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parteiprogramm

CDU/CSU zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Politikwechsel für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 82 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sozialbeiträge Richtung 40 Prozent senken

Die CDU und die CSU wollen die Sozialversicherungsbeiträge wieder in Richtung 40 Prozent bringen. Damit sollen vor allem Menschen mit geringem Verdienst entlastet werden. Ein jährlicher Bericht soll zeigen, wie sich die Sozialkassen entwickeln.

Die CDU und die CSU wollen niedrigere Beiträge für die Sozial-Versicherung. Die Beiträge sollen wieder in Richtung 40 Prozent gehen. Das soll Menschen mit kleinem Lohn helfen. Ein Bericht soll jedes Jahr die Sozial-Kassen prüfen.

Als Zielmarke für die gesamten Sozialversicherungsbeiträge nennt das Programm 40 Prozent. Die Parteien begründen das mit dem Grundsatz, dass Erwerbstätige mehr Geld haben sollen als Menschen ohne Arbeit. Ein jährlicher „Sozialstaatstragfähigkeitsbericht“ soll die Lage der Sozialkassen beobachten. Auf dieser Grundlage wollen die Parteien nötige Maßnahmen ergreifen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Unser Ziel für die Sozialversicherungsbeiträge: Wir wollen uns wieder auf die 40 Prozent hinbewegen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Beitragslast soll gegenüber heute sinken, was zu niedrigeren Abgaben passt.

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einführen

Die CDU und die CSU wollen das Arbeitszeitgesetz ändern und die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen. Außerdem sollen mobiles Arbeiten und Homeoffice rechtlich klarer geregelt werden. Das Programm hält das Arbeitsrecht für veraltet und will es an eine digitale Arbeitswelt anpassen.

Die CDU und die CSU wollen die Regeln für Arbeits-Zeit ändern. Heute gibt es eine Grenze pro Tag. Künftig soll es eine Grenze pro Woche geben. Auch für das Arbeiten zu Hause soll es klare Regeln geben.

Die wöchentliche Obergrenze soll für alle Unternehmen gelten und sich an der EU-Arbeitszeitrichtlinie orientieren. Beim Arbeitsschutz sollen hohe Standards bleiben, besonders in gefährlichen Berufen, weil dort das Unfallrisiko nach acht Stunden zunimmt. Mobiles Arbeiten an selbst gewählten Orten soll nicht unter die Arbeitsstättenverordnung fallen, und freiwilliges Homeoffice soll als Form des mobilen Arbeitens gelten. Mobiles Arbeiten über Grenzen hinweg in der EU soll rechtssicher und flexibel werden. Unternehmen sollen sich mit Zustimmung der Betriebsräte leichter gegenseitig Personal überlassen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir reformieren das Arbeitszeitgesetz und legen für alle Unternehmen anstelle der täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit im Sinne der europäischen Arbeitszeitrichtlinie fest.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die tägliche Arbeitszeitgrenze soll einer flexibleren Wochenregel weichen, was die Regulierung des Arbeitsmarkts lockert.

Mehr inländische Arbeits- und Fachkräfte gewinnen

Die CDU und die CSU wollen mit einer Fachkräfteoffensive mehr Menschen im Inland in Arbeit oder in längere Arbeitszeiten bringen. Dafür sollen vor allem Frauen in Teilzeit leichter mehr arbeiten können, und Hilfskräfte sollen einen Berufsabschluss nachholen. Das Programm sieht im Personalmangel ein Risiko für den Standort.

Die CDU und die CSU sagen: In Deutschland fehlen Arbeits-Kräfte. Frauen in Teilzeit sollen leichter mehr arbeiten können. Hilfen im Haushalt soll man besser von der Steuer absetzen können. Helfer sollen einen Berufs-Abschluss nachholen können.

Für Vollzeit oder annähernd volle Stellen sollen die Bedingungen besser werden, wobei das Programm besonders Frauen in Teilzeit als Potenzial nennt. Haushaltsnahe Dienstleistungen sollen steuerlich besser absetzbar sein. Menschen in Helfertätigkeiten sollen auf dem Weg zur Fachkraft gefördert werden und Anreize für berufliche Qualifikationen erhalten. Das Vorbeschäftigungsverbot soll für Menschen jenseits der Regelaltersgrenze entfallen, damit ihre Arbeitsverträge rechtssicher sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Es braucht bessere Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit oder vollzeitnahe Arbeit.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderung von Qualifizierung mit Steuererleichterungen und einer Lockerung im Befristungsrecht und nimmt damit keine klare Seite ein.

Bürgergeld durch Neue Grundsicherung ersetzen

Die CDU und die CSU wollen das Bürgergeld in seiner heutigen Form abschaffen und eine „Neue Grundsicherung“ einführen. Nach Ansicht der Parteien senkt das Bürgergeld den Anreiz zu arbeiten; wer arbeiten kann und Arbeit grundsätzlich ablehnt, soll keine Leistung mehr bekommen.

Die CDU und die CSU wollen das Bürgergeld abschaffen. Stattdessen soll es eine Neue Grundsicherung geben. Wer arbeiten kann, soll auch arbeiten. Wer jede Arbeit ablehnt, soll kein Geld mehr bekommen. Das Amt soll das Vermögen vom ersten Tag an prüfen.

Die Vermittlung in Arbeit soll wieder Vorrang haben, und die Jobcenter sollen sich auf intensive Betreuung und Qualifizierung konzentrieren. Pflichten zur Mitwirkung sollen strenger durchgesetzt und Verstöße sanktioniert werden. Die Karenzzeit entfällt: Vermögen wird sofort geprüft, und das geschützte Vermögen richtet sich nach den Arbeitsjahren. Regeln zum Hinzuverdienst sollen so geändert werden, dass sich mehr Arbeit stärker lohnt, und die jährliche Anpassung der Leistung soll nicht mehr stärker ausfallen als die Lohnentwicklung. Gegen Missbrauch planen die Parteien einen umfassenden Datenaustausch zwischen Behörden und eine stärkere Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Sozialleistungen sollen digital und gebündelt ausgezahlt werden; die Bundesagentur für Arbeit soll eine Rücklage aufbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Das sogenannte „Bürgergeld“ in der jetzigen Form schaffen wir ab und ersetzen es durch eine Neue Grundsicherung.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Das Bürgergeld soll abgeschafft und durch ein System mit vollständiger Streichung der Leistung und sofortiger Vermögensprüfung ersetzt werden, was eine Sozialleistung grundlegend einschränkt.

Tarifbindung stärken, Mindestlohn nicht politisch festlegen

Die CDU und die CSU wollen, dass mehr Beschäftigte unter Tarifverträge fallen, und die betriebliche Mitbestimmung modernisieren. Den gesetzlichen Mindestlohn wollen sie behalten, seine Höhe soll aber weiter die unabhängige Kommission und nicht der Bundestag bestimmen.

Die CDU und die CSU wollen mehr Tarif-Verträge. Das sind Verträge zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über Lohn und Arbeit. Der Mindestlohn soll bleiben. Über seine Höhe soll eine Kommission entscheiden, nicht die Politik. Betriebsräte sollen auch online tagen und wählen können.

Tarifverträge sollen leichter für allgemeinverbindlich erklärt werden können, wobei Arbeitgeber und Gewerkschaften im Tarifausschuss maßgeblich bleiben. Mehr Öffnungsklauseln sollen Regelungen erlauben, die zum einzelnen Betrieb passen. Die Gründung von Betriebsräten soll nicht behindert werden; Sitzungen, Versammlungen und Wahlen sollen auch online möglich sein, und digitale Zugangsrechte sollen klargestellt werden. Von der Mindestlohnkommission erwarten die Parteien einvernehmliche Entscheidungen. Eine europäische Arbeitslosenversicherung lehnen sie ab, weil Arbeitsmarktpolitik aus ihrer Sicht Sache der Mitgliedstaaten ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir stehen zum gesetzlichen Mindestlohn und der unabhängigen Mindestlohnkommission. Lohnfindung muss weiterhin Sache der Sozialpartner sein und nicht der Politik.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt will mehr Tarifbindung und Schutz für Betriebsräte, lehnt aber eine politische Festlegung des Mindestlohns ab und will mehr Öffnungsklauseln.

  • Europaeher weniger EU

    Eine europäische Arbeitslosenversicherung wird abgelehnt und die Arbeitsmarktpolitik ausdrücklich bei den Mitgliedstaaten belassen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Die CDU und die CSU wollen Menschen mit Behinderungen den Weg in Ausbildung und Beruf erleichtern und Barrieren im Alltag schneller abbauen. Neben inklusiven Angeboten sollen Werkstätten und Förderschulen erhalten bleiben.

Die CDU und die CSU wollen Menschen mit Behinderungen besser helfen. Sie sollen leichter eine Ausbildung und Arbeit finden. Busse und Bahnen sollen schneller barrierefrei werden. Werkstätten und Förder-Schulen sollen bleiben.

Das Programm will sowohl die Vermittlung in reguläre Betriebe als auch Inklusionsbetriebe und Werkstätten stärken. Sozialleistungen sollen gemeinsam geplant werden, damit Betroffene nicht mit vielen Trägern einzeln zu tun haben. Anträge für Hilfsmittel sollen einfacher werden, vor allem für Kinder. Hindernisse im Nahverkehr und durch abgestellte Leihräder und Roller sollen schneller verschwinden. Gebärdensprache soll als Minderheitensprache gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir erleichtern Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Ausbildung und Arbeit mit passgenauen Impulsen für einen inklusiven Arbeitsmarkt.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Inklusion in Arbeit und Alltag mit dem Erhalt von Werkstätten und Förderschulen als eigenen Einrichtungen.

Was sagen die anderen Parteien zu Arbeit und Sozialem?

Alle Programme im Bund im Vergleich