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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Kultur und Medien?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Niederdeutsch, Friesisch und Dänisch stärken

Die CDU will die Regional- und Minderheitensprachen in Kitas, Schulen, Hochschulen und Medien stärker verankern. Dazu soll der Handlungsplan Sprachenpolitik umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Im Land sprechen Menschen auch Plattdeutsch, Friesisch und Dänisch. Die CDU will diese Sprachen stärken. Kinder sollen sie in Kita und Schule lernen können. Es soll mehr Lehr-Material geben. Die Sprachen sollen auch öfter in den Medien vorkommen.

Kulturpakt mit höheren Kulturausgaben schließen

Die CDU will mit den Kommunen einen Kulturpakt schließen und die öffentlichen Kulturausgaben bis 2030 auf den Durchschnitt der Flächenländer anheben. Ein Matching-Fonds soll jeden zusätzlichen kommunalen Euro für Kultur durch einen Euro des Landes ergänzen.

Die CDU will mehr Geld für Kultur ausgeben. Land und Gemeinden sollen das zusammen tun. Bis 2030 soll das Land so viel ausgeben wie andere große Bundesländer im Schnitt. Gibt eine Gemeinde einen Euro mehr, legt das Land einen Euro dazu.

Kultur digitalisieren, digitales Geschichtshaus schaffen

Die CDU will Kulturschaffende und Kultureinrichtungen bei der Digitalisierung unterstützen und ein digitales Haus der Landesgeschichte aufbauen. Die Landesgeschichte soll damit von überall abrufbar sein und nach Ansicht der Partei Zusammenhalt und Demokratieverständnis stärken.

Die CDU will Kultur stärker ins Internet bringen. Museen sollen Hilfe für digitale Ausstellungen bekommen. Es soll ein digitales Haus der Landes-Geschichte geben. Dort kann jeder die Geschichte des Landes online erleben. Später kommen echte Orte im Land dazu.

Spielstätten sanieren und Kulturorte erhalten

Die CDU will Bühnen, Hallen und Theater in Stadt und Land sanieren und die Kinolandschaft, Museen und Gedenkstätten weiter unterstützen. Auch Volksfeste, Jahrmärkte und Landgasthöfe sollen als Teil der Kulturlandschaft erhalten bleiben.

Die CDU will Theater, Konzert-Säle und Bühnen reparieren. Auch Kinos sollen Hilfe bekommen. Museen und Gedenk-Stätten sollen sich weiter entwickeln. Es soll einen festen Ort zur Erinnerung an die deutsche Teilung geben. Auch Volksfeste und Land-Gasthöfe will die CDU erhalten.

Theater und Konzertsäle sanieren und fördern

Die CDU will große Spielstätten im Land erhalten und sanieren, darunter die Lübecker Musik- und Kongresshalle (MUK) und den Konzertsaal im Kieler Schloss. Theater sollen bei Investitionen Hilfe vom Land bekommen, freie Theater eine Förderung über mehrere Jahre.

Die CDU will Theater und Konzert-Säle im Land erhalten. Alte Gebäude sollen repariert werden. Dazu gehören die Musik-Halle in Lübeck und der Konzert-Saal im Kieler Schloss. Auch kleine freie Theater sollen Geld bekommen.

Musikschulen per Gesetz fördern und ausbauen

Die CDU will ein Gesetz zur Förderung der Musikschulen einbringen und die Musikschulen in allen Kreisen ausbauen. Kinder sollen nach dem Willen der Partei von früh an Zugang zur Musik bekommen.

Die CDU will ein Gesetz für Musik-Schulen machen. Das Gesetz soll die Musik-Schulen fördern. Überall im Land soll es mehr Musik-Schulen geben. Kinder sollen früh Musik kennenlernen.

Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorte stärken

Die CDU will die Landesmuseen weiter modernisieren und die Gedenkstätten im Land professioneller aufstellen. In Lübeck-Schlutup soll ein Ort entstehen, der an die deutsche Teilung erinnert.

Die CDU will die Museen des Landes modernisieren. Gedenk-Stätten sollen besser arbeiten können. In Lübeck-Schlutup soll ein neuer Ort entstehen. Er soll an die Teilung Deutschlands erinnern.

Bibliotheken, Volkshochschulen und Kulturorte ausbauen

Die CDU will Bibliotheken zu Treffpunkten für Begegnung weiterentwickeln und die Volkshochschulen als Orte des lebenslangen Lernens dauerhaft sichern. Kulturelle Einrichtungen sollen besser barrierefrei werden.

Die CDU will Bibliotheken zu Treffpunkten machen. Menschen sollen sich dort begegnen und reden. Die Volks-Hochschulen sollen dauerhaft bleiben. Kultur-Orte sollen für alle Menschen gut zugänglich sein.

Denkmalschutz vereinheitlichen und nutzerfreundlicher machen

Die CDU will Denkmale schützen, zugleich aber ihre Nutzung ermöglichen. Die Behörden sollen im ganzen Land einheitlich entscheiden, und Auflagen sollen aus Sicht der Partei Investitionen nicht verhindern. Eigentümer sollen mehr Rechte zur Überprüfung und frühere Informationen bekommen.

Die CDU will alte Bauwerke schützen. Menschen sollen sie aber weiter nutzen können. Die Ämter sollen überall im Land gleich entscheiden. Eigentümer sollen früh erfahren, wenn ihr Haus ein Denkmal wird. Regeln sollen Investitionen nicht unmöglich machen.

Rundfunkbeitrag per Index regeln, Junge befreien

Die CDU bekennt sich zu einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit den Schwerpunkten Information, Bildung, Kultur und Beratung. Der Rundfunkbeitrag soll künftig über ein Indexmodell festgelegt werden; Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende sollen ihn nicht mehr zahlen.

Die CDU will einen starken öffentlichen Rundfunk. Er soll vor allem informieren und bilden. Der Rundfunk-Beitrag soll nach einem Index berechnet werden. Das heißt: Er richtet sich nach einer festen Kennzahl. Studierende, Azubis und Freiwillige sollen nichts zahlen.

Regionale Medienvielfalt und Medienkompetenz stärken

Die CDU will eine vielfältige regionale Medienlandschaft erhalten und dafür neue Formen der Unterstützung für die Presse prüfen. Außerdem will sie die Medienkompetenz fördern, den digitalen Hörfunk voranbringen und den Filmstandort ausbauen.

Die CDU will viele verschiedene Medien im Land erhalten. Zeitungen aus der Region sollen Hilfe bekommen können. Menschen sollen lernen, Inhalte in Medien gut einzuschätzen. Radio soll digital werden. Im Land sollen mehr Filme entstehen.

CDU: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturentwicklungsplanung und verlässliche Kulturförderung schaffen

Die FDP will eine Kulturentwicklungsplanung und eine Expertenkommission, die den Neustart der Kultur nach der Pandemie begleitet und die Sparten krisenfester macht. Die öffentliche Kulturförderung soll planbar sein und auch kleinen Kulturunternehmen und Solo-Selbstständigen offenstehen.

Die FDP will einen Plan für die Kultur im Land. Fachleute sollen helfen, dass die Kultur nach Corona wieder gut läuft. Der Staat soll Kultur weiter mit Geld fördern. Auch kleine Betriebe und einzelne Künstler sollen Förderung bekommen können.

Musikschulen, Bibliotheken, Kinos und Kulturehrenamt fördern

Die FDP will einzelne Kultureinrichtungen gezielt unterstützen, darunter Musikschulen, Bibliotheken, Kinos und die künstlerischen Hochschulen. Kulturelle und Medienbildung sowie der Zugang zu Kultureinrichtungen sollen als Teil der Daseinsvorsorge gelten.

Die FDP will Musik-Schulen, Bibliotheken und Kinos fördern. Bibliotheken sollen digitaler werden. Für Kinos soll es ein eigenes Programm geben. Auch Menschen, die freiwillig in der Kultur helfen, sollen Unterstützung bekommen.

Erinnerungskultur modernisieren und Gedenkstätten finanziell stärken

Die FDP will die Erinnerung an das Unrecht des Nationalsozialismus und der DDR mit neuen, auch digitalen Formen vermitteln und Gedenkstätten mehr Geld geben. Jüdisches Leben im Land soll geschützt und gefördert, Antisemitismus entschieden bekämpft werden.

Die FDP will, dass die Menschen die Geschichte nicht vergessen. Gedenk-Stätten sollen mehr Geld bekommen. Sie sollen auch digitale Angebote machen. Jüdisches Leben soll geschützt werden. Die FDP will gegen Juden-Hass vorgehen.

Provenienzforschung ausbauen und Kolonialzeit aufarbeiten

Die FDP will mehr Geld für die Erforschung der Herkunft von Kulturgütern bereitstellen, besonders bei Objekten aus der Kolonialzeit. Geraubte Kunstwerke sollen weiter zurückgegeben werden. Beim Denkmalschutz sollen Eigentümer mehr Transparenz und faire Bedingungen bekommen.

Die FDP will prüfen lassen, woher Kunst in Museen stammt. Dafür soll es mehr Geld geben. Geraubte Kunst soll zurück an ihre Besitzer gehen. Die Museen sollen auch die Kolonial-Zeit aufarbeiten. Das ist die Zeit, in der Deutschland fremde Länder beherrschte.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verschlanken, Beitrag senken

Die FDP will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Kultur, Bildung und Information konzentrieren und den Rundfunkbeitrag spürbar senken. Teure Formate, die auch private Sender anbieten können, zählt sie nicht zu seinen Kernaufgaben. Im Internet soll er privaten Medien keine aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz machen.

Die FDP will einen kleineren öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er soll vor allem Kultur, Bildung und Nachrichten bringen. Der Rundfunk-Beitrag soll sinken. Schüler, Studierende und Azubis sollen nichts zahlen. Im Internet soll er privaten Medien nicht schaden.

FDP: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturförderung erhöhen und Vielfalt verankern

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur bereitstellen und Angebote dauerhaft absichern. Ein Kulturentwicklungsplan soll erarbeitet werden, und die Kulturpolitik soll sich stärker an kultureller Vielfalt ausrichten.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur geben. Kultur-Angebote sollen sicher bleiben. Das Land soll einen Plan für die Kultur machen. In Jurys und Gremien sollen ganz verschiedene Menschen sitzen.

Soziokultur und Freie Szene verlässlich fördern

Die Grünen wollen soziokulturelle Zentren dauerhaft statt nur über Projekte fördern. Das Investitionsprogramm für die Freie Szene soll verlängert und ausgeweitet werden.

Soziokulturelle Zentren sind Treffpunkte für Kultur im Ort. Die Grünen wollen ihnen dauerhaft Geld geben. Auch freie Theater und kleine Kinos sollen weiter Geld bekommen. Das Programm dafür soll größer werden.

Kultur in Wirtschaftsstrategie und Bildung einbinden

Die Grünen wollen die Kultur in die Wirtschaftsstrategie des Landes aufnehmen, damit die Branche Zugang zu Wirtschafts- und Gründungsförderung erhält. Kulturelle Bildung soll von der Kita bis zur Schule mehr Platz bekommen.

Kultur bringt dem Land auch Geld und Arbeit. Deshalb soll die Kultur-Branche Hilfen für Firmen bekommen können. Kinder sollen in Kita und Schule mehr Kultur erleben. Die Sozial-Kasse für Künstler soll bleiben.

Musikschulfördergesetz und Büro für Popkultur schaffen

Die Grünen wollen die Zusammenarbeit von Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen per Gesetz absichern. Ein Büro für Popkultur soll professionelle Musikschaffende im Land halten.

Musik-Schulen sollen mit normalen Schulen zusammen arbeiten. Ein neues Gesetz soll das sichern. Außerdem soll es ein Büro für Pop-Kultur geben. Dort bekommen Musiker Beratung und Hilfe.

Theater, Film und Kinos stärker fördern

Die Grünen wollen den Sanierungsstau bei Theatern gemeinsam mit den Kommunen abbauen und die Filmförderung ausweiten. Inhabergeführte Kinos sollen als Kulturstandorte erhalten bleiben.

Viele Theater müssen repariert werden. Das Land soll dabei mit Geld helfen. Auch für Filme soll es mehr Geld geben. Kleine Kinos sollen bleiben, besonders auf dem Land.

Bibliotheken modernisieren und digitalisieren

Die Grünen wollen Bibliotheken zu Orten der Begegnung und des Lernens weiterentwickeln. Dafür planen sie landesweite Investitionen in Digitalisierung und Gebäude sowie ein Förderprogramm für die Digitalisierung des kulturellen Erbes.

Bibliotheken sollen mehr sein als Orte zum Bücher-Leihen. Menschen sollen sich dort treffen und lernen. Das Land soll Geld für neue Technik und für die Gebäude geben. Alte Kultur-Schätze sollen digital gesichert werden.

Kunst am Bau und im öffentlichen Raum fördern

Die Grünen wollen Kunst im öffentlichen Raum sichtbarer machen. Dazu soll die Bundesrichtlinie „Kunst am Bau“ fortgeführt und eine Landesrichtlinie für Kunst im öffentlichen Raum neu aufgelegt werden.

Die Grünen wollen mehr Kunst an öffentlichen Orten. Bei öffentlichen Bauten soll ein Teil vom Geld für Kunst sein. Künstler-Häuser sollen weiter Geld bekommen. Werke von Künstlern sollen in Daten-Banken gesichert werden.

Erinnerungskultur und Gedenkstätten stärken

Die Grünen wollen das Landesgedenkstättenkonzept weiterentwickeln und Gedenkstätten professioneller aufstellen. Neben der NS-Zeit sollen auch rechte Gewalt nach 1945 und die koloniale Vergangenheit des Landes aufgearbeitet werden.

Gedenk-Stätten erinnern an Verbrechen aus der Vergangenheit. Die Grünen wollen diese Orte besser unterstützen. Es soll auch Orte für Opfer von rechter Gewalt geben. Das Land soll seine Rolle im Kolonialismus untersuchen. Alte Denkmale sollen erhalten bleiben.

Medienvielfalt und öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken

Die Grünen wollen die Medienvielfalt im Land stärken, unabhängige Angebote fördern und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch digital ausbauen. Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein soll bei der Kontrolle großer Tech-Konzerne gestärkt werden.

Im Land gehören die meisten Zeitungen nur zwei Verlagen. Die Grünen wollen mehr verschiedene Medien. Sie wollen unabhängige Radios und offene Kanäle fördern. Der NDR soll vielfältiger werden und mehr im Internet anbieten.

Grüne: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Jedem Kind ein Instrument ermöglichen

Die SPD will, dass jedes Kind in Schleswig-Holstein ein Musikinstrument lernen kann. Dafür sollen die Musikschulen mehr Geld vom Land bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Musik die Entwicklung fördere und Grenzen von Sprache und Kultur überwinde.

Jedes Kind soll ein Instrument lernen können. Das will die SPD. Die Musik-Schulen sollen dafür mehr Geld bekommen. Die SPD sagt: Musik ist gut für die Entwicklung von Kindern.

Regional- und Minderheitensprachen sichtbarer machen

Die SPD will die Regional- und Minderheitensprachen des Landes im öffentlichen Raum stärker sichtbar machen. Sie will dabei an die Sprachenpolitik der früheren Küstenkoalition anknüpfen und sieht auch die beitragsfinanzierten Sender in der Pflicht.

In Schleswig-Holstein sprechen Menschen mehrere Sprachen, zum Beispiel Friesisch und Dänisch. Die SPD will, dass man diese Sprachen öfter sieht und hört. Auch Radio und Fernsehen sollen dabei helfen. Gemeint sind die Sender, die man mit dem Rundfunk-Beitrag bezahlt.

Kulturfördergesetz einführen

Die SPD will die Kulturförderung des Landes in einem eigenen Gesetz regeln und so den Stellenwert von Kunst und Kultur erhöhen. Außerdem soll die Förderung durch regelmäßige Berichte transparenter werden.

Das Land gibt Geld für Kunst und Kultur. Die SPD will dafür ein eigenes Gesetz machen. Das Gesetz soll die Kultur wichtiger machen. Das Land soll auch regelmäßig berichten, wohin das Geld geht.

Kulturetats vor Kürzungen schützen

Die SPD lehnt es ab, dass Land und Kommunen ihre Haushalte durch Kürzungen bei der Kultur sanieren, und will das über Regeln in den Haushaltsordnungen absichern. Zugleich sollen soziokulturelle Zentren, Kunst im öffentlichen Raum und die Digitalisierung der Kultur stärker gefördert werden.

Die SPD will nicht, dass bei der Kultur gespart wird. Land und Gemeinden sollen ihre Schulden nicht so abbauen. Dafür soll es feste Regeln geben. Kultur-Zentren sollen mehr Sicherheit bekommen. Auch Kunst an öffentlichen Orten soll mehr Geld bekommen.

Theater sichern und Förderung an Tarife koppeln

Die SPD will das Theaterangebot in Schleswig-Holstein erhalten und erweitern, auch im ländlichen Raum. Die Förderung der öffentlichen Theater soll automatisch mit den tariflichen Personalkosten steigen.

Die SPD will die Theater im Land erhalten. Es soll auch mehr Theater geben, auch auf dem Land. Die Theater sollen mehr Geld bekommen, wenn die Löhne steigen. Das soll auch für öffentliche Büchereien gelten.

Kreativschaffende absichern und Popkultur fördern

Die SPD will die soziale Absicherung von Künstlerinnen, Künstlern und Beschäftigten der Kreativwirtschaft verbessern und dazu einen Branchendialog starten. Popkultur soll öffentlich gefördert werden, und die Landesregierung soll eine gemeinsame Anlaufstelle für die Kreativwirtschaft erhalten.

Viele Künstler haben keine gute Absicherung. Oft fehlt ihnen eine Renten-Versicherung oder Kranken-Versicherung. Die SPD will das ändern. Sie will dazu mit der Branche reden. Auch Pop-Kultur soll Geld vom Staat bekommen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und lokale Medien stärken

Die SPD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten und weiterentwickeln und zugleich die lokale Medienvielfalt fördern. Den Zugang zu freien, unabhängigen Medien zählt das Programm zur öffentlichen Daseinsvorsorge.

Die SPD will ARD, ZDF und ähnliche Sender erhalten. Sie sollen sich weiter entwickeln. Auch kleine Medien vor Ort sollen Hilfe bekommen. Dazu gehören freie Radios und lokale Sender. Alle Menschen sollen gute Informationen bekommen.

Erinnerungskultur und politische Bildung stärken

Die SPD will die Erinnerungskultur im Land finanziell fördern und absichern und die Gedenkstättenarbeit flächendeckend stärken. Politische Bildung soll in allen Schularten und Altersstufen fest verankert sein.

Die SPD will, dass Menschen sich an die Geschichte erinnern. Dafür soll es mehr Geld geben. Auch Gedenk-Stätten sollen gestärkt werden. In allen Schulen soll es Unterricht über Politik geben. So sollen junge Menschen lernen, warum Demokratie wichtig ist.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Dänisch und Friesisch in den Medien stärken

Der SSW will, dass Dänisch und Friesisch häufiger in den Medien vorkommen, und sieht dabei vor allem den NDR in der Pflicht. Die Minderheiten sollen einen Sitz im Rundfunkrat des Senders erhalten. Außerdem soll Geoblocking in Minderheitengebieten entfallen.

Der SSW will mehr Dänisch und Friesisch in Radio und Fernsehen. Besonders der NDR soll dafür sorgen. Die Minderheiten sollen im Rundfunk-Rat des NDR mitreden. Sendungen aus dem Nachbarland sollen ohne Sperre zu empfangen sein.

Friesische Organisationen besser ausstatten

Der SSW will den Organisationen und Einrichtungen der friesischen Volksgruppe dauerhaft mehr Geld geben. Die Pflege von Sprache und Kultur, die bisher vor allem Ehrenamtliche leisten, soll professioneller werden. Der Bund soll sich weiter an der neuen Friesenstiftung beteiligen.

Der SSW will mehr Geld für friesische Vereine und Einrichtungen. Bisher arbeiten dort viele Menschen ohne Bezahlung. Künftig soll es mehr bezahlte Fachleute geben. Der Bund soll die Stiftung für die Friesen weiter mitbezahlen.

Schleswig-Holstein als Minderheiten-Kompetenzzentrum profilieren

Der SSW will die Erfahrungen des Landes in der Minderheitenpolitik stärker nutzen. Das Flensburger Netzwerk für Minderheitenfragen soll sichtbarer werden, und die Minderheitenpolitik soll auch dem Tourismus dienen. In den Schulen soll mehr Wissen über die Minderheiten vermittelt werden.

In Schleswig-Holstein leben mehrere Minderheiten gut mit der Mehrheit zusammen. Der SSW will diese Erfahrung bekannter machen. In Flensburg arbeiten wichtige Stellen zu dem Thema. Sie sollen gestärkt werden. Schüler sollen mehr über die Minderheiten lernen.

Europäische Kulturpolitik und Kulturförderung stärken

Der SSW versteht Kultur als gesamteuropäische Aufgabe und fordert eine umfassende europäische Kulturinitiative. Die Kulturförderung der EU soll deutlich steigen, und der Bund soll grenzüberschreitende Kulturarbeit unterstützen. Die Partei verweist auf die Vielfalt der Regionen, Minderheiten und Sprachen in Europa.

Der SSW will mehr Kulturpolitik in Europa. Die EU soll viel mehr Geld für Kultur geben. Der Bund soll Kultur-Projekte über Grenzen hinweg fördern. Die Partei sagt: Kultur verbindet Menschen und stärkt den Frieden.

Kulturförderung erhöhen und Kulturangebote absichern

Der SSW versteht Kultur als Kernaufgabe des Gemeinwesens und will Kultureinrichtungen dauerhaft absichern und stärker fördern. Möglichst viele Menschen sollen Zugang zu Kultur haben, besonders auch in ländlichen Räumen und im deutsch-dänischen Grenzgebiet.

Der SSW will mehr Geld für Kultur geben. Theater, Museen und Musik-Schulen sollen sicher planen können. Alle Menschen sollen sich Kultur leisten können. Auch auf dem Land soll es Kultur-Angebote geben. Die Arbeit mit Dänemark bei der Kultur soll wachsen.

Kulturschaffende sozial besser absichern

Der SSW will selbstständige Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende besser in Arbeitslosen- und Rentenversicherung einbeziehen. Bei öffentlich geförderten Produktionen soll der Mindestlohn streng kontrolliert werden, und Fördergremien sollen paritätisch besetzt sein.

Viele Künstler arbeiten selbstständig. Der SSW will sie besser schützen, wenn sie keine Arbeit haben. Sie sollen auch besser für die Rente versichert sein. Bei geförderten Projekten soll der Mindest-Lohn gelten. In Förder-Gremien sollen gleich viele Frauen und Männer sitzen.

Kostenlose Ausleihe in Bibliotheken einführen

Der SSW will, dass die Ausleihe in allen Bibliotheken des Landes nach skandinavischem Vorbild nichts kostet. Bibliotheken sollen zu Bürger- und Kulturzentren ausgebaut und finanziell gestärkt werden.

Der SSW will: Bücher ausleihen soll in allen Bibliotheken kostenlos sein. So ist es auch in Skandinavien. Bibliotheken sollen Treffpunkte für Bürger und Vereine werden. Sie sollen mehr Geld bekommen.

Theater, Museen, Welterbe und Denkmalpflege stärken

Der SSW will Kinder- und Jugendtheater, freie Theater und Museen stärker unterstützen. Das Land soll mehr Verantwortung für seine UNESCO-Welterbestätten übernehmen und das Landesamt für Denkmalpflege personell verstärken.

Der SSW will Theater für Kinder und Jugendliche stärken. Museen in den Gemeinden sollen mehr Geld bekommen. Das Land soll mehr für seine Welterbe-Orte bezahlen. Das Amt für Denkmal-Pflege soll mehr Personal bekommen.

Gedenkstätten ausbauen und Erinnerungskultur weiterentwickeln

Der SSW will das Gedenkstättenkonzept des Landes weiterentwickeln und die Gedenkstätten als zentrale Erinnerungsorte ausbauen. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus soll wachgehalten und mit neuen Formen der Bildungsarbeit vermittelt werden.

Gedenk-Stätten erinnern an die Verbrechen der Nazi-Zeit. Der SSW will diese Orte ausbauen. Junge Menschen und Zugewanderte sollen mehr darüber lernen. Auch die Zeit nach 1945 soll erforscht werden.

Kolonialgeschichte des Landes aufarbeiten

Der SSW will die Aufarbeitung des Kolonialismus in der Landesgeschichte fortsetzen und ausbauen. Weil Schleswig-Holstein sowohl von der deutschen als auch von der dänischen Kolonialgeschichte betroffen ist, soll dies gemeinsam mit Dänemark geschehen.

Der SSW will die Kolonial-Geschichte von Schleswig-Holstein genauer untersuchen. Kolonial-Geschichte heißt: Europäische Länder haben früher andere Länder beherrscht. Das Thema soll in der Schule vorkommen. Deutschland und Dänemark sollen dabei zusammenarbeiten.

Baukultur erhalten und fördern

Der SSW will baukulturelle Leitbilder entwickeln und fördern, die den Charakter der Städte und Orte berücksichtigen. Das Land soll Kommunen dabei finanziell unterstützen.

Der SSW will, dass Städte und Dörfer ihr typisches Aussehen behalten. Das Land soll den Gemeinden Geld für Beratung durch Architekten geben. Leere Flächen in Städten sollen schöner werden. Dafür soll es Förder-Geld geben.

SSW: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl