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Was sagen die Parteien in Sachsen-Anhalt zu Gleichstellung und Vielfalt?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen-Anhalt haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,6), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 7 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gleichstellungsbeauftragte durch Familienbeauftragte ersetzen

Die AfD will das Amt des Gleichstellungsbeauftragten abschaffen und stattdessen einen Familienbeauftragten einsetzen. Dieser soll prüfen, wie sich staatliches Handeln auf die Geburtenrate auswirkt. Gesetze und Verordnungen sollen auf Familienfreundlichkeit geprüft werden.

Heute gibt es Gleichstellungs-Beauftragte. Die AfD will dieses Amt abschaffen. Dafür soll es einen Familien-Beauftragten geben. Er soll prüfen, ob Gesetze gut für Familien sind.

Programme zu sexueller Vielfalt für Kinder beenden

Die AfD will sämtliche staatlichen Kampagnen und Programme beenden, durch die Kinder schon vor Beginn der Pubertät mit Sexualität in Berührung kommen. Sie bezeichnet solche Angebote als Frühsexualisierung und sieht Sexualerziehung als Aufgabe der Eltern.

Die AfD will bestimmte Programme vom Staat beenden. Es geht um Programme, die mit jungen Kindern über Sexualität sprechen. Die AfD sagt: Darüber sollen die Eltern mit ihren Kindern reden. In der Kita soll die Familie aus Mann und Frau als normal gelten.

Gendersprache im amtlichen Gebrauch verbieten

Die AfD will geschlechtergerechte Sprache in allen amtlichen Bereichen des Landes untersagen und eine Richtlinie für gutes Deutsch erlassen. Das Programm lehnt jede Form des Genderns ab, auch Formen wie „Studierende“. Es begründet das mit dem Festhalten an überlieferten Sprachformen und mit besserer Lesbarkeit.

Die AfD will Gendersprache in Ämtern verbieten. Das gilt zum Beispiel für Schulen, Gerichte und Ministerien. Dort sollen nur die traditionellen Schreibweisen gelten. Auch Wörter wie „Studierende“ lehnt die Partei ab. Eine neue Richtlinie soll zeigen, was gutes Deutsch ist.

Girls’ und Boys’ Day durch Zukunftstag ersetzen

Die AfD will den „Girls- und Boys-Day“ durch einen gemeinsamen Zukunftstag zur Berufsorientierung ersetzen. Jungen und Mädchen sollen dabei nicht getrennt werden und frei wählen können. Die Partei sieht kein Problem darin, dass Berufe unterschiedlich häufig von Frauen und Männern gewählt werden.

Die AfD will den Girls’ und Boys’ Day abschaffen. Stattdessen soll es einen Zukunftstag geben. Dort lernen Jungen und Mädchen gemeinsam Berufe kennen. Jeder darf selbst wählen, was ihm gefällt.

Einfluss des Islam im Land beschränken

Die AfD will die Religionsfreiheit enger auslegen und den Einfluss des Islam in Sachsen-Anhalt so weit zurückdrängen, wie es das Recht erlaubt. Aus Sicht des Programms ist dieses Grundrecht in den vergangenen Jahrzehnten zu weit ausgedehnt worden.

Die AfD will den Einfluss des Islam in Sachsen-Anhalt begrenzen. Sie will die Religions-Freiheit enger verstehen als bisher. Die Partei sagt: Dieses Recht wurde zu weit ausgedehnt. Sie will nur tun, was das Recht erlaubt.

Regenbogenflaggen an Schulen verbieten

Die AfD will per Erlass verbieten, dass Schulen offiziell die Regenbogenflagge zeigen. Sie versteht die Flagge als Symbol einer Bewegung, die nach ihrer Ansicht hergebrachte Normalität angreift, und will, dass Schulen die Familie aus Mann, Frau und Kindern als Vorbild vermitteln.

Schulen sollen keine Regenbogen-Flagge mehr zeigen. Das will die AfD mit einer Anweisung regeln. Schüler dürfen die Flagge privat weiter benutzen, zum Beispiel als Aufkleber. Die AfD will: Schulen zeigen die Familie aus Mann, Frau und Kindern als Vorbild.

Frauenförderung und Quoten an Hochschulen beenden

Die AfD will an den Hochschulen Frauenquoten und staatliche Förderprogramme für Frauen beenden. Im Hochschulgesetz soll das Ziel der Gleichstellung durch Gleichberechtigung ersetzt werden, das Amt der Gleichstellungsbeauftragten soll entfallen. Aus Sicht des Programms benachteiligt die bisherige Politik Männer und senkt das Leistungsniveau.

Die AfD will Frauen-Quoten an Hochschulen abschaffen. Auch Förder-Programme nur für Frauen sollen enden. Gleichstellungs-Beauftragte soll es nicht mehr geben. Die AfD sagt: Nur die Leistung soll zählen.

Gender-Studien abschaffen

Die AfD will die Gender-Studien an den Hochschulen des Landes abschaffen und ihnen die staatliche Finanzierung entziehen. Aus ihrer Sicht handelt es sich größtenteils um eine politische Ideologie und nicht um Wissenschaft. Als Hebel sollen die Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen dienen.

Die AfD will das Fach Gender-Studien abschaffen. Das Fach untersucht die Rollen der Geschlechter. Die AfD sagt: Das ist Politik und keine Wissenschaft. Der Staat soll dafür kein Geld mehr geben.

Geschlechterquoten bei der Polizei ablehnen

Die AfD lehnt Ziele für einen höheren Frauenanteil und Geschlechterparität bei der Polizei ab. Stellen sollen allein nach Eignung, Leistung und Befähigung besetzt werden.

Die AfD will keine Quoten für Frauen bei der Polizei. Eine Quote legt fest, wie viele Stellen an Frauen gehen sollen. Nur Eignung und Leistung sollen zählen. Die AfD sagt: Quoten benachteiligen Männer.

Gleichstellungsbeauftragte und Gender-Kriterien abschaffen

Die AfD will die Pflicht der Gemeinden streichen, Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Fördergeld soll nicht mehr an Gender-Ziele oder ähnliche Anforderungen geknüpft sein, sondern sich am Bedarf orientieren und Religion, Brauchtum und Kultur in den Dörfern zugutekommen.

Gemeinden müssen heute eine Gleichstellungs-Beauftragte haben. Die AfD will diese Pflicht abschaffen. Bei Förder-Geld sollen Gender-Ziele keine Rolle mehr spielen. Das Geld soll für Religion, Brauchtum und Kultur im Dorf da sein.

Beauftragte für Gleichstellung, Integration und Diversity abschaffen

Die AfD will die Posten von Sonderbeauftragten, etwa für Gleichstellung, Integration und Diversity, abschaffen. Aus ihrer Sicht sind diese Ämter teuer, bringen den Bürgern kaum Nutzen und dienen der Versorgung parteinaher Personen.

Das Land hat Beauftragte für bestimmte Themen. Zum Beispiel für Gleichstellung und Integration. Die AfD will diese Posten abschaffen. Sie findet: Die Posten kosten viel und nützen wenig.

AfD: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 1 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Selbstbestimmungsgesetz prüfen, Schutzräume nach biologischem Geschlecht

Das BSW will die Folgen des Selbstbestimmungsgesetzes für Minderjährige und für geschlechtsspezifische Schutzräume untersuchen lassen. Es richtet seine Frauenpolitik an der biologischen Zweigeschlechtlichkeit aus und will Schutzräume nach biologischem Geschlecht trennen.

Das BSW will das Selbstbestimmungs-Gesetz überprüfen. Mit diesem Gesetz können Menschen ihren Geschlechts-Eintrag ändern. Das BSW will wissen, was das für Kinder und Jugendliche bedeutet. Schutzräume für Frauen sollen nach dem biologischen Geschlecht getrennt sein.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Das BSW sieht den Kampf gegen Gewalt an Frauen als Aufgabe des Landes und will Frauenhäuser, Beratungsstellen und Schutzwohnungen dauerhaft finanzieren. Gewaltambulanzen sollen landesweit ausgebaut, Femizide systematisch erfasst und ein Landesaktionsplan zur Istanbul-Konvention beschlossen werden.

Das BSW will Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser und Beratungs-Stellen sollen dauerhaft genug Geld bekommen. Es soll mehr Gewalt-Ambulanzen geben. Dort werden Verletzungen nach Gewalt untersucht und festgehalten. Die Polizei soll Morde an Frauen genau zählen.

Paragraf 218 abschaffen, Zugang zu Abbrüchen verbessern

Das BSW will auf längere Sicht den Paragrafen 218 des Strafgesetzbuchs streichen, der den Schwangerschaftsabbruch regelt. Im Land soll der Zugang zu Abbrüchen durch Versorgungsaufträge, Qualifizierung und Angebote in Wohnortnähe besser werden. Die Partei hält die Versorgung in Sachsen-Anhalt für unzureichend.

Das BSW will den Paragrafen 218 später abschaffen. Dieser Paragraf stellt den Schwangerschafts-Abbruch unter Strafe. Frauen sollen in Sachsen-Anhalt leichter einen Abbruch bekommen. Dafür soll es Angebote in der Nähe geben. Kliniken und Ärzte sollen einen Anreiz bekommen, mitzumachen.

Pflicht zu kommunalen Gleichstellungsbeauftragten erhalten

Das BSW will verhindern, dass die Pflicht der Kommunen, Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen, gestrichen wird. Gleichstellungsarbeit ist aus Sicht der Partei ein Auftrag der Verfassung und kein bürokratischer Luxus.

Städte und Gemeinden müssen heute Gleichstellungs-Beauftragte haben. Manche wollen diese Pflicht abschaffen. Das BSW ist dagegen. Die Partei sagt: Gleichstellung ist ein Auftrag der Verfassung. Beim Sparen soll die Gleichstellung nicht leiden.

Minderheiten vor Gewalt schützen, Beratungsstellen strenger kontrollieren

Das BSW will gleiche Rechte für alle unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität sichern und Minderheiten vor Gewalt schützen. Zugleich verlangt es strengere Qualitätskontrollen bei geförderten Beratungsstellen und hält Debatten über Pronomen oder Flaggen am Landtag nicht für Kernaufgaben der Politik.

Das BSW will gleiche Rechte für alle Menschen. Der Staat soll Minderheiten vor Gewalt schützen. Auch Ehepaare aus zwei Frauen oder zwei Männern sollen sicher leben können. Der Staat soll Beratungs-Stellen für Minderheiten genauer prüfen. Streit über Pronomen und Flaggen findet das BSW nicht so wichtig.

Geschlechter- und Sexualitätskonzepte nur mit Elternwillen

Das BSW will Kitas und Schulen vor dem schützen, was es als einseitige ideologische Einflussnahme ansieht. Konzepte zu Geschlecht, Sexualität oder Identität sollen dort nicht gegen den Willen der Eltern eingeführt werden. Erziehung und Wertevermittlung sieht die Partei zuerst bei den Eltern.

Das BSW sagt: Eltern sind zuerst für die Erziehung zuständig. Kitas und Schulen sollen bestimmte Konzepte nicht gegen den Willen der Eltern einführen. Gemeint sind Konzepte zu Geschlecht, Sexualität und Identität. Der Schutz der Kinder soll Vorrang haben.

Einwandererfrauen fördern, Prävention und Sozialarbeit stärken

Das BSW will zugewanderte Frauen und Mädchen bei Ausbildung und Arbeitssuche gezielt fördern und mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen. Außerdem sollen mehr Sozialarbeiter in der Jugendarbeit tätig sein und Projekte gegen Gewalt und Extremismus weiter Landesgeld erhalten.

Das BSW will zugewanderten Frauen und Mädchen besonders helfen. Sie sollen Hilfe bei Ausbildung und Arbeitssuche bekommen. Es soll mehr Plätze in Frauenhäusern geben. Auch mehr Sozialarbeiter für Jugendliche will die Partei.

BSW: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessern

Die CDU bekennt sich zur UN-Behindertenrechtskonvention und will Betroffene an Entscheidungen beteiligen. Sie will Werkstätten und Inklusionsbetriebe stärken, die Eingliederungshilfe im Land überarbeiten und kommunale Behindertenbeauftragte einrichten.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die CDU will sie bei Entscheidungen einbeziehen. Werkstätten und Inklusions-Betriebe sollen gestärkt werden. Landkreise und große Städte sollen Behinderten-Beauftragte bekommen. Das sind Personen, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen.

Frauen fördern, Gendersprache ablehnen

Die CDU will Frauen gezielt fördern, gleiche Bezahlung erreichen und Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Sprachregelungen zum Gendern lehnt sie ab, weil sie diese als Symbolpolitik ohne Rückhalt in der Bevölkerung ansieht.

Die CDU will Frauen im Beruf mehr fördern. Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen. Gewalt gegen Frauen will die CDU bekämpfen. Regeln für Gender-Sprache lehnt die CDU ab. Sie findet: Solche Regeln helfen nicht.

CDU: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Frauenhäuser sicher finanzieren und ausbauen

Die Grünen wollen das Gewalthilfegesetz umsetzen und die Frauenhäuser verlässlich finanzieren. Bewohnerinnen sollen keinen Eigenanteil mehr zahlen, damit Schutz nicht vom Einkommen abhängt. Zudem sollen Schutzplätze, Beratung und Täterarbeit in allen Regionen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen mehr Geld für Frauenhäuser. Frauen sollen dort nichts mehr selbst bezahlen müssen. Es soll überall im Land genug Plätze geben. Auch Beratung und Arbeit mit Tätern sollen wachsen.

Gleichstellungsgesetz und Paritätsgesetz schaffen

Die Grünen wollen das Frauenfördergesetz zu einem Gleichstellungsgesetz umbauen und setzen sich für ein verfassungsfestes Paritätsgesetz ein. Dieses soll die Vertretung von Frauen in Parlamenten sichern. Landesgesetze sollen künftig verpflichtend auf ihre Wirkung auf die Geschlechter geprüft werden.

Die Grünen wollen ein neues Gleichstellungs-Gesetz. Ein Paritäts-Gesetz soll für mehr Frauen in Parlamenten sorgen. Parität heißt: Frauen und Männer sind gleich stark vertreten. Neue Gesetze sollen geprüft werden, wie sie auf Frauen und Männer wirken.

Barrierefreiheit ausbauen, Aktionsplan überprüfen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention überprüfen und um weitere Maßnahmen ergänzen. Öffentliche Räume, staatliche Einrichtungen sowie Praxen und Kliniken sollen barrierefreier werden.

Die Grünen wollen weniger Hindernisse für Menschen mit Behinderung. Das gilt für Gebäude, Plätze und Arzt-Praxen. Ämter sollen Infos auch in Leichter Sprache anbieten. Menschen mit Behinderung sollen bei Plänen von Anfang an mitreden.

Landesantidiskriminierungsgesetz und Inklusionsstandards einführen

Die Grünen wollen ein Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen, das Benachteiligung durch staatliche Stellen verhindert und Betroffenen Entschädigung ermöglicht. Für Behörden und öffentliche Räume sollen landesweit verbindliche Inklusionsstandards gelten.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Benachteiligung durch Ämter. Betroffene sollen sich wehren können und Geld als Ausgleich bekommen. Für Ämter sollen überall im Land gleiche Regeln zur Inklusion gelten. Inklusion heißt: Alle können mitmachen.

Projekte gegen Diskriminierung und Beratungsstellen fördern

Die Grünen wollen Projekte gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und LGBTIQ*-Feindlichkeit langfristig fördern und sehen darin eine staatliche Aufgabe zum Schutz der Demokratie. Beratungsstellen für Betroffene von Gewalt und migrantische Vereine sollen stärker unterstützt werden.

Die Grünen wollen Projekte gegen Rassismus und Hass stärken. Diese Projekte sollen dauerhaft Geld bekommen. Beratungs-Stellen helfen Menschen nach Gewalt. Auch sie sollen mehr Unterstützung bekommen. Vereine von Zugewanderten sollen ebenfalls mehr Hilfe bekommen.

Grüne: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 7 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Berufliche Chancen von Frauen verbessern

Die Linke will die Chancen von Frauen im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft verbessern und das Frauenfördergesetz zu einem Gleichstellungsgesetz weiterentwickeln. Berufe in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen besser bezahlt werden, weil sie aus Sicht der Partei die Gesellschaft am Laufen halten.

Die Linke will bessere Chancen für Frauen im Beruf. Frauen sollen sich öfter auf wichtige Stellen bewerben. Arbeit in Kitas, Schulen und in der Pflege soll besser bezahlt werden. Aus dem Frauenförder-Gesetz soll ein neues Gleichstellungs-Gesetz werden.

Parität an Hochschulen und geschlechtersensible Forschung

Die Linke will Frauen den gleichen Zugang zu Studium und Forschungsstellen sichern, auch in den Leitungen der Hochschulen. Zudem soll Forschung ausgebaut werden, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern berücksichtigt, etwa bei der Wirkung von Medikamenten.

Die Linke will gleiche Chancen für Frauen an Hochschulen. Das gilt für das Studium und für Stellen in der Forschung. Auch in der Leitung von Hochschulen sollen Frauen gleich vertreten sein. Die Forschung soll mehr auf Unterschiede zwischen den Geschlechtern achten.

Frauenhäuser und Gewaltschutzprojekte dauerhaft finanzieren

Die Linke will Beratungsstellen für Frauen stärken und den Eigenanteil für den Aufenthalt im Frauenschutzhaus streichen. Gewaltschutzprojekte sollen eine dauerhafte institutionelle Förderung erhalten, und Frauenhausplätze sowie Zufluchtswohnungen sollen ausgebaut werden.

Die Linke will Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauen sollen im Frauenhaus nichts mehr selbst zahlen müssen. Beratungs-Stellen sollen mehr Unterstützung bekommen. Es soll mehr Plätze in Frauenhäusern geben. Projekte gegen Gewalt sollen dauerhaft Geld erhalten.

Sorgearbeit aufwerten und gerechter verteilen

Die Linke will Erwerbsarbeit, Familienarbeit und Engagement für Frauen und Männer besser vereinbar machen. Wer Angehörige pflegt, soll abgesichert sein und beim Wiedereinstieg in den Beruf gefördert werden; Kita und Hort sollen ausgebaut werden.

Die Linke will Sorge-Arbeit mehr wertschätzen. Sorge-Arbeit ist zum Beispiel Pflege oder Kinder-Betreuung zu Hause. Wer pflegt, soll keine Nachteile haben. Männer und Frauen sollen sich diese Arbeit besser teilen. Dafür soll es mehr Plätze in Kita und Hort geben.

Rechtsanspruch auf Hilfe bei häuslicher Gewalt

Die Linke will einen Rechtsanspruch auf Hilfe für alle Opfer von Gewalt schaffen, der weder vom Geschlecht noch von Herkunft oder Aufenthaltsstatus abhängt. Ergänzend plant sie mobile Beratung, einen Aktionsplan gegen Gewalt und eine Koordinierungsstelle.

Die Linke will ein Recht auf Hilfe für alle Opfer von Gewalt. Das soll für jeden Menschen gelten. Beraterinnen und Berater sollen selbst auf Betroffene zugehen. Ein Aktions-Plan soll das Thema fest verankern.

Queeres Leben schützen und fördern

Die Linke will über den Bundesrat erreichen, dass das Grundgesetz auch vor Benachteiligung wegen sexueller und geschlechtlicher Identität schützt. Im Land will sie das Aktionsprogramm für die Akzeptanz von LSBTI+ erneuern, CSDs besser schützen und queere Themen in der Bildung verankern.

Die Linke will queere Menschen besser schützen. Das Grundgesetz soll sie ausdrücklich vor Benachteiligung schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. CSD-Veranstaltungen sollen mehr Schutz und Geld bekommen. Schulen sollen queere Themen behandeln.

Barrierefreiheit als verbindliches Recht durchsetzen

Die Linke fordert, Barrierefreiheit in Sachsen-Anhalt zur verbindlichen Pflicht zu machen statt zu einer freiwilligen Regelung. Für alle Haltestellen des Nahverkehrs soll es ein verpflichtendes Ausbauprogramm geben. Die Partei beruft sich auf das Benachteiligungsverbot im Grundgesetz.

Menschen mit Behinderung stoßen oft auf Hindernisse. Die Linke will das ändern. Barriere-Freiheit soll Pflicht sein. Alle Haltestellen sollen umgebaut werden. Auch Wohnungen und Internet-Seiten sollen für alle nutzbar sein. Betroffene sollen mitentscheiden.

Linke: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt voranbringen

Die SPD will gleiche Chancen für Frauen und Männer im Beruf. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sollen Erwerbs- und Sorgearbeit gerechter verteilen, und mehr Frauen sollen für MINT-Berufe und das Handwerk gewonnen werden.

Frauen kümmern sich öfter um Kinder und Angehörige als Männer. Dadurch haben sie Nachteile im Beruf. Die SPD will das ändern. Arbeitszeiten sollen besser zur Familie passen. Mehr Frauen sollen technische Berufe und Handwerks-Berufe ergreifen.

Schwangerschaftsabbruch entkriminalisieren

Die SPD will Initiativen unterstützen, die den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafrecht nehmen, und die Pflichtberatung durch ein Recht auf Beratung ersetzen. Sie begründet das mit dem Recht von Frauen auf reproduktive Selbstbestimmung.

Ein Schwangerschafts-Abbruch steht heute im Strafrecht. Die SPD will das ändern. Frauen sollen nicht mehr zur Beratung müssen. Sie sollen aber ein Recht auf Beratung haben. Es soll in der Nähe Ärzte geben, die Abbrüche machen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ausbauen

Die SPD versteht Inklusion als Maßstab sozialer Politik. Barrierefreiheit und Assistenz sollen ausgebaut, das Gehörlosengeld erhöht und ein regelmäßiges Behindertenparlament eingerichtet werden.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die SPD will mehr Barriere-Freiheit und mehr Hilfe im Alltag. Gehörlose Menschen sollen mehr Geld bekommen. Es soll ein Behinderten-Parlament geben, das regelmäßig tagt.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Die SPD will Frauenhäuser, Schutzwohnungen und Beratungsstellen landesweit ausbauen und die Vorgaben aus Istanbul-Konvention und Gewalthilfegesetz umsetzen. Jede Betroffene soll überall im Land schnell Hilfe finden. Das Programm verweist auf einen Anstieg der erfassten Fälle häuslicher Gewalt um rund 33 Prozent zwischen 2020 und 2024.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Frauenhäuser und Schutz-Wohnungen geben. Auch auf dem Land soll es Beratung geben. Keine Frau soll für den Platz im Frauenhaus selbst zahlen müssen. Auch Gewalt im Internet soll verfolgt werden.

Paritätsgesetz für die Parlamente einführen

Die SPD will ein Paritätsgesetz einführen, das Frauen und Männern in den Parlamenten des Landes gleiche Teilhabe sichert. Sie begründet das damit, dass gleichberechtigte demokratische Teilhabe eine angemessene Vertretung voraussetzt.

In den Parlamenten sitzen mehr Männer als Frauen. Die SPD will das ändern. Ein Gesetz soll für gleich viele Frauen und Männer sorgen. Das Gesetz heißt Paritäts-Gesetz.

Frauentag als Feiertag, Antidiskriminierungsgesetz einführen

Die SPD will den 8. März zum gesetzlichen Feiertag machen und ein Antidiskriminierungsgesetz für das Land schaffen. Gleichstellungsbeauftragte sollen mehr Rechte und ein eigenes Klagerecht bekommen.

Der 8. März ist der Frauentag. Die SPD will, dass er ein Feiertag wird. Ein neues Gesetz soll Menschen vor Benachteiligung schützen. Gleichstellungs-Beauftragte sollen vor Gericht klagen dürfen.

Angebote für queere Menschen ausbauen

Die SPD will das Landesprogramm „Queer leben in Sachsen-Anhalt“ fortführen und mit festen Zielen und ausreichend Geld ausstatten. Die Fachzentren für geschlechtliche Vielfalt sollen zu Stellen für Beratung und Versorgung wachsen.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die SPD will mehr Beratung für sie. Eine Studie soll zeigen, wie sie im Land leben. Das Landes-Programm für queere Menschen soll weitergehen.

Gleichstellung und Vielfalt in der Verwaltung verankern

Die SPD will, dass Verwaltung und öffentliche Einrichtungen bei Gleichstellung und Respekt als Vorbild auftreten. Außerdem prüft sie, den Landeshaushalt nach seinen Wirkungen auf die Geschlechter auszuwerten.

Ämter sollen ein Vorbild für Gleichstellung sein. Sie sollen selbst gewählte Namen und Pronomen anerkennen. Sie sollen eine Sprache nutzen, die alle Geschlechter anspricht. Die SPD prüft auch, wie Landes-Geld auf Frauen und Männer wirkt.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl