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Was sagen die Parteien in Hessen zu Kultur und Medien?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hessen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Deutsch als Lehrsprache sichern

Die AfD will die deutsche Sprache als Kulturgut schützen und an Schulen und Hochschulen Deutsch als Lehrsprache betonen. Sprachkurse in Einwanderersprachen lehnt sie ab; Migranten, die dauerhaft bleiben wollen, sollen Deutsch in Wort und Schrift beherrschen.

Die AfD will die deutsche Sprache schützen. In Schulen und Hochschulen soll auf Deutsch gelehrt werden. Kurse in den Sprachen von Einwanderern lehnt die AfD ab. Wer dauerhaft in Deutschland leben will, soll Deutsch sprechen und schreiben können.

Leitkultur fördern, Kulturförderung an Neutralität binden

Die AfD bekennt sich zu einer deutschen Leitkultur und will staatliche Anreize zur Bewahrung des kulturellen Erbes. Geförderte Kultureinrichtungen und Vereine sollen politisch neutral sein; die aus Sicht der Partei einseitige Förderung soll enden. Ein neues Schulfach „Heimatkunde“ soll auch die Geschichte der früheren deutschen Ostgebiete behandeln.

Die AfD will die deutsche Kultur als Leitkultur bewahren. Der Staat soll dafür Anreize geben. Vereine und Kultur-Häuser mit Geld vom Land sollen politisch neutral sein. In der Schule soll es das neue Fach Heimatkunde geben. Dort geht es auch um frühere deutsche Gebiete im Osten.

Rundfunkbeitrag abschaffen, „Grundfunk“ einführen

Die AfD will den Rundfunkbeitrag abschaffen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf einen kostenfreien „Grundfunk“ mit etwa einem Zehntel des heutigen Programms verkleinern. Finanzieren sollen ihn Abgaben von Konzernen, die audiovisuelle Inhalte und Streaming anbieten. Das Internet soll bis auf strafbare Beiträge frei von Zensur sein.

Die AfD will den Rundfunk-Beitrag abschaffen. Die öffentlichen Sender sollen viel kleiner werden. Es soll nur noch etwa ein Zehntel des Programms geben. Streaming-Firmen sollen dafür zahlen. Im Internet soll es keine Zensur geben, außer bei Straftaten.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Musikalische und kulturelle Bildung ausbauen

Die CDU will die bestehenden Programme zur musikalischen Bildung weiter fördern und erweitern, weil Musik aus ihrer Sicht die Entwicklung und den Spracherwerb von Kindern unterstützt. Hinzu kommen ein Blockflötenprojekt, Kulturbusse und ein neues Institut für kulturelle Bildung.

Die CDU will mehr Musik für Kinder. Schul-Anfänger sollen eine Blockflöte bekommen. Busse sollen Kinder vom Land zu Kultur-Orten bringen. Ein neues Institut soll alle Angebote steuern.

Denkmalschutz vereinfachen und Sanierung fördern

Die CDU will den Denkmalschutz praxisnäher und günstiger gestalten. Das Denkmalverzeichnis soll aktualisiert, das Recht angepasst und die Zuständigkeit der Behörden gestrafft werden. Käufer denkmalgeschützter Häuser sollen Förderung für die Sanierung erhalten.

Alte Häuser stehen oft unter Denkmal-Schutz. Die CDU will die Regeln dafür einfacher machen. Besitzer sollen Geld für die Sanierung bekommen. Die Liste der Denkmäler soll neu geprüft werden.

Heimat, Brauchtum und Dialekte fördern

Die CDU will Traditionen, Brauchtum und kulturelle Identität aktiv fördern und dafür eine eigene Heimat-Abteilung im Landwirtschaftsministerium schaffen. Dialekte sollen in Kitas und Schulen gestärkt, Heimatkunde in der Grundschule geschärft und ein „Haus der hessischen Geschichte“ vorbereitet werden.

Die CDU will Heimat und alte Bräuche stärker fördern. Ein Ministerium soll dafür eine eigene Abteilung bekommen. Kinder sollen in Kita und Schule mehr über Dialekte lernen. Orts-Schilder dürfen auch den Namen im Dialekt zeigen. Ein neues Haus soll die Geschichte von Hessen zeigen.

Kultur, Vereine und Sportstätten auf dem Land fördern

Die CDU will das Kultur- und Vereinsleben im ländlichen Raum besonders unterstützen, weil es aus ihrer Sicht die Lebensqualität und den Zusammenhalt in den Dörfern prägt. Geplant sind mobile Kulturangebote sowie mehr Bau und Modernisierung von Sportstätten.

Die CDU will Kultur und Vereine auf dem Land stärker fördern. Museen sollen mit Bussen in die Dörfer kommen. Kinos auf dem Land sollen Geld bekommen. Sportplätze, Turnhallen und Schwimmbäder sollen erneuert werden.

Erinnerung an Flucht und Vertreibung bewahren

Die CDU will die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Deportation der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wachhalten. Dazu sollen der Gedenktag gesichert, das Thema im Schulunterricht ausgeweitet und Forschung sowie Kulturpflege gefördert werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele Deutsche ihre Heimat im Osten verlassen. Die CDU will, dass man sich daran erinnert. Der Gedenk-Tag in Hessen soll bleiben. Schüler sollen mehr darüber lernen. Kommunen sollen sich um Denkmäler kümmern.

Kulturelle Vielfalt und Ehrenamt in der Kultur fördern

Die CDU will die gesamte hessische Kulturszene fördern, von großen Häusern über Brauchtum und Chöre bis zu Film, Musik, Literatur und Urban Arts. Ehrenamtliche sollen entlastet werden, etwa durch die Übernahme von GEMA-Gebühren und einfachere Förderverfahren; zugleich lehnt die Partei ab, was sie Cancel Culture nennt.

Die CDU will Kultur in ganz Hessen unterstützen. Dazu gehören Theater, Museen, Chöre, Fastnacht, Film und Bücher. Vereine sollen weniger Papierkram haben. Das Land soll GEMA-Gebühren für Vereine zahlen. Das sind Gebühren für das Abspielen von Musik.

Museen fördern und Bestände digital zugänglich machen

Die CDU will die Museumsförderung fortsetzen, die drei Landesmuseen weiter stark unterstützen und einen festen Etat für Kunstankäufe bereithalten. Eine nicht kommerzielle NFT-Plattform soll bisher nicht gezeigte Museumsbestände öffentlich bekannt machen.

Die CDU will Museen in Hessen weiter Geld geben. Museen sollen wichtige Kunstwerke kaufen können. Viele Kunstwerke liegen im Keller. Die CDU will sie im Internet zeigen. Kinder und Jugendliche sollen mehr über Kunst lernen.

documenta neu strukturieren und Antisemitismus aufarbeiten

Die CDU will die Kasseler documenta als weltweit bedeutende Kunstausstellung erhalten und dafür ihre Strukturen grundlegend überarbeiten. Die Vorgänge um antisemitische Inhalte bei der letzten Ausgabe sollen vorrangig aufgearbeitet werden.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Bei der letzten Ausstellung gab es judenfeindliche Bilder. Die CDU will das genau aufklären. Die documenta soll neue Regeln und eine neue Organisation bekommen. Vielleicht entsteht auch ein eigenes Museum.

Schlösser sanieren und Denkmalpflege ausbauen

Die CDU will die Sanierung landeseigener Schlösser, Burgen und Gärten in kommenden Haushalten vorrangig finanzieren und die Schlösserverwaltung zu einem großen Träger kultureller Bildung im ländlichen Raum machen. Auch die Förderung der Denkmalpflege soll wachsen, bei schnelleren Verfahren der Behörden.

Hessen hat viele Schlösser, Burgen und Gärten. Die CDU will sie reparieren und erhalten. Dort soll es mehr Angebote zum Lernen geben. Auch alte geschützte Häuser sollen mehr Hilfe bekommen. Die Ämter sollen schneller entscheiden.

Staatstheater, Festspiele und freie Theater finanzieren

Die CDU will die drei Staatstheater weiter finanzieren und baulich sanieren sowie die Landesförderung für Festspiele ausbauen. Auch die freie Theaterszene soll Landesmittel erhalten, damit Ensembles verlässlich planen können.

Hessen hat drei große Staats-Theater. Die CDU will sie weiter bezahlen und die Gebäude reparieren. Auch Festspiele sollen mehr Geld bekommen. Freie Theater-Gruppen sollen Geld vom Land erhalten. So können sie besser planen.

Masterplan Erinnerungskultur entwickeln

Die CDU will für Hessen erstmals einen Gesamtplan für Gedenkstätten und Erinnerungsorte aufstellen. Er soll drei Säulen umfassen: die Opfer des Nationalsozialismus, die Geschichte der DDR und Orte der Demokratiegeschichte.

Gedenkstätten erinnern an wichtige und schlimme Zeiten der Geschichte. Die CDU will dafür einen großen Plan machen. Er soll an die Opfer der Nazi-Zeit erinnern. Er soll auch an die DDR und an die Geschichte der Demokratie erinnern.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren, Medienvielfalt sichern

Die CDU verlangt eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit den Zielen Qualität, Transparenz, stabile Beiträge und ausgewogene Berichterstattung. Sie hält am eigenständigen Hessischen Rundfunk und an der Medienanstalt Hessen fest und sieht die EU-Medienregulierung kritisch.

Die CDU will ARD, ZDF und die anderen öffentlichen Sender verändern. Die Sender sollen neutral berichten und offen arbeiten. Der Rundfunk-Beitrag soll möglichst nicht steigen. Der Hessische Rundfunk soll eigenständig bleiben. Neue Medien-Regeln der EU sieht die CDU kritisch.

Medienkompetenz landesweit fördern und bündeln

Die CDU will die Förderung von Medienkompetenz in Hessen landesweit ausbauen und die bestehenden Angebote in einem Konzept bündeln. Menschen jeden Alters sollen Informationen einordnen und Falschnachrichten erkennen können.

Die CDU will, dass Menschen gut mit Medien umgehen können. Sie sollen falsche Nachrichten erkennen. Die vielen Angebote dazu sollen besser zusammen-arbeiten. Auch ältere Menschen sollen mehr über digitale Medien lernen.

CDU: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Hessisches Kulturgesetz einführen

Die FDP will ein Kulturgesetz für Hessen, das die Kulturförderung langfristig absichert und einen festen rechtlichen Rahmen schafft. Die Kulturausgaben des Landes sollen verstetigt und angehoben, die Förderung zugleich entbürokratisiert werden.

Die FDP will ein Kultur-Gesetz für Hessen. Das Gesetz soll das Geld für Kultur auf Dauer sichern. Das Land soll mehr Geld für Kultur ausgeben. Anträge auf Förderung sollen einfacher werden. Mehr Geld soll bei den Künstlern ankommen.

Kulturbudget für Schulen und mehr Geld für Musikschulen

Die FDP will Schulen ein eigenes Kulturbudget geben, das sich nach der Schülerzahl richtet und das sie selbst verwalten. Musikschulen sollen mehr Landesmittel erhalten, damit es überall im Land ein Angebot gibt.

Schulen sollen eigenes Geld für Kultur bekommen. Die Höhe hängt von der Zahl der Kinder ab. Die Schule entscheidet selbst über das Geld. Musik-Schulen sollen mehr Geld vom Land bekommen. Dafür brauchen sie gut ausgebildete Lehrer.

Bibliotheken gebührenfrei machen und sonntags öffnen

Die FDP will, dass Bibliotheken in Hessen keine Gebühren mehr erheben und auch sonntags öffnen dürfen. Sie sieht Bibliotheken als leicht zugängliche Orte für Bildung, Kultur und digitale Teilhabe.

Bibliotheken sollen nichts mehr kosten. Sie sollen auch am Sonntag öffnen dürfen. Das Land soll den Städten und Gemeinden dafür mehr Geld geben. Überall in Hessen soll es Bibliotheken geben. Sie sollen Treffpunkte für alle werden.

Theaterpakt schließen und Museen profilieren

Die FDP will den Staatstheatern und den vom Land geförderten Bühnen mit einem Theaterpakt langfristige Planungssicherheit geben und alle Spielorte erhalten. Für die Museen fordert sie ein Konzept für Zusammenarbeit und Profilbildung sowie Hilfe bei digitalen Angeboten.

Die FDP will einen Vertrag mit den Theatern schließen. Er heißt Theater-Pakt. Die Theater sollen damit lange planen können. Alle Spiel-Orte sollen bleiben. Museen sollen mehr zusammenarbeiten. Sie sollen ihre Kunst auch digital zeigen.

Denkmalpflege fördern, Trust-Modell für Denkmale schaffen

Die FDP will die Förderung der Denkmalpflege fortführen und Schutz und Nutzung von Denkmalen miteinander verbinden. Für bedeutende Denkmale in Privatbesitz, deren Eigentümer den Erhalt nicht bezahlen können, strebt sie ein Modell nach dem Vorbild des britischen National Trust an.

Die FDP will Denkmale weiter fördern. Manche Besitzer können ihr Denkmal nicht mehr erhalten. Sie sollen es freiwillig an die öffentliche Hand geben können. Diese muss das Denkmal dann erhalten.

Strukturen der documenta weiterentwickeln

Die FDP will die documenta weiter fördern, ihre Strukturen aber zusammen mit der Stadt Kassel und dem Bund überarbeiten. Anlass sind die antisemitischen Vorfälle bei der documenta 15, die wissenschaftlich aufgearbeitet werden sollen.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Die FDP will sie weiter fördern. Bei der letzten Ausstellung gab es judenfeindliche Vorfälle. Deshalb soll die documenta neu organisiert werden.

Herkunft von Kulturgut erforschen und zurückgeben

Die FDP will, dass hessische Sammlungen die Herkunft ihrer Bestände erforschen, vor allem bei NS-Raubgut und Objekten aus kolonialen Zusammenhängen. Unrechtmäßig erworbene Werke sollen nach Möglichkeit zurückgegeben werden.

Museen sollen prüfen, woher ihre Stücke kommen. Manche Stücke wurden den Besitzern geraubt, etwa in der Nazi-Zeit. Solche Stücke sollen möglichst zurückgegeben werden. Das gilt auch für Stücke aus früheren Kolonien.

Gedenkstätten erhalten, Schulbesuche für alle vorsehen

Die FDP will Gedenkstätten und Erinnerungsorte erhalten und ein Gedenkstättenkonzept entwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler sollen während ihrer Schulzeit einmal eine Gedenkstätte für NS-Opfer besuchen.

Die FDP will Gedenkstätten erhalten und unterstützen. Jedes Schulkind soll einmal eine Gedenkstätte für die Opfer der Nazis besuchen. Auch Projekte vor Ort wie Stolpersteine bekommen Hilfe.

ARD und ZDF zu einer Anstalt zusammenlegen

Die FDP bekennt sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zum Hessischen Rundfunk, hält das parallele nationale Angebot von ARD und ZDF aber für nicht mehr nötig. Künftig soll eine einzige Anstalt den bundesweiten Auftrag erfüllen, während der Hessische Rundfunk für das regionale Angebot zuständig bleibt.

Die FDP will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk behalten. ARD und ZDF sollen aber zu einem Sender für ganz Deutschland werden. Der Hessische Rundfunk bleibt für Hessen zuständig. Er soll sein Programm straffen.

hr-Orchester in eine Stiftung überführen

Die FDP will das hr-Sinfonieorchester und die hr-Bigband in eine öffentlich-rechtliche Stiftung überführen. Das Land und der Hessische Rundfunk sollen sie gemeinsam finanzieren, damit die Ensembles dauerhaft gesichert sind.

Der Hessische Rundfunk hat ein Orchester und eine Bigband. Die FDP will beide in eine Stiftung geben. Das Land Hessen und der Sender sollen dafür zahlen. So sollen die Musik-Gruppen dauerhaft bleiben.

Rundfunkbeitrag senken, Beitragsservice abschaffen

Die FDP strebt eine spürbare Senkung des Rundfunkbeitrags an und hält weitere Erhöhungen für unnötig. Die alten Pensionslasten des Hessischen Rundfunks sollen ausgelagert, der Beitragsservice abgeschafft und der Beitrag von den Finanzämtern eingezogen werden.

Die FDP will, dass der Rundfunk-Beitrag sinkt. Der Hessische Rundfunk soll sparen. Den Beitragsservice soll es nicht mehr geben. Das Finanzamt soll den Beitrag einziehen.

Rundfunklizenzen durch Anzeigepflicht ersetzen

Die FDP will die Lizenzpflicht für Rundfunk abschaffen und durch eine bloße Anzeige bei den Landesmedienanstalten ersetzen. Private Sender sollen genug Frequenzen und mehr Möglichkeiten zur Expansion erhalten.

Private Sender brauchen heute eine Lizenz. Die FDP will das ändern. Sender sollen sich nur noch bei der Medien-Aufsicht melden. Für Live-Streaming soll gar keine Lizenz mehr nötig sein.

FDP: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Masterplan Kultur umsetzen, Kulturfördergesetz schaffen

Die Grünen wollen den Masterplan Kultur umsetzen und dafür den Kulturetat des Landes weiter erhöhen. Ein Kulturfördergesetz soll Leitlinien für die Förderung festlegen, ein Kulturbeirat die Szene beraten und vernetzen.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur ausgeben. Es gibt einen Plan für die Kultur in Hessen. Diesen Plan wollen sie umsetzen. Ein neues Gesetz soll regeln, wie das Land Kultur fördert. Ein Beirat aus der Kultur-Szene soll beraten.

Faire Bezahlung und Räume für Kulturschaffende sichern

Die Grünen wollen die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern über eine gerechtere Bezahlung verbessern. Das Land soll dabei vorangehen, etwa mit einer Mindestvergütung für Ausstellungen in staatlichen Museen. Außerdem soll es mehr bezahlbare Ateliers und Arbeitsräume geben.

Die Grünen wollen, dass Künstler besser bezahlt werden. Staatliche Museen sollen für Ausstellungen einen Mindest-Lohn zahlen. Auch in den Förder-Regeln soll faire Bezahlung stehen. Künstler sollen leichter günstige Arbeits-Räume finden.

documenta erhalten und Antisemitismus-Vorfälle aufarbeiten

Die Grünen bekennen sich zur documenta in Kassel und wollen die antisemitischen Vorfälle der documenta fifteen aufarbeiten. Dazu sollen die Empfehlungen des Expertengremiums umgesetzt und die Strukturen der Kunstschau überarbeitet werden.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Die Grünen wollen sie behalten. Bei der letzten documenta gab es judenfeindliche Vorfälle. Die Grünen wollen diese Vorfälle genau untersuchen. Die Leitung der Ausstellung soll neu geordnet werden.

Kulturbetrieb für alle Gruppen öffnen

Die Grünen wollen den Kulturbetrieb für die gesamte Gesellschaft öffnen. Frauen, queere Menschen und bisher wenig vertretene Gruppen sollen in der Kultur sichtbarer werden, und Einrichtungen sollen barriereärmer und inklusiver werden.

Die Grünen wollen, dass Kultur für alle Menschen da ist. Frauen und queere Menschen sollen in der Kunst mehr auffallen. Benachteiligte Künstler sollen besondere Hilfe bekommen. Kultur-Orte sollen weniger Hindernisse haben.

Tanzverbot an Feiertagen aufheben

Die Grünen wollen das Tanzverbot an bestimmten Feier- und Gedenktagen in Hessen beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang behalten, und Kommunen sollen Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen im Einzelfall untersagen können.

An manchen Feiertagen ist Tanzen in Hessen verboten. Die Grünen wollen dieses Verbot beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang haben. Städte und Gemeinden dürfen einzelne Feste auf öffentlichen Plätzen verbieten.

Sub-, Club- und Popkultur fördern

Die Grünen wollen Sub- und Clubkultur stärker unterstützen, weil ihr bisher wenig Geld zur Verfügung steht. Dafür soll eine eigene Landesförderung für Kulturschaffende und Veranstalter entstehen.

Clubs und kleine Musik-Szenen bekommen bisher wenig Geld. Die Grünen wollen das ändern. Das Land soll Künstler und Veranstalter fördern. Auch für Pop-Musik soll es neue Förder-Ideen geben.

Hessenpass für günstigere Eintritte einführen

Die Grünen wollen für Menschen mit wenig Geld einen Pass für Kultur und Freizeit einführen, den „Hessenpass“, der landesweit Eintritte verbilligt. Außerschulische Bildung soll aus Sicht der Partei nicht vom Geld der Eltern abhängen.

Die Grünen wollen einen neuen Pass einführen. Er heißt Hessenpass Kultur und Freizeit. Menschen mit wenig Geld bekommen ihn. Damit zahlen sie in ganz Hessen weniger Eintritt. Junge Menschen sollen öfter kostenlos ins Museum können.

Kultur im ländlichen Raum und Theater stärken

Die Grünen wollen Kulturangebote außerhalb der Ballungsräume ausbauen. Dazu sollen die Landkulturperlen hessenweit wachsen, regionale Kulturmanager eingesetzt und soziokulturelle Zentren sowie mobile Angebote stärker gefördert werden.

Auch auf dem Land soll es viel Kultur geben. Die Grünen wollen dort mehr Projekte fördern. In jeder Region soll es Kultur-Manager geben. Wander-Theater und Festivals sollen mehr Geld bekommen. Busse sollen Menschen vom Land zu den großen Theatern bringen.

Kulturerbe, Denkmäler und Archive sichern

Die Grünen wollen Kulturdenkmäler dauerhaft erhalten und dafür eine Hessische Bauhütte gründen. Museen, Schlösser und Gärten sollen moderne Besucherkonzepte bekommen, und die Archive sollen zügig digitalisiert werden.

Die Grünen wollen alte Gebäude und Denkmäler erhalten. Eine neue Bauhütte soll sie pflegen. Dort arbeiten Fachleute aus dem Handwerk zusammen. Museen und Schlösser sollen für Besucher moderner werden. Archive sollen ihre Bestände digital machen.

Nachhaltigkeitskonzepte für Kultureinrichtungen einführen

Die Grünen wollen, dass Kultureinrichtungen ressourcenschonender wirtschaften. Jede Kultureinrichtung des Landes soll ein Nachhaltigkeitskonzept erstellen, und ein „Grüner Kulturpass“ soll als Leitfaden dienen.

Kultur-Einrichtungen sollen die Umwelt mehr schonen. Jede Einrichtung des Landes soll dafür einen Plan schreiben. Ein Leitfaden soll dabei helfen. Er heißt Grüner Kulturpass.

Koloniales Erbe und NS-Raubkunst aufarbeiten

Die Grünen wollen Museen weiter dabei unterstützen, NS-Raubkunst und Sammlungen aus kolonialen Zusammenhängen aufzuarbeiten. Die Herkunftsforschung soll ausgebaut werden, und es soll einen rechtlichen Rahmen für Rückgaben geben.

In Museen liegen Dinge aus der Kolonial-Zeit und geraubte Kunst aus der Nazi-Zeit. Die Grünen wollen ihre Herkunft genauer erforschen lassen. Es soll Regeln für die Rückgabe geben. Eine neue Professur soll das koloniale Erbe in Hessen erforschen.

Erinnerungskultur und politische Bildung stärken

Die Grünen wollen das Gedenken an die Shoah und an den Völkermord an Sinti und Roma lebendig halten und gegen Antisemitismus und Antiziganismus vorgehen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll gestärkt werden.

Die Grünen wollen an die Verbrechen der Nazi-Zeit erinnern. Sie wenden sich gegen Hass auf Juden sowie auf Sinti und Roma. Fahrten zu Gedenk-Stätten sollen mehr Förderung bekommen. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll stärker werden.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Medienvielfalt erhalten

Die Grünen wollen die Medienvielfalt in Hessen erhalten und halten am beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk fest. Der Rundfunkrat soll die Gesellschaft besser abbilden, und gemeinnütziger Journalismus soll sich leichter über Spenden finanzieren können.

Die Grünen wollen viele verschiedene Medien in Hessen. Der öffentliche Rundfunk soll weiter über Beiträge bezahlt werden. Er soll von der Politik unabhängiger werden. Journalismus ohne Gewinn-Absicht soll leichter Spenden bekommen.

Filmförderung ausbauen und Kinos stärken

Die Grünen wollen die Filmförderung in Hessen ausbauen, um den Produktionsstandort attraktiver zu machen. Die Kinoförderung soll dauerhaft bleiben und neu ausgerichtet werden, vor allem zugunsten von Kinos im ländlichen Raum.

Die Grünen wollen mehr Geld für Filme aus Hessen geben. Junge Filme-Macher sollen besonders gefördert werden. Kinos sollen dauerhaft Geld für Investitionen bekommen. Das gilt besonders für Kinos auf dem Land.

Grüne: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Hessen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kreativwirtschaft und Games-Branche fördern

Die SPD will die Landeshilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft weiterentwickeln und dauerhaft sichern. Für die Games-Branche soll es eine eigene Förderlinie geben.

Die SPD will die Kreativ-Wirtschaft unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Firmen für Video-Spiele. Für diese Firmen soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Eltern sollen mehr über Video-Spiele lernen können.

Kulturelle Bildung ausbauen, Kultur-Ticket einführen

Die SPD will kulturelle Bildung in und außerhalb der Schule stärker gewichten und ein landesweites Kultur-Ticket für alle unter 18 einführen. So sollen Kinder und Jugendliche kostenlos an Kultur teilhaben können. Kultur gilt dem Programm als Teil der Daseinsvorsorge, auch auf dem Land.

Die SPD will mehr kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche. Es soll ein Kultur-Ticket für ganz Hessen geben. Es gilt für alle bis 18 Jahre. Damit sollen sie Kultur kostenlos erleben können. Auch auf dem Land soll es Kultur-Angebote geben.

Theater sichern und zugänglicher machen

Die SPD will die Staatstheater weiter finanzieren und der freien darstellenden Szene eine Förderung über mehrere Jahre geben. Theater sollen offener werden, mit mehr Vielfalt in Leitungspositionen und mehr Vermittlungsangeboten. Nach Ansicht der Partei sichert das die Theater für kommende Generationen.

Die SPD will die Staats-Theater weiter bezahlen. Freie Theater-Gruppen sollen Geld für mehrere Jahre bekommen. Theater sollen für mehr Menschen offen sein. In der Leitung sollen unterschiedlichere Menschen arbeiten.

Museen und Archive öffnen und digitalisieren

Die SPD will staatliche Museen und Archive stärker profilieren, weiter öffnen und mit mehr Personal und Geld ausstatten. Sammlungen sollen digital erschlossen werden. Nachgewiesenes Raubgut soll zurückgegeben werden, was das Programm als ethische Pflicht bezeichnet.

Die SPD will Museen und Archive stärken. Sie sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen. Die Sammlungen sollen auch digital zu sehen sein. Geraubte Stücke sollen die Museen zurückgeben.

Freie Kulturszene und Musikclubs besser fördern

Die SPD will freie Künstlerinnen und Künstler mit höheren Fördermitteln, günstigen Arbeitsräumen und Mindesthonoraren unterstützen. Musikclubs sollen als Kultureinrichtungen statt als bloße Vergnügungsstätten gelten und besser geschützt werden. Das Programm begründet dies mit teils prekären Arbeitsbedingungen in der Szene.

Die SPD will freien Künstlern mehr Geld geben. Sie sollen günstige Arbeits-Räume bekommen. Es soll Mindest-Honorare geben. Das ist eine Bezahlung, die nicht unterschritten werden darf. Musik-Clubs sollen als Kultur-Orte gelten.

Regionale Kulturkooperation in Stadt und Land stärken

Die SPD will die Zusammenarbeit bei Kulturangeboten in Städten und auf dem Land mit Anreizen fördern. Die Kulturregion und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain sollen wachsen, für Nordhessen ist eine vergleichbare Kooperation geplant.

Die SPD will, dass Städte und Dörfer bei Kultur zusammenarbeiten. Dafür soll es Anreize geben. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es schon eine solche Zusammenarbeit. Nordhessen soll eine ähnliche bekommen.

Hessischen Rundfunk erhalten und weiterentwickeln

Die SPD will die Informationsangebote des Hessischen Rundfunks bewahren und ausweiten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll als Leitmedium zur demokratischen Meinungsbildung beitragen und crossmedial werden. Die Partei bekennt sich zum Symphonieorchester und zur Bigband des Senders.

Die SPD will den Hessischen Rundfunk stärken. Er soll viele gute Informationen bieten. Es soll mehr Sendungen in leichter Sprache geben. Das Orchester und die Bigband des Senders sollen bleiben.

Filmförderung und Kreativwirtschaft stärken

Die SPD will die wirtschaftliche Filmförderung erhöhen und die HessenFilm und Medien GmbH ausbauen. Damit soll ein Rückstand gegenüber Ländern ausgeglichen werden, die ihre Mittel in der Corona-Zeit angehoben haben. Auch die Games-Branche zählt das Programm zur wachsenden Kreativwirtschaft.

Die SPD will mehr Geld für Filme aus Hessen geben. Andere Bundesländer haben ihre Förderung erhöht. Hessen soll aufholen. Auch junge Filme-Macher sollen Hilfe bekommen.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl