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Was sagen die Parteien im Saarland zu Umwelt und Tierschutz?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Wald bewirtschaften und Schadflächen aufforsten

Die AfD will den saarländischen Wald weiter forstwirtschaftlich nutzen und an veränderte klimatische Bedingungen anpassen. Vom Borkenkäfer befallenes Holz soll rasch entfernt und geschädigte Flächen mit Mischkulturen neu bepflanzt werden.

Die AfD will den Wald weiter für Holz nutzen. Der Wald soll kein Urwald werden. Krankes Holz soll schnell aus dem Wald geholt werden. Auf kahlen Flächen sollen neue Bäume wachsen. Dabei sollen verschiedene Baumarten gemischt werden.

Jagdrecht bewahren und Wolf bejagbar machen

Die AfD will das bestehende Jagdrecht im Kern beibehalten und keine weiteren Wildarten daraus streichen. Der Wolf soll ins Jagdrecht kommen, damit sein Bestand reguliert werden kann.

Die AfD will das Jagdrecht so lassen, wie es ist. Der Wolf soll neu ins Jagdrecht kommen. Dann dürfen Jäger die Zahl der Wölfe begrenzen. Wolfsrudel sollen bestimmte Gebiete bekommen. In einem Teil des Waldes soll Wild in Ruhe fressen können.

Artenvielfalt, Vögel und Insekten schützen

Die AfD will die biologische Vielfalt stärken, unter anderem durch eine regelmäßige Erfassung der Arten im Saarland und einen EU-weiten Schutz von Zugvögeln. Auf staatlichen Flächen soll weitgehend auf Herbizide verzichtet werden, um Insekten zu schützen.

Die AfD will Tiere und Pflanzen besser schützen. Fachleute sollen regelmäßig zählen, welche Arten es im Saarland gibt. Zugvögel sollen in der ganzen EU geschützt sein. Der Staat soll auf seinen Flächen kaum Unkraut-Gift benutzen. Das soll den Insekten helfen.

Stickoxid-Grenzwerte und Messverfahren überprüfen

Die AfD will die Grenzwerte für Stickstoffverbindungen wissenschaftlich überprüfen lassen und die Regeln für Messungen anpassen. Sie begründet das damit, dass sich die Luftqualität in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert habe und man deshalb maßvoll vorgehen solle. Ein Verbot von Feuerwerk aus Gründen des Immissionsschutzes lehnt sie ab.

Die AfD will die Grenzwerte für Stickoxide prüfen lassen. Stickoxide sind Abgase, zum Beispiel aus Autos. Auch die Regeln für das Messen sollen sich ändern. Die AfD sagt: Die Luft ist schon viel besser geworden. Feuerwerk will die AfD nicht verbieten.

Abfallwirtschaft stärker kommunalisieren, Kreislaufwirtschaft anstreben

Die AfD will die Abfallentsorgung stärker in die Hand der Kommunen legen, weil eine Monopolbildung in der Branche aus ihrer Sicht die Kosten erhöht hat. Auf mittlere bis lange Sicht strebt sie eine Kreislaufwirtschaft an, in der Rohstoffe möglichst lange genutzt werden. Die geplante Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes lehnt sie in der vorliegenden Form ab.

Die AfD will, dass Städte und Gemeinden den Müll stärker selbst entsorgen. Sie sagt: Wenige große Firmen machen die Entsorgung teuer. Rohstoffe sollen möglichst lange genutzt werden. Die AfD ist offen für ein Pfand auf Batterien und Elektro-Geräte.

Kunststoffe reduzieren, Tütenverbot ablehnen, Müllexport verbieten

Die AfD will Herstellung und Verbrauch von Kunststoffen dort senken, wo das wirtschaftlich und technisch machbar ist. Das geplante Verbot bestimmter Plastiktüten lehnt sie ab, und für Kunstrasenplätze mit Granulat fordert sie eine lange Übergangsfrist. Den Export von Kunststoffabfällen in Länder ohne geeignete Entsorgung will sie verbieten.

Die AfD will weniger Kunststoff, wo das gut möglich ist. Ein Verbot von Plastik-Tüten lehnt sie ab. Sie sagt: Papier-Tüten sind schlechter für die Umwelt. Sportplätze mit Kunstrasen sollen lange weiter genutzt werden dürfen. Plastik-Müll soll nicht mehr in Länder ohne gute Entsorgung gehen.

Wasserversorgung in öffentlicher Hand behalten

Die AfD lehnt es ab, die kommunale Versorgung mit Wasser und die Abwasserentsorgung zu privatisieren, und will die kommunale Wasserwirtschaft als Teil der Daseinsvorsorge stärken. Einen strengeren Nitratgrenzwert hält sie für unnötig. Kommunen sollen Hilfe bei Konzepten gegen Starkregen und Dürre bekommen.

Die AfD will: Wasser und Abwasser bleiben Aufgabe der Gemeinden. Private Firmen sollen das nicht übernehmen. Die Grenze für Nitrat im Wasser soll nicht strenger werden. Nitrat ist ein Stoff, der zum Beispiel aus Dünger kommt. Gemeinden sollen Hilfe gegen Starkregen und Trockenheit bekommen.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Belastete Brachflächen sanieren und wieder nutzen

Die CDU will belastete Industriebrachen stärker wiederbeleben, damit daraus Gewerbeflächen oder Wohnlagen werden. Dafür soll ein Förderprogramm des Bundes kommen und eine Beratungseinrichtung für Kommunen entstehen.

Im Saarland gibt es viele alte Industrie-Flächen mit Schadstoffen im Boden. Die CDU will diese Flächen reinigen und neu nutzen. Der Bund soll dafür Geld geben. Eine neue Stelle soll die Gemeinden dabei beraten.

Lärm durch militärische Übungsflüge verringern

Die CDU will weiter mit dem Bund verhandeln, um die Belastung der Bevölkerung durch den Lärm militärischer Übungsflüge über dem Saarland zu senken. An den bestehenden zeitlichen Einschränkungen für Militärflugzeuge hält sie fest.

Über dem Saarland üben Militär-Flugzeuge. Das macht viel Lärm. Die CDU will mit dem Bund darüber reden. Der Lärm soll weniger werden. Abends und an Feiertagen sollen die Flüge weiter eingeschränkt bleiben.

Interessenausgleich zwischen Naturnutzung und Naturschutz

Die CDU will einen offenen Dialog zwischen denen, die Natur nutzen, und denen, die sie schützen. Sie strebt einen fairen Ausgleich zwischen Landwirtschaft, Jagd, Waldbesitz und Naturschutzverbänden an und beruft sich dabei auf die christliche Schöpfungsidee.

Manche Menschen nutzen die Natur, andere wollen sie schützen. Die CDU will, dass beide Seiten miteinander reden. Bauern, Jäger, Wald-Besitzer und Naturschützer sollen fair behandelt werden.

Biosphäre Bliesgau weiterentwickeln, Kommunen entlasten

Die CDU will das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau als Vorzeigeregion ausbauen. Die Kosten für die beteiligten Kommunen sollen dabei begrenzt werden, damit das partnerschaftliche Modell aus Sicht des Programms nicht gefährdet wird.

Der Bliesgau ist ein geschütztes Gebiet der UNESCO. Die CDU will dieses Gebiet weiter stärken. Die Gemeinden dort sollen nicht immer mehr bezahlen müssen. Es soll auch ein Info-Zentrum geben.

Staatswald naturnah bewirtschaften und als CO2-Speicher stärken

Die CDU will die naturnahe Bewirtschaftung des Staatswaldes fortsetzen und stärker auf Stabilität und Widerstandskraft der Wälder ausrichten. Der Wald soll als CO2-Speicher gestärkt werden, und Waldbesitzer sollen dafür über Zertifikate Geld erhalten.

Der Wald leidet unter Hitze, Trockenheit und Käfern. Die CDU will den Wald des Landes schonend bewirtschaften. Schwere Maschinen sollen seltener fahren. Der Wald soll viel CO2 speichern. Wald-Besitzer sollen dafür Geld bekommen.

Insektenschutz ausbauen, Jagd auf Fuchs und Rabenvögel erleichtern

Die CDU will das Insektenmonitoring ausbauen und Blühflächenprojekte mit Förderprogrammen unterstützen. Zugleich bekennt sie sich zu Jagd und Fischerei als Teil des Naturschutzes und will die Bejagung von Füchsen und Rabenvögeln rechtlich vereinfachen.

Insekten sind wichtig für Pflanzen und Böden. Die CDU will sie besser schützen. Gemeinden sollen freie Flächen mit Blumen, Bäumen und Sträuchern bepflanzen. Jäger sollen Füchse und Raben-Vögel leichter jagen dürfen. Das soll Hasen und Rebhühnern helfen.

Trinkwasser schützen, Wasserversorgung öffentlich halten

Die CDU will das saarländische Grundwasser schützen und die Wasserversorgung in öffentlicher Hand belassen. Eine Privatisierung lehnt sie ab; Wasser soll zu einem stabilen, bezahlbaren Preis für alle verfügbar sein.

Das Trinkwasser im Saarland kommt fast ganz aus dem Grundwasser. Die CDU will es schützen. Die Wasser-Versorgung soll nicht an private Firmen gehen. Wasser soll für alle bezahlbar bleiben. Mehr Menschen sollen Leitungswasser trinken.

Hochwasser- und Starkregenvorsorge in allen Kommunen

Die CDU will, dass jede saarländische Kommune ein Vorsorgekonzept gegen Hochwasser und Starkregen entwickelt und umsetzt. Das Land soll die Maßnahmen nach Möglichkeit mitfinanzieren.

Starker Regen und Hochwasser können viel zerstören. Die CDU will, dass alle Gemeinden einen Plan dagegen haben. Das Land soll dabei mit Geld helfen, wenn es geht. Karten sollen zeigen, wo die Gefahr groß ist.

Tierschutz im Saarland ausbauen

Die CDU will schlechte Tierhaltung im Ordnungsrecht verankern, damit sie geahndet werden kann. Außerdem strebt sie mit Kreisen und Kommunen eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen an und will Menschen, die einen Hund aus dem Tierheim holen, zeitweise von der Hundesteuer befreien.

Die CDU will Tiere besser schützen. Schlechte Tierhaltung soll bestraft werden können. Katzen, die draußen leben, sollen gekennzeichnet und kastriert werden. Wer einen Hund aus dem Tierheim nimmt, soll zwei Jahre keine Hundesteuer zahlen.

CDU: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Illegale Müllablagerungen härter ahnden

Die SPD will das wilde Abladen von Müll in der Natur strenger bestrafen. Sie begründet das mit steigenden Kosten für die Beseitigung von Abfall im Staatswald.

Manche Menschen werfen ihren Müll in den Wald. Die SPD will das härter bestrafen. Das Aufräumen kostet immer mehr Geld. Dieses Geld zahlen alle.

Masterplan Wasser und saubere Gewässer

Die SPD will die Qualität des Trinkwassers mit einem Masterplan Wasser sichern. Alle Flüsse und Seen im Land sollen in einen guten Zustand gebracht werden, wofür das Land Geld bereitstellen soll.

Die SPD will das Trinkwasser schützen. Dafür soll es einen großen Plan geben. Alle Flüsse und Seen sollen sauber werden. Das Land soll das nötige Geld geben.

Flächenverbrauch binnen zehn Jahren halbieren

Die SPD will den Verbrauch neuer Flächen im Saarland innerhalb von zehn Jahren halbieren und das Bundesziel, netto keine neuen Flächen mehr zu verbrauchen, vor 2050 erreichen. Versiegelte Flächen sollen wieder geöffnet werden, und im ländlichen Raum soll das Bauen innerhalb der Orte Vorrang haben.

Im Saarland wird viel Boden bebaut. Die SPD will das in zehn Jahren halbieren. Zugebaute Flächen sollen wieder frei werden. Gebaut werden soll vor allem in den Orten selbst. In Städten soll es mehr Grün geben.

Wald schonen und Urwald verdoppeln

Die SPD will den Masterplan Wald fortschreiben und dabei ökologische Belange über wirtschaftliche Erträge stellen. Alte Buchen sollen möglichst nicht mehr gefällt und der Urwald bei Saarbrücken auf 2.000 Hektar verdoppelt werden.

Die SPD will den Wald besser schützen. Die Gesundheit des Waldes ist ihr wichtiger als Gewinn. Alte Buchen sollen möglichst stehen bleiben. Der Urwald bei Saarbrücken soll doppelt so groß werden.

Artenvielfalt und Schutzgebiete stärken

Die SPD will die Biodiversitätsstrategie des Landes weiterentwickeln und die drei großen Schutzgebiete stärken. Für das Biosphärenreservat Bliesgau prüft sie eine Erweiterung und setzt sich für ein Biosphärenhaus ein.

Im Saarland leben viele Tier- und Pflanzen-Arten. Die SPD will sie besser schützen. Die drei großen Schutz-Gebiete sollen gestärkt werden. Im Bliesgau soll ein Info-Haus entstehen.

Tierschutz ausbauen und Pelzhandel unterbinden

Die SPD will Tierheime und Auffangstationen besser finanzieren und die Nutztierhaltung stärker am Tierwohl ausrichten. Bestimmte Tiertransporte, Pelztierzucht, Pelzhandel und Schwarzmarkthandel mit Tieren sollen unterbunden werden.

Die SPD will Tiere besser schützen. Tierheime sollen mehr Geld bekommen. Höfe sollen nicht zu viele Tiere pro Fläche halten. Pelz-Handel und Pelz-Zucht sollen aufhören. Tierversuche sollen durch andere Methoden ersetzt werden.

SPD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl