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Freie Wähler zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Verantwortung für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 114 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einführen

Die Freien Wähler wollen die Arbeitszeitregeln grundlegend flexibler machen. Statt einer täglichen soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit gelten, wie es die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt.

Heute gibt es eine Grenze für die Arbeitszeit pro Tag. Die Freien Wähler wollen stattdessen eine Grenze pro Woche. So können Menschen ihre Arbeit freier einteilen. Der Schutz der Gesundheit soll bleiben.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Beschäftigte und Arbeitgeber die Möglichkeiten der Digitalisierung voll nutzen können sollen. Die Regeln sollen familienfreundlich gestaltet werden. Der Schutz von Arbeitnehmern und ihrer Gesundheit soll dabei nicht geschwächt werden. Maßstab ist die europäische Arbeitszeitrichtlinie.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir fordern eine Flexibilisierung der Arbeitszeit nach EU-Arbeitszeitrichtlinie mit wöchentlicher statt täglicher Höchstarbeitszeit.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die tägliche Höchstarbeitszeit soll durch eine wöchentliche ersetzt werden, was die Arbeitszeitregulierung lockert.

Bürgergeld durch Sozialhilfe ersetzen

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld grundlegend überprüfen, reformieren und den Namen abschaffen. Arbeitsfähige sollen gezielter zur Arbeit aufgefordert werden, und Ukrainer sollen die Leistung nicht mehr automatisch bekommen.

Die Freien Wähler wollen das Bürgergeld ändern. Es soll wieder Sozialhilfe heißen. Wer arbeiten kann, soll auch arbeiten. Wer passende Arbeit ablehnt, soll weniger bekommen als kranke Menschen. Ukrainer sollen das Geld nicht mehr automatisch bekommen.

Die Partei meint, der Name Bürgergeld erwecke bei manchen den Eindruck einer Zahlung ohne Gegenleistung, was Empfängern schaden könne. Sozialhilfe sollen Menschen ohne eigene Beiträge und Beschäftigte nach mehr als zwölf Monaten Arbeitslosigkeit erhalten. Wer arbeiten kann und zumutbare Stellen ausschlägt, soll schlechter gestellt sein als Kranke, die nicht arbeiten können. Ziel sind Anreize zur Arbeitsaufnahme und weniger Missbrauch, auch wegen des Personalmangels in der Wirtschaft. Geflüchtete aus der Ukraine sollen gezielter in Arbeit vermittelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Menschen, die nicht eingezahlt haben, oder Arbeitnehmern, die länger als 12 Monate arbeitslos sind, soll eine Sozialhilfe ausgezahlt werden.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Grundsicherung soll stärker an Arbeitsbereitschaft geknüpft und für Arbeitsverweigerer gekürzt werden, was Eigenverantwortung gegenüber heute betont.

  • Migrationeher restriktiv

    Ukrainische Geflüchtete sollen den heutigen automatischen Zugang zum Bürgergeld verlieren, also strengere Bedingungen für Leistungen.

Barrierefreiheit im öffentlichen Raum durchsetzen

Die Freien Wähler wollen öffentliche Plätze verpflichtend barrierefrei machen und barrierefreies Bauen mit Zuschüssen fördern. Anträge für Inklusionsmaßnahmen sollen digital möglich sein. Ziel ist eine umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Menschen mit Behinderung sollen überall dabei sein können. Die Freien Wähler wollen Plätze und Fußgänger-Zonen ohne Hindernisse. Es soll zum Beispiel Rampen und Aufzüge geben. Wer ohne Hindernisse baut, soll Geld vom Staat bekommen. Anträge sollen über das Internet möglich sein.

Marktplätze, Altstädte und Fußgängerzonen sollen ohne Pflastersteine auskommen und Aufzüge sowie Rampen erhalten; Betroffene sollen an der Planung mitwirken. Bund und Länder sollen Neu- und Umbauten bezuschussen, besonders bei Unternehmen, wobei das Programm auf Förderung anstelle von Strafen setzt. Digitale Verfahren sollen Behördengänge ersparen und Abläufe beschleunigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„Öffentliche Plätze wie Marktplätze, Altstädte und Fußgängerzonen sollen barrierefrei gestaltet werden.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Zuschüsse und eine Pflicht zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiten öffentliche Ausgaben und Vorgaben schrittweise aus.

Einsamkeit mit Förderprogrammen bekämpfen

Die Freien Wähler wollen Vereine und Initiativen fördern, die gegen Einsamkeit arbeiten. Der Zugang zu Freizeitangeboten, Ehrenamt und Orten der Begegnung soll Isolation vorbeugen.

Viele Menschen fühlen sich allein. Die Freien Wähler wollen das ändern. Vereine sollen Geld für Treffen und gemeinsame Projekte bekommen. Es soll mehr Orte geben, an denen Menschen sich begegnen.

Einsamkeit betrifft nach dem Programm Menschen jeden Alters und soll kein Tabu sein. Neue Förderprogramme sollen Vereinen helfen, Ideen zu entwickeln, die Menschen zusammenbringen, etwa gemeinsame Projekte, Sport oder Kulturveranstaltungen. Gefördert werden soll außerdem der Zugang zu Freizeitangeboten, freiwilligem Engagement und Begegnungsräumen, um den Zusammenhalt zu stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Wir fordern die Einführung von Förderprogrammen speziell für Vereine und Initiativen, die sich aktiv gegen Einsamkeit engagieren.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue staatliche Förderprogramme für Vereine sind ein schrittweiser Ausbau öffentlicher Ausgaben.

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