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SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Zukunftsprogramm zur Landtagswahl 2023 (Unser Zukunftsprogramm)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 88 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kreativwirtschaft und Games-Branche fördern

Die SPD will die Landeshilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft weiterentwickeln und dauerhaft sichern. Für die Games-Branche soll es eine eigene Förderlinie geben.

Die SPD will die Kreativ-Wirtschaft unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Firmen für Video-Spiele. Für diese Firmen soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Eltern sollen mehr über Video-Spiele lernen können.

Der Mediencampus Dieburg der Hochschule Darmstadt soll für die Games-Förderung gezielt ausgebaut werden. Auf Landesebene plant die SPD außerdem Angebote, die die Medienkompetenz rund um Videospiele stärken und sich auch an Eltern richten. Die Partei beschreibt sich als verlässlichen Partner der Branche.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Für die Games-Branche werden wir eine echte eigene Förderlinie Games etablieren.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine zusätzliche Förderlinie und dauerhafte Landeshilfen erweitern die öffentliche Unterstützung für eine Branche.

Kulturelle Bildung ausbauen, Kultur-Ticket einführen

Die SPD will kulturelle Bildung in und außerhalb der Schule stärker gewichten und ein landesweites Kultur-Ticket für alle unter 18 einführen. So sollen Kinder und Jugendliche kostenlos an Kultur teilhaben können. Kultur gilt dem Programm als Teil der Daseinsvorsorge, auch auf dem Land.

Die SPD will mehr kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche. Es soll ein Kultur-Ticket für ganz Hessen geben. Es gilt für alle bis 18 Jahre. Damit sollen sie Kultur kostenlos erleben können. Auch auf dem Land soll es Kultur-Angebote geben.

Zur kulturellen Bildung zählt das Programm Musik- und Kunstschulen, Museen, Theater, Volkshochschulen, Bibliotheken, Kinos und Projekte der freien Szene. Das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ soll mit zusätzlichem Landesgeld institutionell abgesichert werden. Kulturinitiativen sollen besonders außerhalb der Ballungsräume besser vernetzt werden. Chöre, Orchester und andere Amateurmusik will die SPD ergänzend zum Bundesfonds fördern. Die Musikschulen sollen drittelparitätisch finanziert werden, also zu je einem Drittel von drei Kostenträgern.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„wollen wir ein landesweites Kultur-Ticket für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre einführen“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Landesmittel und ein kostenloses Angebot für Minderjährige erweitern öffentliche Leistungen im bestehenden System.

Theater sichern und zugänglicher machen

Die SPD will die Staatstheater weiter finanzieren und der freien darstellenden Szene eine Förderung über mehrere Jahre geben. Theater sollen offener werden, mit mehr Vielfalt in Leitungspositionen und mehr Vermittlungsangeboten. Nach Ansicht der Partei sichert das die Theater für kommende Generationen.

Die SPD will die Staats-Theater weiter bezahlen. Freie Theater-Gruppen sollen Geld für mehrere Jahre bekommen. Theater sollen für mehr Menschen offen sein. In der Leitung sollen unterschiedlichere Menschen arbeiten.

Die Strukturen der Theater sollen die veränderte Gesellschaft abbilden, weshalb die SPD für mehr Diversität an der Spitze der Häuser eintritt. Ob das Land die Frankfurter Bühnen unterstützt, soll zusammen mit den Nachbarkommunen geprüft werden. Die SPD unterstützt außerdem Darmstadts Bemühen, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste Räume bereitzustellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Die Finanzierung der Staatstheater ist weiterhin sicherzustellen. Außerdem benötigt die freie darstellende Szene künftig eine verlässliche Mehrjahresförderung.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Theaterfinanzierung soll gesichert und um eine mehrjährige Förderung der freien Szene ergänzt werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Diversität in Führungspositionen der Theater zielt auf Gleichstellung und Vielfalt.

Museen und Archive öffnen und digitalisieren

Die SPD will staatliche Museen und Archive stärker profilieren, weiter öffnen und mit mehr Personal und Geld ausstatten. Sammlungen sollen digital erschlossen werden. Nachgewiesenes Raubgut soll zurückgegeben werden, was das Programm als ethische Pflicht bezeichnet.

Die SPD will Museen und Archive stärken. Sie sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen. Die Sammlungen sollen auch digital zu sehen sein. Geraubte Stücke sollen die Museen zurückgeben.

Als wachsende Aufgaben der Museen nennt das Programm ein internationaleres Publikum, vielfältigere Angebote und die Digitalisierung der Bestände. Die digitale Erschließung soll eine zeitgemäße Präsentation ermöglichen, die Öffentlichkeit besser erreichen und die Herkunftsforschung erleichtern. Landesmuseen und Landesarchive gelten der SPD als herausragende Einrichtungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Wir wollen die Museen personell und finanziell in die Lage versetzen, diese Aufträge zu erfüllen.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal und Geld für staatliche Museen bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Kultur.

Freie Kulturszene und Musikclubs besser fördern

Die SPD will freie Künstlerinnen und Künstler mit höheren Fördermitteln, günstigen Arbeitsräumen und Mindesthonoraren unterstützen. Musikclubs sollen als Kultureinrichtungen statt als bloße Vergnügungsstätten gelten und besser geschützt werden. Das Programm begründet dies mit teils prekären Arbeitsbedingungen in der Szene.

Die SPD will freien Künstlern mehr Geld geben. Sie sollen günstige Arbeits-Räume bekommen. Es soll Mindest-Honorare geben. Das ist eine Bezahlung, die nicht unterschritten werden darf. Musik-Clubs sollen als Kultur-Orte gelten.

Die Sichtbarkeit freier Kunstschaffender soll deutlich steigen. Zum Schutz der Clubs sollen die Baunutzungsverordnungen zusammen mit den Kommunen überprüft und angepasst werden. Für nichtkommerzielle Clubangebote plant die SPD eine eigene Landesförderung. Weitere Förderwege für Clubs und Festivals sollen mit den Verbänden von Clubs und Gastronomie besprochen werden, wobei der künstlerische Nachwuchs gezielt unterstützt werden soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass Förderungen erhöht werden, gerade in Ballungsräumen günstige Arbeitsräume gesichert werden, Mindesthonorare gezahlt“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Förderung, neue Landesmittel für Clubs und Mindesthonorare erweitern staatliche Unterstützung und Vorgaben.

Regionale Kulturkooperation in Stadt und Land stärken

Die SPD will die Zusammenarbeit bei Kulturangeboten in Städten und auf dem Land mit Anreizen fördern. Die Kulturregion und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain sollen wachsen, für Nordhessen ist eine vergleichbare Kooperation geplant.

Die SPD will, dass Städte und Dörfer bei Kultur zusammenarbeiten. Dafür soll es Anreize geben. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es schon eine solche Zusammenarbeit. Nordhessen soll eine ähnliche bekommen.

Kommunen, die eine Kulturentwicklungsplanung erarbeiten, sollen Geld vom Land erhalten. Bei Stadtentwicklungskonzepten soll Kultur mehr Gewicht bekommen, vor allem durch Kulturräume, die allen offenstehen. Schausteller und Marktkaufleute sollen in Hessen eine Zukunft haben, weil Volksfeste und Märkte aus Sicht der SPD zum Zusammenleben gehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Die SPD Hessen wird die regionale Zusammenarbeit für die Kultur in den Städten ebenso wie im ländlichen Raum gezielt stärken.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Landesförderung für kommunale Kulturplanung und ausgebaute Kulturfonds erhöhen öffentliche Kulturausgaben.

Hessischen Rundfunk erhalten und weiterentwickeln

Die SPD will die Informationsangebote des Hessischen Rundfunks bewahren und ausweiten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll als Leitmedium zur demokratischen Meinungsbildung beitragen und crossmedial werden. Die Partei bekennt sich zum Symphonieorchester und zur Bigband des Senders.

Die SPD will den Hessischen Rundfunk stärken. Er soll viele gute Informationen bieten. Es soll mehr Sendungen in leichter Sprache geben. Das Orchester und die Bigband des Senders sollen bleiben.

Jüngere Menschen sollen im Programm stärker zu Wort kommen, und der ländliche Raum soll besser informiert und abgebildet werden. Das Angebot soll die plurale Gesellschaft widerspiegeln und Formate in leichter Sprache stärker einbeziehen. Mit einem crossmedialen Angebot, also über mehrere Medienkanäle hinweg, sollen mehr Menschen erreicht werden. Der Rundfunk soll Kultur nicht nur verbreiten, sondern weiter selbst veranstalten und produzieren dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Daher sind der Markenkern des Hessischen Rundfunks (hr) mit seinen starken Informationsangeboten zu erhalten und auszubauen“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll samt eigener Klangkörper erhalten und im Informationsangebot ausgebaut werden.

Filmförderung und Kreativwirtschaft stärken

Die SPD will die wirtschaftliche Filmförderung erhöhen und die HessenFilm und Medien GmbH ausbauen. Damit soll ein Rückstand gegenüber Ländern ausgeglichen werden, die ihre Mittel in der Corona-Zeit angehoben haben. Auch die Games-Branche zählt das Programm zur wachsenden Kreativwirtschaft.

Die SPD will mehr Geld für Filme aus Hessen geben. Andere Bundesländer haben ihre Förderung erhöht. Hessen soll aufholen. Auch junge Filme-Macher sollen Hilfe bekommen.

Den in Hessen ansässigen Filmorganisationen, darunter SPIO, Freiwillige Selbstkontrolle, Murnau-Stiftung und Deutsches Filminstitut, sollen gute Standortbedingungen erhalten und verbessert werden. Die SPD will dies gemeinsam mit den regionalen Branchenverbänden erreichen. Besonderes Gewicht sollen die Förderung des Nachwuchses und des Hochschulfilms erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Die wirtschaftliche Filmförderung muss aufgestockt werden, um den lokalen Playern im Wettbewerb der Länder beizustehen.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere staatliche Filmförderung bedeutet mehr öffentliche Subventionen für eine Branche.

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Alle Programme in Hessen im Vergleich