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Grüne zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Nur mit Grün wird Zukunft draus. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 100 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Frauenhäuser sicher finanzieren und ausbauen

Die Grünen wollen das Gewalthilfegesetz umsetzen und die Frauenhäuser verlässlich finanzieren. Bewohnerinnen sollen keinen Eigenanteil mehr zahlen, damit Schutz nicht vom Einkommen abhängt. Zudem sollen Schutzplätze, Beratung und Täterarbeit in allen Regionen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen mehr Geld für Frauenhäuser. Frauen sollen dort nichts mehr selbst bezahlen müssen. Es soll überall im Land genug Plätze geben. Auch Beratung und Arbeit mit Tätern sollen wachsen.

Ein Förderprogramm soll Frauenhäuser barrierefrei machen, mobile und ambulante Angebote sollen landesweit gestärkt werden. Beratung soll mehrsprachig und inklusiv sein und unabhängig vom Aufenthaltsstatus offenstehen. Eine Landesstelle soll den Gewaltschutz für Frauen und Mädchen mit Behinderung koordinieren und Hilfesystem, Eingliederungshilfe und Pflege vernetzen. Fachstellen für Täterarbeit sollen auch außerhalb von Halle und Magdeburg gefördert werden, auch digital oder mobil. Bildungsprogramme gegen Antifeminismus und das, was das Programm toxische Männlichkeit nennt, sollen an Schulen, in Vereinen und der Erwachsenenbildung ausgeweitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Ausbau von Frauenhäusern und anderen“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Eigenanteil der Bewohnerinnen soll entfallen und die öffentliche Finanzierung von Schutz- und Beratungsangeboten steigen, was öffentliche Leistungen ausbaut.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gewaltschutz für Frauen und Programme gegen Antifeminismus sollen ausgebaut werden, was Gleichstellung schrittweise stärkt.

Gleichstellungsgesetz und Paritätsgesetz schaffen

Die Grünen wollen das Frauenfördergesetz zu einem Gleichstellungsgesetz umbauen und setzen sich für ein verfassungsfestes Paritätsgesetz ein. Dieses soll die Vertretung von Frauen in Parlamenten sichern. Landesgesetze sollen künftig verpflichtend auf ihre Wirkung auf die Geschlechter geprüft werden.

Die Grünen wollen ein neues Gleichstellungs-Gesetz. Ein Paritäts-Gesetz soll für mehr Frauen in Parlamenten sorgen. Parität heißt: Frauen und Männer sind gleich stark vertreten. Neue Gesetze sollen geprüft werden, wie sie auf Frauen und Männer wirken.

Das Landesprogramm für Geschlechtergerechtigkeit soll feste Ziele, verbindliche Messgrößen und eine jährliche Überprüfung bekommen. Eine Gender-Mainstreaming-Prüfung soll für Landesgesetze zur Pflicht werden. Das Paritätsgesetz soll mit der Verfassung vereinbar sein. Gleiche Bezahlung, gleiche Aufstiegschancen und gleiche Mitbestimmung gelten dem Programm als Rechte.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Das Frauenfördergesetz wollen wir zu“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Ein Paritätsgesetz für Parlamente und eine verpflichtende Gender-Prüfung aller Landesgesetze gibt es heute nicht; ihre Einführung wäre ein grundlegender Schritt in Richtung Gleichstellung.

Barrierefreiheit ausbauen, Aktionsplan überprüfen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention überprüfen und um weitere Maßnahmen ergänzen. Öffentliche Räume, staatliche Einrichtungen sowie Praxen und Kliniken sollen barrierefreier werden.

Die Grünen wollen weniger Hindernisse für Menschen mit Behinderung. Das gilt für Gebäude, Plätze und Arzt-Praxen. Ämter sollen Infos auch in Leichter Sprache anbieten. Menschen mit Behinderung sollen bei Plänen von Anfang an mitreden.

Fünf Jahre nach dem Beschluss des Aktionsplans soll geprüft werden, was umgesetzt ist und wo Bedarf besteht. Das Programm spricht von einer „Enthinderungspolitik“. Selbstvertretungsgremien und der Landesbehindertenbeauftragte sollen von sich aus einbezogen werden; Inklusionsmaßnahmen sollen gemeinsam mit ihnen und den Kommunen entstehen. Für barrierefreie Praxen und Kliniken soll mehr Fördergeld fließen, dazu sind Gespräche mit Kostenträgern und Kassenärztlicher Vereinigung geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„sondern auch durch die Bereitstellung von Informationen in Leichter Sprache. Barrierefreiheit muss für alle Menschen gewährleistet sein“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Barrierefreiheit und Mitsprache für Menschen mit Behinderung bauen die bestehende Inklusionspolitik schrittweise aus.

Landesantidiskriminierungsgesetz und Inklusionsstandards einführen

Die Grünen wollen ein Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen, das Benachteiligung durch staatliche Stellen verhindert und Betroffenen Entschädigung ermöglicht. Für Behörden und öffentliche Räume sollen landesweit verbindliche Inklusionsstandards gelten.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Benachteiligung durch Ämter. Betroffene sollen sich wehren können und Geld als Ausgleich bekommen. Für Ämter sollen überall im Land gleiche Regeln zur Inklusion gelten. Inklusion heißt: Alle können mitmachen.

Das Gesetz soll Betroffenen rechtliches Gehör verschaffen. Die landesweiten Standards sollen den gleichberechtigten Zugang zu staatlichen Dienstleistungen und Einrichtungen sichern. Hürden bei Wahlen, in Gremien und im politischen Engagement sollen für Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund sinken. Politische Vorhaben sollen berücksichtigen, dass sich Benachteiligungen etwa wegen Geschlecht, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung oder sozialer Lage überschneiden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Ableismus und Diskriminierung konsequent bekämpfen“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein neues Landesgesetz und verbindliche Standards erweitern den bestehenden Diskriminierungsschutz in Richtung Gleichstellung.

Projekte gegen Diskriminierung und Beratungsstellen fördern

Die Grünen wollen Projekte gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und LGBTIQ*-Feindlichkeit langfristig fördern und sehen darin eine staatliche Aufgabe zum Schutz der Demokratie. Beratungsstellen für Betroffene von Gewalt und migrantische Vereine sollen stärker unterstützt werden.

Die Grünen wollen Projekte gegen Rassismus und Hass stärken. Diese Projekte sollen dauerhaft Geld bekommen. Beratungs-Stellen helfen Menschen nach Gewalt. Auch sie sollen mehr Unterstützung bekommen. Vereine von Zugewanderten sollen ebenfalls mehr Hilfe bekommen.

Aus Sicht des Programms ist die Arbeit gegen Diskriminierung keine freiwillige Zusatzleistung und muss professionell und verlässlich finanziert werden. Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer oder antifeministischer Gewalt sollen gestärkt werden, ebenso das Landesberatungsnetzwerk; die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz soll wachsen. Migrantische Selbstorganisationen sollen mehr Unterstützung erhalten, professionellere Strukturen aufbauen können und als demokratische Akteure anerkannt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir wollen Projekte stärken, die gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, LGBTIQ*Feindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit arbeiten.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Arbeit gegen Diskriminierung soll als staatliche Aufgabe dauerhaft gefördert werden, was Gleichstellung und Vielfalt schrittweise stärkt.

  • Migrationeher offen

    Migrantische Vereine sollen stärker gefördert und als demokratische Akteure anerkannt werden, was die Teilhabe Zugewanderter ausbaut.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

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