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Was sagen die Parteien in Sachsen-Anhalt zu Arbeit und Sozialem?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen-Anhalt haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Familien als Träger sozialer Hilfe stärken

Die AfD will, dass Familien wieder mehr Aufgaben übernehmen, die heute der Staat erledigt. Dafür sollen Angehörige leichter für Verwandte handeln können und Beratung erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass der Staat sich mit diesen Aufgaben überfordert habe.

Die AfD will, dass Familien sich mehr selbst helfen. Der Staat soll weniger Aufgaben übernehmen. Angehörige sollen leichter für Verwandte etwas erledigen können. Zum Beispiel beim Amt oder bei der Suche nach einem Pflege-Heim.

Führerschein-Zuschuss und Prämien für Auszubildende einführen

Die AfD will Auszubildenden 1.500 Euro Zuschuss zum Führerschein zahlen und Prämien für besonders gute Abschlüsse einführen. Damit soll die Berufsausbildung attraktiver werden und der Nachwuchs im Land bleiben. Den Fachkräftemangel will die Partei mit einheimischen Nachwuchskräften statt mit Zuwanderung lösen.

Die AfD will Auszubildenden Geld geben. Sie sollen 1.500 Euro für den Führerschein bekommen. Wer einen sehr guten Abschluss macht, bekommt eine Prämie. Die jungen Leute sollen in Sachsen-Anhalt bleiben. Die AfD will Fachkräfte aus dem eigenen Land statt aus dem Ausland.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Löhne automatisch an die Inflation anpassen

Das BSW will verhindern, dass steigende Preise die Reallöhne schleichend sinken lassen. Löhne sollen durch eine automatische Anpassung an die Inflation geschützt werden; die Landesregierung soll sich dafür im Bund einsetzen.

Wenn die Preise steigen, ist der Lohn weniger wert. Das BSW will das verhindern. Die Löhne sollen automatisch mit den Preisen steigen. Das Land soll sich dafür beim Bund einsetzen.

Tarifbindung und Mitbestimmung stärken

Das BSW will öffentliche Aufträge und Fördergelder ausschließlich an Unternehmen mit Tarifbindung vergeben. Betriebsräte und Gewerkschaften sollen bei wichtigen Entscheidungen beteiligt werden, und das Streikrecht soll unangetastet bleiben.

Das BSW will, dass der Staat nur Firmen mit Tarif-Vertrag beauftragt. Auch Förder-Geld sollen nur solche Firmen bekommen. Betriebsräte sollen bei wichtigen Entscheidungen mitreden. Das Recht zu streiken soll bleiben, wie es ist.

Mindestlohn auf 15 Euro anheben, Tariftreue vorschreiben

Das BSW fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 15 Euro je Stunde ohne Ausnahmen. Unternehmen, die Landesförderung erhalten oder öffentliche Aufträge ausführen, sollen mindestens Tariflohn zahlen müssen.

Der Mindest-Lohn soll auf 15 Euro pro Stunde steigen. Es soll keine Ausnahmen geben. Firmen mit Aufträgen vom Staat sollen Tarif-Lohn zahlen. Frauen und Männer sollen für gleiche Arbeit gleich viel verdienen.

Bürgerversicherung für Rente, Pflege und Gesundheit

Das BSW will eine einheitliche Renten-, Pflege- und Krankenversicherung, in die sämtliche Bürger Beiträge zahlen. Die Landesregierung soll sich dafür beim Bund einsetzen.

Alle Menschen sollen in dieselbe Versicherung einzahlen. Das gilt für Rente, Pflege und Krankheit. Man nennt das Bürger-Versicherung. Das Land soll sich beim Bund dafür stark machen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Das BSW will das Behindertenteilhabegesetz in Sachsen-Anhalt konsequent umsetzen und dauerhaft mit Verbänden und Selbstvertretungen zusammenarbeiten. Betriebe sollen praktische Hilfe erhalten, um Menschen mit Behinderungen regulär zu beschäftigen.

Menschen mit Behinderungen sollen besser am Leben teilnehmen können. Sie sollen leichter normale Arbeit finden. Betriebe sollen dafür Beratung und Hilfe bekommen. Das Land soll fest mit Vereinen und Verbänden zusammenarbeiten. Ein Gesetz dazu soll voll umgesetzt werden.

Schlichtungsstelle zur Entlastung der Sozialgerichte prüfen

Das BSW will die stark ausgelasteten Sozialgerichte entlasten und Verfahren verkürzen. Dazu soll geprüft werden, ob eine Schlichtungsstelle Streitfälle vor einem Gerichtsverfahren klären kann.

Die Sozialgerichte haben sehr viele Fälle. Das BSW will sie entlasten. Eine Schlichtungs-Stelle könnte Streit vor dem Gericht klären. Das soll erst geprüft und getestet werden.

Zugang zu Sozialleistungen erleichtern

Das BSW will, dass Menschen schneller und mit weniger Bürokratie an Sozialleistungen kommen. Sozialbehörden sollen mehr Personal erhalten und verbindlich zusammenarbeiten. Das Programm begründet dies mit monatelangen Wartezeiten, vor allem bei der Hilfe zur Pflege.

Viele Menschen brauchen Geld vom Staat. Oft warten sie viele Monate auf eine Antwort vom Amt. Das BSW will, dass es schneller geht. Die Ämter sollen mehr Personal bekommen. Sie sollen auch besser zusammenarbeiten.

Überörtlichen Sozialhilfeträger als Pilotprojekt schaffen

Das BSW fordert ein Pilotprojekt für einen überörtlichen Träger der Sozialhilfe, der einheitlicher und schneller entscheiden soll. Dazu soll ein digitales Werkzeug zur Vergabe von Heim- und Pflegeplätzen kommen. Vor Ort sollen Pflegeämter und unabhängige Beratungsstellen entstehen.

Das BSW will eine neue Stelle für Sozialhilfe testen. Diese Stelle soll für mehrere Orte zuständig sein. So sollen Anträge schneller und einheitlich entschieden werden. Ein Programm im Internet soll bei der Suche nach Heimplätzen helfen. Vor Ort soll es Beratung und Pflege-Ämter geben.

Unabhängige Sozialberatung und sparsame Datenerhebung

Das BSW will überall im Land unabhängige Sozialberatung anbieten und die Bearbeitung von Anträgen daran angebunden bündeln. Behörden sollen nur die Daten abfragen, die für die jeweilige Leistung nötig sind. Das Programm verweist darauf, dass viele Menschen mit den Anträgen überfordert seien.

Das BSW will Beratung zu Sozialleistungen in jeder Gegend. Die Beratung soll unabhängig sein. Ämter sollen weniger Formulare verlangen. Sie sollen nur nach nötigen Daten fragen. Viele Menschen schaffen die Anträge heute nicht allein.

BSW: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Beim Bund Entlastungen und Sozialreformen einfordern

Die CDU will sich im Bund für niedrigere Steuern für Handwerk und Mittelstand und für eine Obergrenze bei den Sozialabgaben einsetzen. Zudem fordert sie strengere Regeln in der Grundsicherung, leichtere Zuwanderung von Fachkräften und Anreize für Mehrarbeit.

Die CDU will vom Bund weniger Steuern für kleine Firmen. Die Sozial-Abgaben sollen nicht weiter steigen. Wer Hilfe vom Staat bekommt, soll auch etwas dafür tun. Fachkräfte aus dem Ausland sollen leichter kommen können. Wer im Renten-Alter arbeiten will, soll das einfacher dürfen.

Bürgerarbeit für arbeitsfähige Leistungsbezieher verpflichtend machen

Die CDU will, dass arbeitsfähige Bezieher staatlicher Leistungen eine Gegenleistung erbringen. Die Teilnahme an Arbeitsmarktprogrammen des Landes soll für sie nicht mehr freiwillig sein, und im Bund will die Partei eine erweiterte Pflicht zu gemeinnütziger Arbeit durchsetzen.

Manche Menschen bekommen Geld vom Staat und können arbeiten. Die CDU will: Diese Menschen sollen etwas zurückgeben. Sie sollen an Arbeits-Programmen vom Land teilnehmen müssen. Die CDU nennt das Bürger-Arbeit. Auch im Bund soll es eine Pflicht zu gemeinnütziger Arbeit geben.

Ältere Menschen stärken und Altersdiskriminierung abbauen

Die CDU will Treffpunkte für Ältere stärken, Einsamkeit entgegenwirken und neue Wohnformen fördern. Sie will außerdem gegen Altersdiskriminierung vorgehen und dafür sorgen, dass Angebote auch ohne Internet erreichbar bleiben.

Die CDU will mehr für ältere Menschen tun. Es soll Treff-Punkte für Alt und Jung geben. Niemand soll einsam sein. Niemand soll wegen seines Alters schlechter behandelt werden. Ämter und Firmen sollen auch ohne Internet erreichbar bleiben.

CDU: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Begegnungsorte fördern und Einsamkeit bekämpfen

Die Grünen wollen Orte der Begegnung wie Bibliotheken, Jugendclubs und Dorfzentren mit einem Landesprogramm fördern. Ein Landesaktionsplan soll Maßnahmen gegen Einsamkeit bündeln und finanzieren.

Die Grünen wollen Treffpunkte für Menschen erhalten und neue schaffen. Dazu gehören Bibliotheken, Jugend-Clubs und Dorf-Zentren. Das Land soll dafür Geld geben. Ein Plan des Landes soll gegen Einsamkeit helfen.

Inklusiven Arbeitsmarkt bis 2031 entwickeln

Die Grünen wollen das Budget für Ausbildung und das Budget für Arbeit ausweiten, damit mehr Menschen mit Behinderung regulär arbeiten können. Bis 2031 sollen dafür feste Ziele gelten.

Die Grünen wollen mehr Menschen mit Behinderung in normale Jobs bringen. Dafür soll es mehr Geld für Ausbildung und Arbeit geben. Bis 2031 soll es klare Ziele geben. Die Grünen wollen mit Firmen über Vorurteile sprechen.

Eingliederungshilfe sichern und personenzentriert ausrichten

Die Grünen lehnen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe ab und wollen die Leistungen am einzelnen Menschen ausrichten. Anträge sollen mit digitaler Hilfe in höchstens drei Monaten bearbeitet werden.

Eingliederungs-Hilfe ist Unterstützung für Menschen mit Behinderung. Die Grünen wollen hier nicht kürzen. Die Hilfe soll zum einzelnen Menschen passen. Ämter sollen Anträge in höchstens drei Monaten bearbeiten.

Tarifbindung und Mitbestimmung ausbauen

Die Grünen wollen die Tarifbindung über das Tariftreue- und Vergabegesetz des Landes stärken und öffentliche Aufträge nur an Unternehmen mit fairen Löhnen vergeben. Auch in der Privatwirtschaft sollen Tarifverträge und Betriebsräte häufiger werden, um Niedriglöhne und Erwerbsarmut zu bekämpfen.

Die Grünen wollen faire Löhne. Der Staat soll Aufträge nur an Firmen mit fairen Löhnen geben. Mehr Firmen sollen nach Tarif-Vertrag zahlen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Zeit für viele Beschäftigte. Beschäftigte sollen in Firmen mehr mitbestimmen.

Ausbildungsgarantie und soziale Arbeitsmärkte stärken

Die Grünen wollen eine Ausbildungsgarantie, damit alle jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung beginnen können. Langzeitarbeitslose sollen über soziale Arbeitsmärkte stärker in Beschäftigung kommen, weil dieses Instrument nach Ansicht der Partei bisher zu selten genutzt wird.

Die Grünen wollen eine Garantie für Ausbildung. Jeder junge Mensch soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Menschen ohne Arbeit sollen Schritt für Schritt wieder arbeiten können. Dafür soll es geförderte Stellen geben.

Grüne: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,5), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 6 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Befristungen in der Wissenschaft zurückfahren

Die Linke will die Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern und befristete Verträge reduzieren. Wer dauerhafte Aufgaben erledigt, soll eine unbefristete Stelle erhalten. Für studentische Beschäftigte unterstützt sie einen eigenen Tarifvertrag.

Die Linke will bessere Arbeit an den Hochschulen. Viele Verträge dort laufen nur kurze Zeit. Für dauerhafte Aufgaben soll es feste Stellen geben. Studierende mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen.

Armut mit Grundsicherung und Mindestrente bekämpfen

Die Linke tritt für eine Grundsicherung ohne Sanktionen, eine Mindestrente von 1.400 Euro und eine unbürokratische Kindergrundsicherung ein. Im Land will sie Armut vorbeugend und langfristig als Aufgabe aller Politikbereiche behandeln, weil die Armutsquote in Sachsen-Anhalt über dem Bundesschnitt liegt.

Die Linke will Armut in Sachsen-Anhalt beenden. Die Grundsicherung soll zum Leben reichen. Es soll keine Strafen mehr geben. Die Rente soll mindestens 1.400 Euro betragen. Für Kinder soll es eine eigene Kinder-Grundsicherung geben.

Mobile Bürokratie-Lotsen einführen

Die Linke will mobile Beraterinnen und Berater einsetzen, die Menschen bei Anträgen auf Sozial- und Familienleistungen unterstützen. Das Programm begründet dies damit, dass Hilfen oft unbekannt und schwer zugänglich seien.

Viele Menschen kennen die Hilfen vom Staat nicht. Anträge sind oft schwer. Die Linke will Bürokratie-Lotsen einführen. Das sind Berater, die zu den Menschen kommen. Sie helfen beim Ausfüllen von Anträgen.

Landesaktionsplan gegen Armut aufstellen

Die Linke will einen ressortübergreifenden Aktionsplan des Landes gegen Armut und eine laufende Sozialberichterstattung einführen. Nach Darstellung des Programms fehlt seit Jahren ein klares Bild der sozialen Lage, und bisherige Maßnahmen würden ohne Planung verteilt.

Die Linke will einen Plan gegen Armut im Land machen. Dafür soll das Land regelmäßig Daten zur sozialen Lage sammeln. So soll man sehen, welche Hilfen wirken. Arme Kinder sollen vor Ort bessere Chancen bekommen.

Vier-Tage-Woche bei vollem Lohn einführen

Die Linke will die Regeln für Vollzeitarbeit so ändern, dass eine Vier-Tage-Woche ohne Lohnkürzung gilt. Das soll Familien entlasten und verhindern, dass Eltern durch Teilzeit Einkommen verlieren.

Die Linke will eine Vier-Tage-Woche. Vollzeit soll dann vier Arbeitstage bedeuten. Der Lohn soll gleich bleiben. So haben Eltern mehr Zeit für die Familie.

Landesrahmenvertrag für Behinderteneinrichtungen abschließen

Die Linke fordert einen Landesrahmenvertrag für Einrichtungen, die Menschen mit geistiger Beeinträchtigung betreuen. Er soll die realen Kosten decken, Verwaltungsaufwand senken und mehr Zeit für die Betreuten lassen.

Manche Einrichtungen betreuen Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Die Linke will für sie einen Vertrag mit dem Land. Der Vertrag soll alle echten Kosten bezahlen. Die Betreuer sollen mehr Zeit für die Menschen haben.

Seniorenmitwirkungsgesetz und Hilfen gegen Einsamkeit

Die Linke will ein Gesetz, das älteren Menschen in Sachsen-Anhalt Mitwirkungsrechte sichert. Das seniorenpolitische Programm des Landes soll zu einem verbindlichen Strategiekonzept werden. Mobile Lotsen sollen Ältere bei Anträgen unterstützen, und Angebote gegen soziale Isolation sollen wachsen.

Ältere Menschen sollen mehr mitbestimmen können. Dafür will die Linke ein eigenes Gesetz. Helfer sollen Rentnern bei Anträgen und Formularen helfen. Sie kommen auch in die Dörfer. Es soll mehr Treffpunkte gegen Einsamkeit geben.

Kindergrundsicherung und Landes-Kinderteilhabe-Ausgleich einführen

Die Linke will sich im Bund für eine Kindergrundsicherung einsetzen, die vor Armut schützt und ohne Sanktionen auskommt. Bis diese gilt, soll ein eigener Ausgleich des Landes die Lücke zum fachlich empfohlenen Bedarf schließen. Zusätzlich soll eine Grundausstattung für Kinder zur Regel werden, damit Kosten niemanden ausschließen.

Die Linke will eine Kinder-Grundsicherung vom Bund. Das ist Geld, das Kinder vor Armut schützen soll. Bis es sie gibt, soll das Land selbst Geld zahlen. Kinder sollen Mittagessen, Fahrten und Material sicher bekommen. Auch ein Gerät und Internet gehören dazu. Das soll für alle Kinder gelten, auch für geflüchtete.

Kürzere Arbeitszeit und mehr Urlaub durchsetzen

Die Linke strebt langfristig eine 35-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen und sechs Wochen Urlaub für alle Beschäftigten an. Dazu kommen ein Anspruch auf Vollzeit, ein Rückkehrrecht aus Teilzeit und ein stärkerer Arbeitsschutz. Arbeit soll nach dem Programm Sicherheit und Perspektive bieten.

Die Linke will auf lange Sicht die 35-Stunden-Woche. Der Lohn soll dabei gleich bleiben. Alle Beschäftigten sollen sechs Wochen Urlaub bekommen. Wer Teilzeit arbeitet, soll in Vollzeit zurückkehren dürfen. Beim Mindestlohn soll es keine Ausnahmen geben.

Vergabemindestlohn von 16,50 Euro und Ausbildungsumlage einführen

Die Linke will Tarifbindung wieder zur Regel machen. Bei öffentlichen Aufträgen soll ein Mindestlohn von 16,50 Euro gelten, der mit Inflation und Tarifen steigt. Eine Ausbildungsumlage soll Betriebe, die nicht ausbilden, an den Kosten beteiligen.

Die Linke will, dass mehr Betriebe nach Tarif zahlen. Bei Aufträgen vom Staat soll ein Mindestlohn von 16,50 Euro gelten. Betriebe ohne Azubis sollen für die Ausbildung mitzahlen. Azubis sollen mindestens 80 Prozent vom Tarif-Lohn für Azubis bekommen.

Betriebliche Mitbestimmung und Transformationsräte ausbauen

Die Linke will Betriebsräten ein Mitentscheidungsrecht bei Investitionen, Standorten und Digitalisierung geben. Regionale Wirtschafts- und Transformationsräte sollen den Umbau der Wirtschaft demokratisch planen. Das Programm begründet dies damit, dass Beschäftigte die Folgen von Schließungen und Verlagerungen tragen.

Die Linke will mehr Mitsprache für Beschäftigte. Betriebsräte sollen bei Investitionen und Standorten mitentscheiden. Wer Betriebsräte behindert, soll hart bestraft werden. In den Regionen sollen neue Räte die Wirtschaft mitplanen.

Vollautomatische Entscheidungen über Sozialleistungen verbieten

Die Linke will verbieten, dass über existenzsichernde Leistungen allein durch Algorithmen entschieden wird. Sie begründet das mit dem Risiko, dass KI-Systeme bestehende Ungleichheiten fortschreiben und Menschen ohne digitalen Zugang ausgeschlossen werden.

Manche Menschen brauchen Geld vom Staat zum Leben. Die Linke will: Darüber soll immer ein Mensch entscheiden, kein Computer allein. Die Partei fürchtet, dass Computer-Programme Menschen ungerecht behandeln. Es soll auch weiter Ämter geben, wo man hingehen kann.

Linke: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Strukturwandel mit Investitionen sozial absichern

Die SPD will den Strukturwandel so gestalten, dass niemand zurückbleibt. Vor allem in früheren Bergbauregionen soll in neue Jobs, Umschulungen und regionale Wirtschaftszentren investiert werden.

Die Wirtschaft im Land verändert sich stark. Die SPD will, dass dabei niemand seine Zukunft verliert. Das Land soll Geld für neue Arbeitsplätze und Umschulungen geben. Das gilt besonders für frühere Bergbau-Gebiete.

Tarifbindung und Mitbestimmung stärken

Die SPD will Tariflöhne in allen Branchen und hält am Tariftreue- und Vergabegesetz fest. Firmen, die Mitbestimmung systematisch behindern, sollen keine staatliche Förderung mehr bekommen.

Die SPD will, dass mehr Menschen nach Tarif bezahlt werden. Ein Tarif ist ein fester Lohn-Vertrag zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern. Beschäftigte sollen im Betrieb mitbestimmen können. Firmen, die das verhindern, sollen kein Fördergeld vom Staat bekommen.

Ausbildungsfonds einführen, Azubis und Praktikanten entlasten

Die SPD strebt einen Ausbildungsfonds an, in den alle Unternehmen einzahlen, damit ausbildende kleine und mittlere Betriebe nicht benachteiligt werden. Außerdem sollen Deutschlandticket und Führerschein für junge Menschen günstiger und Pflichtpraktika vergütet werden.

Die SPD will einen Fonds für Ausbildung. Alle Firmen sollen Geld einzahlen. So sollen Betriebe, die ausbilden, keinen Nachteil haben. Der Führerschein und das Deutschland-Ticket sollen für junge Leute billiger werden. Pflicht-Praktika sollen bezahlt werden.

Weiterbildung und Qualifizierung dauerhaft fördern

Die SPD will die Förderung von Weiterbildung fortsetzen und Beratungsstrukturen wie die Weiterbildungsagenturen dauerhaft sichern. Zudem sollen Menschen, die bisher schwer in Arbeit finden, mit gezielten Qualifizierungsangeboten erreicht werden.

Die Arbeitswelt verändert sich. Darum will die SPD Weiterbildung weiter fördern. Beratungs-Stellen dafür sollen dauerhaft bleiben. Auch Menschen ohne Ausbildung oder mit Behinderung sollen passende Angebote bekommen.

Wechsel aus Werkstätten in reguläre Arbeit erleichtern

Die SPD will Menschen mit Behinderungen den Wechsel aus Werkstätten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Aus Sicht des Programms arbeiten zu viele Menschen in Werkstätten, obwohl Betriebe sie brauchen könnten.

Viele Menschen mit Behinderung arbeiten in Werkstätten. Die SPD will, dass mehr von ihnen in normalen Betrieben arbeiten können. Der Wechsel soll leichter werden. Auch der öffentliche Dienst soll mehr Menschen mit Behinderung einstellen.

Armut bekämpfen und soziale Beratung stärken

Die SPD nennt den Kampf gegen Armut, vor allem bei Kindern und Älteren, als zentrale Aufgabe. Hilfe soll schnell und ohne Stigmatisierung erreichbar sein, Beratungsstellen sollen im ganzen Land gestärkt werden.

Die SPD will Armut bekämpfen. Besonders Kinder und alte Menschen sollen Hilfe bekommen. Beratungs-Stellen sollen gestärkt werden, zum Beispiel bei Schulden oder Sucht. In Schulen und Ämtern soll es kostenlose Binden und Tampons geben.

Kindergrundsicherung und kostenloses Mittagessen einführen

Die SPD will Kinderarmut mit einer Kindergrundsicherung bekämpfen und dafür eine Bundesratsinitiative starten. Zudem setzt sie sich für ein kostenfreies warmes Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen in Kita und Schule ein. Laut Programm wächst derzeit jedes siebte Kind in Armut auf.

Die SPD will Kinder-Armut bekämpfen. Sie will eine Kinder-Grundsicherung. Das ist eine Leistung, die mehrere Hilfen für Kinder zusammenfasst. Alle Kinder sollen in Kita und Schule ein warmes Mittagessen bekommen. Das Essen soll nichts kosten.

Freiwilligendienste besser finanzieren

Die SPD will die Freiwilligendienste verlässlicher finanzieren und das Taschengeld sowie den Zuschuss zur Verpflegung so anheben, dass sie vor Armut schützen. Im Bund will sie sich für einen Rechtsanspruch auf einen Platz einsetzen.

Manche Menschen arbeiten ein Jahr freiwillig für die Gemeinschaft. Die SPD will ihnen mehr Taschengeld geben. Jeder soll ein Recht auf einen Platz bekommen. Dafür will die SPD im Bund werben.

Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver machen

Die SPD will Tarifabschlüsse ohne Verzögerung auf Beamte übertragen, eine pauschale Beihilfe einführen und die Rechte der Personalvertretungen ausbauen. Das soll nach dem Programm die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes sichern.

Beamte sollen Lohn-Erhöhungen sofort mitbekommen. Sie sollen frei zwischen gesetzlicher und privater Kranken-Kasse wählen können. Die Vertretungen der Beschäftigten sollen mehr Rechte bekommen. Die SPD will so gute Leute für den Staat gewinnen.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl