Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Hessen zu Gesundheit und Pflege?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hessen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Digitale Geräte für Heime und Hospize bereitstellen

Die AfD will Alten- und Pflegeheime sowie Hospize mit digitalen Geräten ausstatten. Bewohner sollen per begleiteter Videotelefonie Kontakt zu Angehörigen halten können, in Zeiten der Isolation ebenso wie im Alltag.

Menschen in Heimen sollen ihre Familie per Video sehen können. Dafür sollen die Heime Geräte bekommen. Jemand hilft den Bewohnern beim Video-Anruf. Die AfD meint: In der Corona-Zeit waren viele Bewohner sehr einsam.

Kommunale Krankenhäuser erhalten und ausreichend finanzieren

Die AfD will kommunale Krankenhäuser weitgehend erhalten, nicht privatisieren und nach Bedarf finanzieren. Das Land soll seine Investitionspflichten voll erfüllen und den Investitionsstau abbauen. Das Vorhalten von Gesundheitseinrichtungen sieht das Programm als zentrale Staatsaufgabe.

Städte und Kreise haben eigene Krankenhäuser. Die AfD will diese Krankenhäuser behalten. Sie sollen nicht an private Firmen gehen. Das Land soll genug Geld für sie zahlen.

Ambulante Versorgung stärken, Budgetierung aufheben

Die AfD will die ambulante Behandlung ausbauen und besser vergüten, um Krankenhäuser zu entlasten. Die Budgetierung, also die Deckelung der Honorare für Arztpraxen, soll entfallen, und die Neupatientenregelung soll bleiben. Rückforderungen der Krankenkassen an niedergelassene Ärzte lehnt sie ab.

Die AfD will Arztpraxen stärken. Ärzte bekommen heute nur bis zu einer Grenze Geld. Diese Grenze soll wegfallen. So sollen Krankenhäuser weniger Arbeit haben.

Hebammen besser bezahlen und absichern

Die AfD will Hebammen deutlich besser vergüten, um dem Mangel in der Wochenbettbetreuung zu begegnen. Wegen der stark gestiegenen Haftpflichtprämien will sie einen staatlichen Haftungsfonds prüfen. Geburtsstationen in wohnortnahen Krankenhäusern sollen bestehen bleiben.

Hebammen helfen bei der Geburt und danach. Die AfD will, dass sie viel mehr Geld verdienen. Ihre Versicherung ist sehr teuer geworden. Der Staat soll dabei vielleicht mit einem Fonds helfen.

Corona-Politik aufarbeiten, Impfpflicht ablehnen

Die AfD fordert, die Corona-Maßnahmen des Landes im Gesundheitswesen gründlich aufzuarbeiten, und will dafür einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Eine Corona-Impfpflicht lehnt sie ab und setzt auf persönliche Aufklärung und eigene Entscheidung. Das soll nach dem Programm das Vertrauen in das Gesundheitssystem stärken.

Die AfD will die Corona-Zeit genau untersuchen. Dafür soll es im Landtag einen besonderen Ausschuss geben. Eine Pflicht zur Corona-Impfung lehnt die AfD ab. Jeder soll selbst entscheiden.

Telemedizin ausbauen und fördern

Die AfD will die Telemedizin ausbauen und stärker in die reguläre Versorgung einbinden. Ein Förderprogramm soll Ärzten bei der Anschaffung der Technik helfen. Das Programm sieht darin eine Ergänzung der Behandlung vor Ort, besonders auf dem Land.

Bei Telemedizin spricht der Arzt über Video oder Telefon mit dem Patienten. Die AfD will mehr davon. Ärzte sollen Geld für die Technik bekommen. Der Besuch beim Arzt soll aber bleiben.

Arbeitsbedingungen in Pflege und Kliniken verbessern

Die AfD will dem Personalmangel in der Pflege mit besseren Arbeitsbedingungen, höherer Bezahlung und gezielter Anwerbung qualifizierter Kräfte begegnen. Bereitschaftsdienste über 24 Stunden in Kliniken sollen abgeschafft werden. Personaluntergrenzen sollen eingehalten und auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet werden.

In der Pflege fehlen viele Arbeitskräfte. Die AfD will bessere Arbeit und mehr Lohn für sie. Dienste von 24 Stunden im Krankenhaus sollen wegfallen. Es soll feste Mindest-Zahlen für das Personal geben.

Prävention und Sport stärker fördern

Die AfD will Sport und Bewegung staatlich stärker fördern und fordert eine „Landesoffensive Sport“. Ein Landesprogramm soll Folgen der Corona-Zeit wie Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen bekämpfen. Zugleich sollen die Krankenkassen von allgemeiner Prävention entlastet und die Eigenverantwortung gestärkt werden.

Die AfD will mehr Sport und Bewegung fördern. Viele Kinder haben sich in der Corona-Zeit zu wenig bewegt. Ein Programm des Landes soll ihnen helfen. Auch in der Schule soll Sport wichtiger werden.

AfD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 12 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Geburtshilfe und Hebammenversorgung stärken

Die CDU will die Geburtshilfe in Hessen strukturell und finanziell verbessern und wohnortnahe Geburtsstationen erhalten. Hebammen sollen stärker unterstützt und ihr Nachwuchs unter anderem mit einem Stipendium gesichert werden.

Die CDU will die Hilfe rund um die Geburt verbessern. Geburts-Stationen in der Nähe sollen bleiben. Hebammen sollen mehr Unterstützung bekommen. Es soll ein Stipendium für angehende Hebammen geben.

Krankenhäuser wohnortnah erhalten und verlässlich finanzieren

Die CDU will Grund- und Notfallversorgung, Geburtskliniken und Kindermedizin auch auf dem Land in der Nähe der Menschen erhalten. Die Investitionsmittel des Landes für Krankenhäuser sollen mindestens gleich hoch bleiben. Bei der Krankenhausreform des Bundes will die Partei hessische Interessen einbringen.

Die CDU will Krankenhäuser in der Nähe der Menschen erhalten. Das gilt auch für das Land. Hessen soll weiter viel Geld in Krankenhäuser stecken. Auch die Uni-Kliniken sollen genug Geld bekommen. Bei der Reform des Bundes will die CDU für Hessen mitreden.

Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ausbauen

Die CDU will eine flächendeckende Versorgung mit Haus- und Fachärzten sichern. Dafür sollen mehr Studienplätze über die Landarztquote vergeben, Medizinische Versorgungszentren gefördert und das Projekt „Gemeindeschwester 2.0“ dauerhaft etabliert werden.

Die CDU will mehr Ärzte auf dem Land. Mehr Studierende sollen über die Land-Arzt-Quote einen Platz bekommen. Sie arbeiten später in einer Praxis auf dem Land. Es soll mehr Versorgungs-Zentren mit mehreren Ärzten geben. Gemeinde-Schwestern sollen dauerhaft in vielen Orten helfen.

Hilfe bei psychischen Erkrankungen ausbauen

Die CDU will landesweit Krisenhilfen für Menschen in akuten psychischen Notlagen schaffen. Außerdem setzt sie sich für mehr Psychotherapieplätze ein, auch für gesetzlich Versicherte und Kinder, weil die Wartezeiten aus ihrer Sicht den Behandlungserfolg gefährden.

Die CDU will Menschen mit seelischen Krisen schneller helfen. Überall in Hessen soll es Krisen-Hilfe geben. Es soll mehr Plätze für Psycho-Therapie geben. Das gilt auch für Kinder und gesetzlich Versicherte. Die Warte-Zeiten sollen kürzer werden.

Rettungsdienst aufwerten und Notaufnahmen entlasten

Die CDU will die Rettungskräfte aufwerten und sie wie Polizei und Feuerwehr dem Innenministerium zuordnen. Gemeindenotfallsanitäter und das landesweit ausgerollte Projekt zur sektorenübergreifenden ambulanten Notfallversorgung sollen die Notaufnahmen entlasten.

Die CDU will den Rettungs-Dienst stärken. Er soll zum Innen-Ministerium gehören, so wie Polizei und Feuerwehr. Neue Gemeinde-Notfall-Sanitäter sollen leichtere Fälle behandeln. In die Not-Aufnahme sollen nur echte Notfälle kommen.

Mehr Fachkräfte für Gesundheit und Pflege ausbilden

Die CDU will mehr Menschen in Sozial- und Gesundheitsberufen ausbilden und die Zahl der Medizinstudienplätze in Hessen erneut erhöhen. Schulische Ausbildungen sollen vergütet werden, und bei der Studienplatzvergabe soll die Abiturnote weniger zählen.

Die CDU will mehr Fachkräfte für Gesundheit und Pflege ausbilden. Wer eine Schule für diese Berufe besucht, soll Geld bekommen. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. Die Abitur-Note soll dabei weniger wichtig sein. Praxis-Angestellte sollen 500 Euro als Ausgleich für die Inflation bekommen.

Kinder- und Jugendmedizin absichern

Die CDU will Engpässe in der medizinischen Versorgung von Kindern verhindern und dafür Regeln und Strukturen überprüfen. Sie strebt Gesundheitsfachkräfte an allen Schulen an, will Vorsorgeuntersuchungen ausweiten und die psychische Gesundheit junger Menschen stärker in den Blick nehmen.

Die CDU will die Medizin für Kinder sichern. An den Schulen soll es Gesundheits-Fachkräfte geben. Es soll mehr Vorsorge-Untersuchungen geben. Kinder mit seelischen Problemen sollen bessere Hilfe bekommen. Wer Kinder-Psychiater werden will, kann ein Stipendium bekommen.

Hessen zum Kompetenzzentrum der Krebsforschung machen

Die CDU will die Krebsforschung in Hessen ausbauen und Hochschulen und Wirtschaft dafür enger vernetzen. Das universitäre Tumorzentrum in Frankfurt und das Frankfurt Cancer Institute sollen weiter gestärkt werden.

Die CDU will die Krebs-Forschung in Hessen stärken. Universitäten und Firmen sollen dabei enger zusammen arbeiten. Das Tumor-Zentrum in Frankfurt soll mehr Unterstützung bekommen. Auch für seltene Krankheiten soll es besondere Zentren geben.

Gesundheitsdienst stärken und Lehren aus Corona ziehen

Die CDU will den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell besser ausstatten und das hessische Gesetz dazu anhand der Pandemie-Erfahrungen überprüfen. Pandemiepläne sollen regelmäßig geübt werden. Für Menschen mit Long-COVID und Corona-Impfschäden sind weitere Hilfen vorgesehen.

Die CDU will die Gesundheits-Ämter stärken. Sie sollen genug Personal bekommen. Hessen soll Pläne für Pandemien regelmäßig prüfen und üben. Menschen mit Long-COVID sollen weiter Hilfe bekommen. Für Menschen mit Impf-Schäden soll es eine zentrale Anlauf-Stelle geben.

Telemedizin und Telenotarzt landesweit ausbauen

Die CDU will das Telenotarztsystem auf ganz Hessen ausdehnen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter fördern. Krankenhäuser, Praxen und Bürger sollen digitale Angebote nutzen können, damit Patienten besser versorgt werden.

Die CDU will mehr digitale Medizin. Ein Tele-Notarzt hilft aus der Ferne bei Notfällen. Das soll es in ganz Hessen geben. Ärzte sollen für Behandlung per Video fair bezahlt werden. Praxen bekommen weiter Geld für digitale Technik.

Hilfen für suchtkranke Menschen ausbauen

Die CDU will suchtkranke Menschen stärker unterstützen und dafür Geld aus dem Fonds „Hessen steht Zusammen“ bereitstellen. Vor allem Beratung, Hilfen beim Entzug und aufsuchende Sozialarbeit sollen wachsen.

Die CDU will Menschen mit einer Sucht mehr helfen. Dafür soll es Geld aus einem Fonds des Landes geben. Es soll mehr Beratung geben. Es soll mehr Hilfe beim Entzug geben. Sozial-Arbeiter sollen öfter zu den Menschen hingehen.

Cannabis-Legalisierung ablehnen, Suchthilfe ausbauen

Die CDU lehnt es ab, weiche Drogen wie Cannabis zu legalisieren, und begründet das mit Risiken für Gesundheit, Familie und Gesellschaft. Zugleich will sie Beratung und Hilfe für Betroffene ausbauen und Stoffe, die als KO-Tropfen dienen, streng regulieren lassen.

Die CDU will Cannabis nicht erlauben. Sie sagt: Die Droge schadet der Gesundheit und den Familien. Es soll mehr Beratung und Hilfe für Betroffene geben. Stoffe für KO-Tropfen sollen strenger geregelt werden. KO-Tropfen machen Menschen wehrlos.

Einheitliches Pflegebudget und Pflegegarantie schaffen

Die CDU will eine Pflegegarantie: Jeder soll die Pflege erhalten, die er benötigt. Dafür soll der Bund die vielen einzelnen Leistungstöpfe der Pflege zu einem einzigen Budget zusammenführen, das sich ohne viel Bürokratie nutzen lässt.

Die CDU will: Jeder Mensch bekommt die Pflege, die er braucht. Heute gibt es viele einzelne Geld-Töpfe für die Pflege. Der Bund soll daraus einen einzigen Topf machen. So wird es für die Menschen einfacher.

Hessisches Landespflegegeld einführen

Die CDU will ein eigenes Pflegegeld des Landes Hessen einführen. Pflegebedürftige sollen das Geld für sich selbst verwenden oder damit Menschen anerkennen können, die sie pflegen und unterstützen.

Die CDU will ein neues Pflege-Geld vom Land Hessen. Menschen, die Pflege brauchen, bekommen dieses Geld. Sie können es für sich selbst ausgeben. Oder sie geben es Menschen, die ihnen helfen.

Betriebliche Pflegezusatzversicherungen fördern

Die CDU will beim Bund darauf hinwirken, dass mehr Betriebe Pflegezusatzversicherungen anbieten können. Nach dem Vorbild der betrieblichen Altersvorsorge soll so eine weitere Säule der Vorsorge entstehen.

Die CDU will mehr Zusatz-Versicherungen für die Pflege über den Betrieb. Das ist eine Versicherung, die man über die Arbeit bekommt. Der Bund soll dafür die Regeln schaffen. So sollen Menschen besser für später vorsorgen.

Pflegeberatung und Hilfen vor Ort ausbauen

Die CDU will die Beratung für Pflegebedürftige und Angehörige erweitern. Pflegestützpunkte sollen zu Kompetenzzentren werden, Pflegemanager sollen landesweit durch die Bürokratie helfen, und Gemeindepflegekräfte sowie vorbeugende Hausbesuche sollen Bedarf früh erkennen.

Die CDU will mehr Beratung zur Pflege. Pflege-Manager sollen Angehörigen bei Anträgen helfen. Es soll überall Gemeinde-Pflegerinnen und Gemeinde-Pfleger geben. Fachleute sollen ältere Menschen früh zu Hause besuchen. So bekommen Menschen schneller Hilfe.

Mehr Pflegekräfte gewinnen und ausbilden

Die CDU rechnet damit, dass Hessen bis 2040 mindestens 16.000 zusätzliche Pflegekräfte braucht. Sie will deshalb mehr Ausbildungs- und Studienplätze schaffen, Aussteiger zurückgewinnen, Fachkräfte aus dem Ausland anwerben und Pflegekräfte von Bürokratie entlasten.

Hessen braucht viel mehr Pflege-Kräfte. Die CDU will mehr Plätze für die Ausbildung schaffen. Frühere Pflege-Kräfte sollen zurückkommen. Auch Fachleute aus dem Ausland sollen kommen. Pflege-Kräfte sollen weniger Papier-Arbeit haben.

Pflegezeit und Lohnersatz für pflegende Angehörige

Die CDU fordert vom Bund eine umfassende Reform der Pflegeleistungen, weil die bisherigen Vorschläge der Bundesregierung aus ihrer Sicht nicht genügen. Kern sind eine Pflegezeit mit Lohnersatz nach dem Muster von Elternzeit und Elterngeld sowie zehn freie Tage im Jahr für pflegende Angehörige.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die CDU will ihnen mehr helfen. Sie sollen eine Pflege-Zeit bekommen, ähnlich wie die Eltern-Zeit. In dieser Zeit sollen sie Geld als Ersatz für den Lohn bekommen. Dazu sollen zehn freie Tage im Jahr kommen. Der Bund soll das regeln.

Entlastungsangebote für häusliche Pflege ausbauen

Die CDU will pflegende Angehörige zeitweise entlasten und dafür Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege ausbauen. Ein Förderprogramm des Landes soll mehr Plätze schaffen; hinzu kommen ein Anspruch auf Reha, mehr Pflegekurse und neue Wohn- und Betreuungsformen.

Wer Angehörige pflegt, braucht manchmal eine Pause. Die CDU will mehr Plätze für Kurzzeit-Pflege und Tages-Pflege. Das Land soll dafür Geld geben. Pflegende Angehörige sollen ein Recht auf Reha bekommen. Reha heißt: Erholung und Behandlung für die Gesundheit.

Heimpflege bezahlbar halten und Aufsicht stärken

Die CDU verlangt vom Bund ein Konzept, das die Eigenanteile in Pflegeheimen begrenzt, weil ihr die angekündigten Zuschläge nicht ausreichen. Im Land will sie die Ausstattung der Heime verbessern, die Pflegeaufsicht personell verstärken und Heime stärker in ihr Umfeld einbinden.

Ein Platz im Pflege-Heim kostet viel Geld. Die CDU will: Der Bund soll die Kosten für die Bewohner begrenzen. Das Land soll helfen, die Heime besser auszustatten. Mehr Personal soll die Heime kontrollieren. Die Heime sollen offener für die Nachbarschaft werden.

Rettungsdienste ausbauen und Notfallsanitäter stärken

Die CDU will Infrastruktur und Digitalisierung der Rettungsdienste ausbauen und Notfallsanitätern mehr medizinische Befugnisse geben. Die Zuständigkeit für den Rettungsdienst soll in das Ministerium für Brand- und Katastrophenschutz wechseln.

Die CDU will die Rettungsdienste weiter ausbauen. Notfall-Sanitäter sollen im Notfall mehr selbst entscheiden dürfen. Es soll mehr Ausbildungsplätze für sie geben. Ehrenamtliche Helfer sollen ihren Lohnausfall bei Lehrgängen ersetzt bekommen. Das Land Hessen zahlt dafür.

Medizinische Versorgung auf dem Land stärken

Die CDU will die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen verbessern, von der Gewinnung von Nachwuchs bis zu ambulanten und stationären Angeboten. Zusätzlich soll das System der Helfer vor Ort ausgeweitet werden.

Die CDU will mehr für die Gesundheit auf dem Land tun. Es soll dort genug Ärzte und Kliniken geben. Auch geschulte Ersthelfer im Ort sollen mehr Unterstützung bekommen. Sie helfen, bis der Rettungsdienst da ist.

CDU: alle 22 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Stiftung für Gesundheitsdaten zur Forschung schaffen

Die FDP will in Hessen eine öffentlich-rechtliche Stiftung gründen, die freiwillig gespendete Gesundheitsdaten sicher aufbewahrt und für die Forschung freigibt. Damit soll die Forschung an neuen Behandlungen und Medikamenten leichter an verlässliche Daten kommen.

Forscher brauchen gute Daten über Gesundheit. Die FDP will dafür eine Stiftung gründen. Patienten können ihre Daten freiwillig spenden. Die Stiftung schützt die Daten und gibt sie an Forscher.

Digitalstrategie und eHealth-Fonds für Gesundheitswesen

Die FDP will Hessen zum Vorreiter bei eHealth und Telemedizin machen und dafür eine Digitalstrategie für das Gesundheitswesen erarbeiten. Ein hessischer eHealth-Fonds soll digitale Versorgungsprojekte fördern, und das Kompetenzzentrum für Telemedizin und eHealth soll eine aktivere Rolle bekommen.

Die FDP will mehr digitale Technik im Gesundheitswesen. Arzttermine sollen sich leichter online buchen lassen. Auf dem Land soll es mehr Behandlung per Video geben. Ein neuer Fonds soll digitale Projekte fördern.

Landesamt für Gesundheit ausbauen, Prävention stärken

Die FDP will das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege zu einer zentralen Fachstelle ausbauen. Es soll eine landesweite Präventionsstrategie erarbeiten, Kommunen bei Projekten unterstützen und die Digitalisierung der Gesundheitsämter voranbringen.

Hessen hat ein neues Landesamt für Gesundheit und Pflege. Die FDP will ihm mehr Aufgaben geben. Es soll einen Plan für Vorsorge machen. Es soll Städten und Kreisen bei Projekten helfen.

Ambulante und stationäre Versorgung gleich vergüten

Die FDP hält die strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung für überholt. Sie will auf einen einheitlichen Leistungskatalog mit gleichen Qualitätsstandards und gleicher Vergütung hinarbeiten und den Arztberuf als freien Beruf erhalten.

Viele Behandlungen gehen in der Praxis und im Krankenhaus. Bisher gibt es dafür unterschiedlich viel Geld. Die FDP will gleiche Bezahlung für gleiche Leistung. Ärzte sollen ein freier Beruf bleiben.

Videosprechstunden und Versorgungsassistenten ausbauen

Die FDP will Videosprechstunden und Fernbehandlung stärker nutzen, um fehlende Ärzte vor allem in strukturschwachen Regionen auszugleichen. Digital erbrachte ärztliche Leistungen sollen wie Leistungen in der Praxis vergütet werden, und Versorgungsassistenten sollen Hausbesuche übernehmen.

Auf dem Land fehlen oft Ärzte. Die FDP will mehr Sprechstunden per Video. Ärzte sollen dafür gleich viel Geld bekommen wie in der Praxis. Geschulte Helfer sollen Patienten zu Hause besuchen.

Regionale Gesundheits-Versorgungs-Zentren gründen

Die FDP fordert die Gründung von Gesundheits-Versorgungs-Zentren (GVZ), um die Versorgung vor allem auf dem Land zu sichern. Sie sollen Ärzte und weitere Gesundheitsanbieter unter einem Dach bündeln und als Anlaufstelle für die Bevölkerung dienen.

Die FDP will neue Gesundheits-Zentren auf dem Land. Dort arbeiten Ärzte zusammen. Auch Apotheken und Pflegedienste können dort sein. Die Menschen haben so eine Stelle für alle Fragen zur Gesundheit.

Krankenhausplanung an Bedarf und Qualität ausrichten

Die FDP will eine Reform der Kliniklandschaft, die sich stärker an Bedarf und Versorgungsqualität orientiert. Krankenhäuser sollen neben Fallpauschalen auch ihre Vorhaltekosten erstattet bekommen, zuvor soll aber festgelegt werden, welche Häuser mit welchem Angebot gebraucht werden.

Die FDP will die Krankenhäuser neu ordnen. Es soll klar sein, welches Krankenhaus wo gebraucht wird. Dafür sollen feste Regeln zur Qualität gelten. Kliniken sollen auch Geld für das Bereithalten von Leistungen bekommen.

Pflege zu Hause und Palliativdienste stärken

Die FDP will in der Pflege den Vorrang der ambulanten vor der stationären Versorgung festigen, damit Menschen möglichst lange zu Hause gepflegt werden. Alternative Wohnformen sollen gefördert und ambulante Palliativdienste flächendeckend ausgebaut werden.

Menschen sollen möglichst lange zu Hause gepflegt werden. Die FDP will auch Wohn-Gruppen als Ersatz für das Pflegeheim fördern. Dafür soll es weniger Bürokratie geben. Sterbende sollen überall zu Hause gut betreut werden.

Pflege digitalisieren und Dokumentation verringern

Die FDP will den Aufwand für Bürokratie und Dokumentation in der Pflege senken und die Abläufe digitalisieren. Pflegekräfte sollen dadurch mehr Zeit für die Menschen haben, die sie betreuen.

Pflegekräfte müssen viel aufschreiben. Dafür fehlt Zeit bei den Menschen. Die FDP will weniger Papierkram und mehr digitale Technik. Pflegekräfte sollen den Umgang damit in der Ausbildung lernen.

Arbeitsbedingungen und Personal in der Pflege verbessern

Die FDP will dem Personalmangel in der Pflege mit besseren Arbeitsbedingungen, mehr Aus- und Weiterbildung und der Anwerbung von Kräften aus dem Ausland begegnen. Mittelfristig sollen Pflegeeinrichtungen mindestens 105 Prozent des benötigten Personals vorhalten, damit Dienstpläne verlässlich sind.

In der Pflege fehlen viele Arbeitskräfte. Die FDP will die Arbeit dort besser machen. Heime sollen etwas mehr Personal haben, als sie rechnerisch brauchen. Dann fallen weniger Dienste aus. Auch Pflegekräfte aus dem Ausland sollen kommen.

Hebammenversorgung in Hessen verbessern

Die FDP will die Versorgung mit Hebammen in Hessen verbessern und eine Grundversorgung für alle Schwangeren im ganzen Land sichern. Dazu sollen vor allem die Bedingungen für freiberufliche Hebammen besser werden.

In Hessen gibt es zu wenige Hebammen. Hebammen helfen Frauen vor, bei und nach der Geburt. Die FDP will, dass jede Schwangere überall eine Hebamme findet. Dafür sollen Hebammen bessere Bedingungen bekommen.

Modellprojekte für Demenzkranke fördern

Die FDP will Modellprojekte entwickeln und fördern, die Menschen mit Demenz möglichst lange ein eigenständiges Leben ermöglichen. Sie sollen eine Alternative zur üblichen Betreuung im Pflegeheim bieten.

Menschen mit Demenz vergessen immer mehr. Die FDP will neue Projekte für sie fördern. Die Kranken sollen ihren Alltag lange selbst mitgestalten. Die Projekte sollen eine andere Möglichkeit als das Pflegeheim sein.

Suchthilfe und Prävention ausbauen

Die FDP will genügend qualifizierte Therapieeinrichtungen für Suchtkranke, Anlaufstellen nahe der Drogenszene und den Erhalt niedrigschwelliger Hilfen für Schwerstabhängige. Aufklärung und Beratung sollen besonders unterstützt werden, damit Behandlungen seltener nötig sind.

Die FDP will genug Hilfe für suchtkranke Menschen. Es soll Anlaufstellen dort geben, wo die Betroffenen sind. Auch Hilfen zum Überleben für schwer Abhängige sollen bleiben. Aufklärung und Beratung sind der FDP besonders wichtig.

Kontrollierte Cannabis-Abgabe in Modellprojekten erproben

Die FDP unterstützt den Kurs der Bundesregierung für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis und will dazu Modellprojekte in Hessen. Sie begründet das mit Gesundheits- und Jugendschutz: Auf dem illegalen Markt sei Cannabis oft verunreinigt.

Die FDP ist für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis. Das heißt: Erwachsene bekommen Cannabis legal und geprüft. In Hessen soll es dazu Test-Projekte geben. Die FDP sagt: Das schützt die Gesundheit und hält Jugendliche vom illegalen Markt fern.

Gesundheit und Pflege digitalisieren

Die FDP will digitale Gesundheitsangebote mit offenen Standards vernetzen und Rezepte, Dokumentation und Abrechnung vollständig digital machen. In der häuslichen Pflege sollen Robotik und digitale Assistenzsysteme gefördert werden.

Die FDP will mehr Digitales in Medizin und Pflege. Rezepte und Abrechnungen sollen digital sein. Arztpraxen und Pflegeheime sollen zuerst schnelles Internet bekommen. Roboter sollen Menschen bei der Pflege zu Hause helfen.

FDP: alle 15 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit Gesundheitszentren sichern

Die Grünen wollen die medizinische Grundversorgung in Stadt und Land sichern, unter anderem durch Gesundheitszentren, mobile Praxen und Gemeindepflegerinnen und -pfleger. Die hausärztliche Versorgung soll gestärkt werden, besonders in unterversorgten Gebieten.

Alle Menschen in Hessen sollen einen Arzt in der Nähe haben. Die Grünen wollen dafür Gesundheits-Zentren fördern. Dort arbeiten verschiedene Fach-Leute zusammen. Es soll auch mehr Haus-Ärzte auf dem Land geben.

Krankenhausplan überarbeiten und Notfallversorgung verzahnen

Die Grünen wollen den Landeskrankenhausplan neu fassen und die Investitionsmittel für Kliniken weiter anheben. Rettungsdienst, Notaufnahmen und ärztlicher Bereitschaftsdienst sollen enger zusammenarbeiten.

Die Grünen wollen die Planung für Kranken-Häuser erneuern. Kliniken sollen mehr Geld für Investitionen bekommen. Nicht jede Klinik muss alles anbieten. Aber im Notfall muss schnell eine Klinik erreichbar sein.

Pflegeangebote ausbauen und Fachkräfte gewinnen

Die Grünen wollen stationäre und ambulante Pflegeangebote ausbauen, vor allem Tages- und Kurzzeitpflege sowie Hilfen für pflegende Angehörige. Eine erweiterte Fachkräfteoffensive soll mehr Personal für Gesundheit und Pflege gewinnen.

Die Grünen wollen mehr Angebote für die Pflege. Wer Angehörige pflegt, soll mehr Hilfe bekommen. Es sollen mehr Menschen in der Pflege arbeiten. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden.

Anonymen Krankenschein und mehr Prävention einführen

Die Grünen wollen Menschen ohne Krankenversicherung über Clearingstellen in eine Versicherung vermitteln und für die übrigen einen anonymen Krankenschein einführen. Zudem sollen Gesundheitsförderung und Prävention ausgebaut werden.

Manche Menschen haben keine Kranken-Versicherung. Beratungs-Stellen sollen ihnen helfen, eine zu bekommen. Wenn das nicht geht, soll es einen anonymen Kranken-Schein geben. Damit können sie trotzdem zum Arzt gehen.

Gesundheitsämter stärken, Hitzeschutz ausbauen

Die Grünen wollen die Gesundheitsämter über das Landesamt für Gesundheit und Pflege weiter stärken. Sie sollen auch den Schutz der Bevölkerung vor Hitze und Extremwetter übernehmen; Krankenhäuser sollen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt werden.

Durch den Klima-Wandel gibt es mehr heiße Tage. Das kann krank machen. Die Grünen wollen die Menschen besser vor Hitze schützen. Städte und Gemeinden sollen eigene Hitze-Pläne bekommen. Kranken-Häuser sollen klimafreundlich werden.

Drogenpolitik auf Hilfe statt Strafe ausrichten

Die Grünen wollen eine Drogenpolitik, die auf Aufklärung, Prävention und Hilfe für Suchtkranke setzt. Aus Sicht des Programms hat die Kriminalisierung Abhängiger ihre Ziele verfehlt; die Partei begrüßt die Cannabis-Legalisierung im Bund.

Die Grünen wollen Menschen mit Sucht helfen statt sie zu bestrafen. Es soll mehr Therapie geben. Es soll Räume geben, in denen Süchtige Drogen sicherer nehmen können. Die Grünen finden es gut, dass Cannabis erlaubt werden soll.

Unikliniken finanzieren, UKGM möglichst zurückkaufen

Die Grünen wollen die hessischen Universitätskliniken ausreichend finanzieren und weitere Medizinstudienplätze schaffen. Die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg hält die Partei für einen Fehler und will es zurückkaufen, sobald das zu vertretbaren Bedingungen möglich ist.

Die Grünen wollen Uni-Kliniken gut bezahlen. Es soll mehr Studienplätze für Medizin geben. Das Uni-Klinikum Gießen und Marburg gehört einer privaten Firma. Die Grünen wollen es zurückkaufen, wenn der Preis stimmt.

Frauengesundheit und Gendermedizin fördern

Die Grünen wollen geschlechtsspezifische Unterschiede in Versorgung, Vorbeugung und Forschung stärker berücksichtigen, weil diese aus Sicht des Programms bisher zu kurz kommen. Dazu sollen Frauengesundheitszentren überall gefördert und eine Forschungsstelle für Gendermedizin gegründet werden. In Schulen und öffentlichen Einrichtungen soll es kostenlose Binden und Tampons geben.

Frauen und Männer werden zum Teil anders krank. Auch Medikamente wirken unterschiedlich. Die Grünen wollen das besser erforschen lassen. Es soll mehr Gesundheits-Zentren für Frauen geben. In Schulen sollen Binden und Tampons kostenlos sein.

Geburtshilfe und Hebammenversorgung verbessern

Die Grünen wollen die Versorgung von Schwangeren stärken und die Betreuung durch Hebammen rund um die Geburt verbessern. Grundlage sind die Maßnahmen, die der Runde Tisch Geburtshilfe für Hessen erarbeitet hat. Außerdem setzt sich die Partei für gewaltfreie Geburten ein.

Schwangere Frauen sollen besser versorgt werden. Hebammen sollen Eltern vor, bei und nach der Geburt gut begleiten. Dafür gibt es in Hessen schon einen Plan. Die Grünen wollen diesen Plan umsetzen und verbessern.

Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sichern und entkriminalisieren

Die Grünen wollen ein flächendeckendes Netz aus Kliniken und Praxen aufbauen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, und die Konfliktberatung voll finanzieren. Auf Bundesebene unterstützt die Partei Bemühungen, Abbrüche nicht länger unter Strafe zu stellen, und fordert eine Regelung gegen Belästigung vor Beratungsstellen.

Frauen sollen in ihrer Nähe eine Schwangerschaft beenden lassen können. Dafür soll es genug Kliniken und Praxen geben. Die Beratung soll der Staat voll bezahlen. Niemand soll Frauen vor Beratungs-Stellen belästigen. Ein Abbruch soll nicht mehr strafbar sein.

Grüne: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Uniklinikum Gießen-Marburg entprivatisieren

Die SPD will das 2006 verkaufte Uniklinikum Gießen-Marburg wieder aus privater Hand lösen und dafür alle rechtlichen Mittel des Landes nutzen. Krankenhäuser sollen nach ihrer Auffassung gemeinnützig oder öffentlich-rechtlich getragen werden. Aus Sicht des Programms hat die Privatisierung Patienten, Beschäftigten, dem Landeshaushalt sowie Forschung und Lehre geschadet.

Die SPD will das Uni-Klinikum Gießen-Marburg zurückholen. Das Klinikum gehört seit 2006 einer privaten Firma. Die SPD sagt: Das war schlecht für Patienten und Mitarbeiter. Krankenhäuser sollen nicht für Gewinn arbeiten. Sie sollen der Allgemeinheit gehören.

Ärztliche und psychotherapeutische Versorgung flächendeckend sichern

Die SPD will die ambulante Versorgung mit Haus-, Fach- und Kinderärzten sowie Psychotherapeuten im ganzen Land sichern, besonders auf dem Land. Dazu sollen mehr Medizinstudienplätze entstehen und Land und Kommunen mehr Planungsmöglichkeiten erhalten. Menschen ohne Versicherung und Geflüchtete sollen über einen anonymen Krankenschein Zugang zur Behandlung bekommen.

Die SPD will überall genug Ärzte. Das gilt besonders für Dörfer und kleine Orte. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. Menschen mit seelischen Krankheiten sollen schneller Hilfe bekommen. Auch Menschen ohne Kranken-Versicherung sollen zum Arzt gehen können.

Krankenhäuser ausreichend finanzieren, Notfallversorgung stärken

Die SPD will die Investitionskosten der Krankenhäuser nach Bedarf finanzieren und eine Krankenhausplanung für Hessen aufbauen. Ambulante und stationäre Versorgung sollen enger verzahnt werden, ergänzt durch kommunale Versorgungszentren und Telemedizin. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst soll gestärkt statt gekürzt werden.

Die SPD will Krankenhäusern genug Geld für Investitionen geben. Das Land soll besser planen, wo es Krankenhäuser braucht. Jeder Landkreis soll einen Tele-Notarzt bekommen. Das ist ein Notarzt, der per Video hilft. Der Bereitschafts-Dienst der Ärzte soll stärker werden.

Mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

Die SPD will dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen mit mehr Ausbildungs- und Studienplätzen, angemessener Bezahlung und Mindeststandards beim Personal begegnen. Tarifsteigerungen sollen vollständig refinanziert, Leiharbeit in der Pflege so weit wie möglich verringert werden. Das Programm warnt, der Mangel gefährde Menschenleben.

Die SPD will mehr Pflege-Kräfte. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze geben. Für die Pflege soll es feste Regeln geben, wie viel Personal mindestens da sein muss. Höhere Löhne sollen voll bezahlt werden. Es soll weniger Leih-Arbeit in der Pflege geben.

Landespflegeplan und mehr Hilfe für häusliche Pflege

Die SPD will mit einem Landespflegeplan die Pflege wohnortnah ausbauen und pflegende Angehörige besser unterstützen. Vorgesehen sind mehr Plätze in ambulanter Pflege, Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie landesweit Pflegestützpunkte. Eine Strategie zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit soll Menschen länger ein Leben zu Hause ermöglichen.

Die SPD will einen Plan für die Pflege in Hessen. Es soll mehr Pflege-Plätze nah am Wohnort geben. Angehörige sollen mehr Hilfe bekommen. Überall soll es Pflege-Stützpunkte geben. Das sind Stellen, die zur Pflege beraten.

Geburtshilfe und Hebammenversorgung stärken

Die SPD will, dass Geburtsstationen für werdende Eltern gut erreichbar sind und jede Gebärende von einer Hebamme allein betreut wird. Hebammen sollen besser bezahlt werden, und es soll mehr Ausbildungsplätze geben.

Die SPD will die Hilfe bei Geburten verbessern. Jede Frau soll bei der Geburt eine eigene Hebamme haben. Geburts-Stationen sollen in der Nähe sein. Hebammen sollen mehr Geld bekommen.

Zugang zu Schwangerschaftsabbruch und Verhütung sichern

Die SPD will, dass Frauen überall in Hessen binnen einer Stunde mit Bus und Bahn eine Praxis oder Klinik für Schwangerschaftsabbrüche erreichen. Dasselbe soll für anerkannte Konfliktberatungsstellen gelten. Menschen mit wenig Geld sollen Verhütungsmittel und Hygieneartikel bezahlt bekommen.

Die SPD will: Frauen sollen eine Praxis für Schwangerschafts-Abbrüche schnell erreichen. Die Fahrt mit Bus und Bahn soll höchstens eine Stunde dauern. Das gilt auch für Beratungs-Stellen. Arme Menschen sollen Verhütungs-Mittel kostenlos bekommen.

Aktionsplan Kindermedizin auflegen

Die SPD will mit einem Aktionsplan die medizinische Versorgung von Kindern durch Hebammen, Kinderarztpraxen und Kinderkliniken sichern. Sie begründet das damit, dass viele Eltern keine Kinderarztpraxis finden und bis 2025 etwa ein Viertel der Praxen wegfallen könnte.

Viele Eltern finden keinen Kinderarzt. Die SPD will deshalb einen Plan für Kinder-Medizin machen. Kinder sollen gute Hilfe von Hebammen, Ärzten und Kliniken bekommen.

Gesundheitsämter und Vorsorge ausbauen

Die SPD will die Gesundheitsämter mit mehr Geld, besserer Bezahlung und digitaler Technik ausstatten. Gesundheit soll in allen Politikbereichen mitgedacht werden, und ein Hitzeaktionsplan soll die Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels schützen.

Die SPD will die Gesundheits-Ämter stärken. Sie sollen mehr Geld und moderne Computer bekommen. Die Beschäftigten sollen besser verdienen. Ein Plan soll Menschen bei großer Hitze schützen.

Bürgerversicherung anstreben, Wahlfreiheit für Beamte

Die SPD will sich auf allen politischen Ebenen für eine solidarische Bürgerversicherung einsetzen, um die aus ihrer Sicht bestehende Zwei-Klassen-Medizin zu beenden. In Hessen sollen Beamtinnen und Beamte zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen können.

Die SPD will eine Bürger-Versicherung. Das ist eine gemeinsame Kranken-Versicherung für alle Menschen. In Hessen sollen Beamte selbst wählen können. Sie können dann gesetzlich oder privat versichert sein.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl