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PdF zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 2 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Einwanderung von Fachkräften erleichtern

Die PdF will qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ein einfacheres Verfahren soll gezielt Arbeitskräfte ansprechen, ohne auf Anwerbung in großer Zahl zu setzen.

Die PdF will Fachkräfte aus dem Ausland leichter ins Land lassen. Das Verfahren soll einfacher werden. Die Partei will aber keine Anwerbung in sehr großer Zahl. Die Herkunfts-Länder sollen ihre Fachkräfte nicht alle verlieren.

Das Programm sieht ein vereinfachtes Einwanderungsverfahren für qualifizierte Arbeitskräfte vor. Auf massenhafte Anwerbung soll verzichtet werden, damit die Herkunftsländer nicht ihre Fachkräfte verlieren. Die Partei sieht darin einen Schutz vor dem, was sie moderne Formen des Kolonialismus nennt. Die Maßnahme ist Teil einer Strategie gegen den Fachkräftemangel, zu der auch Ausbildungsförderung, Weiterbildung und attraktive Arbeitsbedingungen gehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt muss für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland erleichtert werden.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die Zuwanderung von Fachkräften soll durch ein einfacheres Verfahren erleichtert werden, was den heutigen Stand schrittweise öffnet.

Geflüchtete schneller in Arbeit bringen

Die PdF will Geflüchteten binnen höchstens zehn Tagen eine Arbeitserlaubnis erteilen und sie vorrangig in Arbeit vermitteln. Sprachkurse und ausländische Berufsabschlüsse sollen besser dazu passen. Das soll nach dem Programm die Integration beschleunigen und die Sozialkassen entlasten.

Geflüchtete sollen schnell arbeiten dürfen. Die Erlaubnis soll höchstens 10 Tage dauern. Sprachkurse soll es außerhalb der Arbeitszeit geben. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten.

Nach Angaben des Programms dauert eine Arbeitserlaubnis für Geflüchtete derzeit bis zu 22 Monate. Ein einheitliches, digitales Verfahren soll das nach finnischem Vorbild auf zehn Tage verkürzen. Sprachkurse außerhalb der Arbeitszeit sollen Beschäftigung und Spracherwerb zugleich ermöglichen. Abschlüsse aus Drittstaaten sollen einfacher anerkannt und Berufserfahrung auf Ausbildungen angerechnet werden. Ein späterer Widerruf des Aufenthaltsstatus soll trotz aufgenommener Arbeit möglich bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Dieser Prozess soll sicherstellen, dass eine Arbeitserlaubnis innerhalb von maximal 10 Tagen erteilt wird“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Schnellere Arbeitserlaubnisse und leichtere Anerkennung von Abschlüssen erleichtern Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt gegenüber heute.

Asylverfahren in Drittstaaten durchführen

Die PdF will Migrationszentren in sicheren Drittstaaten einrichten, in denen Asylverfahren außerhalb Europas stattfinden. Das soll Verfahren geordnet machen und Schutzsuchenden gefährliche Schleuserrouten ersparen.

Die PdF will Zentren in sicheren Ländern außerhalb Europas. Dort sollen Menschen ihren Asyl-Antrag stellen. Asyl heißt: Schutz für verfolgte Menschen. So sollen sie keine gefährlichen Wege mit Schleusern nehmen müssen.

Die Zentren sollen in den Herkunftsregionen liegen. Dabei sollen nach dem Programm humane Standards gelten. Die PdF begründet das Vorhaben mit langsamen Asylverfahren sowie mit Schleusernetzwerken und illegalen Einwanderungsrouten.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Die Einrichtung von Migrationszentren in sicheren Drittstaaten ermöglicht es, Asylverfahren außerhalb Europas durchzuführen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Asylverfahren außerhalb Europas gibt es heute nicht; ihre Einführung würde das Asylsystem grundlegend in restriktive Richtung umbauen.

Europäisches Asylsystem und Außengrenzschutz ausbauen

Die PdF fordert ein solidarisches europäisches Asylsystem, das Asylbewerber auf alle EU-Staaten verteilt und Länder an den Außengrenzen über einen gemeinsamen Fonds unterstützt. Zugleich sollen die Außengrenzen wirksam überwacht und Schleuser europaweit verfolgt werden.

Alle EU-Länder sollen Asyl-Bewerber aufnehmen. Ein gemeinsamer Geld-Topf soll Ländern an der EU-Grenze helfen. Die EU soll ihre Außen-Grenzen besser überwachen. Die Länder sollen gemeinsam gegen Schleuser vorgehen.

Jeder Mitgliedstaat soll sich an der Verteilung beteiligen. Dazu gehört für die PdF auch, Rückführungen nach abgelehnten Asylanträgen zu verbessern. Der Schutz der Außengrenzen gilt im Programm als Voraussetzung für die Freizügigkeit im Schengen-Raum; geltende Gesetze gegen illegale Migration sollen voll angewendet und durch moderne Technik unterstützt werden. Gegen Schleusernetzwerke sind abgestimmte europäische Maßnahmen bei der Strafverfolgung vorgesehen. Menschenwürde und internationale Standards sollen dabei Vorrang behalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Dieses System soll eine gerechte Verteilung von Asylbewerbern auf alle EU-Mitgliedsstaaten sicherstellen und durch einen gemeinsamen EU-Asylfonds Staaten an den Außengrenzen finanziell unterstützen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Ein verbindlicher Verteilmechanismus und ein gemeinsamer EU-Asylfonds geben der EU mehr gemeinsame Politik und Finanzen als heute.

  • Migrationeher restriktiv

    Stärkere Grenzüberwachung und bessere Rückführungen verschieben den Stand schrittweise in restriktive Richtung, während die Verteilung selbst neutral bleibt.

Sozialleistungen an Integration und Wertebekenntnis knüpfen

Die PdF will Sozialleistungen für Schutzsuchende teilweise davon abhängig machen, wie weit die Integration fortgeschritten ist. Außerdem sollen Asylsuchende beim Antrag die Grundwerte des Grundgesetzes ausdrücklich anerkennen.

Geflüchtete sollen sich um Integration bemühen. Ein Teil der Sozial-Leistungen soll davon abhängen. Dazu zählen zum Beispiel Sprachkurse. Beim Asyl-Antrag sollen sie die Werte des Grundgesetzes anerkennen.

Als Maßstab nennt das Programm Besuch und Abschluss von Integrations- und Sprachkursen, einen Schulabschluss und die Mitwirkung an Angeboten der Jobcenter. Anerkannt werden sollen unter anderem gleiche Rechte für Frauen und Männer, die Freiheit der Religion, das Recht auf Bildung und dass Zwangsehen verboten sind. Kursträger und Behörden sollen sich enger abstimmen, um den Integrationswillen besser zu erfassen. Die PdF will damit die Eigenverantwortung fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Die Gewährung von Sozialleistungen soll teilweise an den Grad der Integration gekoppelt werden.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Leistungen teilweise an Integrationsschritte zu binden und ein Wertebekenntnis zu verlangen, verschärft die Bedingungen für Schutzsuchende schrittweise.

Aufenthaltsrecht bei Straftaten entziehen, Schutz befristen

Die PdF will, dass Geflüchtete ihr Aufenthaltsrecht verlieren, wenn sie in Deutschland straffällig werden. Zudem betont sie, dass Asyl grundsätzlich nur auf Zeit gilt und endet, wenn die Fluchtgründe wegfallen.

Wer als Flüchtling eine Straftat begeht, soll nicht bleiben dürfen. Asyl soll nur für eine bestimmte Zeit gelten. Der Schutz endet, wenn die Gründe für die Flucht wegfallen. Dann sollen die Menschen zurückkehren.

Der Verlust des Aufenthaltsrechts soll nach dem Programm deutlich machen, dass Schutzsuchende die Gesetze des Aufnahmelandes achten müssen. Beim Schutzstatus will die PdF an der bestehenden Rechtslage festhalten, nach der Asyl befristet ist. Der Schutz soll enden, wenn die Fluchtursachen nicht mehr bestehen und eine Rückkehr ins Herkunftsland möglich ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Ein Flüchtling, der in Deutschland strafrechtlich auffällig wird, wird sein Aufenthaltsrecht verlieren.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Heute führt nur schwere Kriminalität zum Verlust des Schutzes; ein Entzug bei jeder Straffälligkeit wäre eine grundlegende Verschärfung.

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