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Was sagen die Parteien in Sachsen zu Umwelt und Tierschutz?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Tiertransporte zeitlich begrenzen und stärker kontrollieren

Die AfD will Schlachttiertransporte in Deutschland auf höchstens fünf Stunden Fahrt plus zwei Stunden Ladezeit beschränken. Die Tiere sollen immer zum nächsten Schlachthof gebracht werden. Kontrollen und Strafen sollen verschärft werden.

Die AfD will kürzere Fahrten für Schlacht-Tiere. Eine Fahrt soll höchstens fünf Stunden dauern. Dazu kommen zwei Stunden für das Laden. Die Tiere sollen zum nächsten Schlachthof kommen. Es soll mehr Kontrollen geben.

Schächten ohne Ausnahmen verbieten

Die AfD will am Verbot des Schächtens, also des Schlachtens ohne Betäubung, festhalten und in Sachsen keine Ausnahmen zulassen, auch keine religiös begründeten. Zugleich sollen regionale Fleischerzeugung und mobile Schlachtung erleichtert werden.

Schächten heißt: Ein Tier wird ohne Betäubung geschlachtet. Die AfD will das in Sachsen nie erlauben. Das soll auch für religiöse Gründe gelten. Die AfD will außerdem Schlachtung in der Region leichter machen.

Tierheime finanziell besser ausstatten

Die AfD will den sächsischen Tierheimen mehr Geld geben. Vorgesehen sind ein Zuschuss zu den Lohnkosten sowie höhere Mittel für Futter und Tierarzt.

Die AfD will Tierheimen in Sachsen mehr Geld geben. Der Staat soll einen Teil der Löhne zahlen. Es soll mehr Geld für Futter und Tierarzt geben.

Naturschutz mit Landnutzern und Förderung betreiben

Die AfD will Naturschutz über eine naturnahe Nutzung der Kulturlandschaft und über ungenutzte Flächen erreichen. Land- und Forstbetriebe sollen für Naturschutzleistungen dauerhaft bezahlt werden, die Förderung soll einfach und am Ergebnis ausgerichtet sein.

Die AfD will die Natur zusammen mit Bauern und Förstern schützen. Betriebe sollen Geld für Naturschutz bekommen. Die Förderung soll einfach sein. Tiere sollen wieder mehr auf Weiden stehen.

Wolfsbestände regulieren und Schutzstatus aufheben

Die AfD hält den Wolf in Sachsen nicht mehr für vom Aussterben bedroht und will seinen strengen Schutz nach EU-Recht beenden. Der Bestand soll durch Abschusspläne reguliert werden, um Weidetiere, Haustiere und Menschen auf dem Land zu schützen.

Die AfD sagt: In Sachsen gibt es genug Wölfe. Der Wolf soll nicht mehr streng geschützt sein. Jäger sollen Wölfe nach einem Plan schießen dürfen. Tierhalter sollen Geld bekommen, wenn ein Wolf ihre Tiere tötet.

Hochwasserschutz und Wasserhaushalt ausbauen

Die AfD will ein Hochwasserschutzkonzept für große und kleine Gewässer erarbeiten und vor allem Rückhaltebecken und Deiche bauen oder sanieren. Regenwasser soll stärker vor Ort versickern, um Grundwasser zu sichern und Hochwasser vorzubeugen.

Die AfD will Sachsen besser vor Hochwasser schützen. Sie will Deiche reparieren und Rückhalte-Becken bauen. Regenwasser soll öfter im Boden versickern. Gemeinden sollen mehr Geld für ihre Gewässer bekommen.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Tierheime unterstützen, Tierhandel strenger regeln

Die CDU will Tierheime und Tierschutzvereine weiter unterstützen und den Handel mit Tieren, vor allem mit Welpen, stärker regulieren. Sie verweist auf die Zunahme auffälliger, gefährlicher oder kranker Tiere. Tierhalter sollen mehr Verantwortung tragen und die nötige Sachkunde haben.

Die CDU will Tierheimen weiter helfen. Der Handel mit Tieren soll strengere Regeln bekommen, vor allem bei Welpen. Mehr Hunde und Katzen sollen einen Chip haben. Tierhalter sollen sich mit ihren Tieren auskennen.

Wolfsbestand durch Bejagung regulieren

Die CDU will Wölfe regulär bejagen lassen und jedes Jahr bis zu ein Drittel des Bestands zur Jagd freigeben. Abschüsse sollen schon bei geringeren Schäden und schneller nach einem Riss möglich sein. Auch der Schutzstatus von Biber, Kormoran und Fischotter soll überprüft werden.

Die CDU will, dass Jäger Wölfe schießen dürfen. Jedes Jahr soll das bis zu ein Drittel der Wölfe betreffen. Nach einem getöteten Weidetier soll der Abschuss schneller erlaubt sein. Tierhalter bekommen weiter Geld für Schäden und Schutz. Auch bei Biber, Kormoran und Fischotter will die CDU den Schutz prüfen.

Naturschutz kommunal entscheiden, Flächenstilllegungen ablehnen

Die CDU will, dass örtliche Gemeinschaften und Landkreise über Schutzgebiete entscheiden und diese konkrete Schutzziele erhalten. Flächenstilllegungen in der Kulturlandschaft lehnt sie außerhalb von Forschungsprogrammen ab. Die Nationalparkverordnung Sächsische Schweiz soll überarbeitet werden.

Die CDU will Natur-Schutz stärker vor Ort regeln. Gemeinden und Landkreise sollen über Schutz-Gebiete entscheiden. Genutzte Flächen sollen nicht einfach brachliegen. Die Regeln für den Nationalpark Sächsische Schweiz sollen neu gefasst werden. Die Orte dort sollen sich entwickeln können.

Lücken bei Trinkwasser und Abwasser schließen

Die CDU will eine flächendeckende und preisstabile Trinkwasserversorgung. Dörfer, die noch auf eigene Brunnen angewiesen sind, sollen in der nächsten Wahlperiode ans öffentliche Netz kommen. Auch die Abwasserentsorgung soll planvoll weiterentwickelt und gefördert werden.

Manche Dörfer in Sachsen haben nur eigene Brunnen. Die CDU will sie an das öffentliche Wasser-Netz anschließen. Das soll in den nächsten fünf Jahren geschehen. Die Förderung soll für alle bezahlbar sein. Auch Abwasser-Kanäle sollen wieder gebaut werden.

Hochwasserschutz vor Ort weiter fördern

Die CDU will den Hochwasserschutz in Regionen und Gemeinden weiterhin finanziell unterstützen und die Konzepte dafür aktualisieren. Die Maßnahmen sollen zur Kulturlandschaft passen. Die Staatsforstverwaltung soll auf ihren Flächen für den Hochwasserschutz verantwortlich sein.

Die CDU will Orte besser vor Hochwasser schützen. Dafür gibt es weiter Geld vom Land. Die Pläne dazu werden erneuert. Der Schutz soll zur Landschaft passen. Die Forst-Verwaltung des Landes muss auf ihren Flächen selbst für Schutz sorgen.

Umweltbürokratie stoppen, Antriebe technologieoffen behandeln

Die CDU will verhindern, dass die Umweltverwaltung weiter bürokratisiert wird. Landesrecht soll Spielräume aus EU- und Bundesrecht nicht zusätzlich einengen. Bei Fahrzeugantrieben sollen klimaneutrale Kraftstoffe gleichberechtigt neben Elektroantrieben stehen.

Die CDU will weniger Papierkram im Umwelt-Bereich. Sachsen soll Regeln von EU und Bund nicht noch strenger machen. Behörden vor Ort sollen selbst entscheiden können. Bei Autos zählt nicht nur der Elektro-Motor. Auch klimaneutrale Kraftstoffe sollen gleich behandelt werden.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Anpassung an den Klimawandel in den Vordergrund stellen

Die Freien Wähler gehen davon aus, dass Sachsen den Klimawandel nicht aufhalten kann, und setzen deshalb vor allem auf Anpassung. Dazu zählen mehr Grün in den Städten, Schutz vor Starkregen und Hochwasser sowie ein Wassermanagement, das Regenwasser stärker nutzt.

Die Freien Wähler sagen: Sachsen kann den Klima-Wandel nicht stoppen. Deshalb soll sich das Land an die neuen Bedingungen anpassen. Städte sollen grüner werden. Es soll mehr Schutz vor Hochwasser und Stark-Regen geben. Regen-Wasser soll besser genutzt werden.

Freie Wähler: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Waldausgleich bei Windrädern im Wald beibehalten

Die Grünen wollen daran festhalten, dass für Windräder gerodeter Wald anderswo durch neuen Wald ersetzt wird. Geldzahlungen, mit denen eine Wiederaufforstung umgangen wird, lehnt die Partei ab.

Manchmal stehen Windräder im Wald. Dafür müssen Bäume weg. Die Grünen wollen: An anderer Stelle muss neuer Wald wachsen. Man darf sich davon nicht mit Geld freikaufen.

Städte und Dörfer an Klimafolgen anpassen

Die Grünen wollen Stadt- und Dorfplanung auf Hitze, Dürre und Starkregen ausrichten. Regenwasser soll vor Ort versickern und gespeichert werden, und mehr Bäume, begrünte Gebäude und entsiegelte Flächen sollen für Abkühlung sorgen.

Es gibt mehr Hitze, Trockenheit und starken Regen. Die Grünen wollen Städte und Dörfer darauf vorbereiten. Regen-Wasser soll im Boden bleiben und nicht einfach abfließen. Es soll mehr Bäume und Pflanzen an Gebäuden geben. Heiße Plätze wie Schulhöfe und Parkplätze sollen Schatten und offenen Boden bekommen.

Artenvielfalt und Schutzgebiete sichern

Die Grünen wollen das Artensterben verlangsamen und Artenschutz bei jeder Form der Landnutzung mitdenken. Schutzgebiete sollen erhalten, verbessert und besser miteinander verbunden werden, und der Nationalpark Sächsische Schweiz soll bestehen bleiben.

Viele Tier- und Pflanzen-Arten verschwinden. Die Grünen wollen das bremsen. Der Schutz der Arten soll überall mitgedacht werden, auch in Landwirtschaft, Wald und Stadt. Schutz-Gebiete sollen bleiben und besser werden. Der Nationalpark Sächsische Schweiz soll erhalten bleiben.

Moore, Schutzgebiete und Naturschutzarbeit absichern

Die Grünen wollen zerstörte Natur weiter wiederherstellen und sich dabei an den Zielen der EU orientieren. Die Wiedervernässung der sächsischen Moore soll dauerhaft gesichert werden, weil sie aus Sicht des Programms dem Klima und der Artenvielfalt dient. Auch das Netz der Naturschutzstationen und die Förderung des Naturschutzes sollen gestärkt werden.

Die Grünen wollen kaputte Natur wieder herstellen. Moore sollen wieder nass werden. Das hilft dem Klima und vielen Tier-Arten. Naturschutz-Stationen sollen sicher Geld bekommen.

Stadtnatur und Mini-Wälder schaffen

Die Grünen wollen mehr Natur in den Städten, weil diese aus Sicht des Programms besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels sind. Neben Grünflächen und Bäumen sollen kleine, dichte Stadtwälder entstehen, auch mit essbaren Pflanzen.

Die Grünen wollen mehr Natur in der Stadt. Es soll kleine, dichte Wälder geben. Sie kühlen die Stadt und machen die Luft sauber. Tiere finden dort einen Platz.

Waldfläche mehren und Holz langlebig nutzen

Die Grünen wollen den Rückgang der Waldfläche umkehren und mehr Wald schaffen. Wer Wald in eine andere Nutzung umwandelt, soll dafür an anderer Stelle neuen Wald anlegen müssen; eine Ablösung durch Geld lehnt die Partei ab. Holz soll vorrangig langlebig genutzt und weniger verbrannt werden.

Die Grünen wollen mehr Wald in Sachsen. Wer Wald beseitigt, soll woanders neuen Wald pflanzen. Geld zahlen statt pflanzen soll nicht gehen. Holz soll man eher zum Bauen nutzen als verbrennen.

Wasserstrategie und Schwammlandschaften umsetzen

Die Grünen wollen eine umfassende Wasserstrategie für Sachsen erarbeiten. Vorrang sollen eine sichere Versorgung mit Trinkwasser, die Abwasserentsorgung und der Schutz der Gewässer haben. Der Wasserverbrauch soll sinken, und Böden in Stadt und Land sollen mehr Wasser speichern.

Die Grünen wollen einen Plan für das Wasser in Sachsen. Trinkwasser soll sicher und gut bleiben. Alle sollen weniger Wasser verbrauchen. Der Boden soll Regen besser aufnehmen können.

Flüsse renaturieren und Deiche zurückverlegen

Die Grünen wollen Flüsse und Bäche renaturieren und beim Hochwasserschutz zuerst Deiche zurückverlegen, statt sie neu zu bauen oder zu erhöhen. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie soll zügig umgesetzt werden, weil Geld aus Sicht des Programms besser in sauberes Wasser als in Strafzahlungen fließt. Die Elbe soll naturnah entwickelt werden.

Die Grünen wollen Flüssen mehr Platz geben. Deiche sollen weiter weg vom Fluss stehen. Bäche sollen wieder natürlich fließen. Das schützt die Natur und hilft bei Hochwasser.

Tierheime und Tierschutzkontrollen besser ausstatten

Die Grünen wollen Tierheime verlässlich finanzieren, damit sie trotz steigender Tierzahlen und sinkender Spenden keine Tiere abweisen müssen. Veterinärämter sollen mehr Personal bekommen, um Verstöße in Haltung, Zucht und bei Transporten zu kontrollieren und zu ahnden.

Tierheime haben zu wenig Geld. Die Grünen wollen ihnen sicher Geld geben. Ämter sollen mehr Leute bekommen. Sie sollen prüfen, ob Menschen Tiere gut behandeln.

Tierärztliche Versorgung im ganzen Land sichern

Die Grünen betrachten die tiermedizinische Versorgung als staatliche Aufgabe und wollen sie überall in Sachsen sichern, auch im Notfall. Dafür sollen Modelle aus der Gesundheitsversorgung für Menschen auf die Tiermedizin übertragen werden.

Überall in Sachsen soll es Tierärzte geben. Das gilt auch für Notfälle. Die Grünen sehen das als Aufgabe des Staates. Es soll zentrale Notruf-Nummern geben.

Kein Landesgeld für Tierversuche ausgeben

Die Grünen wollen, dass der Freistaat Sachsen Tierversuche nicht mehr mit öffentlichem Geld finanziert. In der Ausbildung soll auf Tierversuche verzichtet werden. Ein Preis mit Preisgeld soll die Entwicklung tierfreier Forschungsmethoden anregen.

Die Grünen wollen weniger Tierversuche. Sachsen soll dafür kein Geld mehr geben. In der Ausbildung soll es keine Tierversuche mehr geben. Ein Preis soll Forschung ohne Tiere belohnen.

Verbandsklagerecht im Tierschutz einführen

Die Grünen wollen in Sachsen ein Verbandsklagerecht schaffen. Vereine und Verbände könnten dann vor Gericht gegen Rechtsverstöße vorgehen, die die Allgemeinheit betreffen. So sollen die Belange des Tierschutzes besser vertreten werden, ähnlich wie im Umwelt- und Naturschutz.

Tiere können nicht selbst vor Gericht gehen. Die Grünen wollen, dass Vereine für den Tierschutz klagen dürfen. Das nennt man Verbands-Klagerecht. In vielen anderen Bundesländern gibt es das schon.

Jagdgesetz auf Tier- und Artenschutz ausrichten

Die Grünen wollen das sächsische Jagdgesetz so ändern, dass Tier- und Artenschutz Vorrang erhalten. Wer einen Jagdschein hat, soll sich weiterbilden müssen. In jedem Landkreis soll es eine Auffangstation für Wildtiere geben.

Die Grünen wollen das Jagd-Gesetz in Sachsen ändern. Der Schutz von Tieren soll wichtiger werden. Jäger sollen sich regelmäßig weiterbilden müssen. Jeder Landkreis soll eine Station für verletzte Wildtiere bekommen.

Kreislaufwirtschaft ausbauen und fördern

Die Grünen wollen die Kreislaufwirtschaft intensiv fördern, um der erwarteten Rohstoffknappheit zu begegnen. Bestehende Cluster sollen wachsen, neue Produkte bis zur Marktreife begleitet werden. Im Vergabegesetz sollen Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft besonders berücksichtigt werden.

Die Grünen wollen, dass Stoffe immer wieder benutzt werden. Das nennt man Kreislauf-Wirtschaft. Firmen und Forscher sollen dabei enger zusammen arbeiten. Der Staat soll solche Firmen bei Aufträgen bevorzugen.

Reparaturbonus dauerhaft beibehalten

Die Grünen wollen den sächsischen Reparaturbonus auf Dauer erhalten und Initiativen zur Umsetzung des Rechts auf Reparatur unterstützen. Reparaturcafés, Reparaturinitiativen und Reparaturbusse sollen eine Anschubfinanzierung nach Bedarf bekommen. Das soll laut Programm Ressourcen schonen und Verbraucherinnen und Verbrauchern Geld sparen.

Die Grünen wollen den Reparatur-Bonus behalten. Damit gibt es Geld, wenn man kaputte Geräte reparieren lässt. Reparatur-Cafés sollen Geld für den Start bekommen. Beim Kauf soll man sehen, wie gut sich ein Gerät reparieren lässt.

Zero-Waste-Strategie für weniger Abfall umsetzen

Die Grünen wollen Siedlungsabfälle mit einer landesweiten Zero-Waste-Strategie deutlich verringern und klassische Abfälle grundsätzlich vermeiden. Kommunen sollen bei eigenen Strategien unterstützt werden. Außerdem setzt sich die Partei für eine Sonderabfallgesellschaft ein.

Die Grünen wollen viel weniger Müll in Sachsen. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben. Städte und Gemeinden sollen Hilfe für eigene Pläne bekommen. Es soll mehr Pfand-Systeme und Rücknahme-Stellen geben.

Netto-Null-Versiegelung bis 2030 erreichen

Die Grünen wollen den Flächenverbrauch senken und bis 2030 erreichen, dass unter dem Strich keine neuen Flächen versiegelt werden. Bereits versiegelte Flächen sollen vor neuen genutzt werden. Gewerbeflächen sollen nur noch verpachtet und nach Konzept vergeben werden.

Die Grünen wollen weniger Boden zubauen. Bis 2030 soll unterm Strich kein neuer Boden versiegelt werden. Alte Industrie-Flächen sollen zuerst genutzt werden. Gewerbe-Flächen sollen nur verpachtet werden. Das beste Konzept soll die Fläche bekommen.

Grüne: alle 17 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Bergrecht zu einem Ressourcenschutzrecht umbauen

Die Linke befürwortet Rohstoffabbau in Sachsen, wenn er natur- und sozialverträglich ist. Das Bergrecht soll so geändert werden, dass Umwelt und Anwohner mehr Gewicht erhalten als unternehmerische Interessen und Gemeinden mitbestimmen und mitverdienen.

In Sachsen werden Rohstoffe aus dem Boden geholt. Die Linke ist dafür, aber mit strengeren Regeln. Natur und Menschen sollen wichtiger sein als der Gewinn der Firmen. Die Gemeinden sollen mitentscheiden und Geld vom Gewinn bekommen.

Recycling und Kreislaufwirtschaft ausbauen

Die Linke will die Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen ausweiten, um die Importabhängigkeit zu senken und Klima und Energie zu schonen. Öffentliche Aufträge und Fördermittel sollen stärker an Recyclingmaterial gebunden werden, dazu kommen ein größerer Reparaturbonus und mehr Mehrweg.

Aus Abfall kann man neue Rohstoffe gewinnen. Die Linke will das stärker fördern. Der Staat soll selbst mehr Recycling-Material kaufen. Wer etwas reparieren lässt, soll mehr Zuschuss bekommen. Es soll mehr Mehrweg-Verpackungen geben.

Tiergerechte Haltung fördern, Tiertransporte einschränken

Die Linke will die Nutztierhaltung umbauen: Die Landesförderung für tiergerechte Haltung soll für alle Tierarten und Haltungsformen gelten. Lebendtiertransporte sollen eingeschränkt, Kontrollen verstärkt und dezentrale Schlachtungen möglich werden. Die Kosten sollen nicht allein Landwirte und Verbraucher tragen.

Viele Tiere leben in engen Ställen. Die Linke will das ändern. Das Land soll gute Ställe für alle Tierarten fördern. Tiere sollen seltener lebend transportiert werden. Es soll mehr Kontrollen geben. Bauern und Kunden sollen das nicht allein bezahlen.

Sachsenforst in die Verwaltung zurückholen, Wald umbauen

Die Linke will den Staatsbetrieb Sachsenforst als Regiebetrieb wieder in die Landesverwaltung eingliedern. Der Wald soll zügig zu naturnahen Mischwäldern umgebaut werden. Dafür fordert die Partei mehr Personal und eigene Maschinen.

Sachsenforst kümmert sich um den Wald des Landes. Die Linke will ihn wieder direkt zur Landes-Verwaltung holen. Es soll mehr Forst-Arbeiter geben. Der Wald soll aus vielen verschiedenen Bäumen bestehen. So soll er Hitze und Trockenheit besser aushalten.

Wildnisflächen ausweiten und Naturschutz stärken

Die Linke will den Anteil der Wildnisflächen in Sachsen von 0,7 auf 2,0 Prozent der Landesfläche erhöhen. Umweltverwaltung, Umweltverbände und Naturschutzvereine sollen gestärkt werden. Die Partei begründet das mit dem schlechten Zustand vieler geschützter Arten und Lebensräume.

Vielen Tier- und Pflanzenarten in Sachsen geht es schlecht. Die Linke will mehr Wildnis. Dort darf sich die Natur frei entwickeln. Naturschutz-Vereine sollen mehr Geld bekommen. Auch in Städten und Dörfern soll es mehr Grün geben.

Kleingärten fördern und von Abgaben befreien

Die Linke will ein Landesprogramm für nachhaltige Strukturen im Kleingartenwesen auflegen. Kleingärtner und ihre Vereine sollen keine kommunalen Abgaben und Beiträge zahlen müssen. Die Partei verweist auf die soziale, ökologische und städtebauliche Bedeutung der Gärten.

In Sachsen gibt es viele Kleingarten-Vereine. Die Linke will sie mit einem Programm des Landes unterstützen. Die Vereine sollen keine Abgaben an die Gemeinde zahlen. Auf dem Land stehen viele Gärten leer. Auch dafür soll es Geld geben.

Trinkwasser sichern, Abwasser öffentlich und sauberer entsorgen

Die Linke will der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung Vorrang geben, besonders bei großen Industrieprojekten und in Krisen. Die Abwasserbeseitigung soll öffentlich bleiben und stärker dezentral erfolgen. Kläranlagen sollen eine vierte Reinigungsstufe bekommen, an deren Kosten sich die Industrie beteiligt.

Alle Menschen brauchen sauberes Trinkwasser. Die Linke sagt: Das ist wichtiger als Wasser für große Fabriken. Um das Abwasser sollen sich weiter die Gemeinden kümmern, keine privaten Firmen. Klär-Anlagen sollen das Wasser besser reinigen. Die Industrie soll dafür mitbezahlen.

Tierschutz und Tierheime verlässlich finanzieren

Die Linke will deutlich mehr Landesgeld für den Tierschutz und eine Fördergarantie für Tierheime. Aus ihrer Sicht übernehmen ehrenamtliche Vereine staatliche Aufgaben, ohne ausreichend unterstützt zu werden. Auch die tierärztliche Notversorgung soll verbessert werden.

Die Linke will mehr Geld für den Tierschutz geben. Tierheime sollen sicher Förderung bekommen. Das Land soll den Gemeinden die Kosten für Fund-Tiere ersetzen. Es soll mehr Tierärzte geben. Eine Notruf-Nummer für Tierärzte soll kommen.

Tierschutzrecht verschärfen und Tierversuche reduzieren

Die Linke will Wildtiere im Zirkus und die Herstellung von Pelz verbieten und Tierversuche deutlich verringern. Tierschutzorganisationen sollen ein Verbandsklagerecht erhalten. Die Rassehundeliste soll entfallen, Kommunen sollen eine Kastrationspflicht für Katzen anordnen können.

Die Linke will Wildtiere im Zirkus verbieten. Auch Pelz soll nicht mehr hergestellt werden. Es soll viel weniger Tier-Versuche geben. Tierschutz-Vereine sollen vor Gericht klagen dürfen. Die Liste gefährlicher Hunde-Rassen soll wegfallen.

Linke: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wolfsmanagement mit Herdenschutz fortführen

Die SPD will das sächsische Wolfsmanagement beibehalten und dabei Artenschutz und Herdenschutz im Gleichgewicht halten. Aufklärung, Entschädigungen und Schutzmaßnahmen für Herden sollen weiter bezahlt werden.

Die SPD will den Umgang mit dem Wolf in Sachsen beibehalten. Der Wolf soll geschützt bleiben, Herden von Tieren aber auch. Tierhalter sollen weiter Geld für Schäden bekommen. Auch Schutz für Herden soll der Staat weiter bezahlen.

Nachhaltigkeitsprüfung für politische Entscheidungen einführen

Die SPD will Entscheidungen von Landtag, Regierung und Verwaltung auf ihre Nachhaltigkeit prüfen lassen. Der Nachhaltigkeitsbericht soll zu einer Bilanz mit messbaren Zielen werden, und Ökobilanzen sollen auch bei öffentlichen Investitionen eine Rolle spielen.

Die SPD will politische Entscheidungen auf Nachhaltigkeit prüfen. Das heißt: Man schaut auf die Folgen für die Zukunft. Sachsen soll messbare Ziele für Nachhaltigkeit bekommen. Ein Bericht soll später zeigen, ob die Ziele erreicht sind.

Nachhaltigen Konsum steuerlich und mit Reparaturbonus fördern

Die SPD will nachhaltige Produkte über die Besteuerung günstiger machen und den Reparaturbonus dauerhaft anbieten. Kreislaufwirtschaft und Verbraucherbildung sollen gestärkt werden; auf Verbote will die Partei dabei ausdrücklich verzichten.

Die SPD will, dass nachhaltige Produkte weniger kosten. Dafür sollen die Steuern anders werden. Wer etwas reparieren lässt, soll weiter Geld vom Staat bekommen. Die SPD will dabei keine Verbote. Große Konzerne sollen weltweit eine Mindest-Steuer zahlen.

Kreislaufwirtschaft und Recycling fördern

Die SPD will in Sachsen geschlossene Stoffkreisläufe aufbauen, vom Rohstoff bis zur Wiederverwertung. Das Programm sieht die Wiederverwendung von Ressourcen als Schlüssel zur Klimaneutralität. Staatliche Bauten sollen mit möglichst viel Recycling-Material entstehen.

Die SPD will, dass Rohstoffe mehrfach genutzt werden. Aus alten Produkten sollen neue entstehen. Das nennt man Kreislauf-Wirtschaft. Der Staat soll beim Bauen viel wiederverwertetes Material nutzen. Auch Initiativen zum Reparieren und Tauschen sollen Geld bekommen.

Klimaanpassung und Wasserversorgung sichern

Die SPD will eine Klimaanpassungsstrategie für alle Bereiche und mehr Geld für Kommunen, um sich auf Hitze, Trockenheit und Extremwetter einzustellen. Die Wasserversorgung soll angesichts knapper werdenden Grundwassers gesichert werden. Einen Ausbau der Elbe lehnt die Partei weiterhin ab.

Das Wetter wird extremer. Die SPD will Städte und Dörfer darauf vorbereiten. Dafür soll es mehr Geld geben. Das Wasser soll sauber bleiben und für alle reichen. Die Elbe soll nicht für Schiffe ausgebaut werden.

Artenvielfalt, Wälder, Moore und Böden schützen

Die SPD will den Flächenverbrauch senken: Bis 2030 sollen täglich weniger als drei Hektar neu versiegelt werden, langfristig netto gar keine mehr. Dazu kommen Maßnahmen für Artenvielfalt, klimafeste Mischwälder und die Wiedervernässung von Mooren.

In Sachsen wird viel Boden zugebaut. Die SPD will das bremsen. Bis 2030 sollen es weniger als drei Hektar am Tag sein. Später soll gar kein Boden mehr dazukommen. Die SPD will auch Wälder, Moore und seltene Tiere und Pflanzen schützen.

Tierschutz stärken, Tierversuche ersetzen

Die SPD will messbare Verbesserungen für Tiere erreichen. Sie will Tierheime und Veterinärämter stärken, die tierärztliche Versorgung sichern und Alternativen zu Tierversuchen fördern, damit die Forschung bald ohne solche Versuche auskommt.

Die SPD will, dass es Tieren besser geht. Tierheime sollen Hilfe bekommen. Die Ämter für Tier-Gesundheit sollen stärker werden. Die Forschung soll bald ohne Tierversuche auskommen.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl