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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Migration und Integration?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Migrationeher offen (-0,6), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 6 eher offen, 1 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Ausländische Abschlüsse schneller anerkennen

Die CDU will, dass im Ausland erworbene Abschlüsse und Qualifikationen leichter und schneller anerkannt werden. Dafür will sie sich beim Bund einsetzen und die Verfahren im zuständigen Landesamt beschleunigen. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes soll im Land genutzt werden.

Viele Fachkräfte haben ihren Abschluss im Ausland gemacht. Die CDU will, dass diese Abschlüsse schneller gelten. Das Landesamt soll schneller arbeiten. Auch der Bund soll die Regeln verbessern.

Spurwechsel auf Bundesebene ermöglichen

Die CDU will sich beim Bund erneut für den sogenannten Spurwechsel einsetzen. Damit könnten Menschen einen Einwanderungsantrag nicht nur vom Ausland aus stellen, sondern auch, wenn sie sich bereits in Deutschland aufhalten.

Die CDU will eine neue Regel beim Bund erreichen. Sie heißt Spurwechsel. Menschen sollen dann auch in Deutschland einen Antrag auf Einwanderung stellen können. Bisher geht das meist nur vom Ausland aus.

Fachkräfte im Ausland anwerben, Welcome-Center schaffen

Die CDU will gezielt Fachkräfte im Ausland für Schleswig-Holstein gewinnen, mit einer Kampagne, Kooperationen und Anwerbeprojekten in mindestens drei Ländern. Ein Welcome-Center soll Arbeitgebern und Zuwandernden als zentrale Anlaufstelle dienen. Erklärtes Ziel ist mehr gezielte Fachkräftezuwanderung.

Die CDU will Fachkräfte aus anderen Ländern holen. Dafür soll es Werbung im Ausland geben. In mindestens drei Ländern soll es feste Projekte geben. Ein Welcome-Center soll Firmen und neuen Fachkräften helfen. Das ist eine zentrale Stelle für alle Fragen.

Schutzbedürftige aufnehmen, Fachkräfte anwerben

Die CDU bekennt sich dazu, Schutzbedürftige aufzunehmen, und will zugleich die gezielte Zuwanderung von Fachkräften fördern. Sie begründet das mit humanitärer Verantwortung und dem wachsenden Fachkräftemangel, verweist aber auf begrenzte Aufnahmekapazitäten.

Die CDU will Menschen in Not weiter helfen. Geflüchtete sollen Schutz bekommen. Das Land braucht außerdem Fachkräfte aus dem Ausland. Die CDU will ihre Zuwanderung fördern. Sie sagt aber auch: Das Land kann nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen.

Ausreisepflicht konsequent durchsetzen

Die CDU will den Aufenthalt von Menschen ohne Schutzanspruch beenden und die Ausreisepflicht durchsetzen, vor allem bei Straftätern. Wer ohne Ausweispapiere einreist, soll verbindliche Ersatzdokumente erhalten, deren Angaben nur bei eigenem Nachweis geändert werden.

Manche Menschen dürfen nicht in Deutschland bleiben. Die CDU will, dass sie das Land wirklich verlassen. Das gilt besonders für Straftäter. Wer ohne Ausweis kommt, soll ein Ersatz-Papier bekommen. Wer die Angaben darin ändern will, muss das selbst beweisen.

Sprach- und Integrationsangebote ausbauen

Die CDU will Sprach- und Integrationsangebote erweitern und praxisnäher gestalten und erwartet zugleich, dass Zugewanderte rasch Deutsch lernen. Sie beschreibt Integration als Fördern und Fordern.

Die CDU findet: Deutsch lernen ist das Wichtigste für Integration. Sie will mehr Sprach-Kurse anbieten. Die Kurse sollen besonders Frauen helfen. Es soll auch mehr Kurse im Internet geben. Die CDU erwartet aber, dass Zugewanderte schnell Deutsch lernen.

Arbeitsplatz stärker für Bleibeperspektive zählen lassen

Die CDU will sich beim Bund dafür einsetzen, dass ein Arbeitsplatz mehr Gewicht bei der Frage bekommt, ob jemand in Deutschland bleiben darf. Arbeit sieht sie neben der Sprache als zentrale Voraussetzung für Integration.

Die CDU findet Arbeit wichtig für Integration. Wer eine Arbeit hat, soll bessere Chancen haben zu bleiben. Dafür will sich die CDU beim Bund einsetzen. Der Bund macht die Regeln dafür.

Integration in den Kommunen stärken

Die CDU will Städte und Gemeinden bei ihren Integrationsangeboten stärker unterstützen, weil Integration aus ihrer Sicht vor Ort stattfindet. Hinzu kommen landesweite Einbürgerungsfeiern, mehrsprachige Informationskampagnen und eine rasche Verteilung von Asylberechtigten auf Wohnungen im ganzen Land.

Integration passiert in den Städten und Dörfern. Die CDU will die Gemeinden dabei mehr unterstützen. Wer Deutscher wird, soll eine Feier bekommen. Wichtige Infos soll es in mehreren Sprachen geben. Geflüchtete mit Schutz sollen schnell überall im Land wohnen können.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 4 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräftezuwanderung mit Punktesystem und Spurwechsel

Die FDP will ein neues Recht für die Zuwanderung von Fachkräften mit einem Punktesystem. Es soll auch einen Spurwechsel ermöglichen, also den Wechsel etwa von Geduldeten in einen Aufenthalt zum Arbeiten. Hintergrund ist der Mangel an Arbeits- und Fachkräften.

Im Land fehlen Fachkräfte. Die FDP will, dass Fachkräfte aus dem Ausland leichter kommen können. Dafür soll es ein System mit Punkten geben. Auch geduldete Menschen sollen bleiben können, wenn sie arbeiten.

Zuwanderungsrecht bündeln, Einbürgerung erleichtern

Die FDP unterstützt legale Zuwanderung nach klaren Kriterien und ein gebündeltes Zuwanderungsgesetzbuch auf Bundesebene. Sie will ausländische Abschlüsse schneller anerkennen, die doppelte Staatsangehörigkeit ermöglichen und gut Integrierte schneller einbürgern. Humanitärer Schutz und gesteuerte Zuwanderung sollen klar getrennt werden.

Die FDP sagt: Deutschland ist ein Land, in das Menschen einwandern. Dafür soll es ein gemeinsames Gesetz mit klaren Regeln geben. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten. Menschen sollen zwei Pässe haben können. Wer sich sehr gut einlebt, soll schneller Deutscher werden können.

Integrationsangebote für zugezogene EU-Bürger öffnen

Die FDP will Integrationsangebote auf Menschen ausweiten, die aus anderen EU-Staaten zuziehen. Sie begründet das damit, dass viele unvorbereitet und in prekäre Arbeitsverhältnisse kommen und Angebote, die Geld kosten, nicht nutzen.

Menschen aus anderen EU-Ländern dürfen in Deutschland leben und arbeiten. Viele kommen ohne Vorbereitung und haben schlechte Jobs. Die FDP will ihnen kostenlose Sprachkurse anbieten. Auch Beratung und Integrations-Kurse soll es für sie geben.

Schutz für Geflüchtete und Spurwechsel ermöglichen

Die FDP will, dass Menschen, die vor Krieg oder individueller Verfolgung fliehen, in Deutschland weiterhin Schutz erhalten. Geflüchtete sollen früh Zugang zu Sprach- und Integrationskursen und zum Arbeitsmarkt bekommen. Wer sich besonders gut integriert und wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht, soll vom Flüchtlingsstatus in die reguläre Zuwanderung wechseln können.

Wer vor Krieg oder Verfolgung flieht, soll in Deutschland Schutz bekommen. Geflüchtete sollen schnell Deutsch lernen und arbeiten können. Wer gut integriert ist und selbst Geld verdient, soll bleiben dürfen. Das nennt man Spur-Wechsel. Die Gemeinden sollen dafür Geld vom Bund bekommen.

Ausreisepflicht konsequent durchsetzen

Die FDP fordert, Menschen konsequent zurückzuführen, die weder einen Schutzanspruch haben noch die Voraussetzungen des Zuwanderungsrechts erfüllen. Entscheidungen über das Bleiberecht sollen schnell umgesetzt werden. Vor einem Abschiebegewahrsam soll vorrangig eine elektronische Fußfessel geprüft werden.

Manche Menschen haben kein Recht auf Schutz in Deutschland. Sie erfüllen auch nicht die Regeln für Zuwanderung. Die FDP will, dass diese Menschen das Land verlassen. Statt Abschiebe-Haft soll zuerst eine Fußfessel geprüft werden. Wer Sozial-Leistungen missbraucht, soll bestraft werden.

FDP: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 8 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Ausländische Abschlüsse leichter anerkennen, Arbeitsmarktintegration fördern

Die Grünen wollen die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Berufsqualifikationen vereinfachen und ein Landesstipendium für Nachqualifizierung schaffen. Zugewanderte und Geflüchtete sollen in ihrem erlernten Beruf arbeiten können. Landesprogramme zur Arbeitsmarktintegration sollen fortgeführt werden.

Viele Menschen haben ihren Beruf im Ausland gelernt. Die Grünen wollen, dass sie hier leichter in diesem Beruf arbeiten können. Dafür soll es Beratung, Sprachkurse und Geld für Kurse geben. Auch Geflüchtete sollen Hilfe bei der Job-Suche bekommen.

Aufenthalt in Landesunterkünften verkürzen

Die Grünen wollen, dass Geflüchtete höchstens drei Monate in Landesunterkünften bleiben und rasch in eine eigene Wohnung ziehen können. Arbeitsverbote und Kettenduldungen lehnt die Partei ab. Schutzsuchende sollen von Anfang an Zugang zu Sprache, Bildung und medizinischer Versorgung haben.

Geflüchtete wohnen zuerst in Unterkünften vom Land. Die Grünen wollen: Sie bleiben dort höchstens drei Monate. Danach sollen sie schnell eine eigene Wohnung bekommen. Arbeits-Verbote lehnen die Grünen ab. Kinder sollen sofort in Kita und Schule gehen.

Sprachkurse und Schulabschlüsse für Zugewanderte ausbauen

Die Grünen wollen allen neu Ankommenden Sprachkurse anbieten und das Angebot erweitern. Jugendliche und erwachsene Geflüchtete sollen Unterstützung erhalten, um einen Schulabschluss zu erreichen, weil dieser nach Ansicht der Partei die Voraussetzung für einen qualifizierten Berufseinstieg ist.

Die Grünen wollen Sprach-Kurse für alle, die neu ankommen. Es soll mehr Kurse geben. Auch Erwachsene sollen einen Schul-Abschluss machen können. Mit dem Abschluss können sie eine Ausbildung beginnen.

Unabhängige Rechtsberatung und Beratungsnetzwerk aufbauen

Die Grünen wollen eine Rechtsberatung einführen, die nicht von Behörden abhängt, damit Schutzsuchende ihre Rechte im Verfahren kennen und nutzen können. Die bestehenden Beratungsstellen sollen zu einem landesweit abgestimmten Netzwerk ausgebaut werden.

Die Grünen wollen eine neue Rechts-Beratung für Geflüchtete. Diese Beratung gehört nicht zu einer Behörde. So erfahren die Menschen alles über ihre Rechte. Die Beratungs-Stellen im Land sollen besser zusammenarbeiten.

Familiennachzug beschleunigen, Härtefallkommission öffnen

Die Grünen wollen den Familiennachzug schneller machen, indem die zuständigen Behörden im Land vorab zustimmen. Im Bund will die Partei erreichen, dass für die Minderjährigkeit der Tag des Antrags zählt. Die Härtefallkommission soll ohne mehrjährige Wartezeit angerufen werden können.

Viele Geflüchtete warten lange auf ihre Familie. Die Grünen wollen diese Verfahren schneller machen. Die Behörden sollen früher zustimmen. Menschen in Not sollen sich schneller an die Härtefall-Kommission wenden können. Diese Kommission prüft besondere Einzelfälle.

Behörden zur Information über Bleiberechte verpflichten

Die Grünen wollen die Ausländer- und Zuwanderungsbehörden verpflichten, Betroffene von sich aus über Bleiberechte und Einbürgerung zu informieren und zu beraten. So soll sichergestellt werden, dass Menschen ihre Ansprüche tatsächlich wahrnehmen können.

Manche Menschen dürfen länger bleiben oder Deutsche werden. Oft wissen sie das nicht. Die Grünen wollen: Die Behörde schreibt diesen Menschen von selbst. Sie muss die Menschen auch beraten.

Humanitäre Aufnahme als dauerhafte Säule etablieren

Die Grünen wollen humanitäre Aufnahmeprogramme des Landes dauerhaft neben das Asylverfahren stellen. Aus Sicht der Partei entstehen nur so legale Einreisewege für besonders Schutzbedürftige. Kommunen sollen dafür Planungssicherheit und einen fairen finanziellen Ausgleich erhalten.

Das Land hat schon 500 Menschen in Not aufgenommen. Die Grünen wollen solche Programme dauerhaft machen. So können besonders bedrohte Menschen legal einreisen. Die Städte und Gemeinden sollen dafür Geld und Hilfe vom Land bekommen.

Abschiebestopp für Krisengebiete, Abschiebehaft abschaffen

Die Grünen lehnen Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete ab und wollen sich für einen allgemeinen Abschiebestopp dorthin einsetzen. Die Abschiebehaft soll abgeschafft werden, und das Konzept sicherer Herkunftsländer lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen niemanden in Länder mit Krieg zurückschicken. Beispiele sind Afghanistan und Syrien. Die Grünen sind auch gegen Abschiebe-Haft. Das ist Haft vor einer Abschiebung. Kinder und Jugendliche sollen im Land nie in diese Haft kommen.

Ausländerbehörden, Integrationsförderung und Ehrenamt stärken

Die Grünen wollen den Spielraum des Landes im Aufenthaltsrecht zugunsten der Betroffenen nutzen und die Ausländerbehörden gut ausstatten. Verwaltungen sollen Fortbildungen gegen Diskriminierung erhalten, Frauen gleichberechtigt angesprochen und Ehrenamtliche in der Geflüchtetenhilfe verlässlich unterstützt werden.

Das Land kann beim Aufenthalts-Recht einiges selbst entscheiden. Die Grünen wollen dabei den Betroffenen helfen. Die Behörden sollen gut ausgestattet sein. Beschäftigte sollen Schulungen gegen Benachteiligung bekommen. Freiwillige Helfer sollen feste Unterstützung erhalten.

Grüne: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 4 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Geflüchtete Frauen gezielt unterstützen

Die SPD will besondere Hilfen für geflüchtete Frauen ausbauen, vor allem für jene, die Gewalt erlebt haben. Dazu zählen mobile psychosoziale Sprechstunden in Unterkünften, gebündelte Informationen im Netz und Unterstützung für Selbsthilfeorganisationen.

Geflüchtete Frauen brauchen besondere Hilfe. Das sagt die SPD. Sie will Sprechstunden in den Unterkünften stärken. Frauen sollen Infos über ihre Rechte leicht finden. Behörden sollen besser auf Frauen achten.

Land zum sicheren Hafen erklären, Aufnahmeprogramme schaffen

Die SPD will Schleswig-Holstein im ersten Regierungsjahr zum sicheren Hafen erklären und ein eigenes, flexibles Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete auflegen. Hinzu kommen sollen besondere Programme für Frauen und Mädchen aus Konfliktgebieten. Damit will sie zeigen, dass das Land Menschen auf der Flucht aufnehmen will und kann.

Die SPD will mehr Menschen auf der Flucht aufnehmen. Das Land soll sich zum sicheren Hafen erklären. Es soll ein eigenes Aufnahme-Programm des Landes geben. Für Frauen und Mädchen aus Kriegs-Gebieten soll es besondere Programme geben.

Abschiebungshaft schließen und Abschiebungen in Kriegsländer stoppen

Die SPD will die Abschiebungshaft im Land beenden und durch eine aus ihrer Sicht humane Rückkehrpolitik ersetzen. Abschiebungen in Länder mit bewaffneten Konflikten sollen für die Dauer dieser Konflikte verboten sein. Nach dem Programm soll niemand in Haft kommen, der Schutz sucht und keine Straftat begangen hat.

Manche Menschen müssen Deutschland verlassen und kommen vorher in Haft. Die SPD will diese Haft im Land beenden. Niemand soll in ein Land mit Krieg zurück müssen. Auch schwangere Frauen sollen bleiben dürfen.

Integrationskurse öffnen und Vielfalt im Landesdienst erhöhen

Die SPD will mit Landesgeld Plätze in Integrations- und Berufssprachkursen für Menschen bezahlen, die nach Bundesrecht nicht teilnehmen dürfen. So sollen Zugewanderte ohne monatelange Wartezeit Deutsch lernen können. Zudem soll der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst des Landes bis 2030 steigen.

Manche Zugewanderte dürfen keinen Deutsch-Kurs vom Bund besuchen. Die SPD will, dass das Land für sie Plätze bezahlt. Auf dem Land soll es mehr Kurse geben, auch im Internet. Mehr Menschen mit Migrations-Hintergrund sollen beim Land arbeiten.

Für mehr Einbürgerungen werben, Wahlrecht für alle anstreben

Die SPD will mit einer Kampagne mehr Menschen zur Einbürgerung bewegen. Die Staatsbürgerschaft bedeutet aus ihrer Sicht gleichberechtigte Teilhabe an Politik und Gesellschaft und stärkt den Zusammenhalt. Zugleich bekennt sie sich zum Ziel eines Wahlrechts für alle, weil nicht jeder eingebürgert werden kann.

Die SPD will, dass mehr Menschen den deutschen Pass bekommen. Dafür soll es eine Werbe-Aktion geben. Mit dem Pass kann man überall mitbestimmen. Die SPD will auch, dass alle hier lebenden Menschen wählen dürfen.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger einführen

Der SSW will, dass auch Menschen aus Staaten außerhalb der EU und Staatenlose bei Kommunalwahlen wählen und kandidieren dürfen. Voraussetzung soll sein, dass sie dauerhaft in Schleswig-Holstein leben. Zusätzlich sollen die Kommunen Integrationsbeiräte einrichten.

Heute dürfen Ausländer aus Ländern außerhalb der EU nicht in der Gemeinde wählen. Der SSW will das ändern. Wer dauerhaft in Schleswig-Holstein lebt, soll wählen dürfen. Diese Menschen sollen sich auch selbst wählen lassen können. Gemeinden sollen Beiräte für Integration bekommen.

Integrationsministerium schaffen und Integrationsangebote ausbauen

Der SSW will ein eigenes Landesministerium für Integration einrichten und das Integrations- und Teilhabegesetz überarbeiten. Zugewanderte sollen leichter Arbeit finden, kostenlos Deutsch lernen und vor Ort politisch mitreden können.

Der SSW will ein eigenes Ministerium für Integration. Integration heißt: Zugewanderte Menschen gehören gut dazu. Sie sollen kostenlos Deutsch lernen können. Sie sollen leichter eine Arbeit finden. In den Gemeinden soll es Beiräte für Integration geben.

Humanitäres Bleiberecht schaffen, Abschiebehaft ablehnen

Der SSW lehnt ein schärferes Asylrecht ab und fordert ein gesetzlich geregeltes humanitäres Bleiberecht. Abschiebehaft lehnt er ab, und in den Wintermonaten soll nicht abgeschoben werden.

Der SSW will kein strengeres Asyl-Recht. Geflüchtete sollen ein festes Recht zum Bleiben bekommen können. Der SSW ist gegen Haft vor einer Abschiebung. Im Winter soll niemand abgeschoben werden.

Mehr Aufnahme und Hilfen für Geflüchtete ermöglichen

Der SSW will Kommunen erlauben, freiwillig mehr Geflüchtete aufzunehmen, als ihre Quote vorsieht. Geflüchtete sollen einen Rechtsanspruch auf leicht erreichbare Hilfen und freien Zugang zu Gesundheitsleistungen erhalten.

Gemeinden sollen mehr Geflüchtete aufnehmen dürfen, wenn sie das wollen. Geflüchtete sollen ein Recht auf Beratung und seelische Hilfe haben. Sie sollen zum Arzt gehen können. Dafür soll es eine Gesundheits-Karte geben. Der Bund soll mehr dafür bezahlen.

Interkulturellen und interreligiösen Austausch fördern

Der SSW will den Austausch zwischen Kulturen und Religionen im Land fördern. Dazu plant er einen Runden Tisch Interkultur, eine Kulturinitiative mit Zugewanderten und Unterstützung für gemeinsame Projekte der Religionsgemeinschaften.

Der SSW will, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen mehr miteinander reden. Auch die Religionen sollen sich austauschen. Es soll einen Runden Tisch für Kultur-Vereine geben. Religions-Gemeinschaften sollen gemeinsame Projekte machen.

SSW: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl