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Was sagen die Parteien in Bayern zu Umwelt und Tierschutz?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Tiertransporte verkürzen, Schächten ablehnen

Die AfD will, dass Schlachttiere zum nächstgelegenen geeigneten Schlachthof gebracht werden, und dafür regionale Schlachthöfe fördern. Missstände bei Tiertransporten sollen auch über Grenzen hinweg abgestellt werden. Das Schächten lehnt die Partei grundsätzlich ab.

Die AfD will kürzere Wege für Schlacht-Tiere. Die Tiere sollen zum nächsten passenden Schlachthof kommen. Schlachthöfe in der Region sollen Fördergeld bekommen. Die AfD ist gegen das Schächten. Schächten heißt: Schlachten ohne Betäubung nach religiösen Regeln.

Wölfe und eingewanderte Arten zurückdrängen

Die AfD fordert ein wirksames Wolfsmanagement und will, dass Wölfe schnell und ohne großen Verwaltungsaufwand entnommen, also getötet oder gefangen, werden können. Geschädigte sollen unbürokratisch entschädigt werden. Neu eingewanderte Arten sollen zurückgedrängt werden, eine Wiederansiedlung des Bären lehnt die Partei ab.

Die AfD will die Zahl der Wölfe begrenzen. Behörden sollen den Abschuss von Wölfen schnell erlauben. Wer Schaden durch Wölfe hat, soll einfach Geld bekommen. Neue Tierarten sollen wieder weniger werden. Bären sollen nicht wieder in Bayern leben.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Entnahme von Wölfen und Fischottern dauerhaft erlauben

Die CSU will die Zahl der Wölfe und anderer Raubtiere begrenzen und verringern. Dazu soll es dauerhaft möglich sein, Wölfe und Fischotter zu entnehmen, also zu fangen oder zu töten. Die Partei begründet das mit dem Schutz von Weidetieren, Almen und Teichwirtschaft.

Wölfe und Fischotter töten manchmal Weide-Tiere und Fische. Die CSU will die Zahl dieser Raubtiere verringern. Man soll sie dauerhaft entnehmen dürfen. Entnehmen heißt hier: fangen oder töten.

Wassercent einführen und Privatisierung verhindern

Die CSU will einen Wassercent einführen, also eine Abgabe auf die Entnahme von Wasser, um Trinkwasser und Tiefengrundwasser zu schützen. Die Wasserversorgung soll in kommunaler Hand bleiben. Einen Wasserausgleich zwischen den Ländern auf Kosten Bayerns lehnt die Partei ab.

Die CSU will das Wasser in Bayern schützen. Dafür soll es einen Wasser-Cent geben. Das ist eine Abgabe für das Entnehmen von Wasser. Private Firmen sollen die Wasser-Versorgung nicht übernehmen.

Moore renaturieren, Wälder umbauen, Artenschutz ausbauen

Die CSU will 55.000 Hektar Moore als natürliche CO2-Speicher wiederherstellen und die Wälder zu klimafesteren Mischwäldern umbauen. Naturschutz soll in Zusammenarbeit mit Landnutzern erfolgen. Bestehende Programme für Artenschutz und Landschaftspflege sollen wachsen.

Die CSU will Moore wieder in ihren natürlichen Zustand bringen. Moore speichern das Klima-Gas CO2. Wälder sollen mehr verschiedene Baum-Arten bekommen. Auch Tiere und Pflanzen sollen mehr Schutz bekommen.

CSU: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Trinkwasser öffentlich halten und Wasser schützen

Die Freien Wähler lehnen es ab, die Trinkwasserversorgung zu privatisieren, und wollen die Daseinsvorsorge so weit wie möglich öffentlich halten. Die Privatisierung der Energieversorgung bezeichnet das Programm als Fehler, der behutsam korrigiert werden soll. Zugleich soll das Wasser durch bessere Abwasserreinigung und Wasserrückhalt geschützt werden.

Die Freien Wähler wollen das Trinkwasser nicht an Firmen verkaufen. Die Versorgung soll bei Staat und Gemeinden bleiben. Auch das Abwasser soll besser gereinigt werden. Gemeinden sollen Hilfe bekommen, um Wasser zurückzuhalten.

Flächenverbrauch begrenzen, keine dritte Startbahn

Die Freien Wähler wollen den Flächenverbrauch in Bayern auf fünf Hektar pro Tag begrenzen und die Entwicklung im Ortsinneren der Ausweisung neuer Flächen vorziehen. Eine dritte Startbahn am Flughafen München lehnt die Partei weiterhin ab. Städte sollen mehr Grün bekommen statt einer strikten Nachverdichtung.

Die Freien Wähler wollen weniger Boden zubauen. Pro Tag sollen es höchstens 5 Hektar sein. Leere Gebäude und alte Gewerbe-Flächen sollen wieder genutzt werden. Der Flughafen München soll keine dritte Startbahn bekommen. In den Städten soll es mehr Grün geben.

Tiertransporte begrenzen, Tierschutz ausbauen

Die Freien Wähler wollen lange Tiertransporte vermeiden und Transporte in Länder außerhalb der EU in Deutschland und der EU beenden. Dazu kommen mehr Geld für Tierheime, ein Landestierschutzbeauftragter und ein leichterer Abschuss von Problemwölfen.

Die Freien Wähler wollen Tiere besser schützen. Tiere sollen nicht mehr in Länder außerhalb der EU gefahren werden. Tierheime sollen mehr Geld bekommen. Bayern soll einen Beauftragten für Tierschutz bekommen. Wölfe, die Probleme machen, sollen leichter getötet werden dürfen.

Freie Wähler: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Neue Schutzgebiete und Biotopverbund schaffen

Die Grünen wollen zahlreiche neue Naturschutzgebiete ausweisen und Biotope bayernweit vernetzen. Lebensräume wie Auen, Moore und naturnahe Wälder sollen wiederhergestellt und erhalten werden, um das Artensterben zu bremsen.

Die Grünen wollen mehr Gebiete für den Naturschutz. Dort sollen Tiere und Pflanzen sicher leben können. Die Gebiete sollen miteinander verbunden werden. Moore, Auen und Wälder sollen wieder natürlicher werden.

Aktionsplan für Natur und Artenvielfalt auflegen

Die Grünen wollen einen Aktionsplan zum Schutz und zur Wiederherstellung von Lebensräumen, Gewässern und Artenvielfalt aufstellen und mit mindestens einer Milliarde Euro über fünf Jahre finanzieren. Moore sollen wiedervernässt werden, in den Alpen soll es keine neuen Skianlagen geben.

Die Grünen wollen die Natur in Bayern besser schützen. Dafür soll es einen Plan mit vielen Maßnahmen geben. Der Plan bekommt mindestens eine Milliarde Euro in fünf Jahren. Moore sollen wieder nass werden. In den Alpen sollen keine neuen Ski-Lifte entstehen.

Grundwasser schützen und Wassercent einführen

Die Grünen wollen Trink- und Grundwasser stärker schützen: mit mehr Wasserschutzgebieten, einem Wassercent als Abgabe auf Entnahmen und einem zentralen Grundwasserregister. Die Trinkwasserversorgung soll in öffentlicher Hand bleiben, weil Wasser aus Sicht des Programms ein öffentliches Gut ist.

Die Grünen wollen das Trinkwasser schützen. Es soll mehr Wasser-Schutz-Gebiete geben. Wer Grundwasser entnimmt, soll dafür einen kleinen Betrag zahlen. Das heißt Wassercent. Die Versorgung mit Trinkwasser soll beim Staat und den Gemeinden bleiben.

Gewässer renaturieren und Schwammstädte schaffen

Die Grünen wollen Flüsse, Bäche und Seen sauber halten und renaturieren. Landschaften und Kommunen sollen so umgebaut werden, dass sie Wasser wie ein Schwamm speichern; das soll gegen Dürre helfen und zugleich vor Hochwasser schützen.

Die Grünen wollen saubere Flüsse und Seen. Städte und Landschaften sollen mehr Wasser speichern können. Man nennt das Schwamm-Stadt. Das hilft bei Trockenheit und bei Hochwasser. Regenwasser soll gesammelt werden.

Wälder zu klimafesten Mischwäldern umbauen

Die Grünen wollen Bayerns Wälder rasch zu arten- und strukturreichen Mischwäldern umbauen, damit sie der Erwärmung besser standhalten. Der Staatswald soll als „Klimawald“ am Gemeinwohl statt am Gewinn ausgerichtet werden, zugleich soll heimisches Holz stärker genutzt werden.

Die Grünen wollen die Wälder in Bayern verändern. Es sollen Mischwälder mit vielen Baumarten wachsen. Solche Wälder halten Hitze besser aus. Der Wald des Staates soll vor allem dem Klima und den Menschen dienen. Es soll mehr Förster geben.

Dritten Nationalpark im Steigerwald schaffen

Die Grünen wollen bis spätestens Ende 2027 im Steigerwald einen dritten bayerischen Nationalpark einrichten und weitere Schutz- und Wildnisgebiete nach wissenschaftlichen Kriterien ausweisen. Für das Zusammenleben mit Beutegreifern wie dem Wolf soll der Herdenschutz bayernweit gefördert werden.

Die Grünen wollen einen neuen National-Park in Bayern. Er soll im Steigerwald liegen. Bis Ende 2027 soll er fertig sein. Es soll noch mehr Schutz-Gebiete geben. Bauern sollen Hilfe bekommen, um ihre Tiere vor Wölfen zu schützen.

Flächenverbrauch verbindlich auf fünf Hektar halbieren

Die Grünen wollen den täglichen Flächenverbrauch in Bayern verbindlich auf fünf Hektar halbieren. Das Ziel soll in Etappen bis 2028 erreicht werden; die Partei will damit die Landschaft erhalten und Ortszentren beleben.

In Bayern wird jeden Tag viel Land bebaut. Die Grünen wollen das halbieren. Pro Tag sollen höchstens fünf Hektar neu bebaut werden. Das soll eine feste Regel sein. Bis 2028 soll das Ziel erreicht sein.

Reparaturbonus und Kreislaufwirtschaft einführen

Die Grünen wollen geschlossene Stoffkreisläufe fördern. Wer ein Elektrogerät reparieren lässt, soll die Hälfte der Kosten als Bonus erstattet bekommen, damit weniger Elektroschrott entsteht.

Die Grünen wollen weniger Müll. Wer ein Elektro-Gerät reparieren lässt, bekommt die Hälfte der Kosten zurück. Reparatur-Cafés bekommen Unterstützung. Auch der Staat soll beim Einkaufen auf die Umwelt achten.

Tierschutz strenger kontrollieren, Tierversuche beenden

Die Grünen wollen einen unabhängigen Tierschutzbeauftragten einsetzen und tierhaltende Betriebe sowie Schlachthöfe häufiger und unangekündigt kontrollieren lassen. Tierversuche sollen nach einem Ausstiegsplan schrittweise ersetzt, Qualzucht verboten und Tierheime besser finanziert werden.

Die Grünen wollen Tiere besser schützen. Eine unabhängige Person soll sich in Bayern um Tierschutz kümmern. Höfe und Schlacht-Höfe sollen öfter geprüft werden, auch ohne Ankündigung. Tier-Versuche sollen weniger werden und später ganz aufhören. Tierheime bekommen mehr Geld.

Grüne: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Flächenverbrauch begrenzen, Wasser und Moore schützen

Die SPD will den Flächenverbrauch in Bayern stark begrenzen und langfristig eine Flächenkreislaufwirtschaft erreichen. Trinkwasser soll sauber, bezahlbar und in öffentlicher Hand bleiben. Flüsse, Bäche und Moore sollen renaturiert werden.

Die SPD will, dass Bayern weniger Fläche zubaut. Gemeinden sollen zuerst im Ort bauen und nicht am Rand. Das Trink-Wasser soll sauber und günstig bleiben. Es soll der Allgemeinheit gehören. Flüsse und Moore sollen wieder natürlicher werden.

Alpen schützen, Tourismus nachhaltig umbauen

Die SPD will die bayerischen Alpen schützen und den Tourismus dort ganzjährig, klimafreundlich und nachhaltig ausrichten. Die Berg- und Almwirtschaft soll deutlich stärker gefördert werden, weil sie aus Sicht des Programms den Naturraum mitgeprägt hat und erhält.

Die SPD will die Alpen in Bayern schützen. Der Tourismus soll das ganze Jahr laufen und dem Klima weniger schaden. Bauern in den Bergen sollen mehr Geld bekommen. Für Schnee-Kanonen soll es kein Steuergeld geben.

Artensterben stoppen, weiteren Nationalpark schaffen

Die SPD will das Artensterben in Bayern möglichst schnell beenden, weil es nach ihrer Darstellung die Lebensgrundlagen der Menschen bedroht. Schutzgebiete sollen besser geschützt, vergrößert und miteinander verbunden werden, und es soll mindestens ein weiterer Nationalpark entstehen.

Die SPD will das Sterben von Tier- und Pflanzenarten stoppen. Schutz-Gebiete sollen größer werden und besser verbunden sein. Bayern soll mindestens einen neuen Nationalpark bekommen. Die SPD schlägt dafür den Steigerwald vor. Der Wolf darf zurückkommen, Schäden will die SPD schnell ersetzen.

Trinkwasser in kommunaler Hand halten

Die SPD will die Wasserversorgung in ganz Bayern sichern und dafür in Leitungen und Abwasseranlagen investieren. Die Trinkwasserversorgung soll in kommunaler Hand bleiben und Vorrang vor anderen Nutzungen von Wasser und Boden haben.

Die SPD will sauberes Trinkwasser überall in Bayern sichern. Das Land soll Geld für Wasser-Leitungen ausgeben. Die Gemeinden sollen für das Trinkwasser zuständig bleiben. Private Firmen sollen es nicht übernehmen.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl