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Was sagen die Parteien in Hessen zu Gleichstellung und Vielfalt?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hessen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 3 deutlich konservativ

Staatliche Akzeptanzprogramme für Kita-Kinder einstellen

Die AfD will Landesprogramme beenden, die bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter für Akzeptanz von Homo- und Transsexuellen werben. Sie nennt dies Frühsexualisierung und sieht die Einordnung von Lebensmodellen und Sexualität allein bei den Eltern.

Das Land hat Programme für Kitas und Grundschulen. Sie werben für Akzeptanz von homosexuellen und transsexuellen Menschen. Die AfD will diese Programme beenden. Sie sagt: Über solche Themen sollen nur die Eltern mit kleinen Kindern sprechen.

Gender-Forschung und Gendersprache beenden

Die AfD will die Förderung von Gender-Studiengängen, -Professuren und -Forschungsprojekten einstellen und das frei werdende Geld in MINT-Fächer lenken. Geschlechtergerechte Sprache soll in Behörden und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr verwendet werden.

Die AfD will kein Geld mehr für Gender-Forschung ausgeben. Das Geld soll in Fächer wie Mathe und Technik fließen. Behörden und öffentliche Sender sollen nicht mehr gendern. Gendern heißt: Man schreibt zum Beispiel mit Sternchen. An Hochschulen soll Gendern keine Rolle bei Noten spielen.

Muezzin-Ruf, Vollverschleierung und Kopftuch im Staatsdienst verbieten

Die AfD will den Muezzin-Ruf unterbinden und die Vollverschleierung im öffentlichen Raum verbieten. Auch das Kopftuch soll im öffentlichen Dienst und für Kinder unter 14 Jahren in öffentlichen Einrichtungen untersagt werden. Scharia-Gerichte, Kinderehen und Vielehen sollen unterbunden werden.

Die AfD will den Muezzin-Ruf verbieten. Das ist der islamische Ruf zum Gebet. Frauen sollen sich draußen nicht ganz verschleiern dürfen. Im Staatsdienst soll das Kopftuch verboten sein. Das soll auch für Kinder unter 14 Jahren in öffentlichen Einrichtungen gelten.

Geschlechterquoten und Parität ablehnen

Die AfD lehnt Geschlechterquoten in Studium, Beruf und Politik sowie eigene Frauenstudiengänge ab. Frauen sollen sich aus ihrer Sicht durch Leistung durchsetzen; Frauenförderpläne sollen nur zur Orientierung dienen. Frauen, die sich für Familie statt Beruf entscheiden, sollen nicht benachteiligt werden und eine Grundsicherung erhalten.

Die AfD ist gegen Quoten für Frauen. Eine Quote legt fest, wie viele Stellen an Frauen gehen. Die AfD sagt: Leistung soll entscheiden. Frauen sollen selbst wählen, ob sie arbeiten oder Hausfrau und Mutter sind. Hausfrauen und Mütter sollen nicht arm werden.

Lohnlücke abbauen, Rückkehr in den Beruf erleichtern

Die AfD will Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern bei gleicher Leistung abbauen. Flexible Rückkehrmodelle und mehr Kinderbetreuung sollen Frauen den Wiedereinstieg und Aufstieg erleichtern. Alleinerziehende sollen bei Betreuungsplätzen und Schulen Vorrang erhalten.

Frauen und Männer sollen für gleiche Leistung gleich viel verdienen. Frauen sollen nach einer Pause leichter in den Beruf zurückkommen. Dafür soll es mehr Kinder-Betreuung geben. Alleinerziehende sollen zuerst einen Platz in Kita oder Schule bekommen.

Frauen vor Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung schützen

Die AfD will Frauenhäuser und Beratungsstellen erneuern, ausbauen und weiter fördern. Aufklärungsprogramme an Schulen und in Vereinen sollen vor Gewalt und Diskriminierung schützen; Ärzte sollen Genitalverstümmelungen den Behörden melden müssen. Auch die Vorbeugung gegen sexuellen Missbrauch soll verstärkt werden.

Die AfD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr und bessere Frauenhäuser geben. Dort finden Frauen Schutz. Schulen und Vereine sollen über Gewalt aufklären. Ärzte sollen Genital-Verstümmelung den Behörden melden. Opfer von Missbrauch sollen mehr Hilfe bekommen.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gendern mit Sonderzeichen an Schulen ablehnen

Die CDU lehnt Gendersprache mit Sonderzeichen wie Doppelpunkt oder Unterstrich an hessischen Schulen ab. Maßgeblich sollen allein die amtlichen Rechtschreibregeln sein; aus Sicht der Partei erschweren solche Schreibweisen das Lesen.

Manche schreiben Wörter mit Doppelpunkt oder Unterstrich, um alle Geschlechter zu meinen. Die CDU will das an Schulen nicht. Sie sagt: Das macht das Lesen schwerer. An Schulen sollen nur die amtlichen Regeln für Rechtschreibung gelten.

Keine Pflicht zum Gendern an Hochschulen

Die CDU lehnt es ab, dass an hessischen Hochschulen Gendersprache mit Sonderzeichen verpflichtend ist. Wer nicht gendert, soll dadurch keine Nachteile wie schlechtere Noten haben; maßgeblich sollen die Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung sein.

An Hochschulen soll niemand gendern müssen. Gendern heißt hier: Schreiben mit Sternchen oder ähnlichen Zeichen. Wer das nicht tut, soll keine schlechtere Note bekommen. Es sollen die amtlichen Regeln für Rechtschreibung gelten.

Bündnis für Werte gründen, Diskriminierung entgegentreten

Die CDU will ein Bündnis für gelebte Werte im Alltag ins Leben rufen und so Respekt, Rücksicht und Zivilcourage stärken. Sie bekennt sich zu einer offenen Gesellschaft, wendet sich gegen jede Diskriminierung und will Altersgrenzen überprüfen.

Die CDU will mehr Respekt und Zusammenhalt im Alltag. Dafür will sie ein Bündnis mit Städten, Vereinen, Kirchen und Medien gründen. Niemand soll benachteiligt werden, zum Beispiel wegen Alter, Religion oder sexueller Orientierung. Alters-Grenzen will die CDU überprüfen.

Pflicht zur Gendersprache mit Sonderzeichen ablehnen

Die CDU will, dass allen Menschen geschlechtergerecht begegnet wird, lehnt aber jeden Zwang zum Gendern mit Sonderzeichen ab. Sprache soll nach ihrer Auffassung verbinden, weshalb sie die deutsche Sprache nach den geltenden Regeln verwenden will.

Die CDU will keine Pflicht zum Gendern mit Sonderzeichen. Das sind zum Beispiel Sternchen oder Doppelpunkte in Wörtern. Das gilt vor allem für Schulen und Hochschulen. Die CDU sagt: Sprache soll Menschen verbinden.

Gleichstellung von Frauen im Beruf voranbringen

Die CDU will Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei Bezahlung und Führungspositionen abbauen. Sie will mehr Frauen für MINT-Berufe und Gründungen gewinnen, den Wiedereinstieg nach Familienzeiten erleichtern und häusliche Pflege stärker bei der Rente anrechnen lassen.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die CDU will das ändern. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden. Mehr junge Frauen sollen technische Berufe wählen. Wer Angehörige pflegt, soll mehr Rente bekommen.

Frauenhäuser und Hilfen gegen Gewalt sichern

Die CDU will Frauen besser vor Gewalt schützen, vor allem vor häuslicher Gewalt. Notrufe, Beratungsstellen und Frauenhäuser sollen bestehen bleiben und bei Bedarf ausgebaut werden.

Die CDU will Frauen vor Gewalt schützen. Es gibt Notrufe und Beratungs-Stellen für Frauen. Es gibt auch Frauen-Häuser. Diese Hilfen sollen bleiben. Wo es nötig ist, soll es mehr davon geben.

Antidiskriminierung und Schutz von LSBT*IQ stärken

Die CDU will Rassismus, Hass und Diskriminierung bekämpfen und die hessische Antidiskriminierungsstrategie umsetzen. Beratungsstellen und die Meldestelle „Hessen gegen Hetze“ sollen gestärkt werden. Gewalt gegen LSBT*IQ will sie klarer erfassen und den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt fortschreiben.

Die CDU ist gegen Rassismus und Hass. Sie will Beratungs-Stellen dafür stärken. Es gibt eine Melde-Stelle gegen Hetze. Diese soll bekannter werden. Auch queere Menschen sollen besser vor Gewalt geschützt sein.

Inklusion und Integration durch Sport fördern

Die CDU will Vereine besonders unterstützen, die inklusive Sportangebote für Menschen mit Behinderung schaffen. Das Programm „Sport integriert Hessen“ für Geflüchtete, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte soll ausgebaut werden.

Die CDU will Sport für Menschen mit Behinderung fördern. Vereine mit solchen Angeboten bekommen besondere Hilfe. Lotsen sollen Menschen mit Behinderung den Weg zum Sport zeigen. Auch Geflüchtete und Zugewanderte sollen leichter in Sportvereine kommen.

Jüdisches Leben schützen, Antisemitismus bekämpfen

Die CDU sieht sich wegen der jüdischen Prägung Europas und der deutschen Verantwortung für den Holocaust in besonderer Pflicht für jüdisches Leben in Hessen. Sie will jüdische Einrichtungen schützen, das Amt des Antisemitismusbeauftragten stärken und den Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden weiterentwickeln.

Die CDU will jüdische Menschen in Hessen besonders schützen. Auch Synagogen und jüdische Schulen sollen Schutz bekommen. Es gibt einen Beauftragten gegen Juden-Hass. Sein Amt soll stärker werden.

Keine Pflicht zu Gendersprache in der Verwaltung

Die CDU lehnt es ab, in der Verwaltungssprache eine geschlechtergerechte Schreibweise mit Sonderzeichen vorzuschreiben. Sie begründet das damit, dass eine vorgeschriebene und unverständliche Sprache ihren Sinn verliere.

Manche schreiben Wörter mit Stern oder Doppelpunkt, um alle Geschlechter zu nennen. Die CDU will das in Ämtern nicht zur Pflicht machen. Sie sagt: Sprache muss verständlich sein. Ämter sollen nach den normalen Regeln schreiben.

CDU: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Sexualkunde modernisieren, kostenlose Menstruationsprodukte

Die FDP will einen Sexualkundeunterricht, der sexuelle Vielfalt und Menstruation ausführlich behandelt. Ein Landesprogramm soll kostenlose Menstruationsprodukte in Bildungseinrichtungen ermöglichen.

Im Unterricht soll es um sexuelle Vielfalt gehen. Auch die Periode soll ein Thema sein. Die FDP will kostenlose Binden und Tampons an Schulen. Dafür soll es ein Programm vom Land geben.

Istanbul-Konvention umsetzen, Frauenhäuser ausbauen

Die FDP fordert, die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt auch in Hessen zügig und vollständig umzusetzen. Dazu gehören mehr Plätze in Frauenhäusern und eine anonyme, kostenlose Spurensicherung nach sexueller Gewalt.

Die FDP will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Plätze in Frauen-Häusern geben. Opfer sollen Spuren kostenlos und anonym sichern lassen können. Dafür müssen sie keine Anzeige machen.

Gleiche Bezahlung und Chancen für Frauen

Die FDP fordert gleiche Bezahlung für gleiche Leistung und will die wirtschaftlichen Chancen von Frauen verbessern. Als zentrale Voraussetzung nennt sie den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung; Arbeitgeber sollen Gehaltsspannen und Einstufungskriterien offenlegen.

Frauen und Männer sollen für gleiche Leistung gleich viel Geld bekommen. Die FDP will mehr Kinder-Betreuung in ganz Hessen. Dann können Eltern leichter arbeiten. Arbeitgeber sollen sagen, wie viel Gehalt es für eine Stelle gibt.

Vielfalt in Unternehmen ohne Regulierung fördern

Die FDP befürwortet Diversity Management in allen beruflichen Funktionen, will es aber nicht per Regulierung vorschreiben. Der Staat soll moderieren, informieren und kostengünstige Konzepte für den Mittelstand fördern.

Diversity Management heißt: Betriebe fördern die Vielfalt ihrer Beschäftigten. Die FDP findet das gut. Der Staat soll es aber nicht vorschreiben. Er soll informieren und gute Beispiele bekannt machen. Kleine und mittlere Betriebe sollen einfache Konzepte bekommen.

Öffentlicher Dienst als Vorbild für Gleichstellung

Die FDP erwartet vom öffentlichen Dienst, dass er Gleichberechtigung und Diversity Management vorbildhaft umsetzt. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, gleich viele Frauen in Führungspositionen, Jobsharing auf Leitungsebene und bessere Bedingungen für Teilzeitkräfte.

Behörden sollen ein Vorbild für Gleichberechtigung sein. Die FDP will dort gleich viele Frauen wie Männer in Führung. Zwei Personen sollen sich eine Leitungs-Stelle teilen können. Wer Teilzeit arbeitet, soll keine Nachteile haben.

Aktionsplan für Vielfalt und Akzeptanz fortentwickeln

Die FDP will den Hessischen Aktionsplan für Vielfalt und Akzeptanz weiterentwickeln und strukturelle Hindernisse für die Gleichstellung von LSBTI-Menschen abbauen. Nach der rechtlichen Gleichstellung gehe es nun um die volle Teilhabe an der Gesellschaft.

Die FDP will mehr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans und inter Menschen tun. Dafür gibt es in Hessen einen Aktions-Plan. Die FDP will diesen Plan verbessern. Auch kleine Gruppen sollen leichter Geld für ihre Arbeit bekommen.

Selbstbestimmung für trans und inter Menschen stärken

Die FDP will, dass die hessische Verwaltung trans Menschen die Identitätsfindung nicht erschwert, und begrüßt das vom Bund geplante Selbstbestimmungsgesetz. Außerdem soll sich Hessen dafür einsetzen, dass intersexuellen Kindern kein Geschlecht mehr durch Operationen zugewiesen wird.

Trans Menschen sollen selbst über ihr Geschlecht bestimmen können. Die Ämter in Hessen sollen ihnen das nicht schwer machen. Die FDP findet das geplante Selbstbestimmungs-Gesetz des Bundes gut. Kinder mit uneindeutigem Geschlecht sollen nicht mehr zwangsweise operiert werden.

Digitale Angebote barrierefrei und diskriminierungsfrei gestalten

Die FDP will, dass digitale Lösungen barrierefrei sind und niemanden ausschließen. Algorithmen in öffentlich geförderten Projekten sollen keine Diskriminierung verfestigen und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar sein.

Digitale Angebote sollen für alle Menschen nutzbar sein. Auch für Menschen mit Behinderung. Computer-Programme sollen niemanden benachteiligen. Bei staatlichen Projekten soll jeder prüfen können, wie die Programme entscheiden.

FDP: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 11 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Landesantidiskriminierungsgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Antidiskriminierungsgesetz für Hessen schaffen und die Antidiskriminierungsstelle des Landes stärken. In der Landesverfassung soll der Diskriminierungsschutz erweitert und der Begriff „Rasse“ ersetzt werden.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden schlechter behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das Gesetz soll Betroffene besser schützen. Das Wort „Rasse“ soll aus der Verfassung von Hessen verschwinden.

Aktionsplan für queere Menschen ausbauen

Die Grünen wollen den Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt erweitern und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität abbauen. Queerfeindliche Straftaten sollen gesondert erfasst und von einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft verfolgt werden.

Die Grünen wollen queere Menschen besser schützen. Queer sind zum Beispiel Lesben, Schwule und trans Menschen. Es soll mehr Beratung und Hilfe geben. Die Polizei soll Straftaten gegen queere Menschen extra zählen.

Jüdisches Leben schützen und Israel-Beziehungen stärken

Die Grünen wollen jüdische Gemeinden weiter unterstützen und dazu beitragen, dass jüdisches Leben in Hessen sicher und sichtbar ist. Sie bekennen sich zum Existenzrecht Israels, lehnen die BDS-Kampagne ab und wollen den Austausch mit Israel ausbauen.

Jüdinnen und Juden sollen in Hessen sicher leben können. Die Grünen wollen die jüdischen Gemeinden weiter unterstützen. Sie wollen gegen Juden-Hass kämpfen. Hessen und Israel sollen eng zusammenarbeiten.

Vielfalt, Gleichstellung und Internationalität an Hochschulen fördern

Die Grünen wollen Diskriminierung an Hochschulen abbauen, Antidiskriminierungsbeauftragte stärken und wissenschaftliche Laufbahnen von Frauen fördern. Internationale Studierende und Forschende sollen willkommen sein, Geflüchtete unter ihnen weiter Stipendien erhalten.

Die Grünen wollen weniger Benachteiligung an Hochschulen. Beauftragte gegen Diskriminierung sollen mehr Möglichkeiten bekommen. Frauen in der Wissenschaft sollen gefördert werden. Geflüchtete Forschende und Studierende bekommen weiter Stipendien.

Frauen in Führung und Parlamenten gleich beteiligen

Die Grünen wollen, dass Frauen in Politik, Wirtschaft und Kultur stärker vertreten sind. Landeseigene Gesellschaften sollen ihre Gremien zur Hälfte mit Frauen besetzen, das Gleichberechtigungsgesetz soll weiterentwickelt werden, und die Partei unterstützt Schritte zu paritätisch besetzten Parlamenten.

Die Grünen wollen mehr Frauen in wichtigen Positionen. In Firmen des Landes soll die Hälfte der Gremien-Mitglieder weiblich sein. Auch in den Parlamenten sollen mehr Frauen sitzen. Frauen-Beauftragte in den Gemeinden sollen mehr Gewicht bekommen.

Lohnlücke schließen und Sorgearbeit gerechter verteilen

Die Grünen wollen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen und eine gleichmäßigere Aufteilung der Familien- und Sorgearbeit anregen. Alleinerziehende sollen durch Beratung und mehr Kinderbetreuung unterstützt werden.

Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Die Grünen wollen das ändern. Männer und Frauen sollen sich die Arbeit in der Familie gerechter teilen. Es soll mehr Kinder-Betreuung geben, auch früh, spät und am Wochenende. Alleinerziehende sollen leichter Hilfe finden.

Frauen in MINT, Wissenschaft und Gründungen fördern

Die Grünen wollen mehr Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, in Professuren und unter Gründenden. Zugleich sollen Sorgeberufe aufgewertet und mehr Jungen und Männer für Erziehung und Pflege gewonnen werden.

Mehr Frauen sollen in Technik und Natur-Wissenschaft arbeiten. An den Hochschulen soll jede zweite Professur an eine Frau gehen. Frauen, die eine Firma gründen, sollen mehr Hilfe bekommen. Mehr Männer sollen in Pflege und Erziehung arbeiten.

Gewaltschutz und Frauenhäuser ausbauen

Die Grünen wollen die Istanbul-Konvention vollständig umsetzen und das Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen in ganz Hessen ausbauen. Ein Sofortprogramm soll 300 weitere Familienplätze in Schutzunterkünften und Übergangswohnungen schaffen.

Viele Frauen und Kinder erleben Gewalt zu Hause. Die Grünen wollen mehr Plätze in Frauen-Häusern. Schnell sollen 300 neue Plätze für Familien entstehen. Auch Beratungs-Stellen und Not-Telefone sollen mehr Geld bekommen.

Femizide erfassen und Prävention stärken

Tötungen von Frauen wegen ihres Geschlechts und entsprechende Versuche sollen nach dem Willen der Grünen in der Kriminalstatistik eigens ausgewiesen werden. Eine hessische Femizidstudie soll das begleiten und Grundlagen für Vorbeugung liefern. Zudem soll die Präventions- und Täterarbeit ausgebaut werden.

Manche Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Das nennt man Femizid. Die Grünen wollen diese Taten extra zählen. Eine Studie soll zeigen, wie man solche Taten verhindern kann. Auch die Arbeit mit Tätern soll stärker werden.

Soforthilfe nach Vergewaltigung und Reform von § 177

Die Grünen wollen, dass Betroffene einer Vergewaltigung überall in Hessen schnell medizinische Hilfe bekommen und Beweise sichern lassen können, ohne Anzeige erstatten zu müssen. Auf Bundesebene will sich die Partei für eine Reform des Vergewaltigungsparagrafen einsetzen, damit Täter leichter verurteilt werden.

Nach einer Vergewaltigung brauchen Betroffene schnell Hilfe. Die Grünen wollen diese Hilfe überall in Hessen anbieten. Ärzte sollen Beweise sichern, auch ohne Anzeige bei der Polizei. Außerdem soll das Gesetz zu Vergewaltigung geändert werden. Gerichte sollen Täter dann leichter verurteilen können.

Ausstieg aus Prostitution unterstützen, Menschenhandel bekämpfen

Die Grünen wollen gegen Menschenhandel vorgehen und Frauen besser vor Armuts- und Zwangsprostitution schützen. Wer die Prostitution verlassen will, soll Beratung, medizinische Versorgung und Kurse erhalten. Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung sollen weiter gefördert werden.

Die Grünen wollen Menschen-Handel bekämpfen. Frauen sollen nicht zur Prostitution gezwungen werden. Wer aufhören will, soll Hilfe bekommen. Dazu gehören Beratung, Arzt-Besuche und Sprach-Kurse. Auch bei der Suche nach Wohnung und Arbeit soll es Hilfe geben.

Jüdisches Leben schützen, Antisemitismus bekämpfen

Die Grünen wollen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Orte schützen und Antisemitismus als gesellschaftliches Problem bekämpfen. Antisemitische Taten und Vorfälle sollen erfasst, Melde- und Beratungsstellen finanziert werden. Bildungs- und Präventionsangebote sollen gefördert werden.

Jüdische Menschen sollen in Hessen sicher leben können. Die Grünen wollen jüdische Orte schützen. Sie wollen Hass gegen Juden bekämpfen. Angriffe und Vorfälle sollen gezählt werden. Es soll Geld für Melde-Stellen und Beratung geben.

Landesweiten Aktionsplan gegen Rassismus auflegen

Die Grünen wollen zusammen mit Wissenschaft und Verbänden einen Aktionsplan gegen Rassismus für ganz Hessen erarbeiten. Sie wollen das Bewusstsein dafür stärken, dass bestimmte Begriffe verletzend und diskriminierend wirken. Ziel ist nach dem Programm eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.

Die Grünen wollen etwas gegen Rassismus tun. Sie wollen dafür einen Plan für ganz Hessen machen. Forscher und Verbände sollen dabei helfen. Menschen sollen verstehen: Manche Wörter verletzen andere. Alle Menschen sollen gleiche Rechte und Respekt bekommen.

Grüne: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Diskriminierung an Schulen entgegenwirken

Die SPD will an Schulen gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und andere Formen der Diskriminierung vorgehen. Dafür sollen leicht zugängliche Beratungs- und Beschwerdestellen sowie Diversitätsbeauftragte eingerichtet werden. Bildungseinrichtungen sollen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Diversität und Inklusion stehen.

Die SPD will Benachteiligung an Schulen bekämpfen. Dazu zählen Rassismus und Hass auf Juden. Betroffene sollen sich leicht beschweren können. Es soll Beauftragte für Vielfalt geben. Schulen sollen auch gegen feste Rollen-Bilder für Mädchen und Jungen arbeiten.

Inklusion voranbringen und Barrieren abbauen

Die SPD will die UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen weiter umsetzen und Inklusion in der Landesregierung zentral koordinieren. Land und Behörden sollen als Vorbild vorangehen, etwa mit Anträgen in Leichter Sprache. Leistungen wie das Gehörlosengeld sollen ausgeweitet werden.

Die SPD will mehr für Menschen mit Behinderung tun. Eine Person in der Regierung soll sich um Inklusion kümmern. Inklusion heißt: Alle können überall mitmachen. Anträge soll es in Leichter Sprache geben. Gehörlose Menschen sollen mehr Geld bekommen.

Religiöse Vielfalt und islamischen Religionsunterricht ermöglichen

Die SPD will Religionsunterricht für alle Glaubensrichtungen ermöglichen, insbesondere einen islamischen Religionsunterricht nach den Vorgaben des Grundgesetzes. Die Zusammenarbeit von Staat und Religionsgemeinschaften soll weiterentwickelt werden. Hessen soll als religiös und weltanschaulich vielfältiges Land gestärkt werden.

In Hessen leben Menschen mit vielen Religionen. Die SPD will Religions-Unterricht für alle Glaubens-Richtungen. Dazu gehört auch islamischer Religions-Unterricht. Der Staat soll weiter mit den Religions-Gemeinschaften zusammenarbeiten.

Landesgesetz gegen Diskriminierung einführen

Die SPD will in Hessen ein Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung schaffen und eine Landesbeauftragte dafür einsetzen. Außerdem soll das Integrationsgesetz des Landes grundlegend überarbeitet werden, um der Vielfalt der Gesellschaft gerecht zu werden.

Die SPD will ein neues Gesetz für Hessen. Es soll Menschen vor Benachteiligung schützen. Eine Beauftragte des Landes soll sich darum kümmern. Auch das Gesetz zur Integration soll neu gemacht werden.

Parität im Landtag und Frauenquoten einführen

Die SPD will einen Gesetzentwurf für einen je zur Hälfte mit Frauen und Männern besetzten Landtag einbringen. Für Unternehmen, die mehrheitlich dem Land gehören, soll eine Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen gelten. Das Gleichberechtigungsgesetz soll grundlegend erneuert werden.

Die SPD will mehr Frauen in der Politik. Im Landtag sollen gleich viele Frauen und Männer sitzen. Dafür will die SPD ein Gesetz vorschlagen. Firmen des Landes sollen eine feste Zahl von Frauen in der Führung haben. Männer sollen sich mehr um Kinder und Pflege kümmern.

Istanbul-Konvention umsetzen, Gewaltschutz ausbauen

Die SPD will die Istanbul-Konvention, ein europäisches Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt, in Hessen vollständig umsetzen. Schutzangebote sollen überall im Land vorhanden und ausreichend finanziert sein. Ein Schwerpunkt liegt auf barrierefreien Frauenhausplätzen und Vorbeugung.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Dafür gibt es ein Abkommen in Europa. Hessen soll es ganz umsetzen. Es soll genug Plätze in Frauenhäusern geben. Auch Frauen mit Behinderung sollen dort Platz finden.

Queere Menschen schützen und fördern

Die SPD will den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt ausbauen und eine Strategie gegen homo- und transfeindliche Hasskriminalität entwickeln. Queere Jugendangebote, Wohnprojekte und Pflegeeinrichtungen sollen gefördert werden. Bei Pflegeelternschaft und Kinderwunschbehandlung sollen queere Paare gleichgestellt werden.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: schwul, lesbisch oder trans. Die Polizei soll feste Ansprech-Personen dafür bekommen. Treffpunkte für queere Jugendliche sollen mehr Geld erhalten. Queere Paare sollen leichter Pflege-Eltern werden können.

Rassismus bekämpfen, Diversitäts-Quote einführen

Die SPD will Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung mit strukturellen Maßnahmen angehen, weil sie darin ein Problem der gesamten Gesellschaft sieht. In der Landesverwaltung soll eine Diversitäts-Quote gelten, damit sich Menschen mit Migrationsgeschichte dort wiederfinden.

Die SPD will gegen Rassismus und Benachteiligung vorgehen. Sie sagt: Das Problem betrifft die ganze Gesellschaft. In den Ämtern des Landes sollen mehr Menschen mit Migrations-Geschichte arbeiten. Dafür soll es eine Quote geben. Eine Quote ist ein fester Anteil.

Hochschulen diskriminierungsfrei und familienfreundlich machen

Die SPD will an allen Hochschulen Anlaufstellen gegen Diskriminierung und Diversitätsbeauftragte einrichten. Studium und wissenschaftliche Laufbahn sollen sich besser mit Familie verbinden lassen. Ein Landesprogramm soll den Frauenanteil in der Wissenschaft erhöhen.

An Hochschulen sollen alle die gleichen Chancen haben. Die SPD will überall Stellen für Beratung und Beschwerden schaffen. Hochschulen sollen barrierefrei werden. Für Eltern soll es mehr Kita-Plätze und mehr Teilzeit-Studium geben. Frauen in der Wissenschaft sollen mehr Hilfe bekommen.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl