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Was sagen die Parteien in Bremen zu Gleichstellung und Vielfalt?

6 aktuelle Wahlprogramme in Bremen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

BIW

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gendersprache in Behörden und Schulen ablehnen

Die BIW lehnt geschlechtergerechte Sprachformen in der Verwaltung, in Gesetzen sowie in Schulen und Kitas ab. Sie begründet das damit, dass Amtssprache dadurch schwerer zu verstehen sei.

Die BIW will keine Gender-Sprache in Ämtern. Sie sagt: Diese Sprache macht Briefe vom Amt schwerer. Auch Gesetze sollen ohne Gender-Sprache sein. Lehrer und Erzieher sollen sie nicht benutzen.

BIW: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Keine Pflicht zum Gendern

Die CDU lehnt verbindliche Vorgaben zur geschlechtergerechten Sprache in Bildung, Lehre und öffentlicher Verwaltung ab. Wer nicht gendert, soll dadurch keine Nachteile haben, auch nicht bei Noten.

Die CDU will keine Pflicht zum Gendern. Gendern heißt: Man spricht alle Geschlechter in der Sprache an. Niemand soll Nachteile haben, wenn er nicht gendert. Das soll auch für Schulnoten gelten.

Frauen besser vor Gewalt schützen

Die CDU will die Istanbul-Konvention in Bremen und Bremerhaven vollständig umsetzen und genügend Beratung und Frauenhausplätze bereitstellen. Sie verweist darauf, dass Frauen und Mädchen besonders häufig von Gewalt, auch häuslicher, betroffen sind.

Frauen und Mädchen erleben oft Gewalt. Die CDU will sie besser schützen. Es soll genug Plätze in Frauen-Häusern geben. Es soll gute Beratung geben. Dunkle Wege sollen besser beleuchtet werden.

Berufliche Chancen von Frauen verbessern

Die CDU will Frauen und Mädchen bessere berufliche Chancen verschaffen und Berufsbilder früh von Rollenklischees lösen. Sie begründet das damit, dass Frauen in Bremen im Ländervergleich besonders selten erwerbstätig und besonders oft arbeitslos seien.

Die CDU will bessere Chancen für Frauen im Beruf. Mädchen sollen alle Berufe kennenlernen, ohne Vorurteile. Berufe mit vielen Frauen sollen besser bezahlt werden. Frauen ohne Abschluss sollen Hilfe bekommen.

Parität bei Führungsposten im öffentlichen Dienst

Die CDU will Führungspositionen in der Landesverwaltung und in Landesunternehmen zur Hälfte mit Frauen besetzen, soweit geeignete Bewerberinnen vorhanden sind. Der öffentliche Dienst soll dabei als Vorbild dienen; Frauenförderung und Auswahl nach Leistung gehören für die Partei zusammen.

Die CDU will mehr Frauen als Chefinnen in den Behörden. Das gilt auch für Firmen, die dem Land gehören. Voraussetzung ist: Es gibt passende Bewerberinnen. Eltern-Zeit soll im Beruf kein Nachteil sein.

Queere Menschen vor Diskriminierung schützen

Die CDU will sich stärker für den Schutz von lesbischen, schwulen, bi-, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen einsetzen. Der Landesaktionsplan gegen Homo-, Trans- und Interphobie soll weiter umgesetzt werden.

Die CDU will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Niemand soll sie schlecht behandeln. Bremen hat dafür schon einen Plan. Die CDU will diesen Plan weiter umsetzen.

Landesaktionsplan gegen Rassismus erarbeiten

Die CDU will den bereits beschlossenen Landesaktionsplan gegen Rassismus zeitnah und ressortübergreifend erarbeiten. Beschwerde- und Beratungsstellen sollen ausgebaut und diskriminierende Strukturen abgebaut werden.

Die CDU will gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen. Bremen soll bald einen Plan dafür haben. Betroffene sollen sich leichter beschweren können. Das soll auch anonym und online gehen. Es soll mehr Bildung zu dem Thema geben.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

LGBTQIA+ vor Diskriminierung und Gewalt schützen

Die FDP fordert eine Null-Toleranz-Politik gegen die Diskriminierung von LGBTQIA+-Menschen. Sie will Prävention ausbauen, Gewalt und Hasskriminalität verfolgen sowie Anlaufstellen und Schutzwohnungen schaffen.

Die FDP will queere Menschen besser schützen. Niemand soll sie benachteiligen oder angreifen. Die Polizei soll solche Taten verfolgen und eigens zählen. Es soll mehr Hilfe-Stellen und Schutz-Wohnungen geben. Schulen sollen über das Thema aufklären.

