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Was sagen die Parteien im Saarland zu Arbeit und Sozialem?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Sozialleistungen an Mindestbeitragszeit knüpfen

Die AfD will Leistungen der Sozialversicherungen nur gewähren, wenn zuvor eine Mindestzeit Beiträge gezahlt wurde. Schutzsuchende Ausländer sollen sich nach dem Programm der Hilfe würdig zeigen und andernfalls sofort abgeschoben werden. Eine gesamteuropäische Sozialversicherung lehnt die Partei ab.

Die AfD will Regeln für die Sozial-Versicherung ändern. Nur wer lange genug eingezahlt hat, soll Leistungen bekommen. Ausländer, die Schutz suchen, sollen sich an Regeln halten. Sonst will die AfD sie abschieben. Eine gemeinsame Sozial-Versicherung für ganz Europa lehnt die AfD ab.

Wertschöpfungsabgabe statt Arbeitgeberbeitrag einführen

Die AfD Saarland will den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben durch eine Wertschöpfungsabgabe ersetzen. Unternehmen sollen damit nach ihrer wirtschaftlichen Leistung und nicht nach Zahl und Lohn ihrer Beschäftigten zur Sozialversicherung beitragen. Hinzu kommt die Forderung nach einer Digitalsteuer.

Die AfD will eine neue Abgabe für Firmen. Sie heißt Wertschöpfungs-Abgabe. Firmen zahlen dann nach ihrer Leistung in die Sozial-Kassen ein. Heute zahlen sie nach der Zahl und dem Lohn ihrer Mitarbeiter. Die AfD will auch eine Digital-Steuer.

Barrierefreiheit zur kommunalen Pflichtaufgabe machen

Die AfD will inklusive Sozialräume vor Ort schaffen, damit Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können. Barrierefreiheit soll für Kommunen verpflichtend werden, Inklusionsprojekte sollen dauerhaft finanziert werden. Behindertenwerkstätten bleiben nach dem Programm der zentrale Ort der Teilhabe.

Die AfD will Hindernisse für Menschen mit Behinderung abbauen. Städte und Gemeinden sollen dazu verpflichtet sein. Das gilt zum Beispiel für Ämter, Arzt-Praxen und Busse. Werkstätten für Menschen mit Behinderung sollen wichtig bleiben. Es soll auch mehr passende Arbeitsplätze geben.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Frauenerwerbsquote deutlich erhöhen

Die CDU will wegen des demografischen Wandels das vorhandene Beschäftigungspotenzial besser nutzen und vor allem mehr Frauen in Arbeit bringen. Dazu sollen Hindernisse abgebaut, Kitas verbessert und haushaltsnahe Dienstleistungen stärker gefördert werden.

Die CDU will, dass mehr Frauen arbeiten können. Dafür sollen Kitas besser werden. Arbeitszeiten und Arbeitsorte sollen flexibler sein. Es gibt ein Programm für die Rückkehr in den Beruf nach der Familienzeit. Hilfen im Haushalt will die CDU stärker fördern.

Tarifbindung und reguläre Beschäftigung stärken

Die CDU bekennt sich zu gerechten Löhnen, tariflicher Beschäftigung und dem unbefristeten sozialversicherten Arbeitsverhältnis als Maßstab. Leiharbeit soll nur dem Einstieg und dem Abfedern von Spitzen dienen; Langzeitarbeitslose sollen weiter mit Landesprogrammen gefördert werden.

Die CDU will faire Löhne und feste Arbeitsplätze. Menschen sollen von ihrem Lohn leben können. Leiharbeit soll die Ausnahme bleiben. Für Menschen, die lange ohne Arbeit sind, gibt es weiter Programme vom Land.

Flexible Arbeit fördern, Befristung im Landesdienst beenden

Die CDU will das Saarland zur Musterregion für flexible Arbeitszeiten und attraktive Arbeitgeber machen, um dem Mangel an Arbeitskräften zu begegnen. Im Landesdienst soll es keine Befristungen ohne Sachgrund mehr geben.

Die CDU will, dass Firmen im Saarland gute Arbeitgeber sind. Arbeitszeiten sollen flexibler werden. Gute Firmen bekommen ein Siegel. Beim Land soll es keine befristeten Verträge ohne Grund mehr geben.

Strategie gegen Einsamkeit entwickeln

Die CDU will die Lage beim Thema Einsamkeit im Saarland erheben und daraus eine umfassende Strategie ableiten. Ziel ist es, Ursachen vorbeugend anzugehen und alleinstehenden Menschen Lösungen zu zeigen.

Viele Menschen fühlen sich einsam. Das betrifft Junge und Alte. Die CDU will zuerst untersuchen, wie groß das Problem im Saarland ist. Dann will sie einen Plan dagegen machen. Es soll auch ein eigenes Zentrum zu dem Thema geben.

Koordinierungsstelle für soziales Ehrenamt schaffen

Die CDU will eine Koordinierungsstelle für das soziale Ehrenamt einrichten und Förderprogramme dafür ausbauen. Das Ehrenamt gilt dem Programm als Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Viele Menschen helfen freiwillig und ohne Bezahlung. Das nennt man Ehrenamt. Die CDU will eine Stelle schaffen, die diese Hilfe im sozialen Bereich besser abstimmt. Es soll auch mehr Fördergeld geben.

Arbeit für Menschen mit Behinderung ausbauen

Die CDU will deutlich mehr geförderte Arbeitsplätze in Inklusionsbetrieben schaffen und für Beschäftigung in regulären Unternehmen werben. Werkstätten und eigenständige Tagesförderstätten sollen ebenfalls ausgebaut werden.

Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden. Die CDU will mehr geförderte Arbeitsplätze in Betrieben. Sie will auch Werkstätten und Tagesförderstätten ausbauen. Dort sollen Menschen auch Rente ansparen können.

Selbstständiges Leben im Alter und Generationendialog fördern

Die CDU will Unterstützungs- und Förderangebote entwickeln, damit ältere Menschen lange selbstständig in der eigenen Wohnung leben können. Virtuelle Mehrgenerationenhäuser sollen im ganzen Land entstehen und Jung und Alt online zusammenbringen.

Ältere Menschen sollen lange zu Hause leben können. Die CDU will dafür neue Hilfen schaffen. Im Internet soll es Treffpunkte für Jung und Alt geben. Dort lernen Menschen auch den Umgang mit digitalen Medien.

CDU: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Recht auf Weiterbildung für alle schaffen

Die SPD will ein Recht auf Weiterbildung für alle Beschäftigten schaffen und dazu einen Transformationspakt mit der Bundesregierung schließen. Bis 2030 sollen mehr als 100.000 Menschen im Saarland an Weiterbildungen teilnehmen. Ziel ist, dass Beschäftigte im Strukturwandel nicht arbeitslos werden.

Viele Berufe verändern sich. Die SPD will ein Recht auf Weiterbildung für alle. Dafür will sie mit der Bundes-Regierung zusammenarbeiten. Bis 2030 sollen über 100.000 Menschen etwas Neues lernen. So sollen sie ihre Arbeit behalten.

Fachkräfte mit Umzugsprämie ins Saarland holen

Die SPD will Fachkräften, die ins Saarland ziehen, eine Umzugsprämie zahlen, wenn der Arbeitgeber denselben Betrag beisteuert. Die Rückhol- und Halteagentur soll Absolventen im Land halten und abgewanderte Saarländerinnen und Saarländer zurückgewinnen. Das Programm sieht im Fachkräftemangel ein Hindernis für wirtschaftliches Wachstum.

Im Saarland fehlen Fachkräfte. Die SPD will Geld für den Umzug ins Saarland zahlen. Die Firma muss gleich viel dazugeben. Eine Agentur soll junge Leute im Land halten. Sie soll auch Weggezogene zurückholen.

Prekäre Beschäftigung und Leiharbeit zurückdrängen

Die SPD will geringfügige und unsichere Beschäftigung zurückdrängen und setzt sich im Bund für eine Sozialversicherungspflicht von der ersten Arbeitsstunde an ein. Ausnahmen vom Mindestlohn und Befristungen ohne Sachgrund sollen wegfallen, der Missbrauch von Leiharbeit soll bekämpft werden.

Die SPD will weniger unsichere Jobs. Jede Arbeitsstunde soll sozial versichert sein. Der Mindestlohn soll für alle gelten. Befristete Verträge ohne Grund soll es nicht mehr geben. Leiharbeiter sollen sofort gleichen Lohn bekommen.

Freien Sonntag sichern, Recht auf Nichterreichbarkeit

Die SPD will Ladenöffnungs- und Arbeitszeiten unverändert lassen und den arbeitsfreien Sonntag erhalten. Zusätzlich fordert sie ein Recht auf Nichterreichbarkeit, einen Rechtsrahmen für mobiles Arbeiten und ein eigenes Gesetz zum Datenschutz für Beschäftigte.

Die SPD will die Öffnungszeiten der Läden nicht ändern. Der Sonntag soll frei bleiben. Beschäftigte sollen nach der Arbeit nicht erreichbar sein müssen. Für Arbeit von zu Hause soll es klare Regeln geben.

Tarifbindung über Fairer-Lohn-Gesetz ausweiten

Die SPD will die Tarifbindung mit dem saarländischen Fairer-Lohn-Gesetz stärken, nach dem öffentliche Aufträge nur an tariftreue Unternehmen gehen. Der Schwellenwert soll sinken, die Wirtschaftsförderung soll sich ebenfalls daran orientieren.

Das Land vergibt Aufträge nur an Firmen mit Tariflohn. Die SPD will diese Regel auf mehr Aufträge ausweiten. Auch Fördergeld für Firmen soll davon abhängen. Mehr Personal soll die Regel kontrollieren.

Arbeitslosigkeit senken, Landesprogramme fortführen

Die SPD will die Arbeitslosigkeit unter das Niveau vor der Pandemie senken und 400.000 sozialversicherungspflichtige Stellen im Saarland erreichen. Dazu sollen die Landesprogramme ASaar und Jugend in Arbeit fortgeführt und ausgebaut werden.

Die SPD will weniger Arbeitslose im Saarland. 400.000 Menschen sollen eine feste Stelle haben. Das Land soll Arbeitslose besser beraten und weiterbilden. Junge Menschen bekommen Hilfe beim Start in den Beruf.

Hürden für Grenzgänger abbauen

Die SPD will rechtliche und bürokratische Hindernisse für Beschäftigte abbauen, die über die Grenze pendeln. Der gemeinsame Arbeitsmarkt in der Großregion soll gestärkt werden, weil die Corona-Zeit Probleme sichtbar gemacht habe.

Viele Menschen arbeiten im Nachbarland. Sie haben dabei oft Probleme mit Regeln und Ämtern. Die SPD will diese Probleme lösen. Eine Beratungsstelle für Arbeiter aus dem Ausland soll bleiben.

Mitbestimmung in Betrieben und Verwaltung ausbauen

Die SPD will die Mitbestimmung ausweiten und sieht sie als Standortvorteil, gerade im Strukturwandel. Betriebsräte sollen mehr Rechte und Gründer von Betriebsräten Kündigungsschutz bekommen, im Land soll ein neues Personalvertretungsgesetz entstehen.

Beschäftigte sollen im Betrieb mehr mitentscheiden. Wer einen Betriebsrat gründen will, soll vor Kündigung geschützt sein. Ein Betriebsrat vertritt die Beschäftigten gegenüber der Firma. Auch im öffentlichen Dienst soll es mehr Mitsprache geben.

Recht auf Weiterbildung und Bildungsfreistellung stärken

Die SPD will ein Recht auf Weiterbildung für alle Beschäftigten und fünf Tage Bildungsfreistellung, ohne dass Beschäftigte eigene Freizeit einbringen müssen. Weiterbildungsträger sollen so gefördert werden, dass ihre Angebote für alle bezahlbar sind.

Alle Beschäftigten sollen ein Recht auf Weiter-Bildung haben. Sie sollen dafür fünf Tage frei bekommen. Dafür sollen sie keine eigene Freizeit hergeben müssen. Kurse sollen für alle bezahlbar sein.

Armut in fünf Jahren halbieren

Die SPD will die Armut im Saarland binnen fünf Jahren halbieren. Sie setzt auf Hilfen in betroffenen Stadtteilen, auf Bildung als Vorbeugung, einen neuen Aktionsplan gegen Armut und einen erweiterten Notfallfonds gegen Energiesperren.

Im Saarland sind viele Menschen arm, auch viele Kinder. Die SPD will die Armut in fünf Jahren halbieren. Sie will arme Stadt-Teile besonders fördern, vor allem Kitas und Schulen. Wer Strom oder Gas nicht zahlen kann, soll Hilfe bekommen.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl