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CDU zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Waldumbau dauerhaft fördern und CO2-Bindung honorieren

Die CDU will den Erhalt, Umbau und Neuaufbau geschädigter Wälder bei allen Eigentümern dauerhaft fördern. Waldbesitzer sollen für die CO2-Speicherung ihrer Wälder bezahlt werden, etwa über eine unbürokratische Waldprämie.

Viele Wälder in Hessen sind krank. Die CDU will sie retten und neu aufbauen. Dafür soll es dauerhaft Geld geben. Wald-Besitzer sollen auch Geld dafür bekommen, dass ihr Wald CO2 speichert.

Die erweiterten Förderangebote aus dem 12-Punkte-Plan sollen dauerhaft gelten. Hessen-Forst soll für den Staatswald ausreichend ausgestattet werden und Fachkräfte gewinnen; private und kommunale Besitzer erhalten einfache Hilfen für Umbau und Neupflanzung. Neue, an das Klima angepasste Baumarten sollen zugelassen und förderfähig werden. Auf Bundesebene will die CDU eine praxistaugliche Waldprämie ohne sachfremde Auflagen erreichen. Leitbild ist ein Wald, der mehrere Nutzungen zugleich erfüllt, mit gesichertem Betretungsrecht und Besucherlenkung.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Die mit dem 12-Punkte-Plan vorgenommene Ausweitung der Förderangebote werden wir verstetigen, um die Daueraufgabe des Waldumbaus zu ermöglichen.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Förderprogramme für Waldbesitzer sollen verstetigt und der Landesbetrieb besser ausgestattet werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Dauerhafte Förderung klimastabiler Wälder und eine Vergütung der CO2-Bindung bauen den Klimaschutz im Wald schrittweise aus.

Keine weiteren Waldflächen stilllegen

Die CDU lehnt es ab, zusätzliche Waldflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, und will keine neuen Auflagen für die Forstwirtschaft. Aus ihrer Sicht schützt die nachhaltige Forstwirtschaft die Artenvielfalt bereits wirksam, während Stilllegungen dem Klimaschutz und der Holzversorgung schaden.

Manche Wälder werden nicht mehr genutzt. Dort fällt niemand Bäume. Die CDU will keine weiteren solchen Flächen. Sie sagt: Der genutzte Wald schützt Tiere und Pflanzen schon gut. Und man braucht das Holz.

Das Programm sieht keinen Bedarf an weiteren Beschränkungen der Waldbewirtschaftung. Maßnahmen, die eine einzelne Funktion des Waldes auf Kosten anderer stärken, lehnt die CDU ab. Besondere Umweltleistungen sollen stattdessen über Vertragsnaturschutz und freiwillige Vereinbarungen erbracht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus werden wir keine weiteren Flächen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Punkt verteidigt die wirtschaftliche Nutzung gegen weitere Schutzauflagen und setzt auf freiwillige Vereinbarungen statt Regulierung.

Holznutzung ausbauen und Waldbesitzer entlasten

Die CDU will mehr Holz aus heimischen Wäldern nutzen und die Versorgung der hessischen Sägewerke und Holzindustrie sichern. Waldbesitzer sollen bei den Kosten der Verkehrssicherung entlastet werden.

Die CDU will mehr Holz aus Hessens Wäldern nutzen. Säge-Werke sollen genug Holz bekommen. Wald-Besitzer müssen Straßen vor umfallenden Bäumen schützen. Dabei sollen sie weniger zahlen.

Die Lasten der Verkehrssicherung sollen gerechter zwischen Eigentümern und den für Straßen Zuständigen verteilt werden; als erster Schritt entfallen Gebühren für nötige Straßensperrungen, dazu kommt ein Förderangebot. Die Holzvermarktung soll fertig umgestaltet und dezentral organisiert werden. Der Verkauf von Brennholz an die Bevölkerung, etwa als Losholz oder Schlagabraum, soll bleiben und wachsen. Kommunale und private Waldbesitzer sollen weiter ein Betreuungsangebot erhalten, das dem Kartellrecht entspricht.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Wir werden die Nutzung des Rohstoffes Holz weiter voranbringen. Dafür ist die Mobilisierung der nachhaltigen Holzvorräte erforderlich.“
Seite 113 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Jagdzeiten ausweiten und Selbstverwaltung von Jägern und Fischern stärken

Die CDU bekennt sich zur Jagd als Kulturgut und will die Jagdzeiten für mehrere Tierarten ausweiten, während das Jagdgesetz in seinen Grundsätzen bleibt. Jäger und Fischer sollen mehr Eigenverantwortung und weniger Bürokratie erhalten.

Die CDU findet die Jagd wichtig. Jäger sollen manche Tiere länger jagen dürfen. Wild-Schweine sollen sie das ganze Jahr jagen dürfen. Jäger und Angler sollen vieles selbst regeln.

Schonzeiten für Fuchs und Waschbär sollen zum Schutz von Bodenbrütern und Singvögeln entfallen, wobei Elterntiere geschützt bleiben; für Wildschweine wird Nachtsicht- und Nachtzieltechnik erlaubt. Die Jagdzeiten für Gänse, Rabenkrähen und Elstern werden erweitert, Biber und Kormoran sollen jagdbar werden. Ausbildung und Prüfung bleiben bei der Jägerschaft, und der Jagdschein soll im Bildungsurlaub erworben werden können. Die CDU will das Reviersystem und die Hegegemeinschaften erhalten, jagdfreie Gebiete möglichst verhindern und mehr für das Rotwild tun. Bei der Fischerei prüft sie, die Fischereiprüfung an die Verbände zu übergeben, und unterstützt Erwerbsfischerei und Teichwirtschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Zum Schutz vor der Schweinepest und zur Prävention vor Schäden in der Landwirtschaft muss das Schwarzwild ganzjährig bejagbar sein.“
Seite 114 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Die CDU will den Wolf in das hessische Jagdrecht aufnehmen und seinen Bestand aktiv regulieren, sobald der Bund dies rechtlich ermöglicht. Sie sieht den Wolf in Deutschland nicht mehr als gefährdete Art und will Menschen und Weidetiere besser schützen.

In Deutschland leben wieder Wölfe. Die CDU sagt: Der Wolf ist nicht mehr bedroht. Jäger sollen Wölfe jagen dürfen, wenn der Bund es erlaubt. So will die CDU Menschen und Weide-Tiere schützen.

Die Bundesregierung soll bei der EU beantragen, den Wolf in Anhang V der FFH-Richtlinie einzustufen, also in eine schwächere Schutzkategorie des europäischen Naturschutzrechts. Bis dahin will die CDU die bestehenden engen Möglichkeiten nutzen, einzelne Problemtiere zu entnehmen. Vorbeugende Schutzmaßnahmen und die Förderung der Weidetierhaltung sollen verstärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Sobald der Bund die nötigen rechtlichen Grundlagen geschaffen hat, werden wir den Wolf in das Jagdrecht übernehmen und eine aktive Bestandsregulierung ermöglichen.“
Seite 114 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Trinkwasserversorgung sichern und Gewässer renaturieren

Die CDU will bezahlbares, sauberes Trinkwasser auch bei verändertem Klima sichern und dafür Leitungsnetze und Wassergewinnung ausbauen. Einen allgemeinen „Wassercent“, also eine Abgabe auf die Wasserentnahme, lehnt sie ab.

Alle Menschen in Hessen sollen sauberes und bezahlbares Trink-Wasser haben. Die CDU will die Wasser-Leitungen erneuern. Eine neue Abgabe auf Wasser will sie nicht. Flüsse und Bäche sollen wieder natürlicher werden.

Neben dem überregionalen Netz sollen kleinräumige Verbünde auf dem Land und die Wassergewinnung in Städten gestärkt werden. Die Investitionen sollen über einen Ausgleich zwischen wasserliefernden ländlichen und wassernutzenden städtischen Gebieten finanziert und von den Kartellbehörden anerkannt werden. Das Programm unterstützt Wasserrückhalt nach dem Konzept der „Schwammstadt“ mit Entsiegelung und Begrünung sowie die Prüfung von Zwei-Leitungssystemen in Neubaugebieten. Die Förderung der Gewässerrenaturierung bleibt hoch, wobei Kleinwasserkraft und Mühlen berücksichtigt werden. Geplant sind zudem ein Wasser-Forschungszentrum in Geisenheim und die schrittweise Modernisierung der Kläranlagen.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Das überregionale Wasser-Leitungsnetz wollen wir stärken und modernisieren, damit die verlässliche Wasserversorgung dauerhaft gesichert bleibt.“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Öffentliche Investitionen in die Wasserinfrastruktur stehen neben der Ablehnung einer neuen Abgabe auf Wasser.

Kali+Salz bei umweltverträglichem Bergbau begleiten

Die CDU will das Bergbauunternehmen Kali+Salz weiter dabei unterstützen, umweltverträglicher zu werden. Arbeitsplätze und Wertschöpfung sollen bis zum Ende des Abbaus erhalten bleiben, während die Umweltstandards eingehalten werden.

Kali+Salz ist eine Bergbau-Firma in Hessen. Die CDU will die Firma weiter unterstützen. Die Firma soll die Umwelt weniger belasten. Die Arbeitsplätze sollen bis zum Ende des Abbaus bleiben.

Das Land soll die Schritte unternehmen, die von seiner Seite nötig sind. Als Pionierprojekte nennt das Programm das Einlagern der Abwässer unter Tage und das Abdecken der Halden. Beides will die CDU zusammen mit dem Unternehmen voranbringen. Ziel ist aus Sicht des Programms, dass Kali+Salz der modernste und umweltverträglichste Bergbaukonzern der Welt wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Die Sicherung der Arbeitsplätze und der Wertschöpfung bis zum Ende der Abbauperiode bei gleichzeitiger Einhaltung der erforderlichen Umweltstandards bleibt dabei das zentrale Ziel.“
Seite 116 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Rote Gebiete der Düngeverordnung enger abgrenzen

Die CDU will die Belastung der Gewässer mit Nitrat und Phosphor weiter senken, dies aber nach dem Verursacherprinzip tun. Die „Roten Gebiete“ mit strengeren Düngeregeln sollen genauer zugeschnitten werden, gestützt auf zusätzliche Messstellen.

In Gewässern soll weniger Nitrat und Phosphor sein. In „Roten Gebieten“ gelten strenge Regeln für das Düngen. Die CDU will diese Gebiete genauer festlegen. Dafür soll es mehr Mess-Stellen geben. Wer das Wasser schont, soll Ausnahmen bekommen.

Das Messnetz für das Grundwasser soll ausgebaut werden, damit die Gebiete innerhalb ihrer Grenzen feiner unterschieden werden können. Für Landwirte, die besonders gewässerschonend arbeiten, setzt sich die CDU für Ausnahmen ein. Beratung und Investitionsförderung sollen Betrieben helfen, die Vorgaben einzuhalten, etwa bei Lagerkapazität und Ausbringtechnik für Dünger. Auch andere Quellen von Schadstoffen, vor allem Kläranlagen, sollen einbezogen werden. Die Bodenschutzstrategie will die CDU fortsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Die „Roten Gebiete“ der Düngeverordnung werden wir daher, soweit es das europäische Recht zulässt, genauer und verursachergerecht eingrenzen“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Engere Gebietsgrenzen und Ausnahmen würden die Auflagen für viele Betriebe verringern, was einer schrittweisen Lockerung von Regulierung entspricht.

Naturschutz freiwillig statt durch Flächenstilllegungen

Die CDU lehnt pauschale Flächenstilllegungen ab, wie sie nach ihrer Darstellung auf EU-Ebene erwogen werden. Naturschutz soll stattdessen über freiwillige Verträge mit Eigentümern und Nutzern laufen, der Vertragsnaturschutz hat Vorrang.

Die CDU will keine Flächen pauschal stilllegen. Solche Ideen gibt es laut CDU in der EU. Naturschutz soll freiwillig sein. Das Land schließt dafür Verträge mit Bauern und Eigentümern. Auch Insekten sollen mehr Lebensraum bekommen.

Aus Sicht des Programms hat Hessen auf eigenen Flächen schon genug ungenutzte Rückzugsräume, weitere Eingriffe auf privatem Land seien nicht nötig. Die Mittel für Vertragsnaturschutz sollen hoch bleiben, vor allem in FFH-Gebieten. Für den Biotopverbund sollen je Naturraum bis zu 15 Prozent des Offenlands bereitstehen. Ökopunktehandel und Ersatzgeld will die CDU stärken; Ersatzgeld soll nicht dazu dienen, produktive Agrar- oder Forstflächen aufzukaufen. Geplant sind zudem mehr Lebensräume für Insekten, etwa Blühstreifen und „Insekten-Highways“ entlang von Straßen und Schienen. Großprojekte wie der Nationalpark Kellerwald-Edersee und das Biosphärenreservat Rhön werden weiter unterstützt, in Frankfurt soll ein Forschungszentrum für internationalen Artenschutz entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Die Ideen umfassender pauschaler Flächenstilllegungen, wie sie derzeit in Brüssel kursieren, lehnen wir entschieden ab.“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Freiwillige Verträge sollen Vorrang vor ordnungsrechtlichen Eingriffen in privates Eigentum haben, was weniger Regulierung bedeutet.

  • Europaeher weniger EU

    Der Punkt wendet sich gegen in der EU diskutierte Vorgaben zur Flächenstilllegung und will die Entscheidung im Land halten.

Kreislaufwirtschaft stärken und Abfall vermeiden

Die CDU strebt möglichst geschlossene Wertstoffkreisläufe an und will die Wertstofftonne sowie das Duale System voranbringen. Zugleich sollen neue Deponiekapazitäten entstehen und weniger Lebensmittel und Plastik im Müll landen.

Die CDU will, dass mehr Abfall wiederverwertet wird. Dafür soll es die Wertstoff-Tonne geben. Für Bauschutt soll es mehr Deponien geben. Die Menschen sollen weniger Lebensmittel und Plastik wegwerfen.

Den Mangel an Deponieraum, vor allem für Baustellenabfälle, will die CDU mit möglichen Betreibern beheben und notfalls die Abfallplanung einsetzen. Erdaushub soll mit weniger Bürokratie ortsnah verwendet werden können, was auch Baukosten senken soll. Die Kampagne „Sauberhaftes Hessen“ soll wachsen und Plastikmüll stärker thematisieren. Eine neue Initiative und Absprachen mit dem Einzelhandel sollen Lebensmittelabfälle verringern, auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Repair-Cafés und ähnliche private Initiativen werden weiter unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„Wir werden daher unter anderem die Umsetzung der Wertstofftonne und eine Weiterentwicklung des Dualen Systems vorantreiben.“
Seite 118 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime modernisieren und Tierschutz kooperativ verbessern

Die CDU will die Lage der Tierheime mit mehr Geld für die Stiftung Hessischer Tierschutz und einem Sonderprogramm verbessern. Beim Tierschutz für Nutztiere setzt sie auf den Runden Tisch mit Landwirten und Verbänden, ohne hessische Sonderregeln.

Die CDU will Tierheimen helfen. Dafür gibt es mehr Geld für Umbauten. Für Tiere auf Bauernhöfen soll es Verbesserungen geben. Darüber redet die CDU mit Bauern und Verbänden. Es soll weniger Tierversuche geben.

Die Kommunen bleiben nach dem Programm für die Finanzierung der Tierheime verantwortlich. Der Runde Tisch zur Nutztierhaltung soll weiterarbeiten, wobei die Wettbewerbsfähigkeit hessischer Tierhalter nicht leiden soll. Bei Tierversuchen gilt weiter das „3R-Prinzip“ aus Vermeiden, Verringern und Verbessern, gestützt auf die dafür geschaffenen Lehrstühle. Die CDU wirbt für freiwilliges Chippen und Registrieren von Hunden und Katzen. Kommunen sollen Hilfe bei der Kastration wild lebender Katzen bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Zur Beseitigung baulicher Investitionsbedarfe werden wir die Stiftung Hessischer Tierschutz finanziell besser ausstatten und ein Sonderprogramm „Tierheimmodernisierung“ auflegen.“
Seite 119 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen

Die CDU lehnt es ab, Tierschutzorganisationen ein eigenes Klagerecht zu geben. Sie erwartet davon keinen Gewinn für das Tierwohl, wohl aber mehr Last für Gerichte und längere Genehmigungsverfahren. Einbrüche in Tierställe sollen als Straftat geahndet werden.

Tierschutz-Vereine sollen nicht selbst vor Gericht klagen dürfen. Die CDU sagt: Das hilft den Tieren nicht. Es macht nur Verfahren länger. Wer in einen Stall einbricht, soll bestraft werden.

Als Gründe nennt das Programm eine drohende Überlastung der Gerichte und Verzögerungen bei Genehmigungen. Die CDU unterstützt außerdem das Vorhaben der Bundesregierung, das Eindringen in Ställe wirksam als Straftatbestand zu verfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen lehnen wir ab“
Seite 119 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Punkt unterstützt eine wirksamere strafrechtliche Verfolgung von Stalleinbrüchen und verschiebt den Stand damit leicht in Richtung härteres Strafrecht.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Hessen im Vergleich