Sexuelle Identität ins Grundgesetz aufnehmen

Die FDP will das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz um die sexuelle Identität ergänzen. Der Begriff „Rasse“ soll im Grundgesetz und in der Bremer Landesverfassung durch eine andere Formulierung ersetzt werden.

Das Grundgesetz verbietet Benachteiligung. Die FDP will dort auch die sexuelle Identität nennen. Das Wort „Rasse“ soll aus dem Grundgesetz verschwinden. Auch in der Bremer Verfassung soll ein anderes Wort stehen.

Frauen in Beruf, Ausbildung und Wissenschaft fördern

Die FDP will Frauen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung erleichtern und Bremen zum Vorbild für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie machen. Dazu setzt sie auf Ausbildungsmodelle in Teilzeit, Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten und die Förderung von Frauen in der Wissenschaft.

Die FDP will, dass alle Frauen arbeiten können, wenn sie das möchten. Ausbildung soll auch in Teilzeit möglich sein. Bei jeder Weiterbildung soll es Kinderbetreuung geben. Arbeitgeber sollen flexible Arbeitszeiten anbieten. In der Wissenschaft sollen mehr Frauen arbeiten und führen.

Schutz von Frauen vor Gewalt ausbauen

Die FDP will mehr und bessere Plätze in Schutzunterkünften für Frauen schaffen, vor allem in der Stadt Bremen. Der Landesaktionsplan zur Istanbul-Konvention soll zügig und vollständig umgesetzt werden, auch beim Thema digitale Gewalt.

Viele Frauen erleben Gewalt zu Hause. Die FDP will mehr Plätze in Schutz-Unterkünften. Dort soll es genug psychologische Betreuung geben. Auch gegen Gewalt im Internet will die FDP mehr tun. Dafür soll es eine eigene Beratungs-Stelle geben.

Inklusion und Barrierefreiheit umfassend umsetzen

Die FDP will Menschen mit Behinderung ein möglichst eigenständiges Leben und umfassende Teilhabe ermöglichen. Barrierefreiheit soll im öffentlichen Raum, im Wohnungsbau und in der Kommunikation der Behörden gelten.

Menschen mit Behinderung sollen selbst über ihr Leben bestimmen können. Die FDP will dafür Hindernisse abbauen. Gehwege und öffentliche Toiletten sollen für alle nutzbar sein. Auch Schreiben von Ämtern sollen für alle verständlich und zugänglich sein. Die Gebärden-Sprache soll als eigene Sprache gelten.

FDP: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 22 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich progressiv, 19 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt bekämpfen

Die Grünen wollen Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe verhindern. Aufsichtsräte und Vertriebsbeschäftigte der städtischen Wohnungsunternehmen sollen verpflichtende Schulungen besuchen. Anlass ist der Fall BREBAU, bei dem Mietinteressenten nach Herkunft oder Einkommen gekennzeichnet wurden.

Bei der Suche nach einer Wohnung soll niemand benachteiligt werden. Die Grünen wollen Pflicht-Schulungen bei den städtischen Wohnungs-Firmen. Sie prüfen auch Bewerbungen ohne Namen. Forscher sollen untersuchen, wo Menschen benachteiligt werden.

Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafrechts regeln

Die Grünen lehnen es ab, selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe zu stellen, und wollen im Bund eine Regelung außerhalb des Strafgesetzbuches erreichen. Die Pflichtberatung soll zu einem Recht auf Beratung werden, die dreitägige Wartefrist soll entfallen. In Bremen und Bremerhaven soll die Versorgung gesichert werden.

Die Grünen wollen: Ein Schwangerschafts-Abbruch soll keine Straftat mehr sein. Das muss der Bundestag entscheiden. Die Beratung soll freiwillig werden. Die Wartezeit von drei Tagen soll wegfallen. In Bremen soll es genug Fachleute für Abbrüche geben.

Diskriminierungskritisches Gesundheitssystem fördern

Die Grünen wollen ein Gesundheitssystem, das Unterschiede nach Herkunft, Alter und Geschlecht stärker berücksichtigt. Nach ihrer Darstellung gilt in Pharmazie und Diagnostik bisher der Körper weißer Männer als Maßstab. Forschung und Ausbildung sollen entsprechend angepasst werden.

Die Grünen sagen: Die Medizin richtet sich oft nach dem Körper weißer Männer. Das soll sich ändern. Die Forschung soll mehr auf Unterschiede zwischen Menschen achten. Ärzte und Pflegekräfte sollen in der Ausbildung mehr darüber lernen.

Pflegeangebote für queere Menschen schaffen

Die Grünen wollen eigene Angebote für queere Menschen schaffen, die Pflege brauchen. Bestehende Einrichtungen der Altenhilfe sollen für deren Lage stärker sensibilisiert werden. Das Programm begründet dies damit, dass viele ihre Identität dort aus Angst vor Ablehnung verbergen.

Die Grünen wollen Pflege-Angebote für queere Menschen schaffen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Pflege-Heime sollen mehr über diese Menschen lernen. Viele verstecken dort aus Angst, wer sie sind.

Frauenerwerbsquote erhöhen, Minijobs eindämmen

Die Grünen wollen, dass mehr Frauen in Bremen erwerbstätig sind und ihre Existenz eigenständig sichern können. Dazu sollen unter anderem Minijobs zurückgedrängt, auch kleine Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig und Sorgearbeit besser bezahlt werden.

In Bremen arbeiten wenige Frauen gegen Lohn. Frauen verdienen dort auch deutlich weniger als Männer. Die Grünen wollen das ändern. Es soll weniger Minijobs geben. Die Kinder-Betreuung soll besser werden.

Entgeltgleichheitsgesetz und Frauenquote durchsetzen

Die Grünen fordern ein Bundesgesetz zur Entgeltgleichheit mit verbindlichen Regeln, Sanktionen und Klagerecht für Verbände. Zudem halten sie an einer Frauenquote von 50 Prozent in Aufsichtsräten und Vorständen von Unternehmen mit Landesbeteiligung fest.

Frauen und Männer sollen für gleichwertige Arbeit gleich viel Geld bekommen. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz im Bund. Wer sich nicht daran hält, soll bestraft werden. In Firmen des Landes soll die Hälfte der Chefs Frauen sein.

Beschwerdestelle gegen Diskriminierung an Schulen einrichten

Die Grünen wollen eine Beschwerdestelle für Schülerinnen, Schüler und Eltern schaffen, die Diskriminierung erleben, und ihr Sanktionsmöglichkeiten geben. Die bestehende Antidiskriminierungsberatung soll überprüft und bei Bedarf ausgebaut werden, und alle pädagogischen Fachkräfte sollen verpflichtend fortgebildet werden.

Manche Kinder werden in der Schule schlecht behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das nennt man Diskriminierung. Die Grünen wollen eine Stelle für Beschwerden schaffen. Kinder und Eltern können sich dort melden. Die Stelle soll auch Strafen verhängen können. Alle Fachkräfte an Schulen sollen dazu Schulungen machen.

Einzelkabinen-Toiletten und queersensible Sexualkunde einführen

Die Grünen wollen Schultoiletten modernisieren und dabei viele nach Geschlecht getrennte Toiletten durch Einzelkabinen ersetzen. Der Sexualkundeunterricht soll an allen Schulen in hoher Qualität und queersensibel stattfinden.

Die Grünen wollen die Toiletten an Schulen erneuern. Statt getrennter Toiletten für Mädchen und Jungen soll es oft einzelne Kabinen geben. Das soll auch trans und nicht-binären Kindern helfen. Der Unterricht über Sexualität soll überall gut sein. Er soll auch queere Menschen berücksichtigen.

Feministische Stadtplanung im Verkehr umsetzen

Die Grünen wollen bei der Verkehrs- und Stadtplanung die Bedürfnisse verschiedener gesellschaftlicher Gruppen gezielt berücksichtigen. Kurze, barrierefreie und gut beleuchtete Wege sollen nach dem Programm vor allem Frauen nutzen, die Beruf und Sorgearbeit verbinden.

Die Grünen wollen die Stadt für alle Gruppen planen. Wege sollen kurz, hell und ohne Hindernisse sein. Das hilft laut den Grünen besonders Frauen. Viele Frauen kümmern sich neben dem Beruf um Kinder und Einkäufe. Orte, die Angst machen, sollen verschwinden.

Regenbogen- und Transfahne an Amtsgebäuden hissen

Die Grünen wollen, dass an zwei Tagen im Jahr Fahnen der queeren Community vor der Bürgerschaft und am Rathaus wehen. Das soll ein Zeichen der Solidarität sein. Nach Ansicht der Partei ist Sichtbarkeit im öffentlichen Raum besonders für junge queere Menschen wichtig und stärkt ihre Selbstakzeptanz.

Am Rathaus soll an zwei Tagen im Jahr eine besondere Fahne hängen. Am 17. Mai ist es die Regenbogen-Fahne. Am 20. November ist es die Trans-Fahne. Die Grünen wollen damit queeren Menschen Mut machen.

Vielfalt und Gleichstellung in der Justiz fördern

Die Grünen wollen, dass die Justiz die Vielfalt der Gesellschaft stärker abbildet. Dazu sollen das Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen fallen, Diversität Teil der juristischen Ausbildung werden und ein Geschlechterförderplan entstehen.

