Arbeitsmigration erleichtern, Arbeitserlaubnis ab erstem Tag
Volt will die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften vereinfachen und digitalisieren. Zugewanderte sollen sofort arbeiten dürfen, egal welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Das Programm begründet dies mit dem Fachkräftemangel, der die Wirtschaft jährlich über 90 Milliarden Euro koste.
Volt will, dass Menschen aus dem Ausland leichter in Deutschland arbeiten können. Sie sollen vom ersten Tag an arbeiten dürfen. Alle Anträge sollen im Internet auf einer Seite möglich sein. Über ein Visum soll das Amt in höchstens drei Monaten entscheiden.
Eine digitale Plattform soll Arbeitgebende und mögliche Beschäftigte zusammenbringen. Über ein zentrales Online-Portal sollen Zuwandernde sämtliche Anträge stellen, Unterlagen hochladen und den Stand der Bearbeitung einsehen; Visaanträge sollen höchstens drei Monate dauern. Aufenthaltstitel sollen nicht mehr an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden sein. Ausländische Abschlüsse sollen nicht mehr einzeln geprüft, sondern anhand der Gleichwertigkeit des Berufsbildes im Herkunftsland anerkannt werden. Als Vorbild nennt das Programm die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde IRCC.
Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Zugewanderte Personen erhalten vom ersten Tag an eine Arbeitserlaubnis, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Markt
Der Arbeitsmarkt wird geöffnet und die Bindung an einzelne Arbeitgeber sowie Einzelprüfungen von Abschlüssen entfallen, was Regulierung abbaut.
- Migrationdeutlich offen
Eine Arbeitserlaubnis ab dem ersten Tag ohne Rücksicht auf den Aufenthaltsstatus hebt bestehende Arbeitsverbote und Wartefristen auf und öffnet die Zuwanderung grundlegend.