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Was sagen die Parteien im Saarland zu Gleichstellung und Vielfalt?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Kinderrechte im Grundgesetz und Gender-Konzepte ablehnen

Die AfD will, dass die Erziehung Sache der Eltern bleibt, und lehnt deshalb die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ab. Ebenso wendet sie sich gegen das, was sie als Gender-Ideologie bezeichnet, und will am traditionellen Familienbild festhalten.

Die AfD sagt: Eltern sollen ihre Kinder erziehen, nicht der Staat. Sie will keine eigenen Kinder-Rechte im Grundgesetz. Sie ist gegen neue Vorstellungen von Geschlecht. Die AfD will die Familie aus Vater, Mutter und Kindern bewahren.

Gleichstellungspolitik als staatliche Lenkung ablehnen

Die AfD bekennt sich zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern nach Artikel 3 des Grundgesetzes. Eine Gleichstellungspolitik, die aus ihrer Sicht Unterschiede zwischen den Geschlechtern leugnet, lehnt sie ab. Der Staat soll nicht steuern, wie Frauen und Männer ihr Leben und ihre Familienaufgaben gestalten.

Die AfD sagt: Frauen und Männer haben die gleichen Rechte. Sie lehnt aber die heutige Gleichstellungs-Politik ab. Sie meint: Diese Politik will Frauen und Männer gleich machen. Der Staat soll sich nicht einmischen. Eltern sollen selbst entscheiden, wer welche Aufgaben in der Familie übernimmt.

Frauenquoten grundsätzlich ablehnen

Die AfD lehnt Frauenquoten in Politik und Wirtschaft grundsätzlich ab. Aus ihrer Sicht greifen sie in Freiheitsrechte ein und führen zu neuer Benachteiligung. Über Aufgaben und Posten sollen Eignung und Leistung entscheiden, nicht das Geschlecht.

Die AfD ist gegen Frauen-Quoten. Eine Quote legt fest, wie viele Posten an Frauen gehen müssen. Die AfD sagt: Das benachteiligt andere Menschen. Wichtig sollen nur Können und Leistung sein.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Schutz sexueller Identität im Grundgesetz unterstützen

Die CDU Saar unterstützt, den Schutz vor Diskriminierung wegen der sexuellen Identität ins Grundgesetz aufzunehmen. Den Landesaktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit will sie auswerten, überarbeiten und fortschreiben.

Die CDU sagt: Niemand soll wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Im Saarland steht das schon in der Landes-Verfassung. Die CDU will, dass es auch im Grundgesetz steht. Der Plan des Landes gegen Feindlichkeit soll geprüft und erneuert werden.

Landesfachstelle für Barrierefreiheit einrichten

Die CDU will beim Sozialministerium eine Fachstelle für Barrierefreiheit schaffen. Sie soll Betroffene und alle, die Barrierefreiheit umsetzen, beraten und die Arbeit koordinieren, damit Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Alltag teilhaben können.

Viele Menschen im Saarland haben eine Behinderung. Sie sollen überall mitmachen können. Dafür müssen Hindernisse weg, zum Beispiel in Gebäuden, Bussen und im Internet. Die CDU will eine neue Stelle schaffen, die dazu berät.

Blutspende unabhängig von sexueller Identität ermöglichen

Die CDU will die freiwillige, unentgeltliche Blutspende fördern und unterstützt, dass Menschen nicht mehr wegen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität ausgeschlossen oder zurückgestellt werden. Maßgeblich soll allein das persönliche Risikoverhalten sein. Begründet wird dies mit dem wachsenden Mangel an Blutkonserven.

Es gibt zu wenig Blutspenden. Manche Menschen durften bisher wegen ihrer sexuellen Identität nicht spenden. Die CDU will das ändern. Nur das eigene Verhalten soll zählen, wenn es ein Risiko gibt.

Unabhängige Landesgleichstellungsbeauftragte einsetzen

Die CDU fordert eine unabhängige Beauftragte für gleichberechtigte Teilhabe bei der Landesregierung. Sie soll mit Frauenverbänden zusammenarbeiten, Frauenbeauftragte beraten und Unternehmen zu mehr Gleichstellung anregen. Das Landesgleichstellungsgesetz soll überprüft und angepasst werden.

Die CDU will eine neue Beauftragte für Gleichstellung im Land. Sie soll unabhängig sein. Sie soll Frauen-Verbände, Behörden und Firmen beraten. Auch das Gesetz zur Gleichstellung im Land soll geprüft werden.

Frauen in Digitalbranche und bei Gründungen fördern

Die CDU will eigene Bildungs- und Weiterbildungsangebote für Mädchen und Frauen im Digitalbereich schaffen und Gründerinnen gezielter unterstützen. Frauen sollen gleichberechtigt Zugang zu Wagniskapital erhalten, weil bislang deutlich mehr Männer als Frauen gründen.

In der Digital-Branche arbeiten wenige Frauen. Auch Firmen gründen meist Männer. Die CDU will das ändern. Es soll besondere Kurse für Mädchen und Frauen geben. Gründerinnen sollen mehr Beratung und Geld bekommen.

Verbindliche Zielgrößen für Frauen in Landesgremien

Die CDU will, dass Frauen und Männer gleichberechtigt Führungspositionen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft besetzen. Für Gremien und Aufsichtsräte des Landes fordert sie verbindliche Zielgrößen, die auf Parität hinführen.

Frauen sollen genauso oft Chefin sein wie Männer Chef. Die CDU will das in Politik, Behörden und Firmen erreichen. In Gremien des Landes sollen feste Ziele für den Frauen-Anteil gelten. Am Ende soll die Hälfte der Plätze an Frauen gehen.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Lohnlücke schließen, Frauenerwerbstätigkeit fördern

Die SPD will Frauen stärker am Erwerbsleben beteiligen und die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließen. Soziale Berufe sollen besser bezahlt und der Wechsel von Teilzeit in Vollzeit unterstützt werden.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Soziale Berufe sollen besser bezahlt werden. Frauen sollen leichter von Teilzeit in Vollzeit wechseln können. Es soll mehr Beratung für Frauen geben.

Inklusion von Menschen mit Behinderung ausbauen

Die SPD will Menschen mit Behinderung in Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Freizeit mehr Teilhabe ermöglichen und sie an Entscheidungen beteiligen. Für Werkstätten strebt sie eine bundesweite Bezahlung nach den Regeln des Mindestlohns an.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die SPD will mehr Hilfe beim Wohnen und Arbeiten. In Werkstätten soll es Lohn wie beim Mindest-Lohn geben. Infos vom Staat soll es auch in Leichter Sprache geben.

Paritätsgesetz und Frauenquote einführen

Die SPD will ein Paritätsgesetz, damit künftig die Hälfte der Landtagsabgeordneten Frauen sind. In Unternehmen, die mehrheitlich dem Land gehören, soll eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände gelten, und der Landeshaushalt soll auf seine Wirkung für die Geschlechter untersucht werden.

Die SPD will mehr Frauen in wichtigen Ämtern. Im Landtag soll die Hälfte der Abgeordneten Frauen sein. Dafür soll es ein Gesetz geben. Firmen vom Land sollen eine Frauen-Quote bekommen. Das Land soll prüfen, wie es Geld auf Frauen und Männer verteilt.

Verhütung und Kinderwunschbehandlung finanziell fördern

Die SPD will ein Förderprogramm auflegen, das Frauen mit geringem Einkommen die Kosten für Verhütungsmittel abnimmt. Ungewollt kinderlose Paare sollen bei einer Kinderwunschbehandlung Geld erhalten, unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Außerdem soll es mehr Beratung für ungewollt Schwangere geben.

Die SPD will Frauen mit wenig Geld helfen. Das Land soll ihre Verhütungs-Mittel bezahlen. Paare ohne Kind sollen Geld für eine Kinderwunsch-Behandlung bekommen. Das gilt auch für Paare aus zwei Frauen oder zwei Männern. Es soll mehr Beratung für schwangere Frauen geben.

Strategie gegen Rassismus und Diskriminierung entwickeln

Die SPD will Rassismus als Querschnittsthema behandeln und eine umfassende Präventionsstrategie gegen Diskriminierung aufstellen. Betroffene sollen leicht zugängliche Anlaufstellen und bessere Hilfe erhalten. Die Verwaltung soll sich interkulturell öffnen.

Die SPD will mehr gegen Rassismus tun. Es soll einen Plan gegen Benachteiligung geben. Betroffene sollen leicht Hilfe finden. Dafür soll es Anlauf-Stellen geben. Auch die Ämter sollen offener für Menschen aus anderen Kulturen werden.

Queere Menschen schützen und Hasskriminalität bekämpfen

Die SPD will sexuelle und geschlechtliche Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes schützen lassen. Sie plant eine Strategie gegen homophobe und transfeindliche Hasskriminalität. Zudem sollen die Bedürfnisse queerer Menschen im Gesundheitswesen stärker beachtet werden.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Das Grundgesetz soll diesen Schutz nennen. Es soll einen Plan gegen Hass-Taten geben. Die Polizei soll eine eigene Ansprech-Person bekommen.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Die SPD will den Kampf gegen Gewalt an Frauen, vor allem häusliche Gewalt, zu einem Schwerpunkt ihrer Gleichstellungspolitik machen. Eine unabhängige Stelle soll prüfen, wie die Istanbul-Konvention umgesetzt wird. Schutz- und Hilfsangebote sollen ausgebaut und verlässlich finanziert werden.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Eine neue Stelle soll prüfen, ob das Land genug tut. Hilfs-Angebote sollen mehr Geld bekommen. Jede Frau soll einen Schutz-Platz finden. Auch betroffene Männer sollen Schutz bekommen.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl