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parteiprogramm

FDP zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 2 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Einwanderung in den Arbeitsmarkt erleichtern

Die FDP will mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnen und die Verfahren vereinfachen. Alle Regeln zu Einwanderung und Asyl sollen in einem Gesetzbuch stehen, und Arbeitsmigranten sollen nur noch eine Behörde als Ansprechpartner haben. Die Blue Card soll auch Fachkräften ohne Studium offenstehen.

Die FDP will mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland. Sie sollen nur noch mit einer Behörde zu tun haben. Alle Regeln sollen in einem Gesetz-Buch stehen. Die Blue Card soll für mehr Fachkräfte gelten. Die Blue Card ist eine Arbeits-Erlaubnis der EU.

Für die zentrale Anlaufstelle soll das gesamte Visaverfahren überprüft werden. Bei der Blue Card sollen die Mindestgehälter entfallen. Die Westbalkanregelung, die Menschen aus diesen Staaten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert, soll ausgeweitet werden. Absolventen der 200 weltweit besten Hochschulen sollen ein einjähriges Visum zur Jobsuche erhalten, wie in den Niederlanden. Gut integrierte Schutzsuchende sollen in die Arbeitsmigration wechseln können, wenn sie sich und ihre Familie ohne staatliche Hilfe versorgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Die Europäische Blue Card wollen wir für weitere nicht-akademische Fachkräfte öffnen und die unpraktikablen Verdienstuntergrenzen abschaffen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Arbeitsmigration soll durch geöffnete Blue Card, neue Visa und einen Spurwechsel leichter werden, was Zuwanderung innerhalb des bestehenden Systems ausweitet.

Sozialleistungen für Geflüchtete senken und umbauen

Die FDP will anerkannte Flüchtlinge, auch aus der Ukraine, aus dem Bürgergeld herausnehmen und einem eigenen Status zuordnen. Dieser soll mehr Hilfe bei der Jobsuche mit niedrigeren Leistungen verbinden. Ausreisepflichtige sollen in der Regel keine Unterstützung mehr bekommen.

Die FDP will Flüchtlingen kein Bürgergeld mehr zahlen. Sie sollen eine eigene Leistung bekommen. Diese soll niedriger sein. Dafür gibt es mehr Hilfe bei der Arbeits-Suche. Wer ausreisen muss, soll meist kein Geld mehr bekommen.

Schutzsuchende mit Bleiberecht sollen möglichst rasch arbeiten dürfen. Die Kürzung soll so weit gehen, wie es rechtlich zulässig ist; die Leistungshöhe soll aus Sicht der FDP keinen falschen Anreiz setzen. Auch die Sätze für Asylbewerber sollen überprüft und langfristig in Europa angeglichen werden. Statt Geld soll es mehr Sachleistungen geben, und die Bezahlkarte soll überall gelten. Wer die Klärung seiner Identität aktiv behindert, soll ebenfalls Leistungen verlieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir Freie Demokraten wollen für alle anerkannten Flüchtlinge – dazu gehören auch die ukrainischen Geflüchteten – einen neuen sozialrechtlichen Status statt des Bezugs von Bürgergeld schaffen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Niedrigere Sozialleistungen und stärkere Arbeitsanreize verringern staatliche Transfers.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Anerkannte Flüchtlinge würden aus dem Bürgergeld in einen neuen Status mit geringeren Leistungen überführt, und Ausreisepflichtige verlören die Unterstützung.

Irreguläre Migration begrenzen, Abschiebungen zentralisieren

Die FDP will, dass Menschen ohne Bleiberecht Deutschland rasch verlassen, und die Zuständigkeit für Abschiebungen beim Bund bündeln. Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten soll ausgesetzt werden. Zurückweisungen an den Grenzen sollen modellhaft erprobt werden.

Die FDP will Zuwanderung ohne Erlaubnis begrenzen. Der Bund soll für Abschiebungen zuständig sein. Manche Geflüchtete sollen ihre Familie vorerst nicht nachholen dürfen. An der Grenze will die FDP Zurückweisungen testen. Asyl-Verfahren sollen schneller werden.

Rückführungen scheitern laut Programm zu oft am Vollzug in den Ländern. Asyl- und Gerichtsverfahren sollen schneller werden und auch in Drittstaaten stattfinden können, wenn dort Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit garantiert sind. Mehr Länder sollen als sichere Herkunftsstaaten eingestuft und Aufnahmeprogramme pausiert werden. Auf EU-Ebene soll Frontex beim Grenzschutz und gegen Schleuser gestärkt werden; Abkommen sollen Herkunftsländer zur Rücknahme bewegen. Deutschland soll daneben eigene Migrationspartnerschaften schließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wollen wir aussetzen und Aufnahmeprogramme pausieren.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Eine stärkere Rolle von Frontex und Migrationsabkommen der EU setzen auf mehr gemeinsames europäisches Handeln.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Der Familiennachzug würde ausgesetzt, Aufnahmeprogramme pausiert, Zurückweisungen erprobt und Asylverfahren in Drittstaaten verlagert, was den heutigen Stand deutlich einschränkt.

Integrationskurse reformieren, Einbürgerung an Bedingungen knüpfen

Die FDP will Sprachkurse und Integrationskurse voneinander trennen und die bestehenden Kurse auf ihre Wirkung prüfen. Die Einbürgerung soll erst nach gelungener Integration möglich sein und an eigenes Einkommen sowie die Anerkennung der Werte des Grundgesetzes gebunden bleiben.

Die FDP will Sprach-Kurse und Integrations-Kurse trennen. Die Kurse sollen vor allem auf die Arbeit vorbereiten. Den deutschen Pass soll nur bekommen, wer gut integriert ist. Dazu muss man selbst sein Geld verdienen.

Das Programm hält die heutige Verbindung beider Kursarten für teuer und wenig wirksam. Sprachkurse sollen in Modulen und nach Leistungsniveau gestaffelt ablaufen und vor allem auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Beide Kursarten sollen sich neben dem Beruf besuchen lassen. Bei der Einbürgerung verweist die FDP darauf, dass sie die Voraussetzung eines selbst verdienten Lebensunterhalts durchgesetzt hat. Antisemitische, rassistische oder fremdenfeindliche Taten und Motive, Vorstrafen und die Ablehnung der Grundgesetzwerte sollen eine Einbürgerung ausschließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Insbesondere müssen wir Sprach- und Integrationskurse voneinander trennen, denn der derzeitige Ansatz hat sich als ineffektiv und kostspielig erwiesen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Die Kurse sollen wirksamer werden, während die bereits geltenden strengen Einbürgerungsbedingungen bestätigt werden, was den heutigen Stand im Kern bewahrt.

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