Die Grünen wollen eine vielfältigere Justiz. Frauen in der Ausbildung zur Juristin sollen ein Kopftuch tragen dürfen. In der Ausbildung soll es um Vielfalt gehen. Ein Plan soll Frauen und nicht-binäre Menschen fördern.

Vielfalt im öffentlichen Dienst ermöglichen

Die Grünen wollen, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt auch unter den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zeigt. Religiöse und weltanschauliche Kleidung sowie Tattoos sollen in allen Berufsgruppen erlaubt sein; entscheidend sei aus Sicht des Programms die Qualität der Arbeit.

Die Grünen wollen mehr Vielfalt im öffentlichen Dienst. Beschäftigte sollen religiöse Kleidung tragen dürfen, auch zur Uniform. Auch Tattoos sollen erlaubt sein, wenn sie nicht gegen die Verfassung verstoßen. Es soll mehr Schulungen gegen Diskriminierung geben.

Zentrale Beschwerdestelle gegen Diskriminierung in Behörden schaffen

Die Grünen wollen für den öffentlichen Dienst in Bremen eine zentrale, professionell arbeitende Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einrichten. Für bestätigte Fälle von Diskriminierung soll es einheitliche Maßnahmen geben.

Die Grünen wollen eine Beschwerde-Stelle für die Bremer Behörden. Dort können sich Beschäftigte melden, wenn sie benachteiligt werden. Für bestätigte Fälle soll es feste Regeln geben. Auch gegen Vorurteile gegenüber Sinti und Roma soll die Verwaltung mehr tun.

AGG-Beschwerdestellen in Betrieben durchsetzen

Die Grünen wollen dafür sorgen, dass alle Beschäftigten im Land Bremen ihre Rechte aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) tatsächlich nutzen können. Laut Programm haben bisher nur wenige Betriebe funktionierende Beschwerdestellen. Im Bund soll zudem private Sorgearbeit als Diskriminierungsmerkmal ins Gesetz kommen.

Betriebe müssen eine Beschwerde-Stelle gegen Benachteiligung haben. Die Grünen sagen: Viele Betriebe haben keine gute Stelle. Die Partei will kleinen Firmen dabei helfen. Außerdem soll das Gesetz Eltern und pflegende Angehörige besser schützen.

Gender Budgeting auf alle Haushalte ausweiten

Die Grünen wollen Gender Mainstreaming und Gender Budgeting konsequenter anwenden. Bei allen Entscheidungen und bei der Verteilung von Geld sollen die Lebenslagen aller Geschlechter berücksichtigt werden. Als Vorbild dient das Verfahren beim Bremen-Fonds.

Die Grünen wollen bei jeder Entscheidung auf alle Geschlechter achten. Das gilt auch für das Geld des Landes. Man soll sehen können, wem das Geld nützt. Auch in Schule und Berufsberatung soll es weniger feste Rollenbilder geben.

Schutz vor Gewalt an Frauen ausbauen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan zur Istanbul-Konvention gemeinsam mit dem Betroffenenbeirat umsetzen und laufend überprüfen. Frauenhäuser und Kinderschutzeinrichtungen sollen dauerhaft finanziert werden, dazu kommen neue Schutzplätze und Schutzwohnungen.

Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser sollen dauerhaft genug Geld bekommen. Es soll Schutz-Plätze geben, die immer offen sind. Polizei, Gerichte und Behörden sollen mehr über das Thema lernen.

Eigenständige Existenzsicherung für FINTA*-Personen stärken

Die Grünen wollen, dass Frauen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen im Land Bremen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Dafür sollen Niedriglohnjobs zurückgedrängt, Arbeitsmarktprogramme und Kita-Angebote ausgebaut und die Strategie für gleiche Bezahlung umgesetzt werden.

FINTA* heißt: Frauen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen. Sie sollen von ihrer eigenen Arbeit leben können. Die Grünen wollen deshalb weniger schlecht bezahlte Jobs. Es soll mehr flexible Kita-Betreuung geben. Gleiche Arbeit soll gleich bezahlt werden.

Queeren Aktionsplan fortschreiben, Queerbeauftragte*n einsetzen

Der Landesaktionsplan, der sich gegen Feindlichkeit gegenüber homosexuellen, trans* und inter* Menschen richtet, soll nach dem Willen der Grünen bis 2035 weiterlaufen und fester in Politik und Verwaltung verankert werden. Eine neue Stelle für eine*n Queerbeauftragte*n des Landes soll die Umsetzung koordinieren. Beratungsangebote für queere Menschen sollen weiter gefördert werden.

Bremen hat einen Plan gegen Hass auf queere Menschen. Die Grünen wollen diesen Plan bis 2035 weiterführen. Eine neue beauftragte Person soll sich im Land darum kümmern. Beratungs-Stellen für queere Menschen sollen mehr Geld bekommen, wenn mehr Menschen kommen.

Landesgleichstellungsgesetz für alle Geschlechtsidentitäten öffnen

Die Grünen wollen das Bremer Landesgleichstellungsgesetz neu fassen. Es soll künftig alle Geschlechtsidentitäten einbeziehen und so die Gleichbehandlung aller Geschlechter im öffentlichen Dienst voranbringen.

Bremen hat ein Gesetz für die Gleichstellung im öffentlichen Dienst. Die Grünen wollen dieses Gesetz ändern. Es soll dann für alle Geschlechter gelten. Dazu gehören auch Menschen, die weder Frau noch Mann sind.

Landesantidiskriminierungsgesetz und Bremen-Monitor einführen

Die Grünen wollen ein Antidiskriminierungsgesetz für das Land Bremen, das Betroffenen Klagen auf Schadensersatz erlaubt. Zusätzlich soll eine Studie namens Bremen-Monitor Erfahrungen mit Diskriminierung erheben, um die Politik auf Wissen zu stützen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Benachteiligung. Das Gesetz gilt für das Land Bremen. Wer benachteiligt wird, kann dann Geld als Ausgleich einklagen. Außerdem soll eine Studie fragen: Welche Erfahrungen machen die Menschen in Bremen und Bremerhaven?

Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung im Sport

Die Grünen wollen den organisierten Sport bei Konzepten zur Vorbeugung und gegen Diskriminierung unterstützen. Ein Förderprogramm soll mehr Frauen in die Leitung von Vereinen und Verbänden bringen. Aus Sicht des Programms lässt sich Homophobie, Rassismus und der Abwertung armer Menschen gerade im Sport gut begegnen.

Im Sport soll niemand schlecht behandelt werden. Die Grünen wollen Vereine dabei unterstützen. Mehr Frauen sollen Vereine und Verbände leiten. Dafür soll es ein Förder-Programm geben. Auch Menschen mit Behinderung sollen eigene Sport-Angebote bekommen.

Feministische Wirtschaftspolitik für Bremen verfolgen

Die Grünen wollen die Wirtschaftspolitik feministisch ausrichten und Gleichstellung als Standortfaktor nutzen. Frauen sollen als Arbeits- und Fachkräfte, als Gründerinnen und in Führungspositionen gestärkt werden. Das Programm begründet dies mit der häufig prekären Lage von Frauen auf dem Bremer Arbeitsmarkt.

Frauen sollen in der Wirtschaft die gleichen Chancen haben wie Männer. Die Grünen wollen Frauen als Fach-Kräfte und als Gründerinnen stärken. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden. Beruf und Familie sollen besser zusammen passen.

Grüne: alle 22 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 9 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Entgeltgleichheit und Frauenerwerbstätigkeit fördern

Die Linke will gleiche Bezahlung und mehr Erwerbstätigkeit von Frauen vor allem durch bessere Kinderbetreuung erreichen. Zusätzlich soll der Senat eigene Strategien gegen die Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund und mit diversem Geschlecht am Arbeitsmarkt entwickeln.

Frauen sollen gleich viel verdienen wie Männer. Mehr Frauen sollen arbeiten können. Dafür braucht es genug Kinderbetreuung, auch am späten Nachmittag. Auch andere Gruppen sollen am Arbeitsmarkt gleiche Chancen bekommen.

Paragraf 218 abschaffen

Die Linke fordert, den Paragrafen 218 des Strafgesetzbuchs abzuschaffen und Schwangerschaftsabbrüche damit grundsätzlich zu legalisieren. Dafür will sie eine Bundesratsinitiative einbringen. Ärztinnen und Ärzte, die Abbrüche durchführen, sollen rechtlich eindeutig straffrei sein.

Ein Schwangerschafts-Abbruch steht heute im Strafgesetz. Das regelt der Paragraf 218. Die Linke will diesen Paragrafen abschaffen. Abbrüche sollen grundsätzlich erlaubt sein. Bremen soll das im Bundesrat fordern.

Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben voranbringen

Die Linke will Berufe mit hohem Frauenanteil aufwerten und Frauen den Zugang zu besser bezahlten Bereichen wie der IT erleichtern. Die Landesstrategie zu Gendergerechtigkeit und Entgeltgleichheit soll umgesetzt und die Hilfe für Alleinerziehende ausgebaut werden.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die Linke will Berufe mit vielen Frauen besser stellen. Mehr Frauen sollen in gut bezahlten Berufen arbeiten, zum Beispiel mit Computern. Alleinerziehende sollen mehr Hilfe bekommen. Dazu gehört flexible Kinder-Betreuung.

Strategie gegen Lohnungleichheit umsetzen

Die Linke will eine Strategie gegen ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern umsetzen, an der alle Senatsressorts mitwirken. Mehr Frauen sollen sozialversicherungspflichtig und in Fach- und Führungspositionen arbeiten.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die Linke will das ändern. Alle Behörden in Bremen sollen dabei zusammenarbeiten. Mehr Frauen sollen gute und feste Arbeit haben.

Gewalt gegen Frauen bekämpfen, Istanbul-Konvention umsetzen

Die Linke will den Landesaktionsplan zur Istanbul-Konvention, dem europäischen Abkommen gegen Gewalt an Frauen, rasch umsetzen. Sie fordert mehr Geld für Vorbeugung und Aufklärung, Schulungen für Polizei und Justiz sowie ein Verbot sogenannter K.o.-Tropfen.

Viele Frauen erleben Gewalt, oft zu Hause. Die Linke will mehr Geld für Schutz und Aufklärung. Polizei und Gerichte sollen besser geschult werden. K.o.-Tropfen sollen verboten werden.

Mehr Frauenhausplätze und Schutzräume schaffen

Die Linke will mehr Plätze in Frauenhäusern und eine zentrale Stelle, die diese Plätze vergibt. Für wohnungslose, suchtkranke und sich prostituierende Frauen sollen Schutzräume, Beratung und Notschlafstellen ausgebaut werden.

Frauenhäuser schützen Frauen vor Gewalt. Die Linke will mehr Plätze dort. Eine zentrale Stelle soll die Plätze vergeben. Auch Frauen ohne Wohnung sollen Schutz und Hilfe bekommen.

Frauen- und Mädcheneinrichtungen dauerhaft finanzieren

Die Linke will Treffpunkte, Beratungsstellen und Kultureinrichtungen für Mädchen, Frauen und queere Menschen dauerhaft statt befristet finanzieren. Die Zuwendungen sollen eine Bezahlung nach Tarif ermöglichen.

In Bremen gibt es Treffs und Beratung für Mädchen und Frauen. Die Linke will ihnen dauerhaft Geld geben. Die Beschäftigten dort sollen nach Tarif bezahlt werden. Auch Frauen in der Politik sollen mehr Unterstützung bekommen.

8. März zum gesetzlichen Feiertag machen

Die Linke will den Internationalen Frauentag am 8. März im Land Bremen zum gesetzlichen Feiertag erklären.

Der 8. März ist der Internationale Frauentag. Die Linke will, dass dieser Tag ein Feiertag wird. Dann haben die meisten Menschen an diesem Tag frei.

Queere Beratung, Gesundheit und Kultur ausbauen

Die Linke will Beratungs-, Aufklärungs- und Kulturangebote für queere Menschen dauerhaft finanzieren und erweitern. Für trans und intersexuelle Menschen soll die medizinische Versorgung besser werden.

Die Linke will mehr Angebote für queere Menschen. Beratung und Aufklärung an Schulen sollen dauerhaft Geld bekommen. Trans Menschen sollen bessere medizinische Hilfe bekommen. In Bremerhaven soll es einen Treff für queere Jugendliche geben.

Landesantidiskriminierungs- und Partizipationsgesetz einführen

Die Linke will ein Landesgesetz, das den Schutz vor Diskriminierung ausweitet, ein Verbandsklagerecht schafft und Beteiligungsrechte migrantischer Selbstorganisationen festschreibt. Öffentliche Wohnungsgesellschaften sollen Wohnungen nach transparenten Regeln vergeben.

Die Linke will ein neues Gesetz gegen Benachteiligung. Verbände sollen für Betroffene klagen dürfen. Gruppen von Zugewanderten sollen feste Rechte zum Mitreden bekommen. Ämter sollen mehr Sprachen und Einfache Sprache nutzen.

Linke: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bürgerschaftswahl Bremen 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 18 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 17 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Landesaktionsprogramm für Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsmarkt auflegen

Die SPD will ein Landesprogramm für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt starten. Sie verweist auf eine Lohnlücke von fast 20 Prozent sowie auf viele Frauen in Teilzeit und Minijobs. Gleichstellung sei auch wirtschaftlich geboten, um die Fachkräftelücke zu schließen.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit oder in Minijobs. Die SPD will das ändern. Sie will ein Programm für gleiche Chancen bei der Arbeit starten. Mehr Frauen sollen auch Chefinnen werden.

Jungen Menschen mit Behinderung reguläre Ausbildung ermöglichen

Die SPD will Projekte fördern, die jungen Menschen mit Behinderung den Weg in eine Ausbildung auf dem allgemeinen Ausbildungsmarkt öffnen. Sie verweist darauf, dass bisher rund 90 Prozent der betroffenen Schulabgänger in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten.

Viele junge Menschen mit Behinderung arbeiten später in einer Werkstatt. Die SPD will ihnen einen anderen Weg öffnen. Sie sollen eine Ausbildung in einem normalen Betrieb machen können. Dafür will die SPD Projekte fördern.

Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe bekämpfen

Die SPD will, dass Wohnungen ohne Diskriminierung vergeben werden. Die Landesantidiskriminierungsstelle soll auch für Verdachtsfälle am Wohnungsmarkt zuständig sein und Betroffene beim Sammeln von Belegen unterstützen.

Niemand soll bei der Wohnungs-Suche benachteiligt werden. Die SPD will dafür eine Anlauf-Stelle. Dort können sich Betroffene melden. Die Stelle hilft ihnen, Beweise zu sammeln. Die Wohnungs-Firmen der Stadt sollen kontrolliert werden.

Mehr Männer für Schule und Kita gewinnen

Die SPD will ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter unter den Lehrkräften erreichen. Sie will gezielt Männer, vor allem solche mit Migrationshintergrund, für die Arbeit in Schulen und Kitas ansprechen.

In Schulen und Kitas arbeiten wenige Männer. Die SPD will mehr Männer für diese Berufe gewinnen. Sie denkt besonders an Männer aus Einwanderer-Familien. Dafür plant sie eine Werbe-Aktion.

Prävention gegen Diskriminierung an Schulen vorantreiben

Die SPD will gegen Rassismus, Antisemitismus, Ableismus und Sexismus an Schulen vorgehen. Dazu soll die Aufklärungs- und Präventionsarbeit ausgebaut werden.

Die SPD will keine Ausgrenzung an Schulen. Niemand soll wegen Herkunft, Religion, Behinderung oder Geschlecht schlecht behandelt werden. Schulen sollen mehr darüber aufklären. Lehrerinnen und Lehrer bekommen dazu Fortbildungen.

Diskriminierung und Rassismus bekämpfen

Die SPD will mit einer aktiven Antidiskriminierungspolitik den Schutz vor Benachteiligung erhöhen. Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit sollen strukturell und im Einzelfall bekämpft werden.

Manche Menschen werden schlechter behandelt, etwa wegen ihrer Herkunft oder Religion. Die SPD will sie besser davor schützen. Sie will gegen Hass auf Juden und Muslime vorgehen. Dabei arbeitet sie mit den Religions-Gemeinschaften zusammen.

Mehr Vielfalt im Öffentlichen Dienst

Die SPD unterstützt eine Diversity-Strategie für alle Verwaltungen und Unternehmen mit Bremer Beteiligung. Mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sollen dort arbeiten, auch in leitenden Funktionen.

In Ämtern arbeiten wenige Menschen aus zugewanderten Familien. Die SPD will das ändern. Mehr von ihnen sollen dort arbeiten. Sie sollen auch Chefin oder Chef werden können. Fachkräfte in Kitas und Schulen sollen dazu Schulungen bekommen.

Barrierefreiheit und Teilhabe behinderter Menschen ausbauen

Die SPD will erreichen, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Im Mittelpunkt steht eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit bei Gebäuden, digitalen Angeboten und Informationen.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die SPD will Hindernisse abbauen. Das gilt für Gebäude und für das Internet. Auch Informationen sollen alle verstehen können. Menschen mit Behinderung sollen dabei mitreden.

Barrierefreies Wohnen und inklusive Beratung ausbauen

Die SPD will beim Bau barrierefreier Wohnungen die Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen Behinderungen stärker beachten. Außerdem sollen alle Beratungsstellen ihre Angebote inklusiv gestalten.

Die SPD will mehr Wohnungen ohne Hindernisse. Die Wohnungen sollen zu verschiedenen Behinderungen passen. Auch Beratungs-Stellen sollen für alle Menschen nutzbar sein. Das gilt auch für Menschen mit Behinderung.

Besonders verletzliche Menschen mit Behinderung unterstützen

Die SPD will volle Teilhabe für Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete mit Behinderung sichern und queere Menschen mit Behinderung besonders unterstützen. Die Landesantidiskriminierungsstelle soll auch für Menschen mit Behinderung zuständig sein.

Manche Menschen mit Behinderung haben es besonders schwer. Das sind zum Beispiel Geflüchtete oder queere Menschen. Die SPD will ihnen besonders helfen. Die Stelle gegen Diskriminierung im Land soll auch Menschen mit Behinderung helfen.

Gleichstellung als Querschnittsaufgabe verankern

Die SPD will Hindernisse für die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter aufspüren und beseitigen. Sie versteht Geschlechterpolitik als Aufgabe, die alle Bereiche des Regierungshandelns betrifft.

Frauen, Männer und andere Geschlechter sollen gleiche Chancen haben. Das ist noch nicht überall so. Die SPD will die Hindernisse finden und abbauen. Sie will in allen Bereichen der Politik darauf achten.

Mehr Frauen in MINT-Berufe bringen

Die SPD will mehr Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe gewinnen und zugleich Berufe aufwerten, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Dazu soll die Berufsorientierung an Schulen früh einsetzen und ohne Geschlechterklischees auskommen.

Die SPD will mehr Frauen in Technik-Berufen. Schulen sollen früh über Berufe informieren. Dabei soll es keine Klischees über Frauen und Männer geben. Berufe mit vielen Frauen sollen mehr Anerkennung bekommen.

Landesstrategie Gendergerechtigkeit umsetzen, Gender Budgeting einführen

Die SPD will die Bremer Landesstrategie für Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben und Entgeltgleichheit in der kommenden Wahlperiode umsetzen. Die Wirtschaftsförderung soll geschlechtergerecht ausgerichtet werden, mit der Gender-Ampel als Einstieg in ein umfassendes Gender Budgeting.

Bremen hat einen Plan für gleiche Chancen von Frauen im Beruf. Die SPD will diesen Plan umsetzen. Fördergeld für die Wirtschaft soll auch Frauen nützen. Das soll bei der Vergabe von Geld geprüft werden. Das nennt man Gender Budgeting.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Die SPD will die Istanbul-Konvention in Bremen vollständig umsetzen und das Schutzsystem für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen stärken. Dazu gehören eine bessere Finanzierung der Frauenhäuser, ein Rechtsanspruch auf kostenlose Aufnahme und Maßnahmen gegen Femizide.

Die SPD will Frauen und Mädchen besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser sollen mehr Geld bekommen. Jede Frau in Not soll kostenlos einen Platz bekommen. Es soll eine Anlaufstelle geben, die Tag und Nacht offen ist. Morde an Frauen sollen besser verfolgt werden.

Queere Menschen schützen und Angebote fördern

Die SPD will LGBTQIA+-Personen in Bremen stärker vor Hass und Gewalt schützen und Angebote für sie fördern. Geplant sind unter anderem queere Jugendangebote, neue Treffpunkte, mehr Ansprechpersonen bei Polizei und im Bildungsbereich sowie ein aktualisierter Landesaktionsplan.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer sind zum Beispiel lesbische, schwule und trans Menschen. Es soll mehr Treffpunkte und Jugend-Gruppen geben. Die Polizei soll mehr Ansprech-Personen für queere Menschen haben. Auch ältere queere Menschen sollen gut leben können.

Selbstbestimmungsgesetz und queere Rechte im Bund unterstützen

Die SPD unterstützt mehrere Vorhaben der Bundesregierung zu queeren Rechten. Dazu zählen ein Selbstbestimmungsgesetz anstelle des Transsexuellengesetzes, ein neues Abstammungsrecht und ein Diskriminierungsverbot wegen sexueller Identität im Grundgesetz.

Die SPD unterstützt Pläne der Bundes-Regierung für queere Menschen. Das alte Transsexuellen-Gesetz soll weg. Dafür soll ein Selbstbestimmungs-Gesetz kommen. Gleich-geschlechtliche Ehepaare sollen gleiche Rechte haben, auch bei Adoption. Das Grundgesetz soll Diskriminierung wegen sexueller Identität verbieten.

Gesundheitspolitik geschlechtergerecht und kultursensibel ausrichten

Die SPD will, dass Gesundheitswesen und Pflege Unterschiede nach Geschlecht und Herkunft stärker berücksichtigen. Dazu sollen Aus- und Fortbildung angepasst, Gendermedizin geprüft und Frauen stärker in die Forschung einbezogen werden.

Frauen und Männer werden unterschiedlich krank. Auch die Herkunft spielt eine Rolle. Die SPD will, dass Ärzte und Pflege-Kräfte das lernen. Forschung soll Frauen stärker beachten. In Schulen und Hochschulen soll es kostenlose Artikel für die Periode geben.

Frauenbeiräte erproben und Landesfrauenrat fördern

Die SPD will Frauenbeiräte nach Berliner Vorbild prüfen und in einzelnen Stadtteilen als Modellprojekte starten. Frauen sollen in Beiräten und bei Bürgerbeteiligung gleichberechtigt mitwirken können und dafür zusätzliche Unterstützung erhalten. Der Landesfrauenrat soll dauerhaft institutionell gefördert werden.

Die SPD will Frauen-Beiräte in einigen Stadtteilen testen. Frauen sollen in der Politik vor Ort gleich mitreden können. Dafür soll es Hilfen geben, zum Beispiel Kinder-Betreuung am Abend. Der Landes-Frauenrat soll dauerhaft Geld bekommen.

SPD: alle 18 Punkte mit Zitat und Seitenzahl