Nitrat nur in Trinkwassergebieten regulieren
Die AfD will Nitratgrenzwerte nur dort durchsetzen, wo Trinkwasser gewonnen wird. Bei Überschreitungen soll gezielt der Verursacher ermittelt werden, statt ganze Gebiete als Rote Zonen auszuweisen. Das Programm bezweifelt, dass die Düngung der Landwirte die Ursache hoher Nitratwerte ist.
Nitrat ist ein Stoff, der ins Wasser gelangen kann. Die AfD will Regeln dafür nur dort, wo Trinkwasser herkommt. Ist ein Wert zu hoch, soll man den Verursacher suchen. Ganze Gebiete sollen keine strengen Dünge-Regeln mehr bekommen.
Die Gewinnung von Trinkwasser sieht das Programm als kommunale Aufgabe, Zweckverbände dienten der Versorgungssicherheit. Die AfD zweifelt an der Landwirtschaft als Verursacher, weil andere EU-Länder das Problem nicht hätten und Nitrat teils natürlich vorkomme. Auch der Grenzwert selbst wird infrage gestellt. Außerhalb der Einzugsgebiete sollen höhere Werte zulässig sein. Umweltschutz, Trinkwasser und landwirtschaftliche Nutzung sollen im Gesetz gleichrangig berücksichtigt werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Die AfD fordert, den Nitratgehalt nur im Einzugsgebiet von Trinkwasserquellen zu regulieren und bei Überschreitung von Grenzwerten gezielt nach den Verursachern zu suchen, statt ganze Gebiete zu Roten Zonen zu erklären.“Einordnung
Dieser Punkt berührt keine der Achsen.