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Was sagen die Parteien in Sachsen-Anhalt zu Gesundheit und Pflege?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen-Anhalt haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Pubertätsblocker und Hormontherapien für Minderjährige unterbinden

Die AfD will den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Pubertätsblockern und geschlechtsangleichenden Hormontherapien einschränken oder ganz unterbinden. Sie bezeichnet diese Behandlungen als experimentell und beruft sich auf den Deutschen Ärztetag.

Manche Kinder fühlen sich nicht ihrem Geschlecht zugehörig. Es gibt Medikamente, die die Pubertät aufhalten. Die AfD will: Kinder und Jugendliche sollen diese Medikamente kaum oder gar nicht bekommen. Das gilt auch für Hormone zur Angleichung des Geschlechts.

Investitionsmittel für Krankenhäuser deutlich erhöhen

Die AfD will die Investitionen des Landes in Krankenhäuser wieder auf 180 Millionen Euro anheben, den Stand von 2005. Das Programm begründet dies mit jahrelanger Unterfinanzierung, die zu maroden Gebäuden, alter Technik und Personalmangel geführt habe.

Die AfD will mehr Geld für Kranken-Häuser ausgeben. Es sollen wieder 180 Millionen Euro sein. So viel war es im Jahr 2005. Die AfD sagt: Viele Kliniken haben alte Gebäude und alte Geräte.

Krankenhäuser nicht mehr privatisieren

Die AfD will den Verkauf kommunaler Krankenhäuser an private Klinikkonzerne beenden und der öffentlichen Hand Vorrang geben. Aus Sicht des Programms hat die Privatisierung der Versorgung geschadet und Standards gesenkt.

Die AfD will keine Kranken-Häuser mehr an private Firmen verkaufen. Städte, Kreise und das Land sollen Vorrang haben. Die AfD sagt: Der Verkauf war ein Fehler. Manche verkauften Kliniken sollen wieder öffentlich werden.

Kliniken und Notaufnahmen in der Fläche erhalten

Die AfD will die bundesweite Krankenhausreform mit ihren Leistungsgruppen an die Lage in Sachsen-Anhalt anpassen, damit kleine Kliniken und Notaufnahmen auf dem Land nicht wegfallen. Umbauten von Krankenhäusern akzeptiert sie nur, wenn die Versorgung der Region nicht schlechter wird.

Ein neues Bundes-Gesetz ändert die Regeln für Kranken-Häuser. Die AfD fürchtet: Kleine Kliniken auf dem Land verlieren wichtige Abteilungen. Sie will die Regeln an Sachsen-Anhalt anpassen. Überall soll es eine Klinik und eine Notaufnahme in der Nähe geben.

Regionale Gesundheitszentren unterstützen

Die AfD befürwortet regionale Gesundheitszentren als Ergänzung zu niedergelassenen Ärzten, um die Versorgung im ganzen Land zu sichern. Dass Klinikkonzerne solche Zentren betreiben, sieht sie kritisch, weil diese zur Daseinsvorsorge gehörten.

Die AfD findet regionale Gesundheits-Zentren gut. Dort arbeiten Ärzte aus vielen Fach-Gebieten zusammen. Das soll die Versorgung im ganzen Land sichern. Große Klinik-Firmen sollen diese Zentren möglichst nicht führen.

Rettungsdienst ausbauen und Ersthelfer einbinden

Die AfD will erreichen, dass der Rettungsdienst die Hilfsfrist, also die vorgegebene Zeit bis zum Eintreffen am Einsatzort, wieder überall einhält. Dazu sollen Rettungswachen stärker verteilt, die Luftrettung ausgeweitet und freiwillige Ersthelfer ins Notrufsystem aufgenommen werden.

Der Rettungs-Dienst soll schneller beim Patienten sein. Dafür will die AfD mehr Rettungs-Wachen an mehr Orten. Auch mehr Rettungs-Hubschrauber soll es geben. Freiwillige Ersthelfer sollen bei Notrufen mithelfen.

Fallpauschalen in Krankenhäusern ersetzen

Die AfD will sich im Bund dafür einsetzen, das DRG-System abzulösen, also die Abrechnung von Krankenhausbehandlungen über Fallpauschalen. An seine Stelle soll eine Vergütung treten, die Behandlungserfolg und Qualität belohnt.

Krankenhäuser bekommen heute feste Beträge pro Behandlung. Das nennt man DRG-System. Die AfD will dieses System ersetzen. Das neue System soll gute Behandlung belohnen. Dafür will sich die AfD im Bund einsetzen.

Prävention als vierte Säule der Gesundheitsversorgung ausbauen

Die AfD will das Gesundheitswesen stärker auf Vorsorge ausrichten und Prävention gleichrangig neben Heilbehandlung, Reha und Pflege stellen. Dazu plant sie eigene Präventionsstrategien des Landes, Vorgaben für das Essen in Kitas und Schulen sowie Gesundheitsbildung im Unterricht.

Die AfD will, dass Menschen gar nicht erst krank werden. Vorsorge soll so wichtig sein wie Behandlung. Kinder sollen in Kita und Schule gesundes Essen bekommen. Schulen sollen erklären, wie man gesund lebt. Ärzte sollen bei der Untersuchung vor der Einschulung genauer hinschauen.

Mehr Medizinstudienplätze und Landarztstipendien schaffen

Die AfD will den Ärztemangel durch im Land ausgebildete Mediziner beheben und nicht mehr auf Ärzte aus dem Ausland angewiesen sein. Dafür sollen die Medizinstudienplätze um mindestens 20 Prozent wachsen und ein Stipendienprogramm für künftige Landärzte entstehen.

In Sachsen-Anhalt fehlen Ärzte. Die AfD will mehr Ärzte im eigenen Land ausbilden. Sie will keine Ärzte aus dem Ausland mehr brauchen. Es soll mehr Studienplätze für Medizin geben. Wer ein Stipendium bekommt, muss später zehn Jahre auf dem Land arbeiten.

Pflegeberufe aufwerten und getrennte Ausbildung wiederherstellen

Die AfD will Personaluntergrenzen für alle medizinischen Bereiche festlegen, Dokumentationspflichten abbauen und die generalistische Pflegeausbildung wieder durch getrennte Ausbildungen ersetzen. Über eine Pflegekammer sollen die Pflegekräfte selbst abstimmen.

In der Pflege fehlen Fachkräfte. Die AfD will festlegen, wie viele Pflegekräfte es mindestens geben muss. Pflegekräfte sollen weniger Papierkram haben. Es soll wieder eigene Ausbildungen für Altenpflege, Krankenpflege und Kinder-Krankenpflege geben. Über eine Pflegekammer sollen die Pflegekräfte selbst entscheiden.

Häusliche Pflege durch Angehörige stärker fördern

Die AfD will die Pflege zu Hause gegenüber dem Heim stärken und pflegende Angehörige besser stellen, unter anderem mit einem Landespflegegeld und Steuererleichterungen. Die Familie soll nach dem Willen der Partei wieder mehr Aufgaben übernehmen, die heute der Staat trägt.

Die AfD will, dass mehr alte Menschen zu Hause gepflegt werden. Familien sollen dafür mehr Geld bekommen. Dazu soll es ein Pflegegeld vom Land geben. Pflege in der Familie soll mehr für die Rente zählen. Die Kosten im Pflegeheim sollen begrenzt werden.

Palliativ- und Hospizversorgung landesweit ausbauen

Die AfD will erreichen, dass es in allen Regionen Sachsen-Anhalts ambulante Palliativdienste und Hospizplätze gibt. Zusätzlich soll das begleitete Sterben zu Hause im Kreis der Familie besonders gefördert werden.

Sehr kranke und sterbende Menschen brauchen besondere Hilfe. Diese Hilfe heißt Palliativ-Versorgung. Sie lindert Schmerzen, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Die AfD will solche Angebote überall im Land. Menschen sollen auch zu Hause bei der Familie sterben können.

Corona-Politik per Untersuchungsausschuss aufarbeiten

Die AfD will einen Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik einsetzen, der Verantwortliche benennen und zur Rechenschaft ziehen soll. Die damaligen Maßnahmen sowie alle Strafen wegen Verstößen bewertet das Programm als unverhältnismäßig und damit als Unrecht.

Die AfD hält die Corona-Regeln für Unrecht. Das gilt aus ihrer Sicht auch für die Strafen. Ein Ausschuss im Landtag soll die Zeit untersuchen. Er soll sagen, wer verantwortlich war. Außerdem will die AfD einen Plan für künftige gefährliche Krankheiten machen.

AfD: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Spezialambulanzen für Post-Covid und Post-Vac aufbauen

Das BSW will an Hochschulen in Sachsen-Anhalt spezialisierte Ambulanzen einrichten. Sie sollen Menschen mit Post-Covid, Post-Vac und ME/CFS besser versorgen.

Manche Menschen sind nach Corona oder einer Impfung lange krank. Für sie soll es besondere Ambulanzen geben. Diese sollen an Uni-Kliniken im Land entstehen. Auch Menschen mit ME/CFS sollen dort Hilfe bekommen.

Pandemieabkommen nur nach Prüfung zustimmen

Sachsen-Anhalt soll neuen internationalen Pandemieabkommen nur nach gründlicher Prüfung zustimmen. Das BSW lehnt es ab, Hoheitsrechte ohne Kontrolle durch Parlamente abzugeben.

Staaten schließen Verträge für künftige Pandemien. Sachsen-Anhalt soll solche Verträge erst genau prüfen. Parlamente sollen dabei die Kontrolle behalten. Das Land soll keine Rechte ohne diese Kontrolle abgeben.

Pflegestützpunkte ausbauen und pflegende Angehörige entlasten

Das BSW will, dass das Land Pflegestützpunkte ausbaut und kommunale Angebote der Kurzzeit- und Tagespflege sichert. Wer Angehörige pflegt, soll gezielt unterstützt werden, damit Pflege nicht in die Armut führt.

Das BSW will mehr Pflege-Stützpunkte. Dort bekommen Menschen Rat zur Pflege. Auch Tagespflege und Kurzzeit-Pflege sollen bleiben. Wer Angehörige pflegt, soll Hilfe und Geld bekommen. Pflege soll niemanden arm machen.

Unikliniken wieder in die Universitäten eingliedern

Das BSW will die Universitätskliniken des Landes wieder mit den Medizinischen Fakultäten zusammenführen. Ausgegliederte Tochterfirmen der Kliniken sollen zurückgeholt oder vollständig an Tarife gebunden werden. Die geplanten Klinikbauten sollen solide finanziert werden.

Die Uni-Kliniken sind heute rechtlich von den Universitäten getrennt. Das BSW will beides wieder zusammenlegen. Tochter-Firmen der Kliniken sollen zurück in die Kliniken kommen. Oder sie sollen nach Tarif zahlen. Neue Klinik-Bauten sollen sicher bezahlt sein.

Akademisierung der Gesundheitsberufe kritisch überprüfen

Das BSW will prüfen lassen, ob Berufe wie Pflege, Physiotherapie oder Hebammenwesen zunehmend ein Studium erfordern sollten. Klassische Ausbildungswege sollen nach dem Willen der Partei nicht verdrängt werden.

Für manche Gesundheits-Berufe muss man heute öfter studieren. Das gilt zum Beispiel für Pflege oder Hebammen. Das BSW will das überprüfen. Die normale Ausbildung soll bleiben. Studierende bekommen oft kein Geld, Auszubildende schon.

Gesundheitswesen nicht militärischen Planungen unterordnen

Das BSW lehnt es ab, die zivile Gesundheitsversorgung im Krisenfall militärischen Prioritäten nachzuordnen. Die Partei kritisiert, dass für Aufrüstung viel Geld bereitstehe, während bei der sozialen Daseinsvorsorge gespart werde.

Das BSW will Kranken-Häuser nicht für Militär-Pläne einplanen. Auch in einer Krise sollen zivile Patienten nicht hinter dem Militär stehen. Die Partei sagt: Für Waffen gibt es viel Geld. Bei Gesundheit und Sozialem wird gespart. Das soll sich ändern.

Solidarische Bürgerversicherung für alle einführen

Das BSW fordert eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, um Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten zu beenden. Kassenleistungen sollen vereinheitlicht und Krankenkassen zusammengelegt werden. Zusatzbeiträge und Eigenbeteiligungen als Steuerungsmittel lehnt die Partei ab.

Das BSW will eine Kranken-Versicherung für alle Menschen. Alle sollen dort einzahlen. Wer mehr verdient, soll mehr zahlen. Es soll weniger Kranken-Kassen geben. Alle Kassen sollen die gleichen Leistungen bezahlen.

Tariftreuegesetz für Krankenhäuser einführen

Das BSW will ein Landesgesetz, das Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen zur Bezahlung nach Tarif verpflichtet, auch in ausgegliederten Tochterfirmen. Damit sollen Versichertenbeiträge in Versorgung und Arbeitsbedingungen fließen statt in Gewinne privater Träger.

Das BSW will ein neues Gesetz für Kranken-Häuser. Alle Beschäftigten dort sollen Lohn nach Tarif bekommen. Das gilt auch für Tochter-Firmen. So sollen die Berufe wieder beliebter werden. Das Geld der Versicherten soll nicht als Gewinn abfließen.

Krankenhäuser erhalten und in öffentliche Hand zurückführen

Das BSW stellt sich gegen Klinikschließungen und gegen weitere Privatisierung im Gesundheitswesen. Krankenhäuser, die sich für private Betreiber nicht mehr lohnen, sollen umgehend wieder öffentlich getragen werden.

Das BSW will keine Kranken-Häuser schließen. Es soll auch keine weiteren Privatisierungen geben. Privatisierung heißt: Private Firmen übernehmen öffentliche Einrichtungen. Lohnt sich ein Kranken-Haus für Private nicht mehr, soll der Staat es übernehmen.

Pflegevollversicherung aus Steuermitteln einführen

Das BSW will eine Pflegeversicherung, die die Pflegekosten vollständig abdeckt und größtenteils aus Steuern bezahlt wird. Heimkosten sollen Pflegebedürftige nicht arm machen und Angehörige nicht überfordern.

Pflege im Heim kostet heute viel eigenes Geld. Das BSW will eine Versicherung, die alle Pflege-Kosten bezahlt. Der Staat soll dafür viel Steuer-Geld geben. Pflegebedürftige sollen ihr Erspartes nicht automatisch aufbrauchen müssen. Auch Angehörige sollen nicht zu viel zahlen.

Landesweites Pflegeportal und spezialisierte Pflegeangebote schaffen

Das BSW will ein digitales Portal einrichten, das freie Plätze in Heimen und Tagespflege im ganzen Land anzeigt. Dazu kommen mehr spezialisierte Einrichtungen, mehr unabhängige Beratung und weniger Bürokratie bei Anträgen.

Das BSW will eine Internet-Seite für die Pflege. Dort sieht man freie Plätze in Heimen und in der Tages-Pflege. Es soll mehr Heime für Menschen mit Demenz geben. Es soll mehr Beratung bei Anträgen geben. Anträge sollen einfacher werden.

Psychische Versorgung und soziale Arbeit ausbauen

Das BSW will den sozialpsychiatrischen Dienst erweitern und mehr Therapieplätze schaffen, weil der Bedarf an psychischer Hilfe aus Sicht der Partei stark wächst. Soziale Einrichtungen sollen langfristig statt über kurze Projekte finanziert werden.

Immer mehr Menschen haben seelische Probleme. Das BSW will mehr Hilfe für sie. Es soll mehr Therapeuten und mehr Therapie-Plätze geben. Man soll schneller einen Termin bekommen. Soziale Einrichtungen sollen dauerhaft Geld bekommen.

Ärztliche Versorgung auf dem Land sichern

Das BSW will die Niederlassung von Ärzten im ländlichen Raum attraktiver machen und dort, wo sich niemand findet, kommunale Gesundheitszentren und Gemeindeschwestern einsetzen. Telemedizin und ein besser vernetzter Rettungsdienst sollen die Versorgung ergänzen.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Das BSW will Ärzten helfen, dort eine Praxis zu eröffnen. Wo kein Arzt kommt, sollen Gemeinden eigene Gesundheits-Zentren betreiben. Gemeinde-Schwestern sollen alte und kranke Menschen besuchen. Auch Sprechstunden per Video sollen helfen.

Hebammen voll vergüten und Geburtshilfe sichern

Das BSW will, dass der bundesweite Hebammenhilfevertrag nachgebessert wird und freiberufliche Hebammen für jede betreute Frau das volle Honorar erhalten. Das Land soll mit eigenen Förderprogrammen und Niederlassungsprämien gegensteuern. Ziel ist, die Geburtshilfe vor allem auf dem Land zu erhalten.

Hebammen helfen Frauen bei der Geburt. Das BSW will, dass Hebammen für jede Frau das volle Geld bekommen. Das Land soll Hebammen mit eigenem Geld unterstützen. So soll es auch auf dem Land weiter Geburtshilfe geben.

BSW: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Mehr Studienplätze und leichtere Praxisgründung schaffen

Die CDU will die medizinische Versorgung im ganzen Land sichern und dafür mehr Fachkräfte gewinnen. Sie plant zusätzliche Studienplätze in Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie und will die Gründung oder Übernahme einer Praxis einfacher machen.

Die CDU will überall im Land genug Ärzte haben. Dafür soll es mehr Studien-Plätze für Medizin geben. Auch für Zahn-Medizin und Pharmazie. Pharmazie ist das Fach für Apotheker. Wer eine Praxis gründen will, soll mehr Hilfe bekommen.

Krankenhäuser spezialisieren und Versorgung vernetzen

Die CDU will die Krankenhausstandorte bis 2030 zu spezialisierten Zentren in regionalen Netzwerken umbauen. Ambulante und stationäre Behandlung sollen eng verbunden werden, die Grund- und Notfallversorgung soll wohnortnah bleiben.

Die CDU will die Kranken-Häuser bis 2030 verändern. Jedes Haus soll klare Schwerpunkte haben. Kranken-Häuser und Arzt-Praxen sollen enger zusammen-arbeiten. Hilfe im Notfall soll es weiter in der Nähe geben.

Rettungsdienst und Notfallversorgung modernisieren

Die CDU will die Notfallversorgung mit einem Masterplan für Rettung am Boden und aus der Luft neu ordnen. Telenotärzte sollen landesweit eingesetzt werden, und Erste Hilfe soll bis 2030 fester Bestandteil des Schulunterrichts sein.

Die CDU will den Rettungs-Dienst verbessern. Es soll einen großen Plan für Rettungs-Wagen und Rettungs-Hubschrauber geben. Not-Ärzte sollen überall auch per Video helfen können. Kinder sollen in der Schule Erste Hilfe lernen.

Pflege bezahlbar halten und Angehörige entlasten

Die CDU will sich im Bund für eine umfassende Reform der Pflegeversicherung einsetzen, bei der die Eigenanteile begrenzt werden und das selbst bewohnte Eigenheim geschützt bleibt. Im Land sollen pflegende Angehörige mehr Beratung und Entlastung bekommen.

Pflege soll bezahlbar bleiben. Die CDU will die Pflege-Versicherung im Bund ändern. Pflege-Bedürftige sollen nur bis zu einer Grenze selbst zahlen. Ihr eigenes Haus soll geschützt sein. Angehörige, die pflegen, sollen mehr Hilfe bekommen.

Medi-Bus als rollende Arztpraxis einführen

Die CDU strebt einen Medi-Bus an, der als fahrende Hausarztpraxis Regionen mit starkem Ärztemangel versorgt. Er soll nach einem festen Fahrplan unterwegs sein.

Auf dem Land fehlen oft Ärzte. Die CDU will deshalb einen Medi-Bus einführen. Das ist eine Arzt-Praxis in einem Bus. Der Bus soll nach festem Plan in die Dörfer fahren.

Gesundheitswesen digitalisieren und Medizinforschung stärken

Die CDU will bis 2030 Praxen, Kliniken und Pflegeheime digital leistungsfähig ausstatten und Telemedizin ausbauen. Die Universitätskliniken sollen Innovationstreiber werden, und die Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten im Land soll wachsen.

Die CDU will Praxen, Kliniken und Pflege-Heime bis 2030 digital besser ausstatten. Ärzte sollen öfter per Video behandeln können. Die Uni-Kliniken sollen mehr forschen. Im Land sollen mehr Medikamente hergestellt werden.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich progressiv (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Krankenhausstandorte erhalten und Geburtshilfe sichern

Die Grünen wollen die Krankenhäuser im Land als Orte der Gesundheits- und Notfallversorgung erhalten. Dafür befürworten sie vom Land bezahlte Sicherstellungszuschläge und die Rückführung von Kliniken in kommunale Hand. Geburtshilfe und Kinderheilkunde sollen besonders abgesichert werden.

Die Grünen wollen die Krankenhäuser im Land erhalten. Das Land soll dafür Geld geben. Städte und Kreise sollen Kliniken wieder selbst übernehmen können. Auch Geburts-Hilfe und Kinder-Medizin sollen sicher bleiben.

Kommunale Gesundheitszentren und MVZ fördern

Die Grünen wollen kommunale Gesundheitszentren und kommunale Medizinische Versorgungszentren (MVZ) fördern, um die Versorgung in Wohnortnähe zu sichern. Die Versorgung soll damit auch in ländlichen und strukturschwachen Gegenden unabhängig von privaten Investoren bestehen.

Die Grünen wollen Gesundheits-Zentren fördern, die Städten und Gemeinden gehören. Dort arbeiten mehrere Ärzte zusammen. So soll es auch auf dem Land Ärzte geben. Die Versorgung soll nicht von privaten Geldgebern abhängen.

Schulgeldfreiheit und bessere Bedingungen für Gesundheitsberufe

Die Grünen wollen in allen Gesundheits- und Pflegeberufen eine Ausbildung ohne Schulgeld und mit Vergütung garantieren. Außerdem sollen diese Berufe stärker akademisiert, Fachärztinnen und Fachärzte für ländliche Regionen gewonnen und Opt-out-Verträge an Kliniken beseitigt werden.

Die Grünen wollen mehr Fachkräfte für Gesundheit und Pflege gewinnen. Die Ausbildung soll kein Schulgeld kosten. Auszubildende sollen Lohn bekommen. Auch auf dem Land soll es mehr Fachärzte geben.

Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen garantieren, § 218 streichen

Die Grünen wollen den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen im ganzen Land garantieren. Landeseigene Kliniken sollen Abbrüche durchführen und in der Ausbildung lehren. Im Bund setzt sich die Partei dafür ein, § 218 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.

Die Grünen wollen, dass Frauen überall im Land eine Schwangerschaft abbrechen können. Kliniken des Landes sollen das anbieten und lehren. Der Abbruch soll nicht mehr im Straf-Gesetz stehen. Dafür wollen sich die Grünen im Bund einsetzen.

Versorgung bei Neurodivergenz und psychischen Erkrankungen verbessern

Die Grünen wollen die Versorgung von Menschen mit Neurodivergenz wie Autismus oder ADHS deutlich verbessern und dafür ein landesweites digitales Koordinierungsnetzwerk mit zentralem Anmeldeportal aufbauen. Außerdem sollen Menschen schneller Psychotherapie, Prävention und Krisenhilfe erhalten.

Die Grünen wollen Menschen mit Autismus oder ADHS besser helfen. Ein Portal im Internet soll die Suche nach Diagnose und Therapie leichter machen. Auch Menschen mit seelischen Problemen sollen schneller Hilfe bekommen. Dafür soll es mehr Therapie-Plätze geben.

Telemedizin-Zentrum, Pflegeplanung und anonymen Krankenschein einführen

Die Grünen wollen die Strukturen im Gesundheitswesen modernisieren: mit einem Landeszentrum für Telemedizin und Telepflege, einer kommunalen Bedarfsplanung für Pflegeplätze und der Neuauflage des anonymen Krankenscheins für Menschen ohne Versicherung.

Die Grünen wollen ein Zentrum für Tele-Medizin gründen. Tele-Medizin heißt: Behandlung über Telefon oder Internet. Die Kommunen sollen planen, wie viele Pflege-Plätze nötig sind. Menschen ohne Kranken-Versicherung sollen trotzdem zum Arzt gehen können.

Suchtberatung dauerhaft finanzieren und weiterentwickeln

Die Grünen wollen kommunale Suchtberatungsstellen verlässlich fördern und die digitale Beratung DigiSucht_LSA dauerhaft aus Landesmitteln bezahlen. Die Beratung soll stärker auf Online-, Medien- und Gaming-Sucht eingehen.

Die Grünen wollen Beratungs-Stellen für Suchtkranke sicher bezahlen. Die Online-Beratung DigiSucht_LSA soll dauerhaft Geld vom Land bekommen. Die Beratung soll mehr bei Sucht nach Internet und Computer-Spielen helfen.

Recht auf Einzelzimmer im Pflegeheim schaffen

Die Grünen fordern ein verbrieftes Recht auf ein Einzelzimmer in stationären Pflegeeinrichtungen. Begründet wird das mit Selbstbestimmung und Persönlichkeitsrechten der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Grünen wollen: Jeder Mensch im Pflege-Heim hat ein Recht auf ein eigenes Zimmer. Doppel-Zimmer gibt es nur, wenn die Menschen das wollen. Jeder soll sein Zimmer selbst einrichten dürfen.

Eigenanteile senken und Pflegevollversicherung einführen

Die Grünen wollen die Eigenanteile in Pflegeheimen deutlich senken, indem das Land Investitions- und Ausbildungskosten übernimmt. Zusätzlich setzen sie sich für eine solidarische Pflegegarantie in Form einer Pflegevollversicherung ein, damit Pflegebedürftigkeit nicht in Armut führt.

Ein Platz im Pflege-Heim kostet viel Geld. Die Grünen wollen, dass die Bewohner weniger selbst zahlen. Das Land soll einen Teil der Kosten übernehmen. Eine Versicherung soll die ganzen Pflege-Kosten tragen.

Berufliche Selbstvertretung der Pflege gesetzlich schaffen

Die Grünen wollen per Gesetz eine Selbstvertretung der Pflegekräfte einrichten. Sie soll die Berufs- und Fortbildungsordnung selbst gestalten und der Pflege mehr Gewicht in Politik und Selbstverwaltung geben.

Die Grünen wollen eine eigene Vertretung für Pflege-Kräfte schaffen. Pflege-Kräfte sollen selbst über Regeln für ihren Beruf entscheiden. Sie sollen in der Politik besser gehört werden.

Grüne: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Fallpauschalen durch kostendeckende Krankenhausfinanzierung ersetzen

Die Linke will Krankenhäuser nach Bedarf und Qualität finanzieren und die Fallpauschalen durch ein kostendeckendes System ablösen. Hinzu kommt eine gesetzliche, voll finanzierte Personalbemessung für alle Berufe im Krankenhaus.

Kranken-Häuser bekommen heute Geld pro Behandlungs-Fall. Die Linke will das ändern. Kranken-Häuser sollen das Geld bekommen, das sie wirklich brauchen. Ein Gesetz soll festlegen, wie viel Personal nötig ist.

Kommunalen Klinikverbund gründen und Krankenhäuser rekommunalisieren

Die Linke will einen Klinikverbund kommunaler Krankenhäuser mit dauerhafter Beteiligung des Landes gründen und private Kliniken in öffentliche Trägerschaft zurückholen. Aus Sicht der Partei richten private Betreiber ihre Häuser an Rendite aus und schließen Standorte, wenn diese ausbleibt.

Viele Kranken-Häuser im Land gehören privaten Firmen. Die Linke will sie zurück in öffentliche Hand holen. Kommunale Kranken-Häuser sollen sich zu einem Verbund zusammenschließen. Das Land soll sich daran beteiligen und Geld geben.

Notaufnahmen an allen Klinikstandorten sichern

Die Linke will an jedem Krankenhausstandort außer den psychiatrischen Kliniken eine Notaufnahme vorhalten. Rettungs- und Notaufnahmepersonal soll zudem verpflichtend zu seltenen Erkrankungen fortgebildet werden.

Jedes Kranken-Haus soll eine Notaufnahme haben. Nur für psychiatrische Kliniken gilt das nicht. Rettungs-Kräfte sollen mehr über seltene Krankheiten lernen. Notfall-Ausweise sollen überall im Land gleich beachtet werden.

Löhne und Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen verbessern

Die Linke will Bezahlung und Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Pflegeberufen verbessern und die Löhne an das Westniveau angleichen. Sie unterstützt die Gewerkschaften bei flächendeckenden Tarifverträgen. Das Programm führt die Überlastung des Personals auf die bisherige Sparpolitik zurück.

Die Linke will bessere Löhne in Kliniken und in der Pflege. Die Löhne sollen so hoch sein wie in West-Deutschland. Tarif-Verträge sollen für alle gelten. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. Auch die Pflege-Ausbildung soll besser werden.

Stigmatisierung im Gesundheitswesen abbauen

Die Linke will Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, mit psychischen Erkrankungen sowie gegenüber trans Personen im Gesundheitswesen abbauen. Dazu sollen vor allem medizinische Fachkräfte aufgeklärt und Präventions-, Beratungs- und Behandlungsangebote ausgebaut werden.

Manche Kranke erleben Vorurteile beim Arzt. Das betrifft laut der Linken Menschen mit HIV, mit seelischen Krankheiten und trans Personen. Die Linke will das ändern. Ärzte und Pflegekräfte sollen besser informiert werden. Es soll mehr kostenlose Tests und mehr Beratung geben.

Rettungsschirm für Krankenhäuser auflegen

Die Linke fordert einen Rettungsschirm des Landes über 300 Millionen Euro für Krankenhäuser. Er soll fehlende Investitionsmittel ausgleichen und weitere Insolvenzen und Schließungen abwenden. Das Land soll seine Pflicht zur Finanzierung von Krankenhausinvestitionen erfüllen.

Die Linke will Krankenhäuser mit Geld vom Land retten. Dafür soll es 300 Millionen Euro geben. So sollen keine weiteren Kliniken pleitegehen oder schließen. Das Land soll außerdem regelmäßig in Kliniken investieren.

Kliniken zu regionalen Gesundheitszentren umbauen

Die Linke will ambulante und stationäre Versorgung gemeinsam planen und vor allem auf dem Land verknüpfen. Krankenhäuser sollen zu ambulant-stationären Zentren und später zu Gesundheitszentren für beide Bereiche werden. So sollen sie auch wegfallende Arztpraxen ersetzen können.

Die Linke will Krankenhäuser auf dem Land umbauen. Sie sollen auch Aufgaben von Arztpraxen übernehmen. So entstehen Gesundheits-Zentren für die Region. Dort bekommen Kranke Hilfe, auch wenn Praxen fehlen. Land und Gemeinden sollen Miteigentümer werden können.

Ambulante Versorgung flächendeckend sichern

Die Linke will kommunale Versorgungszentren als zentrale Anlaufstellen fördern und die ambulante Versorgung in Stadt und Land flächendeckend und barrierefrei sichern. Gegen den Ärztemangel setzt sie auf weitere Landarztquoten, mehr Studienplätze und erweiterte Befugnisse für andere Heilberufe.

Die Linke will überall im Land genug Ärzte. Gemeinden sollen eigene Gesundheits-Zentren bekommen. Mehr junge Leute sollen Medizin studieren können. Es soll feste Plätze für künftige Kinderärzte und Zahnärzte auf dem Land geben. Auch Apotheken auf dem Land sollen bleiben.

Finanzinvestoren aus MVZ und Pflege heraushalten

Die Linke will verhindern, dass private Kapitalgesellschaften, vor allem Private-Equity-Firmen, in großem Umfang in Pflegeeinrichtungen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) einsteigen. Stattdessen sollen MVZ unterstützt werden, die von ihren Inhabern selbst geführt werden.

Manche Firmen kaufen Arzt-Zentren und Pflegeheime, um Gewinn zu machen. Die Linke will das verhindern. Sie will Arzt-Zentren fördern, die den Ärzten selbst gehören. Große Konzerne sollen keinen Vorrang haben.

Schwangerschaftsabbrüche wohnortnah ermöglichen

Die Linke will, dass Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch verpflichtend in Wohnortnähe bereitgehalten werden. Außerdem soll das Thema fester Bestandteil der ärztlichen Ausbildung werden.

Frauen sollen eine Schwangerschaft in ihrer Nähe beenden können. Die Linke will das zur Pflicht machen. Angehende Ärzte sollen das Thema in der Ausbildung lernen. Auch das soll Pflicht sein.

Solidarische Pflegevollversicherung einführen

Die Linke fordert auf Bundesebene eine Pflegevollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten übernimmt, sodass Eigenanteile entfallen. Zur Finanzierung soll die Beitragsbemessungsgrenze wegfallen, und auch Kapitalerträge sollen beitragspflichtig werden. Das Programm begründet dies damit, dass Pflegekosten viele Menschen in Armut bringen.

Pflege im Heim kostet die Menschen viel eigenes Geld. Die Linke will das ändern. Die Pflege-Versicherung soll alle Pflege-Kosten zahlen. Dafür sollen Menschen mit hohem Einkommen mehr einzahlen. Auch auf Gewinne aus Geldanlagen sollen Beiträge fällig werden.

Landespflegegeld einführen, Pflegeheime entprivatisieren

Die Linke will in Sachsen-Anhalt ein Landespflegegeld von mindestens 1.500 Euro jährlich einführen. Das Land soll außerdem die Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen komplett tragen. Pflegeeinrichtungen sollen in öffentliche oder gemeinnützige Trägerschaft übergehen.

Die Linke will Geld vom Land für Menschen mit Pflege-Bedarf. Es soll mindestens 1.500 Euro im Jahr geben. Das Land soll auch die Kosten für Bau und Ausstattung der Heime zahlen. Pflegeheime sollen nicht mehr privaten Firmen gehören.

Strategie für digitale Gesundheitsversorgung entwickeln

Die Linke will eine Landesstrategie für digitale Gesundheitsversorgung erarbeiten. Digitale Angebote sollen aus Sicht des Programms den Mangel an medizinischer Versorgung auf dem Land und die Überlastung des Gesundheitssystems abmildern.

Auf dem Land gibt es oft zu wenige Ärzte. Die Linke will deshalb mehr Sprechstunden per Video oder Telefon. Mindestens jede zweite Hausarzt-Praxis soll das anbieten. Kliniken und Praxen sollen ihre Daten besser austauschen können.

Linke: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Krankenhäuser mit Landesgeld sichern

Die SPD will die bestehenden Krankenhäuser durch dauerhafte Investitionsmittel des Landes erhalten. Die Krankenhauslandschaft soll sich nach Qualität, Erreichbarkeit und Wirtschaftlichkeit richten und nicht nach Kapitalinteressen.

Die SPD will die Krankenhäuser im Land erhalten. Das Land soll dafür dauerhaft Geld geben. Zieht sich ein privater Betreiber zurück, sollen Kreise oder Städte übernehmen können. Das Land soll dabei mit Geld helfen. Ärzte sollen auch per Video helfen können.

Geburtsstationen erhalten, Hebammenkreißsäle ausbauen

Die SPD zählt Geburtshilfe in Wohnortnähe zur medizinischen Daseinsvorsorge. Vorhandene Geburtsstationen sollen bleiben, solange die Qualität stimmt, und es soll mehr von Hebammen geleitete Kreißsäle geben.

Frauen sollen in der Nähe ihres Wohnorts ein Kind bekommen können. Die SPD will die Geburts-Stationen erhalten. Die Qualität muss dabei stimmen. Es soll mehr Kreißsäle geben, die Hebammen leiten.

Pflege vor Ort stärken und reformieren

Die SPD will Pflege so organisieren, dass Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, und im Bundesrat auf eine Pflegereform drängen. Zugleich soll die Pflege von Bürokratie entlastet werden.

Alte und kranke Menschen sollen lange zu Hause leben können. Die SPD will dafür Hilfe in der Nachbarschaft stärken. Der Bund soll die Pflege reformieren. Pflege-Kräfte sollen weniger Papier-Arbeit haben. Ab 65 Jahren soll es einen freiwilligen Gesundheits-Check geben.

Gesundheitsberufe ohne Schulgeld und mit Vergütung ausbilden

Die SPD will, dass die Ausbildung in sämtlichen Gesundheitsberufen kein Schulgeld kostet und vergütet wird. Damit und mit weiteren Maßnahmen soll dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen begegnet werden.

Wer einen Gesundheits-Beruf lernt, soll kein Schulgeld zahlen. Die SPD will auch, dass Auszubildende Geld bekommen. So sollen mehr Menschen diese Berufe lernen. Das Land will auch mehr Ärzte auf dem Land halten.

Psychische Versorgung und Prävention ausbauen

Die SPD will die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung am Bedarf ausrichten, weil psychische Erkrankungen zunehmen. Daneben sollen Vorsorge und Früherkennung sowie der Öffentliche Gesundheitsdienst gestärkt werden.

Immer mehr Menschen haben seelische Krankheiten. Die SPD will mehr Hilfe und Beratung für sie. Die Wartezeit auf eine Behandlung soll kürzer werden. Auch Vorsorge soll wichtiger werden, zum Beispiel gegen Krebs und Sucht.

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