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Was sagen die Parteien in Hamburg zu Gleichstellung und Vielfalt?

5 aktuelle Wahlprogramme in Hamburg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+2), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 3 deutlich konservativ

Vollverschleierung und Kopftuch im Staatsdienst verbieten

Die AfD will die islamische Vollverschleierung im gesamten öffentlichen Raum Hamburgs verbieten. Zusätzlich soll ein generelles Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Dienst gelten. Begründet wird dies mit der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und dem, was das Programm als zunehmende Islamisierung sieht.

Die AfD will die Voll-Verschleierung verbieten. Das gilt für alle öffentlichen Orte. Auch Kopftücher sollen verboten werden. Das gilt in Behörden, Schulen, Unis und staatlichen Kliniken. Die AfD nennt Frankreich als Vorbild.

Gender Mainstreaming und Quoten ablehnen

Die AfD lehnt Gender Mainstreaming sowie Instrumente wie Gender-Studies, Frauenquoten und geschlechtsneutrale Sprache ab. Familienpolitik soll sich am Bild von Vater, Mutter und Kindern orientieren; Ämter sollen allein nach Qualifikation und Leistung vergeben werden.

Die AfD sagt: Es gibt zwei Geschlechter. Sie ist gegen Gender-Politik. Sie ist auch gegen Frauen-Quoten und gegen Gender-Sprache. Familie heißt für sie: Vater, Mutter, Kinder. Jobs sollen nur nach Können vergeben werden.

Pubertätsblocker und Geschlechtsangleichung bei Minderjährigen verbieten

Die AfD will Geschlechtsumwandlungen und den Einsatz von Pubertätsblockern bei Kindern und Jugendlichen verbieten. Eine so schwerwiegende Entscheidung soll aus ihrer Sicht erst im Erwachsenenalter getroffen werden.

Manche Kinder wollen ihr Geschlecht ändern. Die AfD will das bei Kindern und Jugendlichen verbieten. Sie ist auch gegen Pubertäts-Blocker. Das sind Medikamente, die die Pubertät stoppen. Erst Erwachsene sollen so etwas entscheiden.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Inklusion und Barrierefreiheit in allen Bereichen umsetzen

Die CDU will Barrierefreiheit und die UN-Behindertenrechtskonvention in sämtlichen Politikfeldern umsetzen. Ziel ist, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt und umfassend am Leben teilhaben.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die CDU will dafür Hindernisse abbauen. Das gilt zum Beispiel für Verkehr, Gebäude, Arbeit und Schule. Betroffene sollen bei den Plänen mitreden.

Gendersprache in der Verwaltung ablehnen

Die CDU will, dass die Hamburger Verwaltung verständlich und nach den amtlichen Rechtschreibregeln schreibt. Gendersprache lehnt sie dort ab, weil diese aus ihrer Sicht grammatikalisch falsch ist und neue Hürden beim Verstehen schafft.

Die Verwaltung soll in einer Sprache schreiben, die jeder versteht. Sie soll sich an die amtlichen Regeln für Rechtschreibung halten. Die CDU will keine Gender-Sprache in der Verwaltung. Gender-Sprache nutzt zum Beispiel Sternchen in Wörtern. Die CDU sagt: Das macht Texte schwerer.

CDU: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 20 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich progressiv, 15 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Stadtraum barrierefrei und altersfreundlich gestalten

Die Grünen wollen öffentliche Räume und Wohnungen so gestalten, dass Menschen jeden Alters mit und ohne Behinderung sie gleichermaßen nutzen können. Dazu sollen Barrieren abgebaut, öffentliche Toiletten verbessert und der Aktionsplan „Altersfreundliche Stadt“ verankert werden.

Alle Menschen sollen die Stadt gut nutzen können. Das gilt für Alte, Junge und Menschen mit Behinderung. Die Grünen wollen Hindernisse abbauen. Es soll auch bessere öffentliche Toiletten geben.

Unabhängige Beschwerdestelle gegen Rassismus an Schulen

Die Grünen wollen eine unabhängige Antidiskriminierungs-Kommission für Schulen und eine vom Land bezahlte Beschwerdestelle für Rassismus einrichten. An allen Schulen soll es geschulte, unabhängige Ansprechpersonen geben. Aus Sicht des Programms ist Rassismus an Hamburgs Schulen ein Problem, das strukturelle Änderungen erfordert.

Manche Kinder erleben Rassismus in der Schule. Die Grünen wollen eine Stelle für Beschwerden. Sie soll unabhängig sein. Eine Kommission soll sich um Diskriminierung kümmern. Jede Schule soll eine Ansprech-Person haben.

Hilfe bei weiblicher Genitalverstümmelung verbessern

Die Grünen wollen Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, medizinisch besser versorgen. Im Asylverfahren soll das Thema stärker berücksichtigt werden. Vorbeugung, Beratung und Stärkung der Betroffenen sollen ausgebaut werden.

Manche Frauen wurden an den Geschlechts-Organen verstümmelt. Die Grünen wollen ihnen besser helfen. Ärzte sollen sie besser behandeln. Im Asyl-Verfahren soll das mehr zählen. Es soll mehr Beratung geben.

Mehr Professorinnen und gleiche Bezahlung an Hochschulen

Die Grünen wollen mit den Hochschulen Maßnahmen vereinbaren, um den Anteil von Professorinnen zu erhöhen und die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen. Auch Angebote für Doppelkarrieren von Paaren sollen ausgebaut werden.

An Hochschulen soll es mehr Professorinnen geben. Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen. Die Grünen wollen das mit den Hochschulen fest vereinbaren. Auch Partner von neuen Fachkräften sollen leichter Arbeit finden.

Frauen und Eltern im Beruf vor Benachteiligung schützen

Die Grünen wollen Eltern rechtlich besser vor Diskriminierung im Beruf schützen und dafür „Elternschaft“ als Merkmal ins Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aufnehmen. Zudem hält die Partei an einer Frauenquote von 50 Prozent in Führungsgremien von Unternehmen mit Landesbeteiligung fest.

Frauen und Eltern haben im Beruf oft Nachteile. Die Grünen wollen das ändern. Ein Gesetz soll Eltern besser vor Benachteiligung schützen. Firmen sollen bei Schicht-Plänen auf Kinder-Betreuung achten. In städtischen Firmen soll die Hälfte der Chefs Frauen sein.

Parität auf Wahllisten in der Verfassung verankern

Die Grünen fordern, dass auf Wahllisten mindestens die Hälfte der Plätze mit Frauen besetzt sein muss. Dieses Ziel soll in die Hamburgische Verfassung aufgenommen werden; das Programm begründet es mit dem Gleichstellungsauftrag des Grundgesetzes.

Auf den Listen für Wahlen sollen mindestens zur Hälfte Frauen stehen. Die Grünen wollen das als Pflicht. Dieses Ziel soll in der Verfassung von Hamburg stehen. Die Grünen sagen: Das Grundgesetz verlangt gleiche Chancen für Frauen.

Entgeltgleichheit schaffen und Ehegattensplitting beenden

Die Grünen wollen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen und die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit abbauen. Im Bund setzen sie sich für ein Entgeltgleichheitsgesetz, das Ende des Ehegattensplittings und die Gleichstellung verschiedener Familienformen ein.

Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Die Grünen wollen das ändern. Sie fordern ein Gesetz für gleichen Lohn. Der Steuer-Vorteil für Ehepaare soll enden. Dieser Vorteil heißt Ehegatten-Splitting. Alle Arten von Familien sollen gleiche Rechte haben.

Senatskoordinatorin für Gleichstellung von Frauen schaffen

Die Grünen wollen Gleichstellungspolitik als eigenes Politikfeld in Hamburg fester verankern. Dazu sollen eine unabhängige Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Frauen und eine unabhängige Leitstelle für Gender Budgeting entstehen.

Die Grünen wollen die Gleichstellung von Frauen in Hamburg stärken. Eine unabhängige Koordinatorin beim Senat soll sich darum kümmern. Sie soll ein eigenes Büro bekommen. Eine neue Stelle soll prüfen, ob die Stadt ihr Geld gerecht für alle Geschlechter ausgibt. Das nennt man Gender Budgeting.

Paragraf 218 abschaffen und Versorgung verbessern

Die Grünen wollen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht länger im Strafgesetzbuch geregelt sind. In Hamburg soll die Versorgung besser werden, und Abbrüche sollen Teil der fachärztlichen Aus- und Weiterbildung sein.

Ein Schwangerschafts-Abbruch steht heute im Straf-Gesetz. Die Grünen wollen das ändern. Frauen sollen selbst über ihren Körper entscheiden. In Hamburg soll es bessere Angebote für Abbrüche geben. Ärzte sollen das in ihrer Ausbildung lernen. Auch die Beratung soll stärker werden.

Gewaltschutz und Frauenhäuser deutlich ausbauen

Die Grünen wollen den Schutz vor häuslicher Gewalt ausbauen und dafür deutlich mehr Geld bereitstellen. Frauenhäuser und Beratungsstellen sollen mehr Kapazitäten bekommen, und auch für Männer und nicht-binäre Menschen sollen Schutzwohnungen entstehen.

Viele Frauen erleben Gewalt in der Partnerschaft. Die Frauen-Häuser in Hamburg sind überlastet. Die Grünen wollen mehr Plätze und mehr Beratung. Dafür soll es deutlich mehr Geld geben. Auch Männer und nicht-binäre Menschen sollen Schutz-Wohnungen bekommen.

Landesantidiskriminierungsgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Landesantidiskriminierungsgesetz für Hamburg, das auch Diskriminierung durch staatliche Stellen erfasst. Nach ihrer Darstellung lässt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz diesen Bereich bisher ungeschützt.

Ein Bundes-Gesetz schützt Menschen vor Benachteiligung. Es gilt aber nicht für das Handeln des Staates. Die Grünen wollen deshalb ein eigenes Gesetz für Hamburg. Es soll auch vor Benachteiligung durch Behörden schützen. Beratungs-Stellen sollen außerdem bekannter werden.

Zentrale Antidiskriminierungsstelle aufbauen

Die Grünen wollen eine Antidiskriminierungsstelle, die alle Beratungs- und Meldestellen an einem Ort bündelt. Sie soll zu allen Merkmalen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und zu weiteren wie dem sozialen Status beraten. Die bestehenden Strategien gegen einzelne Formen von Diskriminierung sollen umgesetzt und überprüft werden.

Die Grünen wollen eine zentrale Stelle gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden schlechter behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Dort sollen alle Beratungen an einem Ort sein. Alle Menschen in Hamburg sollen leicht hinkommen können.

Staatsvertrag mit Sinti und Roma schließen

Die Grünen wollen die Hamburger Strategie gegen Antiziganismus um einen Staatsvertrag mit den Selbstorganisationen und Verbänden der Sinti und Roma ergänzen. Damit soll Antiziganismus strukturell bekämpft und gleichberechtigte Teilhabe gesichert werden.

Die Grünen wollen einen Vertrag zwischen Hamburg und den Verbänden der Sinti und Roma. Der Vertrag soll gegen Antiziganismus helfen. Antiziganismus ist Feindlichkeit gegen Sinti und Roma. Sinti und Roma sollen gleiche Chancen haben.

Antisemitismus mit Bildung und Beratung bekämpfen

Die Grünen wollen auf Grundlage der Landesstrategie gegen Antisemitismus vorgehen und dabei vor allem Bildung, Jugendaustausch und Beratung stärken. Das Programm begründet dies damit, dass antisemitische Straftaten und Hetze zugenommen haben, seit die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel angriff.

Die Grünen wollen mehr gegen Antisemitismus tun. Antisemitismus ist Hass auf Jüdinnen und Juden. Es soll mehr Bildung und Beratung geben. Lehrerinnen und Lehrer sollen mehr über das Thema lernen. Alle Schülerinnen und Schüler sollen sich einmal gründlich mit dem Israel-Palästina-Konflikt befassen.

Jüdisches Leben und Israel-Partnerschaft fördern

Die Grünen wollen den Neubau der Bornplatzsynagoge zügig voranbringen und der Liberalen Jüdischen Gemeinde zu einem eigenen Ort verhelfen. Außerdem soll Hamburg eine Städtepartnerschaft mit Israel eingehen.

Die Grünen wollen die Bornplatz-Synagoge schnell wieder aufbauen. Auch die Liberale Jüdische Gemeinde soll einen guten Ort bekommen. Ein alter Tempel in der Poolstraße soll wiederhergestellt werden. Hamburg soll eine Partnerschaft mit einer Stadt in Israel schließen.

Queere Menschen besser vor Gewalt schützen

Die Grünen wollen queerfeindlichem Hass entgegenwirken, unter anderem mit geschulten Polizeikommissariaten, einer öffentlichen Kampagne und mehr Polizeipräsenz an Brennpunkten. Das Programm verweist darauf, dass die Hamburger Polizei 2023 rund 75 Prozent mehr queerfeindliche Straftaten zählte als im Jahr davor.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Es gibt mehr Straftaten gegen sie. Die Grünen wollen sie besser schützen. An bestimmten Orten soll mehr Polizei sein. Die Polizei soll mehr über das Thema lernen.

Queere Beratung und Community-Orte sichern

Die Grünen wollen die mehr als 150 Maßnahmen des Aktionsplans „Hamburg l(i)ebt vielfältig“ umsetzen und einen gemeinsamen Ort für die queere Community unterstützen. Bestehende Beratungsstellen sollen finanziell abgesichert, Angebote für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen ein gemeinsames Haus für queere Gruppen unterstützen. Beratungs-Stellen sollen weiter Geld bekommen. Für trans und inter Menschen soll es mehr Beratung geben. Es soll auch ein Zentrum für Regenbogen-Familien geben. Das sind Familien mit queeren Eltern.

Queere Jugendliche in Schule und Jugendhilfe stärken

Die Grünen wollen für queere Kinder und Jugendliche eigene Beratungsangebote und Jugendwohnungen in der Jugendhilfe ausbauen. Lehrkräfte und Kita-Personal sollen fortgebildet werden, und Aufklärungsarbeit an Schulen soll weiterlaufen.

Manche queere Kinder und Jugendliche erleben Ausgrenzung. Die Grünen wollen ihnen mehr Beratung und eigene Wohnungen anbieten. Lehrerinnen und Lehrer sollen dazu Schulungen bekommen. Auch in Kitas soll das Personal mehr über Regenbogen-Familien lernen.

Queere Rechte im Bundesrecht ausweiten

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, dass das Grundgesetz Diskriminierung wegen der sexuellen Identität ausdrücklich verbietet. Außerdem streben sie eine Reform des Abstammungsrechts und einen Entschädigungsfonds für trans* Menschen an, die nach dem Transsexuellengesetz zu Sterilisation oder Scheidung gezwungen waren.

Die Grünen wollen das Grundgesetz ändern. Dort soll stehen: Niemand darf wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Queere Eltern sollen im Recht gleich behandelt werden. Trans Menschen sollen Geld für früheres Unrecht bekommen.

Frauen und Vielfalt in der Justiz fördern

Die Grünen wollen mehr Frauen in Führungspositionen der Justiz bringen und das Mentoring-Programm für Frauen fortführen. Sie unterstützen eine eigene Stelle für Diversität und Antidiskriminierung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften. Die Justiz soll so vielfältig werden wie die Gesellschaft.

In der Justiz sollen mehr Frauen leitende Aufgaben haben. Die Grünen führen dafür ein Mentoring-Programm weiter. Dabei begleiten erfahrene Personen jüngere Frauen. Es soll auch eine Stelle gegen Diskriminierung bei Gerichten geben.

Verwaltung interkulturell öffnen

Die Grünen wollen, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft gleichen Zugang zu Leistungen und Stellen der Hamburger Verwaltung haben. Im öffentlichen Dienst sollen People of Colour und Beschäftigte mit Migrationsgeschichte eine eigene Vertretung bekommen.

Die Grünen wollen eine Verwaltung für alle Menschen. Die Herkunft soll keine Rolle spielen. Mehr junge Menschen mit Migrations-Geschichte sollen dort arbeiten. Sie sollen eine eigene Vertretung bekommen.

Queeres Leben schützen und unterstützen

Die Grünen wollen mehr Polizeipräsenz an relevanten Brennpunkten und zusätzliche Beratungsangebote für queere Menschen. An der Binnenalster soll ein Denkmal für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt entstehen.

Die Grünen wollen queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. An bestimmten Orten soll mehr Polizei sein. Es soll mehr Beratung und Hilfe geben. An der Binnenalster soll ein Denkmal für Vielfalt stehen.

Bezirkliche Inklusionsbeiräte gesetzlich stärken

Die Grünen wollen die Inklusionsbeiräte in den Bezirken per Gesetz stärken. Ihre Mitglieder sollen Aufwandsentschädigungen erhalten und leichter Assistenz bekommen, damit Menschen mit Behinderung mehr mitbestimmen können.

Die Grünen wollen die Inklusions-Beiräte in den Bezirken stärken. Dort reden Menschen mit Behinderung in der Politik mit. Die Mitglieder sollen Geld für ihren Aufwand bekommen. Sie sollen auch leichter Assistenz bekommen.

Grüne: alle 23 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Sexarbeit entkriminalisieren und Beschäftigte schützen

Die Linke will einen Rechtsrahmen erarbeiten, der Sexarbeit entkriminalisiert und regelt. Ziel ist laut Programm, Sicherheit, Gesundheit und Rechte der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zu schützen.

Die Linke will neue Regeln für Sexarbeit. Sexarbeit soll nicht strafbar sein. Die Menschen in diesem Beruf sollen sicher und gesund arbeiten können. Es soll eigene Beratung für sie geben.

Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt ausbauen

Die Linke will mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen und das Hilfesystem bei häuslicher und sexualisierter Gewalt langfristig finanzieren. Die Istanbul-Konvention soll vollständig umgesetzt, Femizide sollen durch frühes Eingreifen verhindert werden.

Die Linke will mehr Plätze in Frauenhäusern. Dort finden Frauen Schutz vor Gewalt. In Hamburg fehlen laut Programm etwa 200 Plätze. Polizei und Justiz sollen Fortbildungen machen. Auch queere Menschen sollen besser vor Gewalt geschützt werden.

Geschlechterquote und Antidiskriminierungsgesetz einführen

Die Linke will eine gesetzliche Quote für politische Ämter und Gremien, damit alle Geschlechter gleich vertreten sind. Außerdem sollen ein Landesgesetz gegen Diskriminierung und eine eigene Landesstelle für Beschwerden entstehen.

Die Linke will eine Quote für politische Ämter. Alle Geschlechter sollen dort gleich vertreten sein. Hamburg soll ein Gesetz gegen Diskriminierung bekommen. Eine neue Stelle soll Betroffene beraten und vertreten.

Paragraf 218 streichen, Abbrüche als Regelversorgung

Die Linke will den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch nehmen und als normale medizinische Leistung regeln. Die Pflichtberatung und die dreitägige Wartefrist sollen entfallen, die Krankenkassen sollen die Kosten tragen.

Ein Schwangerschafts-Abbruch soll keine Straftat mehr sein. Er soll eine normale medizinische Behandlung werden. Frauen sollen sich beraten lassen können, aber nicht müssen. Die Wartezeit von drei Tagen soll wegfallen. Die Krankenkasse soll bezahlen.

Linke: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Bürgerschaftswahl Hamburg 2025

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Schutzwohnungen für Gewaltbetroffene ausbauen

Die SPD will weitere Schutzwohnungen für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder einrichten und Schutzplätze nach Bedarf ausbauen. Für betroffene Männer soll ein eigenes Angebot mit Krisenwohnungen entstehen.

Manche Frauen erleben Gewalt zu Hause. Die SPD will für sie und ihre Kinder mehr Schutz-Wohnungen schaffen. Nach dem Frauenhaus sollen sie Hilfe bei der Wohnungssuche bekommen. Auch für Männer soll es Krisen-Wohnungen geben.

Gleichstellung und Frauen in Führungspositionen fördern

Die SPD will die Gleichstellung der Geschlechter voranbringen, etwa durch höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und mehr Frauen in Führungspositionen. Die Finanzierung sozialer Projekte über Zuwendungen soll reformiert werden.

Die SPD will, dass Frauen und Männer gleiche Chancen haben. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden, vor allem in Firmen der Stadt. Mehr Frauen sollen arbeiten können. Soziale Projekte sollen sicherer bezahlt werden.

Queere Menschen im Grundgesetz schützen

Die SPD will sich dafür einsetzen, dass Artikel 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität ergänzt wird. In Hamburg sollen queere Treffpunkte erhalten und ausgebaut und Hasskriminalität konsequent verfolgt werden.

Das Grundgesetz verbietet Benachteiligung. Die SPD will, dass dort auch die sexuelle Identität steht. So sollen queere Menschen besser geschützt sein. Treffpunkte für queere Menschen sollen bleiben und mehr werden. Hass-Taten sollen verfolgt werden.

SPD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl