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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Arbeit und Sozialem?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Arbeitslose bedarfsgerecht qualifizieren, Ältere fördern

Die AfD nennt Vollbeschäftigung die beste Sozialpolitik und will Arbeitslose so weiterbilden, dass es zum Bedarf der Betriebe passt. Für ältere Bürger plant sie ein eigenes Förderprogramm, damit deren Fachwissen dem Arbeitsmarkt erhalten bleibt.

Die AfD will, dass möglichst alle Menschen Arbeit haben. Arbeitslose sollen das lernen, was Firmen wirklich brauchen. Für ältere Menschen soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Wer ohne Grund nicht arbeitet, soll dazu aufgefordert werden.

Schwerbehinderte besser in Arbeit bringen

Die AfD will Arbeitgebern stärkere Anreize geben, Menschen mit Behinderung zu fairem Lohn einzustellen. Die Eingliederung soll schon in der Berufsausbildung ansetzen.

Viele Menschen mit schwerer Behinderung haben keine Arbeit. Die AfD will, dass Firmen sie öfter einstellen. Dafür sollen Firmen mehr Anreize bekommen. Der Lohn soll fair sein.

Kindergeld für Kinder im Ausland kürzen

Die AfD will das Kindergeld für Kinder, die im Ausland leben, auf das dort übliche Niveau begrenzen. Die heutige Zahlung in voller Höhe sieht sie als Anreiz zur Einwanderung in das Sozialsystem.

Deutschland zahlt Kindergeld auch für Kinder im Ausland. Die AfD will das ändern. Für diese Kinder soll es nur so viel Geld geben wie im Wohnland üblich. Die AfD sagt: Sonst kommen Menschen nur wegen des Geldes.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Tarifbindung und Betriebsräte stärken

Die CDU will, dass möglichst viele Betriebe an Tarifverträge gebunden sind, und hält starke Betriebs- und Personalräte für unverzichtbar. Aus Sicht des Programms sorgt Tarifbindung für fairen Wettbewerb, Betriebsfrieden und gute Arbeitsbedingungen.

Die CDU will, dass viele Betriebe nach Tarif zahlen. Ein Tarif ist ein Vertrag über Lohn und Arbeitszeit. Betriebsräte sollen stark sein. Niemand darf die Wahl eines Betriebsrats verhindern.

Langzeitarbeitslose in reguläre Arbeit bringen

Die CDU will möglichst viele Langzeitarbeitslose in reguläre Beschäftigung bringen. Besonders junge Menschen ohne Arbeit sollen über nachgeholte Qualifikationen den Weg ins Berufsleben finden.

Manche Menschen sind seit Jahren ohne Arbeit. Die CDU will ihnen zu einer normalen Stelle verhelfen. Vor allem junge Menschen sollen Abschlüsse nachholen können. Einfache Angebote sollen ihnen einen festen Tagesablauf geben.

Arbeitsschutz und Arbeitsberatung ausbauen

Die CDU will den staatlichen Arbeitsschutz stärken und jährlich fünf Prozent der Betriebe prüfen lassen. Kontrolliert werden soll vor allem dort, wo prekäre Beschäftigung vorliegt. Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse passen nach Auffassung des Programms nicht in die Gesellschaft.

Der Staat soll Betriebe öfter kontrollieren. Jedes Jahr sollen es fünf von hundert Betrieben sein. Die Prüfer sollen vor allem auf unsichere Jobs achten. Beschäftigte sollen außerdem mehr Beratung bekommen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken

Die CDU will Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe ermöglichen, vor allem durch Ausbildung und Arbeit auf dem regulären Arbeitsmarkt. Inklusionsunternehmen sollen stärker gefördert werden, und der Landesdienst soll bei Einstellungen als Vorbild dienen.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die CDU will ihnen mehr normale Arbeitsplätze verschaffen. Das Land soll selbst mehr von ihnen einstellen. Mehr von ihnen sollen selbstständig wohnen können.

Armut und Wohnungslosigkeit bekämpfen, Fördern und Fordern erhalten

Die CDU will Wohnungslosigkeit und Kinderarmut verringern und Landesprogramme dafür fortführen. Beim geplanten Bürgergeld des Bundes will sie darauf dringen, dass Unterstützung weiter an Mitwirkung geknüpft bleibt. Zugleich sollen die Regelsätze an gestiegene Lebenshaltungskosten angepasst werden.

Die CDU will Menschen ohne Wohnung helfen. Auch arme Kinder sollen mehr Hilfe bekommen. Wer Geld vom Staat bekommt, soll weiter mitarbeiten müssen. Das Geld soll steigen, weil Essen und Energie teurer sind.

Kinderarmut durch Arbeit der Eltern bekämpfen

Die CDU will Kinderarmut vor allem dadurch verringern, dass arbeitslose Eltern eine Arbeit aufnehmen. Dazu plant sie eine Agenda, die Kinder vor Armut bewahren und Eltern in Arbeit bringen soll. Nach Auffassung des Programms sind Kinder arm, wenn ihre Eltern keine Arbeit haben.

Die CDU sagt: Kinder sind arm, wenn ihre Eltern keine Arbeit haben. Deshalb will sie Eltern in Arbeit bringen. Sie will diese Eltern direkt ansprechen und fördern. Auf Allein-Erziehende will sie besonders achten. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern

Die FDP will gezielte Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration für Menschen mit Beeinträchtigung, Fluchterfahrung oder Einwanderungsgeschichte stärken. Menschen ohne Schulabschluss und Langzeitarbeitslose sollen schrittweise ein- und aufsteigen können. Das Programm nennt den Zugang zum Arbeitsmarkt eine zentrale Gerechtigkeitsfrage.

Die FDP will mehr Menschen in Arbeit bringen. Das gilt für Menschen mit Behinderung und für Geflüchtete. Es gilt auch für Menschen ohne Schul-Abschluss. Der Wechsel vom Mini-Job in eine volle Stelle soll sich mehr lohnen.

Kommunale Pauschalen für Wohnkosten ermöglichen

Die FDP will, dass Kreise und kreisfreie Städte die Kosten für Unterkunft und Heizung von Leistungsbeziehern als monatliche Pauschale auszahlen können. Das Land soll dafür die bundesrechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Das Programm sieht darin einen Schritt zum „liberalen Bürgergeld“.

Manche Menschen bekommen vom Staat Geld für Miete und Heizung. Die FDP will, dass Städte und Kreise dafür einen festen Betrag zahlen können. Der Betrag kann je nach Ort verschieden sein. Die Städte und Kreise sollen das selbst entscheiden.

Arbeitszeitgesetz flexibler gestalten, mobiles Arbeiten ausbauen

Die FDP will das Arbeitszeitgesetz flexibler machen und mobiles Arbeiten auch nach der Pandemie ausbauen, ohne es durch komplizierte Homeoffice-Vorgaben einzuengen. Die Gesamtarbeitszeit und die Pausen sollen gleich bleiben, nur die Einteilung soll freier werden. Das soll Beruf, Familie und Freizeit besser vereinbar machen.

Die FDP will freiere Regeln für die Arbeits-Zeit. Niemand soll mehr arbeiten als heute. Aber man soll die Zeit freier einteilen können. Arbeiten von zu Hause soll einfach bleiben. So passen Arbeit und Familie besser zusammen.

Fachkräfte durch Bildung und Zuwanderung sichern

Die FDP sieht den Fachkräftemangel als größte Herausforderung für die Wirtschaft in den kommenden Jahren. Sie will ihm mit Bildung, Integration, Teilhabe und gezielter Zuwanderung qualifizierter Menschen begegnen. Für Auszubildende soll mehr Wohnraum entstehen.

Firmen finden oft zu wenig Fach-Leute. Die FDP will das ändern. Sie setzt auf gute Bildung. Sie will auch Fach-Leute aus dem Ausland holen. Für Azubis soll es mehr Wohnungen geben.

Zentrale Anlaufstelle für Sozialleistungen schaffen

Die FDP will eine „One-Stop-Agency“ als zentrale Anlauf- und Lotsenstelle für Unterstützungsleistungen einrichten. Menschen sollen Hilfen leichter finden und nutzen können. Ziel staatlicher Hilfe ist aus Sicht der Partei, dass Betroffene ihren Weg wieder selbstständig gehen.

Die FDP will eine einzige Stelle für alle Hilfen. Dort sollen Menschen in Not Rat bekommen. Sozialarbeiter sollen leicht erreichbar sein, zum Beispiel im Stadtteil-Café. Sie vermitteln dann weitere Hilfe.

Teilhabe älterer Menschen stärken

Die FDP will ältere Menschen stärker am gesellschaftlichen Leben beteiligen und dafür eine Ansprechperson für Senioren beim Land einrichten. Gesetzliche Höchstaltersgrenzen sollen abgebaut und der Übergang in den Ruhestand flexibler werden. Zudem soll das Wohnen in der eigenen Wohnung möglichst lange möglich bleiben.

Die FDP will, dass alte Menschen gut mitmachen können. Beim Land soll es eine Person für ihre Anliegen geben. Feste Alters-Grenzen in Gesetzen sollen wegfallen. Alte Menschen sollen lange zu Hause wohnen können.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Arbeit stärken

Die FDP will Menschen mit Behinderung besser in den Arbeitsmarkt einbinden und setzt dafür auf betriebsnahe Lösungen sowie digitale Hilfsmittel. Arbeitgeber sollen stärker aufgeklärt, Arbeitsassistenzen ausgeweitet werden.

Die FDP will Menschen mit Behinderung bei der Arbeit helfen. Firmen sollen mehr Informationen bekommen. Es soll mehr Assistenz am Arbeits-Platz geben. Auch digitale Technik soll dabei helfen.

Persönliches Budget stärker nutzen

Die FDP will, dass mehr Menschen mit Behinderung das persönliche Budget in Anspruch nehmen. Statt einer Sachleistung erhalten sie Geld und entscheiden selbst, wer die Hilfe erbringt.

Menschen mit Behinderung können Geld statt fertiger Hilfen bekommen. Das heißt persönliches Budget. Sie suchen dann selbst aus, wer ihnen hilft. Die FDP will, dass mehr Menschen das nutzen.

FDP: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Faire Arbeit im Klimawandel-Umbau sichern

Die Grünen wollen Landesfördermittel an tarifliche oder gleichwertige Arbeitsbedingungen und an einen Nutzen für das Klima knüpfen. Beschäftigte aus fossilen Branchen sollen neue, vergleichbare Stellen finden und bei der Weiterbildung unterstützt werden.

Durch den Klimaschutz entstehen viele neue Arbeitsplätze. Diese Arbeit soll fair bezahlt sein. Firmen sollen Förder-Geld nur bei guten Arbeits-Bedingungen bekommen. Manche Menschen verlieren ihre Arbeit in der Kohle. Sie sollen Hilfe für neue Berufe bekommen.

Arbeitsbedingungen in der Logistik verbessern

Die Grünen wollen bestehende Schutzregeln für Lkw-Fahrer strenger kontrollieren und große Logistikunternehmen für ihre Subunternehmen in die Pflicht nehmen. Nach Darstellung des Programms ging das Wachstum der Branche zulasten der Beschäftigten.

Fahrer und Paketboten arbeiten oft unter schlechten Bedingungen. Die Grünen wollen die Regeln für Ruhezeiten besser kontrollieren. Große Firmen sollen auch für ihre Subunternehmen haften. Ein Subunternehmen ist eine Firma, die Aufträge für eine andere Firma erledigt.

Home-Office und Co-Working ausbauen

Die Grünen wollen Home-Office im öffentlichen Dienst ausweiten und wohnortnahe Co-Working-Plätze fördern, besonders auf dem Land. Das Programm begründet dies mit flexiblerem, flächensparendem Arbeiten und weniger Pendelverkehr. Die Mitbestimmung soll an die neue Arbeitswelt angepasst werden.

Viele Menschen arbeiten heute von zu Hause. Die Grünen wollen das im öffentlichen Dienst öfter möglich machen. Auf dem Land sollen gemeinsame Büros entstehen. So müssen weniger Menschen weit zur Arbeit fahren.

Pakt gegen Kinderarmut auflegen

Die Grünen wollen mit einem Pakt gegen Kinderarmut vorgehen, weil in NRW besonders viele Minderjährige betroffen seien. Kommunale Präventionsketten sollen im ganzen Land ausgebaut werden, damit Hilfen vor Ort abgestimmt sind.

In NRW sind viele Kinder arm. Die Grünen wollen deshalb einen Pakt gegen Kinder-Armut. Fachleute vor Ort sollen besser zusammenarbeiten. So sollen Kinder passende Hilfe bekommen.

Hilfen für arme Jugendliche ausbauen

Die Grünen wollen Jugendliche und junge Erwachsene in Armut besser erreichen, da nicht alle von sich aus Behörden aufsuchen. Streetwork, Jugendberufshilfe und Jugendwohnheime sollen ausgebaut werden.

Arme Jugendliche brauchen Hilfe, die zu ihnen kommt. Die Grünen wollen mehr Streetwork in betroffenen Stadtteilen. Es soll mehr Beratung für den Beruf geben. Es soll auch mehr Wohnheime für junge Leute geben.

Schuldner- und Insolvenzberatung zusammenführen

Die Grünen wollen die Schuldnerberatung verbessern und kostenlos zugänglich machen, auch als Reaktion auf die Folgen der Corona-Krise. Die getrennte Zuständigkeit von Kommunen und Land für Schuldner- und Insolvenzberatung soll enden.

Viele Menschen haben Schulden. Die Grünen wollen bessere Beratung für sie. Die Beratung soll kostenlos sein. Bisher sind Städte und Land für verschiedene Teile zuständig. Das soll sich ändern.

Sozialen Arbeitsmarkt und Erwerbslosenberatung sichern

Die Grünen wollen Menschen mit geringen Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt über den Sozialen Arbeitsmarkt fördern. Arbeitslosenzentren und Beratungsstellen für Erwerbslose sollen weiter Geld vom Land bekommen.

Manche Menschen finden schwer eine Arbeit. Die Grünen wollen ihnen mit geförderten Stellen helfen. Das nennt man Sozialer Arbeitsmarkt. Beratungs-Stellen für Arbeitslose sollen weiter Geld bekommen.

Inklusiven Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung schaffen

Die Grünen streben einen Arbeitsmarkt an, auf dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten können. Öffentliche Aufträge sollen nur Firmen erhalten, die ihre Pflicht zur Beschäftigung Schwerbehinderter erfüllen, und Werkstätten sollen fairer bezahlen.

Menschen mit Behinderung finden schwerer eine Arbeit. Die Grünen wollen das ändern. Firmen bekommen Aufträge vom Staat nur, wenn sie genug Menschen mit schwerer Behinderung beschäftigen. In Werkstätten soll es einen fairen Lohn geben.

Tarifbindung bei öffentlichen Aufträgen vorschreiben

Die Grünen wollen öffentliche Aufträge an soziale und ökologische Standards wie die Tarifbindung knüpfen. Zudem sollen der Arbeitsschutz mehr Geld und Personal bekommen und Sonntage in der Regel arbeitsfrei bleiben.

Der Staat vergibt Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen dafür strengere Regeln. Firmen sollen nach Tarif zahlen. Ein Tarif ist ein Vertrag über Löhne zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern. Kontrollen zum Arbeits-Schutz sollen mehr Personal bekommen. Der Sonntag soll meist frei sein.

Arbeitszeit flexibler an Lebensphasen anpassen

Die Grünen wollen, dass Beruf und Lebenssituation besser zusammenpassen. Dazu sollen Lebensarbeitszeitkonten, Homeoffice, wohnortnahe Co-Working-Räume sowie Ausbildung und Studium in Teilzeit gefördert werden.

Arbeit soll besser zum Leben passen. Die Grünen wollen Arbeitszeit-Konten für das ganze Berufsleben. Damit kann man in manchen Jahren weniger arbeiten. Zum Beispiel, wenn man Angehörige pflegt. Auch Arbeiten von zu Hause soll leichter werden.

Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Behinderung ausbauen

Die Grünen wollen die UN-Behindertenrechtskonvention in NRW konsequent umsetzen. Barrierefreiheit soll beim Bauen von Anfang an eingeplant werden, und Menschen mit Behinderung sollen leichter Zugang zu Arbeit, Ehrenamt und Verwaltung erhalten.

Die Grünen wollen mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Neue öffentliche Gebäude und Wohnungen sollen ohne Hindernisse sein. Ämter sollen in Leichter Sprache und Gebärden-Sprache informieren. Betriebe sollen leichter Menschen mit Behinderung einstellen können.

Rechte und Beratung für Sexarbeitende stärken

Die Grünen unterscheiden zwischen Sexarbeit und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, den sie bekämpfen wollen. Sexarbeitende sollen sichere Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und verlässliche Beratungsstellen erhalten.

Die Grünen trennen Sexarbeit von Menschen-Handel. Menschen-Handel wollen sie bekämpfen. Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sollen sicher arbeiten können. Sie sollen eine Kranken-Versicherung haben. Beratungs-Stellen sollen ihnen helfen, auch beim Ausstieg.

Grüne: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Beschäftigte an Gewinnen beteiligen, Mitbestimmung ausweiten

Die SPD will Beschäftigte stärker am Unternehmensgewinn beteiligen, über höhere Löhne und über gemeinsam kontrollierte Kapitalanteile. Zugleich soll die Mitbestimmung in Betrieben und Unternehmen auf weitere Themen ausgedehnt werden. Nach Ansicht der Partei stärkt das die Wirtschaft.

Die SPD will: Beschäftigte sollen mehr vom Gewinn ihrer Firma bekommen. Das soll über höhere Löhne gehen. Und über Anteile an der Firma, die die Beschäftigten gemeinsam verwalten. Beschäftigte sollen in der Firma auch mehr mitentscheiden.

Tariftreue- und Vergabegesetz einführen

Die SPD will öffentliche Investitionen des Landes per Gesetz an faire Bezahlung binden. Ein Tariftreue- und Vergabegesetz soll sicherstellen, dass die geplanten Ausgaben für Klimaschutz und Digitalisierung auch den Beschäftigten zugutekommen.

Das Land gibt viel Geld für Aufträge aus. Die SPD will dafür ein Gesetz machen. Das Gesetz soll faire Löhne sichern. Firmen mit Aufträgen vom Land sollen ihre Beschäftigten fair bezahlen.

Arbeitsschutz mit 1.000 neuen Stellen ausbauen

Die SPD will die Arbeitsschutzverwaltung um 1.000 Stellen aufstocken und technisch besser ausstatten. Verstöße sollen konsequenter verfolgt werden, wofür jede Staatsanwaltschaft eine im Arbeitsschutz geschulte Person erhalten soll. Die Partei will damit Ausbeutung verhindern.

Die SPD will den Arbeits-Schutz stärken. Dafür soll es 1.000 neue Stellen geben. Die Kontrolleure sollen gute Technik bekommen. Bei jeder Staatsanwaltschaft soll ein Fachmann oder eine Fachfrau für Arbeits-Schutz arbeiten.

Sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt stärken

Die SPD will den Sozialen Arbeitsmarkt dort stärken, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist, und plant dafür ein Landesprogramm im Umfang von acht Millionen Euro. Für Menschen ohne Abschluss soll Qualifizierung Vorrang vor der Vermittlung in Arbeit haben, und der inklusive Arbeitsmarkt soll mit Landesprogrammen ausgebaut werden.

Die SPD will Menschen ohne Arbeit besser helfen. Das Land soll dafür acht Millionen Euro geben. Wer keinen Abschluss hat, soll zuerst etwas lernen können. Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden. Die Schuldner-Beratung soll ausgebaut werden.

Recht auf Freiwilligendienst für alle einführen

Die SPD will Menschen jeden Alters ein Recht auf einen Freiwilligendienst geben. Das Freiwillige Soziale und das Freiwillige Ökologische Jahr sollen mehr Landesgeld bekommen, und Freiwillige sollen Busse und Bahnen im Land kostenlos nutzen dürfen.

Die SPD will: Jeder Mensch darf einen Freiwilligen-Dienst machen. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Das Land soll dafür mehr Geld geben. Freiwillige sollen Bus und Bahn in Nordrhein-Westfalen kostenlos nutzen.

Kindergrundsicherung und höhere Grundsicherung unterstützen

Die SPD unterstützt eine bundesweite Kindergrundsicherung und eine angemessene Erhöhung der Grundsicherung für Erwachsene. Im Land will sie die Lernmittelfreiheit fortführen und Beratungsstellen für Schuldner, Verbraucher und Arbeitslose fördern.

Die SPD will Armut bekämpfen. Sie ist für eine Kinder-Grundsicherung in ganz Deutschland. Das ist eine Geld-Leistung für Kinder. Auch Erwachsene mit wenig Geld sollen mehr bekommen. Schulbücher sollen weiter kostenlos sein. Beratungs-Stellen sollen weiter Geld vom Land bekommen.

Einsamkeit als Aufgabe der Landesregierung angehen

Die SPD will Angebote fördern, bei denen Menschen in allen Lebenslagen einander begegnen können. Einsamkeit und Isolation sollen als ressortübergreifende Aufgabe der Landesregierung behandelt werden.

Viele Menschen sind einsam. Die SPD will Orte und Angebote fördern, wo Menschen sich treffen. Die ganze Landesregierung soll sich um das Thema kümmern. Hohe Beamte sollen die Arbeit abstimmen.

Lebensumfeld und Teilhabe im Alter sichern

Die SPD will ältere Menschen dabei unterstützen, in ihrem gewohnten Umfeld am Leben teilzuhaben. Dazu sollen Kommunen Hilfe bekommen, die Alternsforschung gestärkt und Seniorenvertretungen ausgebaut werden.

Die SPD will, dass alte Menschen gut in ihrer Umgebung leben können. Die Städte und Gemeinden sollen dafür Hilfe bekommen. Forscher sollen klären, welche Angebote vor Ort nötig sind. Alte Menschen sollen mehr mitreden können.

Inklusion und Unterstützung bei Behinderung stärken

Die SPD will die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten an Arbeit und Gesellschaft stärken. Beratung soll besser vernetzt, Assistenzkräfte sollen qualifiziert und Versorgungslücken geschlossen werden.

Die SPD will Menschen mit Behinderung besser unterstützen. Sie sollen arbeiten und überall mitmachen können. Die Beratung soll besser zusammenarbeiten. Helfer von Menschen mit Behinderung sollen eine Schulung bekommen. Auch Menschen mit langer Krankheit sollen mehr Hilfe bekommen.

Tariflöhne in der gesamten Sozialwirtschaft sichern

Die SPD will erreichen, dass Beschäftigte in der Sozialwirtschaft bei allen Trägern nach Tarif bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen haben. Bei der Vergabe sozialer Hilfeleistungen soll nicht automatisch der billigste Anbieter zum Zug kommen.

Viele Menschen arbeiten in sozialen Berufen. Die SPD will: Alle sollen Lohn nach Tarif bekommen. Tarif heißt: Gewerkschaften und Arbeitgeber haben den Lohn ausgehandelt. Nicht immer soll der billigste Anbieter den Auftrag bekommen.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl