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Was sagen die Parteien in Bayern zu Kultur und Medien?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Ortsbilder, Kulturlandschaft und Denkmäler schützen

Die AfD will die bayerische Kulturlandschaft vor Windrädern, Solarparks und aus ihrer Sicht gesichtsloser Architektur schützen. Ortsbilder und Denkmäler sollen erhalten und eine regionale Baukultur gefördert werden. Eine Lockerung des Denkmalschutzes zugunsten des Klimaschutzes lehnt sie ab.

Die AfD will das Aussehen von Bayern bewahren. Windräder und Solar-Parks sollen die Landschaft nicht verändern. Alte Gebäude sollen besser geschützt werden. Der Denkmal-Schutz soll nicht wegen des Klimas gelockert werden.

Deutsch in der Verfassung verankern, Gendersprache unterbinden

Die AfD will Deutsch als einzige Landes- und Amtssprache in die Bayerische Verfassung schreiben. Gendersprache in Behörden und öffentlich-rechtlichen Medien soll unterbunden werden. Die Partei sieht in der deutschen Sprache und den bayerischen Dialekten die Grundlage der kulturellen Identität.

Die AfD will Deutsch in die Verfassung von Bayern schreiben. Deutsch soll die einzige Sprache für Ämter sein. Ämter sollen keine Gender-Sprache benutzen. Das soll auch für öffentliche Sender gelten.

Vereine von Bürokratie entlasten, Brauchtum fördern

Die AfD will Auflagen für Vereinsfeste deutlich verringern und die Bürokratie für Vereine so klein wie möglich halten. Das bayerische Brauchtum soll stärker gefördert werden. Aus Sicht der Partei leidet das Vereinsleben unter zu vielen Vorgaben.

Vereine sollen weniger Regeln beachten müssen. Feste von Vereinen sollen leichter möglich sein. Die AfD will bayerische Bräuche stärker fördern. Karten-Turniere von Ehrenamtlichen sollen erlaubt bleiben.

Kulturelles Erbe der Heimatvertriebenen bewahren

Die AfD will Geschichte und Kultur der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten für künftige Generationen erhalten. Dazu fordert sie unter anderem eine statistische Erfassung dieser Gruppe in Bayern, die Aufnahme des Themas in den Lehrplan und ein Willkommensprogramm für Spätaussiedler.

Viele Deutsche mussten früher ihre Heimat im Osten verlassen. Die AfD will ihre Geschichte und Kultur bewahren. Schüler sollen diese Geschichte im Unterricht lernen. Spätaussiedler sollen ein Willkommens-Programm bekommen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum „Grundfunk“ umbauen

Die AfD will, dass Bayern den Medienstaatsvertrag verlässt und der Bayerische Rundfunk nur noch eine Grundversorgung anbietet. Dadurch soll der Beitrag stark sinken. Ein von den Bürgern direkt gewählter Rat soll den Sender kontrollieren.

Die AfD will den öffentlichen Rundfunk stark verändern. Bayern soll aus dem Vertrag der Bundesländer zum Rundfunk aussteigen. Der Bayerische Rundfunk soll nur noch ein kleines Angebot senden. Die Bürger sollen dann viel weniger zahlen. Die Bürger sollen einen Rat wählen, der den Sender kontrolliert.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Rundfunkbeitrag auf heutigem Stand einfrieren

Die CSU will den Rundfunkbeitrag nicht weiter steigen lassen. Die öffentlich-rechtlichen Sender sollen ein klares Profil haben und sich deutlich von privaten Anbietern unterscheiden.

Für ARD und ZDF zahlen alle einen Beitrag. Die CSU will, dass dieser Beitrag nicht steigt. Die Sender sollen sich klar von privaten Sendern unterscheiden.

CSU: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Ehrenamt, Vereine und Brauchtum stärken

Die Freien Wähler wollen Ehrenamt und Vereine fördern, unter anderem durch höhere Freibeträge und mehr Sicherheit für Vorstände bei der Haftung. Brauchtum, Dialekte und das sogenannte Sinneserbe sollen erhalten und geschützt werden. Auch die freie Kulturszene und der Vereinssport sollen mehr Unterstützung bekommen.

Die Freien Wähler wollen Vereine und Ehrenamt stärken. Ehrenamtliche sollen weniger Steuern zahlen. Vereins-Vorstände sollen besser geschützt sein, wenn etwas schiefgeht. Bräuche und Dialekte sollen bleiben. Niemand soll gegen Kirchen-Glocken oder Kuh-Glocken klagen können.

Öffentlichen Rundfunk auf Kernaufgaben beschränken

Die Freien Wähler halten einen öffentlichen Rundfunk für wichtig, wollen ihn aber auf seine Kernaufgaben konzentrieren und effizienter aufstellen. Überschüsse aus dem Rundfunkbeitrag sollen den Beitrag senken, lokale Sender mehr Förderung erhalten.

Die Freien Wähler finden den öffentlichen Rundfunk wichtig. Er soll sich aber auf seine wichtigsten Aufgaben beschränken. Bleibt Geld aus dem Rundfunk-Beitrag übrig, soll der Beitrag sinken. Lokale Fernseh-Sender sollen mehr Geld bekommen.

Freie Wähler: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Medienvielfalt und Medienkompetenz stärken

Die Grünen wollen einen sicher finanzierten und transparent wirtschaftenden Bayerischen Rundfunk und eine vielfältige Medienlandschaft erhalten. Die Medienaufsichtsgremien sollen paritätisch, jünger und vielfältiger besetzt werden. Außerdem soll die Medienkompetenz aller Menschen in Bayern gezielt gefördert werden.

Die Grünen wollen einen starken Bayerischen Rundfunk. Er soll sicher Geld bekommen und offen damit umgehen. Es soll viele verschiedene Medien geben. In den Aufsichts-Gremien sollen gleich viele Frauen und Männer sitzen. Alle Menschen sollen lernen, gut mit Medien umzugehen.

Kulturförderung verlässlich und transparent neu ordnen

Die Grünen wollen Kunst und Kultur in ihrer ganzen Breite verlässlich finanzieren, den Bayerischen Kulturfonds reformieren und einen Landeskulturentwicklungsplan erarbeiten. Bei öffentlichen Aufträgen und Förderungen sollen Mindestgagen und Mindesthonorare gelten. Das Tanzverbot soll entfallen, und ein Zentrum für kulturelle Bildung soll entstehen.

Die Grünen wollen Kultur sicher fördern. Dafür soll es einen Plan für ganz Bayern geben. Künstler sollen bei Aufträgen vom Staat einen Mindest-Lohn bekommen. Das Tanz-Verbot an stillen Feiertagen soll wegfallen. Ein neues Zentrum soll kulturelle Bildung fördern.

Erinnerungskultur und Gedenkorte besser ausstatten

Die Grünen wollen Gedenk-, Lern- und Erinnerungsorte in Bayern nach Bedarf ausstatten und Initiativen aus der Zivilgesellschaft unterstützen. Kommunen sollen Geld bekommen, wenn sie Straßen und Gebäude umbenennen, die nach historischen Täterinnen und Tätern benannt sind. Aus Sicht des Programms wurde die Täterschaft in Nationalsozialismus und Kolonialismus bisher zu wenig aufgearbeitet.

Die Grünen wollen Gedenk-Orte besser ausstatten. Dort erinnert man an Verbrechen aus der Geschichte. Gruppen, die sich darum kümmern, sollen Hilfe bekommen. Manche Straßen heißen nach Tätern von früher. Gemeinden sollen Geld bekommen, wenn sie diese Namen ändern.

Denkmäler erhalten und für Solaranlagen öffnen

Die Grünen wollen Bayerns Denkmäler erhalten und zugleich modernisieren. Auf geschützten Gebäuden sollen mehr Solaranlagen möglich sein, ebenso neue Nutzungen im Inneren und bessere Wärmedämmung. Kommunen und private Eigentümer sollen mehr Geld für die Sanierung bekommen.

Die Grünen wollen alte Bau-Denkmäler schützen. Auf diesen Gebäuden sollen mehr Solar-Anlagen erlaubt sein. Besitzer sollen sie innen leichter umbauen dürfen. Für die Reparatur soll es mehr Geld geben. Die Ämter sollen Anträge schneller bearbeiten.

Grüne: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturförderung ausbauen und in alle Regionen bringen

Die SPD will die Kulturförderung modernisieren, den Kulturfonds aufstocken und ein Landeskulturprogramm für alle Regionen auflegen. Kulturelle Daseinsvorsorge soll Pflichtaufgabe der Kommunen werden, und der Zugang zu Kultur soll nicht von der sozialen Herkunft abhängen.

Die SPD will mehr Geld für Kultur ausgeben. Alle Regionen in Bayern sollen davon etwas haben. Gemeinden sollen sich verbindlich um Kultur-Angebote kümmern. Alle Menschen sollen Kultur erleben können, egal wie viel Geld sie haben.

Mindestvergütung für Kulturschaffende einführen

Die SPD will, dass Kultur- und Kreativschaffende von ihrer Arbeit leben können. Bei öffentlichen Aufträgen und geförderten Projekten sollen deshalb Mindest- und Basisvergütungen gelten, und die soziale Absicherung soll gestärkt werden.

Künstlerinnen und Künstler sollen von ihrer Arbeit leben können. Bei Aufträgen vom Staat soll es eine Mindest-Bezahlung geben. Das gilt auch für Projekte mit staatlicher Förderung. Die SPD will sie auch im Alter besser absichern.

Erinnerungskultur stärken, Kolonialgeschichte aufarbeiten

Die SPD will Gedenkstätten stärker unterstützen, die koloniale Vergangenheit Bayerns aufarbeiten und einen kritischen Umgang mit Denkmälern und Straßennamen fördern. Zugleich soll das kulturelle Erbe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler bewahrt werden.

Die SPD will, dass Bayern sich an seine Geschichte erinnert. Gedenkstätten sollen mehr Hilfe bekommen. Auch die Kolonial-Zeit soll untersucht werden. Manche Straßen-Namen und Denkmäler will die SPD kritisch prüfen.

SPD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl