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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Masterplan Kultur umsetzen, Kulturfördergesetz schaffen

Die Grünen wollen den Masterplan Kultur umsetzen und dafür den Kulturetat des Landes weiter erhöhen. Ein Kulturfördergesetz soll Leitlinien für die Förderung festlegen, ein Kulturbeirat die Szene beraten und vernetzen.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur ausgeben. Es gibt einen Plan für die Kultur in Hessen. Diesen Plan wollen sie umsetzen. Ein neues Gesetz soll regeln, wie das Land Kultur fördert. Ein Beirat aus der Kultur-Szene soll beraten.

Das Programm bekennt sich zum Masterplan Kultur als Richtschnur der kommenden Jahre und will den Kulturhaushalt dafür weiter anheben. Ein Kulturbeirat soll als Gremium aus der Szene beraten und vernetzen. Ein Kulturfördergesetz soll dem Fördersystem des Landes einen Rahmen geben. Zugleich sollen Förderverfahren einfacher werden und Beratungsangebote wachsen. Nach dem Vorbild Baden-Württembergs ist ein „Innovationsfonds Kunst“ geplant, der ungewöhnliche Ideen außerhalb der üblichen Förderrichtlinien ermöglicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Mit einem Kulturfördergesetz bieten wir einen Orientierungsrahmen im Fördersystem des Landes Hessen und geben Leitlinien für eine zukunftsfähige Kulturpolitik.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Kulturetat des Landes soll weiter steigen und neue Förderinstrumente sollen entstehen, was öffentliche Ausgaben schrittweise ausweitet.

Faire Bezahlung und Räume für Kulturschaffende sichern

Die Grünen wollen die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern über eine gerechtere Bezahlung verbessern. Das Land soll dabei vorangehen, etwa mit einer Mindestvergütung für Ausstellungen in staatlichen Museen. Außerdem soll es mehr bezahlbare Ateliers und Arbeitsräume geben.

Die Grünen wollen, dass Künstler besser bezahlt werden. Staatliche Museen sollen für Ausstellungen einen Mindest-Lohn zahlen. Auch in den Förder-Regeln soll faire Bezahlung stehen. Künstler sollen leichter günstige Arbeits-Räume finden.

Nach der Mindestgage an den Staatstheatern strebt das Programm eine Mindestvergütung für Ausstellungen an staatlichen Museen an. Faire Honorare für Freischaffende sollen stärker in den Förderrichtlinien des Landes stehen. Wer eine Kulturgenossenschaft gründet, soll Beratung erhalten und die Gründungskosten erstattet bekommen. Das Atelierprogramm soll wachsen, und leerstehende Räume sollen als „Dritte Orte“ für künstlerische Nutzung hergerichtet werden. Zudem will die Partei Kultureinrichtungen krisenfester machen, mit Förderprogrammen für Digitalisierung, Sanierung und Barrierefreiheit sowie einer dauerhaften Antragsberatung.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„streben daher nach der Mindestgage an unseren Staatstheatern auch eine Mindestvergütung für Ausstellungen an unseren staatlichen Museen an.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mindestvergütungen und Honorarvorgaben in Förderrichtlinien sowie mehr Förderung erweitern staatliche Vorgaben und Ausgaben schrittweise.

documenta erhalten und Antisemitismus-Vorfälle aufarbeiten

Die Grünen bekennen sich zur documenta in Kassel und wollen die antisemitischen Vorfälle der documenta fifteen aufarbeiten. Dazu sollen die Empfehlungen des Expertengremiums umgesetzt und die Strukturen der Kunstschau überarbeitet werden.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Die Grünen wollen sie behalten. Bei der letzten documenta gab es judenfeindliche Vorfälle. Die Grünen wollen diese Vorfälle genau untersuchen. Die Leitung der Ausstellung soll neu geordnet werden.

Das Programm will die Handlungsempfehlungen des Gremiums umsetzen, das die Vorfälle wissenschaftlich begleitet hat. Geschäftsführung und künstlerische Leitung sollen klar getrennt, der Aufsichtsrat fachlich erweitert werden. Möglich ist auch ein Beirat, den beide Seiten bei Problemen anrufen können. Der gesamte Kulturbetrieb soll für Antisemitismus, auch israelbezogenen, und andere Formen von Menschenfeindlichkeit sensibilisiert werden. Das documenta-Institut soll zu einem documenta-Zentrum mit gesichertem Archiv und mehr Vermittlungsarbeit werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir setzen uns für eine konsequente Aufarbeitung der antisemitischen Vorfälle bei der documenta fifteen ein“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturbetrieb für alle Gruppen öffnen

Die Grünen wollen den Kulturbetrieb für die gesamte Gesellschaft öffnen. Frauen, queere Menschen und bisher wenig vertretene Gruppen sollen in der Kultur sichtbarer werden, und Einrichtungen sollen barriereärmer und inklusiver werden.

Die Grünen wollen, dass Kultur für alle Menschen da ist. Frauen und queere Menschen sollen in der Kunst mehr auffallen. Benachteiligte Künstler sollen besondere Hilfe bekommen. Kultur-Orte sollen weniger Hindernisse haben.

Geplant sind Empowerment-Programme für benachteiligte Künstlergruppen, die Stärkung der Ottilie-Roederstein-Stipendien und von Archiven zu Frauen in der Kunst sowie die Förderung feministischer Kulturpolitik. Das Exilprogramm „Hafen der Zuflucht“ soll wachsen, verfolgte Gruppen sollen ihre kulturelle Identität leben können. Ein Förder- und Beratungsprogramm für Barrierefreiheit wird geprüft. Das Programm „Künste im interkulturellen Dialog“ soll ausgeweitet und neu konzipiert werden, antirassistische Kulturprojekte erhalten Unterstützung. Städtepartnerschaften sollen intensiver werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir wollen nachhaltige Empowerment-Programme und Unterstützungsformate für marginalisierte Künstler*innengruppen einführen.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Gezielte Förderung von Frauen, queeren Personen und marginalisierten Gruppen in der Kultur baut Gleichstellung und Vielfalt schrittweise aus.

Tanzverbot an Feiertagen aufheben

Die Grünen wollen das Tanzverbot an bestimmten Feier- und Gedenktagen in Hessen beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang behalten, und Kommunen sollen Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen im Einzelfall untersagen können.

An manchen Feiertagen ist Tanzen in Hessen verboten. Die Grünen wollen dieses Verbot beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang haben. Städte und Gemeinden dürfen einzelne Feste auf öffentlichen Plätzen verbieten.

Das Verbot steht im Hessischen Feiertagsgesetz und gilt an dort genannten Feier- und Gedenktagen. Nach dem Programm soll es entfallen. Um langwierige Gerichtsverfahren bei Konflikten zu vermeiden, erhalten religiöse Feierlichkeiten Vorrang. Die Kommunen können Veranstaltungen im öffentlichen Raum im Einzelfall verbieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir wollen das derzeit gültige Tanzverbot an den im Hessischen Feiertagsgesetz vorgesehenen Feier- und Gedenktagen überwinden.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein religiös begründetes Verbot soll entfallen, wobei religiöse Feiern Vorrang behalten und Einzelverbote möglich bleiben; das lockert überlieferte Regeln.

Sub-, Club- und Popkultur fördern

Die Grünen wollen Sub- und Clubkultur stärker unterstützen, weil ihr bisher wenig Geld zur Verfügung steht. Dafür soll eine eigene Landesförderung für Kulturschaffende und Veranstalter entstehen.

Clubs und kleine Musik-Szenen bekommen bisher wenig Geld. Die Grünen wollen das ändern. Das Land soll Künstler und Veranstalter fördern. Auch für Pop-Musik soll es neue Förder-Ideen geben.

Eine neue Landesförderung soll Veranstaltungen der Sub- und Clubkultur erleichtern. Das Programm begrüßt, dass Clubs als Kulturgut anerkannt sind, weil das ihren Bestandsschutz stärkt und Innenstädte beleben kann. Die Musikförderung soll weiterentwickelt werden. Zudem sollen Konzepte für die Förderung der Popkultur entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Hierfür wollen wir eine Landesförderung für Kulturschaffende und Veranstaltende einrichten, um Veranstaltungen der Sub- und Clubkultur besser zu ermöglichen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hessenpass für günstigere Eintritte einführen

Die Grünen wollen für Menschen mit wenig Geld einen Pass für Kultur und Freizeit einführen, den „Hessenpass“, der landesweit Eintritte verbilligt. Außerschulische Bildung soll aus Sicht der Partei nicht vom Geld der Eltern abhängen.

Die Grünen wollen einen neuen Pass einführen. Er heißt Hessenpass Kultur und Freizeit. Menschen mit wenig Geld bekommen ihn. Damit zahlen sie in ganz Hessen weniger Eintritt. Junge Menschen sollen öfter kostenlos ins Museum können.

Der Pass richtet sich an Menschen mit niedrigem Einkommen und soll in ganz Hessen gelten. Die Landesmuseen sollen den kostenlosen Zugang zu Ausstellungen und ihre Bildungsangebote für Schulen und für junge Menschen unter 25 Jahren ausweiten. Der Hessenpass soll auch kommunale Museen zu mehr solchen Angeboten bewegen. Die Erfahrungen mit dem Kulturpass des Bundes für 18-Jährige will die Partei einbeziehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Deshalb werden wir einen „Hessenpass Kultur und Freizeit“ für Menschen mit geringem Einkommen einführen, mit dem landesweit weniger Eintritt gezahlt werden soll.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue einkommensabhängige Vergünstigung und mehr kostenloser Museumszugang erweitern öffentliche Leistungen für Menschen mit wenig Geld.

Kultur im ländlichen Raum und Theater stärken

Die Grünen wollen Kulturangebote außerhalb der Ballungsräume ausbauen. Dazu sollen die Landkulturperlen hessenweit wachsen, regionale Kulturmanager eingesetzt und soziokulturelle Zentren sowie mobile Angebote stärker gefördert werden.

Auch auf dem Land soll es viel Kultur geben. Die Grünen wollen dort mehr Projekte fördern. In jeder Region soll es Kultur-Manager geben. Wander-Theater und Festivals sollen mehr Geld bekommen. Busse sollen Menschen vom Land zu den großen Theatern bringen.

Die Landkulturperlen sollen landesweit ausgebaut werden, einschließlich Mikroprojekten und der Zusammenarbeit örtlicher Angebote mit Profis. Soziokulturelle Zentren, Wandertheater, Gastspiele, Kultur auf dem Land und Festivals sollen mehr Förderung erhalten. Mit den Staats- und Landestheatern sind „Kulturbusse“ für Besucher von außerhalb der Ballungsgebiete geplant. Bei einer Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs soll die Theaterförderung zielgenau fließen und den Städtischen Bühnen Frankfurt stärker zugutekommen. Über eine Landesbeteiligung an deren Neubau will die Partei Gespräche führen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„und ein flächendeckendes Netz von regionalen Kulturmanager*innen aufbauen“
Seite 58 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturerbe, Denkmäler und Archive sichern

Die Grünen wollen Kulturdenkmäler dauerhaft erhalten und dafür eine Hessische Bauhütte gründen. Museen, Schlösser und Gärten sollen moderne Besucherkonzepte bekommen, und die Archive sollen zügig digitalisiert werden.

Die Grünen wollen alte Gebäude und Denkmäler erhalten. Eine neue Bauhütte soll sie pflegen. Dort arbeiten Fachleute aus dem Handwerk zusammen. Museen und Schlösser sollen für Besucher moderner werden. Archive sollen ihre Bestände digital machen.

Die Bauhütte soll wichtige Handwerke bündeln und Fachwissen aufbauen. Die Kulturbauoffensive HERKULES erhält weitere Mittel. Der Denkmalschutz soll alte Dorfkerne und bedeutende Denkmäler erhalten; bei Konflikten etwa mit erneuerbaren Energien dient die Richtlinie zur regelhaften Genehmigung von Solaranlagen als Vorbild. Die Staatsarchive sollen auch Nachlässe bisher wenig beachteter Gruppen sammeln, etwa zu den sogenannten Gastarbeitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Für eine nachhaltige und kostengünstige Instandhaltung unserer Kulturdenkmäler gründen wir eine Hessische Bauhütte, die wichtige Gewerke bündelt und eine Expertise schafft.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Denkmalschutz und erneuerbare Energien sollen über ein Regelverfahren für Solaranlagen miteinander vereinbart werden.

Nachhaltigkeitskonzepte für Kultureinrichtungen einführen

Die Grünen wollen, dass Kultureinrichtungen ressourcenschonender wirtschaften. Jede Kultureinrichtung des Landes soll ein Nachhaltigkeitskonzept erstellen, und ein „Grüner Kulturpass“ soll als Leitfaden dienen.

Kultur-Einrichtungen sollen die Umwelt mehr schonen. Jede Einrichtung des Landes soll dafür einen Plan schreiben. Ein Leitfaden soll dabei helfen. Er heißt Grüner Kulturpass.

Der „Grüne Kulturpass“ soll zusammen mit der Landesenergieagentur entstehen. Die Konzepte der Landeseinrichtungen sollen Klima, Umwelt und soziale Strukturen abdecken. Die Landeskulturverbände erhalten Unterstützung, um Nachhaltigkeitsmanager einzusetzen. Für Bau- und Gartendenkmäler ist ein Konzept zur Anpassung an den Klimawandel vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Künftig soll jede Kultureinrichtung des Landes ein Nachhaltigkeitskonzept zu Klima- und Umweltschutz sowie zu sozialen Strukturen erarbeiten.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Landeseigene Kultureinrichtungen sollen künftig verbindlich Klima- und Umweltkonzepte erarbeiten, was Klimaschutz schrittweise in einem weiteren Bereich verankert.

Koloniales Erbe und NS-Raubkunst aufarbeiten

Die Grünen wollen Museen weiter dabei unterstützen, NS-Raubkunst und Sammlungen aus kolonialen Zusammenhängen aufzuarbeiten. Die Herkunftsforschung soll ausgebaut werden, und es soll einen rechtlichen Rahmen für Rückgaben geben.

In Museen liegen Dinge aus der Kolonial-Zeit und geraubte Kunst aus der Nazi-Zeit. Die Grünen wollen ihre Herkunft genauer erforschen lassen. Es soll Regeln für die Rückgabe geben. Eine neue Professur soll das koloniale Erbe in Hessen erforschen.

Die Provenienzforschung, also die Erforschung der Herkunft von Objekten, soll für koloniale Bestände wachsen. Hochschulen, die Sammlungen aufarbeiten wollen, erhalten Unterstützung. Geplant ist eine Tandem-Forschungsprofessur für Koloniales Erbe in Hessen sowie mehr Austausch mit den Herkunftsgesellschaften. Die Forschungsergebnisse sollen in Ausstellungen und in die historische Einordnung von Denkmälern einfließen. Zur Erinnerungskultur zählt das Programm auch die hessische Migrationsgeschichte.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Dazu bauen wir die Provenienzforschung zu kolonialem Erbe weiter aus und schaffen rechtliche Rahmenbedingungen für Rückgabe und Repatriierung.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Rückgaberegeln und die Dekolonisierung von Ausstellungen und Denkmälern verändern den überlieferten Umgang mit Kulturgut schrittweise.

Erinnerungskultur und politische Bildung stärken

Die Grünen wollen das Gedenken an die Shoah und an den Völkermord an Sinti und Roma lebendig halten und gegen Antisemitismus und Antiziganismus vorgehen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll gestärkt werden.

Die Grünen wollen an die Verbrechen der Nazi-Zeit erinnern. Sie wenden sich gegen Hass auf Juden sowie auf Sinti und Roma. Fahrten zu Gedenk-Stätten sollen mehr Förderung bekommen. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll stärker werden.

Die Landeszentrale für politische Bildung soll enger mit dem Landesinstitut für geschichtliche Landeskunde zusammenarbeiten und eigene Angebote für Menschen mit Migrationsgeschichte machen. Im früheren Grenzgebiet werden Projekte zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur gefördert. Gedenkstättenfahrten und neue Gedenkkonzepte sollen gestärkt werden. Zusammen mit dem Bund soll etwa ein Klangkörper für die „Roma und Sinti Philharmoniker“ Förderung erhalten. Für die Vergabe von Veranstaltungen ist ein rechtssicheres Konzept geplant, das weltoffene und demokratische Grundwerte zur Grundlage macht.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir setzen uns gegen Antisemitismus und für ein lebendiges Gedenken an die Shoah ein.“
Seite 60 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Medienvielfalt erhalten

Die Grünen wollen die Medienvielfalt in Hessen erhalten und halten am beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk fest. Der Rundfunkrat soll die Gesellschaft besser abbilden, und gemeinnütziger Journalismus soll sich leichter über Spenden finanzieren können.

Die Grünen wollen viele verschiedene Medien in Hessen. Der öffentliche Rundfunk soll weiter über Beiträge bezahlt werden. Er soll von der Politik unabhängiger werden. Journalismus ohne Gewinn-Absicht soll leichter Spenden bekommen.

Das Programm unterstützt den Hessischen Rundfunk dabei, sich dem Medienwandel anzupassen, seine Verwaltung zu verschlanken und Beschäftigte angemessen zu bezahlen. Der Abstand des Rundfunks zur Politik soll größer werden, Organisationen des Publikums sollen mehr Beteiligung erhalten. Das Hessische Pressegesetz soll an Online-Publikationen angepasst werden. Bürgermedienvereine und Redaktionsnetzwerke sollen als gemeinnütziger Journalismus leichter Spenden einwerben können. Die Medienbildung soll zu einer gemeinsamen Offensive der beteiligten Stellen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir treten für einen beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein, der frei von kommerziellen Interessen ein hochwertiges und vielfältiges Programmangebot erstellen kann.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der beitragsfinanzierte Rundfunk soll in seiner heutigen Form bestehen bleiben, verbunden mit schlankeren Verwaltungsstrukturen.

Filmförderung ausbauen und Kinos stärken

Die Grünen wollen die Filmförderung in Hessen ausbauen, um den Produktionsstandort attraktiver zu machen. Die Kinoförderung soll dauerhaft bleiben und neu ausgerichtet werden, vor allem zugunsten von Kinos im ländlichen Raum.

Die Grünen wollen mehr Geld für Filme aus Hessen geben. Junge Filme-Macher sollen besonders gefördert werden. Kinos sollen dauerhaft Geld für Investitionen bekommen. Das gilt besonders für Kinos auf dem Land.

Die Förderung soll sich an Qualität orientieren, schnell und praxisnah arbeiten und besonders den Nachwuchs im Blick haben. Projekte für Nachhaltigkeit im Film wie der „Preis für nachhaltiges Kino“ oder „Grünes Drehen“ sollen weiterentwickelt werden. Die Investitionsförderung für Kinos soll verstetigt werden. Eine neu ausgerichtete Kinoförderung soll Vielfalt und mutige Programme stärken und kultureller Bildungsarbeit im Film mehr Raum geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Die Filmförderung wollen wir ausbauen, um den Produktionsstandort attraktiver zu machen und die lebendige Festival- und Kinoszene zu unterstützen.“
Seite 60 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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