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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Gleichstellung und Vielfalt?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 5 eher konservativ, 3 deutlich konservativ

Schriftliches Gendern verbieten

Die AfD will das Gendern in geschriebener Sprache verbieten und verweist dabei auf Frankreich als Vorbild. Sie sieht in geschlechtergerechten Schreibweisen eine aufgezwungene Veränderung der deutschen Sprache.

Die AfD will das Gendern in Texten verbieten. Gendern heißt: Man schreibt Wörter so, dass alle Geschlechter gemeint sind. Die Partei findet, das schadet der deutschen Sprache. Frankreich ist für sie das Vorbild.

Keine Gendertheorie im Unterricht

Die AfD will Gendertheorie aus Lehrplänen und Unterricht heraushalten, weil sie diese für ein ideologisches Konstrukt hält. Sexualerziehung soll altersgemäß sein und Schamgrenzen achten. Lehrpläne und Unterricht sollen nach ihrem Willen frei von politischer Beeinflussung sein.

Die AfD will keine Gender-Theorie in der Schule. Gender-Theorie sagt: Geschlecht ist auch von der Gesellschaft gemacht. Die AfD hält das für falsch. Sexual-Kunde soll zum Alter der Kinder passen. Die Eltern sollen vorher Bescheid bekommen.

Kopftuchverbot für Mädchen und im öffentlichen Dienst

Die AfD will Mädchen das Tragen eines Kopftuchs bis zur Religionsmündigkeit verbieten. Im öffentlichen Dienst sollen deutlich sichtbare religiöse Symbole, darunter Kopftücher, generell untersagt werden.

Junge Mädchen sollen kein Kopftuch tragen dürfen. Das Verbot gilt bis zur Religions-Mündigkeit. Ab diesem Alter entscheiden Kinder selbst über ihre Religion. Auch Beschäftigte des Staates sollen kein Kopftuch tragen.

Öffentlichen Muezzinruf unterbinden

Die AfD will den per Lautsprecher verstärkten Muezzinruf verhindern, soweit das rechtlich möglich ist. Sie sieht im Gebetsruf einen Ausdruck religiöser Intoleranz und eine Belastung für Anwohner.

Manche Moscheen rufen laut zum Gebet. Das nennt man Muezzin-Ruf. Die AfD will diesen Ruf verhindern. Sie sagt: Er stört die Nachbarn und den Frieden.

Benachteiligung von Jungen und Männern beenden

Die AfD sieht Jungen und Männer systematisch benachteiligt und will Unterschiede zwischen den Geschlechtern anerkennen und fördern. Forschungsgelder für Männer- und Frauenforschung sollen gleich verteilt werden, neue Stellen für Gleichstellungsbeauftragte lehnt sie ab.

Die AfD sagt: Jungen und Männer haben Nachteile. Sie will Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen beachten. Geld für Forschung über Männer und Frauen soll gleich verteilt werden. Neue Gleichstellungs-Beauftragte will die AfD nicht.

Geschlechtsangleichung bei Minderjährigen einschränken

Die AfD lehnt ein Selbstbestimmungsrecht über das Geschlecht ab. Pubertätsblocker sollen Jugendliche nur mit Zustimmung der Eltern erhalten, geschlechtsangleichende Operationen soll es nur für Erwachsene geben.

Die AfD ist dagegen, dass Menschen ihr Geschlecht selbst bestimmen. Pubertäts-Blocker sind Medikamente, die die Pubertät aufhalten. Jugendliche sollen sie nur bekommen, wenn die Eltern zustimmen. Operationen soll es nur für Erwachsene geben.

Geschlechterquoten ablehnen

Die AfD bekennt sich zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, lehnt Quoten aber grundsätzlich ab. Der Staat solle nur für gleiche Chancen sorgen; Stellen sollen nach Leistung besetzt werden.

Die AfD will gleiche Rechte für Frauen und Männer. Sie ist aber gegen Quoten. Eine Quote schreibt vor, wie viele Frauen oder Männer eine Stelle bekommen. Die AfD sagt: Nur die Leistung soll zählen.

Förderung für bestimmte Gruppen streichen

Die AfD will Ausgaben beenden, die sie als parteipolitisch oder ideologisch begründet ansieht. Vielfalt allein soll keinen Anspruch auf staatliches Geld begründen, und Gruppen, die aus Sicht der Partei gegen die Gesellschaft arbeiten, sollen nicht gemeinnützig sein.

Die AfD will bestimmten Gruppen kein Geld vom Staat mehr geben. Sie sagt: Anders zu sein gibt kein Recht auf Geld. Manche Gruppen sollen auch nicht mehr als gemeinnützig gelten. Als Beispiel nennt die AfD die Antifa.

AfD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

LSBTIQ*-Angebote und Antidiskriminierungsarbeit fortführen

Die CDU will die Hilfsangebote für LSBTIQ* weiterführen und lehnt Hassgewalt gegen verschiedene Lebensentwürfe ab. Sie will prüfen, kleine, nicht kommerzielle Christopher-Street-Days zu fördern. Die Arbeit gegen Diskriminierung im öffentlichen Dienst soll ausgebaut werden.

Menschen lieben und leben unterschiedlich. Die CDU will, dass alle ohne Angst leben können. Sie will Angebote für queere Menschen weiter bezahlen. Sie prüft Geld für kleine CSD-Feste. In Ämtern soll es weniger Benachteiligung geben.

Berufschancen von Frauen verbessern

Die CDU will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und Frauen den Wiedereinstieg nach der Familienphase erleichtern. Dazu sollen Betreuungsplätze, Schulungen, Mentoring und Netzwerke beitragen. Ein Lohnatlas soll Unterschiede bei der Bezahlung sichtbar machen.

Frauen sollen im Beruf die gleichen Chancen haben wie Männer. Die CDU will genug Plätze für die Kinder-Betreuung. Frauen sollen nach der Familien-Zeit leichter zurück in den Beruf kommen. Ein Lohn-Atlas soll zeigen, wo Frauen weniger verdienen. Mehr Frauen sollen in Technik-Berufen arbeiten.

Quote für Vorstände landeseigener Betriebe einführen

Die CDU will eine Strategie für berufliche Chancengerechtigkeit in der Landesverwaltung vorlegen. Teil davon ist eine Quote für Vorstandsposten in Betrieben des Landes. Zudem soll das Landesgleichstellungsgesetz weiterentwickelt werden.

In manchen Bereichen beim Land arbeiten wenige Frauen oder wenige Männer. Die CDU will das ändern. Für Chef-Posten in Betrieben des Landes soll eine Quote gelten. Eine Quote ist ein fester Mindest-Anteil. Auch das Gleichstellungs-Gesetz des Landes soll besser werden.

Schutz vor Gewalt an Frauen und Männern ausbauen

Die CDU bekennt sich zur Istanbul-Konvention und will Hilfsangebote für Gewaltopfer ausbauen und finanziell absichern. Ein landesweiter Pakt gegen Gewalt soll mit Verbänden geschlossen werden. Auch die Hilfen für betroffene Männer sollen wachsen.

Niemand soll Gewalt erleben müssen. Die CDU will mehr Hilfe für Opfer von Gewalt. Das gilt für Frauen und für Männer. Opfer sollen Spuren sichern lassen können, ohne ihren Namen zu nennen. Das Land soll mit Verbänden einen Pakt gegen Gewalt schließen.

Gleiche Bezahlung und Diversität an Hochschulen fördern

Die CDU will die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Wissenschaft schließen und Diversität an den Hochschulen fördern. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll mehr Chancen erhalten.

Frauen und Männer sollen an Hochschulen gleich viel verdienen. Die CDU will Vielfalt an den Hochschulen fördern. Junge Forscherinnen und Forscher sollen bessere Chancen bekommen.

CDU: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Gesellschafteher progressiv (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Mehr Frauen in Führung, Berufswege jenseits von Rollenbildern

Die FDP will mehr Frauen in Führungspositionen in Unternehmen und im öffentlichen Dienst bringen und geteilte Führung zur Normalität machen. Ausbildungen und Laufbahnen abseits klassischer Rollenbilder sollen gefördert werden. Familienzeit soll besser anerkannt und der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden.

Die FDP will mehr Frauen als Chefinnen. Zwei Personen sollen sich eine Chef-Stelle teilen können. Mädchen und Jungen sollen Berufe frei wählen, auch ungewohnte. Wer Kinder betreut hat, soll leichter in den Beruf zurückkommen.

Mehr Gründerinnen gewinnen

Die FDP will die Strukturen für Gründerinnen ausbauen und Nordrhein-Westfalen beim weiblichen Unternehmertum an die Spitze der Bundesländer bringen. Dazu sollen Netzwerke, neue Veranstaltungsformate und mehr Startkapital beitragen.

Die FDP will, dass mehr Frauen Firmen gründen. Dafür soll es ein Netzwerk im ganzen Land geben. Neue Veranstaltungen sollen Frauen Mut machen. Mehr Geldgeber sollen Gründerinnen Start-Geld geben.

Gleichstellungsgesetz zum Landesdiversitätsgesetz umbauen

Die FDP will das Landesgleichstellungsgesetz durch ein Landesdiversitätsgesetz ersetzen, das Benachteiligungen aller Geschlechter erfasst. Die bisherige Quotenregelung soll verbindlichen Selbstverpflichtungen weichen.

Die FDP will ein neues Gesetz für Gleichstellung. Es soll für Frauen, Männer und diverse Menschen gelten. Die feste Quote soll wegfallen. Stattdessen sollen sich Behörden selbst zu Vielfalt verpflichten.

LSBTIQ* gleichstellen und vor Diskriminierung schützen

Die FDP will LSBTIQ*-Personen und Regenbogenfamilien vollständig gleichstellen und Beratung sowie Projekte gegen Diskriminierung ausbauen. Polizei und Justiz sollen queerfeindliche Straftaten besser erkennen und verfolgen.

Die FDP will gleiche Rechte für queere Menschen. Es soll mehr Beratung geben, vor allem auf dem Land. Polizei und Gerichte sollen Hass-Taten gegen queere Menschen besser erkennen. Die FDP unterstützt auch ein Selbstbestimmungs-Gesetz im Bund.

Antisemitismus mit Bildung und Schutz bekämpfen

Die FDP will die politische Bildung über Judentum und Antisemitismus ausbauen und das Amt einer oder eines Antisemitismusbeauftragten dauerhaft einrichten. Jüdische Einrichtungen sollen weiter geschützt werden.

Die FDP will Hass gegen Juden bekämpfen. Schulen sollen mehr über jüdisches Leben lehren. Es soll dauerhaft eine Beauftragte gegen Antisemitismus geben. Jüdische Einrichtungen sollen weiter bewacht werden.

Neue Antidiskriminierungsstrategie des Landes auflegen

Die FDP will die Arbeit des Landes gegen Diskriminierung in einer neuen Strategie bündeln und ausbauen. Sie wendet sich gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und will mehr demokratische Bildung für alle Menschen im Land.

Die FDP will einen neuen Plan gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das Land soll mehr dagegen tun. Alle sollen mehr über Demokratie lernen.

Schutz vor häuslicher Gewalt ausbauen

Die FDP will die Hilfestrukturen bei häuslicher Gewalt krisenfest machen. Geplant sind eine Koordinierungsstelle für eine Gesamtstrategie, ein Online-Register für freie Frauenhausplätze und mehr Frauenhäuser. Auch für Männer soll es Akutschutzplätze geben.

Die FDP will Menschen besser vor Gewalt zu Hause schützen. Es soll mehr Plätze in Frauenhäusern geben. Eine Internet-Liste soll freie Plätze zeigen. Auch Männer sollen Schutz-Plätze bekommen. Eine neue Stelle soll alles planen.

FDP: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Eigene Förderbudgets für Frauen und marginalisierte Gruppen

Die Grünen wollen in sämtlichen Wirtschaftsförderprogrammen des Landes einen Teil der Mittel ausschließlich für Frauen und benachteiligte Gruppen vorhalten. Nach Darstellung des Programms stehen diese Gruppen vor höheren Hürden bei Führungspositionen und Gründungen.

Frauen und manche Gruppen haben es in der Wirtschaft schwerer. Die Grünen wollen deshalb Geld nur für sie zurücklegen. Das soll in allen Förder-Programmen des Landes gelten. Die übrigen Mittel können sie trotzdem weiter beantragen.

Queere Jugendzentren sichern und ausbauen

Die Grünen wollen queere Jugendarbeit dauerhaft fördern und queere Zentren im Landesförderplan langfristig absichern. Die Partei sieht sie als Anlaufpunkte für queere Menschen in den Regionen.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die Grünen wollen Jugendzentren für queere junge Menschen dauerhaft bezahlen. Auch auf dem Land soll es solche Treffpunkte geben.

Regenbogenfamilien beraten und unterstützen

Die Grünen wollen eine Landeskoordinationsstelle für Regenbogenfamilien dauerhaft sichern und mit genug Personal ausstatten. Beschäftigte in Behörden und Beratungsstellen sollen koordiniert fortgebildet werden, weil solche Familien aus Sicht der Partei weiterhin Ausgrenzung erleben.

In Regenbogen-Familien sind die Eltern zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die Grünen wollen eine feste Stelle im Land für diese Familien. Dort sollen sie gute Beratung bekommen. Mitarbeitende in Ämtern sollen mehr über diese Familien lernen.

Antidiskriminierung an Schulen verbindlich verankern

Die Grünen wollen Demokratiebildung und rassismuskritische Aufklärung an den Schulen des Landes verbindlich machen. Lehrpläne und Schulbücher sollen Kolonialgeschichte, gesellschaftliche Vielfalt und den kritischen Umgang mit sozialen Medien stärker behandeln. Auch der Diskriminierung geschlechtlicher und sexueller Minderheiten soll der Unterricht entgegenwirken.

Schulen sollen mehr gegen Rassismus und Ausgrenzung tun. Das soll in den Lehr-Plänen und Schulbüchern stehen. Lehrer sollen dazu regelmäßig Schulungen bekommen. Auch Menschen mit anderer sexueller Orientierung sollen besser geschützt werden.

Landesantidiskriminierungsgesetz und Landesstelle einführen

Die Grünen wollen ein Landesantidiskriminierungsgesetz und eine Landesantidiskriminierungsstelle schaffen. Menschen sollen Benachteiligung durch Landeseinrichtungen wie Schule oder Polizei melden und rechtlich dagegen vorgehen können.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Jemand wird schlechter behandelt, zum Beispiel wegen seiner Herkunft. Betroffene sollen sich besser wehren können. Auch Verbände sollen für sie klagen dürfen. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben.

Religionsfreiheit schützen, muslimisches und jüdisches Leben fördern

Die Grünen sehen den Staat in der Pflicht, sowohl die Freiheit zum Glauben als auch die Freiheit von Religion zu schützen. Islamische Gemeinschaften sollen bei Erfüllung der rechtlichen Bedingungen anerkannt werden, jüdisches Leben soll sichtbarer werden.

Jeder Mensch darf seinen Glauben leben oder keinen Glauben haben. Der Staat soll das schützen. Islamische Gemeinschaften sollen anerkannt werden, wenn sie die Regeln erfüllen. Die Grünen wollen Imame in NRW ausbilden lassen. Sie wollen gegen Juden-Hass vorgehen.

Paritätsgesetz und geschlechtergerechte Haushaltspolitik einführen

Die Grünen wollen, dass Frauen die Hälfte der politischen Macht erhalten. Ein Paritätsgesetz soll zur Landtagswahl 2027 für mehr Kandidatinnen sorgen, Gremien sollen mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt und der Haushalt nach Geschlechterwirkungen ausgerichtet werden.

Die Grünen wollen ein Paritäts-Gesetz. Das heißt: Parteien sollen mehr Frauen zur Wahl aufstellen. Das soll ab der Landtags-Wahl 2027 gelten. In Gremien soll mindestens die Hälfte Frauen sein. Das Land soll prüfen, ob sein Geld Frauen und Männern gleich nützt.

Gleiche Bezahlung und Aufwertung der Care-Berufe

Die Grünen wollen, dass Frauen für gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden, wirtschaftlich unabhängig sind und im Alter abgesichert. Pflege- und Erziehungsberufe sollen aufgewertet und die Kinderbetreuung ausgebaut werden.

Frauen sollen für gleiche Arbeit gleich viel Geld bekommen. Berufe in Pflege und Erziehung sollen besser bezahlt werden. Dort arbeiten vor allem Frauen. Es soll mehr und bessere Plätze für Kinder-Betreuung geben. So passen Beruf und Familie besser zusammen.

Aktionsplan für queeres Leben ausbauen

Die Grünen wollen, dass queere Menschen in NRW selbstbestimmt und ohne Ausgrenzung leben können. Dazu sollen der Aktionsplan für queeres Leben weiterentwickelt, Beratungsangebote ausgebaut und Hasskriminalität gezielt bekämpft werden.

Queere Menschen sollen ohne Angst leben können. Queer sind zum Beispiel Lesben, Schwule und trans Menschen. Die Grünen wollen mehr Beratung, auch außerhalb großer Städte. Die Polizei soll Schulungen zu dem Thema machen. Opfer früherer Verfolgung sollen eine Entschädigung bekommen.

Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt ausbauen

Die Grünen wollen Frauenhäuser, Beratungsstellen und Notrufe langfristig finanzieren und das Hilfesystem weiterentwickeln. Es soll barrierefreier werden und auch Kinder, genderqueere Personen, trans* Frauen und männliche Opfer besser erreichen. Polizei und Justiz sollen Gewalt gegen Frauen und queere Menschen vorrangig verfolgen.

Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauen-Häuser und Beratungs-Stellen sollen dauerhaft Geld bekommen. Auch Kinder, queere Menschen und Männer sollen passende Hilfe finden. Polizei und Gerichte sollen solche Taten schneller bearbeiten.

Grüne: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Entgeltgleichheitsgesetz und familienfreundliche Arbeit

Die SPD will ein Gesetz zur Entgeltgleichheit vorlegen und im öffentlichen Dienst Anreize schaffen, damit unbezahlte Pflege- und Familienarbeit gerechter verteilt wird. Der öffentliche Dienst soll dabei Vorbild für die übrige Wirtschaft sein.

Die SPD will ein Gesetz für gleichen Lohn machen. Frauen und Männer sollen für gleiche Arbeit gleich viel verdienen. Der öffentliche Dienst soll dafür Angebote machen. Paare sollen die Arbeit in der Familie gerechter aufteilen. Arbeit soll besser zur Familie passen.

Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern

Die SPD will die Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sicherstellen und sie in die ärztliche Aus- und Weiterbildung aufnehmen. Abbrüche sollen kostenfrei möglich sein. Die Partei unterstützt außerdem die Streichung von Paragraf 219a auf Bundesebene.

Frauen sollen selbst über eine Schwangerschaft entscheiden können. Die SPD will, dass es genug Ärzte für Abbrüche gibt. Ein Abbruch soll nichts kosten. Ärzte sollen offen darüber informieren dürfen. Beratung soll es überall geben, auch im Internet.

Frauen und Vielfalt im öffentlichen Dienst fördern

Die SPD will, dass der öffentliche Dienst die vielfältigere Gesellschaft widerspiegelt. Menschen mit Migrationsgeschichte sollen leichter in den Staatsdienst kommen, und Beförderungsregeln sollen auf Nachteile für Frauen geprüft werden.

Im Staatsdienst sollen mehr Menschen mit Migrations-Geschichte arbeiten. Die SPD will Hürden bei Einstellung und Aufstieg abbauen. Frauen sollen leichter Chefin werden können. Dafür prüft die SPD die Regeln für Beförderungen.

Jüdisches Leben schützen, Meldestellen ausbauen

Die SPD will jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen schützen und stärken. Die Meldestelle für Antisemitismus soll dauerhaft arbeiten, und weitere Meldestellen für andere menschenfeindliche Vorfälle sollen hinzukommen.

Die SPD will jüdische Menschen in NRW besser schützen. Es gibt eine Melde-Stelle für Judenhass. Diese Stelle soll dauerhaft bleiben. Für andere Formen von Hass soll es neue Melde-Stellen geben. Auch Synagogen und Moscheen sollen mehr Schutz bekommen.

Antidiskriminierungsgesetz und Landesstelle einführen

Die SPD will ein Antidiskriminierungsgesetz schaffen und eine Antidiskriminierungsstelle des Landes einrichten. Zudem soll sich die Verwaltung interkulturell öffnen, und die Kommunen sollen Hilfe für eigene Konzepte gegen Diskriminierung erhalten.

Die SPD will ein Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das Land soll eine eigene Stelle dafür bekommen. Die Stelle berät, forscht und informiert die Öffentlichkeit. Auch Ämter sollen offener für alle werden.

Parität in der Politik gesetzlich verankern

Die SPD will per Gesetz erreichen, dass Frauen und Männer auf allen politischen Ebenen gleich stark vertreten sind. Außerdem sollen Land und Kommunen auf geschlechtergerechte und geschlechterneutrale Sprache achten.

In der Politik sollen gleich viele Frauen wie Männer sein. Die SPD will dafür ein Gesetz machen. Das Land und die Städte sollen außerdem auf ihre Sprache achten. Die Sprache soll alle Geschlechter gleich ansprechen.

Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt für Frauen

Die SPD fordert, dass alle schutzbedürftigen Frauen und Mädchen ein Recht auf kostenlose Aufnahme und Unterbringung haben. Dafür will sie Frauenhäuser und Beratungsstellen mit Landesgeld ausbauen und einen Landesaktionsplan gegen Gewalt auflegen.

Manche Frauen und Mädchen erleben Gewalt. Sie sollen ein Recht auf einen kostenlosen Schutz-Platz haben. Die SPD will mehr Frauenhäuser und Beratungs-Stellen. Auch Frauen mit Behinderung sollen diese Hilfe gut erreichen können.

Queere Angebote für Jung und Alt fördern

Die SPD will Treffpunkte und Gruppen für queere Jugendliche in Stadt und Land fördern und auch Angebote für queere Seniorinnen und Senioren unterstützen. CSD-Feste sollen im ganzen Land eine feste Grundförderung erhalten.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die SPD will Treffpunkte für queere Jugendliche fördern. Das gilt für Städte und für Dörfer. Auch ältere queere Menschen sollen Angebote bekommen. CSD-Feste soll es im ganzen Land geben.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl