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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Umwelt und Tierschutz?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Schächten verbieten, Tiertransporte und Tierversuche verringern

Die AfD will die gesetzlichen Ausnahmen für das Schächten streichen, also das Schlachten ohne Betäubung aus religiösen Gründen. Lebendtiertransporte und Tierversuche sollen verringert werden, während moderne Ställe schneller genehmigt werden sollen.

Beim Schächten werden Tiere ohne Betäubung geschlachtet. Die AfD will das ohne Ausnahme verbieten. Tiere sollen weniger lebend transportiert werden. Es soll auch weniger Tier-Versuche geben.

Wälder aufforsten, keine Windräder im Wald

Die AfD will mehr Geld für die Beseitigung von Waldschäden und die Wiederaufforstung bereitstellen. Windkraftanlagen auf Waldflächen lehnt sie zum Schutz der Tierwelt ab; für den Wolf fordert sie eine Obergrenze.

Viele Wälder in NRW sind geschädigt. Die AfD will mehr Geld für neue Bäume geben. Im Wald sollen keine Windräder stehen. Die Zahl der Wölfe soll begrenzt werden.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Bäume pflanzen, Wälder und Stadtgrün fördern

Die CDU will mit neuen Förderprogrammen mehr Grün in die Städte bringen und die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen. Geplant sind ein Baum-Scheck-Programm über 50 Millionen Euro, Umweltschecks für lokale Projekte und eine Baumprämie für Waldbauern.

Die CDU will mehr Bäume in Städten und Dörfern pflanzen. Es sollen über eine Million neue Bäume werden. Vereine sollen 2.000 Euro für Umwelt-Projekte bekommen. Wald-Besitzer sollen eine Prämie bekommen. Die Wälder sollen das veränderte Klima besser aushalten.

Aktives Wolfsmanagement ermöglichen, Schutzstatus ändern

Die CDU will in Deutschland ein aktives Wolfsmanagement möglich machen und den Schutzstatus des Wolfes an seine tatsächliche Verbreitung anpassen. Sie begründet das mit der schnell wachsenden Zahl der Tiere und dem Ziel, die Weidetierhaltung zu sichern.

Es gibt immer mehr Wölfe. Die CDU will den Bestand der Wölfe aktiv steuern dürfen. Der Wolf soll weniger streng geschützt sein. So will die CDU Schafe und andere Tiere auf der Weide schützen.

Rohstoffstrategie umsetzen und Recycling stärken

Die CDU will den Abbau von Rohstoffen über eine umfassende Strategie regeln, die Umwelt- und Flächenschutz mit Planungssicherheit für die Industrie verbindet. Recycling und die Nutzung von Sekundärrohstoffen sollen stärker gefördert werden.

Die CDU will den Abbau von Rohstoffen besser regeln. Rohstoffe sind zum Beispiel Sand und Kies. Dabei soll weniger Fläche verbraucht werden. Firmen sollen trotzdem sicher planen können. Die CDU will auch mehr Recycling fördern.

Jagd und Fischerei mit weniger Bürokratie stärken

Die CDU will die Eigenverantwortung der Jägerinnen und Jäger weiter stärken und Bürokratie abbauen. Der Jagdschein soll landesweit einheitlich und einfacher zu bekommen sein. Jagd und Fischerei gelten im Programm als Beitrag zur heimischen Artenvielfalt.

Die CDU will Jägern mehr eigene Verantwortung geben. Es soll weniger Papierkram geben. Den Jagdschein soll man einfacher bekommen. Das soll auch digital gehen. Auch die Fischerei will die CDU unterstützen.

Flächenverbrauch senken und Agrarflächen schonen

Die CDU will den Flächenverbrauch weiter verringern. Der ökologische Ausgleich für Bauvorhaben soll möglichst nicht dazu führen, dass wertvolle Ackerflächen verloren gehen. Stattdessen sollen Entsiegelung, Ersatzgeld und Ökokonten Vorrang erhalten.

Es soll weniger Boden verbaut werden. Wer baut, muss der Natur etwas zurückgeben. Dafür sollen aber keine guten Äcker verloren gehen. Die CDU will lieber Flächen von Beton befreien. Auch Geld-Zahlungen sollen als Ausgleich gelten.

CDU: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Kreislaufwirtschaft landesweit ausbauen

Die FDP will eine Kreislaufwirtschaft fördern, die über das heutige Recycling hinausgeht und die Wiederverwertung schon beim Entwurf von Produkten einplant. Sie begründet das mit steigenden Preisen für Materialien sowie mit Klimaschutz und Rohstoffsicherheit.

Die FDP will, dass Firmen Material mehrfach nutzen. Schon beim Planen eines Produkts soll man an die Wieder-Verwertung denken. Das schützt das Klima. Es macht Rohstoffe auch sicherer und bezahlbarer.

Schutz vor Hochwasser und Starkregen verbessern

Die FDP will den technischen Hochwasserschutz überprüfen und mehr Flächen schaffen, auf denen sich Wasser ausbreiten kann. Außerdem sollen Warnsysteme auch bei Stromausfall funktionieren.

Starker Regen kann zu Überschwemmungen führen. Die FDP will mehr Flächen, auf denen Wasser Platz hat. Die Warnung der Menschen soll auch ohne Strom klappen. Bund und Länder sollen im Notfall besser zusammenarbeiten.

Flächenzertifikate einführen und Ausgleichsregeln reformieren

Die FDP will einen Zertifikatehandel einführen, über den Kommunen Rechte zur Ausweisung von Bauland handeln. Ausgleichsmaßnahmen für Flächenverbrauch sollen besser koordiniert und Brachflächen wieder nutzbar gemacht werden.

Boden ist knapp. Die FDP will Zertifikate für neues Bauland einführen. Städte und Gemeinden können diese untereinander handeln. Alte Industrie-Flächen sollen wieder genutzt werden.

Luftverschmutzung mit neuer Technik verringern

Die FDP will die Luftqualität durch neue Antriebe, mehr Begrünung und intelligente Verkehrssysteme verbessern. Grenzwerte sollen regelmäßig wissenschaftlich überprüft werden, und Messstationen sollen verlässliche Werte liefern.

Die Luft soll sauberer werden. Die FDP setzt dafür auf neue Antriebe für Fahrzeuge. Auch mehr Grün soll helfen. Fachleute sollen die Grenz-Werte für Schadstoffe regelmäßig prüfen.

Wälder und Moore als CO2-Speicher nutzen

Die FDP will mehr aufforsten, bestehende Wälder schützen und Moore wiedervernässen. Solche natürlichen CO2-Speicher sollen in den Emissionshandel aufgenommen werden, damit sich ihr Erhalt lohnt.

Wälder und Moore speichern CO2. Die FDP will mehr Bäume pflanzen und Wälder schützen. Trockene Moore sollen wieder nass werden. Wer solche Speicher schafft, soll im Emissions-Handel einen Vorteil haben.

Naturschutzflächen aufwerten, Nationalpark Senne ablehnen

Die FDP will bestehende Naturschutzflächen aufwerten, bevor neue ausgewiesen werden. Nationalparks gegen den Willen der Menschen vor Ort lehnt sie ab, insbesondere einen Nationalpark in der Senne. Dort setzt sie auf ein gemeinsames Nutzungskonzept.

Die FDP will vorhandene Naturschutz-Gebiete verbessern. Das soll wichtiger sein als neue Gebiete. Einen Nationalpark in der Senne will die FDP nicht. Dort sollen alle Beteiligten gemeinsam einen Plan machen.

Wald aufforsten und in Emissionshandel einbeziehen

Die FDP will Waldbauern und Forstwirtschaft bei Aufforstung und Schädlingsbekämpfung unterstützen, damit sich die Wälder nach Dürre, Sturm und Borkenkäfer erholen. Land- und Forstwirtschaft sollen in den europäischen Emissionshandel aufgenommen werden. Bürger sollen sich etwa über Bürgerwälder beteiligen können.

Viele Wälder sind durch Trockenheit, Sturm und Käfer kaputt. Die FDP will den Wald-Besitzern helfen. Es sollen neue Bäume gepflanzt werden. Der Wald soll Teil vom Emissions-Handel werden. Das ist ein Handel mit Rechten für den Ausstoß von Treibhaus-Gasen.

Städte mit Wasser und Grün vor Hitze schützen

Die FDP will Großstädte gegen Sommerhitze wappnen, indem Wasser- und Grünflächen ausgebaut werden. Dazu gehören Wasserspeicherung nach dem Prinzip der Schwammstadt sowie begrünte Dächer und Fassaden. Die Kommunen sollen dabei Unterstützung erhalten.

Im Sommer wird es in großen Städten sehr heiß. Die FDP will mehr Wasser und mehr Grün in den Städten. Städte sollen Regen-Wasser speichern. Auch Dächer und Haus-Wände sollen Pflanzen bekommen. Das Land soll den Städten dabei helfen.

Recycling ausbauen statt Produkte verbieten

Die FDP will die Kreislaufwirtschaft stärken und setzt auf Recycling anstelle von Produktverboten. Das Kunststoffrecycling soll ausgeweitet werden, auch mit chemischen Verfahren. Landesweit sollen Wertstoffcontainer für Elektrokleingeräte und Metalle aufgestellt werden.

Die FDP will, dass aus Abfall neue Rohstoffe werden. Sie will Produkte nicht verbieten. Stattdessen soll mehr recycelt werden. Überall in NRW soll es Container für Wertstoffe geben. Dort kann man kleine Elektro-Geräte und Metall abgeben.

FDP: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 18 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 15 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Volksinitiative Artenvielfalt umsetzen

Die Grünen wollen die Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt umsetzen, die 115.000 Menschen unterschrieben haben. Die Biodiversitätsstrategie des Landes soll aktualisiert und durch ein Landesprogramm mit konkreten Maßnahmen ergänzt werden. Das Programm begründet dies mit dem fortschreitenden Verlust von Arten und Lebensräumen.

Viele Tier- und Pflanzen-Arten sind bedroht. 115.000 Menschen in NRW haben für mehr Artenschutz unterschrieben. Die Grünen wollen diese Forderungen erfüllen. Dafür soll es ein neues Programm des Landes geben.

Flächenverbrauch bis 2035 auf netto null senken

Die Grünen wollen die Versiegelung neuer Flächen begrenzen und das Ziel dafür wieder im Landesentwicklungsplan festschreiben. Der tägliche Verbrauch soll zunächst auf 5 Hektar und bis 2035 auf netto null sinken. Dazu gehören eine Abgabe auf Flächenversiegelung und ein Programm zur Entsiegelung.

In NRW werden jeden Tag mehr als 8 Hektar Boden neu bebaut. Die Grünen wollen das zuerst auf 5 Hektar begrenzen. Bis 2035 soll unter dem Strich kein neuer Boden mehr verbraucht werden. Wer Boden versiegelt, soll dafür eine Abgabe zahlen.

Biotopverbund und Nationalpark Senne schaffen

Die Grünen wollen einen landesweiten Biotopverbund aufbauen und die Senne zum zweiten Nationalpark des Landes machen. In Schutzgebieten sollen Pestizide und Mineraldünger verboten werden. Ziel ist es, zerschnittene Lebensräume zu verbinden und bedrohten Arten mehr Rückzugsraum zu geben.

Straßen und Siedlungen trennen die Lebensräume von Tieren. Die Grünen wollen diese Lebensräume im ganzen Land verbinden. Die Senne soll ein Nationalpark werden. In Schutzgebieten sollen Pestizide verboten sein. Pestizide sind Gifte gegen Schädlinge und Unkraut.

Artenschutz in Städten und an Straßen stärken

Die Grünen wollen die Artenvielfalt auch in Städten schützen, indem bestehende Bauflächen besser genutzt und Grünflächen erhalten werden. Schottergärten sollen über die Landesbauordnung ausgeschlossen, Pestizide außerhalb der Landwirtschaft nicht mehr eingesetzt werden. Auch gegen Lichtverschmutzung sind Regeln im Landesrecht vorgesehen.

Auch in der Stadt sollen Tiere und Pflanzen Platz haben. Die Grünen wollen Grünflächen nicht bebauen. Schotter-Gärten sollen nicht mehr erlaubt sein. In Gärten und Parks soll es keine Pestizide geben. Nachts soll weniger Licht brennen, wo es nicht nötig ist.

Wolfsmanagement mit Schutz der Weidetierhaltung

Die Grünen wollen dem Wolf in NRW Lebensraum geben und zugleich die Haltung von Weidetieren sichern. Das Land soll die Wolfspopulation so steuern, dass Schäfereien und andere Tierhalter wirtschaftlich bestehen können.

Der Wolf lebt wieder in NRW. Die Grünen wollen, dass er hier Platz hat. Schafe und andere Weidetiere sollen trotzdem sicher sein. Das Land soll den Tierhaltern beim Schutz helfen.

Umweltverwaltung stärken und Umweltkriminalität verfolgen

Die Grünen wollen die Umweltbehörden mit mehr Geld und Personal ausstatten, damit Umweltgesetze tatsächlich angewandt werden. Die frühere Stabsstelle gegen Umweltkriminalität soll zurückkehren, und eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft soll landesweit ermitteln.

Die Grünen wollen, dass Umwelt-Gesetze besser eingehalten werden. Die Umwelt-Ämter sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen. Eine eigene Staatsanwaltschaft soll Straftaten gegen die Umwelt verfolgen. Bürger sollen Probleme bei einer unabhängigen Stelle melden können.

Stiftung Naturerbe NRW gründen

Die Grünen wollen die landeseigenen Naturflächen in einer eigenständigen Stiftung zusammenführen und so vor Privatisierung schützen. Durch Zukauf und Tausch von Flächen soll ein dauerhaft geschützter Biotopverbund entstehen, der allen offensteht.

Das Land besitzt viele Natur-Flächen. Die Grünen wollen diese Flächen in eine Stiftung geben. So soll niemand sie an Private verkaufen können. Die Stiftung soll weitere Flächen kaufen. Alle Menschen sollen die Natur dort besuchen können.

Wälder naturnah und klimastabil umbauen

Die Grünen wollen die Waldwirtschaft in NRW auf naturnahe, artenreiche Dauerwälder ausrichten, im öffentlichen wie im privaten Wald. Das Forstgesetz soll dafür zu einem Landeswaldgesetz erweitert werden. Begründet wird dies mit der Rolle der Wälder als CO2- und Wasserspeicher und ihrer Belastung durch die Klimakrise.

Wälder speichern CO2 und Wasser. Die Grünen wollen die Wälder besser schützen. Die Wälder sollen aus vielen verschiedenen Bäumen bestehen. Ein neues Wald-Gesetz soll das regeln. Wald-Besitzer sollen dafür Geld und Beratung bekommen.

Trinkwasser schützen und Verursacher an Kosten beteiligen

Die Grünen wollen Einträge von Nitrat, Pestiziden, Medikamentenresten und Mikroplastik in Gewässer verringern. Hersteller sollen über einen Verursacherfonds und eine reformierte Abwasserabgabe an den Kosten der Wasseraufbereitung beteiligt werden. Erdgasförderung und Fracking lehnt die Partei auch wegen des Trinkwasserschutzes ab.

Die Grünen wollen sauberes Trinkwasser. Schadstoffe sollen nicht ins Wasser gelangen. Wer Wasser verschmutzt, soll für die Reinigung mitzahlen. Fracking lehnen die Grünen ab. Auf öffentlichen Plätzen soll es kostenloses Trinkwasser geben.

Landeswassergesetz verschärfen und Gewässer renaturieren

Die Grünen wollen das Landeswassergesetz überarbeiten und dem Trinkwasserschutz wieder Vorrang vor Interessen der Kalkstein-, Zement- und Kiesindustrie geben. Der Abbau von Rohstoffen in Wasserschutzgebieten soll erneut verboten werden. Flüsse und Bäche sollen naturnäher werden, auch als Vorsorge gegen Hochwasser.

Die Grünen wollen das Wasser-Gesetz des Landes ändern. In Wasser-Schutzgebieten soll niemand mehr Kies oder Kalk abbauen dürfen. Flüsse und Bäche sollen wieder natürlicher fließen. Sie sollen mehr Platz bekommen. Das soll auch vor Hochwasser schützen.

Luftgrenzwerte durchsetzen und Messnetz ausbauen

Die Grünen wollen Grenzwerte für Luftschadstoffe konsequent durchsetzen und das Messnetz in NRW erweitern. Überschreitungen gefährden aus Sicht des Programms die Gesundheit und sollen behoben werden, bevor es zu Klagen kommt.

Die Grünen wollen sauberere Luft. Die Grenzwerte für Schadstoffe sollen überall gelten. Es soll mehr Mess-Stationen geben. Auch an Flughäfen und in Wohngebieten soll gemessen werden.

Tiertransporte begrenzen und Schlachthöfe strenger kontrollieren

Die Grünen wollen Tiertransporte von und nach NRW auf höchstens vier Stunden begrenzen und Lebendtransporte in Nicht-EU-Länder beenden. In Schlachthöfen sollen strengere Kontrollen und andere Arbeitsweisen den Tierschutz verbessern.

Die Grünen wollen Tiere besser schützen. Tier-Transporte sollen höchstens 4 Stunden dauern. Transporte in Länder außerhalb der EU sollen aufhören. In Schlachthöfen soll es mehr Kontrollen und Kameras geben.

Staatlichen Tierschutz stärken, Verbandsklagerecht wieder einführen

Die Grünen wollen den Tierschutz in einem Ministerium bündeln, die amtlichen Kontrollen stärken und das Klagerecht für Tierschutzverbände wieder einführen. Verstöße würden bisher zu oft nicht von Behörden, sondern von Privatleuten aufgedeckt, heißt es im Programm.

Die Grünen wollen, dass der Staat Tiere besser schützt. Ein Ministerium soll für den Tierschutz zuständig sein. Die Ämter sollen mehr kontrollieren. Tierschutz-Vereine sollen wieder vor Gericht klagen dürfen.

Tierversuche reduzieren, Heim- und Zirkustiere schützen

Die Grünen wollen Tierversuche deutlich verringern und langfristig beenden. Zudem sollen Haustiere, exotische Tiere und Tiere im Zirkus besser geschützt und Tierheime verlässlich bezahlt werden.

Die Grünen wollen weniger Versuche an Tieren. Gibt es einen anderen Weg, sollen Tier-Versuche verboten sein. Tierheime sollen festes Geld bekommen. Auch Tiere im Zirkus und Haustiere sollen besser geschützt werden.

Brachflächen reaktivieren und Altlasten beseitigen

Die Grünen wollen, dass das Land mehr für die Wiedernutzung alter Industrie- und Gewerbeflächen tut. Der Grundstücksfonds NRW soll dauerhaft bestehen und die Fördermittel für die Altlastensanierung sollen sich zunächst verdoppeln.

In NRW gibt es viele alte Fabrik-Flächen, die leer stehen. Die Grünen wollen sie wieder nutzen. Das Land soll doppelt so viel Geld geben, um giftige Reste im Boden zu entfernen. Städte sollen solche Flächen kaufen können.

Kreislaufwirtschaft und „Zero Waste“ bis 2050 erreichen

Die Grünen wollen NRW bis spätestens 2050 zu einem Land ohne Abfall machen. Produkte sollen langlebig, reparierbar und wiederverwertbar sein. Unternehmen sollen Förderung erhalten, und eine kostenlose Biotonne soll überall üblich werden.

Die Grünen wollen, dass in NRW bis 2050 kein Müll mehr entsteht. Dinge sollen lange halten und sich reparieren lassen. Firmen bekommen dafür Hilfe vom Land. Jeder Haushalt soll eine kostenlose Bio-Tonne haben.

Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft umbauen

Die Grünen wollen den Abfallwirtschaftsplan des Landes zu einem Kreislaufwirtschaftsplan ausbauen und das Landeskreislaufwirtschaftsgesetz überarbeiten. Abfälle gelten im Programm als Rohstoffe von morgen. Das Land soll bei seinen Einkäufen ressourcenschonende Produkte bevorzugen.

Die Grünen sehen Abfall als Rohstoff. Das Land soll einen neuen Plan dafür machen. Auch ein Gesetz soll sich ändern. Das Land soll selbst Produkte kaufen, die wenig Rohstoffe brauchen. Alte Gift-Stoffe im Boden sollen erfasst und entfernt werden.

Feste Quoten für Recyclingbaustoffe einführen

Die Grünen wollen in einer neuen Landesbauordnung erstmals verbindliche Quoten für recycelte Baustoffe vorschreiben. Bei Bauaufträgen des Landes sollen Wiederverwertbarkeit und Recyclingmaterial dauerhaft Kriterien der Ausschreibung sein. NRW soll so Vorreiter einer nachhaltigen Baukultur werden.

Die Grünen wollen, dass beim Bauen mehr altes Material wieder benutzt wird. Dafür soll es feste Vorgaben im Bau-Gesetz des Landes geben. Wenn das Land selbst baut, soll es auf Recycling-Material achten. Das Land soll auch Geld in die Forschung zu Baustoffen stecken.

Abbau von Kies und Gestein begrenzen

Die Grünen wollen den Abbau von Kies, Sand und anderen Gesteinen in NRW neu regeln und den Bedarf an neuen Rohstoffen schrittweise senken. Begründet wird das mit Konflikten um Landschaftszerstörung und Grundwasser sowie mit den Gefahren, die sich beim Hochwasser in Blessem gezeigt hätten.

In NRW wird viel Kies und Sand aus dem Boden geholt. Die Grünen wollen das stärker begrenzen. Firmen sollen weniger neue Flächen für den Abbau bekommen. Alte Erlaubnisse für Kiesgruben sollen geprüft werden. Das Land soll die Planung selbst steuern.

Rohstoffabgabe und Renaturierungspflicht einführen

Die Grünen wollen eine Abgabe auf jede Tonne abgebauten Gesteins erheben. Sie soll Unternehmen und Endkunden an den Folgekosten beteiligen und alternative Baustoffe attraktiver machen. Zudem sollen Abbaubetriebe für ihre Genehmigung Renaturierungspläne vorlegen müssen.

Wer Gestein abbaut, soll dafür eine Abgabe zahlen. Eine Abgabe ist Geld, das man an den Staat zahlt. Das Geld soll zum Beispiel für die Reinigung von belasteten Böden da sein. Firmen sollen vorher auch einen Plan vorlegen. Darin steht, wie sie die Natur danach wieder herstellen.

Grüne: alle 20 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft umbauen

Die SPD will die Wirtschaft möglichst rasch auf Kreislaufwirtschaft umstellen, bei der Rohstoffe immer wieder genutzt statt verbraucht werden. Dafür plant sie eine Landesstrategie, ein Kompetenzzentrum und mehr Forschungsförderung. Die Partei hält am Wachstum fest, will es aber ohne Schäden für Umwelt und Klima erreichen.

Die SPD will, dass Rohstoffe immer wieder benutzt werden. Abfall soll an anderer Stelle neu verwendet werden. Das nennt man Kreislauf-Wirtschaft. Dafür soll es einen Plan des Landes und ein Fach-Zentrum geben. Die Wirtschaft soll trotzdem wachsen.

Nachhaltigen Konsum und Unverpackt-Angebote fördern

Die SPD will ein Modellprojekt „Klimaneutraler Konsum“ schaffen, das über nachhaltigen Konsum aufklärt. Das Land soll auf eigenen Flächen und Veranstaltungen Mehrweg statt Einweg nutzen; Unverpackt-Läden sollen steuerlich begünstigt und Supermärkte zu Unverpackt-Abteilungen verpflichtet werden.

Die SPD will, dass weniger Müll entsteht. Ein Projekt soll erklären, wie man klimafreundlich einkauft. Das Land soll selbst Mehrweg-Behälter nutzen. Läden ohne Verpackung sollen weniger Steuern zahlen. Supermärkte sollen eine Abteilung ohne Verpackung haben müssen.

Flächenverbrauch auf fünf Hektar täglich begrenzen

Die SPD will den täglichen Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen auf fünf Hektar begrenzen. Neue Wohnungen, Gewerbegebiete oder Radwege sollen vor allem auf bereits erschlossenen Flächen im Ort und auf alten Industriebrachen entstehen.

Die SPD will weniger freie Flächen bebauen lassen. Pro Tag sollen es höchstens fünf Hektar sein. Neue Häuser und Betriebe sollen vor allem in den Orten entstehen. Auch alte Industrie-Flächen sollen wieder genutzt werden.

Abbau von Kies und Sand zurückfahren

Die SPD will eine landesweite Rohstoffstrategie einführen und die Förderung von Kies und Sand schrittweise verringern. Als Baustoff soll stattdessen zunehmend recycelter Bauschutt dienen, weil der Abbau aus Sicht des Programms die Landschaft dauerhaft verändert.

Die SPD will weniger Kies und Sand abbauen lassen. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben. Beim Bauen soll mehr alter Bauschutt wieder verwendet werden. Die SPD sagt: Kies und Sand sind irgendwann aufgebraucht.

Wassermanagement 2030 und Schwammstädte entwickeln

Die SPD will mit Kommunen und Wasserwirtschaft ein langfristiges Konzept für den Umgang mit Wasser erarbeiten. Es soll Maßnahmen gegen Starkregen, Hochwasser, Hitze und Dürre enthalten und die Trinkwasserversorgung sichern. Städte sollen nach dem Prinzip der Schwammstadt umgebaut werden.

Die SPD will einen Plan für das Wasser im Land machen. Der Plan soll vor Hochwasser und Trockenheit schützen. Er soll auch das Trinkwasser sichern. Städte sollen Regenwasser besser aufnehmen können. Das nennt man Schwamm-Stadt.

Ziele der Volksinitiative Artenvielfalt umsetzen

Die SPD will die Ziele der Volksinitiative Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen umsetzen. Sie begründet das damit, dass rund 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten im Land gefährdet, vom Aussterben bedroht oder schon ausgestorben seien.

Die SPD will Tiere und Pflanzen besser schützen. Viele Arten im Land sind in Gefahr. Die SPD will die Ziele einer Volks-Initiative umsetzen. Dazu gehört ein neuer National-Park in der Senne.

Klimastabile Wälder aufbauen, Torfabbau verhindern

Die SPD will Wälder naturnah bewirtschaften, damit sie dem Klimawandel standhalten. Wälder und Moore sollen als Kohlenstoffspeicher rasch renaturiert werden, den Abbau von Torf will die Partei verhindern.

Die SPD will die Wälder stärker machen. Sie sollen Hitze und Trockenheit besser aushalten. Wälder und Moore speichern Kohlenstoff. Deshalb sollen sie wieder natürlicher werden. Torf soll nicht mehr abgebaut werden.

Pflichtversicherung für Elementarschäden und mehr Hochwasserschutz

Die SPD will sich im Bund für eine verpflichtende Versicherung gegen Elementarschäden einsetzen. So soll Eigentum auch dort versicherbar werden, wo Versicherer heute keinen Schutz anbieten, und die Prämien sollen sich auf viele verteilen. Außerdem soll der Hochwasserschutz schneller geplant und stärker gefördert werden.

Die SPD will eine Pflicht-Versicherung gegen Natur-Schäden. Das sind zum Beispiel Schäden durch Hochwasser. Dann können sich auch Menschen in gefährdeten Gebieten versichern. Die Kosten verteilen sich auf viele Menschen. Außerdem soll der Schutz vor Hochwasser schneller gebaut werden.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl