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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Umwelt und Tierschutz?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Sachkundenachweis für alle Angler verlangen

Die CDU will, dass grundsätzlich jede angelnde Person Sachkunde nachweisen muss. Ausnahmen von der Prüfungspflicht, etwa über den Urlauberfischereischein, sollen nur noch in sachlich begründeten Fällen gelten. Begründet wird das mit Arten- und Tierschutz.

Wer angelt, soll sich mit Fischen auskennen. Das soll man mit einer Prüfung zeigen. Heute dürfen Urlauber oft ohne Prüfung angeln. Die CDU will solche Ausnahmen nur noch selten erlauben.

Politik an Nachhaltigkeitszielen ausrichten

Die CDU bekennt sich zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 und will die Landespolitik weiter daran messen. Sie will die Biodiversitätsstrategie des Landes umsetzen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterentwickeln und den Green Deal der EU unterstützen.

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für eine nachhaltige Welt. Die CDU will ihre Politik danach ausrichten. Sie will die Vielfalt von Tieren und Pflanzen schützen. Menschen sollen mehr über nachhaltiges Leben lernen.

Biodiversitätsstrategie umsetzen und Wildnisgebiete schaffen

Die CDU will die Biodiversitätsstrategie des Landes umsetzen und bis 2030 Wildnisgebiete auf 1,4 Prozent der Landesfläche einrichten. Ein wissenschaftlicher Beirat soll die Landesregierung in der Umweltpolitik beraten, damit Entscheidungen aus Sicht der Partei auf Forschung und Folgenabschätzung beruhen.

Die CDU will Tiere und Pflanzen besser schützen. Bis 2030 soll es mehr Wildnis-Gebiete geben. Dort bleibt die Natur sich selbst überlassen. Fachleute aus der Forschung sollen die Regierung beim Umweltschutz beraten.

Umweltkriminalität härter bestrafen

Die CDU will Verstöße gegen den Naturschutz, illegale Rodungen und illegale Müllentsorgung stärker verfolgen und höher bestrafen. Sie begründet das mit einer sichtbaren Zunahme solcher Taten und deren Schäden für die Natur.

Manche Menschen fällen verbotenerweise Bäume oder werfen Müll in die Natur. Die CDU will das härter bestrafen. Die Polizei soll solche Taten besser verfolgen können.

Flächenverbrauch auf 1,3 Hektar täglich senken

Die CDU will bis 2030 erreichen, dass im Land höchstens 1,3 Hektar pro Tag neu in Anspruch genommen werden, und die Versiegelung verringern. Zugleich sollen Ansiedlungen von Unternehmen und Wachstum möglich bleiben, etwa durch die Wiedernutzung alter Flächen.

Die CDU will weniger Boden neu bebauen. Bis 2030 sollen es höchstens 1,3 Hektar am Tag sein. Alte Fabriken und Kasernen sollen neu genutzt werden. Firmen sollen sich trotzdem ansiedeln können.

Kreislaufwirtschaft und Recycling stärken

Die CDU will, dass Produkte stärker wiederverwendet und recycelt werden, weil das Abfall und CO2-Emissionen vermeide. Recyceltes Plastik soll wettbewerbsfähiger werden, Müll soll nur noch in Länder gehen, die ihn sinnvoll verwerten können, und Mülltonnen sollen bundesweit einheitliche Farben bekommen.

Die CDU will weniger Müll und mehr Recycling. Recycling heißt: Aus alten Dingen wird Neues gemacht. Mülltonnen sollen in ganz Deutschland die gleichen Farben haben. Müll soll nur in Länder gehen, die ihn gut verwerten können.

Wasserstrategie entwickeln und Gewässer schützen

Die CDU will eine Wasserstrategie für das Land erarbeiten, die auch Folgen des Klimawandels wie Starkregen und Trockenheit berücksichtigt. Wer Wasser verunreinigt, soll stärker dafür einstehen müssen. Ziel sind sauberes Trinkwasser und eine bessere Qualität von Meeren, Seen und Flüssen.

Die CDU will einen Plan für das Wasser im Land machen. Das Trinkwasser soll sauber bleiben. Wer Wasser verschmutzt, soll dafür die Verantwortung tragen. Der Plan soll auch starken Regen und trockene Zeiten bedenken.

Munitionsaltlasten aus Nord- und Ostsee bergen

Die CDU will das Problem alter Munition im Meer stärker angehen, weil daraus Giftstoffe austreten und die Meereswelt gefährden. Die Bergung versteht sie als Aufgabe, die Bund und alle Länder gemeinsam tragen.

Im Meer liegt alte Munition. Daraus kommen Gift-Stoffe ins Wasser. Die CDU will, dass die Munition aus dem Meer geholt wird. Bund und Länder sollen das zusammen machen.

Tierheime, Katzenkastration und Prävention von Tierhortung fördern

Die CDU will Tierheime weiterhin finanziell unterstützen und die Kastration frei laufender, herrenloser Katzen zur Regel machen. Außerdem sollen Projekte gefördert werden, die dem krankhaften Sammeln von Haustieren vorbeugen.

Die CDU will Tier-Heimen weiter Geld geben. Katzen ohne Besitzer sollen kastriert werden. Manche Menschen halten krankhaft viele Tiere. Die CDU will Projekte fördern, die das verhindern.

Illegalen Tierhandel mit Kontrollen und Strafen stoppen

Die CDU will den illegalen Handel mit Tieren unterbinden. Dafür sieht das Programm mehr Kontrollen, höhere Strafen und eine wirksame Strafverfolgung vor.

Die CDU will den verbotenen Handel mit Tieren stoppen. Es soll mehr Kontrollen geben. Verbotene Händler sollen härter bestraft werden. Auch der Handel im Internet soll strenger geregelt werden.

Waldanteil auf über zwölf Prozent steigern

Die CDU will den Waldanteil in Schleswig-Holstein auf mehr als zwölf Prozent der Landesfläche erhöhen und die Aufforstungsprogramme fortführen. Dabei sollen artenreiche, gegen Wetterextreme widerstandsfähigere Klimawälder entstehen. Zudem soll geprüft werden, ob das Gebot, im Wald auf den Wegen zu bleiben, wieder eingeführt wird.

Die CDU will mehr Wald im Land. Mehr als zwölf Prozent der Fläche sollen Wald sein. Die neuen Wälder sollen viele Baum-Arten haben. So halten sie Hitze und Sturm besser aus. Die CDU prüft auch, ob Menschen im Wald auf den Wegen bleiben müssen.

Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, wolfsfreie Zonen ermöglichen

Die CDU will den Wolf dem Jagdrecht unterstellen, damit bei Unfällen und Gefahren für Menschen und Nutztiere schnell eingegriffen werden kann. Zudem sollen Rechtsgrundlagen für wolfsfreie Zonen entstehen, vor allem an Küsten und Deichen.

Die CDU will, dass der Wolf unter das Jagd-Recht fällt. Dann können Jäger bei Gefahr schnell helfen. An Küsten und Deichen soll es Gebiete ohne Wölfe geben können. So will die CDU Schafe und andere Weide-Tiere schützen.

Gänsebestände regulieren und Fraßschäden versichern

Die CDU will die Gänsebestände im Land gezielt steuern, auch durch Bejagung. Landwirtinnen und Landwirte sollen sich gegen Fraßschäden versichern können, wobei das Land ungedeckte Schäden ausgleicht.

Im Land gibt es viele Gänse. Sie fressen Felder kahl. Die CDU will, dass Jäger Gänse schießen dürfen. Bauern sollen ihre Felder gegen Gänse-Schäden versichern können. Den Rest des Schadens zahlt das Land.

Jagd erhalten und Jägerschaft entlasten

Die CDU versteht die Jagd als aktiven Naturschutz und will das flächendeckende Reviersystem sowie die Jagd in Schutzgebieten erhalten. Jagdhunde sollen von der Hundesteuer befreit und Schießstände gesichert werden. Ein Wildwegeplan soll zerschnittene Lebensräume wieder verbinden.

Die CDU findet: Jagd schützt die Natur. Jäger sollen auch in Schutz-Gebieten jagen dürfen. Für Jagd-Hunde soll niemand Hunde-Steuer zahlen. Schieß-Stände sollen bleiben. Wild-Tiere sollen Brücken über Straßen bekommen.

Lebensmittelverschwendung verringern

Die CDU will erreichen, dass weniger Lebensmittel im Müll landen, vor allem in privaten Haushalten. Sie setzt auf Verbraucherbildung, Gespräche mit Supermärkten und nach französischem Vorbild auf andere Wege, noch genießbare Lebensmittel abzugeben.

In Deutschland werfen Menschen sehr viel Essen weg. Die CDU will das ändern. Sie will mit Supermärkten darüber reden. Gutes Essen soll weitergegeben werden statt im Müll zu landen. Menschen sollen lernen, weniger wegzuwerfen.

CDU: alle 15 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Umweltschutz mit Anreizen und Landesstrategien voranbringen

Die FDP will die Landesstrategien zu Biodiversität, biologischem Klimaschutz und Bodenschutz mit allen Beteiligten umsetzen. Private Eigentümer sollen Geld erhalten, wenn sie Wald anlegen oder Moore wiedervernässen. CO2-Speicherung im Untergrund und Fracking soll es gegen den Willen der Bevölkerung vor Ort nicht geben.

Die FDP will die Natur gemeinsam mit den Menschen schützen. Wer auf eigenem Land Wald pflanzt, soll Geld bekommen. Das gilt auch für Moore, die wieder nass werden. Es soll weniger Plastik und weniger Müll geben. Den Nationalpark Wattenmeer will die Partei stärken.

Tierschutz stärken und Tierheime dauerhaft fördern

Die FDP will Tierheime und Wildtierstationen dauerhaft fördern und das Tierwohl schrittweise verbessern. Sie setzt sich für einheitliche europäische Standards bei Haltung und Transport, weniger Tierversuche und neue Regeln für Heimtiere ein. Neben Gesetzen betont sie die Eigenverantwortung der Halter.

Die FDP will Tierheime weiter mit Geld unterstützen. In ganz Europa sollen gleiche, strenge Regeln für Tiere gelten. Es soll weniger Tierversuche geben. Hunde sollen registriert werden. Einbrüche in Ställe durch Tierschutz-Gruppen lehnt die Partei ab.

Küsten-, Gewässer- und Meeresschutz ausbauen

Die FDP will mehr Geld für den Küstenschutz bereitstellen, etwa für stärkere Deiche, und lehnt eine Küstenschutzabgabe ab. Beim Gewässerschutz hält sie am bestehenden Generalplan fest und will Abwasseranlagen langfristig sichern. Geisternetze sollen aus dem Meer geborgen werden.

Die FDP will mehr Geld für den Schutz der Küsten ausgeben. Zum Beispiel für stärkere Deiche. Eine Extra-Abgabe dafür soll es nicht geben. Das Wasser soll sauberer werden. Alte Fischernetze sollen aus dem Meer geholt werden.

Munition und Öl aus Wracks im Meer bergen

Die FDP will die Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee in den nächsten Jahren bergen lassen, weil aus rostenden Behältern Giftstoffe austreten. Der Bund soll die Kosten tragen, das Land zusätzlich eigene Mittel geben. Aus Schiffswracks soll Altöl rasch abgepumpt werden.

Im Meer liegt viel alte Munition aus den Weltkriegen. Sie rostet, und Gift gelangt ins Wasser. Die FDP will die Munition bald bergen lassen. Der Bund soll das bezahlen. Auch das Öl aus alten Schiffswracks soll abgepumpt werden.

Waldanteil auf zwölf Prozent erhöhen

Die FDP will den Waldanteil in Schleswig-Holstein auf zwölf Prozent steigern und sich für eine Wald-Klima-Prämie einsetzen. Sie strebt eine nachhaltige Bewirtschaftung an, die Holznutzung und Artenvielfalt berücksichtigt, und will Waldbesitzer unterstützen statt ihnen Vorgaben zu machen.

Die FDP will mehr Wald in Schleswig-Holstein. Zwölf Prozent des Landes sollen Wald sein. Wald speichert CO2 und hilft so dem Klima. Wald-Besitzer sollen dafür eine Prämie bekommen. Sie sollen selbst entscheiden, welche Bäume sie pflanzen.

Jagd- und Waffenrecht nicht verschärfen

Die FDP lehnt strengere Regeln im Jagd- und im Waffenrecht ab und will die Jägerschaft weiter fördern. Das Jagdrecht soll modernisiert werden, um das Eigentum zu stärken und das Wildtiermanagement zu verbessern. Die Partei sieht Jägerinnen und Jäger als Partner im Natur- und Artenschutz.

Die FDP will keine strengeren Regeln für Jagd und Waffen. Jäger sollen weiter Unterstützung vom Land bekommen. Schießstände sollen Geld erhalten und bleiben dürfen. Für Jagdhunde sollen Jäger keine Hundesteuer mehr zahlen. Auch Kontrollen der Waffen-Schränke sollen nichts mehr kosten.

FDP: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 13 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Recyclingbaustoffe und nachhaltiges Bauen vorschreiben

Die Grünen wollen den Verbrauch von Rohstoffen am Bau deutlich senken und eine Kreislaufwirtschaft aufbauen. Der Anteil von Recyclingbaustoffen soll bis 2035 auf mindestens 70 Prozent steigen. Das Land soll bei eigenen Bauten vorangehen.

Beim Bauen sollen weniger neue Rohstoffe verbraucht werden. Alte Baustoffe sollen wieder benutzt werden. Bis 2035 sollen mindestens 70 Prozent der Baustoffe aus Recycling stammen. Häuser sollen möglichst repariert und nicht abgerissen werden. Das Land soll bei eigenen Gebäuden ein Vorbild sein.

Baumschutz landesweit verbessern

Die Grünen wollen Bäume im ganzen Land besser schützen. Dafür sollen weitere rechtliche Möglichkeiten geprüft werden, und jede Kommune soll eine Baumschutzsatzung nach Hamburger Vorbild bekommen.

Bäume sind gut für Menschen und Umwelt. Die Grünen wollen Bäume besser schützen. Das soll auf privaten und öffentlichen Grundstücken gelten. Jede Gemeinde soll eigene Regeln zum Schutz von Bäumen haben.

Öffentliche Beschaffung nachhaltig ausrichten

Die Grünen wollen, dass das Land vorrangig nachhaltige Produkte einkauft. In Mensen und Kantinen der Landesverwaltung soll der Anteil an Bio-Lebensmitteln und regionaler Ware laufend wachsen. Das Programm verweist auf den großen Einfluss öffentlicher Einkäufe auf die Märkte.

Das Land kauft viele Dinge ein. Die Grünen wollen, dass es vor allem nachhaltige Produkte kauft. In den Kantinen des Landes soll es mehr Bio-Essen aus der Region geben. Das Land soll keine unfairen Geschäfte unterstützen.

Schutzgebiete ausweiten und Artensterben umkehren

Die Grünen wollen das Aussterben von Arten nicht nur bremsen, sondern eine Trendumkehr erreichen. Dafür sollen neue Schutzgebiete entstehen, bestehende wachsen und besser betreut werden. Die Biodiversitätsstrategie des Landes soll fortgeführt und mit Mitteln ausgestattet werden.

Viele Tier- und Pflanzen-Arten sterben aus. Die Grünen wollen das umkehren. Es soll mehr und größere Schutz-Gebiete geben. Die Behörden für Natur-Schutz sollen mehr Mittel bekommen. Bezahlte Ranger sollen in den Gebieten helfen.

Pestizide in Schutzgebieten verbieten

Die Grünen wollen den Einsatz von Pestiziden in Schutzgebieten untersagen und rundherum pestizidfreie Pufferzonen schaffen. Nutzungen, die dem Schutzzweck widersprechen, sollen zurückgedrängt werden.

Pestizide sind Gifte gegen Schädlinge und Unkraut. Die Grünen wollen sie in Schutz-Gebieten verbieten. Auch rund um die Gebiete soll es Zonen ohne Pestizide geben. Andere Nutzungen sollen der Natur dort nicht schaden.

Moore wiedervernässen und schützen

Die Grünen wollen in den kommenden Jahren mindestens 8.000 Hektar trockengelegte Moore wieder vernässen und bestehende Moore schützen. Moore gelten im Programm als natürliche CO2-Speicher, während landwirtschaftlich genutzte Moorböden eine wesentliche Quelle von Treibhausgasen seien.

Moore speichern viel CO2. Trockene Moore geben dagegen Treibhaus-Gase ab. Die Grünen wollen mindestens 8.000 Hektar Moor wieder nass machen. Bestehende Moore wollen sie schützen. Bauern und Eigentümer sollen dabei Hilfe bekommen.

Wälder vorrangig für Klima und Arten bewirtschaften

Die Grünen wollen die Wälder des Landes erhalten und in öffentlichen Wäldern den Schutz der Ökosysteme vor den Holzverkauf stellen. Dazu sollen das Landeswaldgesetz und die Waldbaurichtlinie der Landesforsten geändert werden.

Schleswig-Holstein hat wenig Wald. Die Grünen wollen den Wald besser schützen. Im Wald des Landes soll Natur-Schutz wichtiger sein als Holz-Verkauf. Mehr Wald soll sich selbst überlassen bleiben. Alte Buchen-Wälder sollen nicht mehr genutzt werden.

Grundwasser und Gewässer vor Nährstoffen schützen

Die Grünen wollen die europäische Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 vollständig umsetzen und das Grundwasser als Basis der Trinkwasserversorgung schützen. In Gebieten mit hoher Nitratbelastung sollen keine weiteren Nährstoffe mehr eingetragen werden.

Die Grünen wollen Seen, Flüsse und Grundwasser besser schützen. Aus Grundwasser wird Trinkwasser gemacht. In manchen Gebieten ist zu viel Nitrat im Wasser. Nitrat kommt zum Beispiel aus Dünger. Dort soll nichts mehr dazukommen.

Grünes Band schützen, Naturschutz vor Ort stärken

Die Grünen wollen das Grüne Band an der früheren innerdeutschen Grenze in Schleswig-Holstein dauerhaft als Nationales Naturmonument schützen. Außerdem sollen Knicks besser geschützt und Naturparke, eine weitere „Integrierte Station“ an der Ostsee und lokale Naturschutzinitiativen gefördert werden.

An der alten Grenze zur DDR liegt das Grüne Band. Dort leben viele Tiere und Pflanzen. Die Grünen wollen es auf Dauer schützen. Auch die Knicks sollen besser geschützt werden. Knicks sind wilde Hecken auf Wällen. Natur-Parke sollen mehr Hilfe bekommen.

Tabu-Zonen für Natur und höhere Bußgelder

Die Grünen fordern Gebiete, in denen jede Beeinträchtigung der Natur durch Nutzung ausgeschlossen ist, auch wenn sie ausgeglichen würde. Verstöße gegen Naturschutzgesetze sollen mit deutlich höheren Bußgeldern geahndet und Lücken beim Vollzug geschlossen werden.

Die Grünen wollen Gebiete nur für die Natur. Dort darf niemand die Natur stören. Wer gegen Natur-Schutz-Gesetze verstößt, soll mehr Strafe zahlen. Ein Beispiel ist das verbotene Fällen von Wald. Behörden sollen besser kontrollieren können.

Flächenverbrauch verbindlich senken

Die Grünen wollen, dass ab 2030 täglich weniger als 1,3 Hektar neue Fläche für Siedlung und Verkehr verbraucht werden; bis spätestens 2050 soll der Verbrauch netto null betragen. Dafür sollen verbindliche jährliche Zwischenschritte in den Regionalplänen stehen und ein Handel mit Flächenzertifikaten eingeführt werden.

Für Häuser und Straßen wird immer mehr Boden bebaut. Die Grünen wollen das stark verringern. Ab 2050 soll unter dem Strich kein neuer Boden mehr bebaut werden. Dafür soll es feste Regeln für jedes Jahr geben. Alte Gebäude und leere Grundstücke sollen zuerst genutzt werden.

Kreislaufwirtschaft und Pfandsysteme ausbauen

Die Grünen wollen Schleswig-Holstein zum Vorreiter der Kreislaufwirtschaft machen, mit einem Aktionsplan, einer Zero-Waste-Strategie und einer eigenen Landesagentur. Ausnahmen von der Pfandpflicht im Grenzhandel sollen zurückgefahren und Pfandsysteme bundesweit ausgeweitet werden.

Die Grünen wollen weniger Müll. Stoffe sollen immer wieder benutzt werden. Dafür soll es einen Plan und eine neue Stelle im Land geben. An der Grenze zu Dänemark gibt es Dosen ohne Pfand. Diese Ausnahme soll weniger werden.

Wertstofftonne einführen und Reparaturen fördern

Die Grünen wollen Verpackungsmüll landesweit in Wertstofftonnen statt in Plastiksäcken sammeln und unterstützen eine bundesweit einheitliche Wertstofftonne. Für die Reparatur von Elektrogeräten und für Nachrüstungen soll es einen Förderbonus geben.

Viel Plastik-Müll wird verbrannt und nicht neu verwertet. Die Grünen wollen das ändern. Verpackungen sollen in eine Tonne statt in gelbe Säcke. In die Tonne sollen auch anderes Plastik und Metall. Wer Elektro-Geräte reparieren lässt, soll Geld dazubekommen.

Meeresschutzgebiete ausweiten, Ostsee-Nationalpark einrichten

Die Grünen wollen bis 2030 auf 20 Prozent der schleswig-holsteinischen Ostsee jede Nutzung ausschließen und in der Ostsee einen neuen Nationalpark einrichten. Im Nationalpark Wattenmeer soll auf mindestens der Hälfte der Fläche keine wirtschaftliche Nutzung mehr stattfinden.

Die Grünen wollen Nordsee und Ostsee besser schützen. In der Ostsee soll es einen neuen National-Park geben. Auf einem Fünftel der Ostsee im Land soll niemand mehr etwas nutzen. Im Wattenmeer soll die Hälfte frei von Wirtschaft sein. Seegras-Wiesen sollen wachsen, weil sie CO2 binden.

Plastikmüll in Meeren und Gewässern eindämmen

Die Grünen wollen Plastik in Gewässern und Meeren verringern und setzen sich dafür im Bundesrat und auf EU-Ebene für eine Plastiksteuer ein. Mikroplastik in Kosmetika soll umfassend verboten werden.

In Meeren, Seen und Flüssen ist viel Plastik-Müll. Die Grünen wollen das ändern. Auf Plastik soll es eine Steuer geben. Kleinste Plastik-Teilchen in Kosmetik sollen verboten werden. Fischer sollen keine Netze mehr im Meer verlieren.

Geisternetze bergen, Dolly Ropes aus Plastik verbieten

Die Grünen wollen, dass das Bergen herrenloser Fischernetze aus dem Meer gefördert wird. Zudem unterstützen sie das auf Bundesebene geplante Verbot von Dolly Ropes aus Plastik und werben für umweltverträgliche Alternativen.

Im Meer treiben alte Fischer-Netze. Man nennt sie Geister-Netze. Die Grünen wollen Geld geben, damit man sie herausholt. Dolly Ropes sind Plastik-Fäden an Fischer-Netzen. Die Grünen wollen, dass sie verboten werden.

Weltkriegsmunition aus Nord- und Ostsee bergen

Die Grünen wollen die alte Munition aus Nord- und Ostsee holen lassen. Das Land soll Ortung, Kartierung und die Entwicklung neuer Bergungstechniken voranbringen, weil die rostenden Kampfmittel laut Programm giftige Stoffe freisetzen.

Im Meer liegt viel alte Munition aus dem Krieg. Sie rostet und gibt Gift ab. Das Gift kommt in Fische und Muscheln. Die Grünen wollen die Munition aus dem Meer holen. Das Land soll sie suchen und neue Technik dafür entwickeln.

Tierseuchen vorbeugen und Tiertransporte verringern

Die Grünen wollen die Vorbeugung gegen Tierseuchen und auf den Menschen übertragbare Krankheiten verbessern. Dazu sollen Tiertransporte seltener und kürzer werden und die Forschung ausgebaut werden. Reserveantibiotika sollen nur noch in der Humanmedizin eingesetzt werden.

Die Grünen wollen Tier-Seuchen besser verhindern. Tiere sollen seltener und kürzer transportiert werden. Es soll mehr Forschung dazu geben. Bestimmte Not-Antibiotika sollen nur Menschen bekommen.

Tierschutzkontrollen und Strafverfolgung verstärken

Die Grünen wollen landwirtschaftliche Betriebe und Schlachthöfe häufiger kontrollieren lassen, mindestens alle fünf Jahre und auch unangemeldet. Ein Tierschutzplan des Landes und eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Tierschutzdelikte sollen hinzukommen. Aus Sicht des Programms schützen Kontrollen auch den Ruf der Betriebe, die sich an die Regeln halten.

Die Grünen wollen Bauernhöfe und Schlachthöfe öfter kontrollieren. Jeder Betrieb soll alle fünf Jahre geprüft werden. Manche Kontrollen kommen ohne Ankündigung. Besondere Staatsanwälte sollen sich um Tierquälerei kümmern.

Tierversuche reduzieren und Tierschutz in Bildung stärken

Die Grünen wollen Tierversuche in der Hochschullehre deutlich verringern und möglichst durch Computersimulationen ersetzen. Eine Professur für tierversuchsfreie Forschung soll am Universitätsklinikum in Kiel oder Lübeck entstehen. Tierschutz soll außerdem in Schule und Berufsausbildung mehr Raum erhalten.

Die Grünen wollen weniger Versuche mit Tieren an Hochschulen. Computer sollen die Versuche ersetzen, wo es geht. Eine neue Professur soll Forschung ohne Tierversuche voranbringen. In Schulen sollen Kinder mehr über Tierschutz lernen.

Haustierhandel regulieren und Wildtiere schützen

Die Grünen wollen den illegalen Handel mit Welpen und anderen Haustieren im Internet unterbinden und Tierbörsen generell regulieren. Wildfänge sollen nicht mehr verkauft werden dürfen, und Hunde und Katzen sollen bundesweit registriert und gekennzeichnet werden. Zirkusse sollen künftig ohne Wildtiere auskommen.

Die Grünen wollen den verbotenen Handel mit Welpen im Internet stoppen. Niemand soll gefangene Wildtiere verkaufen dürfen. Hunde und Katzen sollen überall in Deutschland gemeldet sein. Im Zirkus soll es keine Wildtiere mehr geben.

Tierheime und Wildtierauffangstationen stärker fördern

Die Grünen wollen die Landesmittel für Tierheime und Wildtierauffangstationen weiter anheben und die Vergabe einfach halten. Das Programm begründet dies mit anhaltenden Finanzproblemen der Einrichtungen, die sich in der Corona-Pandemie verschärft hätten.

Die Grünen wollen Tierheimen mehr Geld geben. Auch Stationen für verletzte Wildtiere sollen mehr Geld bekommen. Die Anträge sollen einfach sein. Viele dieser Einrichtungen haben zu wenig Geld.

Landesjagdgesetz ökologisch reformieren

Die Grünen wollen das Landesjagdgesetz grundlegend überarbeiten und Schleswig-Holstein zum Vorreiter einer ökologischen Jagd machen. Die Interessen der Jägerschaft sollen besser mit Natur-, Arten- und Tierschutz in Einklang kommen.

Die Grünen wollen das Jagd-Gesetz im Land stark ändern. Die Jagd soll mehr Rücksicht auf Natur und Tiere nehmen. Jäger sollen weniger Tierarten jagen dürfen. Munition soll kein Blei mehr enthalten.

Grüne: alle 23 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Moore wiedervernässen und Wälder aufforsten

Die SPD will Moore, Wälder, Grünland und Seegraswiesen stärker als natürliche CO2-Speicher nutzen. Geplant sind verbindliche Quoten für die Wiedervernässung von Mooren und 2,9 Millionen neue Bäume in der nächsten Wahlperiode. Das soll zugleich dem Artenschutz dienen.

Moore, Wälder und Wiesen speichern das Klima-Gas CO2. Die SPD will trockene Moore wieder nass machen. Sie will 2,9 Millionen neue Bäume pflanzen. Das ist ein Baum für jeden Menschen im Land. Auch Seegras in der Ostsee soll wieder wachsen.

Gewässer schützen und Munition im Meer bergen

Die SPD fordert eine Offensive für den Gewässerschutz, weil die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie laut Programm verfehlt werden. Nord- und Ostsee sollen besser geschützt und alte Munition im Meer sicher geborgen werden. Die Wasserversorgung soll in öffentlicher Hand bleiben.

Die SPD will Flüsse, Seen und Meere besser schützen. Weniger Schadstoffe sollen ins Wasser kommen. Im Meer liegt alte Munition aus Kriegen. Die SPD will sie sicher herausholen. Wasser soll dem Staat gehören und nicht privaten Firmen.

Artenvielfalt sichern und Tiere schützen

Die SPD will dem Artenschwund entgegentreten und die Biodiversitätsstrategie des Landes umsetzen. Dazu zählen ein größerer Biotopverbund, ein Artenschutzprogramm und mehr Insektenschutz. Tierheime sollen weiter Geld erhalten.

Viele Tier-Arten und Pflanzen-Arten verschwinden. Die SPD will das stoppen. Sie will mehr geschützte Flächen für die Natur schaffen. Kinder sollen in der Schule mehr über Arten-Vielfalt lernen. Tierheime sollen weiter Geld bekommen.

Müllverbrennung in öffentliche Hand zurückholen

Die SPD will privat betriebene Anlagen zur Verbrennung von Müll und Klärschlamm wieder in staatliches Eigentum überführen. Kommunen sollen bei der Rückübernahme Hilfe bekommen. Verbrannt werden soll nur, wenn Recycling und Wiederverwertung nicht besser möglich sind.

Manche Anlagen zum Verbrennen von Müll gehören privaten Firmen. Die SPD will, dass sie wieder dem Staat gehören. Müll soll nur verbrannt werden, wenn man ihn nicht wiederverwerten kann. Gute Filter sollen Umwelt und Nachbarn schützen.

Tierwohl verbessern und Landesveterinäramt einrichten

Die SPD will das Tierwohl in der Nutztierhaltung verbessern und setzt sich für ein verpflichtendes staatliches Tierwohllabel ein. Ein neues Landesveterinäramt soll für einheitliche Standards im ganzen Land sorgen.

Die SPD will, dass es Nutztieren besser geht. Ein Pflicht-Zeichen vom Staat soll zeigen, wie die Tiere gehalten werden. Es soll ein neues Amt für Tierärzte im Land geben. Dieses Amt soll gleiche Regeln für alle Kreise festlegen.

Flächenverbrauch bis 2050 ausgleichen und Böden schützen

Die SPD will, dass bis 2050 unter dem Strich keine zusätzliche Fläche mehr verbraucht wird. Nicht mehr nutzbare Flächen sollen entsiegelt werden, um neue Bebauung auszugleichen, und der Boden soll vor Erosion und Verdichtung geschützt werden.

Die SPD will den Boden schützen. Bis 2050 soll nicht mehr Fläche zugebaut werden, als wieder frei wird. Alte, ungenutzte Flächen sollen wieder offen werden. Parks und Kleingärten sollen Geld bekommen.

SPD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Hafenschlick-Verklappung und Elbvertiefung ablehnen

Der SSW will eine länderübergreifende Naturschutzplanung, besonders für die Unterelbe. Er lehnt es ab, weiter Hamburger Hafenschlick in der Nordsee abzuladen, eine Schlickdeponie am Wattenmeer zu errichten oder die Elbe erneut zu vertiefen.

Hamburg kippt Schlamm aus dem Hafen in die Nordsee. Der SSW will das nicht mehr. Er will auch kein Schlamm-Lager am Wattenmeer. Die Elbe soll nicht noch tiefer werden. Die Länder sollen Naturschutz gemeinsam planen.

Flächenverbrauch eindämmen

Der SSW will den Verbrauch von Flächen verringern, um Lebensräume und Artenvielfalt zu schützen. Dazu soll die Landesstrategie wirksam umgesetzt und § 13b des Baugesetzbuchs auf Bundesebene geändert werden.

Der SSW will, dass weniger Natur-Flächen bebaut werden. So sollen Tiere und Pflanzen ihren Lebens-Raum behalten. Ein Paragraf im Bau-Gesetz soll sich ändern. Vor dem Bauen soll die Umwelt genauer geprüft werden.

Mehr Wald schaffen, Moore und Grünland schützen

Der SSW will den Waldanteil in Schleswig-Holstein erhöhen und Wälder, Moore, Niederungen und Grünland besser schützen. Das Programm begründet dies mit ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt und als CO2-Senken.

Schleswig-Holstein hat wenig Wald. Der SSW will mehr Wald im Land. Wälder, Moore und Wiesen sollen besser geschützt werden. Sie speichern CO2 und helfen dem Klima. Auch Bürger sollen beim Natur-Schutz mitmachen können.

Müll vermeiden und Baustoffe recyceln

Der SSW will Abfall verringern und Ressourcen schonen. Mehrweg- und Pfandsysteme sollen wachsen, Einwegplastik soll verschwinden, und in der Bauwirtschaft sollen Baustoffe wiederverwertet werden.

Der SSW will weniger Müll. Es soll mehr Mehrweg und Pfand geben. Einweg-Plastik soll es nicht mehr geben. Alte Bau-Stoffe sollen wieder benutzt werden. So werden Sand und Kies gespart.

Gewässer vor Plastik und Arzneiresten schützen

Der SSW will verhindern, dass Plastik in die Gewässer gelangt, und dafür die Kläranlagen technisch nachrüsten. Das Modellprojekt an der Schlei soll dauerhaft weiterlaufen und als Vorbild für andere Küstengewässer dienen.

Der SSW will kein Plastik in Flüssen, Seen und im Meer. Kläranlagen sollen deshalb bessere Filter bekommen. Die Filter sollen auch sehr kleine Plastik-Teile auffangen. Ein Schutz-Projekt an der Schlei soll dauerhaft weitergehen.

Ölförderung im Wattenmeer beenden

Der SSW will die Förderung von Öl im Wattenmeer beenden und lehnt eine längere Laufzeit ab. Außerdem soll die „Strategie für das Wattenmeer 2100“ umgesetzt und kein Hamburger Hafenschlick mehr in der Nordsee abgeladen werden.

Im Wattenmeer wird nach Öl gebohrt. Der SSW will das beenden. Die Erlaubnis dafür soll nicht verlängert werden. Auch Schlamm aus dem Hamburger Hafen soll nicht mehr in die Nordsee kommen.

Weltkriegsmunition aus den Meeren bergen

Der SSW will alte Munition aus den Weltkriegen aus Nord- und Ostsee holen und sicher entsorgen lassen. Neben dem Land soll vor allem der Bund rasch daran mitwirken.

In Nord-See und Ost-See liegt alte Munition aus den Welt-Kriegen. Der SSW will sie herausholen und sicher beseitigen. Das Land und der Bund sollen das zusammen machen. Der Bund soll schnell helfen.

SSW: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl