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PdF zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräftemangel mit Ausbildung und besseren Bedingungen bekämpfen

Die PdF will Berufe mit Personalmangel durch höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen attraktiver machen und mehr Ausbildungsplätze staatlich fördern. Hintergrund ist laut Programm, dass bis 2035 die Babyboomer in Rente gehen und die Zahl der Erwerbsfähigen sinkt.

In vielen Berufen fehlen Fachleute, zum Beispiel in der Pflege. Die PdF will dort bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Der Staat soll mehr Ausbildungsplätze fördern. Ein Meister soll so viel zählen wie ein Master. Auch Weiterbildung soll der Staat unterstützen.

Besonders betroffen sind nach Darstellung des Programms Pflege, Handwerk, Bau, IT und Kinderbetreuung. In Pflege und Kinderbetreuung sollen Gehälter gezielt steigen und Beruf und Privatleben besser vereinbar werden. Handwerkliche Abschlüsse sollen akademischen gleichgestellt werden. Umschulungen und Qualifizierungen sollen finanziell und steuerlich unterstützt werden. Schulen sollen früh Kurse anbieten, die sich an den Stärken der Kinder orientieren, und es soll Programme für lebenslanges Lernen geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Ausbildungsplätze in Mangelberufen müssen massiv ausgebaut und durch staatliche Subventionen gefördert werden.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Subventionen für Ausbildung und Weiterbildung sowie gezielte Gehaltserhöhungen bauen öffentliche Leistungen gegenüber heute aus.

Anreize für Arbeit im Rentenalter schaffen

Die PdF will es älteren Menschen leichter machen, auch nach Erreichen des Rentenalters weiterzuarbeiten. Das soll den Fachkräftemangel kurzfristig abmildern.

Manche Menschen wollen im Renten-Alter weiter arbeiten. Die PdF will das leichter machen. Dafür soll es zum Beispiel Vorteile bei der Steuer geben. So sollen weniger Fachkräfte fehlen.

Als Mittel nennt das Programm flexible Arbeitsmodelle, steuerliche Erleichterungen und den Abbau von Bürokratie. Erfahrene Beschäftigte sollen so länger im Berufsleben bleiben. Die Partei versteht dies als kurzfristig wirkende Maßnahme gegen den Mangel an Fachkräften.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„sollten Anreize geschaffen werden, die es älteren Menschen erleichtern, über das Rentenalter hinaus einer Tätigkeit nachzugehen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Steuererleichterungen und weniger Bürokratie sollen längeres Arbeiten fördern, was auf Anreize statt staatliche Leistungen setzt.

Mindestlohn maßvoll auf 15 Euro anheben

Die PdF will den Mindestlohn maßvoll und an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt erhöhen und langfristig schrittweise 15 Euro erreichen. Kleine Betriebe sollen dabei entlastet werden, damit sie nicht überfordert werden.

Die PdF will den Mindest-Lohn langsam erhöhen. Auf lange Sicht soll er 15 Euro betragen. Die Erhöhung soll zur Lage der Wirtschaft passen. Kleine Betriebe sollen dabei Hilfe bekommen.

Das Programm nennt als Ausgangswert 12,82 Euro ab 2025. Erhöhungen sollen sich an Produktivität und Konjunktur orientieren und beiden Seiten Planungssicherheit geben. Kleine Unternehmen sollen Steuervergünstigungen oder Zuschüsse erhalten. Außerdem will die Partei prüfen, ob regional abgestufte Mindestlöhne eingeführt werden, die unterschiedliche Lebenshaltungskosten abbilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro, wie von der EU-Richtlinie empfohlen, soll langfristig erfolgen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Mindestlohn soll von 12,82 auf langfristig 15 Euro steigen, also um weniger als ein Viertel und abgefedert durch Hilfen für Betriebe.

Arbeitsuchende und Stellen besser zusammenbringen

Die PdF will dafür sorgen, dass Arbeitsuchende und offene Stellen besser zueinanderfinden. Dazu plant sie ein staatlich gefördertes digitales Stellenportal, Anreize für Umzüge in Regionen mit Fachkräftemangel und abgestimmte Qualifizierungsangebote.

Oft passen Arbeit-Suchende und freie Stellen nicht zusammen. Die PdF will ein digitales Portal für Stellen fördern. Wer für eine Arbeit umzieht, soll Geld und Vorteile bekommen. Schulen und Betriebe sollen passende Kurse entwickeln.

Das Portal soll Bewerberprofile und Angebote mit Hilfe künstlicher Intelligenz abgleichen und den Markt transparenter machen. Für Mobilität sieht das Programm Umzugspauschalen, Steuervorteile und subventionierten Wohnraum vor. Infrastrukturprojekte sollen Regionen mit Fachkräftemangel attraktiver machen. Qualifizierungsprogramme sollen gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten am Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Ein staatlich gefördertes, digitales Portal, das Stellenangebote und -gesuche regional und qualifikationsbasiert zusammenführt, soll Abhilfe schaffen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit einem geförderten Portal, Zuschüssen und subventioniertem Wohnraum stärker in den Arbeitsmarkt eingreifen.

Recht auf Homeoffice und flexible Arbeitszeiten einführen

Die PdF will einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice schaffen, soweit die Tätigkeit das zulässt. Zudem sollen staatlich geförderte Pilotprojekte die Vier-Tage-Woche mit vollem Lohn erproben und flexible Arbeitszeitmodelle gefördert werden.

Die PdF will ein Recht auf Arbeit von zu Hause. Das gilt nur, wenn es bei der Stelle möglich ist. Firmen sollen die Vier-Tage-Woche testen können. Der Staat soll diese Tests fördern. Arbeitszeiten sollen flexibler werden.

Für das Homeoffice verlangt das Programm klare Regeln zu Kostenerstattung, technischer Ausstattung und Arbeitszeiterfassung. Die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich soll zunächst in Testphasen auf Machbarkeit geprüft werden, vor allem in Branchen mit hoher Belastung. Untersucht werden sollen die Folgen für Produktivität, Zufriedenheit und Unternehmenskultur. Arbeitszeitkonten und individuelle Absprachen sollen erleichtert werden, besonders zugunsten von Eltern und Pflegenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Deshalb soll ein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice eingeführt werden, sofern dies für die jeweilige Arbeitsstelle praktikabel ist.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer, an Bedingungen geknüpfter Rechtsanspruch auf Homeoffice und staatlich geförderte Tests erweitern die Regulierung des Arbeitsverhältnisses.

Altersarmut mit einfacheren Anträgen und Freibeträgen bekämpfen

Die PdF will Anträge auf Grundsicherung und andere Sozialleistungen stark vereinfachen und die Freibeträge bei der Grundsicherung anheben. Ein Fonds soll alleinstehende Frauen entlasten, die laut Programm besonders häufig von Altersarmut betroffen sind.

Viele alte Menschen sind arm. Manche beantragen ihre Hilfe nicht, weil der Antrag schwer ist. Die PdF will die Anträge einfacher machen. Alte Menschen sollen mehr eigenes Geld behalten dürfen. Für alleinstehende Frauen soll es einen eigenen Geldtopf geben.

Das Programm verweist darauf, dass in manchen Regionen 40 bis 60 Prozent der Berechtigten ihre Grundsicherung nicht in Anspruch nehmen, häufig aus Scham oder wegen schwieriger Verfahren. Eine automatisierte Prüfung des Anspruchs soll Hürden senken und die Bearbeitung beschleunigen. Leicht zugängliche Beratung in sozialen Einrichtungen soll Seniorinnen und Senioren beim Antrag helfen und über Rechte informieren. Höhere Freibeträge sollen die Bereitschaft steigern, Leistungen zu beantragen. Zusätzlich sind neue Förderprogramme geplant, die ältere Menschen bei steigenden Lebenshaltungskosten entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Um den Zugang zu Grundsicherung und anderen Sozialleistungen zu erleichtern, sollen Antragsverfahren grundlegend vereinfacht werden.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Freibeträge, ein neuer Fonds und leichterer Zugang zu Sozialleistungen weiten staatliche Unterstützung gegenüber heute aus.

Einsamkeit im Alter mit Begegnungsorten bekämpfen

Die PdF will in allen Stadtteilen Tagesstätten und Begegnungszentren für ältere Menschen schaffen und ehrenamtliche Besuchsdienste fördern. Hintergrund ist aus Sicht des Programms die wachsende Zahl allein lebender Senioren, die von Einsamkeit betroffen sind.

Viele alte Menschen leben allein und sind einsam. Die PdF will in jedem Stadtteil Treffpunkte für sie schaffen. Fahrdienste sollen die Menschen dorthin bringen. Freiwillige Besucher sollen Geld und Schulungen bekommen. Einfache Apps sollen beim Kontakt helfen.

Neue Tagesstätten und Begegnungszentren sollen leicht zugängliche Angebote für gemeinsame Aktivitäten machen. Mobile Dienste sollen Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit bei der Anfahrt helfen. Lokale Initiativen wie Besuchsdienste sollen Geld erhalten, und Freiwillige sollen für die Begleitung von Senioren geschult werden. Außerdem sollen seniorengerechte Apps entwickelt werden, mit denen ältere Menschen Freizeit und Treffen organisieren und über virtuelle Netzwerke neue Kontakte finden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„In jedem Stadtteil sollen neue Begegnungsorte geschaffen werden, die älteren Menschen niedrigschwellige Möglichkeiten zur Teilnahme an Aktivitäten bieten.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue öffentlich finanzierte Einrichtungen, Fahrdienste und Projektförderung erweitern staatliche Angebote gegenüber heute.

Jugendzuschuss und günstigen Wohnraum für Junge schaffen

Die PdF will junge Menschen mit einem Jugendzuschuss gegen gestiegene Preise und mit Investitionen in Sozialwohnungen und Wohnheime finanziell entlasten. Sie reagiert damit auf Sorgen Jugendlicher wegen Inflation, teurer Mieten und Altersarmut.

Viele Jugendliche haben Geldsorgen. Die PdF will ihnen einen Zuschuss zahlen, weil alles teurer wird. Der Staat soll günstige Wohnungen und Wohnheime für junge Menschen bauen. Auch die Rente soll sich ändern, damit Junge später nicht arm sind.

Das Programm nennt Umfragewerte: 65 Prozent der Jugendlichen sorgen sich wegen der Inflation um ihre Finanzen, 54 Prozent finden Wohnen zu teuer und 48 Prozent haben Angst vor Armut im Alter. Ein Jugendzuschuss soll die durch Preissteigerungen entstandenen Zusatzkosten ausgleichen. Investitionen in Sozialwohnungen und Wohnheime eigens für junge Leute sollen bezahlbare Unterkünfte schaffen und Selbstständigkeit ermöglichen. Gegen die Furcht vor Altersarmut verweist die PdF auf ihre Reformvorschläge zur Rente.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Ein spezieller Jugendzuschuss soll inflationsbedingte Mehrkosten abfedern und finanzielle Sicherheit bieten.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlicher Zuschuss für Jugendliche und öffentliche Investitionen in Sozialwohnungen bauen staatliche Leistungen gegenüber heute aus.

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