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Was sagen die Parteien in Sachsen zu Arbeit und Sozialem?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 1 deutlich restriktiv

Fachkräfte vorrangig im Inland gewinnen

Die AfD will den Fachkräftebedarf zuerst mit einheimischen Potenzialen decken und nicht allein über Zuwanderung. Dazu sollen Steuern und Abgaben sinken, Arbeitslose qualifiziert und das Handwerk stärker beworben werden. Stellen im öffentlichen Dienst sollen abgebaut werden, ausgenommen Polizei und Lehrkräfte.

Sachsen braucht Fachkräfte. Die AfD will sie zuerst im eigenen Land finden. Arbeit soll sich mehr lohnen, weil Steuern sinken. Arbeitslose sollen einen Beruf lernen. Beim Staat soll es weniger Stellen geben. Das gilt nicht für Polizisten und Lehrer.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern

Die AfD will Behörden und ihre Verfahren barrierefrei machen und den Nachteilsausgleich für blinde, gehörlose und schwerstbehinderte Menschen anheben. Betriebe sollen über Steuererleichterungen statt über Zahlungen bei verfehlter Quote dazu gebracht werden, schwerbehinderte Menschen einzustellen. Zudem plant sie ein Förderprogramm für Gebärdensprache.

Die AfD will Ämter für alle zugänglich machen. Blinde und gehörlose Menschen sollen mehr Geld als Ausgleich bekommen. Firmen sollen mehr Menschen mit Behinderung einstellen. Dafür sollen sie weniger Steuern zahlen. Firmen sollen keine Strafe zahlen, wenn sie zu wenige einstellen. Mehr Menschen sollen Gebärden-Sprache lernen.

Bürgergeld einschränken und Sanktionen verschärfen

Die AfD will das Bürgergeld nur noch Deutschen und ihnen Gleichgestellten zahlen, die mindestens fünf Jahre rechtmäßig in Deutschland leben. Die Regelsätze sollen sich an der tatsächlichen Preisentwicklung orientieren, und wer nicht mitwirkt, soll härter sanktioniert werden. Aus Sicht der Partei lohnt sich Arbeit sonst nicht und das Bürgergeld zieht Zuwanderung an.

Die AfD will das Bürger-Geld ändern. Nur Deutsche und gleichgestellte Personen sollen es bekommen. Sie müssen seit fünf Jahren legal in Deutschland leben. Wer nicht mitmacht, soll härtere Strafen bekommen. Die AfD sagt: Arbeit muss sich mehr lohnen als Bürger-Geld.

Arbeitslosengeld I nach Beschäftigungsdauer staffeln

Die AfD will, dass sich die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I danach richtet, wie lange jemand zuvor gearbeitet hat. Wer viele Jahre eingezahlt hat, soll länger Anspruch haben. Die heutige Regel hält die Partei für eine Geringschätzung langjähriger Beitragszahler.

Wer arbeitslos wird, bekommt zuerst Arbeitslosen-Geld 1. Die AfD will das ändern. Wer lange gearbeitet hat, soll das Geld länger bekommen. Heute gibt es das Geld meist nur ein Jahr. Die AfD findet das ungerecht.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung

Das BSW will das Bundesteilhabegesetz umsetzen und Leistungen stärker am einzelnen Menschen ausrichten. Der Bund soll die Mehrkosten tragen, damit Kommunen entlastet werden. Kitas, Schulen, Jugendhilfe und Arbeitsmarkt sollen inklusiv gestaltet werden.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Das BSW will das Gesetz dazu umsetzen. Der Bund soll die Mehrkosten zahlen. Kitas, Schulen und Arbeit sollen für alle offen sein.

Soziale Einrichtungen und Personal im öffentlichen Dienst sichern

Das BSW will, dass Kommunen keine sozialen Einrichtungen mehr schließen und neue eröffnen. Zugleich lehnt die Partei weiteren Stellenabbau in der Verwaltung ab und verlangt mehr Personal. Das soll den Zusammenhalt vor allem in strukturschwachen Gegenden stärken.

Das BSW will Treffpunkte, Bäder und Sportstätten erhalten. Es sollen auch neue entstehen. Ämter, Schulen und Heime sollen mehr Personal bekommen. Die Gemeinden sollen dafür dauerhaft Geld erhalten.

Ausbildung besser bezahlen statt Fachkräfte anwerben

Das BSW will Ausbildungen finanziell attraktiver machen, um den Bedarf an Fachkräften mit eigenem Nachwuchs zu decken. Zuwanderung von Arbeitskräften aus aller Welt lehnt die Partei als Lösung ab, weil sie aus ihrer Sicht Löhne drückt und den Herkunftsländern schadet.

Das BSW will, dass Azubis mehr Geld bekommen. So sollen mehr junge Menschen eine Ausbildung machen. Die Partei will Fachkräfte nicht aus aller Welt holen. Sie sagt: Das drückt die Löhne.

Tarifverträge häufiger für allgemeinverbindlich erklären

Das BSW will, dass Tarifverträge in deutlich mehr sächsischen Branchen für alle Betriebe gelten. Über den Bundesrat soll dafür die Hürde im Arbeitnehmer-Entsendegesetz gesenkt werden.

Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. Das BSW will: In mehr Branchen soll der Tarif-Vertrag für alle Betriebe gelten. Dafür soll ein Bundes-Gesetz geändert werden. Sachsen soll das im Bundesrat vorschlagen.

BSW: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Co-Working-Angebote landesweit schaffen

Die CDU will moderne Arbeitsformen vor allem außerhalb der Großstädte fördern und dafür im ganzen Land Co-Working-Angebote entstehen lassen. Beschäftigte im ländlichen Raum sollen so Arbeitswege einsparen.

Die CDU will neue Arbeits-Orte auf dem Land. Dort können Menschen arbeiten, ohne in ihre Firma zu fahren. Das nennt man Co-Working. So sparen die Menschen Zeit für den Arbeitsweg.

Kürzere Arbeitszeit und Bildungsurlaub ablehnen

Die CDU lehnt Maßnahmen ab, die die Arbeitszeit verringern, darunter einen fünftägigen Bildungsurlaub. Sie bekennt sich zur 40-Stunden-Woche und verweist auf die Lage am Arbeitsmarkt.

Die CDU will nicht, dass Menschen weniger arbeiten. Sie ist für 40 Stunden Arbeit pro Woche. Sie ist gegen fünf freie Tage für Weiterbildung. Das nennt man Bildungs-Urlaub. Die CDU sagt: Es fehlen schon jetzt Arbeitskräfte.

Bürgergeld durch neue Grundsicherung ersetzen

Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen, das Bürgergeld durch eine neue Grundsicherung zu ersetzen. Diese soll dem Grundsatz „Fordern und Fördern“ folgen.

Das Bürgergeld ist Geld vom Staat für Menschen ohne Einkommen. Die CDU will das Bürgergeld ersetzen. Es soll eine neue Grund-Sicherung geben. Dabei soll der Staat helfen, aber auch etwas verlangen.

Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben stärken

Die CDU will Menschen mit Behinderung stärker am Arbeitsleben beteiligen. Dazu sollen das Integrationsamt und die Integrationsfachdienste mehr Gewicht erhalten und Arbeitsplätze leichter zugänglich werden.

Die CDU will, dass mehr Menschen mit Behinderung arbeiten können. Bestimmte Ämter und Dienste helfen ihnen dabei. Diese Stellen sollen wichtiger werden. Arbeitsplätze und Informationen sollen leichter zugänglich sein.

Jugendhilfe, Seniorenteilhabe und Inklusion ausbauen

Die CDU will Jugendarbeit und Jugendhilfe stärken, Älteren mehr Möglichkeiten zur Mitwirkung in Gesellschaft und Arbeitsleben geben und Barrieren für Menschen mit Behinderung abbauen. Sie begründet das mit dem demografischen Wandel und dem Zusammenhalt der Generationen.

Die CDU will junge Menschen besser unterstützen. Dafür soll es gute Jugend-Arbeit geben. Ältere Menschen sollen weiter mitmachen können, auch im Beruf. Für Menschen mit Behinderung sollen Hindernisse weg.

„Dienst für Sachsen“ für Schulabgänger einführen

Die CDU will einen „Dienst für Sachsen“ schaffen, der sich an alle richtet, die in Sachsen die Schule abschließen. Junge Menschen sollen sich damit für die Gesellschaft einbringen und zugleich erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln können.

Die CDU will einen Dienst für Sachsen einführen. Er ist für junge Menschen nach der Schule gedacht. Sie können dort etwas für andere tun. Sie lernen dabei auch Berufe kennen.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Barrierefreiheit ausbauen und Inklusionsgesetz überarbeiten

Die Grünen wollen das sächsische Inklusions- und Teilhabegesetz erneuern und eine „Dekade der Barrierefreiheit“ beginnen. Öffentliche Gebäude, Webseiten, Bildungseinrichtungen und die Infrastruktur auf dem Land sollen schneller barrierefrei werden. Assistenz und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sollen gesichert sein.

Die Grünen wollen weniger Hindernisse für Menschen mit Behinderung. Gebäude und Internet-Seiten vom Staat sollen für alle nutzbar sein. Auch Kitas und Schulen sollen umgebaut werden. Ein Gesetz dazu soll neu gefasst werden. Menschen mit Behinderung sollen gute Assistenz bekommen.

Mehr Arbeit für Menschen mit Behinderung schaffen

Die Grünen wollen die Einstellungsquote für Menschen mit Behinderung im Landesdienst von fünf auf zehn Prozent verdoppeln. Der Wechsel aus Werkstätten in den regulären Arbeitsmarkt soll leichter werden, verbunden mit fairer Bezahlung. Der Freistaat soll damit Vorbild für inklusive Beschäftigung sein.

Die Grünen wollen mehr Arbeit für Menschen mit Behinderung. Der Staat soll doppelt so viele von ihnen einstellen wie bisher. Der Wechsel aus der Werkstatt in normale Betriebe soll leichter werden. Die Bezahlung soll fair sein.

Begegnungsorte gegen Einsamkeit im Alter schaffen

Die Grünen wollen Einsamkeit im Alter mit Treffpunkten, Beratung zu Hause und Patenschaften zwischen Jung und Alt begegnen. Ältere Menschen sollen außerdem freiwillige und flexible Möglichkeiten erhalten, ihre Erfahrung weiter einzubringen.

Viele alte Menschen sind einsam. Die Grünen wollen Orte schaffen, an denen Menschen sich treffen. Zum Beispiel mobile Cafés oder Gemeinschafts-Gärten. Berater sollen auch nach Hause kommen. Wer Angehörige pflegt, soll mehr Hilfe bekommen.

Öffentliche Aufträge an Tarifbindung knüpfen

Die Grünen wollen über das sächsische Vergabegesetz erreichen, dass nur tarifgebundene Unternehmen öffentliche Aufträge bekommen. Mindestlohn, Sozialabsicherung und Arbeitsschutz sollen dauerhaft kontrolliert werden. Zudem sollen Tarifbindung und Mitbestimmung in Sachsen wachsen.

Die Grünen wollen: Der Staat gibt Aufträge nur an Firmen mit Tarif-Vertrag. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Bedingungen. Behörden sollen den Mindest-Lohn und den Arbeits-Schutz prüfen. Die Grünen unterstützen auch Betriebs-Räte.

Mindesthonorare und Absicherung für Selbstständige

Die Grünen unterstützen allgemeine Mindesthonorare für Dienstleistungen, die nach Zeit abgerechnet werden. Auf Bundesebene wollen sie sich für eine bessere soziale Absicherung von Solo-Selbstständigen einsetzen.

Die Grünen wollen Selbstständigen helfen. Für ihre Arbeit soll es ein Mindest-Honorar geben. Ein Honorar ist die Bezahlung für Selbstständige. Wer allein selbstständig arbeitet, soll besser abgesichert sein.

Grüne: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Mindestlohn auf 15 Euro anheben

Die Linke verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 15 Euro und begründet das mit den gestiegenen Preisen. Aus Sicht des Programms würde das Altersarmut vorbeugen und der Mindestlohnrichtlinie der EU entsprechen.

Die Linke will den Mindest-Lohn auf 15 Euro pro Stunde erhöhen. Der Grund sind die gestiegenen Preise. Die Partei sagt: So werden Menschen im Alter nicht arm. Auch eine Regel der EU spreche dafür.

Öffentliche Aufträge an Tariflohn binden

Die Linke will ein neues Vergabegesetz, nach dem der Staat nur noch Firmen beauftragt, die Tariflohn zahlen und soziale wie ökologische Standards einhalten. Zudem sollen mehr Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden. Ziel ist eine höhere Tarifbindung in Sachsen, die das Programm als Grund für niedrige Gehälter nennt.

Der Staat soll Aufträge nur an Firmen geben, die Tarif-Lohn zahlen. Tarif-Lohn ist der Lohn, den Gewerkschaften und Arbeitgeber ausgehandelt haben. Mehr Tarif-Verträge sollen für alle Firmen einer Branche gelten. Auch Firmen des Landes sollen nach Tarif zahlen.

Sachgrundlose Befristung abschaffen, Arbeitszeit begrenzen

Die Linke will sachgrundlose Befristungen beenden und Minijobs zu regulären Stellen mit Sozialversicherung machen. Hinzu kommen eine Höchstarbeitszeit von 40 Stunden pro Woche, fünf Tage Bildungszeit im Jahr und Homeoffice, wo es möglich ist. Die Partei stellt dies gegen Forderungen nach Mehrarbeit.

Die Linke will Arbeits-Verträge auf Zeit ohne Grund verbieten. Aus Minijobs sollen normale Stellen mit Sozial-Versicherung werden. Niemand soll mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Beschäftigte sollen 5 Tage im Jahr für Bildung frei bekommen.

Bürgergeld durch sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzen

Die Linke will das Bürgergeld abschaffen und an seine Stelle eine Mindestsicherung ohne Sanktionen setzen, die sich an der Schwelle zur Armutsgefährdung bemisst. Niemand soll mit weniger als 1200 Euro monatlich auskommen müssen. Die Partei argumentiert, die Angst vor sozialem Abstieg schwäche die Verhandlungsposition von Beschäftigten.

Die Linke will das Bürgergeld ersetzen. Es soll eine Mindest-Sicherung ohne Strafen geben. Jeder Mensch soll mindestens 1200 Euro im Monat haben. Auch arme Rentner sollen 15000 Euro Erspartes behalten dürfen.

Mindestlohn in Werkstätten und inklusiven Arbeitsmarkt schaffen

Die Linke will Menschen mit Behinderungen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt öffnen. Werkstätten sollen reformiert werden und mindestens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen; über den Bundesrat soll Sachsen einen vollen Arbeitnehmerstatus für Werkstattbeschäftigte anstoßen. Öffentliche Aufträge sollen an Inklusion geknüpft werden.

Menschen mit Behinderungen sollen leichter normale Arbeit finden. In Werkstätten sollen sie mindestens den Mindest-Lohn bekommen. Sie sollen die gleichen Rechte haben wie andere Beschäftigte. Eine neue Stelle und eine Job-Börse sollen bei der Suche helfen.

Rechte in Behindertenwerkstätten stärken, Ausgleichsabgabe erhöhen

Die Linke will Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen mehr Mitsprache geben und strenger kontrollieren, ob die Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Unternehmen, die keine Menschen mit Behinderungen einstellen, sollen eine höhere Ausgleichsabgabe zahlen.

Manche Menschen mit Behinderung arbeiten in besonderen Werkstätten. Die Linke will ihnen dort mehr Mitsprache geben. Firmen ohne Beschäftigte mit Behinderung sollen mehr Geld zahlen. Dieses Geld heißt Ausgleichs-Abgabe.

Arbeitsmarkt für mehr Menschen öffnen

Die Linke will den Arbeitskräftemangel lindern, indem mehr Menschen Zugang zu Arbeit erhalten: Zugewanderte, Frauen, Menschen mit Behinderungen und Arbeitslose. In den Jobcentern sollen dafür sozialarbeiterische Fachkräfte eingesetzt werden.

Die Linke will mehr Menschen in Arbeit bringen. Zugewanderte sollen schneller in ihrem Beruf arbeiten dürfen. Frauen sollen so viel arbeiten können, wie sie möchten. Arbeitslose sollen mehr Hilfe beim Lernen und beim Wiedereinstieg bekommen.

Mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge im Handwerk

Die Linke unterstützt bundesweite Flächentarifverträge im Handwerk und will mehr Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklären lassen. Das soll Arbeits- und Lebensbedingungen in Deutschland angleichen und das Handwerk attraktiv halten.

Ein Tarifvertrag regelt Lohn und Arbeitszeit für viele Betriebe. Im Handwerk gilt er oft nur für Mitglieder einer Innung. Die Linke will Tarifverträge, die für alle Betriebe einer Branche gelten. So sollen die Löhne im Handwerk steigen.

Mitbestimmung bei Investitionsentscheidungen einführen

Die Linke fordert, das Betriebsverfassungsgesetz so zu ändern, dass Belegschaften über wichtige Investitionen ihres Unternehmens mitentscheiden. Der Umbau der Industrie soll nach ihrer Vorstellung im Interesse der Beschäftigten ablaufen, die auch Miteigentümer ihrer Betriebe werden sollen.

Firmen entscheiden heute allein, wofür sie Geld ausgeben. Die Linke will das ändern. Die Beschäftigten sollen bei großen Ausgaben mitentscheiden. Sie sollen auch einen Teil ihrer Firma besitzen können.

Weiterbildung und Fachkräftestipendien fördern

Die Linke erwartet, dass der wirtschaftliche Wandel den Fachkräftebedarf verändert und große Teile der Belegschaften rasch weitergebildet werden müssen. Sie will Stipendien für Mangelberufe und für selbst gewählte Aus- und Weiterbildungen sowie finanzielle Hilfe der Bundesagentur für Arbeit für kleine und mittlere Betriebe.

Die Wirtschaft verändert sich. Viele Beschäftigte müssen Neues lernen. Die Linke will dafür Stipendien vergeben. Ein Stipendium ist Geld für eine Ausbildung. Kleine Betriebe sollen bei der Weiterbildung Geld von der Arbeits-Agentur bekommen.

Soziale Versorgung vor Ort absichern

Die Linke will die kommunale Sozialpolitik mit höheren Landeszuschüssen, einem Netz von Sozialberatungsstellen und dauerhaft garantierten Sozialraumbudgets stärken. Auf dem Land sollen Läden und andere Einrichtungen gefördert werden, wenn sie Aufgaben für das Gemeinwohl übernehmen.

Die Linke will überall Beratungs-Stellen für soziale Hilfen. Dort bekommt man Hilfe bei Anträgen. Städte und Kreise sollen festes Geld für soziale Aufgaben bekommen. Auch Läden im Dorf sollen Geld vom Land bekommen.

Landesblindengeld und Nachteilsausgleiche erhöhen

Die Linke will das sächsische Landesblindengeldgesetz modernisieren und die Leistungen für blinde, sehbehinderte, taubblinde und gehörlose Menschen sowie schwerstbehinderte Kinder anheben. Die Beträge sollen jährlich mit der Inflation plus einem Prozentpunkt steigen.

Blinde und gehörlose Menschen bekommen Geld vom Land. Die Linke will diese Beträge erhöhen. Blinde sollen 600 Euro im Monat bekommen. Das Geld soll jedes Jahr mit den Preisen steigen. Mehr Menschen mit starker Schwerhörigkeit sollen Anspruch haben.

Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung und mehr Verbraucherschutz schaffen

Die Linke will einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Schuldnerberatung einführen, deren Dauer sich nach dem Bedarf richtet. Daneben soll der Verbraucherschutz ausgebaut werden, etwa bei Lebensmittelkontrollen, Bargeldversorgung und unabhängiger Beratung.

Die Linke will kostenlose Beratung für Menschen mit Schulden. Jeder soll ein Recht darauf haben. Die Beratung soll so lange dauern wie nötig. Auch Lebensmittel sollen besser kontrolliert werden. Sparkassen sollen überall Bargeld anbieten.

Mindestvergütung für Auszubildende deutlich anheben

Die Linke will die Berufsausbildung attraktiver machen, vor allem durch eine Mindestvergütung von 80 Prozent des Tariflohns. Hinzu kommen der Wegfall von Schulgeldern, ein kostenloses Deutschlandticket und weitere Entlastungen für Auszubildende.

Auszubildende sollen mehr Geld bekommen. Die Linke will mindestens 80 Prozent vom Tarif-Lohn. Schulgeld soll wegfallen. Das Deutschland-Ticket soll für Azubis kostenlos sein. Es soll genug Plätze in Wohnheimen geben.

Linke: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Mindestlohn schrittweise auf 15 Euro anheben

Die SPD will sich im Bund dafür einsetzen, dass der gesetzliche Mindestlohn in Schritten auf 15 Euro steigt. Außerdem soll die Mindestlohnkommission reformiert werden. Das Programm begründet dies mit Respekt für Menschen, die trotz harter Arbeit wenig Geld haben.

Die SPD will einen höheren Mindest-Lohn. Er soll Schritt für Schritt auf 15 Euro pro Stunde steigen. Dafür will sie sich beim Bund einsetzen. Auch die Kommission für den Mindest-Lohn soll sich ändern.

Tarifbindung mit landesweitem Aktionsplan stärken

Die SPD will mit einem landesweiten Aktionsplan erreichen, dass mehr Betriebe in Sachsen nach Tarif zahlen. Ziel ist, die Lohnunterschiede zwischen Ost und West zu beseitigen. Aus Sicht des Programms bieten Betriebe mit Tarifvertrag bessere Löhne und sicherere Arbeitsplätze.

Die SPD will mehr Tarif-Verträge in Sachsen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeit für viele Beschäftigte. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben. Die Löhne im Osten sollen so hoch werden wie im Westen.

Streikrecht, Arbeitszeit und Feiertage unangetastet lassen

Die SPD lehnt es ab, das Streikrecht einzuschränken, die Arbeitszeit zu verlängern oder einen Feiertag zu streichen. Zugleich soll der Staat weiter helfen, wenn in Krisen die Löhne nicht zum Leben reichen.

Die SPD will das Streik-Recht nicht einschränken. Die Menschen sollen nicht länger arbeiten müssen. Kein Feiertag soll wegfallen. In Krisen soll der Staat weiter mit Geld helfen.

Soziale Träger verlässlich finanzieren, nicht kürzen

Die SPD schließt Kürzungen im Sozialbereich aus und will die Beratungs- und Hilfsangebote von Vereinen und Trägern sichern und ausbauen. Die Finanzierung soll einfacher und über mehrere Jahre abgesichert werden.

Die SPD will bei sozialen Angeboten nicht sparen. Vereine helfen zum Beispiel bei Geldsorgen oder Sucht. Sie sollen sicher und für mehrere Jahre Geld bekommen. Die Angebote sollen für alle zugänglich sein.

Fünf Tage bezahlte Bildungszeit einführen

Die SPD will Beschäftigten in Sachsen einen Rechtsanspruch auf fünf bezahlte Tage Bildungsfreistellung pro Jahr geben. Sie unterstützt dafür den Volksantrag für ein Bildungsfreistellungsgesetz.

Beschäftigte sollen jedes Jahr fünf Tage für Weiterbildung frei bekommen. Der Lohn soll in dieser Zeit weiterlaufen. Die SPD will dazu ein Gesetz. Das soll auch dem Ehrenamt helfen.

Vier-Tage-Woche in Sachsen erproben

Die SPD will in Sachsen ein Modellprojekt zur Vier-Tage-Woche starten. Im Mittelpunkt sollen körperlich oder psychisch belastende Tätigkeiten und Schichtarbeit stehen.

Die SPD will die Vier-Tage-Woche in Sachsen testen. Der Test soll vor allem für schwere Arbeit gelten. Dazu gehört auch Schicht-Arbeit. Die SPD will außerdem ein Recht auf Nicht-Erreichbarkeit. Das heißt: Nach der Arbeit muss man nicht ans Telefon gehen.

Betriebsräte schützen und Mitbestimmung stärken

Die SPD will die Arbeit von Betriebsräten und Personalvertretungen stärken und verhindern, dass die Gründung von Betriebsräten behindert wird. Dafür sollen spezialisierte Staatsanwaltschaften als Anlaufstellen entstehen.

Betriebsräte vertreten die Beschäftigten in einer Firma. Niemand soll ihre Gründung behindern dürfen. Die SPD will dafür besondere Staats-Anwaltschaften einrichten. An diese können sich Betriebsräte wenden.

Flexible Arbeitszeitmodelle erproben und Sorgearbeit gerechter verteilen

Die SPD will neue Arbeitszeitmodelle wie die Vier-Tage-Woche testen, Homeoffice ausbauen und Jobsharing fördern. Damit sollen Familien mehr Zeit bekommen und Pflege, Kinderbetreuung und Hausarbeit gleichmäßiger zwischen Frauen und Männern verteilt werden.

Familien sollen mehr Zeit füreinander haben. Die SPD will deshalb neue Arbeits-Modelle testen. Ein Beispiel ist die Woche mit vier Arbeits-Tagen. Auch Arbeit von zu Hause soll öfter möglich sein. Frauen und Männer sollen Haus-Arbeit und Kinder-Betreuung gerechter teilen.

Freiwilligendienste und Jugend-Ehrenamt stärken

Die SPD will mehr Geld für Freiwilligendienste bereitstellen, um zusätzliche Einsatzstellen zu gewinnen, und das Taschengeld der Freiwilligen erhöhen. Auch das Ehrenamt junger Menschen soll gestärkt werden, etwa durch kostenfreie Ausbildung für die Jugendleitercard.

Die SPD will Freiwilligen-Dienste stärken. Es soll mehr Plätze dafür geben. Die Freiwilligen sollen mehr Taschengeld bekommen. Auch junge Menschen im Ehrenamt sollen Hilfe bekommen. Die Schulung für Jugendleiter soll nichts kosten.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl