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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Kultur und Medien?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Deutsch in die Verfassung, Gendersprache ablehnen

Die AfD will Deutsch als Landessprache im Grundgesetz und in der Landesverfassung von NRW verankern. Sie lehnt Gender-Schreibweisen ab und will verbieten, dass Behörden dazu verpflichtet werden. Die Partei bekennt sich zu einer deutschen Leitkultur.

Die AfD will Deutsch als Landes-Sprache in die Verfassung schreiben. Sie ist gegen Gender-Sprache. Behörden sollen nicht gendern müssen. Die AfD will auch weniger englische Wörter im Deutschen.

Kulturförderung ohne politische Kriterien

Die AfD lehnt es ab, Kultur nach Kriterien wie Geschlecht, Ethnie oder politischer Haltung zu fördern. Sie will Orchester, Theater, Museen und andere Kultureinrichtungen landesweit erhalten sowie Brauchtum und Denkmalschutz pflegen. Kommunen außerhalb der Großstädte sollen Hilfe für Kulturhäuser bekommen.

Die AfD will Kunst und Kultur weiter fördern. Dabei soll es nicht um Geschlecht, Herkunft oder politische Meinung gehen. Theater, Museen und Orchester sollen bleiben. Auch kleine Orte sollen Kultur-Häuser bekommen.

Regionale Baukultur als Leitbild fördern

Die AfD will regionale Baukultur zum Leitbild für Architektur und Städtebau machen. Sie begründet das mit ihrer Sorge über verödende Städte, Zersiedelung und eintönige Zweckbauten.

Die AfD will, dass neue Häuser zur Region passen. Sie findet viele Städte heute eintönig. Bauherren sollen dafür Beratung bekommen.

Denkmalschutzgesetz nicht ändern, Denkmäler erhalten

Die AfD lehnt die Neufassung des Denkmalschutzgesetzes in NRW ab, weil sie aus ihrer Sicht die Denkmalfachämter der Landschaftsverbände schwächt. Außerdem wendet sie sich gegen die Umbenennung von Straßen und das Entfernen von Denkmälern aus Gründen, die sie als ideologisch bezeichnet.

Die AfD will das Gesetz zum Denkmal-Schutz nicht ändern. Sie meint: Die Fach-Ämter verlieren sonst an Einfluss. Straßen sollen ihre Namen behalten. Denkmäler sollen stehen bleiben.

Medienbeteiligungen offenlegen und Radiovielfalt schaffen

Die AfD verlangt, dass Beteiligungen und Gremienbesetzungen beim WDR, bei Lokalradios und Tageszeitungen vollständig offengelegt werden. Im Radiomarkt will sie mehr Anbieter zulassen, und die Landesmedienanstalt soll Inhalte nur auf Gesetzesverstöße prüfen.

Die AfD will wissen, wem Medien gehören. Auch Parteien sollen ihre Anteile an Medien offen zeigen. Im Radio soll es mehr verschiedene Sender geben. Die Medien-Aufsicht soll Inhalte nicht über das Gesetz hinaus kontrollieren.

Filmförderung reformieren, eigenen Gaming-Fonds schaffen

Die AfD will die staatliche Filmförderung in NRW grundlegend umbauen und schlanker machen. Die Förderung von Computerspielen soll aus der Filmstiftung herausgelöst, in einen eigenen Fonds überführt und ausgeweitet werden.

Die AfD will die Förderung für Filme neu ordnen. Sie findet: Heute fließt zu viel Geld in die falschen Filme. Für Computer-Spiele soll es einen eigenen Förder-Topf geben. Dieser Topf soll größer werden.

Rundfunkbeitrag abschaffen, Rundfunk auf Grundversorgung beschränken

Die AfD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend umbauen und verkleinern. Er soll nur noch eine Grundversorgung mit Information, Kultur und Regionalem bieten und ohne Rundfunkbeitrag auskommen.

Die AfD will den öffentlichen Rundfunk viel kleiner machen. Er soll nur noch Nachrichten, Kultur und Regionales senden. Die Bürger sollen dafür keinen Beitrag mehr zahlen. Die AfD nennt das Modell Grundfunk.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturhaushalt des Landes um 50 Prozent erhöhen

Die CDU will die Kulturausgaben des Landes in mehreren Schritten noch einmal um die Hälfte steigern. Auch kommunale Theater und Orchester sollen deutlich mehr Landesgeld erhalten.

Die CDU will mehr Geld für Kultur ausgeben. Das Land soll die Hälfte mehr zahlen als bisher. Das soll Schritt für Schritt geschehen. Auch Theater und Orchester in den Städten sollen mehr Geld bekommen.

Künstler, Freie Szene und Kreativwirtschaft gezielter fördern

Die CDU will Kunstschaffenden bessere Einkommen und eine verlässliche soziale Absicherung verschaffen und dafür eine Lösung gemeinsam mit Bund und Ländern suchen. Die Förderung soll passgenauer, mehrjährig und mit weniger Bürokratie erfolgen; auch die Kultur- und Kreativwirtschaft soll eigene Förderung erhalten.

Die CDU will Künstlerinnen und Künstlern helfen. Sie sollen mehr verdienen und besser abgesichert sein. Fördergeld soll es für mehrere Jahre geben. Das soll weniger Papierkram bedeuten. Auch kleine Buchverlage sollen Geld bekommen.

Diversität in der Kultur stärken, Dritte Orte ausbauen

Die CDU will Vielfalt als festen Teil ihrer Kulturpolitik stärken und ein Kompetenzzentrum Diversität unterstützen. Die sogenannten Dritten Orte, kulturelle Treffpunkte vor allem im ländlichen Raum, sollen landesweit entstehen.

Die CDU will mehr Vielfalt in der Kultur. Dafür soll es eine Beratungs-Stelle geben. Auf dem Land soll es überall Kultur-Treffpunkte geben. Diese heißen Dritte Orte.

Digitalisierung von Kunst und Kultur vorantreiben

Die CDU will die Digitalisierung im Kulturbereich beschleunigen. Museumssammlungen sollen landesweit digital erfasst werden, und Kunstschaffende sollen gemeinsam nutzbare digitale Produktionsorte bekommen.

Die CDU will Kultur digitaler machen. Alle Museen sollen ihre Sammlungen im Computer erfassen. Künstlerinnen und Künstler sollen digitale Werkstätten bekommen. Diese sollen sie gemeinsam nutzen können.

Gedenkstätten und Vertriebenenkultur stärken

Die CDU will die Gedenkstättenarbeit im Land ausbauen und das frühere Kriegsgefangenenlager Stalag 326 zu einer national bedeutsamen Gedenkstätte machen. Zugleich sollen die Einrichtungen für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler gestärkt werden.

Die CDU will Gedenkstätten stärken. Das sind Orte, die an die Geschichte erinnern. Ein früheres Lager für Kriegsgefangene soll eine große Gedenkstätte werden. Auch die Kultur der Vertriebenen soll mehr Unterstützung bekommen.

Heimatförderprogramm des Landes fortführen

Die CDU will das Landesprogramm zur Heimatförderung weiterführen. Es unterstützt ehrenamtliche und örtliche Initiativen, die Orte der Identifikation erhalten und Brauchtum pflegen.

Das Land hat ein Programm für die Heimat. Es gibt Geld an Menschen, die sich für ihren Ort einsetzen. Die CDU will dieses Programm weiterführen. Mehr Menschen sollen mitmachen.

Film- und Fernsehstandort weiter fördern

Die CDU will die Förderung von Film und Fernsehen in Nordrhein-Westfalen fortführen und die Bedingungen für Produktionen verbessern. Kinos auf dem Land sollen gestärkt werden.

Die CDU will Film und Fernsehen in Nordrhein-Westfalen weiter fördern. Die Film-Stiftung des Landes soll dafür Geld bekommen. Auch Kinos auf dem Land sollen Hilfe bekommen.

Lokalfunk stärken und WDR-Auftrag weiterentwickeln

Die CDU will das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk an das digitale Zeitalter anpassen. Der Lokalfunk soll gestärkt, das Profil des WDR geschärft werden.

Die CDU will die lokalen Radio-Sender stärken. Sie sollen beim Wechsel ins Digitale Hilfe bekommen. Der WDR soll sich stärker auf besondere Inhalte konzentrieren. Gemeint sind Inhalte, die private Sender weniger bieten.

Medienkompetenz in allen Altersgruppen fördern

Die CDU will die Fähigkeit zum Umgang mit Medien und Informationen ausbauen. Das soll gegen Hass, Bedrohungen und Falschnachrichten im Netz helfen und einen überlegten Umgang mit digitalen Medien ermöglichen.

Die CDU will, dass alle Menschen gut mit Medien umgehen können. Das soll gegen Hass und falsche Nachrichten im Internet helfen. Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gestärkt werden.

Lokaljournalismus stärken und als gemeinnützig anerkennen

Die CDU will Qualitätsjournalismus vor allem auf lokaler und regionaler Ebene im Netz wettbewerbsfähig halten. Journalismus soll steuerrechtlich als gemeinnützig gelten können.

Die CDU will den Journalismus vor Ort stärken. Journalismus soll als gemeinnützig gelten. Gemeinnützig heißt: Er dient der Allgemeinheit und bekommt Vorteile bei der Steuer. Geprüfte Nachrichten sollen im Internet gut zu finden sein.

CDU: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Regeln für private Medien und Lokalfunk lockern

Die FDP will das Landesmediengesetz an die digitale Medienwelt anpassen, damit Verlage und private Radiosender mehr Spielraum bekommen. Lokaler Journalismus soll so eine wirtschaftliche Grundlage behalten. Umfangreiche Medienangebote von Städten und Kreisen lehnt die Partei ab.

Die FDP will die Regeln für private Medien ändern. Zeitungs-Verlage sollen leichter Radio und Fernsehen machen dürfen. Lokale Radiosender sollen besser Geld verdienen können. Städte sollen selbst keine großen Medien-Angebote machen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verschlanken

Die FDP will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend reformieren und auf wenige Sender mit klarem Profil begrenzen. Information, Bildung und Kultur sollen Vorrang haben, teure Unterhaltung soll weniger werden. Die Partei erwartet davon eine dämpfende Wirkung auf den Rundfunkbeitrag.

Die FDP will ARD, ZDF und WDR kleiner machen. Es soll weniger Sender geben. Die Sender sollen vor allem informieren und bilden. Teure Shows soll es weniger geben. So soll der Rundfunk-Beitrag nicht so stark steigen.

Journalismus als gemeinnützig anerkennen

Die FDP will, dass journalistische Arbeit den Status der Gemeinnützigkeit erhalten kann. Rechercheprojekte und lokale Presseangebote ohne Gewinnabsicht sollen sich so über Spenden finanzieren können. Zudem will die Partei Ausbildung und Vernetzung junger Journalistinnen und Journalisten fördern.

Die FDP will Journalismus als gemeinnützig anerkennen. Gemeinnützig heißt: Die Arbeit dient allen und bekommt Vorteile bei Steuern. Dann können Projekte ohne Gewinn leichter Spenden bekommen. Junge Journalisten sollen außerdem mehr Hilfe bei der Ausbildung bekommen.

Medienkompetenz gegen Desinformation ausbauen

Die FDP will Medienkompetenz in allen Altersgruppen weiter fördern, um Falschnachrichten, Hassbotschaften und Verschwörungserzählungen zu begegnen. Bestehende Projekte sollen ausgebaut werden, ein Schwerpunkt liegt auf den Schulen.

Die FDP will, dass Menschen besser mit Medien umgehen können. So sollen sie falsche Nachrichten leichter erkennen. Gute Projekte dazu sollen wachsen. Besonders wichtig sind der FDP die Schulen. Schüler sollen eigene Zeitungen und Blogs machen können.

Kulturetat jährlich um 20 Millionen erhöhen

Die FDP will den Kulturhaushalt des Landes weiter anheben, und zwar jedes Jahr um 20 Millionen Euro. Damit sollen Breite und Vielfalt der Kulturszene gestärkt werden, von Theatern und Museen bis zur freien Szene.

Die FDP will mehr Geld für Kultur ausgeben. Jedes Jahr sollen 20 Millionen Euro dazukommen. Das Geld soll Theatern, Museen und freien Künstlern helfen. Auch Vereine und Laien-Kultur sollen davon etwas haben.

Landesfonds für Kultur im ländlichen Raum

Die FDP will einen Landesfonds schaffen, der Kultureinrichtungen auf dem Land erhält und stärkt. Lokale Initiativen sollen Geld bekommen, um etwa kleine Bühnen oder Programmkinos zu sanieren, wieder zu öffnen oder weiterzuführen. Außerdem soll das Programm „Dritte Orte“ gestärkt werden.

Die FDP will Kultur auf dem Land stärken. Dafür soll es einen neuen Geld-Topf vom Land geben. Damit können Gruppen vor Ort kleine Bühnen oder Kinos retten. Das Land arbeitet dabei mit den Städten und Gemeinden zusammen.

Faire Honorare zur Förderbedingung machen

Die FDP will öffentliche Kulturförderung daran knüpfen, dass in den Projekten faire Honorare gezahlt werden. Hintergrund sind aus Sicht des Programms oft schwierige finanzielle Bedingungen in der freien Szene. Zugleich soll das unternehmerische Denken von Künstlerinnen und Künstlern gestärkt werden.

Viele freie Künstler verdienen wenig. Die FDP will das ändern. Geld vom Staat soll es nur für Projekte mit fairer Bezahlung geben. Künstler sollen im Studium auch lernen, wie man als Unternehmer arbeitet.

FDP: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Kolonialgeschichte aufarbeiten, Migrationsgeschichte sichtbar machen

Die Grünen wollen die Erinnerungskultur in NRW erweitern und die Kolonialgeschichte samt ihren Folgen systematisch aufarbeiten. Zugleich sollen Mehrsprachigkeit, Menschenrechtsbildung und die Vertretung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte gestärkt werden.

Die Grünen wollen die Kolonial-Geschichte aufarbeiten. Kolonial-Geschichte heißt: Europäische Länder haben früher andere Länder beherrscht. Dafür soll es einen Plan für NRW geben. Auch die Geschichte der Einwanderung soll mehr Platz bekommen. Menschen mit Einwanderungs-Geschichte sollen mehr mitreden.

Kulturförderung deutlich erhöhen

Die Grünen wollen die Kulturförderung des Landes deutlich anheben und dabei auch die freie Szene und die Soziokultur berücksichtigen. Die Kulturszene soll sich nach der Corona-Krise erholen können. Dafür sollen auch die Kommunen finanziell gestärkt werden.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur ausgeben. Das Geld soll auch an freie Künstler und kleine Kultur-Vereine gehen. Die Kultur soll sich von der Corona-Krise erholen. Auch Städte und Gemeinden sollen mehr Geld für Kultur haben.

Kulturschaffende sozial besser absichern

Die Grünen wollen, dass Kunstförderung auch die soziale Sicherung der Künstlerinnen und Künstler zum Ziel hat. Sie planen eine Mindestgage an öffentlichen Theatern und wollen die Stipendienprogramme des Landes vorerst fortführen. Begründet wird das mit niedrigen, unregelmäßigen Einkommen und fehlender Altersvorsorge.

Viele Künstler verdienen wenig und unregelmäßig. Die Grünen wollen sie besser absichern. An öffentlichen Theatern soll es eine Mindest-Gage geben. Das Land soll Stipendien bis zum Ende der Pandemie weiter zahlen.

Räume für Kultur schaffen und Clubs schützen

Die Grünen wollen Kulturräume in ganz NRW erhalten und neue schaffen. Dazu gehören günstige Produktionsräume und Werkstätten, die Zwischennutzung leerer Gebäude und der Schutz von Clubs vor Verdrängung. Auch Gebäude und Flächen des Landes sollen dafür geöffnet werden.

Kultur braucht Platz. Die Grünen wollen Räume für Kunst und Kultur schaffen. Leere Gebäude sollen für Kultur genutzt werden können. Künstler sollen günstige Werkstätten bekommen. Clubs sollen nicht verdrängt werden.

Zugang zu Kultur für junge Menschen erleichtern

Die Grünen wollen kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche ausbauen und den Zugang zu Kultur sozial verträglich gestalten. Sie wollen einen Kulturpass für junge Menschen erproben und Modellprojekte wie ein Kulturticket oder freien Eintritt für Schulklassen voranbringen. Musische Fächer an Schulen sollen gestärkt werden.

Kinder und Jugendliche sollen leichter Kultur erleben können. Die Grünen wollen einen Kultur-Pass für junge Leute testen. Schulklassen sollen öfter ins Theater, Museum oder Konzert gehen. Musik und Kunst sollen in der Schule wichtiger werden.

Gedenkstätten finanziell absichern

Die Grünen wollen die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und die Arbeit der Gedenkstätten weiter finanzieren. Sie begründen das damit, dass es kaum noch Zeitzeugen gibt und viele Familien keinen eigenen Bezug zur NS-Geschichte haben. Forderungen nach einem Schlussstrich lehnen sie ab.

Die Grünen wollen an die Opfer der Nazi-Zeit erinnern. Gedenkstätten sollen weiter Geld bekommen. Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen. Deshalb soll die Erinnerung für alle erlebbar bleiben. Auch an Opfer rechter Gewalt nach 1945 soll erinnert werden.

Stellung der Denkmalfachämter erhalten

Die Grünen wollen den Denkmalschutz in NRW stärken und die Rolle der Fachämter bei den Landschaftsverbänden bewahren. Sie wenden sich gegen das von der Landesregierung geplante Denkmalschutzgesetz, das aus ihrer Sicht den Schutz von Baudenkmälern schwächt. Zugleich soll klimagerechtes Bauen mit dem Denkmalschutz vereinbart werden.

Die Grünen wollen Denkmäler besser schützen. Fachleute in den Denkmal-Ämtern sollen weiter mitreden. Die Grünen sind gegen das geplante Gesetz der Regierung in NRW. Bauen soll Denkmäler schützen und auch gut für das Klima sein.

Kunstbetrieb vielfältiger und ökologischer machen

Die Grünen wollen, dass öffentlich geförderte Kultureinrichtungen gesellschaftliche Vielfalt und Barrierefreiheit stärker berücksichtigen. Mehr Frauen sollen Intendanzen übernehmen, und neue Leitungsmodelle sollen das hierarchische Intendanzmodell ablösen. Außerdem soll der Kulturbetrieb ressourcenschonender arbeiten.

Kultur-Einrichtungen sollen die Vielfalt der Gesellschaft zeigen. Mehr Frauen sollen Theater leiten. Es soll neue Formen der Leitung geben, mit weniger Hierarchie. Die Kultur soll auch umweltfreundlicher arbeiten.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk sichern und weiterentwickeln

Die Grünen bekennen sich zu einem staatsfernen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wollen die Finanzierung des WDR weiter sichern. Der Sender soll sich zugleich weiterentwickeln und Gruppen erreichen, die er bisher kaum anspricht. Gremien, Formate und Inhalte sollen die Vielfalt der Gesellschaft besser abbilden.

Die Grünen stehen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der WDR soll weiter genug Geld bekommen. Er soll mehr junge Menschen und Menschen mit Migrations-Geschichte erreichen. Die Mediatheken aller Sender sollen zusammenwachsen.

Lokale Medienvielfalt und gemeinnützigen Journalismus stärken

Die Grünen wollen die Vielfalt lokaler Zeitungen und Radiosender erhalten, damit keine Regionen ohne unabhängige Berichterstattung entstehen. Sie wollen gemeinnützigen Journalismus fördern und das Lokalradio stärken. Das Medienkonzentrationsrecht soll auch digitale Medien erfassen.

Es gibt immer weniger lokale Zeitungen und Radiosender. Die Grünen wollen diese Medien unterstützen. Gemeinnütziger Journalismus soll leichter Spenden bekommen. Gemeinnützig heißt: Er arbeitet nicht für Gewinn. Die Regeln gegen zu viel Macht einzelner Medien-Firmen sollen moderner werden.

Medienkompetenz fördern und Desinformation bekämpfen

Die Grünen wollen, dass Menschen jeden Alters lernen, Informationen und Medien kompetent zu nutzen und Falschmeldungen zu erkennen. Gegen desinformierende und hetzerische Inhalte setzen sie auf Fakten-Checks, ein erweitertes Gegendarstellungsrecht und Strafverfolgung. Das mehrsprachige Angebot des WDR soll wieder deutlich wachsen.

Falsche Nachrichten können der Demokratie schaden. Die Grünen wollen, dass alle Menschen Medien gut verstehen lernen. Besonders Schüler sollen Falschmeldungen erkennen können. Hetze und gezielte Lügen sollen verfolgt werden. Der WDR soll wieder mehr Sendungen in anderen Sprachen anbieten.

Medien-, Film- und Kreativwirtschaft fördern

Die Grünen wollen die Film- und Medienbranche in NRW als Wirtschaftsfaktor weiter stärken. Dazu sollen Förderung und Vernetzung ausgebaut, Gründungen in der Kreativwirtschaft unterstützt und eine Popkulturförderung aufgebaut werden. Zudem unterstützen sie die Ansiedlung eines Deutschen Fotoinstituts in NRW.

NRW ist ein wichtiges Land für Film und Medien. Die Grünen wollen diese Branche weiter fördern. Gründer in der Kreativ-Wirtschaft sollen mehr Hilfe bekommen. Auch Pop-Kultur soll gefördert werden. Ein Deutsches Foto-Institut soll nach NRW kommen.

Grüne: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kulturförderung des Landes verdoppeln

Die SPD will die Kulturförderung innerhalb von zwei Wahlperioden verdoppeln. Das Geld soll unter anderem der Digitalisierung der Kultureinrichtungen, der Breiten- und Soziokultur sowie Angeboten im ländlichen Raum zugutekommen.

Die SPD will doppelt so viel Geld für Kultur ausgeben. Das soll in zwei Regierungs-Zeiten geschehen. Auch auf dem Land soll es gute Kultur-Angebote geben. Kleine Bühnen, Kinos und Clubs sollen modernisiert werden.

Mindesthonorar und Absicherung für Kulturschaffende verbessern

Die SPD will das Mindesthonorar aus dem Kulturgesetz deutlich erhöhen und die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern ausbauen. Bei der Kulturförderung soll auf Geschlechtergerechtigkeit geachtet werden.

Künstlerinnen und Künstler sollen besser bezahlt werden. Im Kultur-Gesetz steht ein Mindest-Honorar. Das ist die niedrigste erlaubte Bezahlung. Die SPD will es deutlich erhöhen. Auch die soziale Absicherung soll besser werden.

WDR als beitragsfinanziertes Vollprogramm erhalten

Die SPD will den WDR als Sender mit Vollprogramm erhalten und ausreichend über den Rundfunkbeitrag finanzieren. Mehr Inhalte des Senders sollen frei lizenziert werden, und der Rundfunkrat soll die Gesellschaft breiter abbilden.

Die SPD will den WDR stark halten. Der Sender soll weiter ein volles Programm machen. Er soll genug Geld aus dem Rundfunk-Beitrag bekommen. Mehr Sendungen sollen alle frei nutzen dürfen.

Lokaljournalismus und Lokalfunk sichern

Die SPD will den Lokaljournalismus stärken und den NRW-Lokalfunk mit eigenen Redaktionen erhalten. Um Journalismus dauerhaft zu finanzieren, soll er als gemeinnützig anerkannt werden können, ergänzt durch neue Finanzierungswege.

Die SPD will Nachrichten aus der eigenen Stadt sichern. Die lokalen Radio-Sender sollen ihre eigenen Redaktionen behalten. Journalismus soll als gemeinnützig gelten können. Das heißt: Er dient der Allgemeinheit und zahlt weniger Steuern.

Games- und Medienstandort NRW ausbauen

Die SPD will Nordrhein-Westfalen als Standort für Games und Medien weiter stärken, besonders das Ruhrgebiet. Ein neues Veranstaltungsformat soll die Netzcommunity und klassische Medien zusammenbringen.

Die SPD will die Medien-Branche in NRW stärken. Das gilt auch für Computer-Spiele. Besonders das Ruhrgebiet soll profitieren. Es soll eine neue Veranstaltung an wechselnden Orten geben.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl