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parteiprogramm

SPD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Zukunftsprogramm zur Landtagswahl 2023 (Unser Zukunftsprogramm)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 88 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wolfsmanagement, Weideschutz und Tierheime finanzieren

Die SPD will ein Wolfsmanagement, das den Schutz von Weidetieren ausreichend finanziert und Entschädigungen klar regelt. Sie begründet das mit der Bedeutung von Beweidung für Artenvielfalt und Biotope. Zudem sollen Auffangstationen für Wildtiere entstehen und Tierheime eine Grundfinanzierung bekommen.

Wölfe können Weide-Tiere reißen. Die SPD will den Schutz von Weiden bezahlen. Bei Schäden soll es klare Regeln für Ersatz geben. Verletzte Wildtiere sollen in Auffang-Stationen Hilfe bekommen. Tierheime sollen festes Geld bekommen.

Nach dem Programm sind Bewirtschaftung und Beweidung der Kulturlandschaft für den Erhalt von Arten und Biotopen unverzichtbar. Besonders geschützt werden sollen Mähwiesen und Weiden in Gebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und in Biosphärenreservaten. Möglichst jeder Landkreis soll eine Auffangstation für verletzte Wildtiere erhalten. Tierheime sollen eine Basisfinanzierung für ihre Aufgaben bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Daher setzen wir auf ein zukunftsorientiertes Wolfsmanagement mit einer auskömmlichen Finanzierung von Weideschutzmaßnahmen und klare Entschädigungsregelungen.“
Seite 70 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wald naturnah bewirtschaften und umbauen

Die SPD will einen gemischten, artenreichen Dauerwald, der sich besser an das veränderte Klima anpassen kann. Der Wald soll schonend bewirtschaftet werden, zehn Prozent bleiben ungenutzt. Dafür soll HessenForst mehr Personal bekommen.

Die SPD will den Wald schonend nutzen. Es sollen viele verschiedene Bäume wachsen. So hält der Wald das neue Klima besser aus. Ein Zehntel vom Wald soll ohne Nutzung bleiben. Der Forst-Betrieb vom Land soll mehr Leute bekommen.

Kahlschläge sollen vermieden werden, und pro Jahr soll weniger Holz geschlagen werden, als nachwächst. Pro Hektar sollen fünf bis 15 Habitatbäume ungenutzt bleiben, der Abstand zwischen Rückegassen soll mindestens 40 Meter betragen, und das FSC-Siegel gilt als Mindeststandard. Ökosystemleistungen des Waldes sollen vergütet werden. Die Partei prüft, ob der Landesbetrieb HessenForst wieder ein Landesamt werden kann, und will dort mehr Personal, Fortbildung und kleinere Reviere. Ein „Pakt für den Wald“ soll die Wälder stabilisieren; das Land soll beim Bauen und Beschaffen verstärkt Holz einsetzen. Die Jagd soll Wildbestände so anpassen, dass Wildschäden ausbleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Kahlschläge und ein Aufreißen des Schirms werden vermieden und es wird jährlich weniger Holz entnommen als nachwächst.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal bei HessenForst, die Vergütung von Ökosystemleistungen und die geprüfte Rückkehr zum Landesamt erweitern die Rolle des Staates.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Schonendere Bewirtschaftung, längere Umtriebszeiten und stillgelegte Flächen stärken die CO2-Bindung und setzen ökologische Vorgaben vor höhere Holzerträge.

Wasserabgabe einführen und Hochwasserschutz verstärken

Die SPD will den Wasserverbrauch senken und dafür eine Abgabe auf Verbrauch erheben, der über dem Durchschnitt eines Haushalts liegt. Gewässer sollen flächendeckend einen guten Zustand erreichen. Ein Programm soll den Hochwasserschutz angesichts häufigerer Starkregen ausbauen.

Die SPD will, dass Menschen weniger Wasser verbrauchen. Wer sehr viel Wasser verbraucht, soll eine Abgabe zahlen. Flüsse und Bäche sollen sauberer werden. Der Schutz vor Hochwasser soll besser werden. Städte sollen Regen-Wasser besser speichern.

Die Einnahmen aus der Abgabe sollen Maßnahmen zum Wassersparen und neue Regenwasserspeicher für die Beregnung von Feldern finanzieren. Aufbereitetes Oberflächenwasser soll stärker genutzt werden, um bisherige Entnahmegebiete zu entlasten. Die letzte Frist der EU-Wasserrahmenrichtlinie will die Partei nutzen und das Programm „100 Wilde Bäche“ umsetzen. Schadstoffe sollen vor allem bei den Verursachern verringert werden, dazu kommen Uferrandstreifen und zusätzliche Klärstufen. Beim Hochwasserschutz setzt das Programm auf Zwischenspeicher vor Ort, sogenannte Schwammstädte, und neue Rückhalteräume.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir erheben zur Finanzierung eine Wasserabgabe für Verbräuche oberhalb des durchschnittlichen Haushaltsbedarfs.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, auf überdurchschnittlichen Verbrauch begrenzte Abgabe und öffentliche Förderprogramme erhöhen Abgaben und staatliche Investitionen in begrenztem Umfang.

Biotopverbund auf 15 Prozent der Landesfläche

Die SPD will auf 15 Prozent der Landesfläche einen Verbund von Biotopen schaffen, damit wandernde Arten neue Lebensräume finden. Die Verwaltungen für Naturschutz, Landwirtschaft und Forst sollen enger zusammenarbeiten und besser ausgestattet werden.

Die SPD will Lebensräume für Tiere und Pflanzen verbinden. Das soll auf 15 Prozent der Fläche von Hessen geschehen. So können Tiere wandern. Die Ämter für Natur, Landwirtschaft und Wald sollen besser zusammen arbeiten. Sie sollen genug Personal haben.

Der Verbund soll über Wald- und Wegränder sowie kleine Biotope in der Landschaft laufen und bei Bedarf durch Grünbrücken ergänzt werden. Landschaftspflegeverbände sollen bei Arbeit und Gründung unterstützt werden. Die mit Naturschutzverbänden vereinbarten Pläne zum Vogelschutz beim Ausbau der Windkraft sollen Personal erhalten und umgesetzt werden. Initiativen für alte regionale Tierrassen und Saatgut werden unterstützt. Daten des EU-Programms Copernicus sollen für Klimaschutz, Verkehr und Landnutzung genutzt werden, und eine Dark-Sky-Initiative soll auf Lichtverschmutzung aufmerksam machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir wollen einen Biotopverbund über Wald- und Wegränder, Strukturelemente in der Landschaft, Saum- und Trittsteinbiotope auf 15 % der Landesfläche“
Seite 72 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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