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Was sagen die Parteien in Brandenburg zu Kultur und Medien?

4 aktuelle Wahlprogramme in Brandenburg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Brandenburg 2024

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk umbauen, Pflichtbeitrag beenden

Die AfD lehnt den verpflichtenden Rundfunkbeitrag ab und will den Rundfunkstaatsvertrag ändern, sodass nur noch Nutzer zahlen. Der Rundfunk soll kleiner werden und sich auf Information und regionale Berichterstattung beschränken, weil die AfD ihm Einseitigkeit, Verschwendung und Rechtsverstöße vorwirft.

Heute zahlt jeder Haushalt den Rundfunk-Beitrag. Die AfD will: Nur wer das Programm schaut, soll zahlen. Der Rundfunk soll kleiner werden. Er soll vor allem informieren und über die Region berichten.

Denkmäler fördern, Auflagen lockern, Bauten rekonstruieren

Die AfD will den Denkmalschutz bedarfsgerecht finanzieren und zugleich die Auflagen für alte Gebäude ohne öffentliches Interesse lockern, damit sie bewohnbar werden. Außerdem befürwortet sie den Wiederaufbau verlorener historischer Bauwerke.

Die AfD will mehr Geld für alte Bauwerke geben. Für manche alte Häuser sollen die Regeln lockerer werden. Dann kann man sie umbauen und darin wohnen. Zerstörte historische Bauten will die AfD wieder aufbauen.

Brauchtum, Vereine und historische Namen bewahren

Die AfD will brandenburgisches Brauchtum und die Kultur der Sorben und Wenden bewahren und Brauchtumsvereine stärker fördern. Historische Namen von Straßen und Plätzen sollen bleiben, und historisches Kulturgut soll digitalisiert werden.

Die AfD will alte Bräuche in Brandenburg erhalten. Dazu gehören Trachten, Lieder und Volks-Feste. Auch die Kultur der Sorben und Wenden soll bleiben. Vereine für Bräuche sollen mehr Hilfe bekommen. Alte Straßen-Namen sollen bleiben.

Schatzregal abschaffen

Die AfD will das Schatzregal abschaffen, nach dem verborgene herrenlose Funde dem Land gehören. Weil Finder keinen Lohn erhalten, würden Funde aus Sicht der Partei oft nicht gemeldet.

Wer in Brandenburg einen alten Schatz findet, muss ihn dem Land geben. Diese Regel heißt Schatzregal. Der Finder bekommt keinen Lohn. Die AfD will die Regel abschaffen. Dann melden mehr Finder ihre Funde, sagt die AfD.

Musikschulen und Kultur fördern, politische Einrichtungen nicht

Die AfD will Musikschullehrer mit Hochschulabschluss in der Regel fest anstellen und Musikschulen, Orchesternachwuchs und bildende Kunst fördern. Stark politisch ausgerichtete Kultureinrichtungen sollen kein Steuergeld mehr erhalten.

Lehrer an staatlichen Musik-Schulen sollen feste Stellen bekommen. Die AfD will Musik und Kunst mit Geld fördern. Kultur-Einrichtungen mit starker politischer Richtung sollen kein Steuergeld bekommen. Parteien sollen weniger Einfluss auf Kultur haben.

Kriegerdenkmäler erhalten und Kriegstote bergen

Die AfD will Kriegsopfern gedenken, die Kriegerdenkmäler des Ersten Weltkriegs erhalten und die Suche nach unbestatteten Kriegstoten bezahlen. Diese sollen ein würdiges Begräbnis bekommen.

Die AfD will an die Toten der Kriege erinnern. Alte Krieger-Denkmäler sollen bleiben. Viele tote Soldaten liegen noch auf alten Schlachtfeldern. Die AfD will Geld geben, um sie zu finden. Sie sollen ein würdiges Grab bekommen.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Brandenburg 2024

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturfördergesetz für Brandenburg schaffen

Das BSW fordert ein Kulturfördergesetz nach sächsischem Vorbild, das die Förderung von Kultureinrichtungen dauerhaft absichert. Kulturförderung soll für Kommunen zur Pflichtaufgabe werden, und ein Kultusministerium soll entstehen.

Das BSW will ein neues Gesetz für die Kultur. Es soll Theater, Orchester und kleine Kultur-Orte dauerhaft bezahlen. Gemeinden sollen Kultur fördern müssen. Freie Künstler sollen von ihrer Arbeit leben können. Zwei Ministerien sollen zu einem Kultus-Ministerium werden.

Kulturzugang für Kinder und Jugendliche erleichtern

Das BSW will, dass Schüler, Auszubildende und Studierende aus Brandenburg Museen und Bibliotheken des Landes kostenlos nutzen können. Kinder und Jugendliche sollen früh mit allen Künsten in Kontakt kommen, auch im ländlichen Raum.

Schüler, Azubis und Studenten sollen keinen Eintritt zahlen. Das gilt für Museen und Bibliotheken des Landes. Kinder sollen früh Kunst und Musik kennenlernen. Das soll auch auf dem Land möglich sein. In der Grundschule soll es mehr Musik-Unterricht geben.

Sprache und Kultur der Sorben/Wenden sichern

Das BSW will die Stiftung für das sorbische Volk langfristig mindestens in heutiger Höhe finanzieren. Außerdem soll die Kultur- und Bildungsautonomie der Sorben und Wenden dauerhaft gelten, und Brandenburg soll Lehrkräfte für Niedersorbisch ausbilden.

Die Sorben und Wenden sind eine Minderheit in Brandenburg. Das BSW will ihre Sprache und Kultur schützen. Das Geld für ihre Stiftung soll nicht weniger werden. Brandenburg soll Lehrer für ihre Sprache ausbilden.

Rundfunkbeitrag nicht erhöhen, Rundfunk reformieren

Das BSW lehnt die von der KEF vorgeschlagene Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab und fordert stattdessen eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Über eine Strukturreform soll in einem Format mit direkter Bürgerbeteiligung beraten werden.

Das BSW will nicht, dass der Rundfunk-Beitrag steigt. Stattdessen soll sich der öffentliche Rundfunk ändern. Die Bürger sollen dabei mitreden. Über Brandenburg soll mehr im Programm kommen.

BSW: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Brandenburg 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Kultur und Freizeiteinrichtungen landesweit stärker fördern

Die CDU will die Kulturpolitik des Landes mit einer verlässlich finanzierten Strategie weiterentwickeln. Kulturelle Angebote sollen im ganzen Land erreichbar sein, weil Kultur aus Sicht der Partei Identität und Zusammenhalt stiftet.

Die CDU will Kultur im ganzen Land fördern. Dafür soll es einen klaren Plan mit sicherem Geld geben. Musikschulen sollen mehr Hilfe bekommen. Zoos sollen vom Land unterstützt werden. Busse sollen Menschen vom Land zu Kultur-Orten bringen.

Menschenrechtszentrum Cottbus zur zentralen DDR-Gedenkstätte ausbauen

Die CDU will die Erinnerung an NS-Zeit und SED-Diktatur wachhalten und an das Schwinden der Zeitzeugen anpassen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus soll zur zentralen Gedenkstätte des Landes für DDR-Unrecht werden.

Die CDU will an die Nazi-Zeit und die DDR erinnern. Es gibt kaum noch Zeit-Zeugen. Darum braucht es neue Ideen für das Erinnern. In Cottbus soll eine zentrale Gedenk-Stätte für DDR-Unrecht entstehen. Dort sollen Menschen über Verfolgung lernen.

Sorbische und niederdeutsche Sprache erhalten und fördern

Die CDU will Sprache, Kultur und Identität der Sorben und Wenden fördern und den Verfassungsauftrag zum Spracherhalt umsetzen. Auch Niederdeutsch soll als Kulturgut bewahrt und weitervermittelt werden.

In der Lausitz leben Sorben und Wenden. Sie haben eine eigene Sprache. Die CDU will diese Sprache und Kultur schützen. Dafür braucht es mehr Lehrkräfte. Auch die alte Sprache Plattdeutsch soll erhalten bleiben.

CDU: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Brandenburg 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Filmstandort Babelsberg sichern

Die SPD will den Filmstandort Babelsberg weiter unterstützen und erhalten. Das Programm begründet das mit der internationalen Bekanntheit, die das Studio dem Land bringt, und mit den Investitionen der Medienwirtschaft.

In Babelsberg gibt es ein bekanntes Film-Studio. Die SPD will diesen Standort weiter unterstützen. Das Studio macht Brandenburg in der Welt bekannt. Die Medien-Branche bringt auch viel Geld ins Land.

Kultur im ganzen Land verlässlich fördern

Die SPD versteht Kultur als öffentliches Gut, das allen offenstehen soll und nicht kommerziellen Zielen untergeordnet werden darf. Sie will Kultureinrichtungen weiter fördern, Tarifsteigerungen für geförderte Einrichtungen aus dem Landeshaushalt bezahlen und kulturelle Angebote auf dem Land stärken.

Die SPD sagt: Kultur ist für alle da. Das Land soll Theater, Orchester, Musikschulen und Kunstschulen weiter fördern. Wenn die Löhne steigen, zahlt das Land das für geförderte Einrichtungen. Auch auf dem Land soll es Kultur-Angebote geben.

Staatsvertrag mit Zentralrat der Juden schließen

Die SPD will mit dem Zentralrat der Juden einen Staatsvertrag vereinbaren, der auch eine Lehrerausbildung möglich machen kann. Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften bezeichnet das Programm als wichtige Partner; zudem sollen die Kultur der Sorben und Wenden und das Niederdeutsche gepflegt werden.

Die SPD will einen Vertrag mit dem Zentralrat der Juden schließen. Der Vertrag soll auch die Ausbildung von Lehrern möglich machen. Die SPD will mit Kirchen und Religions-Gemeinschaften zusammenarbeiten. Sie will auch die Sprache der Sorben und Wenden erhalten.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren, Pressefreiheit schützen

Die SPD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend reformieren und dabei auf stabile Beiträge und die Finanzierung achten. Außerdem will sie die Pressefreiheit sichern und lokalen Journalismus weiter aus dem Landeshaushalt fördern.

Die SPD will ARD, ZDF und andere öffentliche Sender reformieren. Der Rundfunk-Beitrag soll stabil bleiben. Chefs der Sender sollen überall begrenzte Gehälter bekommen. Journalisten sollen geschützt werden. Lokale Medien sollen weiter Geld vom Land bekommen.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl