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Was sagen die Parteien in Niedersachsen zu Umwelt und Tierschutz?

4 aktuelle Wahlprogramme in Niedersachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Obergrenze für Wölfe festlegen

Die AfD will für Deutschland eine Höchstzahl an Wölfen festlegen, wie es Frankreich und Schweden getan haben. Sie begründet das mit Angriffen auf Weidetiere, die Halter in ihrer Existenz bedrohten.

Die AfD will, dass es in Deutschland nur eine bestimmte Zahl von Wölfen gibt. Wölfe töten Schafe und andere Tiere auf der Weide. Die AfD sagt: Viele Tierhalter verlieren dadurch ihr Einkommen.

Tiertransporte verkürzen, Schächten verbieten

Die AfD will kleinere, regionale Schlachthöfe wieder aufbauen, damit Tiere kürzer transportiert werden. Schlachten ohne Betäubung soll auch aus religiösen Gründen nicht erlaubt sein. Der Bau moderner Ställe soll einfacher genehmigt werden.

Die AfD will mehr kleine Schlachthöfe in der Nähe der Bauern. Dann müssen Tiere nicht so weit fahren. Tiere sollen vor dem Schlachten immer betäubt werden. Das soll auch für religiöses Schlachten gelten. Bauern sollen neue Ställe leichter bauen dürfen.

Keine weiteren Schutzgebiete ausweisen

Die AfD will bestehende Natur- und Landschaftsräume weiter schützen, aber keine neuen Schutzgebiete ausweisen und Nationalparks nicht vergrößern. Sie sieht darin eine schleichende Enteignung der Eigentümer.

Die AfD will die Natur in Niedersachsen weiter schützen. Es soll aber keine neuen Schutz-Gebiete geben. Auch National-Parks sollen nicht größer werden. Die AfD sagt: Sonst verlieren Eigentümer nach und nach die Kontrolle über ihr Land.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Düngeregeln am Verursacherprinzip ausrichten

Die CDU will eine Düngeverordnung, die nach dem Verursacherprinzip arbeitet. Betriebe, die fachgerecht wirtschaften, sollen aus bestehenden Beschränkungen wieder herauskommen können. Dazu sollen mehr Nitrat-Messstellen entstehen und der Gewässerschutz in Kooperation mit den Beteiligten erfolgen.

Für das Düngen von Feldern gelten strenge Regeln. Die CDU will: Nur wer das Wasser belastet, soll Einschränkungen bekommen. Bauern, die sauber arbeiten, sollen wieder freier düngen dürfen. Es soll mehr Mess-Stellen für Nitrat im Wasser geben.

Jagd im bisherigen Umfang erhalten

Die CDU stellt sich hinter die Jägerschaft und will die flächendeckende Jagd im Reviersystem beibehalten. Die Liste der jagdbaren Arten soll nicht kürzer werden, und die Fangjagd soll erlaubt bleiben. Das Programm sieht die Jagd als Kulturgut und als praktischen Naturschutz.

Die CDU unterstützt die Jäger in Niedersachsen. Die Jagd soll überall im Land möglich bleiben. Es soll keine neuen Verbote für bestimmte Tierarten geben. Für die CDU ist die Jagd Kultur und Naturschutz.

Aktives Wolfsmanagement einführen

Die CDU will den Wolfsbestand aktiv steuern und den Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen, im Einklang mit Artenschutz und Europarecht. Sie begründet das mit dem Wachstum der Population, Rissen von Nutztieren und Verunsicherung vor allem auf dem Land. An der Küste soll es wolfsfreie Zonen geben.

Es gibt immer mehr Wölfe in Niedersachsen. Die CDU will die Zahl der Wölfe steuern. Jäger sollen Wölfe unter bestimmten Regeln jagen dürfen. An der Küste soll es keine Wölfe geben. Dort schützen Schafe die Deiche.

Niedersächsischen Weg für Artenschutz fortsetzen

Die CDU will den Niedersächsischen Weg, eine Vereinbarung zwischen Umweltverbänden und Landwirtschaft, weiter umsetzen und stärker fördern. Beim Artenschutz setzt sie neben nötigen Regeln auf Anreize, Kooperation und Eigenverantwortung. Hinzu kommen Programme für Insekten, Schutzgebiete und begrünte Städte.

Die CDU will Natur und Arten schützen. Dabei sollen Bauern und Umwelt-Verbände zusammenarbeiten. Die CDU setzt auf Belohnung und nicht nur auf Vorschriften. Es soll mehr Blüh-Streifen für Insekten geben. Auch Städte sollen grüner werden.

Wälder aufforsten und klimafest umbauen

Die CDU will große Aufforstungsprogramme starten, vor allem in Harz und Heide, und die Wälder an den Klimawandel anpassen. Sie verweist auf Schäden durch den Borkenkäfer und auf die Rolle des Waldes für Natur, Klima, Wirtschaft und Erholung.

Die CDU will viele neue Bäume pflanzen. Das gilt vor allem für den Harz und die Heide. Der Wald soll besser mit dem Klima-Wandel zurechtkommen. Auch in Städten sollen mehr Bäume wachsen.

Langfristige Wasserstrategie und Wasserschutz ausbauen

Die CDU will eine langfristige Strategie für die Nutzung von Wasser durch Haushalte, Wirtschaft und Industrie. Geplant sind bessere Abwasserreinigung, mehr Wiederverwendung von Wasser und Schutz der Grundwasserspeicher. Das Programm verweist auf die Folgen des Klimawandels für die Trinkwasserversorgung.

Die CDU will das Wasser besser schützen. Klär-Anlagen sollen das Wasser gründlicher reinigen. Gebrauchtes Wasser soll öfter noch einmal genutzt werden. Wenn Wasser knapp ist, soll niemand Trinkwasser verschwenden.

Atommüll aus der Asse zügig zurückholen

Die CDU erwartet vom Bund, das Bergwerk Asse II zu sichern und die zugesagte Rückholung des Atommülls bald zu beginnen. Sie verweist darauf, dass Niedersachsen über Jahrzehnte besondere Lasten der Kernenergie getragen habe.

Im Bergwerk Asse II liegt Atommüll. Die CDU nennt das Bergwerk marode. Der Bund soll es sichern. Der Atommüll soll bald herausgeholt werden. Es soll weniger Transporte mit Atommüll geben.

CDU: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 21 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 21 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 8 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Küstenschutz anpassen, Schlickverklappung beenden

Die Grünen lehnen es ab, Schlick aus Baggerarbeiten in Flüssen und Häfen in der Nordsee oder im Binnenland abzuladen. Stattdessen soll unbelastetes Baggergut für den Küstenschutz verwendet werden. Die Küstenschutzpläne sollen wegen der Folgen des Klimawandels überarbeitet werden.

Bagger holen Schlamm aus Flüssen und Häfen. Die Grünen wollen nicht, dass dieser Schlamm ins Meer gekippt wird. Sauberer Schlamm soll beim Schutz der Küste helfen. Die Pläne für den Küstenschutz sollen zum Klimawandel passen.

Meeresmüll-Fonds einrichten und Munitionsaltlasten bergen

Die Grünen wollen einen Fonds gegen Meeresmüll schaffen und Plastikmüll aus Flüssen, Seen, Häfen und der Nordsee fernhalten. Alte Munition im Meer soll geborgen werden. Begründet wird das mit der Bedeutung des Wattenmeers für Artenvielfalt und Klimaschutz.

Die Grünen wollen das Meer besser schützen. Ein neuer Geld-Topf soll gegen Müll im Meer helfen. Alte Munition soll aus dem Meer geholt werden. An Flüssen soll es mehr Auen geben.

Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung gesetzlich verankern

Die Grünen wollen im Wassergesetz festschreiben, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen hat. Kommunale Wasserversorger sollen so weiterhin gutes und günstiges Trinkwasser liefern können. Wegen der Klimakrise sollen zudem neue Gewinnungsgebiete schneller genehmigt werden.

Trinkwasser für die Menschen soll an erster Stelle stehen. Das wollen die Grünen ins Wasser-Gesetz schreiben. Andere Nutzer von Wasser kommen dann erst danach. Wasserwerke sollen neue Gebiete für Trinkwasser schneller nutzen dürfen.

Kreislaufwirtschaft ausbauen und Zero Waste anstreben

Die Grünen wollen Abfall vermeiden und Rohstoffe möglichst vollständig wiederverwerten; als Ziel nennen sie Zero Waste. Gefördert werden sollen Reparatur, langlebige Produkte und Mehrwegsysteme. Das soll laut Programm Klima und Umwelt schonen und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten senken.

Die Grünen wollen viel weniger Müll. Dinge sollen lange halten und sich reparieren lassen. Rohstoffe sollen immer wieder benutzt werden. Dafür soll es mehr Mehrweg-Verpackungen und Reparatur-Cafés geben. So braucht das Land weniger Rohstoffe aus dem Ausland.

Bienen schützen und Imkerei fördern

Die Grünen wollen Notfallzulassungen für Neonikotinoide ausnahmslos ablehnen, weil diese Insektengifte nach Darstellung des Programms Bienen, Hummeln und andere Insekten gefährden. Zugleich soll die Imkerei im Land gefördert werden.

Manche Gifte gegen Schädlinge schaden auch Bienen. Die Grünen wollen keine Ausnahmen für diese Gifte erlauben. Sie wollen Imkern helfen. Imker sind Menschen, die Bienen halten.

Nutztierhaltung tiergerecht umbauen

Die Grünen wollen die Haltung von Nutztieren an den Bedürfnissen der Tiere ausrichten. Stroheinstreu und Auslauf sollen Standard werden, Anbindehaltung und Eingriffe ohne Betäubung sollen enden.

Die Grünen wollen, dass es Tieren im Stall besser geht. Schweine und Rinder sollen Stroh und Auslauf bekommen. Rinder sollen nicht mehr angebunden sein. Eingriffe ohne Betäubung sollen verboten werden. Bauern sollen Geld für den Umbau der Ställe bekommen.

Tiertransporte begrenzen, Schlachtung verbessern

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, Tiertransporte grundsätzlich auf acht Stunden zu begrenzen und längere Transporte in Länder außerhalb Europas zu verbieten. Schlachtung nahe am Hof soll gefördert und die CO2-Betäubung beendet werden.

Viele Tiere fahren sehr lange in Lastwagen. Die Grünen wollen höchstens acht Stunden erlauben. Zum Schlachthof in Deutschland sollen es höchstens vier Stunden sein. Tiere sollen öfter in der Nähe geschlachtet werden. Das Land soll große Schlachthöfe selbst kontrollieren.

Tierversuche weitgehend ersetzen

Die Grünen wollen so weit wie möglich ohne Tierversuche auskommen und Alternativmethoden stärker fördern. Für die Hochschullehre soll ein vollständiger Verzicht geprüft werden.

Die Grünen wollen viel weniger Versuche mit Tieren. Sie wollen mehr Geld für andere Methoden geben. An Hochschulen soll es im Unterricht vielleicht gar keine Tierversuche mehr geben. Tierschützer sollen bei Genehmigungen mitreden.

Strengere Regeln für private Tierhaltung

Die Grünen wollen die private Haltung von Heim- und Wildtieren stärker regeln. Vorgesehen sind eine landesweite Kastrationsverordnung für Katzen, ein Sachkundenachweis für Halter exotischer Tiere und eine Positivliste geeigneter Tierarten.

Die Grünen wollen neue Regeln für Haustiere. Katzen sollen kastriert werden. Wer exotische Tiere hält, soll Wissen nachweisen. Eine Liste soll sagen, welche Tierarten man privat halten darf. Tiere soll man nicht mehr mit der Post verschicken dürfen.

Wildtierhaltung in Zoos und Zirkussen strenger regeln

Die Grünen lehnen Wildtiere im Zirkus ab und unterstützen die vom Bund geplante Positivliste. Zoos sollen Wildtiere so tiergerecht wie möglich halten. Eine zentrale Datei soll exotische Wildtiere erfassen.

Die Grünen wollen keine wilden Tiere im Zirkus. Zoos sollen wilde Tiere besser halten. Das Land soll eine Liste über exotische Tiere führen. Behörden können dann nachsehen, wo solche Tiere leben.

Tierheime verlässlich finanzieren und sanieren

Die Grünen wollen, dass Land und Kommunen die Finanzierung der Tierheime sichern. Ein Förderprogramm soll Sanierung und energetische Modernisierung der Gebäude bezahlen. Auch Ehrenamt und Tierschutzverbände sollen gestärkt werden.

Tierheime sollen genug Geld bekommen. Das Land und die Städte und Gemeinden sollen dafür sorgen. Es soll Geld für die Reparatur der Gebäude geben. Freiwillige Helfer sollen mehr Anerkennung bekommen.

Flächenverbrauch bis 2050 auf Netto-Null senken

Die Grünen wollen den Flächenverbrauch verbindlich begrenzen: bis 2030 auf weniger als drei Hektar täglich, bis 2050 auf netto null. Siedlungen sollen eher nach oben wachsen und Baulücken geschlossen werden, notfalls mit einer Baupflicht.

Jeden Tag wird Land neu bebaut. Die Grünen wollen das stark verringern. Ab 2050 soll unterm Strich kein neues Land mehr verbraucht werden. Häuser sollen eher höher werden. Leere Grundstücke im Ort sollen bebaut werden.

Wassergesetz verschärfen und Grundwasser schützen

Die Grünen wollen das Niedersächsische Wassergesetz ändern und Wasserentnahmen strenger regeln. Genehmigungen soll es nur geben, wenn sparsame Technik und Alternativen ausgeschöpft sind. Befreiungen von der Wasserentnahmegebühr für Rohstoffbranchen sollen wegfallen.

Die Grünen wollen das Grundwasser besser schützen. Wer Wasser entnehmen will, soll erst Wasser sparen müssen. Firmen für Öl, Gas, Sand und Kies sollen für Wasser eine Gebühr zahlen. Bisher gibt es für sie Ausnahmen.

Schadstoffe in Gewässern nach Verursacherprinzip bekämpfen

Die Grünen wollen den Eintrag von Nitrat, Keimen, Medikamentenresten und Mikroplastik in Gewässer verringern und dabei bei den Verursachern ansetzen. Ein Verursacherfonds soll Arzneimittelhersteller an den Kosten der Wasseraufbereitung beteiligen. Die Salzeinleitungen des Konzerns K+S sollen spätestens 2027 enden.

In Flüssen und Seen sind Schadstoffe. Die Grünen wollen das verringern. Wer das Wasser verschmutzt, soll dafür zahlen. Hersteller von Medikamenten sollen in einen Topf einzahlen. Die Firma K+S soll bis 2027 kein Salz mehr einleiten.

Kali-Altlasten sanieren, Bergwerksflutung stoppen

Die Grünen sehen die Kaliindustrie in der Pflicht, ihre Altlasten zu sanieren. Rückstände aus dem Kaliabbau sollen vorrangig zurück in die Bergwerke gebracht oder aufbereitet werden. Das Fluten von Bergwerken mit Süßwasser soll enden.

Beim Abbau von Kali-Salz bleiben salzige Reste übrig. Die Grünen wollen: Die Firmen sollen diese Reste selbst beseitigen. Die Reste sollen zurück in die Bergwerke. Niemand soll Bergwerke mehr mit Süßwasser füllen.

Flussvertiefungen ablehnen, Baggergut an Land behandeln

Die Grünen lehnen es ab, Elbe, Weser und Ems weiter zu vertiefen, und werben für ein gemeinsames norddeutsches Hafenkonzept. Belastetes Baggergut aus den Seehäfen soll in einer Anlage an Land getrennt und verwertet werden, statt im Meer zu landen.

Die Grünen wollen Elbe, Weser und Ems nicht tiefer ausbaggern. Die Häfen im Norden sollen besser zusammenarbeiten. Schlamm aus den Häfen enthält oft Schadstoffe. Er soll an Land behandelt werden und nicht ins Meer kommen.

Bäche, Flüsse und Seen renaturieren

Mit einem Gewässerentwicklungsplan namens „200 wilde Bäche“ wollen die Grünen Bäche, Flüsse und Seen naturnäher machen. Laut Programm sind nur vier Prozent der niedersächsischen Gewässer in gutem ökologischem Zustand, obwohl die EU dies bis 2027 für alle verlangt.

Nur wenige Gewässer in Niedersachsen sind in gutem Zustand. Die Grünen wollen deshalb Bäche, Flüsse und Seen wieder natürlicher machen. Dafür gibt es einen Plan mit 200 Bächen. Das Land soll genug Geld dafür geben.

Böden und Luft besser schützen

Die Grünen wollen den Verlust von Boden durch Versiegelung, Übernutzung und Erosion verringern und weniger Plastik in Land- und Bauwirtschaft. Für die Luft verlangt das Programm, dass Grenzwerte zum Gesundheitsschutz überall eingehalten werden.

Guter Boden geht verloren, zum Beispiel durch Beton und Asphalt. Die Grünen wollen das bremsen. Bauern sollen Hilfe bekommen, damit sie den Boden schonen. Es soll weniger Plastik im Boden landen. Auch die Luft soll überall sauber genug sein.

Niedersächsischen Weg umsetzen, 30 Prozent Fläche schützen

Die Grünen wollen die nach dem Volksbegehren Artenvielfalt getroffenen Vereinbarungen des „Niedersächsischen Wegs“ umsetzen. Darüber hinaus soll das EU-Ziel, 30 Prozent der Landfläche zu schützen, Schritt für Schritt erreicht werden.

Viele Tier- und Pflanzen-Arten sterben aus. Nach einem Volksbegehren gab es dazu Vereinbarungen in Niedersachsen. Die Grünen wollen diese Vereinbarungen umsetzen. Außerdem sollen 30 Prozent der Landfläche geschützt sein. In Schutzgebieten soll die Natur Vorrang haben.

Natura-2000-Gebiete sichern und strenger kontrollieren

Die Grünen wollen alle Teile des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000, die noch nicht förmlich ausgewiesen sind, rasch als Natur- oder Landschaftsschutzgebiete sichern. In Schutzgebieten sollen andere Nutzungen hinter dem Naturschutz zurücktreten. Aus Sicht der Partei ist Niedersachsen hier bundesweit Schlusslicht.

Die EU verlangt besondere Schutzgebiete für Natur und Vögel. In Niedersachsen sind noch nicht alle davon richtig gesichert. Die Grünen wollen das schnell nachholen. In diesen Gebieten soll die Natur Vorrang haben. Das Land soll besser kontrollieren.

Wildnisflächen und neue Biosphärenreservate ausweisen

Die Grünen wollen zwei Prozent der Landesfläche der Natur ganz ohne Nutzung und Eingriffe überlassen. Die Nationalparks Wattenmeer und Harz sowie das Biosphärenreservat Elbtalaue sollen weiter geschützt, neue länderübergreifende Biosphärenreservate im Drömling und im Südharz geschaffen werden.

Die Grünen wollen mehr Wildnis in Niedersachsen. Auf zwei Prozent der Fläche soll der Mensch gar nicht eingreifen. Es soll neue große Schutzgebiete geben, zum Beispiel im Südharz. Dort soll nicht mehr Fläche für den Abbau von Gips freigegeben werden.

Landesweiten Biotopverbund auf 15 Prozent schaffen

Die Grünen wollen auf mindestens 15 Prozent der Landesfläche ein Netz verbundener Lebensräume schaffen. Schutzgebiete bilden die Kernflächen und sollen über Gewässer, Hecken, Feldraine, Alleen und Grünbrücken miteinander verknüpft werden.

Tiere und Pflanzen brauchen Lebensräume, die miteinander verbunden sind. Die Grünen wollen so ein Netz in ganz Niedersachsen. Es soll mindestens 15 Prozent der Fläche umfassen. Hecken, Bäche, Alleen und Grünbrücken verbinden die Gebiete.

Insekten und bedrohte Arten gezielt schützen

Die Grünen wollen dem Rückgang der Arten mit insektenfreundlicher Bewirtschaftung landeseigener Flächen, Hilfsprogrammen für bedrohte Arten und einem landesweiten Insekten-Monitoring begegnen. Die ökologische Flurbereinigung soll wieder eingeführt werden.

Es gibt immer weniger Insekten und andere Tiere. Die Grünen wollen Flächen des Landes so pflegen, dass Insekten dort leben können. Das Land soll regelmäßig zählen, wie viele Insekten es gibt. Bedrohte Tiere wie der Feldhamster sollen eigene Hilfs-Programme bekommen.

Wiesenvogelschutz mit Programmen und Anreizen stärken

Die Grünen wollen die nach dem Volksbegehren zugesagten Maßnahmen für Wiesenvögel wie Brachvogel, Uferschnepfe und Bekassine in konkrete Programme umsetzen. Landwirtinnen und Landwirte sollen Ertragsverluste ersetzt bekommen und zusätzliche Anreize für eine vogelfreundliche Bewirtschaftung erhalten.

Vögel wie der Brachvogel brüten auf Wiesen. Es gibt viel weniger von ihnen als früher. Die Grünen wollen feste Programme zu ihrem Schutz. Bauern sollen Geld bekommen, wenn sie ihre Wiesen vogelfreundlich nutzen.

Wolf: Herdenschutz statt Bejagung

Die Grünen wollen den Umgang mit dem Wolf über Herdenschutz und Hilfen für Weidetierhalter regeln. Eine Obergrenze für den Bestand und eine Bejagung lehnen sie ab. Einzelne Wölfe sollen nur in Ausnahmefällen getötet werden dürfen.

Die Grünen wollen Schafe und andere Weidetiere besser vor Wölfen schützen. Dafür soll es mehr Geld für Zäune und Schutzhunde geben. Eine allgemeine Jagd auf Wölfe lehnen die Grünen ab. Nur einzelne gefährliche Wölfe darf man töten.

Wälder zu klimarobusten Mischwäldern umbauen

Die Grünen wollen die Wälder in Niedersachsen zu widerstandsfähigeren Laub- und Mischwäldern mit heimischen Baumarten umbauen. Ökologische Leistungen sollen in allen Besitzarten gefördert werden, weil der Wald laut Programm durch Trockenheit und Klimakrise stark geschädigt ist.

Vielen Wäldern in Niedersachsen geht es schlecht. Die Grünen wollen mehr Laub-Wälder und Misch-Wälder. Dort sollen Bäume wachsen, die hier heimisch sind. Solche Wälder halten Hitze und Trockenheit besser aus. Wald-Besitzer sollen dafür Geld bekommen.

Landeswald: Klima- und Artenschutz vor Nutzung

Im Landeswald sollen Klima- und Artenschutz künftig Vorrang vor der wirtschaftlichen Nutzung haben. Die Grünen wollen ihn nach FSC- oder Naturland-Standards zertifizieren, mehr Wald in öffentliche Hand bringen und fünf Prozent des gesamten Waldes zu ungenutztem Naturwald machen.

Ein Drittel des Waldes in Niedersachsen gehört dem Land. Dort soll der Schutz von Klima und Arten wichtiger sein als Holz-Ernte. Der Wald soll ein Öko-Siegel bekommen. Ein Teil des Waldes soll ganz ohne Nutzung bleiben. Das Land soll mehr Wald besitzen.

Holz vorrangig für langlebige Produkte nutzen

Die Grünen wollen heimisches Holz möglichst effizient und vor allem für langlebige Produkte wie Möbel und Bauten einsetzen. Der Verbrauch für Papier und Brennstoff soll deutlich sinken, die industrielle Holzverbrennung zur Stromerzeugung enden.

Holz ist ein wertvoller Rohstoff, aber es gibt nicht unendlich viel davon. Die Grünen wollen Holz vor allem für Häuser und Möbel nutzen. Für Papier und zum Heizen soll man weniger Holz verbrauchen. Große Kraftwerke sollen kein Holz mehr verbrennen.

Umwelt- und Naturschutzbehörden stärken

Die Grünen wollen die Umwelt- und Naturschutzverwaltung in Land, Städten und Landkreisen besser ausstatten. Laut Programm fehlt Personal, sodass Kontrollen zu selten stattfinden. Umweltvergehen sollen stärker verfolgt und Beschwerdestellen eingerichtet werden.

Die Ämter für Umwelt-Schutz haben zu wenig Personal. Deshalb gibt es zu wenige Kontrollen. Die Grünen wollen diese Ämter stärken. Wer der Umwelt schadet, soll öfter bestraft werden. Es soll Stellen geben, bei denen man Umwelt-Schäden melden kann.

Jagdgesetz nach ökologischen Kriterien reformieren

Die Grünen wollen das niedersächsische Jagdgesetz überarbeiten und die Liste der jagdbaren Arten kürzen. Bestimmte Jagdmethoden wie Totschlagfallen und Baujagd sollen verboten werden. Für aktive Jäger sollen Schießnachweise Pflicht werden.

Die Grünen wollen neue Regeln für die Jagd. Weniger Tier-Arten sollen gejagt werden dürfen. Fallen, die Tiere töten, sollen verboten sein. Jäger sollen keine Haustiere erschießen. Jäger müssen regelmäßig zeigen, dass sie gut schießen können.

Grüne: alle 30 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Kreislaufwirtschaft und Recycling stärken

Die SPD will die Kreislaufwirtschaft fördern, um Rohstoffe zu schonen und Abfall zu verringern. Produkte und Baustoffe sollen besser wiederverwertbar werden.

Die SPD will weniger Müll. Stoffe sollen öfter wiederverwendet werden. Produkte sollen so gebaut sein, dass man sie gut recyceln kann. Dafür soll es in ganz Deutschland gleiche Regeln geben.

Moore wiedervernässen und Flächenversiegelung stoppen

Die SPD will Moore als natürliche CO2-Speicher schützen und dafür eine Naturschutzstiftung gründen, die Moorflächen kauft und wiedervernässt. Die Neuversiegelung von Böden soll bis 2050 enden.

Moore speichern viel CO2. Die SPD will trockene Moore wieder nass machen. Dafür soll eine neue Stiftung Moor-Flächen kaufen. Außerdem soll weniger Boden zugebaut werden.

Wasserversorgung, Küsten- und Hochwasserschutz sichern

Die SPD will die Wasserversorgung im Klimawandel dauerhaft sichern und den Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten ausbauen. Dazu plant sie einen Generalplan für das Wassermengenmanagement und stärkere Deiche.

Durch den Klimawandel gibt es mehr Trockenheit und mehr Hochwasser. Die SPD will einen Plan für das Wasser im Land machen. Die Deiche sollen besser werden. Flüsse sollen mehr Platz bekommen.

Wälder klimagerecht wiederaufforsten

Die SPD will die von Trockenheit und Schädlingen geschädigten Wälder klimagerecht wiederaufforsten. In den Landesforsten soll Ökologie Vorrang vor wirtschaftlichen Zielen haben.

Viele Wälder sind durch Trockenheit und Schädlinge krank. Die SPD will neue Bäume pflanzen, die zum Klima passen. Im Wald des Landes soll die Natur wichtiger sein als der Gewinn.

Tierhaltung für mehr Tierwohl umbauen

Die SPD will Tierwohl und Tiergesundheit in allen Haltungsformen verbessern. Sie unterstützt die Vorschläge der Borchert-Kommission, eines Expertengremiums zum Umbau der Nutztierhaltung, und will sich im Bund für deren Finanzierung einsetzen.

Tiere auf Bauernhöfen sollen besser leben. Fachleute haben dafür Vorschläge gemacht. Die SPD will diese Vorschläge umsetzen. Auch Tiere im Zirkus und bei Transporten sollen besser geschützt werden.

Regionales Bestandsmanagement für Wölfe ermöglichen

Die SPD will Konflikte zwischen Weidetierhaltung, Menschen und Wölfen bei wachsender Wolfspopulation gering halten. Die Länder sollen den Wolfsbestand im Einklang mit EU-Recht regional unterschiedlich steuern können.

In Niedersachsen leben immer mehr Wölfe. Das führt zu Streit, zum Beispiel wegen Schafen auf der Weide. Die SPD will, dass die Bundesländer die Zahl der Wölfe regional steuern dürfen. Die Wölfe sollen genauer gezählt werden.

Gewässer sauber halten und Abwasserreinigung modernisieren

Die SPD will die Qualität von Grundwasser und Oberflächengewässern sichern und dafür die europäische Wasserrahmenrichtlinie umsetzen. Verunreinigungen sollen möglichst schon an der Quelle verhindert und die Abwasserreinigung weiterentwickelt werden.

Die SPD will sauberes Wasser in Flüssen, Seen und im Boden. Dafür will sie die Regeln der EU für Gewässer einhalten. Schadstoffe sollen gar nicht erst ins Wasser kommen. Kläranlagen sollen moderner werden.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl