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Was sagen die Parteien in Hamburg zu Arbeit und Sozialem?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hamburg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationdeutlich restriktiv (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 1 deutlich restriktiv

Wohnraum für Obdachlose, Rückführung von Ausländern

Die AfD will obdachlosen Menschen aus dem Hamburger Raum städtische Mikroappartements für eine Übergangszeit bereitstellen und Dauerobdachlose in städtischen Wohnraum bringen. Obdachlose Ausländer sollen dagegen konsequent in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden. Für Obdachlose von außerhalb soll das Winternotprogramm bleiben.

Immer mehr Menschen in Hamburg haben keine Wohnung. Die AfD will Obdachlosen aus Hamburg kleine Wohnungen geben. Die Wohnungen sollen der Stadt gehören. Obdachlose Ausländer sollen in ihre Heimat zurück. Für andere Obdachlose bleibt das Winter-Programm.

AfD: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Sozialstaat zielgenau ausrichten, Missbrauch bekämpfen

Die CDU bekennt sich zu einem starken Sozialstaat, der auf die Überwindung von Armut zielt und gezielt Bedürftigen hilft statt breit zu verteilen. Gegen den Missbrauch von Sozialleistungen soll der Staat konsequent vorgehen. Behörden sollen schneller entscheiden können, und Träger sollen mehr Planungssicherheit erhalten.

Die CDU will einen starken Sozialstaat. Hilfe sollen die Menschen bekommen, die sie wirklich brauchen. Gegen Betrug bei Sozialleistungen will die CDU streng vorgehen. Ämter sollen Anträge schneller bearbeiten.

Nachbarschaften und Ehrenamt fördern

Die CDU will gebündelte Angebote in den Stadtteilen gegenüber zentralen Einrichtungen bevorzugen und unter dem Titel „Nachbarschaft verbindet“ zu mehr Engagement anregen. Ehrenamtliche Arbeit soll anerkannt und gefördert werden, weil sie aus Sicht des Programms den Zusammenhalt stärkt und den Staat entlastet.

Die CDU will Angebote direkt in den Stadtteilen stärken. Menschen sollen sich mehr für ihre Nachbarschaft einsetzen. Neue Beratungs-Stellen sollen dabei helfen. Die CDU will ehrenamtliche Arbeit fördern.

Selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen

Die CDU will älteren Menschen ein aktives und selbstbestimmtes Leben ermöglichen: durch weniger Barrieren, Maßnahmen gegen Einsamkeit, digitale Bildung bei fortbestehenden analogen Angeboten und einen verbesserten „Hamburger Hausbesuch“. Auch Beschäftigung über das Rentenalter hinaus soll leichter werden.

Die CDU will älteren Menschen das Leben leichter machen. Es soll weniger Hindernisse im Alltag geben. Ältere sollen Hilfe bei Computer und Handy bekommen. Angebote ohne Internet sollen bleiben. Die CDU will auch etwas gegen Einsamkeit tun.

Geförderten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose ausbauen

Die CDU will mehr und länger laufende Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose schaffen und den geförderten Arbeitsmarkt ausreichend finanzieren. Menschen, denen die Erwerbsunfähigkeit droht, sollen schnelle Hilfe aus einer Hand bekommen.

Manche Menschen sind sehr lange ohne Arbeit. Die CDU will für sie mehr Arbeits-Angebote schaffen. Diese Angebote sollen länger dauern. Soziale Projekte sollen länger Geld bekommen.

Frauenhäuser, Schuldnerberatung und Suizidprävention stärken

Die CDU will prüfen, ob Frauenhäuser weiter ausgebaut und spezialisiert werden können, weil es aus ihrer Sicht zu wenige Schutzplätze gibt. Außerdem sollen Schuldnerberatung und Suizidprävention ausgebaut werden.

In Frauenhäusern gibt es zu wenige Plätze. Die CDU will prüfen, ob mehr Plätze möglich sind. Menschen mit Schulden sollen mehr Beratung bekommen. Es soll auch mehr Hilfe gegen Selbsttötung geben.

Hilfen für Obdach- und Wohnungslose ausweiten

Die CDU will Menschen ohne Wohnung aktiv beraten und unterstützen und die Notunterkünfte im Winter bei großer Kälte auch am Tag offen halten. Sozial- und Wohnungspolitik sollen gemeinsam genug Wohnraum für Menschen in Notlagen sichern.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die CDU will ihnen mehr helfen. Im Winter sollen Not-Unterkünfte bei großer Kälte auch am Tag offen sein. Niemand soll auf der Straße erfrieren.

Handlungskonzept zum demografischen Wandel erarbeiten

Die CDU will gemeinsam mit Wirtschaft und Wohlfahrtsverbänden ein Konzept erarbeiten, das Hamburg auf eine älter werdende Bevölkerung vorbereitet. Es soll Ziele und Maßnahmen für alle betroffenen Bereiche festlegen.

In Hamburg leben bald mehr alte Menschen. Viele Beschäftigte gehen in Rente. Die CDU will dafür einen Plan machen. Firmen und Sozial-Verbände sollen daran mitarbeiten.

CDU: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 15 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 15 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Kostenloser Nahverkehr und Wohnraum für Azubis

Die Grünen wollen, dass alle Auszubildenden in Hamburg Bus und Bahn kostenlos nutzen können. Außerdem soll deutlich mehr bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende entstehen.

Azubis sollen kostenlos Bus und Bahn fahren. Bisher gilt das nur für Schülerinnen und Schüler. Die Grünen wollen auch viel mehr günstige Wohnungen für Azubis. So können auch junge Menschen von außerhalb in Hamburg lernen.

Sozialleistungen einfacher zugänglich machen

Die Grünen wollen, dass Sozialleistungen schnell, freundlich und ohne hohe Hürden gewährt werden. Eine Plattform mit App soll alle Leistungen und Vergünstigungen bündeln, damit niemand Ansprüche aus Unkenntnis, Scham oder wegen komplizierter Verfahren verliert.

Die Grünen wollen: Menschen sollen Sozial-Leistungen leichter bekommen. Eine App soll alle Hilfen zeigen. Die Ämter sollen schneller arbeiten. Man soll alles auch ohne Internet erledigen können. Beratungs-Stellen sollen mehr Geld bekommen.

Soziale Träger und Selbsthilfe absichern

Die Grünen wollen sozialen Trägern bei der Suche und Finanzierung von Räumen helfen und dies zur öffentlichen Aufgabe erklären. Auch die Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen sollen finanziell gesichert werden.

Die Grünen wollen sozialen Organisationen helfen. Die Stadt soll ihnen helfen, Räume zu finden und zu bezahlen. Auch Selbsthilfe-Gruppen sollen sicher Geld bekommen.

Notunterkünfte öffnen und dezentral ausbauen

Die Grünen wollen das System der Notübernachtung weiterentwickeln und kleinere, dezentrale Unterkünfte schaffen. Diese sollen auch Menschen ohne Anspruch auf Sozialleistungen oder ohne regulären Aufenthalt offenstehen.

Die Grünen wollen mehr kleine Not-Unterkünfte in der Stadt. Es soll eigene Angebote für Frauen und junge Leute geben. Auch Menschen ohne Aufenthalts-Papiere sollen dort schlafen dürfen. Die Hilfe auf der Straße soll besser werden.

Psychisch Erkrankte im Arbeitsleben halten

Die Grünen wollen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen besser im Beruf bleiben oder dorthin zurückkehren können. Mehr Beratung soll verhindern, dass Betroffene vorzeitig in die Rente gedrängt werden.

Menschen mit seelischen Krankheiten sollen weiter arbeiten können. Die Grünen wollen ihnen bei der Rückkehr in den Job helfen. Es soll mehr Beratung geben. So müssen weniger Kranke früh in Rente gehen.

Mehr unbefristete Stellen in der Wissenschaft schaffen

Die Grünen wollen verlässlichere Karrierewege an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dazu gehören zusätzliche Dauerstellen neben der Professur, mehr Tenure Track und die Aufnahme studentischer Beschäftigter in den Tarifvertrag der Länder.

Viele Menschen in der Wissenschaft haben nur Verträge auf Zeit. Die Grünen wollen mehr feste Stellen schaffen. Auch Studierende mit Job an der Hochschule sollen bessere Regeln bekommen. Für sie soll ein Tarif-Vertrag gelten.

Lage von Solo-Selbstständigen verbessern

Die Grünen wollen (Solo-)Selbstständige und Kleinstunternehmen stärker unterstützen. Sie sollen leichter an Fördermittel und öffentliche Aufträge kommen, und die Stadt soll Honorare zahlen, die zum Leben und für die soziale Absicherung reichen.

In Hamburg arbeiten viele Menschen selbstständig und allein. Die Grünen wollen ihnen helfen. Sie sollen leichter Förder-Geld und Aufträge von der Stadt bekommen. Die Stadt soll ihnen faire Honorare zahlen. Davon sollen sie leben können.

Tarifbindung zum Kriterium öffentlicher Vergabe machen

Die Grünen wollen das Hamburger Vergabe- und Tariftreuegesetz so ändern, dass Tarifbindung ein Kriterium bei öffentlichen Aufträgen wird. Auch Beschäftigte bei Zuwendungsempfängern und Lehrende an Volkshochschulen sollen nach Tarif bezahlt werden.

Die Stadt vergibt Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen: Diese Firmen sollen nach Tarif-Vertrag zahlen. Ein Tarif-Vertrag regelt Löhne für eine ganze Branche. Wer sich nicht daran hält, bekommt keine Aufträge mehr. Das soll auch für geförderte Einrichtungen gelten.

Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung öffnen

Die Grünen wollen den Arbeitsmarkt inklusiv gestalten und bis 2030 gemeinsam mit Betroffenen eine Strategie dafür erarbeiten. Die Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen soll besser bezahlt und am Ende sozialversicherungspflichtig werden.

Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden. Die Grünen wollen dafür einen Plan bis 2030 machen. Betroffene sollen dabei mitreden. In Werkstätten soll es besseren Lohn geben. Große Firmen sollen mehr zahlen, wenn sie zu wenige behinderte Menschen einstellen.

Vier-Tage-Woche in einem Pilotprojekt erproben

Die Grünen befürworten grundsätzlich eine 32-Stunden-Woche an vier Tagen und wollen sie in einem Pilotprojekt testen. Nach Auffassung der Partei könnte kürzere Arbeitszeit bei gleichem Gehalt mehr Menschen zur Aufnahme einer Arbeit oder zur Vollzeit bewegen.

Die Grünen finden eine Woche mit vier Arbeits-Tagen gut. Das wären 32 Stunden Arbeit. Sie wollen das zuerst in einem Versuch testen. Dabei prüfen sie zum Beispiel Gesundheit und Leistung. Auch flexible Arbeits-Zeiten wollen sie fördern.

Betriebliche Mitbestimmung stärken und schützen

Die Grünen wollen die Gründung von Betriebs- und Personalräten fördern und die Behinderung von Mitbestimmung schärfer verfolgen lassen. Aus Sicht der Partei sichern diese Gremien die demokratische Beteiligung der Beschäftigten, die in Hamburg bisher selten vertreten seien.

Betriebs-Räte vertreten die Beschäftigten in einer Firma. In Hamburg gibt es davon wenige. Die Grünen wollen mehr Betriebs-Räte. Wer eine Betriebsrats-Wahl stört, soll verfolgt werden. Dafür sollen die Staats-Anwälte mehr Kraft bekommen.

Arbeitsschutz und Gesundheit am Arbeitsplatz ausbauen

Die Grünen wollen mehr Personal für Arbeitsschutzkontrollen bereitstellen und den Arbeitsmedizinischen Dienst der Stadt vergrößern. Menschen mit psychischen Erkrankungen sollen durch Beratung, Therapieplätze und betriebliche Wiedereingliederung im Erwerbsleben gehalten werden.

Die Grünen wollen mehr Schutz bei der Arbeit. Die Stadt soll Firmen öfter kontrollieren. Dafür braucht sie mehr Personal. Menschen mit seelischen Krankheiten sollen im Beruf bleiben können. Dafür soll es mehr Beratung und Therapie geben.

Sozialen Arbeitsmarkt ausbauen und entfristen

Die Grünen wollen öffentlich geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose weiterentwickeln und ausweiten. Auf Bundesebene soll die bisherige Befristung der Förderung fallen, damit mehr Menschen länger beschäftigt werden können.

Manche Menschen sind lange ohne Arbeit. Für sie gibt es geförderte Stellen. Die Grünen wollen mehr von diesen Stellen. Die Förderung soll länger als fünf Jahre dauern dürfen. So finden mehr Menschen zurück in Arbeit.

Inklusion und Barrierefreiheit voranbringen

Die Grünen wollen Hamburg zu einer „Inklusionsmetropole“ entwickeln, in der alle gleichberechtigt teilhaben können. Dazu sollen Barrieren in öffentlichen Gebäuden zügig abgebaut und die Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden.

Die Grünen wollen, dass Menschen mit Behinderung überall mitmachen können. Öffentliche Gebäude sollen keine Hindernisse mehr haben. Dafür soll es Geld geben. Menschen mit Behinderung sollen mehr mitentscheiden. Computer-Programme sollen Texte in Leichte Sprache übersetzen.

Ausländische Beschäftigte vor Ausbeutung schützen

Die Grünen wollen Beschäftigte aus dem Ausland, auch solche ohne Papiere, vor Ausbeutung schützen. Faire Arbeitsbedingungen sollen aus Sicht des Programms nicht von der Herkunft abhängen.

Die Grünen wollen Arbeiter aus dem Ausland besser schützen. Das gilt auch für Menschen ohne Papiere. Es soll mehr Beratung in vielen Sprachen geben. Die Stadt soll den Mindest-Lohn kontrollieren.

Schuldnerberatung ausbauen, Überschuldung vorbeugen

Die Grünen wollen hoch verschuldeten Menschen besser helfen und die Schuldnerberatung ausbauen. Mehr Menschen sollen kostenlos oder günstiger beraten werden; an den Mehrkosten sollen Finanz- und Inkassobranche beteiligt werden.

Die Grünen wollen Menschen mit hohen Schulden besser helfen. Mehr Menschen sollen kostenlose oder günstige Beratung bekommen. Banken und Inkasso-Firmen sollen dafür mitzahlen. Inkasso-Firmen treiben Schulden ein.

Grüne: alle 16 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 6 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Landesmindestlohn von 15 Euro einführen

Die Linke will in Hamburg wieder einen Landesmindestlohn einführen, der sofort 15 Euro pro Stunde beträgt. Er soll für städtische Betriebe gelten, auch für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Vorbild ist Bremen; den Bundesmindestlohn hält die Partei für nicht armutsfest.

Die Linke will einen eigenen Mindest-Lohn für Hamburg. Er soll 15 Euro pro Stunde betragen. Er soll in den Betrieben der Stadt gelten. Auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen soll er gelten. Der Mindest-Lohn soll später mit den Tarif-Löhnen steigen.

Öffentliche Aufträge und Förderung an Tariftreue binden

Die Linke will, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen gehen, die die geltenden Branchentarifverträge einhalten. Auch Wirtschaftsförderung soll an Tarifbindung und weitere Kriterien guter Arbeit geknüpft werden. Ziel ist eine höhere Tarifbindung; die Partei verweist auf die EU-Zielmarke von 80 Prozent.

Die Stadt vergibt viele Aufträge an Firmen. Die Linke will: Nur Firmen mit Tarif-Vertrag sollen Aufträge bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Zeit für viele Beschäftigte. Auch Förder-Geld soll es nur für solche Firmen geben. Die Stadt soll Arbeits-Regeln strenger kontrollieren.

Ausbildungsgarantie und Ausbildungsumlage einführen

Die Linke will eine Ausbildungsgarantie und eine Umlage, die alle Betriebe zahlen und von der ausbildende Betriebe profitieren. Wer die Schule mit Abschluss verlässt, soll ein Recht auf einen Ausbildungsplatz haben. Dazu kommen ein Weiterbildungskonzept und ein Transformationsrat für den Umbau der Industrie.

Die Linke will: Jeder mit Schul-Abschluss soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Alle Betriebe sollen Geld in einen Topf zahlen. Betriebe, die ausbilden, bekommen Geld aus dem Topf. Wer keinen Schul-Abschluss hat, soll eine Vorbereitung auf die Ausbildung bekommen.

Sanktionen beim Bürgergeld beenden

Die Linke will, dass Hamburg sich auf Bundesebene für ein Ende der Sanktionen beim Bürgergeld einsetzt. Sie tritt für eine Mindestsicherung ohne Sanktionen, unterstützende Angebote und Teilhabe ein. Nach ihrer Überzeugung kann der Sozialstaat nicht über Kürzungen und Sanktionen funktionieren.

Wer Bürgergeld bekommt, muss Regeln einhalten. Sonst kürzt das Amt das Geld. Das nennt man Sanktion. Die Linke will diese Kürzungen abschaffen. Hamburg soll sich dafür beim Bund einsetzen. In allen Stadtteilen soll es soziale Angebote geben.

Energiesperren abschaffen, Hilfen für Leistungsbeziehende ausweiten

Die Linke will, dass Haushalten wegen Zahlungsrückständen nicht mehr Strom oder Gas abgestellt wird, und einen Härtefallfonds für Energieschulden einrichten. Außerdem sollen Menschen im Leistungsbezug mehr Kosten erstattet bekommen und in den Ämtern besser betreut werden.

Die Linke will Energie-Sperren abschaffen. Bei einer Energie-Sperre stellt der Anbieter Strom oder Gas ab. Ein Fonds soll Menschen mit Energie-Schulden helfen. Ämter sollen mehr Kosten übernehmen und besser beraten.

Hamburg-Pass und KiJu-Karte einführen

Die Linke will einen Hamburg-Pass und eine KiJu-Karte einführen. Damit sollen Menschen im Leistungsbezug sowie alle Kinder und Jugendlichen Angebote für Mobilität, Kultur, Bildung, Sport und Freizeit gratis nutzen können.

Die Linke will einen Hamburg-Pass und eine Karte für Kinder und Jugendliche. Damit sind viele Angebote kostenlos. Zum Beispiel Bus und Bahn, Schwimmbad und Museum. Der Pass ist für Menschen, die Geld vom Amt bekommen.

Anti-Armutsstrategie mit eigener Stabsstelle schaffen

Die Linke fordert eine Strategie gegen Armut, an der alle Behörden beteiligt sind. Jede politische Entscheidung soll auf ihre Folgen für die Armut geprüft werden.

Die Linke will einen Plan gegen Armut. Alle Behörden sollen dabei mitmachen. Die Stadt soll bei jeder Entscheidung prüfen: Macht sie Menschen ärmer? Eine eigene Stelle soll den Plan umsetzen.

Kommunale Care-Zentren und gleiche Löhne schaffen

Die Linke will städtische Care-Zentren einrichten, die Kinder, Ältere und Pflegebedürftige bezahlbar betreuen. Sorgearbeit soll gesellschaftlich organisiert und zwischen den Geschlechtern gleich verteilt, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen werden.

Die Stadt soll eigene Zentren für Betreuung aufbauen. Dort werden Kinder, alte Menschen und Pflegebedürftige betreut. Das soll gut und bezahlbar sein. Frauen sollen so viel verdienen wie Männer. Die Stadt soll das regelmäßig prüfen.

Vergünstigungen und Treffpunkte für Ältere ausbauen

Die Linke will Seniorinnen und Senioren finanziell entlasten, unter anderem mit einem Deutschlandticket für 29 Euro ab 65 Jahren und einem Ortszuschlag zur Grundsicherung im Alter. In allen Stadtteilen sollen gut ausgestattete Treffpunkte und Stadtteilzentren entstehen.

Menschen ab 65 sollen das Deutschland-Ticket für 29 Euro bekommen. Wer im Alter Grundsicherung bekommt, soll mehr Geld erhalten. Rentner sollen kostenlos ins Museum gehen können. In allen Stadtteilen soll es Treffpunkte für Ältere geben.

Linke: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Öffentliche Aufträge an Tarifverträge binden

Die SPD will eine Hamburger Regelung schaffen, nach der wichtige öffentliche Aufträge nur an Unternehmen mit Tarifvertrag gehen. Zudem sollen eine Kampagne für gute Arbeit starten und faire Regeln für Plattformarbeit entstehen.

Die Stadt vergibt Aufträge an Firmen. Die SPD will: Wichtige Aufträge bekommen nur Firmen mit Tarif-Vertrag. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. So sollen Beschäftigte fair bezahlt werden.

Schwarzarbeit und Arbeitsausbeutung verfolgen

Die SPD will Schwarzarbeit, Ausbeutung von Beschäftigten und Betrug an den Sozialkassen weiter verfolgen. Sie fordert genug Personal beim Zoll und regelmäßige gemeinsame Kontrollen mit städtischen Stellen.

Manche Firmen lassen Menschen schwarz arbeiten oder beuten sie aus. Die SPD will das weiter bekämpfen. Der Zoll soll genug Personal haben. Die Stadt soll oft zusammen mit dem Zoll kontrollieren.

Weiterbildung und Umschulung ausbauen

Die SPD will berufliche Qualifizierung nah am Arbeitsmarkt ausbauen und eine Hamburger Weiterbildungsstrategie erarbeiten. Ein Transformationsrat und eine Professur für Arbeitswissenschaft sollen den Wandel der Arbeitswelt begleiten.

Die Arbeit verändert sich. Menschen müssen oft Neues lernen. Die SPD will mehr Angebote für Weiterbildung und Umschulung. Sie will dafür einen eigenen Plan für Hamburg machen.

Jugendberufsagentur bis 28 Jahre öffnen

Die SPD will, dass die Jugendberufsagentur junge Menschen künftig bis zum 28. Lebensjahr begleitet statt nur bis 25. Dafür plant sie eine Bundesratsinitiative. Zudem sollen dort Angebote für junge Menschen mit Behinderungen gebündelt werden.

Die Jugend-Berufs-Agentur hilft jungen Menschen beim Start in den Beruf. Bisher gilt das bis 25 Jahre. Die SPD will die Grenze auf 28 Jahre anheben. Auch junge Menschen mit Behinderung sollen dort Hilfe finden.

Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende in Arbeit bringen

Die SPD will geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose im ersten Arbeitsmarkt fortführen und die Arbeitsmarktförderung in einem gemeinsamen Programm bündeln. Alleinerziehende, Eltern und ehrenamtlich engagierte Frauen sollen gezielt qualifiziert werden.

Manche Menschen sind sehr lange ohne Arbeit. Die SPD will ihnen geförderte Jobs in Firmen anbieten. Auch Alleinerziehende sollen besondere Hilfe bekommen. Es soll Kurse für Lesen, Schreiben und Deutsch geben.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Die SPD will die Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen weiter verbessern und den wissenschaftlichen Mittelbau stärken. Sie setzt sich im Bund für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte ein.

Menschen, die an Hochschulen arbeiten, sollen bessere Bedingungen haben. Es soll neue Stellen für Lektorinnen und Lektoren geben. Sie unterrichten vor allem. Studierende mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen.

Wohnungslosigkeit vorbeugen, „Housing first“ ausbauen

Die SPD will mehr Wohnungen für Menschen ohne Wohnung oder in unsicheren Wohnverhältnissen schaffen und Hilfen nach dem Ansatz „Housing first“ ausbauen. Vorbeugung, Schuldnerberatung und Straßensozialarbeit sollen gestärkt werden.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die SPD will für sie mehr Wohnungen bauen. Sie sollen zuerst eine Wohnung bekommen und dann weitere Hilfe. In allen Bezirken soll es Beratung bei Schulden geben.

Inklusion und Barrierefreiheit ausbauen

Die SPD will Barrieren in Gebäuden, in der Sprache und bei digitalen Angeboten der Stadt abbauen und Menschen mit Behinderungen an Entscheidungen beteiligen. Beschäftigte in Werkstätten sollen Lohn und Grundsicherung aus einer Hand erhalten.

Menschen mit Behinderungen sollen überall mitmachen können. Die SPD will Hindernisse in Gebäuden und im Internet abbauen. Es soll mehr Texte in Leichter Sprache geben. Beschäftigte in Werkstätten sollen ihr Geld einfacher bekommen. Der Wechsel in andere Jobs soll leichter werden.

Seniorenzentren in jedem Bezirk einrichten

Die SPD will in jedem Bezirk eine Seniorenstation oder ein Seniorenzentrum schaffen, das Beratung bündelt. Ein vergünstigtes Deutschlandticket für Ältere und alternative Wohnformen sollen ein selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen.

Ältere Menschen sollen gut in Hamburg leben können. Jeder Bezirk soll ein Zentrum für Senioren bekommen. Dort gibt es Beratung an einem Ort. Das Deutschland-Ticket soll für Senioren billiger werden. Ältere sollen lange zu Hause wohnen können.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl