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CDU zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Musikalische und kulturelle Bildung ausbauen

Die CDU will die bestehenden Programme zur musikalischen Bildung weiter fördern und erweitern, weil Musik aus ihrer Sicht die Entwicklung und den Spracherwerb von Kindern unterstützt. Hinzu kommen ein Blockflötenprojekt, Kulturbusse und ein neues Institut für kulturelle Bildung.

Die CDU will mehr Musik für Kinder. Schul-Anfänger sollen eine Blockflöte bekommen. Busse sollen Kinder vom Land zu Kultur-Orten bringen. Ein neues Institut soll alle Angebote steuern.

Beim Blockflötenprojekt erhalten Schulanfängerinnen und Schulanfänger ein Instrument und die Lehrkräfte passendes Material. Kulturbusse sollen junge Menschen aus ländlichen Gegenden in die Zentren bringen und umgekehrt Angebote von Kultureinrichtungen aufs Land tragen. Ein Institut kultureller Bildung soll die bereits bestehenden Maßnahmen zentral steuern.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Deshalb wollen wir in Hessen die erfolgreichen und etablierten Programme musikalischer Bildung weiter fördern und ausbauen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Denkmalschutz vereinfachen und Sanierung fördern

Die CDU will den Denkmalschutz praxisnäher und günstiger gestalten. Das Denkmalverzeichnis soll aktualisiert, das Recht angepasst und die Zuständigkeit der Behörden gestrafft werden. Käufer denkmalgeschützter Häuser sollen Förderung für die Sanierung erhalten.

Alte Häuser stehen oft unter Denkmal-Schutz. Die CDU will die Regeln dafür einfacher machen. Besitzer sollen Geld für die Sanierung bekommen. Die Liste der Denkmäler soll neu geprüft werden.

Das Verzeichnis der Denkmäler soll bis zum Ende der Wahlperiode auf den neuesten Stand gebracht werden, damit Eigentümer besser planen können. In begründeten Fällen soll man beantragen können, dass der Denkmal- oder Ensembleschutz aufgehoben wird. Wer ein geschütztes Gebäude kauft, soll bei Sanierung und Erhalt durch Förderangebote unterstützt werden. Beratungs- und Förderangebote, vor allem für Ortskerne, sollen in einer zentralen Datenbank sichtbar werden. Die Obere Denkmalschutzbehörde soll nur noch für besonders bedeutende Kulturdenkmäler zuständig sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen dafür sorgen, dass im Denkmalschutz praxisnahe, verständliche und bezahlbare Lösungen gefunden werden.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Heimat, Brauchtum und Dialekte fördern

Die CDU will Traditionen, Brauchtum und kulturelle Identität aktiv fördern und dafür eine eigene Heimat-Abteilung im Landwirtschaftsministerium schaffen. Dialekte sollen in Kitas und Schulen gestärkt, Heimatkunde in der Grundschule geschärft und ein „Haus der hessischen Geschichte“ vorbereitet werden.

Die CDU will Heimat und alte Bräuche stärker fördern. Ein Ministerium soll dafür eine eigene Abteilung bekommen. Kinder sollen in Kita und Schule mehr über Dialekte lernen. Orts-Schilder dürfen auch den Namen im Dialekt zeigen. Ein neues Haus soll die Geschichte von Hessen zeigen.

Ein „Runder Tisch Dialekt“ mit Fachleuten aus Schule, Wissenschaft und Kunst soll Vorschläge erarbeiten; hinzu kommen ein Social-Media-Wettbewerb und eine Stärkung der Dialektforschung. Kommunen sollen rechtlich die Möglichkeit bekommen, Ortsschilder zusätzlich im Dialekt zu beschriften. Die Kampagne #hessenverliebt soll Schülerinnen und Schüler für das Land begeistern. Der Standort für das Haus der hessischen Geschichte soll per Wettbewerb bestimmt werden. Das Programm begründet dies damit, dass regionale Kultur und Sprache an Bedeutung verlieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 130)
„Deshalb wollen wir Dialekte als Teil der Sprachkultur in Kitas und Schule stärken.“
Seite 130 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Tradition, Brauchtum und Dialekte sollen stärker staatlich gefördert und institutionell verankert werden, was auf die Bewahrung gewachsener Kultur zielt.

Kultur, Vereine und Sportstätten auf dem Land fördern

Die CDU will das Kultur- und Vereinsleben im ländlichen Raum besonders unterstützen, weil es aus ihrer Sicht die Lebensqualität und den Zusammenhalt in den Dörfern prägt. Geplant sind mobile Kulturangebote sowie mehr Bau und Modernisierung von Sportstätten.

Die CDU will Kultur und Vereine auf dem Land stärker fördern. Museen sollen mit Bussen in die Dörfer kommen. Kinos auf dem Land sollen Geld bekommen. Sportplätze, Turnhallen und Schwimmbäder sollen erneuert werden.

Museumsbusse sollen auf Schulhöfen und Marktplätzen halten und so Museumsangebote in die Fläche bringen. Kinos auf dem Land und mobile Wanderkinos, die aktuelle Filme in Bürgerhäusern vorführen, sollen gefördert werden. Die kulturelle Bildung, etwa über das Programm „LandKulturPerlen“, will die CDU weiter unterstützen. Sport- und Kulturvereine beschreibt das Programm als Bindeglied dörflicher Gemeinschaften, weshalb Sportplätze, Hallen und Bäder modernisiert werden sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Wir intensivieren daher den Sportstättenbau und modernisieren die Sportplätze, Turnhallen sowie Schwimm- und Hallenbäder in unserem Land.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliches Geld in Sportstätten und Kulturangebote investieren.

Erinnerung an Flucht und Vertreibung bewahren

Die CDU will die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Deportation der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wachhalten. Dazu sollen der Gedenktag gesichert, das Thema im Schulunterricht ausgeweitet und Forschung sowie Kulturpflege gefördert werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele Deutsche ihre Heimat im Osten verlassen. Die CDU will, dass man sich daran erinnert. Der Gedenk-Tag in Hessen soll bleiben. Schüler sollen mehr darüber lernen. Kommunen sollen sich um Denkmäler kümmern.

Die Partei beruft sich auf Paragraf 96 des Bundesvertriebenengesetzes, der den Erhalt des Kulturguts der Vertreibungsgebiete zum staatlichen Auftrag macht. Archive, Museen und Bibliotheken sollen gesichert und ausgewertet werden, der Forschungsschwerpunkt an der Universität Gießen und am Herder-Institut soll gestärkt werden. Weil die Verbände Mitglieder verlieren, sollen Kommunen und Landkreise schrittweise die Pflege von Denkmälern, Gedenksteinen und Heimatstuben übernehmen. Schulausflüge zu einschlägigen Gedenkstätten und Museen sollen gefördert werden, und das Thema soll im Unterricht mehr Platz bekommen. Zudem will die CDU Kontakte zu den in den Herkunftsgebieten verbliebenen Deutschen in Europa ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 134)
„Wir treten für eine Bestandsgarantie des Hessischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation ein.“
Seite 134 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Überlieferte Kultur und Erinnerung der Vertriebenen sollen stärker gepflegt und im Unterricht ausgebaut werden, was zum bewahrenden Pol passt.

Kulturelle Vielfalt und Ehrenamt in der Kultur fördern

Die CDU will die gesamte hessische Kulturszene fördern, von großen Häusern über Brauchtum und Chöre bis zu Film, Musik, Literatur und Urban Arts. Ehrenamtliche sollen entlastet werden, etwa durch die Übernahme von GEMA-Gebühren und einfachere Förderverfahren; zugleich lehnt die Partei ab, was sie Cancel Culture nennt.

Die CDU will Kultur in ganz Hessen unterstützen. Dazu gehören Theater, Museen, Chöre, Fastnacht, Film und Bücher. Vereine sollen weniger Papierkram haben. Das Land soll GEMA-Gebühren für Vereine zahlen. Das sind Gebühren für das Abspielen von Musik.

Für nichtkommerzielle Veranstaltungen gemeinnütziger Vereine soll das Land über Rahmenvereinbarungen die GEMA-Gebühren tragen. Das Zuwendungsrecht soll vereinfacht und modernisiert werden, auch durch Initiativen im Bund und in Europa. Schulklassen sollen mit einem „Kulturbus“ leichter Kultur- und Erinnerungsorte erreichen, das Programm „Kulturkoffer“ für Kinder und Jugendliche wird ausgebaut. Fortgeführt oder erweitert werden sollen außerdem die Förderung von Musikschulen, Soziokultur, Literatur, Bibliotheken, Film, Filmfestivals und Kinos auf dem Land. Vom Hessischen Rundfunk erwartet die CDU über einen höheren Anteil an der Film-GmbH mehr Geld für Fremdproduktionen.

Originalzitat anzeigen (Seite 152)
„Wir bekennen uns zur gesamten Breite der hessischen Kulturlandschaft. Ihre Freiheit und Entwicklung gilt es zu erhalten.“
Seite 152 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Landesförderung für Kultur soll ausgebaut und Gebühren von Vereinen sollen vom Land übernommen werden, was mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Betonung von Brauchtum und Tradition sowie die ausdrückliche Ablehnung von Cancel Culture und politischer Korrektheit verschieben die Kulturpolitik leicht in konservative Richtung.

Museen fördern und Bestände digital zugänglich machen

Die CDU will die Museumsförderung fortsetzen, die drei Landesmuseen weiter stark unterstützen und einen festen Etat für Kunstankäufe bereithalten. Eine nicht kommerzielle NFT-Plattform soll bisher nicht gezeigte Museumsbestände öffentlich bekannt machen.

Die CDU will Museen in Hessen weiter Geld geben. Museen sollen wichtige Kunstwerke kaufen können. Viele Kunstwerke liegen im Keller. Die CDU will sie im Internet zeigen. Kinder und Jugendliche sollen mehr über Kunst lernen.

Die Förderung läuft weiter gemeinsam mit dem Hessischen Museumsverband, mit besonderem Augenmerk auf Ehrenamtliche in regionalen Museen. Bei den Landesmuseen soll die Vermittlungsarbeit für junge Menschen gestärkt werden. Für ihren Betrieb erhalten das Jüdische Museum in Frankfurt sowie das Deutsche Ledermuseum in Offenbach weiter Unterstützung. Ein neues „Heimatbudget“ ist für Kulturstätten mit überregionaler Bedeutung vorgesehen. Kommunen werden ermuntert, nach dem Vorbild des Kulturfonds Frankfurt RheinMain freiwillig zusammenzuarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 153)
„Wir wollen auch künftig einen festen Ankaufsetat für die Museen bereitstellen, mit dem herausragende Kunstwerke dauerhaft für unseren Kulturstandort gesichert werden können.“
Seite 153 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

documenta neu strukturieren und Antisemitismus aufarbeiten

Die CDU will die Kasseler documenta als weltweit bedeutende Kunstausstellung erhalten und dafür ihre Strukturen grundlegend überarbeiten. Die Vorgänge um antisemitische Inhalte bei der letzten Ausgabe sollen vorrangig aufgearbeitet werden.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Bei der letzten Ausstellung gab es judenfeindliche Bilder. Die CDU will das genau aufklären. Die documenta soll neue Regeln und eine neue Organisation bekommen. Vielleicht entsteht auch ein eigenes Museum.

Die Neuordnung soll auch den Umgang mit Krisen und Beschwerden einschließen. Für antisemitische und diskriminierende Inhalte dürfe es nach dem Programm keinen Platz geben. Geprüft werden soll, wie die Ausstellung auch in den fünf Jahren zwischen zwei Ausgaben wirken kann. Als möglichen Ansatz nennt die CDU ein eigenes documenta-Museum in Kassel, das ausgewählte Werke dauerhaft zeigt und an das geplante documenta-Institut angebunden sein könnte.

Originalzitat anzeigen (Seite 153)
„Dafür bedarf es einer umfassenden Weiterentwicklung und Neustrukturierung, die auch das Krisen- und Beschwerdemanagement umfasst.“
Seite 153 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schlösser sanieren und Denkmalpflege ausbauen

Die CDU will die Sanierung landeseigener Schlösser, Burgen und Gärten in kommenden Haushalten vorrangig finanzieren und die Schlösserverwaltung zu einem großen Träger kultureller Bildung im ländlichen Raum machen. Auch die Förderung der Denkmalpflege soll wachsen, bei schnelleren Verfahren der Behörden.

Hessen hat viele Schlösser, Burgen und Gärten. Die CDU will sie reparieren und erhalten. Dort soll es mehr Angebote zum Lernen geben. Auch alte geschützte Häuser sollen mehr Hilfe bekommen. Die Ämter sollen schneller entscheiden.

Das Kulturbauprogramm HERKULES soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden; zusätzlich sind sogenannte „Dritte Orte“ als Treffpunkte geplant. Mehr Geld erhalten die Museumslandschaft Hessen Kassel und die Staatlichen Schlösser und Gärten; beide sollen digitaler werden und enger mit Kommunen und Tourismusverbänden zusammenarbeiten. In der Denkmalpflege sollen obere und untere Behörden enger kooperieren und Kommunen mehr Spielraum bekommen. Private Initiativen und Vereine, die einzelne Denkmäler erhalten, werden stärker unterstützt. In der kommenden Wahlperiode soll zudem ein zentrales Funddepot für die Archäologie entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 154)
„Die Sanierungsoffensive für unsere Schlösser, Burgen und Gärten hat für uns in zukünftigen Haushalten Priorität.“
Seite 154 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Staatstheater, Festspiele und freie Theater finanzieren

Die CDU will die drei Staatstheater weiter finanzieren und baulich sanieren sowie die Landesförderung für Festspiele ausbauen. Auch die freie Theaterszene soll Landesmittel erhalten, damit Ensembles verlässlich planen können.

Hessen hat drei große Staats-Theater. Die CDU will sie weiter bezahlen und die Gebäude reparieren. Auch Festspiele sollen mehr Geld bekommen. Freie Theater-Gruppen sollen Geld vom Land erhalten. So können sie besser planen.

Die Zusammenarbeit mit den Theatern in Gießen und Marburg sowie mit den Bad Hersfelder Festspielen soll weitergehen und wachsen. Mehr Landesgeld ist für weitere etablierte Festspiele vorgesehen, darunter Bad Vilbel, Fulda, Heppenheim, das Rheingau Musik Festival und die Weilburger Schlosskonzerte. Über die Zukunft der Frankfurter Bühnen und des HR-Sinfonieorchesters will die CDU Gespräche führen, sowohl mit dem Hessischen Rundfunk als auch mit der Stadt Frankfurt. Im Bereich Musik sollen „Jugend musiziert“, der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 154)
„Wir bekennen uns zu den drei Staatstheatern in Kassel, Wiesbaden und Darmstadt, stehen zu deren Finanzierung und werden die erforderliche bauliche Sanierung fortsetzen.“
Seite 154 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Masterplan Erinnerungskultur entwickeln

Die CDU will für Hessen erstmals einen Gesamtplan für Gedenkstätten und Erinnerungsorte aufstellen. Er soll drei Säulen umfassen: die Opfer des Nationalsozialismus, die Geschichte der DDR und Orte der Demokratiegeschichte.

Gedenkstätten erinnern an wichtige und schlimme Zeiten der Geschichte. Die CDU will dafür einen großen Plan machen. Er soll an die Opfer der Nazi-Zeit erinnern. Er soll auch an die DDR und an die Geschichte der Demokratie erinnern.

Nach dem Programm tragen Gedenkstätten, Lernorte und Grenzmuseen zu Demokratieverständnis und historisch-politischer Bildung bei. Der Plan soll die Besonderheit jeder der drei Säulen berücksichtigen und die Einrichtungen weiterentwickeln; Ehrenamtliche gelten dabei als unverzichtbar. Die Gedenkstätte Point Alpha soll um die Darstellung von Bundesgrenzschutz, Zoll und Wallmeistern der Bundeswehr an der innerdeutschen Grenze ergänzt werden. Auch das Grenzmuseum Schifflersgrund wird als wichtiger Erinnerungsort genannt.

Originalzitat anzeigen (Seite 155)
„Wir wollen erstmals einen umfassenden Masterplan Erinnerungskultur für Hessen entwickeln“
Seite 155 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren, Medienvielfalt sichern

Die CDU verlangt eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit den Zielen Qualität, Transparenz, stabile Beiträge und ausgewogene Berichterstattung. Sie hält am eigenständigen Hessischen Rundfunk und an der Medienanstalt Hessen fest und sieht die EU-Medienregulierung kritisch.

Die CDU will ARD, ZDF und die anderen öffentlichen Sender verändern. Die Sender sollen neutral berichten und offen arbeiten. Der Rundfunk-Beitrag soll möglichst nicht steigen. Der Hessische Rundfunk soll eigenständig bleiben. Neue Medien-Regeln der EU sieht die CDU kritisch.

Meinungs- und Haltungsjournalismus soll klar gekennzeichnet werden. Unabhängige externe Prüfungen sollen regelmäßig kontrollieren, ob die Programmgrundsätze eingehalten werden, und die Ergebnisse sollen öffentlich sein. Die Finanzierung soll sich am Auftrag orientieren, bei möglichst stabilem Beitrag. Der Hessische Rundfunk soll sich stärker auf Regionales konzentrieren und digital mehr junge Menschen erreichen. Die CDU will bessere Bedingungen für die Ansiedlung von Medienschaffenden in Hessen. Den European Media Freedom Act sieht sie als Gefahr für die föderale Medienordnung in Deutschland.

Originalzitat anzeigen (Seite 157)
„Er muss sich insbesondere nach dem RBB-Skandal grundlegend reformieren und zukunftsfest aufstellen.“
Seite 157 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die CDU wendet sich gegen eine Zentralisierung der Medienregulierung auf EU-Ebene und will die Zuständigkeit bei den Ländern halten.

Medienkompetenz landesweit fördern und bündeln

Die CDU will die Förderung von Medienkompetenz in Hessen landesweit ausbauen und die bestehenden Angebote in einem Konzept bündeln. Menschen jeden Alters sollen Informationen einordnen und Falschnachrichten erkennen können.

Die CDU will, dass Menschen gut mit Medien umgehen können. Sie sollen falsche Nachrichten erkennen. Die vielen Angebote dazu sollen besser zusammen-arbeiten. Auch ältere Menschen sollen mehr über digitale Medien lernen.

Grundlage ist das hessische Mediengesetz, das die CDU als das modernste in Deutschland bezeichnet. Der sichere Umgang mit digitalen Medien soll in der Schule und in der Erwachsenenbildung vermittelt werden. Besonders die jüngsten Nutzer sollen vor jugendgefährdenden Inhalten geschützt werden, indem sie selbstständig mit Medien umgehen lernen. Ältere Menschen sollen beim Erwerb digitaler Fähigkeiten unterstützt werden. Für Menschen mit Beeinträchtigungen soll die Mediennutzung barrierefrei sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 158)
„Bündelung der vorhandenen Medienkompetenzförderungen und ihren möglichen Ausbau erstellen.“
Seite 158 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Hessen im Vergleich