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Was sagen die Parteien in Baden-Württemberg zu Kultur und Medien?

4 aktuelle Wahlprogramme in Baden-Württemberg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk radikal verkleinern oder austreten

Die AfD macht eine Totalreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Bedingung dafür, dass Baden-Württemberg im Medienstaatsvertrag bleibt. Der Rundfunk soll um mindestens 90 Prozent schrumpfen und der Rundfunkbeitrag entfallen. Stimmen die anderen Länder nicht binnen 100 Tagen zu, soll das Land austreten.

Die AfD will ARD, ZDF und ähnliche Sender stark verkleinern. Sie sollen fast nur noch informieren und bilden. Den Rundfunk-Beitrag will die AfD abschaffen. Die anderen Bundes-Länder sollen in 100 Tagen zustimmen. Sonst will die AfD den Vertrag über den Rundfunk kündigen.

Kulturförderung überprüfen, Breitenkultur unterstützen

Die AfD will die staatliche Kulturfinanzierung überprüfen, die sie häufig für ideologisch motiviert hält. Zugleich sollen Vereine der Breitenkultur finanzielle Hilfe erhalten. Staatlich geförderte Bühnen sollen parteipolitisch neutral bleiben.

Die AfD will die Förderung der Kultur prüfen. Sie sagt: Das Geld fließt oft aus politischen Gründen. Kleine Kultur-Vereine sollen mehr Hilfe bekommen. Theater mit Geld vom Staat sollen keine Partei unterstützen.

SWR-Staatsvertrag kündigen, Rundfunk freiwillig bezahlen

Die AfD will, dass Baden-Württemberg den Staatsvertrag über den Südwestrundfunk sofort kündigt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll künftig nur noch von denen bezahlt werden, die das freiwillig tun.

Der SWR ist ein öffentlicher Sender. Ein Vertrag regelt ihn. Die AfD will diesen Vertrag sofort kündigen. Für den öffentlichen Rundfunk sollen nur noch Menschen zahlen, die das wollen.

Filmförderung des Landes grundlegend umbauen

Die AfD will die Filmförderung in Baden-Württemberg grundlegend reformieren. Aus ihrer Sicht fördert die landeseigene Gesellschaft MFG politisch einseitige Projekte. Gelingt die Reform nicht, soll die MFG aufgelöst werden.

Das Land gibt Geld für Filme. Die AfD findet: Das Geld geht an politisch einseitige Filme. Sie will die Förderung stark ändern. Wenn das nicht klappt, soll die Förder-Gesellschaft MFG schließen.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Lokale Medien, Film und Games fördern

Die CDU will lokale Zeitungen, private Sender und Kinos mit verlässlichen Rahmenbedingungen absichern, unter anderem durch eine Förderung der Zeitungszustellung im ländlichen Raum. Auch der Film- und Gamesstandort sowie die Ausbildung in Medienberufen sollen gestärkt werden.

Die CDU will lokale Zeitungen und private Sender erhalten. Das Land soll helfen, Zeitungen auf dem Land zuzustellen. Auch Filme und Computer-Spiele aus dem Land will die CDU fördern. Junge Leute in Medien-Berufen sollen Hilfe beim Start bekommen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten und begrenzen

Die CDU bekennt sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, will ihn aber stärker auf seinen Kernauftrag ausrichten. Der Rundfunkbeitrag soll stabil bleiben, und die Gehälter in Leitungspositionen sollen sich am öffentlichen Dienst orientieren.

Die CDU will ARD, ZDF und SWR behalten. Die Sender sollen sich auf ihre wichtigste Aufgabe beschränken. Sie sollen mehr aus der Region berichten. Der Rundfunk-Beitrag soll nicht steigen.

Digitalabgabe auf Onlinewerbung großer Plattformen einführen

Die CDU unterstützt eine Abgabe auf die Onlinewerbung großer Plattformen, die mit dem Europarecht vereinbar ist. Die Einnahmen sollen ausschließlich in Medieninfrastruktur, Vielfalt und Qualitätsjournalismus fließen.

Große Internet-Firmen verdienen viel Geld mit Werbung. Die CDU will, dass sie dafür eine Abgabe zahlen. Das Geld soll an Medien und guten Journalismus gehen. So soll der Wettbewerb fairer werden.

Kulturstrategie für Baden-Württemberg entwickeln

Die CDU will eine landesweite Kulturstrategie erarbeiten, die Kunst und Kultur absichert und den Erhalt und Neubau von Kulturgebäuden langfristig regelt. Jedes Kind soll ein Instrument erlernen oder in einem Chor mitsingen können.

Die CDU will einen Plan für die Kultur im Land machen. Theater, Museen und andere Kultur-Gebäude sollen erhalten bleiben. Jedes Kind soll ein Instrument lernen oder im Chor singen können. Künstler sollen weniger Papier-Arbeit bei Förderungen haben.

Beauftragten und Kulturzentrum für Vertriebene und Aussiedler schaffen

Die CDU will ein Amt für die Anliegen von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern einrichten. Außerdem soll ein Zentrum für Forschung und Kultur entstehen, das sich vor allem den Deutschen aus Russland widmet.

Viele Menschen kamen als Vertriebene oder Aussiedler ins Land. Die CDU will für sie einen Beauftragten einsetzen. Das ist eine Person, die sich um ihre Anliegen kümmert. Für Deutsche aus Russland soll es ein Kultur-Zentrum geben.

CDU: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Nothilfefonds und Sanierungsoffensive für Kultur schaffen

Die Grünen wollen einen Nothilfefonds für Kunst und Kultur einrichten und Kulturbauten mit einer Sanierungsoffensive erhalten. Das Land soll auch bei knappen Kassen ein verlässlicher Partner der Einrichtungen und der Kommunen bleiben.

Die Grünen wollen einen Notfall-Topf für Kunst und Kultur. Daraus bekommen Kultur-Einrichtungen in schweren Zeiten Geld. Alte Kultur-Gebäude sollen saniert werden. Das Land soll den Städten und Gemeinden dabei helfen.

Pop-, Club- und Livekultur besser absichern

Die Grünen wollen die Bedingungen für Clubs, Livemusik und Popkultur verbessern, mit weniger Bürokratie, Planungssicherheit und Bestandsschutz für Kulturorte. Das Förderprogramm POPLÄND soll erweitert werden, und kleine Spielstätten sollen über einen Fonds aus Ticketabgaben großer Veranstaltungen gestärkt werden.

Die Grünen wollen Clubs und Orte für Live-Musik schützen. Es soll weniger Papierkram für sie geben. Das Förder-Programm POPLÄND soll größer werden. Kleine Bühnen sollen Geld aus einem neuen Fonds bekommen.

Jährlichen Buchhandlungspreis Baden-Württemberg einführen

Die Grünen wollen jedes Jahr einen Preis an inhabergeführte Buchhandlungen vergeben. Er soll Läden würdigen, die sich kulturell besonders engagieren, weil diese aus Sicht des Programms durch Onlinehandel und steigende Kosten unter Druck stehen.

Die Grünen wollen einen neuen Preis für Buchläden. Den Preis gibt es jedes Jahr. Er geht an Läden mit guten Ideen und vielen Veranstaltungen. So sollen kleine Buchläden mehr Beachtung bekommen.

Vereine bei GEMA und Bürokratie entlasten

Die Grünen wollen Vereine stärker von GEMA-Kosten und Verwaltungsaufwand entlasten, damit Feste und Veranstaltungen einfacher werden. Auf Bundesebene setzen sie sich für eine Befreiung der Vereine von GEMA-Gebühren und von der Umsatzsteuer ein.

Vereine zahlen Geld an die GEMA, wenn sie Musik spielen. Die Grünen wollen Vereine dabei entlasten. Vereine sollen auch weniger Papierkram haben. So werden Feste einfacher.

Jungen Menschen Zugang zu Kultur erleichtern

Die Grünen wollen, dass junge Menschen unabhängig von ihrem Ausbildungsweg leicht Theater, Kinos, Museen und Konzerte besuchen können. Der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die Sammlungen der Landesmuseen soll bleiben.

Junge Menschen sollen leicht ins Theater, Kino, Museum oder Konzert gehen können. Das soll für Schüler und Azubis gleich gelten. Kinder und Jugendliche zahlen in Landes-Museen weiter keinen Eintritt.

Kulturgüter zurückgeben und Erinnerungskultur stärken

Die Grünen wollen unrechtmäßig erworbene Kulturgüter an die rechtmäßigen Besitzer oder Herkunftsländer zurückgeben und die Herkunft von Museumsobjekten weiter erforschen. Die Erinnerungskultur soll landesweit sichtbarer werden.

Manche Stücke in Museen wurden zu Unrecht erworben. Die Grünen wollen diese Stücke zurückgeben. Museen sollen prüfen, woher ihre Stücke kommen. Auch die Erinnerung an die Geschichte soll sichtbarer werden.

Digitale Kulturinfrastruktur aufbauen

Die Grünen wollen eine digitale Infrastruktur für die Kultur schaffen, die Daten aus Museen verknüpft und nutzbar macht. Sie soll auch Platz für KI-Anwendungen bieten, die auf den Kulturbereich zugeschnitten sind.

Die Grünen wollen ein digitales Netz für Kultur aufbauen. Es verbindet Daten aus Museen. Auch KI für die Kultur soll dort entstehen. Alle sollen die Angebote leicht nutzen können.

Bibliotheken als Treffpunkte stärken und vernetzen

Die Grünen wollen Bibliotheken als offene Orte für Bildung und Begegnung stärken und sie über eine landesweite digitale Plattform vernetzen. Das Förderprogramm für Bibliotheken im ländlichen Raum soll erhalten bleiben.

Bibliotheken sind Treffpunkte für alle. Die Grünen wollen sie stärken. Eine digitale Plattform soll alle Bibliotheken im Land verbinden. Bibliotheken auf dem Land bekommen weiter Fördergeld.

TV-Förderung in Journalismusförderung umwandeln

Die Grünen wollen den regionalen Journalismus stärken und die bisherige Förderung für Fernsehsender zu einer allgemeinen Journalismusförderung umbauen. Sie begründen das damit, dass Demokratie eine informierte Öffentlichkeit und unabhängige Medien brauche.

Die Grünen wollen Zeitungen und Sender aus der Region stärken. Bisher gibt das Land Geld für Fernsehen. Künftig soll das Geld für Journalismus allgemein da sein. Die Partei sagt: Demokratie braucht gute Nachrichten.

Grüne: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Lokaljournalismus und Medienstandort fördern

Die SPD will mit einem Landesfonds Lokalredaktionen und gemeinnützigen Journalismus unterstützen. Sie befürwortet eine Digitalabgabe für große Plattformkonzerne und will die Film- und Games-Förderung sowie die Landesanstalt für Kommunikation stärken.

Die SPD will Zeitungen und Redaktionen vor Ort helfen. Dafür soll es einen Fonds vom Land geben. Ein Fonds ist ein Topf mit Geld. Große Internet-Konzerne sollen eine Abgabe zahlen. Schulen sollen den Umgang mit Medien und Nachrichten lehren.

Kulturfinanzierung absichern und Investitionstopf schaffen

Die SPD will Kultur verlässlich finanzieren und die Förderung transparenter machen. Ein neuer Fördertopf soll Investitionen in Kultureinrichtungen ermöglichen, etwa die Sanierung von Spielstätten. Das Programm begründet dies mit dem Finanzdruck, unter dem die Kulturlandschaft im Land stehe.

Die SPD will mehr Geld für Kultur geben. Es soll einen neuen Topf für Investitionen geben. Damit kann man zum Beispiel Theater-Gebäude reparieren. Die SPD sagt: Die Kultur im Land hat zu wenig Geld.

Brauchtum und Breitenkultur stärken

Die SPD will die Brauchtumspflege und die Breitenkultur im Land stärker fördern. Ehrenamtlich geführte Vereine sollen von Bürokratie und Kosten entlastet werden, unter anderem indem das Land die GEMA-Gebühren pauschal übernimmt.

Die SPD will Bräuche und Vereine stärken. Dazu gehören Chöre, Musik-Vereine und Schützen-Vereine. Das Land soll für diese Vereine die GEMA-Gebühren zahlen. Das sind Gebühren für das Spielen von Musik.

Tariflöhne und Mindesthonorare in der Kultur

Die SPD will die Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden verbessern. Beschäftigte sollen nach Tarif bezahlt werden, und bei Projekten mit Landesförderung sollen angemessene Honorare zur Bedingung werden.

Die SPD will bessere Bezahlung für Menschen in der Kultur. Beschäftigte an Bühnen und in Orchestern sollen Tarif-Lohn bekommen. Freie Künstler sollen faire Honorare bekommen. Das soll bei Projekten mit Geld vom Land gelten.

Kostenlose Landesmuseen und Kulturpass einführen

Die SPD will den Eintritt in die Dauerausstellungen der Landesmuseen kostenlos machen und einen Kulturpass für junge Menschen einführen. So sollen alle Menschen Kunst und Kultur erleben können.

Die SPD will: Der Eintritt in Landes-Museen soll nichts kosten. Das gilt für die Dauer-Ausstellungen. Junge Menschen sollen einmal 100 Euro für Kultur bekommen. Das heißt Kultur-Pass.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl