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Was sagen die Parteien in Hessen zum Wohnen?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hessen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Mehr Neubau durch Bauland und schnelle Genehmigungen

Die AfD will Mieten und Preise stabilisieren, indem das Wohnungsangebot wächst. Dafür sollen Bauland schneller ausgewiesen und Baurecht rascher geschaffen werden. Das Land soll Kommunen zudem bei den Folgekosten des Wohnungsbaus entlasten.

In vielen Städten gibt es zu wenige Wohnungen. Die AfD will mehr neue Wohnungen. Dafür soll es schneller Bau-Land geben. Genehmigungen sollen schneller kommen. Das Land soll Gemeinden bei den Kosten helfen.

Baukosten durch geringere Standards senken

Die AfD will Wohnen günstiger machen, indem Baustandards gesenkt werden und die CO2-Abgabe wegfällt. Zudem soll das Baurecht bundesweit vereinfacht und vereinheitlicht werden. Genehmigungen sollen schneller und digitaler ablaufen.

Bauen ist teuer. Die AfD will die Kosten senken. Die CO2-Abgabe soll wegfallen. Die Regeln für Brand-Schutz, Wärme-Schutz und Schall-Schutz sollen lockerer werden. Das Bau-Recht soll in ganz Deutschland gleich und einfacher sein.

Wohneigentum fördern, öffentliche Wohnungen an Mieter verkaufen

Die AfD will mehr Menschen zu Wohneigentum verhelfen, weil es Vermögen aufbaut und im Alter entlastet. Öffentliche Wohnungsunternehmen sollen ihre Wohnungen an die Mieter verkaufen müssen. Einheimische und Genossenschaften sollen bei der Vergabe bevorzugt werden.

Die AfD will, dass mehr Menschen eine eigene Wohnung haben. Mieter von staatlichen Wohnungen sollen ihre Wohnung kaufen dürfen. Einheimische sollen bei Grundstücken Vorrang haben. Auch Genossenschaften sollen eher Bau-Land bekommen. Junge Familien sollen Grundstücke pachten können.

Wohngeld statt sozialem Wohnungsbau

Die AfD will Mieter mit geringem Einkommen über Wohngeld unterstützen statt über Sozialwohnungen. Aus ihrer Sicht führt sozialer Wohnungsbau zu Fehlbelegungen und kann den Bedarf nicht decken. Wo das Wohngeld nicht reicht, soll ein kommunales Wohngeld hinzukommen.

Die AfD will weniger auf Sozial-Wohnungen setzen. Menschen mit wenig Geld sollen Wohn-Geld bekommen. Das ist ein Zuschuss zur Miete. In teuren Städten soll es noch ein Wohn-Geld von der Gemeinde geben. Städte sollen auch Wohnungen für Menschen in Not sichern.

Mietpreisbremse und Mietendeckel ablehnen

Die AfD lehnt Mietpreisbremsen, Mietendeckel und Verbote der Privatisierung von Wohnungen ab. Aus ihrer Sicht verschärfen solche Eingriffe die Probleme eines Wohnungsmarktes, der ohne den Staat funktionieren würde.

Die AfD will keine Mietpreis-Bremse. Sie will auch keinen Mieten-Deckel. Der Staat soll den Verkauf von Wohnungen nicht verbieten. Die AfD meint: Der Wohnungs-Markt funktioniert besser ohne solche Regeln.

Denkmal- und Brandschutz flexibler handhaben

Die AfD will Vorgaben zum Brand- und Denkmalschutz lockern. Aus ihrer Sicht machen diese Auflagen den Erhalt von Wirtshäusern und Altstadtkernen unwirtschaftlich.

Die AfD will lockerere Regeln für den Brand-Schutz. Das gilt auch für den Denkmal-Schutz. Die AfD meint: Wegen der Regeln schließen viele Wirtshäuser. Alte Häuser lassen sich dann zu teuer sanieren.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschaftausgewogen (+0,1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 4 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

Bauen verbilligen und Genehmigungen vereinfachen

Die CDU sieht mehr Wohnraum als einzigen Weg zu bezahlbarem Wohnen und will deshalb Baukosten und Auflagen senken. Eine Taskforce soll Verfahren vereinfachen; Umnutzungen von Büros und Aufstockungen von Gebäuden sollen leichter werden.

Die CDU will, dass Bauen billiger wird. Eine Arbeitsgruppe soll Regeln und Verfahren einfacher machen. Aus Büros sollen leichter Wohnungen werden. Auf bestehende Gebäude sollen neue Stockwerke kommen können, auch auf Supermärkte.

Hessengeld für das erste Eigenheim einführen

Die CDU will mehr Menschen den Erwerb von Wohneigentum ermöglichen und dafür ein „Hessengeld“ für den ersten Kauf einer selbst genutzten Immobilie zahlen. Hinzu kommen angepasste Förderdarlehen und Initiativen beim Bund für steuerliche Erleichterungen.

Die CDU will Menschen beim ersten eigenen Haus oder der ersten eigenen Wohnung helfen. Dafür soll es Geld vom Land geben. Jeder Käufer soll 10.000 Euro bekommen. Für jedes Kind gibt es 5.000 Euro dazu. Auch Kredite vom Land sollen mehr Menschen erreichen.

Umwandlungsprüfung abschaffen, Zweckentfremdungsregeln lockern

Die CDU will die Prüfung streichen, die vor der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in größeren Häusern vorgeschrieben ist. Auch die Regeln zur Zweckentfremdung sollen grundlegend überarbeitet werden, damit Eigentümer freier über ihre Immobilie entscheiden können.

Die CDU will Eigentümern mehr Freiheit geben. Heute gibt es eine Prüfung, bevor aus Mietwohnungen Eigentums-Wohnungen werden. Diese Prüfung will die CDU abschaffen. Auch andere Regeln zur Nutzung von Wohnungen sollen lockerer werden. Ein Verbot von Einfamilien-Häusern lehnt die CDU ab.

Mehr Bauland schneller ausweisen

Die CDU will, dass Kommunen schneller und einfacher neues Wohnbauland ausweisen können. Finanzielle Anreize, ein digitales Flächenkataster und Zuschüsse zu Erschließungskosten sollen dazu beitragen.

Die CDU will mehr Bauland für Wohnungen. Städte und Gemeinden sollen neue Baugebiete schneller festlegen können. Dafür sollen sie Geld als Anreiz bekommen. Das Land soll eine digitale Liste mit geeigneten Flächen anbieten.

Sozialwohnungen sichern, keine schärfere Mietpreisregulierung

Die CDU will bezahlbaren Wohnraum über Wohngeld, den Kauf von Belegungsrechten und praxistauglichere Förderung sichern. Eine Verschärfung der Mietpreisregulierung lehnt sie ab, ebenso Spekulation mit Bauland oder leerstehenden Wohnungen.

Die CDU will günstige Wohnungen erhalten. Das Land soll Rechte kaufen, damit Sozial-Wohnungen günstig bleiben. Das neue Wohngeld soll schnell bei den Menschen ankommen. Strengere Regeln für Mietpreise will die CDU nicht.

Altersgerechtes und generationenübergreifendes Wohnen fördern

Die CDU will mehr seniorengerechten und barrierefreien Wohnraum schaffen. Sie will Wohnanlagen für Ältere im ganzen Land unterstützen, den Umbau bestehender Wohnungen fördern und Wohnformen für mehrere Generationen ausbauen.

Ältere Menschen sollen lange in ihrer Wohnung bleiben können. Die CDU will den Umbau von Wohnungen fördern. Zum Beispiel den Einbau von Aufzügen. Es soll auch mehr Wohn-Anlagen für Senioren geben.

Obdachlosigkeit mit aufsuchender Hilfe bekämpfen

Die CDU will Obdachlosigkeit in Hessen bekämpfen und dafür mit Kommunen und sozialen Trägern ein Hilfskonzept entwickeln. Sie will außerdem prüfen, ob der Ansatz „Housing first“ helfen kann.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die CDU will ihnen helfen. Helfer sollen zu den Menschen hingehen. Die CDU prüft auch die Idee „Housing first“. Dabei bekommen Menschen zuerst eine Wohnung.

Alte Ortskerne beleben, Städtebau und Mobilität fördern

Die CDU will es erleichtern, alte Ställe, Scheunen und Gewerbebauten in Ortskernen zu Wohnungen oder für andere Zwecke umzunutzen. Außerdem sollen Mittelzentren auf dem Land stärker von der Städtebauförderung profitieren und Bus und Bahn dort verlässlich verfügbar sein.

In alten Dörfern stehen viele Scheunen und Ställe leer. Die CDU will, dass man daraus leichter Wohnungen machen kann. Kleine Städte auf dem Land sollen mehr Geld für den Städtebau bekommen. Busse und Bahnen sollen auch auf dem Land zuverlässig fahren.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 3 deutlich mehr Markt

Flächenverbrauch bis 2050 auf Netto-Null senken

Die FDP will den Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2050 auf null bringen. Bevor neue Bau- oder Gewerbegebiete entstehen, sollen Baulücken, bestehende Gebäude und Brachflächen genutzt werden.

Boden lässt sich nicht vermehren. Die FDP will deshalb weniger neue Flächen bebauen. Ab 2050 soll unterm Strich keine neue Fläche mehr dazukommen. Zuerst sollen Lücken und alte Gebäude genutzt werden. Häuser sollen auch höher gebaut werden dürfen.

Bauvorschriften abbauen, Genehmigungen befristen

Die FDP will den Wohnungsbau durch weniger Vorschriften und schnellere Verfahren ankurbeln. Für Baugenehmigungen sollen verbindliche Fristen gelten; läuft eine Frist ab, gilt der Antrag als genehmigt.

Die FDP will, dass schneller gebaut wird. Ämter sollen über Bau-Anträge in festen Fristen entscheiden. Schaffen sie das nicht, gilt der Antrag als erlaubt. Für den Ausbau vom Dach soll man keine Genehmigung mehr brauchen. Bau-Anträge sollen digital möglich sein.

Mietpreisbremse und Umwandlungsverbot abschaffen

Die FDP will die Mietpreisbremse und das 2022 eingeführte Verbot, Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln, abschaffen. Die Kündigungssperrfrist nach einer Umwandlung soll von acht auf fünf Jahre sinken. Die Partei begründet das damit, dass diese Regeln Investitionen und Eigentumsbildung hemmen.

Die FDP will die Mietpreis-Bremse abschaffen. Diese Regel begrenzt die Miete bei neuen Verträgen. Die FDP sagt: Die Regel verhindert neue Wohnungen. Miet-Wohnungen sollen wieder zu Eigentums-Wohnungen werden dürfen. Der Schutz vor Kündigung danach soll fünf statt acht Jahre dauern.

Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer einführen

Wer zum ersten Mal eine Wohnimmobilie zur eigenen Nutzung kauft, soll nach dem Willen der FDP bei der Grunderwerbsteuer einmalig entlastet werden: Bis zu 500.000 Euro sollen als Freibetrag steuerfrei bleiben. Auch die Landesprogramme zur Förderung von Wohneigentum sollen neu ausgerichtet werden, damit mehr Menschen Eigentum bilden können.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer. Die FDP will diese Steuer beim ersten eigenen Zuhause senken. Bis 500.000 Euro soll man keine Steuer zahlen. Das gilt nur, wenn man selbst darin wohnt. Auch die Förder-Programme vom Land sollen besser werden.

Grundsteuer C und Fehlbelegungsabgabe abschaffen

Die FDP will die Grundsteuer C auf baureife Grundstücke streichen, bevor sie 2025 erstmals erhoben werden kann. Auch die Fehlbelegungsabgabe für Mieter von Sozialwohnungen mit gestiegenem Einkommen soll entfallen; die Grundsteuer insgesamt soll 2027 überprüft werden.

Kommunen dürfen ab 2025 eine Extra-Steuer auf unbebautes Bauland nehmen. Die FDP will diese Steuer vorher abschaffen. Auch eine Abgabe in Sozial-Wohnungen soll wegfallen. Die zahlen Mieter, die inzwischen etwas mehr verdienen. Die FDP findet die Abgabe ungerecht.

Mehr Bauland durch Anreize für Kommunen

Die FDP will die Baulandoffensive des Landes überprüfen und wirksamer machen, weil sie fehlendes Bauland als eine Ursache für Wohnungsnot und steigende Mieten sieht. Der Kommunale Finanzausgleich soll Kommunen belohnen, die Flächen für Wohnungen ausweisen.

Die FDP sagt: Es fehlt Bauland. Darum sind Wohnungen knapp und teuer. Das Land soll den Kommunen mehr helfen, Bauland zu schaffen. Kommunen sollen mehr Geld bekommen, wenn sie Flächen für Wohnungen freigeben. Auch Bau-Lücken sollen geschlossen werden.

Denkmalschutz für Umbauten lockern

Die FDP will den Denkmalschutz in Hessen reformieren, damit Modernisierungen in geschützten Gebäuden leichter werden. Die Vorgaben sollen möglichst gering ausfallen, damit ihre Kosten den Bau von Wohnraum nicht hemmen.

Manche alten Häuser stehen unter Denkmal-Schutz. Umbauten sind dort schwer und teuer. Die FDP will die Regeln dafür lockern. So sollen dort mehr Wohnungen entstehen. Bei verfallenden Häusern soll der Schutz leichter enden können.

Baugenehmigungen vollständig digitalisieren

Die FDP will Planung und Genehmigung von Bauvorhaben komplett digital abwickeln, damit der Wohnungsbau nicht durch Bürokratie gebremst wird. Bei öffentlich geförderten Bauprojekten sollen Glasfaser und Mobilfunkmasten zur Pflicht werden, wo es passt.

Die FDP will Bau-Anträge digital machen. Statt Papier-Plänen reicht man digitale Modelle vom Gebäude ein. So sollen Wohnungen schneller gebaut werden. Bei Bauten mit staatlichem Geld soll schnelles Internet mit eingebaut werden.

FDP: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Zwei Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau

Die Grünen wollen mit einem Landesprogramm von 2 Milliarden Euro den Wohnungsbau fördern und die Zahl der Sozialwohnungen jedes Jahr steigern. Wohnen soll nach Ansicht der Partei nicht allein dem Markt überlassen bleiben; mehr Wohnungen sollen in öffentlicher Hand sein.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen. Dafür soll das Land 2 Milliarden Euro ausgeben. Es soll jedes Jahr mehr Sozial-Wohnungen geben. Sozial-Wohnungen sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.

Gesetz gegen Zweckentfremdung von Wohnraum schaffen

Die Grünen wollen ein Landesgesetz, mit dem Gemeinden gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum vorgehen können. Wohnungen sollen dauerhaft zum Wohnen dienen und nicht leer stehen oder als Büro oder Ferienwohnung genutzt werden.

Wohnungen sollen zum Wohnen da sein. Sie sollen nicht leer stehen. Sie sollen auch nicht dauerhaft Büro oder Ferien-Wohnung sein. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz machen.

Mieterschutz im Bundesrecht verschärfen

Die Grünen wollen Mieterinnen und Mieter vor unverhältnismäßigen Mieterhöhungen schützen und fordern dafür Änderungen im Bundesrecht. Dazu zählen ein reformiertes Mietrecht, eine wirksamere Mietpreisbremse und niedrigere Kappungsgrenzen.

Mieten sollen nicht zu stark steigen. Die Grünen wollen dafür strengere Regeln im Bund. Die Mietpreis-Bremse soll besser wirken. Abrechnungen für Neben-Kosten sollen klar und verständlich sein.

Gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen fördern

Die Grünen wollen gemeinwohlorientierte Wohnformen mit einem eigenen Förderprogramm unterstützen. Gemeinschaftliche, genossenschaftliche und altersgemischte Wohnprojekte sollen älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld erleichtern.

Die Grünen wollen neue Arten des Wohnens fördern. Dafür soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Zum Beispiel für Häuser, in denen Junge und Alte zusammen wohnen. So können ältere Menschen länger selbstständig leben.

Kommunen beim Bauen und Sanieren unterstützen

Die Grünen wollen Kommunen mit Beratung, Digitalisierung und mehr Fachpersonal in den Bauämtern helfen, damit Planung, Klimaschutz und Denkmalschutz schneller bearbeitet werden. Kommunale Beratungsstellen sollen das Sanieren und Ausbauen bestehender Gebäude anregen.

Die Grünen wollen den Städten und Gemeinden beim Bauen helfen. Die Bau-Ämter sollen mehr Fachleute bekommen. Beratungs-Stellen sollen Menschen beim Sanieren helfen. Sanieren heißt: ein altes Haus erneuern.

Geförderten Wohnraum für zehn Prozent der Studierenden

Die Grünen wollen für mindestens jeden zehnten Studierenden in Hessen geförderten Wohnraum schaffen und damit über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf Bundesebene will die Partei mehr BAföG-Berechtigte und einen Wohnkostenzuschlag je nach Studienort erreichen.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen für Studierende. Für mindestens 10 von 100 Studierenden soll es geförderten Wohnraum geben. Mehr Studierende sollen BAföG bekommen. In teuren Städten soll es einen Zuschlag für die Miete geben.

Grüne: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Auszubildendenwerke für bezahlbaren Wohnraum gründen

Die SPD will nach dem Vorbild der Studierendenwerke flächendeckend Auszubildendenwerke gründen. Sie sollen vor allem günstigen Wohnraum nahe dem Ausbildungsbetrieb schaffen. Zudem setzt sich die Partei für ein verbilligtes Deutschlandticket für Auszubildende ein.

Für Studierende gibt es Studierenden-Werke. Sie bieten zum Beispiel günstige Zimmer an. Die SPD will so etwas auch für Auszubildende. Die Zimmer sollen nah am Betrieb liegen. Auszubildende sollen auch ein billigeres Deutschland-Ticket bekommen.

Sozialen Wohnungsbau durch öffentliche Hand ankurbeln

Die SPD will mehr geförderte und preisgedämpfte Wohnungen für unterschiedliche Gruppen schaffen und dafür den öffentlichen Wohnungsbau ausweiten. Kommunen sollen durch eine Reform der Gemeindeordnung mehr Spielraum bekommen.

Die SPD will mehr günstige Wohnungen bauen lassen. Der Staat und die Gemeinden sollen dabei mehr tun. Es soll Wohnungen für Familien, Studierende und ältere Menschen geben. Auch leere Büros sollen zu Wohnungen werden.

Energetische Sanierung und nachhaltiges Bauen fördern

Die SPD will die energetische Sanierung von Gebäuden stärker mit staatlichem Geld fördern, damit Wohnen trotz steigender Energiepreise bezahlbar bleibt. Bei den Energiestandards soll darauf geachtet werden, dass Sanierungen erschwinglich bleiben.

Die SPD will mehr Geld für das Sanieren von Häusern geben. So verbrauchen Häuser weniger Energie. Das soll das Klima schützen und Kosten senken. Sanieren soll aber bezahlbar bleiben.

Baukosten senken und Verfahren beschleunigen

Die SPD will das Bauen von Wohnungen billiger machen, indem sie das Baurecht vereinfacht und die Grunderwerbsteuer reformiert. Planung und Genehmigung sollen schneller gehen, damit mehr Bauland bereitsteht.

Die SPD will, dass Bauen weniger kostet. Dafür sollen die Bau-Regeln einfacher werden. Auch die Steuer beim Kauf von Grundstücken soll sich ändern. Genehmigungen sollen schneller kommen.

Spekulation mit Wohnraum unterbinden, Gemeinwohl stärken

Die SPD will spekulativen Leerstand und andere Zweckentfremdung von Wohnungen per Gesetz verbieten. Boden soll möglichst in öffentlicher Hand bleiben, und Wohnungsbau ohne Renditeziel soll gefördert werden.

Die SPD will verbieten, dass Wohnungen absichtlich leer stehen. Mit Wohnungen soll niemand spekulieren. Der Staat soll viel Boden behalten. Genossenschaften sollen mehr Hilfe bekommen.

Mieterschutz auf mehr Kommunen ausweiten

Die SPD will mehr Kommunen als angespannte Wohnungsmärkte einstufen, damit dort Mietpreisbremse und weitere Schutzregeln gelten. Sie begründet das damit, dass die Mieten zuletzt schneller gestiegen seien als die Gehälter.

Die Mieten steigen schneller als die Löhne. Die SPD will Mieter deshalb besser schützen. In mehr Orten soll die Miet-Preis-Bremse gelten. Mehr Orte sollen einen Miet-Spiegel bekommen.

Wohnraumhilfen fördern und Wohnungsverlust vorbeugen

Die SPD will ein Landesprogramm für soziale Wohnraumhilfen auflegen, die Menschen in schwierigen Lebenslagen zu einer Wohnung verhelfen. Außerdem sollen kommunale Fachstellen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren. Eine Wohnung ist aus Sicht des Programms Voraussetzung für soziale Teilhabe.

Die SPD will Menschen in Not bei der Wohnung helfen. Dafür soll es ein neues Förder-Programm vom Land geben. In den Kommunen sollen Fach-Stellen arbeiten. Sie sollen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren.

10.000 neue Wohnheimplätze für Studierende schaffen

Die SPD will in der nächsten Wahlperiode 10.000 Wohnheimplätze für Studierende anstoßen. Langfristig soll ein Fünftel der Studierenden geförderten Wohnraum bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass derzeit weniger als jeder zehnte Studierende in Hessen einen Wohnheimplatz hat.

Viele Studierende finden keine bezahlbare Wohnung. Die SPD will 10.000 neue Plätze in Wohnheimen schaffen. Später soll es für jeden fünften Studierenden geförderten Wohnraum geben. Auch Geld für hohe Mieten soll es geben.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl