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Was sagen die Parteien in Bayern zu Arbeit und Sozialem?

4 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Bürgergeld ablehnen, Sanktionen ermöglichen

Die CSU lehnt das Bürgergeld der Bundesregierung ab, das sie als leistungsfeindlich und ungerecht bewertet. Wer arbeitet, soll mehr haben als jemand, der nicht arbeitet. Für Arbeitsfähige, die Arbeit verweigern, will sie Sanktionen.

Die CSU ist gegen das Bürgergeld. Das ist Geld vom Staat für Menschen ohne Arbeit. Die CSU sagt: Wer arbeitet, soll mehr Geld haben. Wer arbeiten kann, aber nicht will, soll Strafen bekommen können.

Teilhabe von Älteren und Menschen mit Behinderung stärken

Die CSU will die Mitwirkung von Seniorinnen und Senioren, die Inklusion von Menschen mit Behinderung und Hilfen für Menschen in Not ausbauen. Sie bekennt sich zur UN-Behindertenrechtskonvention und will das soziale Netz in Bayern stärken.

Die CSU will, dass alle Menschen mitmachen können. Ältere Menschen sollen mehr mitreden. Menschen mit Behinderung sollen besser teilhaben, in der Schule und bei der Arbeit. Die Tafeln sollen mehr Hilfe bekommen. Tafeln geben Essen an arme Menschen.

CSU: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräfte sichern und Meisterpflicht ausweiten

Die Freien Wähler wollen dem Fachkräftemangel mit mehr Berufspraxis an Schulen, einer gestärkten dualen Ausbildung und einem Einwanderungsgesetz für qualifizierte Zuwanderung begegnen. Die Meisterpflicht soll auf weitere Berufe ausgedehnt und die Meisterausbildung kostenlos werden.

Bayern braucht mehr Fachkräfte. Die Freien Wähler wollen mehr Praktika in den Schulen. Gut ausgebildete Menschen aus dem Ausland sollen leichter kommen können. In mehr Berufen soll ein Meister-Titel Pflicht sein. Die Ausbildung zum Meister soll kostenlos sein.

Bürgergeld reformieren und Sanktionen wiedereinführen

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld reformieren und Sanktionen einführen, wenn Leistungsbeziehende die Mitwirkung verweigern. Niedrige Löhne sollen weniger mit Steuern und Sozialabgaben belastet werden, damit Arbeit mehr einbringt als das Bürgergeld.

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld ändern. Wer sich weigert mitzumachen, soll weniger Geld bekommen. Menschen mit kleinem Lohn sollen weniger Abgaben zahlen. So soll sich Arbeit mehr lohnen als Bürgergeld.

Freie Wähler: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Fachkräfte durch Ausbildung, Weiterbildung und Zuwanderung gewinnen

Die Grünen wollen dem Fachkräftemangel mit einer stärkeren dualen Ausbildung, regionalen Bildungsagenturen für Weiterbildung und Welcome Centern für internationale Fachkräfte begegnen. Ausländische Abschlüsse sollen leichter anerkannt werden.

In Bayern fehlen viele Fachkräfte. Die Grünen wollen die Ausbildung stärken. Neue Agenturen sollen bei der Weiterbildung beraten. Für Fachkräfte aus dem Ausland soll es Anlauf-Stellen geben. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten.

Kindergrundsicherung des Bundes unterstützen

Die Grünen in Bayern stellen sich hinter den Plan auf Bundesebene, eine Kindergrundsicherung einzuführen. Sie soll verhindern, dass Kinder in Armut leben. Aus Sicht der Partei hat jedes Kind ein Recht auf Teilhabe am Gemeinschaftsleben.

Manche Familien haben zu wenig Geld für Ausflüge oder das Schwimmbad. Der Bund plant eine Kinder-Grundsicherung. Das ist Geld vom Staat für Kinder. Die Grünen in Bayern unterstützen diesen Plan. Kein Kind soll arm sein.

Flexible Arbeitszeiten und Recht auf Homeoffice

Die Grünen wollen den Wechsel zwischen Teilzeit und Vollzeit erleichtern, damit weniger Arbeitszeit nicht das Ende der Karriere bedeutet. Zudem fordern sie ein Recht auf Homeoffice und mobiles Arbeiten.

Viele Menschen kümmern sich neben der Arbeit um Kinder oder Angehörige. Die Grünen wollen deshalb flexiblere Arbeitszeiten. Der Wechsel zwischen Teilzeit und Vollzeit soll leichter werden. Wer weniger arbeitet, soll trotzdem Karriere machen können. Es soll ein Recht auf Arbeit von zu Hause geben.

Bildungszeitgesetz mit Anspruch auf Bildungsurlaub einführen

Die Grünen wollen ein Bildungszeitgesetz für Bayern schaffen. Beschäftigte sollen sich innerhalb von zwei Jahren zehn Tage für Weiterbildung freistellen lassen können. Außerdem soll die Erwachsenenbildung deutlich stärker gefördert werden.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für Bayern. Es heißt Bildungszeit-Gesetz. Beschäftigte bekommen dann freie Tage zum Lernen. Es sind zehn Tage in zwei Jahren. Auch Kurse für Erwachsene sollen mehr Geld bekommen.

Betriebliche Mitbestimmung ausweiten

Die Grünen wollen gemeinsam mit den Gewerkschaften die Mitbestimmung in Unternehmen modernisieren und ausweiten. Sie sehen darin ein Kernstück von Demokratie und Wirtschaftsordnung und eine Voraussetzung dafür, dass Beschäftigte und Betriebe vom digitalen Wandel profitieren.

Beschäftigte sollen im Betrieb mehr mitreden können. Die Grünen wollen dafür mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten. Es soll mehr Betriebsräte und Personalräte geben. Das sind gewählte Vertreter der Beschäftigten.

Sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt ausbauen

Die Grünen wollen deutlich mehr Stellen im Sozialen Arbeitsmarkt schaffen und Menschen mit Behinderung den gleichberechtigten Zugang zu Arbeit ermöglichen. Die Werkstätten für Menschen mit Behinderung sollen reformiert und geöffnet werden. Beschäftigte dort sollen wählen können, ob sie in der Werkstatt bleiben oder begleitet auf den ersten Arbeitsmarkt wechseln.

Die Grünen wollen mehr geförderte Arbeitsplätze für Menschen, die lange arbeitslos sind. Menschen mit Behinderung sollen leichter eine normale Arbeit finden. Job-Coaches sollen sie dabei dauerhaft begleiten. In den Werkstätten sollen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten. Dort soll es faire Löhne geben.

Tariftreue- und Vergabegesetz für Bayern verabschieden

Die Grünen wollen ein Tariftreuegesetz für Bayern beschließen. Öffentliche Aufträge sollen nur noch an Unternehmen gehen, die sich tariftreu verhalten, eine Mindestvergütung zahlen und weitere soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Damit will die Partei der Tarifflucht entgegenwirken.

Der Staat vergibt viele Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz. Nur Firmen mit Tarif-Löhnen sollen Aufträge bekommen. Tarif-Löhne sind Löhne, die Gewerkschaften und Arbeitgeber vereinbart haben. Die Firmen sollen auch auf Umwelt und Soziales achten.

Teilhabe und Selbstbestimmung im Alter stärken

Die Grünen wollen älteren Menschen mehr Teilhabe ermöglichen: mit Treffpunkten in allen Gemeinden, besserer Erreichbarkeit, Hilfen gegen Einsamkeit und Bildungsangeboten. Wer lange gearbeitet, Kinder erzogen oder gepflegt hat, soll eine Rente über der Grundsicherung erhalten. Frauen sollen besser vor Altersarmut geschützt werden.

Ältere Menschen sollen weiter am Leben teilnehmen können. Jede Gemeinde soll Treffpunkte bekommen. Busse und Bahnen sollen besser werden. Niemand soll einsam sein. Wer lange gearbeitet hat, soll eine Rente über der Grundsicherung bekommen. Die Grundsicherung ist die staatliche Mindest-Hilfe.

Monatliches Gehörlosengeld einführen

Die Grünen wollen in Bayern ein dauerhaftes monatliches Gehörlosengeld nach dem Vorbild des Blindengelds einführen. Es soll gehörlosen und schwerhörigen Menschen helfen, die zusätzlichen Kosten ihrer Behinderung zu tragen und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Gehörlose Menschen sollen jeden Monat Geld vom Land bekommen. Auch schwerhörige Menschen sollen das Geld bekommen. Für blinde Menschen gibt es so eine Hilfe schon. Mit dem Geld können sie zum Beispiel Dolmetscher bezahlen. So können sie besser am Leben teilnehmen.

Faire Löhne bei Staatsaufträgen, Armut bekämpfen

Die Grünen wollen, dass der Freistaat bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf faire Löhne achtet und so den Niedriglohnsektor verkleinert. Gegen Armut sollen landesweite Teilhabekonferenzen, eine laufende Beobachtung der Armut und Hilfen wie ein Sozialpass in ganz Bayern kommen.

Der Freistaat Bayern vergibt Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen: Bei diesen Aufträgen gibt es faire Löhne. Jeder Mensch soll von seiner Arbeit leben können. Außerdem wollen die Grünen armen Menschen besser helfen. Dafür soll es zum Beispiel überall einen Sozial-Pass geben.

Grüne: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Faire-Löhne-Gesetz mit Tariftreue und Vergabemindestlohn schaffen

Die SPD will ein Tariftreuegesetz für Bayern: Staatliche Aufträge sollen nur noch Firmen bekommen, die Tarifverträge einhalten. Dazu kommt ein Mindestlohn von zunächst 15 Euro für diese Aufträge. So soll Steuergeld nach Ansicht der Partei in gute Arbeit fließen.

Der Freistaat vergibt Aufträge an Firmen. Die SPD will dafür neue Regeln. Die Firmen müssen sich an Tarif-Verträge halten. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. Bei diesen Aufträgen soll der Lohn mindestens 15 Euro pro Stunde sein.

Betriebliche Mitbestimmung ausweiten und schützen

Die SPD will Betriebs- und Personalräten mehr Mitspracherechte geben und die Behinderung ihrer Arbeit strafrechtlich verfolgen lassen. Dafür plant sie eine eigene Schwerpunktstaatsanwaltschaft. Ziel ist mehr demokratische Mitbestimmung in Unternehmen.

Betriebsräte vertreten die Beschäftigten in einer Firma. Die SPD will ihnen mehr Rechte geben. Manche Förder-Gelder soll es nur geben, wenn der Betriebsrat zustimmt. Wer Betriebsräte behindert, soll bestraft werden. Dafür soll es eigene Staatsanwälte geben.

Arbeitszeit verkürzen, längere Arbeitstage ablehnen

Die SPD will die Gewerkschaften beim Ziel einer 30-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen unterstützen. Eine Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit, kürzere Ruhezeiten sowie mehr Sonntagsarbeit und längere Ladenöffnungszeiten lehnt sie ab.

Die SPD will, dass Menschen weniger Stunden arbeiten. Sie unterstützt die Gewerkschaften beim Ziel von 30 Stunden pro Woche. Der Lohn soll dabei gleich bleiben. Ein Arbeitstag soll nicht länger als 10 Stunden sein dürfen. Geschäfte sollen nicht länger öffnen.

Öffentlichen Beschäftigungssektor aufbauen

Die SPD will gemeinsam mit dem Bund einen öffentlichen Beschäftigungssektor schaffen, der Menschen mit schlechten Chancen am Arbeitsmarkt reguläre Stellen bietet. Niemand dürfe abgehängt werden, heißt es im Programm.

Manche Menschen finden nur schwer Arbeit oder eine Ausbildung. Die SPD will ihnen helfen. Der Staat soll selbst Arbeitsplätze für sie schaffen. Diese Stellen sind sozial versichert. Bei Bewerbungen soll man den Namen nicht sehen.

Arbeitsmigration an Tarifbedingungen binden und kontrollieren

Die SPD will Fachkräfte auch im Ausland anwerben, Arbeitserlaubnisse aber an tarifliche Bedingungen und die Zustimmung des Betriebsrats koppeln. So soll verhindert werden, dass Zuwanderung zu niedrigeren Löhnen und Sozialstandards führt.

Bayern braucht mehr Fachkräfte, auch aus anderen Ländern. Die SPD will sie fair behandeln. Firmen sollen ihnen Tarif-Lohn zahlen. Der Betriebsrat soll zustimmen müssen. Behörden sollen mehr kontrollieren und dafür mehr Personal bekommen.

Soziale Lotsenstellen in jedem Landkreis schaffen

Die SPD will Lotsenstellen einrichten, die Menschen in Not zu den passenden Hilfen und Förderungen führen. Vorhandene Leistungen sollen dadurch häufiger in Anspruch genommen werden. Außerdem soll das Sozialressort der Staatsregierung aufgewertet werden.

Die SPD will neue Beratungs-Stellen schaffen. Dort bekommen Menschen in Not Hilfe. Die Stellen zeigen, welche Unterstützung es gibt. Sie helfen auch bei Anträgen. Jeder Landkreis soll so eine Stelle bekommen.

Quartiere stärken und Einsamkeit im Alter vorbeugen

Die SPD will Stadtviertel und Gemeinden so fördern, dass Menschen leichter miteinander in Kontakt kommen. Gegen Einsamkeit im Alter sollen Gemeinde-Lotsinnen und -Lotsen ältere Menschen beraten.

Die SPD will etwas gegen Einsamkeit tun. Menschen sollen sich in ihrem Viertel leichter treffen können. Für ältere Menschen soll es Beraterinnen und Berater im Ort geben. Die SPD will auch Treffpunkte und Dorfläden fördern.

Kälteschutz und Hilfen für Wohnungslose ausbauen

Die SPD will Programme zum Kälteschutz auflegen und Beratungsstellen gegen drohende Wohnungslosigkeit landesweit erreichbar machen. Der Freistaat soll die Kommunen dabei mit Geld unterstützen.

Die SPD will Menschen ohne Wohnung helfen. Im Winter soll es warme Orte für sie geben. Dort können sie schlafen und duschen. Auch Beratung soll es überall in Bayern geben. Das Land gibt den Städten und Gemeinden dafür Geld.

Gehörlosengeld einführen, Nachteilsausgleich ausweiten

Die SPD will ein bayerisches Gehörlosengeld schaffen, das Kosten ausgleicht, die durch die Behinderung entstehen. Der Nachteilsausgleich, den bislang blinde, taubblinde und stark sehbehinderte Menschen bekommen, soll künftig für alle Schwerbehinderten gelten.

Die SPD will ein neues Geld für gehörlose Menschen einführen. Damit können sie zum Beispiel Dolmetscher oder Hörgeräte bezahlen. Blinde Menschen bekommen heute schon einen Ausgleich. Diesen Ausgleich sollen bald alle Menschen mit schwerer Behinderung bekommen.

Gute Arbeit und Bezahlung für Menschen mit Behinderung

Die SPD will, dass Menschen mit Behinderung frei über ihre Arbeit entscheiden können und mehr als die Grundsicherung verdienen. Sie unterstützt eine höhere Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber, die zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Menschen mit Behinderung sollen selbst über ihre Arbeit bestimmen. Sie sollen mehr Geld verdienen als die Grundsicherung. Firmen ohne behinderte Beschäftigte zahlen heute eine Abgabe. Die SPD will, dass diese Abgabe steigt. Auch der Staat soll mehr Menschen mit Behinderung einstellen.

Familienfreundliche Arbeitswelt und Sozialversicherung ab erstem Euro

Die SPD will eine familienfreundlichere Arbeitswelt mit besseren Bedingungen nach der Elternzeit und mehr Tarifbindung. Über den Bundesrat soll erreicht werden, dass jede Beschäftigung vom ersten Euro an sozialversicherungspflichtig ist, damit vor allem berufstätige Mütter im Alter besser abgesichert sind.

Die SPD will, dass Arbeit besser zu Familien passt. Mütter sollen nach der Eltern-Zeit gut zurückkommen und aufsteigen können. Jede Arbeit soll in die Sozial-Versicherung einzahlen, auch kleine Jobs. So bekommen Mütter später mehr Rente.

Barrierefreiheit und digitale Teilhabe Älterer fördern

Die SPD will ältere Menschen stärker in alle Lebensbereiche einbinden. Vorgesehen sind ein Förderprogramm für Barrierefreiheit, ein Digitalfonds, ein digitaler Bildungsgutschein ab 60 und ein Landesgesetz zur Altenhilfe.

Ältere Menschen sollen überall mitmachen können. Die SPD will Gebäude, Busse und Bahnen ohne Hindernisse. Ältere sollen einen Gutschein für Digital-Kurse bekommen. Lotsen sollen bei Anträgen im Internet helfen.

Kirchliche Beschäftigte arbeitsrechtlich gleichstellen

Die SPD will, dass für Beschäftigte kirchlicher Arbeitgeber dasselbe Arbeitsrecht gilt wie für alle anderen, ausgenommen den Bereich der Verkündigung. Das soll auch Mitbestimmung und Tarifautonomie umfassen.

Viele Menschen arbeiten bei den Kirchen. Für sie gelten heute besondere Regeln. Die SPD will, dass sie die gleichen Rechte wie andere Beschäftigte bekommen. Nur für Aufgaben wie das Predigen soll es Ausnahmen geben.

SPD: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl