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Was sagen die Parteien in Hessen zu Umwelt und Tierschutz?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hessen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Nitrat nur in Trinkwassergebieten regulieren

Die AfD will Nitratgrenzwerte nur dort durchsetzen, wo Trinkwasser gewonnen wird. Bei Überschreitungen soll gezielt der Verursacher ermittelt werden, statt ganze Gebiete als Rote Zonen auszuweisen. Das Programm bezweifelt, dass die Düngung der Landwirte die Ursache hoher Nitratwerte ist.

Nitrat ist ein Stoff, der ins Wasser gelangen kann. Die AfD will Regeln dafür nur dort, wo Trinkwasser herkommt. Ist ein Wert zu hoch, soll man den Verursacher suchen. Ganze Gebiete sollen keine strengen Dünge-Regeln mehr bekommen.

Schlachten ohne Betäubung ausnahmslos verbieten

Die AfD will das Schlachten ohne Betäubung vollständig verbieten, auch wenn es religiös oder kulturell begründet wird. Einfuhr, Handel und Werbung für solches Fleisch lehnt sie ebenfalls ab. Bestehende Tierschutzvorschriften sollen streng kontrolliert werden.

Manche Tiere werden ohne Betäubung geschlachtet. Das geschieht zum Beispiel aus religiösen Gründen. Die AfD will das immer verbieten. Auch solches Fleisch aus dem Ausland lehnt sie ab.

Wolf bejagen, Schäden durch Wolf und Biber entschädigen

Die AfD will feststellen lassen, dass der Bestand des Wolfs gesichert ist, und darauf aufbauend Abschussquoten und eine rechtssichere Jagd ermöglichen. Schäden durch Wolfsrisse sollen schneller und vollständig ersetzt werden. Für Schäden durch Biber sollen Konzepte zur Entschädigung entstehen.

Die AfD will, dass Jäger Wölfe schießen dürfen. Dafür soll es feste Zahlen geben. Wenn ein Wolf Tiere tötet, soll der Besitzer schnell Geld bekommen. Auch bei Schäden durch Biber soll es Geld geben.

Staatswald weiter bewirtschaften, Jagd erhalten

Die AfD will im Staatswald keine weiteren Flächen aus der Nutzung nehmen und die geltenden Bewirtschaftungs- und Naturschutzrichtlinien grundlegend überarbeiten. Die Jagd soll als Form der Naturnutzung erhalten und gefördert werden.

Der Wald des Landes soll weiter genutzt werden. Die AfD will dort keine weiteren Flächen stilllegen. Die Regeln für den Landes-Wald sollen sich ändern. Die Jagd soll bleiben.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschaftausgewogen (+0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Waldumbau dauerhaft fördern und CO2-Bindung honorieren

Die CDU will den Erhalt, Umbau und Neuaufbau geschädigter Wälder bei allen Eigentümern dauerhaft fördern. Waldbesitzer sollen für die CO2-Speicherung ihrer Wälder bezahlt werden, etwa über eine unbürokratische Waldprämie.

Viele Wälder in Hessen sind krank. Die CDU will sie retten und neu aufbauen. Dafür soll es dauerhaft Geld geben. Wald-Besitzer sollen auch Geld dafür bekommen, dass ihr Wald CO2 speichert.

Keine weiteren Waldflächen stilllegen

Die CDU lehnt es ab, zusätzliche Waldflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, und will keine neuen Auflagen für die Forstwirtschaft. Aus ihrer Sicht schützt die nachhaltige Forstwirtschaft die Artenvielfalt bereits wirksam, während Stilllegungen dem Klimaschutz und der Holzversorgung schaden.

Manche Wälder werden nicht mehr genutzt. Dort fällt niemand Bäume. Die CDU will keine weiteren solchen Flächen. Sie sagt: Der genutzte Wald schützt Tiere und Pflanzen schon gut. Und man braucht das Holz.

Holznutzung ausbauen und Waldbesitzer entlasten

Die CDU will mehr Holz aus heimischen Wäldern nutzen und die Versorgung der hessischen Sägewerke und Holzindustrie sichern. Waldbesitzer sollen bei den Kosten der Verkehrssicherung entlastet werden.

Die CDU will mehr Holz aus Hessens Wäldern nutzen. Säge-Werke sollen genug Holz bekommen. Wald-Besitzer müssen Straßen vor umfallenden Bäumen schützen. Dabei sollen sie weniger zahlen.

Jagdzeiten ausweiten und Selbstverwaltung von Jägern und Fischern stärken

Die CDU bekennt sich zur Jagd als Kulturgut und will die Jagdzeiten für mehrere Tierarten ausweiten, während das Jagdgesetz in seinen Grundsätzen bleibt. Jäger und Fischer sollen mehr Eigenverantwortung und weniger Bürokratie erhalten.

Die CDU findet die Jagd wichtig. Jäger sollen manche Tiere länger jagen dürfen. Wild-Schweine sollen sie das ganze Jahr jagen dürfen. Jäger und Angler sollen vieles selbst regeln.

Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Die CDU will den Wolf in das hessische Jagdrecht aufnehmen und seinen Bestand aktiv regulieren, sobald der Bund dies rechtlich ermöglicht. Sie sieht den Wolf in Deutschland nicht mehr als gefährdete Art und will Menschen und Weidetiere besser schützen.

In Deutschland leben wieder Wölfe. Die CDU sagt: Der Wolf ist nicht mehr bedroht. Jäger sollen Wölfe jagen dürfen, wenn der Bund es erlaubt. So will die CDU Menschen und Weide-Tiere schützen.

Trinkwasserversorgung sichern und Gewässer renaturieren

Die CDU will bezahlbares, sauberes Trinkwasser auch bei verändertem Klima sichern und dafür Leitungsnetze und Wassergewinnung ausbauen. Einen allgemeinen „Wassercent“, also eine Abgabe auf die Wasserentnahme, lehnt sie ab.

Alle Menschen in Hessen sollen sauberes und bezahlbares Trink-Wasser haben. Die CDU will die Wasser-Leitungen erneuern. Eine neue Abgabe auf Wasser will sie nicht. Flüsse und Bäche sollen wieder natürlicher werden.

Kali+Salz bei umweltverträglichem Bergbau begleiten

Die CDU will das Bergbauunternehmen Kali+Salz weiter dabei unterstützen, umweltverträglicher zu werden. Arbeitsplätze und Wertschöpfung sollen bis zum Ende des Abbaus erhalten bleiben, während die Umweltstandards eingehalten werden.

Kali+Salz ist eine Bergbau-Firma in Hessen. Die CDU will die Firma weiter unterstützen. Die Firma soll die Umwelt weniger belasten. Die Arbeitsplätze sollen bis zum Ende des Abbaus bleiben.

Rote Gebiete der Düngeverordnung enger abgrenzen

Die CDU will die Belastung der Gewässer mit Nitrat und Phosphor weiter senken, dies aber nach dem Verursacherprinzip tun. Die „Roten Gebiete“ mit strengeren Düngeregeln sollen genauer zugeschnitten werden, gestützt auf zusätzliche Messstellen.

In Gewässern soll weniger Nitrat und Phosphor sein. In „Roten Gebieten“ gelten strenge Regeln für das Düngen. Die CDU will diese Gebiete genauer festlegen. Dafür soll es mehr Mess-Stellen geben. Wer das Wasser schont, soll Ausnahmen bekommen.

Naturschutz freiwillig statt durch Flächenstilllegungen

Die CDU lehnt pauschale Flächenstilllegungen ab, wie sie nach ihrer Darstellung auf EU-Ebene erwogen werden. Naturschutz soll stattdessen über freiwillige Verträge mit Eigentümern und Nutzern laufen, der Vertragsnaturschutz hat Vorrang.

Die CDU will keine Flächen pauschal stilllegen. Solche Ideen gibt es laut CDU in der EU. Naturschutz soll freiwillig sein. Das Land schließt dafür Verträge mit Bauern und Eigentümern. Auch Insekten sollen mehr Lebensraum bekommen.

Kreislaufwirtschaft stärken und Abfall vermeiden

Die CDU strebt möglichst geschlossene Wertstoffkreisläufe an und will die Wertstofftonne sowie das Duale System voranbringen. Zugleich sollen neue Deponiekapazitäten entstehen und weniger Lebensmittel und Plastik im Müll landen.

Die CDU will, dass mehr Abfall wiederverwertet wird. Dafür soll es die Wertstoff-Tonne geben. Für Bauschutt soll es mehr Deponien geben. Die Menschen sollen weniger Lebensmittel und Plastik wegwerfen.

Tierheime modernisieren und Tierschutz kooperativ verbessern

Die CDU will die Lage der Tierheime mit mehr Geld für die Stiftung Hessischer Tierschutz und einem Sonderprogramm verbessern. Beim Tierschutz für Nutztiere setzt sie auf den Runden Tisch mit Landwirten und Verbänden, ohne hessische Sonderregeln.

Die CDU will Tierheimen helfen. Dafür gibt es mehr Geld für Umbauten. Für Tiere auf Bauernhöfen soll es Verbesserungen geben. Darüber redet die CDU mit Bauern und Verbänden. Es soll weniger Tierversuche geben.

Kein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen

Die CDU lehnt es ab, Tierschutzorganisationen ein eigenes Klagerecht zu geben. Sie erwartet davon keinen Gewinn für das Tierwohl, wohl aber mehr Last für Gerichte und längere Genehmigungsverfahren. Einbrüche in Tierställe sollen als Straftat geahndet werden.

Tierschutz-Vereine sollen nicht selbst vor Gericht klagen dürfen. Die CDU sagt: Das hilft den Tieren nicht. Es macht nur Verfahren länger. Wer in einen Stall einbricht, soll bestraft werden.

CDU: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschaftausgewogen (+0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Artenvielfalt, Moore und Wälder mit freiwilligem Naturschutz sichern

Die FDP will die heimische Artenvielfalt sichern, Moore schützen und die Wälder durch einen Waldumbau widerstandsfähiger machen. Dabei setzt sie vor allem auf freiwillige Vereinbarungen mit Eigentümern und Bewirtschaftern statt auf Vorgaben.

Die FDP will Tiere und Pflanzen in Hessen schützen. Moore sollen erhalten und wieder nass gemacht werden. Der Wald soll neue, passende Baum-Arten bekommen. Die FDP setzt dabei auf freiwillige Verträge mit Eigentümern.

Insektenschutz durch Forschung und Blühflächen fördern

Die FDP will den Rückgang der Insekten mit mehr Forschung und daraus abgeleiteten Maßnahmen bekämpfen. Hecken, Blüh- und Grünstreifen sollen weiterentwickelt werden, und Eigentümer sollen für Nutzungseinschränkungen einen Ausgleich erhalten.

Es gibt immer weniger Insekten. Die FDP will mehr dazu forschen lassen. Es soll mehr Hecken und Blüh-Streifen geben. Wer sein Land dadurch weniger nutzen kann, soll Geld als Ausgleich bekommen.

Tierheime kostendeckend finanzieren

Die FDP will, dass hessische Tierheime verlässlich finanziert werden und ihre Kosten voll erstattet bekommen, wenn sie Aufgaben der Kommunen erledigen. Im Gegenzug sollen einheitliche Standards gelten, die regelmäßig kontrolliert werden.

Tierheime kümmern sich um gefundene Tiere. Das ist eigentlich eine Aufgabe der Gemeinden. Die FDP will, dass Tierheime dafür genug Geld bekommen. Dafür sollen feste Regeln für alle Tierheime gelten. Das Veterinär-Amt soll die Tierheime jedes Jahr prüfen.

Hessische Wasserstrategie erarbeiten, Wasserabgabe ablehnen

Die FDP will eine landesweite Wasserstrategie, die Konflikte um Grundwasser zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und ländlichen Regionen ausgleicht. Ein Entgelt für die Entnahme von Wasser lehnt sie ab; in Leitungsnetze und Kläranlagen soll investiert werden.

Die FDP will einen Plan für das Wasser in Hessen. Stadt und Land streiten um das Grundwasser. Der Plan soll diesen Streit lösen. Eine neue Gebühr für die Entnahme von Wasser will die FDP nicht. Leitungen und Klär-Anlagen sollen erneuert werden.

Lichtverschmutzung verringern

Die FDP will Maßnahmen gegen zu viel künstliches Licht in der Nacht fördern, vor allem bei kommunaler Beleuchtung. Sie begründet das mit Folgen für die Gesundheit und mit hohen Verlusten bei Insekten.

Zu viel Licht in der Nacht schadet Menschen und Tieren. Viele Insekten sterben an Lampen. Die FDP will Geld geben, damit Gemeinden ihre Lampen umbauen. Für Besitzer von Häusern und Firmen soll es Beratung geben. Firmen dürfen nötiges Licht behalten.

Wald weiter bewirtschaften, Nutzungsverbote aufheben

Die FDP will die forstliche Nutzung des hessischen Waldes sichern und lehnt Stilllegungen sowie pauschale Nutzungsverbote ab. Das Buchenmoratorium soll fallen, die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes soll nicht mehr verpflichtend sein.

Die FDP will, dass der Wald weiter genutzt wird. Sie ist dagegen, ein Zehntel vom Staats-Wald sich selbst zu überlassen. Alte Buchen sollen wieder gefällt werden dürfen. Der Landes-Betrieb soll selbst über Umwelt-Siegel entscheiden. Es soll mehr mit Holz gebaut werden.

Jagdrecht und Revierjagdsystem bewahren

Die FDP will das Jagdrecht in seiner an das Grundeigentum gebundenen Form erhalten und bekennt sich zum Revierjagdsystem. Zusätzliche bürokratische Hürden für Jägerinnen und Jäger lehnt sie ab.

Die FDP will das Jagd-Recht so lassen, wie es ist. Jäger sollen selbst verantwortlich handeln können. Die FDP ist gegen neue Hürden für die Jagd. Rotwild soll sich über größere Gebiete bewegen können. Dafür soll es zum Beispiel Grün-Brücken geben.

Wolfsbestand regulieren, Wildschäden ausgleichen

Die FDP will den Wolfsbestand in Hessen aktiv steuern, sobald das Bundesrecht dies erlaubt, weil sie ein unkontrolliertes Wachstum für unvereinbar mit der Weidetierhaltung hält. Auch bei Schäden durch Biber und Saatkrähen sollen Entnahmen beziehungsweise Abschüsse sowie Ausgleichszahlungen möglich werden.

Die FDP will die Zahl der Wölfe in Hessen begrenzen. Zuerst muss der Bund das erlauben. Wölfe sollen besser gezählt werden. Auch Biber und Saat-Krähen machen Schäden. Bauern und Fisch-Züchter sollen dafür Geld bekommen. Bei großen Schäden sollen Tiere entfernt werden dürfen.

Fischerei unterstützen, Fischwanderung schützen

Die FDP will eine bestandserhaltende Fischerei und sieht die Angelfischerei in Vereinen als praktischen Naturschutz, der Unterstützung des Landes verdient. Wasserkraftwerke sollen die Laichwanderung von Fischen nicht behindern.

Die FDP will die Fischerei unterstützen. Angel-Vereine pflegen Gewässer und schützen so die Natur. Wasser-Kraftwerke sollen Fische nicht beim Wandern stören. Schaden sie den Fischen, sollen sie umgebaut werden. Neue Anlagen gibt es nur, wenn Fische wandern können.

Baustoffrecycling fördern, Deponien ausbauen

Die FDP will die Wiederverwertung von Baustoffen fördern und zusammen mit den Kommunen neue Deponien für Bauschutt schaffen. Fehlende Deponien und komplizierte Regeln für Erdaushub treiben aus Sicht des Programms die Baukosten.

Beim Bauen entsteht viel Schutt und Erde. Dafür fehlen Deponien, also Lager-Plätze für Abfall. Das macht Bauen teurer. Die FDP will mehr Bau-Stoffe wiederverwenden. Mit den Kommunen will sie neue Deponien schaffen.

Verschärften Bannwaldschutz zurücknehmen

Die FDP will heimische Baustoffe wie Sand und Kies stärker nutzen, auch im Bannwald. Die von CDU und Grünen beschlossene Verschärfung des Bannwaldschutzes soll deshalb rückgängig gemacht werden. Das Programm begründet dies mit Baukosten und Versorgungssicherheit.

Die FDP will mehr Sand und Kies in Hessen abbauen. Das soll auch im Bannwald möglich sein. Bannwald ist besonders streng geschützter Wald. Die strengeren Schutz-Regeln der letzten Regierung sollen wieder wegfallen. Die FDP sagt: So wird Bauen nicht noch teurer.

FDP: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wald, Artenvielfalt und Grundwasser schützen

Die Grünen wollen bis 2030 eine Milliarde Euro in den Schutz der Artenvielfalt stecken. Geplant ist außerdem ein Programm für Aufforstung und Waldentwicklung, das das Programm als größtes der Landesgeschichte bezeichnet. Auch die Grundwasservorräte sollen gesichert werden.

Die Grünen wollen die Natur in Hessen schützen. Bis 2030 soll eine Milliarde Euro für Tiere und Pflanzen fließen. Es sollen viele neue Bäume gepflanzt werden. Auch das Grundwasser soll geschützt werden.

Eine Milliarde Euro für Schutzgebiete und Artenvielfalt

Die Grünen wollen den Rückgang bedrohter Tier- und Pflanzenarten umkehren und das globale Ziel von 30 Prozent Schutzgebieten erreichen. Dafür sollen bis 2030 insgesamt 1 Milliarde Euro fließen.

Viele Tiere und Pflanzen sind bedroht. Die Grünen wollen mehr Schutz-Gebiete schaffen. Bis 2030 wollen sie dafür 1 Milliarde Euro ausgeben. Auf einem kleinen Teil des Landes soll Wildnis entstehen.

Konflikte mit Wolf und Biber durch Hilfen lösen

Die Grünen wollen bei Konflikten mit zurückkehrenden Arten wie Wolf, Biber oder Fischotter auf Vorbeugung und Hilfe im Schadensfall setzen. In Einzelfällen sollen verhaltensauffällige Wölfe getötet werden können.

Wolf, Biber und Fischotter leben wieder in Hessen. Das führt manchmal zu Streit. Die Grünen wollen Betroffenen bei Schäden helfen. Sie wollen auch beim Vorbeugen helfen. Auffällige Wölfe dürfen im Einzelfall erschossen werden.

Pestizideinsatz zum Schutz der Insekten verringern

Die Grünen wollen den Einsatz von Pestiziden weiter senken, um die Insektenvielfalt zu verbessern. Schutzgebiete und Gewässer sollen durch Pufferstreifen geschützt werden.

Pestizide sind Gifte gegen Schädlinge. Sie schaden auch vielen Insekten. Die Grünen wollen weniger Pestizide. Neben Schutz-Gebieten und Gewässern soll es Streifen ohne Gift geben.

Waldgesetz auf Natur- und Klimaschutz ausrichten

Die Grünen wollen ein großes Waldentwicklungsprogramm starten und das Hessische Waldgesetz an Naturschutz, Klimaschutz und Erholung ausrichten. Bei Konflikten sollen Schutzziele Vorrang vor der Nutzung haben.

Viele Wälder in Hessen sterben. Die Grünen wollen ein großes Programm für den Wald. Der Schutz von Natur und Klima soll wichtiger sein als die Nutzung. Es soll mehr Wald geben, der sich selbst überlassen bleibt.

Wassercent einführen, Grundwasser strenger schützen

Die Grünen wollen einen Wassercent einführen, also eine Abgabe auf Wasserentnahmen, um nachhaltige Wasserprojekte zu bezahlen. Entnahmen von Grundwasser sollen strenger genehmigt und kontrolliert werden.

Wasser wird durch die Klima-Krise knapper. Die Grünen wollen eine Abgabe auf Wasser einführen. Sie heißt Wassercent. Mit dem Geld bezahlen sie Projekte für Wasser. Grundwasser soll besser geschützt werden.

Salzeinleitungen der Kaliindustrie bis 2027 beenden

Die Grünen wollen, dass die Kaliindustrie ihre Einleitungen spätestens 2027 beendet und die Halden vollständig abdeckt. Bei Genehmigungen für den Rohstoffabbau soll sauberes Trinkwasser Vorrang haben.

Der Kali-Bergbau belastet Flüsse und Grundwasser. Ab 2027 soll kein Abwasser mehr eingeleitet werden. Die Abfall-Berge sollen abgedeckt werden. Reste sollen zurück unter die Erde. Trinkwasser ist wichtiger als der Abbau.

Flächenverbrauch auf einen Hektar täglich senken

Die Grünen wollen den täglichen Flächenverbrauch in Hessen bis 2030 auf maximal einen Hektar begrenzen. Langfristig soll unter dem Strich keine neue Fläche mehr verbraucht werden.

In Hessen wird viel Boden bebaut. Die Grünen wollen das stark begrenzen. Ab 2030 soll es höchstens ein Hektar am Tag sein. Später soll gar kein Boden mehr zusätzlich verloren gehen.

Kreislaufwirtschaft und Zero-Waste-Strategie aufbauen

Die Grünen wollen Stoffkreisläufe schließen und den Abfallwirtschaftsplan zu einer Zero-Waste-Strategie umbauen. Dazu gehören mehr Recycling, weniger Lebensmittelverschwendung und ein landesweites Rohstoffmonitoring.

Die Grünen wollen, dass weniger Müll entsteht. Stoffe sollen immer wieder genutzt werden. Auch Baustoffe sollen neu verwendet werden. Weniger Lebensmittel sollen im Müll landen.

Verbandsklagerecht im Tierschutz einführen

Die Grünen wollen Tierschutzverbänden in Hessen ein Klagerecht geben, wie es im Umweltschutz besteht. Außerdem setzen sie sich für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus ein und wollen private Wildtierhaltung und Qualzuchten zurückdrängen.

Tierschutz-Verbände sollen vor Gericht für Tiere klagen dürfen. Wilde Tiere sollen nicht mehr im Zirkus auftreten. Weniger Menschen sollen wilde Tiere zu Hause halten. Die Grünen wollen auch weniger Tierversuche.

Tierwohlstandards anheben und Tiertransporte begrenzen

Die Grünen fordern höhere Tierwohlstandards in der Landwirtschaft und eine Bindung der Tierzahl an die Fläche. Lange Transporte lebender Tiere sollen möglichst überflüssig werden, Transporte in Länder außerhalb der EU sollen verboten werden.

Tiere auf Bauernhöfen sollen besser leben. Ein Hof soll nur so viele Tiere haben, wie zu seinem Land passen. Lange Fahrten mit lebenden Tieren soll es kaum noch geben. Transporte in Länder außerhalb der EU sollen verboten sein.

Ökologisches Jagdgesetz schaffen

Die Grünen wollen ein neues Jagdgesetz, das Tier-, Klima- und Umweltschutz stärker berücksichtigt. Bestandsgefährdete Arten sollen nicht mehr bejagt werden, und die Abschusspläne für Rehwild sollen entfallen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für die Jagd. Es soll Tiere, Klima und Umwelt besser schützen. Bedrohte Tierarten soll niemand mehr jagen. Für Rehe soll es keine festen Abschuss-Pläne mehr geben.

Grüne: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wolfsmanagement, Weideschutz und Tierheime finanzieren

Die SPD will ein Wolfsmanagement, das den Schutz von Weidetieren ausreichend finanziert und Entschädigungen klar regelt. Sie begründet das mit der Bedeutung von Beweidung für Artenvielfalt und Biotope. Zudem sollen Auffangstationen für Wildtiere entstehen und Tierheime eine Grundfinanzierung bekommen.

Wölfe können Weide-Tiere reißen. Die SPD will den Schutz von Weiden bezahlen. Bei Schäden soll es klare Regeln für Ersatz geben. Verletzte Wildtiere sollen in Auffang-Stationen Hilfe bekommen. Tierheime sollen festes Geld bekommen.

Wald naturnah bewirtschaften und umbauen

Die SPD will einen gemischten, artenreichen Dauerwald, der sich besser an das veränderte Klima anpassen kann. Der Wald soll schonend bewirtschaftet werden, zehn Prozent bleiben ungenutzt. Dafür soll HessenForst mehr Personal bekommen.

Die SPD will den Wald schonend nutzen. Es sollen viele verschiedene Bäume wachsen. So hält der Wald das neue Klima besser aus. Ein Zehntel vom Wald soll ohne Nutzung bleiben. Der Forst-Betrieb vom Land soll mehr Leute bekommen.

Wasserabgabe einführen und Hochwasserschutz verstärken

Die SPD will den Wasserverbrauch senken und dafür eine Abgabe auf Verbrauch erheben, der über dem Durchschnitt eines Haushalts liegt. Gewässer sollen flächendeckend einen guten Zustand erreichen. Ein Programm soll den Hochwasserschutz angesichts häufigerer Starkregen ausbauen.

Die SPD will, dass Menschen weniger Wasser verbrauchen. Wer sehr viel Wasser verbraucht, soll eine Abgabe zahlen. Flüsse und Bäche sollen sauberer werden. Der Schutz vor Hochwasser soll besser werden. Städte sollen Regen-Wasser besser speichern.

Biotopverbund auf 15 Prozent der Landesfläche

Die SPD will auf 15 Prozent der Landesfläche einen Verbund von Biotopen schaffen, damit wandernde Arten neue Lebensräume finden. Die Verwaltungen für Naturschutz, Landwirtschaft und Forst sollen enger zusammenarbeiten und besser ausgestattet werden.

Die SPD will Lebensräume für Tiere und Pflanzen verbinden. Das soll auf 15 Prozent der Fläche von Hessen geschehen. So können Tiere wandern. Die Ämter für Natur, Landwirtschaft und Wald sollen besser zusammen arbeiten. Sie sollen genug Personal haben.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl