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Was sagen die Parteien in Thüringen zu Arbeit und Sozialem?

5 aktuelle Wahlprogramme in Thüringen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräfte im Inland statt durch Einwanderung gewinnen

Die AfD will den Mangel an Fach- und Arbeitskräften vor allem mit Menschen decken, die bereits im Land leben. Zuwanderung soll nur bei konkretem Bedarf und nur für Hochqualifizierte mit Deutschkenntnissen in Frage kommen. Die Meisterausbildung soll kostenfrei werden.

Die AfD will fehlende Arbeitskräfte zuerst im Inland finden. Aus dem Ausland sollen nur wenige gut ausgebildete Menschen kommen. Sie sollen Deutsch können. Die Ausbildung zum Meister soll nichts mehr kosten. Junge Fachkräfte sollen in Thüringen bleiben.

Bürgergeld durch aktivierende Grundsicherung ersetzen

Die AfD lehnt das Bürgergeld ab, weil es aus ihrer Sicht Nichtbeschäftigung fördert. An seine Stelle soll eine Grundsicherung treten, die Erwerbsarbeit klar besserstellt. Wer arbeitet, soll spürbar mehr haben als jemand, der nicht arbeitet.

Die AfD ist gegen das Bürgergeld. Sie will eine andere Grundsicherung. Grundsicherung ist Geld vom Staat zum Leben. Wer arbeitet, soll deutlich mehr Geld haben. Arbeit soll sich immer lohnen.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Mindestens 14 Euro Stundenlohn durchsetzen

Das BSW will, dass in Thüringen kein Beschäftigter weniger als 14 Euro pro Stunde verdient. Zugleich will die Partei die Industrie schützen und den Mittelstand von Bürokratie entlasten. Familien, Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Rentner sollen im Mittelpunkt der Landespolitik stehen.

Das BSW will höhere Löhne. Niemand in Thüringen soll weniger als 14 Euro pro Stunde verdienen. Kleine und mittlere Firmen sollen weniger Papier-Kram haben. Die Industrie soll geschützt werden.

Soziale Berufe finanziell aufwerten

Das BSW will Beschäftigte in sozialen Berufen besser bezahlen und politisch stärken, auch über Landes- und Kommunalförderung. Das soll Personal für Daseinsvorsorge sichern und die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verkleinern.

Viele Menschen arbeiten in sozialen Berufen. Sie verdienen oft wenig. Das BSW will ihnen mehr zahlen. Meist arbeiten dort Frauen. So sollen Frauen und Männer gleicher verdienen.

Tarifbindung und Löhne in Thüringen erhöhen

Das BSW will, dass mehr Betriebe in Thüringen nach Tarif zahlen und Löhne sowie Arbeitsbedingungen besser werden. Thüringen soll aus Sicht des Programms kein Niedriglohnland und keine „verlängerte Werkbank“ westdeutscher Konzerne mehr sein.

In Thüringen verdienen Menschen weniger als anderswo. Oft gibt es keinen Tarif-Vertrag. Das ist ein fester Vertrag über Lohn und Urlaub. Das BSW will mehr Tarif-Verträge. Löhne und Arbeit sollen besser werden.

BSW: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Bürgergeld ersetzen und Arbeitsanreize stärken

Die CDU will das Bürgergeld in seiner heutigen Form abschaffen und durch eine neue Grundsicherung ersetzen, die stärker auf Vermittlung in Arbeit setzt. Wer arbeitet, soll nach dem Programm mehr haben als jemand, der nicht arbeitet. Zusätzlich spricht sich die Partei für steuerfreie Überstunden aus.

Die CDU will das Bürgergeld in der heutigen Form abschaffen. Es soll eine neue Grundsicherung geben. Sie soll Menschen schneller in Arbeit bringen. Wer arbeitet, soll mehr Geld haben als jemand ohne Arbeit. Auf Überstunden soll man keine Steuern zahlen.

Weiterbildung am Bedarf der Betriebe ausrichten

Die CDU will Fort- und Weiterbildung stärker am Bedarf von Beschäftigten und Unternehmen ausrichten. Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz erfüllt diesen Anspruch aus Sicht der Partei nicht. Zugleich soll die Förderung von Weiterbildungen weniger bürokratisch werden.

Die CDU will Weiterbildung anders regeln. Sie soll zu dem passen, was Firmen und Beschäftigte brauchen. Das heutige Gesetz zur Freistellung für Bildung findet die CDU nicht gut. Die Förderung soll einfacher werden. Eltern sollen Hilfe bei der Kinder-Betreuung bekommen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Die CDU will Menschen mit Behinderungen die Wahl lassen, ob sie mit Unterstützung auf dem regulären Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt arbeiten. Außerdem sollen digitale Barrieren abgebaut und die Deutsche Gebärdensprache an Schulen gefördert werden.

Menschen mit Behinderungen sollen selbst entscheiden, wo sie arbeiten. Sie können in einem normalen Betrieb arbeiten oder in einer Werkstatt. Die CDU will die Werkstätten erhalten. Internet-Seiten von Behörden sollen leichter zu benutzen sein. An Schulen soll man Gebärden-Sprache lernen können.

Selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen

Die CDU will, dass ältere Menschen möglichst lange zu Hause wohnen, mobil bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dafür plant sie unter anderem ein Senioren-Ticket, ein Förderprogramm für barrierefreien Umbau und Maßnahmen gegen Einsamkeit.

Alte Menschen sollen lange in ihrer Wohnung bleiben können. Die CDU will Geld für den Umbau von Wohnungen geben. Es soll ein Senioren-Ticket für Bus und Bahn geben. Die CDU will auch etwas gegen Einsamkeit tun. Einmal im Jahr soll es einen Großeltern-Tag geben.

CDU: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 15 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Mit guter Arbeit Arbeitskräfte halten und gewinnen

Die Linke will dem Mangel an Arbeitskräften mit besseren Löhnen, attraktiverer Ausbildung, guter Infrastruktur und bezahlbaren Lebensbedingungen begegnen. Niemand soll abwandern müssen, und junge Menschen sollen nach Thüringen kommen. Dazu setzt die Partei auf starke Gewerkschaften.

In Thüringen fehlen viele Arbeitskräfte. Die Linke will bessere Löhne und eine bessere Ausbildung. Das Leben im Land soll bezahlbar sein. So sollen Menschen bleiben und junge Leute herkommen. Starke Gewerkschaften sollen dabei helfen.

Im Bund für soziale Entlastung eintreten

Die Linke will sich gegenüber dem Bund und im Bundesrat für Vorhaben einsetzen, die das Land nicht allein beschließen kann. Dazu zählen ein Preisdeckel für Energie und Lebensmittel, eine Kindergrundsicherung, eine entlastende Steuerpolitik und eine Rente ohne Nachteile für Ostdeutsche.

Manche Dinge kann nur die Bundes-Regierung entscheiden. Die Linke will dort Druck machen. Sie will eine Preis-Grenze für Energie und Lebensmittel. Sie will eine Kinder-Grundsicherung gegen Armut. Die Rente im Osten soll nicht schlechter sein.

Arbeitszeit verkürzen und familienfreundlich gestalten

Die Linke will Arbeitszeitmodelle, die Beruf, Kinderbetreuung und Pflege besser vereinbar machen und Sorgearbeit gerechter zwischen den Geschlechtern verteilen. Dazu zählt sie die Viertagewoche und andere Formen kürzerer Arbeitszeit.

Die Linke will neue Modelle für die Arbeitszeit. Menschen sollen Beruf, Kinder und Pflege besser verbinden können. Frauen und Männer sollen diese Aufgaben gerechter teilen. Die Partei denkt auch an eine Vier-Tage-Woche.

Vergabegesetz auf Kommunen ausweiten, Tarifbindung stärken

Die Linke will, dass das Thüringer Vergabegesetz mit seinem Mindestentgelt künftig auch für Aufträge der Kommunen gilt. Fördermittel des Landes sollen an Tariflöhne und gute Arbeitsbedingungen geknüpft werden.

Das Land vergibt Aufträge an Firmen. Dafür gilt ein eigener Mindest-Lohn. Die Linke will: Das soll auch für Städte und Gemeinden gelten. Geld vom Land sollen nur Firmen mit fairen Löhnen bekommen.

Mitbestimmung ausbauen und Arbeitskammer einrichten

Die Linke will die Mitbestimmung in Betrieben ausbauen und Wirtschaftsdemokratie fördern. Eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft soll gegen die Behinderung von Betriebsräten vorgehen, und eine Arbeitskammer soll die Interessen der Beschäftigten vertreten.

Beschäftigte sollen im Betrieb mehr mitbestimmen. Manche Firmen behindern Betriebsräte. Dagegen soll eine eigene Staatsanwaltschaft vorgehen. Die Linke will auch eine Arbeits-Kammer. Das ist eine öffentliche Stelle, die Beschäftigte vertritt.

Mindestlohn auch in Behindertenwerkstätten zahlen

Die Linke will den Mindestlohn auch für Beschäftigte in Behindertenwerkstätten durchsetzen. Wer von dort in den regulären Arbeitsmarkt wechselt, soll dabei außerdem begleitet werden.

Menschen mit Behinderung arbeiten oft in Werkstätten. Dort gilt der Mindest-Lohn bisher nicht. Die Linke will das ändern. Sie will auch beim Wechsel in normale Betriebe helfen.

Arbeitsschutz stärken, Anti-Stress-Verordnung einführen

Die Linke will die Arbeitsschutzbehörde des Landes personell verstärken, damit Verstöße und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse geahndet werden. Eine Anti-Stress-Verordnung soll Arbeitgeber zu Schutzmaßnahmen verpflichten.

Die Linke will mehr Personal für den Arbeits-Schutz. Die Behörde soll Verstöße besser bestrafen können. Es soll auch eine neue Regel gegen Stress geben. Arbeitgeber müssen dann die Gesundheit der Beschäftigten schützen.

Öffentliche Beschäftigung für Langzeitarbeitslose schaffen

Die Linke will Menschen, die seit Jahren arbeitslos sind, über öffentlich geförderte Beschäftigung eine dauerhafte Perspektive geben. Die Arbeitsmarktprogramme des Landes sollen dafür ausreichend finanziert werden.

Manche Menschen suchen seit Jahren Arbeit. Die Linke will ihnen helfen. Der Staat soll Arbeitsplätze für sie fördern. Die Programme des Landes sollen genug Geld bekommen.

Mindestlohn von 15 Euro und sanktionsfreie Grundsicherung

Die Linke will sich im Bundesrat für einen Mindestlohn von 15 Euro, eine Mindestausbildungsvergütung und eine Grundsicherung ohne Sanktionen einsetzen. Eine längere Lebensarbeitszeit und den Abbau von Beschäftigtenrechten lehnt sie ab.

Die Linke will im Bundesrat für bessere Regeln kämpfen. Der Mindest-Lohn soll auf 15 Euro steigen. Das Bürgergeld soll jedes Jahr mit den Preisen steigen. Später soll es eine Grundsicherung ohne Strafen geben. Menschen sollen nicht länger arbeiten müssen.

Umlagefinanzierten Ausbildungsfonds einführen

Die Linke will einen Fonds schaffen, in den alle Betriebe einzahlen und aus dem ausbildende Betriebe Geld zurückerhalten. Das soll Anreize für mehr Ausbildungsplätze setzen und auch nicht ausbildende Betriebe an den Kosten beteiligen.

Die Linke will einen Fonds für Ausbildung. Ein Fonds ist ein gemeinsamer Geld-Topf. Alle Betriebe zahlen etwas ein. Betriebe mit Auszubildenden bekommen Geld zurück. So sollen mehr Ausbildungs-Plätze entstehen.

Auszubildende finanziell besser absichern

Die Linke will Auszubildende sozial besser absichern, damit sie nicht von den Eltern oder Nebenjobs abhängig sind. Dazu fordert sie im Bund eine höhere Mindestvergütung und mehr BAföG und plant im Land eigene Hilfen.

Die Linke will mehr Geld für Auszubildende. Die Ausbildung soll vor Armut schützen. Schulgeld und Prüfungs-Gebühren sollen wegfallen. Es soll günstige Wohnungen für Auszubildende geben. Auch für Fahrtkosten soll es wieder Geld geben.

Strom- und Heizungssperren beenden

Die Linke will erreichen, dass niemandem mehr Strom oder Heizung abgestellt wird. Die Versorgung mit Energie soll nicht vom Einkommen abhängen.

Wer die Rechnung nicht zahlt, bekommt manchmal keinen Strom mehr. Die Linke will das beenden. Auch die Heizung soll niemand abstellen dürfen. Energie soll jeder Mensch bekommen, auch mit wenig Geld.

Bürgergeld ohne Sanktionen und Kindergrundsicherung durchsetzen

Die Linke will im Bund auf ein Bürgergeld mit höheren Regelsätzen und ohne Sanktionen sowie auf eine wirksame Kindergrundsicherung drängen. Zusätzlich fordert sie Preisdeckel für Lebensmittel, Energie und Mieten. Begründet wird das damit, dass in einem reichen Land niemand arm sein solle und Reichtum dafür umverteilt werden müsse.

Die Linke will mehr Geld für Menschen mit Bürgergeld. Das Amt soll das Geld nicht mehr kürzen dürfen. Für Kinder soll es eine Kinder-Grundsicherung geben. Lebensmittel, Energie und Mieten sollen eine Preis-Grenze bekommen.

Landesprogramm für soziale Infrastruktur ausbauen

Die Linke will das Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ fortführen und mit mindestens 20 Millionen Euro im Jahr ausstatten. Damit sollen Kommunen ihre soziale Infrastruktur sichern und Beratungsstellen sowie Familienzentren verlässlich finanziert werden.

Thüringen hat ein Programm für das Zusammenleben von Jung und Alt. Die Linke will dieses Programm ausbauen. Es soll jedes Jahr mindestens 20 Millionen Euro bekommen. Mit dem Geld bezahlen Städte und Dörfer Beratung und Treffpunkte.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Die Linke will Menschen mit Behinderungen den Weg in den Arbeitsmarkt erleichtern und ihre Mitbestimmung ausbauen. Dazu gehören eine höhere Ausgleichsabgabe, ein attraktiveres Budget für Arbeit und der Abbau von Barrieren in allen Lebensbereichen.

Menschen mit Behinderungen finden oft schwer Arbeit. Die Linke will das ändern. Firmen ohne behinderte Beschäftigte sollen mehr Geld zahlen. Barrieren sollen überall verschwinden. Auch stark sehbehinderte Menschen sollen Geld vom Land bekommen.

Fachkräfte gewinnen und ausländische Abschlüsse schneller anerkennen

Die Linke will mehr Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen und dafür Berufsabschlüsse schneller und mit weniger Bürokratie anerkennen. Zugewanderte Beschäftigte sollen vom ersten Tag an begleitet werden, damit sie dauerhaft in Thüringen bleiben.

Die Linke will mehr Fachkräfte aus anderen Ländern holen. Ihre Berufs-Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden. Die Menschen sollen von Anfang an Hilfe bekommen. So sollen sie lange in Thüringen bleiben.

Linke: alle 16 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Landesprogramm für Gemeinwesenarbeit gesetzlich verankern

Die SPD will ein Landesprogramm für Gemeinwesenarbeit mit 10 Millionen Euro schaffen und per Gesetz absichern. Damit sollen Kommunen Angebote wie Nachbarschaftshilfe, flexible Kinderbetreuung und Freizeitangebote fördern und selbst entscheiden, was Familien vor Ort hilft.

Die SPD will ein neues Programm für Städte und Dörfer. Es soll 10 Millionen Euro umfassen. Damit können Orte zum Beispiel Nachbarschafts-Hilfe und Freizeit-Angebote bezahlen. Jeder Ort entscheidet selbst, was Familien dort brauchen.

Freiwilligendienste stärken und Taschengeld erhöhen

Die SPD will Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale, Ökologische, Kulturelle und Politische Jahr sichern und besser finanzieren. Alle Jugendlichen sollen sich ein solches Jahr leisten können, auch ohne Unterstützung der Eltern.

Junge Menschen können ein freiwilliges Jahr machen. Zum Beispiel im sozialen Bereich oder im Umwelt-Schutz. Die SPD will, dass sich das alle leisten können. Deshalb sollen Freiwillige mehr Taschengeld bekommen. Es soll so hoch sein wie das Bafög.

Altenarbeit in Kommunen ausbauen und gesetzlich sichern

Die SPD will die Sozial- und Bildungsarbeit mit älteren Menschen in den Kommunen stärken und Programme wie AGATHE gegen Einsamkeit dauerhaft absichern. Die Planung der Altenhilfe soll für Kommunen durch ein Altenhilfestrukturgesetz verpflichtend werden.

Die SPD will mehr Angebote für ältere Menschen in den Gemeinden. Ein Programm gegen Einsamkeit soll dauerhaft bleiben. Gemeinden sollen die Hilfe für Ältere fest einplanen müssen. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Ältere sollen lange zu Hause leben können.

Mobilität, Sicherheit und Mitwirkung Älterer stärken

Die SPD will ältere Menschen stärker an Beratungen und Entscheidungen beteiligen, die sie betreffen, und die Rechte ihrer Vertretungen ausbauen. Außerdem sollen der Nahverkehr auf die Bedürfnisse Älterer ausgerichtet und der Schutz vor Kriminalität gegen Senioren verbessert werden.

Die SPD will ältere Menschen mehr mitreden lassen. Senioren-Beiräte sollen mehr Rechte bekommen. Busse und Bahnen sollen besser zu alten Menschen passen. Die Polizei soll alte Menschen besser vor Betrug und Verbrechen schützen.

Mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen

Die SPD will mehr Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen. Dazu sollen Unterstützungsangebote ausgebaut und ein finanzieller Anreiz für Unternehmen geprüft werden.

Menschen mit Behinderungen sollen leichter eine normale Arbeit finden. Die SPD will mehr Ausbildungs-Plätze und mehr Hilfe am Arbeitsplatz. Sie prüft auch Geld-Vorteile für Firmen, die Menschen mit Behinderungen einstellen. Der Staat soll selbst ein Vorbild sein.

Öffentliche Aufträge nur an tarifgebundene Firmen vergeben

Die SPD will das Thüringer Vergabegesetz reformieren, sodass öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen mit Tarifbindung gehen. Das soll auch für Aufträge der Kommunen gelten. Die Partei sieht darin einen Beitrag, die Löhne in Ost und West anzugleichen.

Der Staat vergibt Aufträge an Firmen. Die SPD will: Nur Firmen mit Tarifvertrag bekommen diese Aufträge. Ein Tarifvertrag regelt Löhne für viele Beschäftigte. Das soll auch für Städte und Gemeinden gelten. So sollen die Löhne im Osten steigen.

Längere Ladenöffnung und mehr Wochenendarbeit verhindern

Die SPD lehnt längere Ladenöffnungszeiten sowie mehr Arbeit an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ab. Sie begründet das mit dem Schutz der Beschäftigten. Verstöße sollen mit Sanktionen geahndet werden.

Die SPD will keine längeren Öffnungszeiten für Läden. Sie will auch nicht mehr Arbeit am Wochenende und an Feiertagen. Das soll die Beschäftigten schützen. Wer die Regeln bricht, soll bestraft werden. Die Behörde für Arbeitsschutz soll mehr Personal bekommen.

Arbeitnehmerkammer und Forschungsinstitut für Beschäftigte schaffen

Die SPD unterstützt eine Arbeitnehmerkammer als Gegenstück zu den Wirtschaftskammern IHK und HWK, sofern die Gewerkschaften breit zustimmen. Die Kammer soll Beschäftigte beraten und ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung vertreten. Dazu kommen ein Institut für arbeitnehmernahe Forschung und eine Technologieberatungsstelle.

Die SPD will eine Kammer für Beschäftigte. Eine Kammer vertritt die Interessen einer Gruppe. Firmen haben solche Kammern schon. Die neue Kammer soll Beschäftigte beraten. Die Gewerkschaften sollen zustimmen. Ein neues Institut soll die Arbeitsbedingungen erforschen.

Soziale Berufe und freie Träger stärken

Die SPD will mit einer Fachkräfteoffensive die sozialen Berufe attraktiver machen, darunter Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege sowie Erziehung. Die Ausbildung soll schulgeldfrei werden, und freie Träger sollen eine landesweit einheitliche, ausreichende Finanzierung erhalten. Das Programm bezeichnet diese Berufe als harte Standortfaktoren, weil ohne sie andere nicht arbeiten gehen können.

Soziale Berufe sind zum Beispiel Pflege und Erziehung. Die SPD will mehr Menschen für diese Berufe gewinnen. Die Ausbildung soll kein Schulgeld kosten. Praktika sollen bezahlt werden. Soziale Träger sollen genug Geld für Tariflöhne bekommen.

Umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie einführen

Die SPD will allen Jugendlichen per Gesetz einen Ausbildungsplatz garantieren und dies über eine Umlage finanzieren. Sie verweist darauf, dass junge Menschen leer ausgehen, obwohl viele Stellen unbesetzt bleiben und weniger Betriebe ausbilden.

Jeder junge Mensch soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Die SPD will das per Gesetz garantieren. Bezahlt wird das über eine Umlage. Das heißt: Betriebe zahlen gemeinsam in einen Topf ein. Auch die Bedingungen in der Ausbildung sollen besser werden.

Tarifbindung und Vier-Tage-Woche in der Pflege

Die SPD setzt sich gemeinsam mit den Gewerkschaften für Tarifbindung in der gesamten Pflege ein. Sie unterstützt außerdem eine schrittweise eingeführte Vier-Tage-Woche für Pflegekräfte, die später auf 30 Stunden bei vollem Lohn hinauslaufen soll.

Die SPD will bessere Arbeit in der Pflege. Überall sollen Tarif-Verträge gelten. Überstunden sollen besser bezahlt werden. Pflegekräfte sollen nach und nach nur noch vier Tage pro Woche arbeiten. Der Lohn soll gleich bleiben.

SPD: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl