration durch Behörden, Arbeit und Sprache erleichtern

Volt will Asylsuchenden vom ersten Tag an erlauben zu arbeiten und Ausländerbehörden mit einem einladenden Leitbild neu ausrichten. Kostenlose Deutschkurse soll es für alle geben, unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Volt will, dass Asyl-Suchende sofort arbeiten dürfen. Die Ausländer-Behörden sollen freundlicher werden und einen neuen Namen bekommen. Deutsch-Kurse sollen für alle kostenlos sein. Das gilt auch für Menschen ohne sicheren Aufenthalt. Kinder sollen schon in der Kita Sprach-Förderung bekommen.

Chancenjahr für abgelehnte Asylsuchende einführen

Volt will Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, ein sogenanntes Chancenjahr anbieten. Wer in dieser Zeit arbeitet oder sich gesellschaftlich einbringt, soll einen Aufenthaltstitel erwerben können.

Manche Asyl-Anträge werden abgelehnt. Volt will diesen Menschen ein Chancen-Jahr geben. In diesem Jahr dürfen sie arbeiten. Danach können sie eine Aufenthalts-Erlaubnis bekommen. Wer keine Arbeit findet, hilft bei sozialen Aufgaben.

Abschiebungen nur als letztes Mittel

Volt will Abschiebungen nur als letztes Mittel einsetzen und gut integrierte Menschen davon ausnehmen. Das Programm begründet dies damit, dass Abschiebungen schwer in das Leben der Betroffenen eingreifen.

Volt will weniger Abschiebungen. Wer arbeitet, lernt oder studiert, soll bleiben dürfen. Das gilt nur für Menschen ohne Straftaten. Alleinstehende Frauen und Kinder sollen nicht in Länder außerhalb der EU müssen. Volt will die freiwillige Rückkehr fördern, aber ohne Druck.

Volt: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl