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Was sagen die Parteien in Niedersachsen zu Kultur und Medien?

4 aktuelle Wahlprogramme in Niedersachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Deutsche Sprache fördern, Gendern ablehnen

Die AfD will die deutsche Sprache fördern und lehnt geschlechtergerechte Sprache in Behörden, Medien und Institutionen ab. Sie hält das Gendern für grammatikalisch falsch und schädlich für die Sprache als Kulturgut. Regionale Mundarten sollen geschützt werden.

Die AfD will die deutsche Sprache schützen. Sie ist gegen das Gendern. Gendern heißt: Man nennt Frauen und Männer extra, zum Beispiel mit Sternchen. Die Partei will auch Dialekte bewahren. Büchereien sollen mehr Geld für Bücher bekommen.

Brauchtum, Denkmäler und Heimatmuseen fördern

Die AfD will deutsche und regionale Kultur, Bräuche und Baudenkmäler erhalten und finanziell fördern. Bedeutende Bauwerke sollen rekonstruiert, Heimat- und Industriemuseen stärker unterstützt werden. Die Partei sieht darin regionale Anker in Zeiten der Globalisierung.

Die AfD will Bräuche und alte Gebäude erhalten. Wichtige Bauwerke sollen wieder aufgebaut werden. Kleine Museen in den Orten sollen mehr Geld bekommen. Die Partei sagt: Menschen brauchen ihre Heimat als Halt.

Kulturförderung auf klassische Werke ausrichten

Die AfD will Museen, Theater, Opern und Orchester weiter staatlich fördern, verlangt von ihnen aber einen Schwerpunkt auf bedeutende historische Werke. Sie kritisiert eine aus ihrer Sicht linke Politisierung der Kulturszene und bekennt sich zur Kunstfreiheit ohne politische Vorgaben.

Die AfD will Theater, Opern und Museen weiter mit Geld fördern. Diese Häuser sollen vor allem berühmte alte Werke zeigen. Die Partei findet die Kultur-Szene zu links. Musikschulen und Vereine sollen weiter Geld bekommen.

Parteibeteiligungen und Medienkonzentration auflösen

Die AfD verlangt, dass die SPD-eigene Medienholding ddvg ihre Beteiligungen an Verlagen aufgibt. Außerdem sollen Pressekonzerne und kommerzielle Radio- und Fernsehsender voneinander getrennt werden. Die Partei begründet das mit der Unabhängigkeit der Medien.

Die SPD besitzt Anteile an Zeitungs-Verlagen. Die AfD will, dass die SPD diese Anteile abgibt. Zeitungs-Firmen sollen auch keine Radio- und Fernseh-Sender besitzen. Die AfD sagt: So werden Medien unabhängiger.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verkleinern, NDR-Vertrag kündigen

Die AfD will den NDR-Staatsvertrag 2024 zum Jahr 2026 kündigen und langfristig aus allen Rundfunkstaatsverträgen aussteigen. Nichtkommerzieller Rundfunk soll nur noch anbieten, was private Sender nicht leisten können. Rundfunkräte sollen direkt von den Bürgern gewählt werden.

Die AfD will den Vertrag mit dem NDR kündigen. Der öffentliche Rundfunk soll viel kleiner werden. Er soll nur noch senden, was private Sender nicht bieten. Die Bürger sollen die Aufsicht über den Rundfunk selbst wählen.

Rundfunkbeitrag abschaffen

Die AfD will den verpflichtenden Rundfunkbeitrag abschaffen. Nichtkommerzielle Radio- und Fernsehangebote sollen stattdessen aus Abgaben von Medienkonzernen, Geld von Mäzenen und freiwilligen Spenden des Publikums finanziert werden.

Heute muss jeder Haushalt Geld für den Rundfunk zahlen. Die AfD will diese Pflicht abschaffen. Das Geld soll von Medien-Firmen und von Spendern kommen. Wer zuschaut oder zuhört, kann freiwillig spenden.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturgut der Heimatvertriebenen erhalten und erforschen

Die CDU will die Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Deutschen wachhalten und das Kulturgut der Heimatvertriebenen sichern. Dazu soll es Geld und einen eigenen Lehrstuhl geben. Ausgrenzung von Russlanddeutschen wegen des Krieges in der Ukraine will die Partei entgegentreten.

Die CDU will an die Heimat-Vertriebenen erinnern. Das sind Deutsche, die nach dem Krieg ihre Heimat verlassen mussten. Ihre Kultur soll erhalten und erforscht werden. Dafür soll es Geld geben. Russland-Deutsche sollen nicht ausgegrenzt werden.

Kulturfördergesetz und Investitionen in Kultur ausweiten

Die CDU will das niedersächsische Kulturfördergesetz weiterentwickeln und die Förderstrukturen nach Bedarf ausbauen. Investitionsprogramme für kleinere Kultureinrichtungen sollen dauerhaft laufen, und die Landschaftsverbände sollen als regionale Träger mehr Gewicht und Geld bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Kultur auch ein Standortfaktor für die Wirtschaft sei.

Die CDU will die Kultur in Niedersachsen stärker fördern. Dafür soll das Kulturförder-Gesetz besser werden. Kleine Museen und Bühnen sollen dauerhaft Geld für Umbauten bekommen. Die Landschaftsverbände sollen dabei mehr mitreden. Das sind regionale Vereinigungen, die Kultur vor Ort fördern.

Theater, Orchester und Laienkultur verlässlich fördern

Die CDU will die Landeszuschüsse für die kommunalen Theater und das Göttinger Symphonieorchester regelmäßig erhöhen. Auch freie Theater, Amateurbühnen, Laienmusikgruppen und ehrenamtliche Kulturangebote sollen dauerhaft Geld erhalten.

Die CDU will Theater und Orchester besser unterstützen. Das Geld vom Land soll regelmäßig steigen. Auch Laien-Theater und Musik-Gruppen sollen Geld bekommen. Ehrenamtliche Kultur-Häuser will die CDU gezielter fördern.

Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende verbessern

Die CDU will die Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende in Niedersachsen attraktiver machen. Geplant sind ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, einfachere Förderanträge und eine stabilere Künstlersozialkasse, die sie vom Bund verlangt.

Die CDU will Künstlerinnen und Künstlern helfen. Freie Künstler sollen Stipendien bekommen können. Ein Stipendium ist Geld zur Unterstützung der Arbeit. Anträge auf Förder-Geld sollen einfacher werden. Die Künstler-Sozialkasse soll sicherer werden.

Kulturelle Bildung und musikalischen Nachwuchs fördern

Die CDU versteht Kulturförderung auch als Förderung von Nachwuchs und Talenten. Sie will Musik- und Kunstschulen stärken, die Landesmusikakademie zu einer Musikakademie Niedersachsen ausbauen und eine eigene Förderung für Spitzentalente schaffen.

Die CDU will junge Talente in Musik und Kunst fördern. Musik-Schulen und Kunst-Schulen sollen mehr Hilfe bekommen. Die Landes-Musikakademie soll größer und wichtiger werden. Sehr gute junge Musiker sollen besondere Förderung erhalten.

Plattdeutsch, Saterfriesisch und regionales Brauchtum stärken

Die CDU will Plattdeutsch und Saterfriesisch erhalten und in Kitas, Schulen, Bibliotheken und Behörden stärker verankern. Sie sieht beide Sprachen als Teil der niedersächsischen Identität und beruft sich auf die europäische Sprachencharta. Auch regionale Traditionen und Bräuche sollen vor allem jungen Menschen nähergebracht werden.

Die CDU will Plattdeutsch und Saterfriesisch schützen. Das sind eigene Sprachen in Niedersachsen. Kinder sollen sie in Kita und Schule kennenlernen. In Ämtern soll man auch Plattdeutsch sprechen können. Auch alte Bräuche sollen junge Menschen wieder kennenlernen.

Vertriebenenkultur stärker fördern, Landesbeauftragte erhalten

Die CDU will mehr Geld für die Kulturarbeit nach Paragraf 96 des Bundesvertriebenengesetzes, der die Pflege des Kulturguts der Vertriebenen regelt. Das Amt der Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler soll dauerhaft bestehen bleiben.

Die CDU will mehr Geld für die Kultur der Heimat-Vertriebenen. Das sind Deutsche, die nach dem Krieg ihre Heimat verlassen mussten. Es gibt eine Landes-Beauftragte für diese Menschen und für Spät-Aussiedler. Diese Stelle soll für immer bleiben.

Gedenkstätten und Erinnerungskultur ausbauen

Die CDU will die Erinnerungskultur in Niedersachsen voranbringen und die Gedenkstätten unterstützen und weiterentwickeln. Das betrifft Orte zur NS-Zeit wie Bergen-Belsen ebenso wie Museen zur deutschen Teilung und die Aufarbeitung kolonialer Sammlungen.

Die CDU will Gedenk-Stätten in Niedersachsen stärken. Dort erinnert man an die Nazi-Zeit und an die deutsche Teilung. Die Gedenk-Stätte Bergen-Belsen soll besser für Schul-Gruppen werden. Museen an der früheren Grenze sollen Hilfe bekommen. Auch an die Opfer der DDR-Diktatur will die CDU stärker erinnern.

Landesstiftung für Schlösser prüfen, Museen und Welterbe stärken

Die CDU will ein Konzept für eine Landesstiftung erarbeiten, die landeseigene Schlösser und Burgen betreut. Daneben sollen Schloss Marienburg saniert und zugänglich gemacht sowie Landesmuseen, Freilichtmuseen und Welterbestätten weiter unterstützt werden.

Die CDU will sich besser um Schlösser und Burgen des Landes kümmern. Dafür plant sie eine Landes-Stiftung. Das Schloss Marienburg soll repariert werden und offen für Besucher sein. Museen und Welterbe-Stätten sollen weiter Hilfe bekommen.

Rundfunk per Indexmodell finanzieren, Medienvielfalt erhalten

Die CDU will einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen Finanzierung künftig über ein Indexmodell laufen soll, bei dem der Beitrag an einen Index gekoppelt wird. Zugleich will sie die Vielfalt aus öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern bewahren und Qualitätsjournalismus durch eine Zertifizierung stärken.

Die CDU will einen starken öffentlichen Rundfunk. Das Geld dafür soll nach einem Index-Modell berechnet werden. Dabei richtet sich der Beitrag nach einer festen Kennzahl. Auch private Sender und Verlage sollen ihren Platz behalten. Guter Journalismus soll ein Siegel bekommen.

CDU: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Denkmalschutzgesetz für Klimaschutz und Barrierefreiheit ändern

Die Grünen wollen das niedersächsische Denkmalschutzgesetz überarbeiten. Klimaschutz, Ressourcenschutz und Barrierefreiheit sollen künftig verpflichtend mit dem Denkmalschutz abgewogen werden. Solaranlagen auf geschützten Dächern sollen leichter möglich sein.

Alte Gebäude stehen oft unter Denkmal-Schutz. Die Grünen wollen das Gesetz dazu ändern. Klima-Schutz und Barriere-Freiheit sollen dabei mehr zählen. Solar-Anlagen auf alten Dächern sollen einfacher erlaubt sein.

Faire Bezahlung und verlässliche Kulturförderung

Die Grünen wollen Mindesthonorare für Kulturschaffende und eine planbare Förderung für Kultureinrichtungen. Das Programm begründet dies damit, dass die Coronapandemie gezeigt habe, unter welch unsicheren Bedingungen Kunst und Kultur oft entstehen.

Viele Künstlerinnen und Künstler verdienen wenig Geld. Die Grünen wollen Mindest-Honorare für sie. Theater und andere Kultur-Orte sollen sicher planen können. Anträge auf Förderung sollen einfacher werden.

Medienvielfalt und Lokaljournalismus fördern

Die Grünen wollen die Medienförderung des Landes auf Nachwuchsausbildung sowie regionale und kommunale Berichterstattung ausrichten. Das soll Vielfalt vor Ort sichern und der Medienkonzentration entgegenwirken. Zudem sollen Bürgermedien, Film und Games mehr Förderung erhalten.

Die Grünen wollen viele verschiedene Medien in Niedersachsen. Medien-Häuser sollen Geld bekommen, wenn sie junge Journalisten ausbilden. Auch Berichte aus der Region sollen belohnt werden. Bürger-Radio und Lokal-Fernsehen sollen mehr Geld bekommen. Alte Filme und Zeitungen sollen digital gesichert werden.

Grüne: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Videospiele und eSport fördern

Die SPD betrachtet das Videospiel als wichtige digitale Kunstform und will die Medienförderung dafür öffnen. Digitale Kunst soll denselben Schutz und dieselbe Förderung erhalten wie analoge.

Die SPD sieht Videospiele als Kunst. Das Land soll die Entwicklung von Videospielen fördern. Eltern sollen mehr über Videospiele lernen können. Auch eSport soll Hilfe bekommen.

Arbeitsbedingungen in der Kulturbranche verbessern

Die SPD will bessere Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung für Beschäftigte in der Kultur. Landeszuschüsse sollen an Tarifabschlüsse gekoppelt und Mindestgagen an Theatern angehoben werden. Das Programm verweist auf Missstände, die in der Corona-Pandemie sichtbar wurden.

Menschen in der Kultur sollen bessere Arbeit haben. An Theatern soll der niedrigste Lohn steigen. Das Land soll mehr Geld geben, wenn die Löhne steigen. Künstler ohne feste Stelle sollen besser abgesichert sein.

Kultureinrichtungen und kulturelle Teilhabe stärken

Die SPD will ein flächendeckendes, vielfältiges und barrierefreies Kulturangebot. Landeskultureinrichtungen sollen erhalten und saniert, Musikschulen, freie Theater und soziokulturelle Zentren stärker gefördert werden.

Kultur soll für alle Menschen offen sein. Die SPD will Museen, Bibliotheken und Theater des Landes erhalten. Alte Gebäude sollen erneuert werden. Musik-Schulen sollen mehr Geld vom Land bekommen. Auch Kinder aus armen Familien sollen mitmachen können.

Bürgermedien sichern und unabhängige Medien stützen

Die SPD bekennt sich zu unabhängigen Medien und will Bürgermedien dauerhaft sichern sowie dort neu einrichten, wo es sie nicht gibt. Hintergrund sind Schwierigkeiten, gute regionale Berichterstattung zu erhalten. Die Idee einer europäischen Medienplattform wird unterstützt.

Freie Medien sind wichtig für die Demokratie. Die SPD will Bürger-Medien sichern. Das sind lokale Sender, bei denen Bürger selbst Programm machen. Wo es keine gibt, sollen neue entstehen. Die SPD ist auch für eine europäische Medien-Plattform.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl